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Der Fieberklee ist die Blume des Jahres 2020 | BR24

© picture alliance/dpa/Hinrich Bäsemann

Der Fieberklee wurde zur Blume des Jahres 2020 gekürt.

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    Der Fieberklee ist die Blume des Jahres 2020

    Stellvertretend für den bedrohten Lebensraum Moor ist der Fieberklee von der Loki Schmidt Stiftung zur "Blume des Jahres 2020" gekürt worden.

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    Der Fieberklee ist vor allem in Mooren, Sümpfen und Feuchtwiesen zu finden, teilte die Loki Schmidt Stiftung heute mit. Die zarten, weißen und auffällig stark bewimperten Blüten blühen zwischen April und Juni und locken vor allem Hummeln an. Mit der Benennung des Fieberklees zur Blume des Jahres will die Loki Schmidt Stiftung auch auf den dringend notwendigen Schutz der Moore aufmerksam machen.

    Der Fieberklee wächst als ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Zentimetern. Seine Laubblätter sind in einen 12 bis 30 Zentimeter langen, basisnah verbreiterten Blattstiel und eine dreizählig gefiederte Blattbasis gegliedert.

    Der Fieberklee ist nicht mit dem Klee verwandt

    Der Fieberklee (menyanthes trifoliata) ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Menyanthes in der Familie der Fieberkleegewächse. Er ist also kein Schmetterlingsblütler wie der heimische Klee und kann auch kein Fieber senken. Die Pflanze ist unempfindlich und wächst oft an Teichrändern. Als Sumpfblume sei sie eine typische Art der Übergangsmoore, so die Loki Schmidt Stiftung. Sie besiedele bestimmte Zonen der Moore früh und bereite damit anderen Pflanzenarten den Zugang.

    Der Fieberklee ist perfekt an das Leben im Moor angepasst

    Der Fieberklee hat einen hohlen Stängel und Blattstiel. Diese dienen dem Auftrieb und damit der Durchlüftung der feuchten Standorte.

    Neue Aktion "Moore retten" verhindert Kohlendioxid-Emission

    Die Wahl des Fieberklees zur Blume des Jahres 2020 hat die Stiftung dazu angeregt, die Aktion "Moore retten" ins Leben zu rufen. Damit will sie 2020 gemeinsam mit Spendern Moorflächen renaturieren und als Stiftungsland dauerhaft sichern. Werden Moore entwässert, um sie als Grünland oder Siedlungsland zu nutzen, gelangt den Angaben zufolge Luft in den Moorkörper und der Torf wird abgebaut. In der Folge entweichen große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid und Lachgas. Dem will die Loki Schmidt Stiftung vorbeugen.

    © picture alliance/dpa/Hinrich Bäsemann

    Eine Nebelkrähe stöbert im Fieberklee, der Blume des Jahres 2020.