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Hilft Honig besser als Antibiotika? | BR24

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Forscher der Universität Oxford haben herausgefunden, dass Honig besser gegen Husten helfen kann als Antibiotika.

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    Hilft Honig besser als Antibiotika?

    Honig - ob auf Brot oder im heißen Tee - hat viele Vorteile und ist zudem noch lecker. Forscher der Universität Oxford haben nun herausgefunden, dass er bei manchen Erkrankungen sogar besser helfen kann als Antibiotika.

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    Gerade bei Erkrankungen der oberen Atemwege wie Husten oder einer Erkältung wird beim Arzt gerne mal Antibiotika verschrieben. Das liegt daran, dass man nicht immer feststellen kann, ob die Erkrankung durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. Antibiotika helfen aber nur bei bakteriellen Erkrankungen. Durch die zu häufige Einnahme können Antibiotikaresistenzen entstehen und die Wirkung lässt nach.

    Honig, Placebos & Antibiotika

    In solchen Fällen kann Honig besser helfen als Antibiotika, die gerade bei durch Viren ausgelösten Erkrankungen keine Wirkung haben. Zu diesem Ergebnis kamen jetzt Forscher der Oxford Universität, die in einer Meta-Analyse 14 Studien mit insgesamt knapp 1.400 Patienten miteinander verglichen und ausgewertet haben. Der Übersichtsartikel erschien am 20. August 2020 im Fachblatt “BMJ Evidence-Based Medicine”. In den Studien wurden die Wirkungen von Honig, Standardmedikamenten - wie beispielsweise Antibiotika - und Placebos bei Husten und Erkältungen untersucht.

    Honig verringert Frequenz & Stärke

    Zwei der Studien kamen zu dem Schluss, dass Honig sogar die Dauer des Hustens um ein bis zwei Tage verkürzen kann. Zudem könnte er die Schwere des Hustens mindern und die Häufigkeit. Generell - so das Ergebnis der Studie - hilft Honig, die Symptome zu bekämpfen. Denn er verflüssigt die Sekrete in den oberen Atemwegen. Damit lässt der Hustenreiz nach und das “Abhusten” fällt leichter. Es schadet also nicht, beim nächsten Hustenanfall auf Honig zurückzugreifen - vor allem, weil man dafür nicht extra in die Apotheke muss und er nicht viel kostet. Zwar wurden in den Studien auch Vergleiche mit Placebos herangezogen, doch weisen die Autoren darauf hin, dass an dieser Stelle noch mehr Forschung betrieben werden muss.

    Bei schlimmen Fällen kann ein Besuch beim Arzt aber trotzdem nicht schaden.

    Aufpassen sollten man den Forschern nach nur bei kleinen Kindern unter einem Jahr: Die könnten an Bakterien, die manchmal in naturbelassenem Honig enthalten sind, schwer erkranken und eine Lebensmittelvergiftung bekommen. Das liegt daran, dass die Darmbakterien bei Babys noch nicht voll entwickelt und sie somit anfälliger sind. Zwar ist in vielen Babynahrungsprodukten ebenfalls Honig enthalten, da diese Produkte jedoch chemisch erhitzt wurden, besteht hier keine Gefahr.

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