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Zehn ungeahnte Fakten über Flusspferde | BR24

© picture alliance / blickwinkel/AGAMI/ Fotograf: C. Piek

Gejagt, gefährdet und gefährlich: Fluss- beziehungsweise Nilpferde.

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Zehn ungeahnte Fakten über Flusspferde

Flusspferde werden wegen des Elfenbeins ihrer Zähne von skrupellosen Wilderern gejagt. In vielen Gebieten gilt ihr Bestand als gefährdet. Doch Flusspferde können auch selbst zur Gefahr werden - und sie überraschen durch ungeahnte Eigenschaften.

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Fakt 1: Drei Namen, ein Tier

Nilpferd, Flusspferd oder Hippopotamus - die drei Namen sind alle korrekt und bezeichnen das gleiche Tier. Nilpferd war der ursprüngliche Name des Dickhäuters, weil er erstmals am Ufer des Nils beschrieben wurde. Heute gibt es dort zwar keine Nilpferde mehr, genannt werden darf das Tier aber trotzdem noch so. Hippopotamus kommt aus dem Griechischen und bedeutet - wie im Deutschen - Flusspferd - von "Hippo" für Pferd und "Potamos" für Fluss.

Fakt 2: Das Flusspferd ist gar kein Pferd

Anders als der Name vermuten lässt, stammt das Fluss- oder Nilpferd nicht vom Pferd ab. Die Hippos sind nahe Verwandte des Wals. Von den auf dem Land lebenden Tieren ist das Flusspferd sogar das zu den Meeressäugern am nächsten verwandte Tier.

Fakt 3: Das gefährlichste Tier Afrikas

Das gefährlichste Tier Afrikas ist nicht der Löwe oder der Elefant, es ist das Flusspferd. Bei keinem anderen Tier kommen so viele Menschen zu Schaden.

Fakt 4: Schwer, aber trotzdem schnell

Mit bis zu 4,5 Tonnen Gewicht und fünf Metern Länge sind Flusspferde gewiss keine zierlichen Leichtgewichte. Trotzdem erreichen sie im Galopp eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Das macht sie für Angreifer gefährlich und unberechenbar.

© picture alliance/WILDLIFE/ Fotograf: T. Dressler

Ungeahnt schnell: Mit bis zu 30 km/h können Nil- beziehungsweise Flusspferde an Land ihre Angreifer verfolgen.

© picture alliance/Bildagentur-online

Ungeahnt groß: Nilpferde können ihr etwa 50 Zentimeter breites Maul über einen Meter weit aufreißen.

© picture alliance/WILDLIFE/ Fotograf: A. Rouse

Ungeahnte Nutzung: Die großen Eck- und Schneidezähne aus Elfenbein dienen nur zur Verteidigung. Zum Fressen werden die Backenzähne benutzt.

© picture alliance / imageBROKER/ Fotograf: jspix

Ungeahntes Bedürfnis: Nilpferde reißen nicht nur das Maul auf, um zu drohen. Wie wir Menschen gähnen sie auch.

© picture alliance/WILDLIFE/ A. Rouse

Ungeahnt schlechte Schwimmer: Flusspferde können im Gegensatz zu ihren Jungtieren nicht gut schwimmen, aber dafür umso besser tauchen.

© picture-alliance/ dpa/ Fotograf: Gero Breloer

Ungeahnt unsicher: Ist das Wasser zu tief, fühlt sich das Nilpferd unsicher und stützt sich lieber am Grund ab.

© picture alliance/imageBROKER/ Fotograf: Philip Perry/FLPA

Ungeahnter Schutz: Eine ölige Substanz auf der Haut, der sogenannte Blutschweiß, schützt Nilpferde vor der Sonne.

© picture alliance / imageBROKER/ Fotograf: Herbert Kratky

Ungeahnt asozial: Anders als es die Herden von Nilpferden im Wasser vermuten lassen, sind Nilpferde Einzelgänger.

Fakt 5: Riesiges Maul mit kleinen und großen Zähnen

Wenn Nilpferde ihr etwa 50 Zentimeter breites Maul über einen Meter weit aufreißen, dann ist das durchaus beeindruckend: Es offenbart den Blick auf die wuchtigen Eck- und Schneidezähne. Sie dienen aber lediglich zur Verteidigung und Herausforderung im Kampf mit Artgenossen oder Feinden. Als Mahlwerkzeug zum Fressen benutzt der Veganer, der sich fast ausschließlich von Gräsern ernährt, seine vergleichsweise kleinen Backenzähne.

Fakt 6: Nilpferde sind keine guten Schwimmer

Wenn Nilpferde im Wasser sind, stützen sie sich in der Regel mit ihren Füßen am Grund ab. Sie sind nämlich keine guten Schwimmer. Flusspferde können aber bis zu fünf Minuten lang unter Wasser bleiben ohne Luft zu holen. Unter Wasser geben Nilpferde - wie ihre nahen Verwandten, die Wale - Klicklaute zur Verständigung von sich.

Fakt 7: Jungtiere werden im Wasser geboren

Trotzdem kommen die Jungtiere im Wasser zur Welt. Hippo-Babys, die höchstens mit einem Geschwisterchen nach der acht Monate dauernden Trächtigkeit der Weibchen geboren werden, können gleich nach der Geburt schwimmen und unter Wasser gesäugt werden. Während des Tauchgangs schließt das Flusspferd-Baby die Nüstern und die Ohren. Auch die Paarung von Nilpferden findet unter Wasser statt - andernfalls würde das Weibchen von dem immensen Gewicht des Bullens erdrückt werden.

Fakt 8: Nilpferde sind nachtaktiv

Nilpferde sind nachtaktive Tiere. Abends steigen sie aus dem Wasser, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Fakt 9: Nilpferde haben ihren eigenen Sonnenschutz

Eine ölige Substanz auf der Haut, der sogenannte Blutschweiß, schützt Nilpferde vor der Sonne. Auf Abkühlung in Gewässern angewiesen sind sie trotzdem, denn sie haben keine Schweiß- und Talgdrüsen, weshalb sie nicht schwitzen können.

Fakt 10: Nilpferde sind Einzelgänger

Nilpferde tauchen zumindest im Wasser meist in Gruppen mit etwa 15 Tieren auf. Trotzdem sind sie Einzelgänger. Die einzelnen Tiere der Herden wechseln häufig, nur die Weibchen und die Jungtiere bleiben bis zur Selbstständigkeit der Jungen zusammen.