Robert Lewandowski im Trikot des FC Barcelona
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Xavi Urgeles

Robert Lewandowski im Trikot des FC Barcelona

    BVB oder Bayern? Lewandowski im Titelrennen "immer für München"

    Robert Lewandowski fehlt derzeit dem FC Bayern merklich. Doch auch der Mittelstürmer denkt nach seinem Abgang zum FC Barcelona noch immer an die Münchner und bevorzugt sie im Meisterduell gegenüber seinem anderen Ex-Verein, Borussia Dortmund.

    In München vermisst man Robert Lewandowski schmerzlich. Seine 35 Bundesligatore, die er vor seinem Abschied zum FC Barcelona schoss, hätten den Münchnern im Meisterschaftskampf sicherlich gutgetan. Und auch Lewandowski selbst hängt trotz seines etwas unrühmlichen Abgangs noch immer an seinem ehemaligen Arbeitgeber.

    "Ich habe gehört, dass viele Leute in Deutschland oder in Europa sagen: Es wäre besser, wenn in der Bundesliga Dortmund die Meisterschale gewinnt. Aber ich bin immer für Bayern München", sagte der 34-Jährige bei Sport1 am Rande der Laureus Awards: "Ich drücke die Daumen immer für die Jungs, dass sie gewinnen und zeigen, dass sie die Besten sind." Sein Herz schlägt also für den FC Bayern und nicht für den BVB, für den Lewandowski bekanntermaßen ja auch das eine oder andere Mal ins Tor getroffen hat.

    Lewandowskis erste Saison - Meistertitel und Trainerliebling

    Gedanken über eine Rückkehr scheint sich Lewandowski allerdings nicht zu machen. Ihm selbst gehe es in Barcelona "super". Dazu trägt auch bei, dass er mit Barça kurz vor dem Gewinn der spanischen Meisterschaft steht. Fünf Spieltage vor dem Ende beträgt der Vorsprung der Katalanen auf Atlético Madrid 13 Punkte. Mit einem Sieg im Stadtderby gegen Espanyol Barcelona könnte Barça alles klar machen - und Lewandowski seinen ersten großen Titel in Spanien gewinnen.

    Der Pole trägt an diesem Erfolg einen großen Anteil. Mit 19 Treffern führt er derzeit die Torschützenliste in der spanischen Liga vor Karim Benzema von Real Madrid (17 Tore) an. Dazu legte er sechs Treffer auf. In allen Wettbewerben kommt er in 41 Spielen auf 36 Scorerpunkte. Eine gewohnt starke Ausbeute, auch wenn er die hohen Marken, die er zuletzt im Trikot des FC Bayern München erzielte, nicht erreichen konnte. Dennoch: Sein Trainer Xavi baut auf ihn, sieht ihn als wichtige Säule - auch für die kommende Saison. Lewandowski, so heißt es in spanischen Medien, ist derzeit unantastbar.

    Kritik an der Torausbeute

    Doch das war nicht immer so. Nach seinem Wechsel in die katalanische Metropole war Lewandowski zwar eine der Hauptattraktionen, in der an Sehenswürdigkeiten nicht armen Stadt. 14 Tore in den ersten elf Pflichtspielen - in Barcelona löste der Pole sofort Begeisterungsstürme aus. Doch der Wind drehte sich im Camp Nou ziemlich schnell. Und weil der FC Barcelona ziemlich sang- und klanglos aus der Champions League ausschied, wurde in der spanischen Presse schnell nach Sündenböcken gesucht.

    Lewandowski tauche in wichtigen Spielen unter, hieß es da beispielsweise, obwohl er im wichtigen Spiel gegen Inter Mailand zwei Tore erzielt hatte. Doch zuvor war er gegen die Italiener und in beiden Spielen gegen den FC Bayern ohne Treffer geblieben. Anfang des Jahres stand Lewandowski erneut in der Kritik. Der Stürmer habe seit Oktober nicht mehr getroffen, hieß es Mitte Januar - was sich zunächst wie eine historische Durstrecke anhörte, war in Realität der Weltmeisterschaft in Katar und einer Rot-Sperre geschuldet. Lewandowski hatte nur drei Spiele in Folge nicht getroffen und begenete der Kritik prompt, indem er in Liga und Pokal traf und seinen Verein zum Superpokalsieg über Real Madrid schoss.

    Champions League: Neuer Angriff mit Lionel Messi?

    Doch tatsächlich hatte Lewandowski im Anschluss einige Probleme, nach der Weltmeisterschaft wieder in Fahrt zu kommen. Besonders der Ausfall seines besten Vorlagengebers Ousmane Dembélé wirkte sich auf Lewandowskis Spiel aus und der Pole wirkte in manchen Spielen wie ein Fremdkörper. Zuletzt zeigte die Formkurve wieder nach oben und Lewandowski stand in fast allen Pflichtspielen über 90 Minuten auf dem Platz.

    Doch auch wenn Lewandowski in Barcelona gut angekommen ist: Das Vorrunden-Aus in der Champions League schmerzt noch immer. Der bevorstehende Meistertitel mit den Katalanen sei ein "erster Schritt, um nächste Saison vielleicht noch mehr zu gewinnen". Nach den "vielen Problemen" im Club sei der Titel auch für Barças Zukunft "sehr wichtig", betonte der Torjäger: "Ich denke, das wird nun besser."

    Vielleicht bekommt er in der nächsten Saison im Kampf um die Torschützenkrone Konkurrenz in der eigenen Mannschaft. Über eine Rückkehr von Lionel Messi nach Barcelona wird gemunkelt. Wie gut für Lewandowski, dass der Argentinier auch ein herrausragender Volagengeber ist.

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