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Börse: Bayer und BASF droht Ärger in den USA | BR24

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Im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba hat eine US-Jury die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF zur Zahlung von umgerechnet 244 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. Dennoch sieht es gut aus für den Start des DAX.

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Börse: Bayer und BASF droht Ärger in den USA

Im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba hat eine US-Jury die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF zur Zahlung von umgerechnet 244 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. Dennoch sieht es gut aus für den Start des DAX.

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Weil der Unkrautvernichter Dicamba von benachbarten Baumwollfeldern herüberwehte und seine Pfirsich-Plantagen ruiniert haben soll, zog ein US-Landwirt vor Gericht. Die Jury im Bundesstaat Missouri verurteilte nun die deutschen Hersteller, die Chemiekonzerne BASF und Bayer, zu einer Schadenersatz-Zahlung in Höhe von umgerechnet knapp einer viertel Milliarde Euro. Die beiden Unternehmen wiesen die Vorwürfe zurück und machten eine falsche Anwendung des Mittels für die Schäden verantwortlich. Die Entscheidung des US-Gerichts könnte wegweisend für 140 weitere Klagen gegen Bayer und BASF sein. Das dürfte auch an den deutschen Aktienmärkten diskutiert werden.

DAX weiter im Aufwind

Der DAX dürfte Experten zufolge seinen Höhenflug trotz der Corona-Virus-Sorgen weiter fortsetzen. Er wird in sehr frühen vorbörslichen Prognosen rund ein halbes Prozent im Plus gesehen. Die Anleger drängten derzeit mögliche wirtschaftliche Belastungen der Corona-Virus-Epidemie in den Hintergrund. Viele hätten nach den Rekordkursen in der Vorwoche Angst, eine mögliche Fortsetzung der Börsenparty zu verpassen, so sagen Finanzmarkt-Profis.

Rückenwind aus China

Die chinesische Zentralbank hat heute den Zinssatz für mittelfristige Darlehen an Finanzinstitutionen gesenkt von 3,25 auf 3,15 Prozent. Das beschert dem Shanghai Composite ein kräftiges Plus von 1,8 Prozent. In Tokio hingegen haben schwache Konjunkturdaten den Nikkei-Index um 0,7 Prozent gedrückt. Die japanische Wirtschaft schrumpfte im Schlussquartal 2019 so stark wie seit 2014 nicht mehr. Der Euro steht bei 1, 08 40 Dollar.