BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk
Bildrechte: dpa-Bildfunk

Eine Nadel steckt in einer Ampulle mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.

124
Per Mail sharen

    Impfkommission ändert Empfehlung für Astrazeneca-Erstgeimpfte

    Mit der schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante passt die Stiko ihre Impfempfehlung an: Möglichst schnell und unabhängig vom Alter sollen Menschen, die zunächst Astrazeneca bekommen haben, als zweites einen mRNA-Impfstoff erhalten.

    124
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nach einer ersten Impfung mit Astrazeneca möglichst schnell eine zweite Impfung mit dem Vakzin von Moderna oder Biontech. Mindestens sei ein vierwöchiger Abstand einzuhalten, erklärt die Stiko. Dies gelte unabhängig vom Alter. Nach aktuellen Studien sei die Immunantwort bei diesen Kreuzimpfungen höher. Grund sei die schnelle Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland.

    Immunantwort "deutlich überlegen"

    Die Empfehlung gelte "vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren", hieß es. Die Expertinnen und Experten begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff – der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca "deutlich überlegen" sei.

    Fachleute sprechen von einem heterologen Impfschema. Dieses hatte die Stiko bisher nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde.

    Abstand bei Kreuzimpfung: "Ab vier Wochen"

    Die Stiko betonte, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis "zeitgerecht wahrzunehmen". Nach nur einer Impfstoffdosis scheine der Schutz gegen Delta "deutlich herabgesetzt" zu sein. Der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen durch Delta sei nach vollständiger Impfung im Vergleich zum Schutz vor anderen Corona-Varianten ähnlich gut, hieß es unter Berufung auf Daten aus dem Vereinten Königreich.

    Die Stiko wies nun als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zwölf Wochen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und "ab vier Wochen" bei der Kombination aus Astrazeneca und mRNA-Impfstoff.

    Grafik: Fortschritt bei den Corona-Impfungen in Deutschland und Bayern

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!