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FFP2-Maske - seit 18. Januar 2021 in Bayern im Nahverkehr und Einzelhandel Pflicht

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    RKI: FFP2-Masken nur bei "sorgfältiger Abwägung"

    Seit heute ist das Tragen einer FFP2-Maske im ÖPNV und Einzelhandel in Bayern verpflichtend. Das gilt möglicherweise bald für ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut gibt sich bei dem Thema zurückhaltend.

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    Von
    • Tanja Fieber

    Vor Einführung der FFP2-Maskenpflicht in Bayern äußerte das Robert Koch-Institut die Befürchtung, dass Laien die Masken ohne entsprechende Einweisung nicht richtig tragen können. FFP2-Masken wurden für Privatleute vom RKI nur unter "sorgfältiger Abwägung von potentiellem Nutzen und unerwünschten Risiken" empfohlen. Darüber hinaus sollte ein derartiges Vorgehen zum Beispiel für besonders empfindliche Risikopatienten am besten ärztlich begleitet werden.

    Auch RKI-Präsident Professor Lothar Wieler bekräftigte diese Äußerungen des RKI nochmals am 14. Januar 2021 in einer Pressekonferenz:

    "FFP2-Masken sind Masken, die für den medizinischen Arbeitsschutz genutzt werden. Und das sind Masken, die eine hohe Wirkung haben, wenn sie korrekt getragen werden und wenn die Menschen, die sie tragen, wirklich darüber aufgeklärt werden, wie sie zu tragen sind." Lothar Wieler, RKI-Präsident

    Wie passt das mit der FFP2-Maskenpflicht in Bayern zusammen?

    Auf mehrmalige Anfrage ist das RKI weder bereit, den Beschluss aus Bayern zu kommentieren, noch die Äußerungen aus dem eigenen Haus einzuordnen. Die dürre Antwort lautet: "Das RKI kommentiert generell keine Maßnahmen anderer Behörden oder Länder, ich bitte um Verständnis."

    Was das RKI mit der richtigen Anwendung der Masken meint, bleibt offen. Auf den Internetseiten des Instituts ist lediglich auf der Masken-Infoseite unter "Außerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens" ein Link auf das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfarM) zu finden. Mit einer dürren Anleitung, auf was man beim Maskentragen achten soll. Genannt werden die bekannten Tipps: Maske muss eng am Gesicht anliegen, der Nasenbügel angedrückt werden, die Maske nur an den Bügeln und nicht an der Vorderseite anfassen sowie der Hinweis, dass FFP-Masken Einwegprodukte sind. Und, dass "das Tragen von Masken immer nur ein Teil eines umfassenden Schutzkonzeptes ist."

    Für wen die FFP2-Maske eigentlich gedacht ist

    FFP2- und auch FFP3-Masken sind ursprünglich für den Arbeitsschutz gedacht, zum Beispiel als "Staubschutzmaske" für Handwerker oder im medizinischen Bereich für Pflegepersonal oder Ärztinnen und Ärzte, die einem erhöhten Übertragungsrisiko ausgesetzt sind. Im Vorfeld wird diesen Personengruppen eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung angeboten, denn die Masken sind dichter als normale OP-Masken und das erhöht den Atemwiderstand. Der Schutz der FFP2-Masken ist aber nur dann gewährleistet, wenn sie absolut und durchgehend dicht sitzen.

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