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Corona: Die Ereignisse vom 09. März bis 15. März | BR24

© Claudio Furlan/dpa-Bildfunk

Corona: Die Ereignisse vom 09. März bis 15. März

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Corona: Die Ereignisse vom 09. März bis 15. März

Frankreich bereitet wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre vor. Bayern schränkt das öffentliche Leben ein und Lufthansa fliegt Urlauber zurück nach Deutschland. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise im Überblick vom 09. bis zum 15. März.

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SONNTAG, 15. MÄRZ

23.50 Uhr: Frankeich bereitet wegen Corona-Krise Ausgangsperre vor

Nach Italien und Spanien bereitet Insidern zufolge auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie eine landesweite Ausgangssperre vor. Die Einwohner würden demnach angewiesen, zu Hause zu bleiben. Davon abweichen dürfe man nur in Notfällen, für Lebensmitteleinkäufe oder wenn man zur Apotheke, ins Krankenhaus oder zur Arbeit müsse, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Maßnahme könnte ab Dienstagmitternacht gelten.23.45 Uhr: Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen an.

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zur Begründung auf Twitter. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

23.00 Uhr: Tschechien beschränkt öffentliches Leben massiv

Die tschechische Regierung schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen im Kampf gegen das Coronavirus drastisch ein. Das gab Ministerpräsident Andrej Babis bekannt. Die Bürger wurden aufgefordert, sich ab Mitternacht zu Montag an ihrem Wohnort aufzuhalten und zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden. Ausnahmen gelten unter anderem für den Weg zur Arbeitsstätte und zurück, die Erledigung dringend notwendiger Besorgungen wie den Einkauf von Lebensmitteln sowie Arztbesuche und Parkspaziergänge.

22.30 Uhr: Österreich wird den Flugverkehr weitgehend einstellen

Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Abend an, den Flugverkehr weitestgehend einzuschränken. Er rief die österreichische Bevölkerung auf, sich auf den Weg nach Hause zu machen oder das Außenministerium zu kontaktieren, um heimgeholt zu werden. Sobald das abgeschlossen sei, würden alle Flüge in Corona-gefährliche Gebiete gestoppt, sagte Kurz.

22.07 Uhr: US-Notenbank senkt Zinsen wegen Corona

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen wegen des Coronavirus auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt, das ist ein Prozent niedriger als bisher. Das teilte die Notenbank am Abend überraschend mit.

21.50 Uhr: Bayern will Katastrophenfall ausrufen

Bayern will im Kampf gegen das Corona-Virus am Montagvormittag den Katastrophenfall ausrufen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder am Abend im BR Fernsehen. Mehr dazu hier.

21.10 Uhr: 120 Todesfälle in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden auf 120 von 91 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf rund 5.400 von 4.499.

21.00 Uhr: Zugang zu Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen unterbunden

Die norddeutschen Küstenländer werden ab dem 16. März den Zugang für Touristen zu den Inseln in der Nord- und Ostsee unterbinden. Darauf haben sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Ministerpräsident Daniel Günther und Ministerpräsident Stephan Weil verständigt. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.

20.45 Uhr: Türkei schließt Bars und Nachtclubs

Im Kampf gegen das Coronavirus schließt die türkische Regierung Bars und Nachtclubs vorübergehend. Die Maßnahme gelte ab Montagmorgen bis auf weiteres, teilt das Innenministerium mit.

20.10 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Sonntagabend im ZDF versichert, "Supermärkte, Apotheken, Banken - die werden auf jeden Fall auf bleiben, die stellen die Grundversorgung sicher." Gleichzeitig bat er um Verständnis für drastische Maßnahmen, mit denen "das öffentliche Leben heruntergefahren" werde, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Der Minister betonte, bei der Coronavirus-Pandemie sei Deutschland noch "relativ am Anfang der Entwicklung". Er könne nicht ausschließen, dass es "zu weiteren Maßnahmen komme".

19.35 Uhr: RKI meldet starken Anstieg der Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der laborbestätigten Infektionen in Deutschland. Diese werden mit 4.838 angegeben. Am Samstag waren es noch 3.795. Damit ist die Zahl der Infizierten innerhalb von 24 Stunden um mehr als ein Viertel gestiegen.

19.00 Uhr: Zahl der Corona-Todesfälle in Italien steigt sprunghaft an

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 25 Prozent auf 1809 gestiegen. Damit gibt es alleine am Sonntag 368 weitere Todesfälle. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 24.747 von 21.157. Es ist der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen.

18.40 Uhr: Bahn schränkt Regional- und S-Bahnverkehr in Bayern ein

Wegen des Coronavirus will die Deutsche Bahn den Regionalverkehr in Bayern ab Montagmorgen einschränken. Betroffen sind die Südostbayern-Bahn, die Gäubodenbahn in Niederbayern, der Meridian, die Bayerische Oberlandbahn und die S-Bahn München. Der Zugverkehr nach Österreich wird komplett eingestellt. Alle Züge enden am letzten Halt vor der Grenze und fahren nach München zurück. Die Bahn empfiehlt Reisenden, vor der Fahrt die Reiseverbindung zu überprüfen.

18:23 Uhr: Vierter bestätigter Todesfall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat einen weiteren Coronavirus-Todesfall bestätigt. Dabei handelt es sich laut Ministerium um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg. Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Dieser war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden. Mittlerweile gibt es vier Coronavirus-Todesfälle in Bayern.

17.51 Uhr: UEFA will Verlegung der Fußball-EM vorschlagen, Testspiele abgesagt

Wegen der Coronavirus-Pandemie will der Europäische Fußball-Verband nach Informationen des ZDF den Teilnehmern offenbar eine Verschiebung der Europameisterschaft vorschlagen. Die UEFA wolle am Dienstag zuerst den nationalen Ligen und der Vereinigung der europäischen Clubs (ECA) und dann später allen nationalen europäischem Fußballverbänden eine Turnierverlegung empfehlen. Eine Alternative wäre, die EM im Sommer 2021 auszutragen. Dafür müsste allerdings die FIFA die neu geschaffene FIFA-Club-WM auf Eis zu legen. Eine zweite Möglichkeit wäre die Verlegung der EM in den Spätherbst oder frühen Winter dieses Jahres.

Außerdem sind beide Testländerspiele der deutschen Nationalmannschaft Ende März abgesagt worden. Nachdem die Stadt Nürnberg die Partie gegen Italien bereits untersagt hatte, sagte der spanische Verband nun auch Länderspiel der spanischen Nationalelf gegen Deutschland offiziell ab.

17:41 Uhr: Polizei ruft zu "Online-Anzeigen" auf

Diebstahl, Sachbeschädigung oder Betrug: Wer bei der Polizei Anzeige erstatten will, soll das online machen. Darum bittet die Polizei München, um sich und andere vor der Verbreitung des Coronavirus zu schützen. Dafür solle die Internetseite www.polizei.bayern.de genutzt werden.

17.30 Uhr: Ministerpräsident Söder informiert zu aktuellen Corona-Entwicklungen

Als Folge des sich weiter verbreitenden Coronavirus wird am Montag um 10 Uhr eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) sowie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stattfinden.

Erstmals in der Geschichte der bayerischen Staatsregierung werden bei dieser Pressekonferenz keine Journalisten anwesend sein. Die Veranstaltung wird ausschließlich als Live-Stream im Internet übertragen werden, wie die Staatskanzlei am Sonntag in München bekannt gab.

17.18 Uhr: Von der Leyen warnt vor leeren Regalen

Nach den Grenzschließungen in Europa wegen der Corona-Krise warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor leeren Supermarktregalen. Schon jetzt seien Tausende Bus- und Lastwagenfahrer wegen der Gesundheitskontrollen an Grenzen innerhalb der EU gestrandet. Von der Leyen will daher einheitliche Kontrollmaßnahmen an den europäischen Binnengrenzen.

Kurz zuvor hatte die Bundesregierung Einreisebeschränkungen an den Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz angekündigt. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen gesichert bleiben. Hamsterkäufe im kleinen Grenzverkehr sollen aber unterbunden werden.

16.20 Uhr: Lufthansa fliegt Urlauber nach Deutschland zurück

Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben heute und in den kommenden Tagen kurzfristig Sonderflüge organisiert, um vor allem Kreuzfahrtpassagiere und Urlaubsgäste wieder nach Deutschland zurückzufliegen. Die Fluggesellschaft fliege diese Charterflüge im Auftrag von Reedereien und Touristikunternehmen. Schwerpunkte seien die Kanaren und die Karibik. Es würden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340 eingesetzt. Insgesamt rechnet die Airline damit, rund 3.000 bis 4.000 Fluggäste kurzfristig nach Deutschland zurückzufliegen.

16.15 Uhr: Bahn schränkt Regionalverkehr ein

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen voraussichtlich ihren Regionalverkehr einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst.

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin.

16.00 Uhr: Zahl der Infektionen in Bayern auf 886 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern rasch zu. Am Sonntag (Stand 12.00 Uhr) meldete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 886 Fälle, in denen Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Das sind 205 Fälle mehr als am Vortag.

Mit 471 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 187 Fälle, in Freising 74 Fälle und in Starnberg 42 Fälle. Am Sonntag wurden zudem zwei weitere Todesfälle bekannt. Damit sind bisher im Freistaat drei Menschen an Covid-19 gestorben.

15.20 Uhr: Deutschland schließt wegen Coronavirus teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen 08.00 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr dpa aus Regierungskreisen, auch "Spiegel und "Bild" berichten dies. Mehr dazu hier.

15.00 Uhr: Bayern schränkt öffentliches Leben ein

Wegen des Coronavirus plant Bayern reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und in der Gastronomie. Außerdem werde es weitreichende Schließungen von Bars, Clubs, Schwimmbädern oder Kinos geben, erfuhr der BR aus Regierungskreisen. Mehr dazu hier.

13.55 Uhr: Zwei weitere Todesfälle in Bayern durch Corona

In Bayern sind in der Nacht zum Sonntag kurz nacheinander zwei weitere Menschen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus erlegen. In einem Fall handelt es sich um eine Seniorin aus einem Heim der Arbeiterwohlfahrt. Der zweite Verstorbene ist ein 83-Jähriger in Neu-Ulm. Er war zuvor in Italien gewesen und hatte mehrere Vorerkrankungen gehabt.

12.51 Uhr: Krisenstab trifft sich in der Staatskanzlei

In München kommt heute wegen der Corona-Krise erneut der Krisenstab zusammen. Aus Regierungskreisen heißt es, man werde sich treffen. Man berate heute, ob weiteres nötig werde. Laut Regierungskreisen gibt es auch Gespräche zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung.

11.31 Uhr: Frankreich schränkt Verkehr auf Langstrecken ein

Frankreich will den Langstreckenverkehr mit Zügen, Autos und Flugzeugen einschränken, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen. Der Langstreckenverkehr werde in den kommenden Tagen "schrittweise verringert", sagte Umweltministerin Elisabeth Borne am Sonntag wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Ziel sei es, den Langstreckenverkehr auf das "Allernötigste" zu reduzieren, einen sofortigen Stopp solle es nicht geben, damit "jeder nach Hause zurückkehren" könne.

Am Vorabend hat Frankreich bereits den Shutdown im Land beschlossen.

10.29 Uhr: In Österreich bleiben ab Dienstag Restaurants geschlossen

In Österreich hat Bundeskanzler Sebastian Kurz ein Versammlungsverbot angekündigt. An keinem Ort sollen sich mehr als fünf Menschen auf einmal treffen, gibt das Kanzleramt bekannt. Die einzigen Ausnahmen seien Aktivitäten, die der Bekämpfung des Virus dienen. Spielplätze und Sportplätze werden geschlossen. Restaurants werden ab Dienstag geschlossen. Die Versorgung mit Lebensmitteln werde über Supermärkte und Lieferservice sicher gestellt. Kurz appellierte an die Menschen, sich selbst zu isolieren und ausschließlich jene sozialen Kontakte zu pflegen, mit denen sie zusammenleben. Insgesamt gibt es in Österreich laut Gesundheitsministerium mittlerweile 800 bestätigte Coronavirus-Fälle. Bislang wurde ein Toter gemeldet.

09.35 Uhr: Osterfeierlichkeiten finden im Vatikan ohne Besucher statt

Wegen der Coronavirus-Epidemie hat der Vatikan alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden "ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen" statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

08.26 Uhr: Prozess gegen Benjamin Netanjahu verschoben

Der Prozess gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sollte am Dienstag beginnen. Wegen der Coronavirus-Krise wird er nun auf den 24. Mai verschoben. Dies teilte das Gericht heute mit. In der Nacht hatte Israels Justizminister Amir Ochana vorerst für 24 Stunden den Notstand verhängt. Netanjahu wird Betrug, Untreue und Bestechlichkeit vorgeworfen. Der Regierungschef hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

05.27 Uhr: US-Präsident Trump nicht mit Corona infiziert

US-Präsident Trump hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Sein Leibarzt teilte mit, dass der Test negativ ausgefallen sei. Auslöser der Diskussion über den Gesundheitszustand des Präsidenten war, dass Trump Kontakt mit zwei infizierten Personen aus Brasilien hatte. Sie waren Teil einer Delegation des brasilianischen Präsidenten gewesen. Trump hatte mit ihnen zu Abend gegessen. Der US-Präsident sah sich in den vergangenen Tagen zunehmend Fragen ausgesetzt, warum er sich trotz der Kontakte keinem Test unterziehe.

00.30 Uhr: Deutschland wehrt sich gegen US-Zugriff auf Tübinger Corona-Impfstoff-Firma

Zwischen den USA und Deutschland kommt es wegen der Corona-Krise einem Medienbericht zufolge zu einer wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, versucht US-Präsident Donald Trump, deutsche Wissenschaftler, die an einem potenziellen Corona-Impfstoff arbeiten, mit hohen finanziellen Zuwendungen in die USA zu locken beziehungsweise das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern.

Den Berichten nach geht es um die in Tübingen ansässige Firma "CureVac", die gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus arbeitet. Deutschland versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten, berichtet das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise. Das Unternehmen wolle sich nicht dazu äußern.

SAMSTAG, 14. MÄRZ

21.13 Uhr: Spanien verhängt Ausgangssperre

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat bestätigt, dass es eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands geben wird. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", rechtfertigt der Regierungschef die Maßnahme. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen. Spanien ist mit über 5.700 Fällen das am zweitstärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa - nach Italien, das bereits ähnlich drastisch vorgeht.

21.06 Uhr: Israel ordnet umfangreiche Schließungen an

Israel hat seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erneut verschärft. Die israelische Öffentlichkeit müsse eine "neue Alltagsroutine annehmen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstagabend vor Medien.

Konkret kündigte Netanjahu die Schließung weiterer Bildungseinrichtungen an. Er forderte die israelische Bevölkerung auf, auf "soziale Distanz" zu gehen und einen Abstand von mindestens zwei Metern zu Mitmenschen einzuhalten. Unterhaltungs- und Freizeitaktivitäten sollen ab Sonntag eingestellt werden, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als zehn Teilnehmern werden verboten. Normal weitergeführt werden sollen grundlegende Dienste wie Banken, Tankstellen und Supermärkte. Arbeitnehmer sollen so weit möglich von zuhause aus arbeiten, so Netanjahu weiter.

Zuvor hatte Netanjahu der Nutzung von Mobiltelefon- und anderer technischer Daten infizierter Personen zugestimmt, um deren Bewegungen auszuwerten.

20.15 Uhr: 3.795 Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen in Deutschland. Diese werden mit 3.795 angegeben. Am Freitag waren es noch 3.062. Acht Menschen sind mittlerweile an Coronavirus-Infektionen gestorben. (Stand 15.00 Uhr).

20.00 Uhr: Shutdown in Frankreich

Auch Frankreich legt jetzt das öffentliche Leben still. Premier Philippe verkündete, dass ab Mitternacht Cafés, Bars, Restaurants und Kinos geschlossen werden. Nur Supermärkte, Apotheken, Banken und absolut nötige Einrichtungen blieben offen. Gewählt wird am Sonntag trotzdem. Wie in Bayern finden in Frankreich Kommunalwahlen statt. In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden auf 91 von 79 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 4.499 von 3.661.

19.30 Uhr: 1.441 Tote in Italien

In Italien dramatisiert sich die Lage mehr und mehr. Die Behörden melden nun 1.441 Todesfälle infolge von Coronavirus-Infekten. Das sind 175 Tote binnen 24 Stunden. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 21.157 von 17.660. Auf den Intensivstationen italienischer Krankenhäuser würden derzeit 1.518 Menschen mit Coronavirus behandelt - eine Steigerung um 14 Prozent.

19.30 Uhr: 1.441 Tote in Italien

In Italien dramatisiert sich die Lage mehr und mehr. Die Behörden melden nun 1.441 Todesfälle infolge von Coronavirus-Infekten. Das sind 175 Tote binnen 24 Stunden. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf 21.157 von 17.660. Auf den Intensivstationen italienischer Krankenhäuser würden derzeit 1.518 Menschen mit Coronavirus behandelt - eine Steigerung um 14 Prozent.

19.20 Uhr: Münchner Kliniken setzen auf eigene Corona-Stationen

Während es am Münchner Uni-Klinikum am Sendlinger Tor bereits eine Station für Covid-19-Patienten gibt, laufen Vorbereitungen im Klinikum Großhadern. Ein Teil der Intensivstation soll für Infizierte freigeräumt werden, zudem wird eine weitere Station vorbereitet. Es sei eine rein logistische Vorbereitung, aktuell ohne Hektik, so der Pressesprecher der Uni-Klinik. Auch in den Münchener Kliniken Schwabing, Bogenhausen oder Neuperlach werden Kapazitäten auf den Intensivstationen geschaffen. Einem Sprecher zufolge ist aktuell noch keine der Intensivstationen voll belegt. Mehr dazu hier.

18.50 Uhr: Berlin verschärft Verbote

In Berlin sind jetzt Veranstaltungen ab 50 Personen verboten. Das teilte die Senatskanzlei mit. Kneipen, Bars, Spielhallen und Clubs müssen demnach schließen. Auch Kinos, Theater und Konzerthäuser dürfen nicht mehr öffnen. Auch der Sportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen ist verboten. Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen ihre Türen schließen. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 19. April. Ausnahmen gelten für Restaurants, in denen vor Ort zubereitetes Essen verabreicht wird. Sie dürfen öffnen, wenn die Tische mindestens einen Abstand von 1,5 Meter voneinander haben.

18.47 Uhr: Köln weitet Veranstaltungsverbote aus

In Köln gelten ab Sonntag weitere Einschränkungen für die Bevölkerung. Jegliche Veranstaltungen sind bis einsschließlich 10. April verboten, meldet der WDR in seinem Live-Ticker. Das gilt für Kinos und Theater, aber auch für Gottesdienste. Clubs und Bars müssen ebenfalls schließen. Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die der Versorgung dienen. Dazu gehören Wochenmärkte, und auch Restaurants und Gaststätten dürfen geöffnet bleiben.

18.45 Uhr: Norwegen schließt ab Montag alle Flughäfen

Norwegen schließt vorübergehend alle Flughäfen ab Montagmorgen. Allen norwegischen Staatsbürgern sei es erlaubt, ins Land zurückzukehren, teilt Ministerpräsidentin Erna Solberg mit. Es gebe keinen Plan für eine Ausgangssperre. Die Regierung sei bereit, alles zu tun, um die Wirtschaft des Landes zu schützen.

17.40 Uhr: Trump hat sich auf Coronavirus testen lassen

US-Präsident Donald Trump hat sich unter wachsendem Druck auf das Coronavirus testen lassen. Er habe sich dem Test am Vorabend unterzogen. Ein Ergebnis werde erst in ein oder zwei Tagen vorliegen, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Trump hatte am vergangenen Wochenende Medienberichten zufolge mit einem Mitglied einer brasilianischen Delegation für Fotos posiert, das später positiv auf das Virus getestet wurde.

17.35 Uhr: Notbetrieb bei Proben für Passionsspiele Oberammergau

Die Proben für die weltbekannten Oberammergauer Passionsspiele sind stark eingeschränkt worden. Alle Massenszenen sind vorerst bis Ende März ausgesetzt. Nur noch in Gruppen mit maximal zehn Darstellern werde geprobt, sagt Spielleiter Christian Stückl. Mit rund 2.400 Darstellern und Sängern wirkt fast der halbe Ort an den Aufführungen mit. Die Premiere soll eigentlich am 15. Mai sein. Bei einer Absage droht Oberammergau ein Millionenschaden. Am Montag soll es eine Sondersitzung mit Gemeindrat und Verantwortlichen der Passion geben.

17.30 Uhr: Syrien verschiebt Parlamentswahl

Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus hat Syrien seine für April geplante Parlamentswahl um mehr als fünf Wochen verschoben. Neuer Termin ist der 20. Mai, wie das Präsidentenamt in der Hauptstadt Damaskus mitteilte. Das habe Präsident Baschar al-Assad als Präventivmaßnahme angeordnet. Die syrische Regierung hat bisher noch keinen Fall von Coronavirus gemeldet. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden jedoch Dutzende Menschen unter Quarantäne gestellt.

17.10 Uhr: USA verbieten auch Briten und Iren Einreise

Die US-Regierung hat ihr Einreiseverbot für europäische Staaten auch auf Großbritannien und Irland ausgeweitet. Das kündigte US-Präsident Trump mit. Laut Vizepräsident Mike Pence tritt die Maßnahme um Mitternacht in der Nacht von Montag auf Dienstag in Kraft. Amerikaner und Personen mit Green Card, die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber testen lassen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben. Die beiden Länder waren von dem bereits geltenden Einreisestopp für 26 europäische Staaten bislang ausgenommen.

17.00 Uhr: Spanien verhängt wohl Ausgangssperre

Nach Italien will nun wohl auch die spanische Regierung den Notstand erklären. Der Nachrichtenagentur Reuters liegt ein entsprechendes Regierungsdokument vor, in dem von einem 15-tägigen Notstand die Rede ist. Die Tageszeitung "El Mundo" berichtet von bevorstehenden strengen Auflagen. Die Zahl der Infektionen in Spanien ist binnen 24 Stunden um mehr als 1.500 nach oben geschnellt. Insgesamt sind laut Gesundheitsbehörden jetzt 5.753 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 bekannt. Bis Freitag waren 120 Menschen an der Infektion gestorben.

16.05 Uhr: Weitere Corona-Infektionen im Bundestag

Auch in der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es nun einen Corona-Fall. Ein Abgeordneter sei positiv getestet worden, sagte eine Sprecherin. Alle erforderlichen Maßnahmen seien ergriffen. In der FDP-Fraktion gibt es inzwischen einen dritten Fall, wie ein Fraktionssprecher bestätigte.

15:15 Uhr Einreiseverbote für Europäer auch in Südostasien

Auch Regierungen in Südostasien setzen nun auf Einreiseverbote für europäische Bürger und Schulschließungen. Vietnam und Kambodscha schlossen von Samstag an für einen Monat ihre Grenzen für Reisende aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch aus Deutschland. Die Zahl der Infektionen in den südostasiatischen Ländern steigt: In Malaysia gab es am Samstag 238 Fälle, auf den Philippinen 98, in Indonesien 96, Thailand 82, Vietnam 47 und in Kambodscha sieben.

14.50 Uhr: Klöckner rät von Hamsterkäufen ab

Landwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat von Hamsterkäufen abgeraten. Wegen der Coronakrise sei es vielerorts dazu gekommen, jedoch gebe es "keinen Anlass" für Hamsterkäufe, mahnte Klöckner. Es gebe aktuell keine Versorgungsengpässe. Die Ministerin rief alle Bürger auf, ihre Vorräte "mit Augenmaß und umsichtig aufzustocken". Wichtig sei, nur das zu lagern, "was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht wird, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden".

14.30 Uhr: Heiligenblut in Kärnten unter Quarantäne

Der Ort Heiligenblut an der Großglockner Hochalpenstraße im österreichischen Bundesland Kärnten steht bis zum 29. März unter Quarantäne. "Einheimische und österreichische Urlaubsgäste sollen in ihren Quartieren bzw. Häusern bleiben", heißt es in einer Mitteilung der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau. Wie in Tirol können auch in dem Kärtner Ort die ausländischen Gäste eine "geordnete Heimreise" antreten. Neben den Tiroler Orten Ischgl, Kappl, See, Galtür und St. Anton am Arlberg ist nun ein weiterer Ort in Österreich isoliert.

13.50 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bayern bei 681

In Bayern ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 681 Menschen gestiegen (Stand 13.00 Uhr). Dies seien 123 Fälle mehr als am Vortag, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Mit 364 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 178 Fälle, in Freising 51 Fälle und in Starnberg 34 Fälle. Die Zahl 681 beinhaltet die 14 sogenannten Webasto-Fälle und drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

13.45 Uhr: Zugspitzbahn stellt Gästebetrieb ein

Die Bayerische Zugspitzbahn stellt bis auf Weiteres den Gästebetrieb auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch Classic ab Montag ein. Das bedeutet das vorzeitige Saisonende für die Skigebiete, sowie die komplette Schließung der Zugspitze, darunter fallen beispielsweise auch die Seilbahn und die Gletscherbahn. Für Sonntag meldete der Betreiber eine Limitierung der Besucherzahl. Von der Schließung nicht betroffen ist der öffentliche Nahverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau. Weitere bayerische Skigebiete schließen.

12.42 Uhr: Bundesgesundheitsministerium warnt vor Fake-News

Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache angesichts der Corona-Krise gewarnt. "Achtung Fake News", schrieb das Ministerium am Samstag auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

11:52 Uhr: Kanzlerin Merkel bildet Kabinettsausschuss

Die Bundesregierung hat einen Kabinettsausschuss zum Coronavirus sowie ein Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium gebildet und eine enge Abstimmung mit den europäischen Partnern sowie Ländern und Kommunen verabredet. Alle politischen Maßnahmen würden an den Empfehlungen der Fachleute in Deutschland ausgerichtet. Das gab Kanzlerin Merkel (CDU) in ihrem Podcast bekannt.

11.38 Uhr: Merkel: Auch Kontakt im familiären Umfeld vermeiden

In ihrer wöchentlichen Videobotschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu aufgerufen, soziale Kontakte derzeit weitgehend einzustellen, "wo immer das möglich ist". "Jeder und jede kann mit seinem und ihrem persönlichen Verhalten dazu beitragen, dass sich die Geschwindigkeit, in der Menschen infiziert werden, so verlangsamt, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird", sagte sie. Gleichzeitig fordert sie Veranstaltungen zu meiden, die nicht notwendig seien - auch bis hinein ins familiäre Umfeld.

11:31 Uhr: Türkei verhängt Einreisestopp für Deutsche

Die Türkei hat seit Samstagmorgen die Einreise für Bürger aus neun europäischen Ländern verboten - zunächst unbefristet. Dazu zählen neben Deutschland auch Österreich, Spanien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Die Flüge in die neun Länder werden bis zum 17. April ausgesetzt.

11.20 Uhr: Landesschülerrat: Keine Nachteile durch Corona

Nach der Schließung der Schulen fordert der Landesschülerrat in Bayern einen runden Tisch, um die Interessen der Schüler vertreten zu können. Den Schüler-Vertretern aus Bayern geht es darum, die gleichen Chancen wie Schüler aus anderen Bundesländern zu haben. Wegen Corona dürfe es keine Nachteile geben, sagt Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher der Gymnasien in Bayern. Auch die Planungssicherheit der Abschlussprüfungen ist ein wichtiges Anliegen.

10.44 Uhr Italiener musizieren an Fenstern und auf Balkonen

In den vergangen Tagen wurden in den Online-Diensten Facebook, Instagram und Twitter zahlreiche Videos von musizierenden Italienern veröffentlicht, die sich trotz Coronavirus-Epidemie ihr positives Lebensgefühl nicht nehmen lassen. Auf den Videos sind Menschen zu sehen, die sich an ihren Fenstern versammeln, tanzen, den Nachbarn zuwinken und etwa die Nationalhymne "Fratelli d'Italia" singen. Ein weiterer Titel, der am Freitagabend in Rom zu hören war: "Grazie Roma", ein beliebtes Lied aus den 1990er Jahren. Im Liedtext heißt es unter anderem: "Sag mir, was es ist, das uns das Gefühl gibt, zusammen zu sein, auch wenn wir getrennt sind."

09.54 Uhr: Bundeswehr unterstützt im medizinischen Bereich

Kreise und Kommunen erhalten in der Corona-Krise auch Unterstützung von der Bundeswehr. "Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe", sagte ein Sprecher der "Rheinischen Post". Es gehe zurzeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kittel sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal.

Eine stärkere Einbindung der Bundeswehr zur Krisenbekämpfung fordert der bayerische Ministerpräsident Söder (CSU). Sie müsse mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen. "Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

09.42 Uhr: Vatikan ruft zu Solidarität auf

Der Vatikan hat Regierungen weltweit zur Unterstützung armer Staaten beim Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Länder mit schwachen Gesundheitssystemen seien mit den Auswirkungen der Virus-Epidemie überfordert. Jetzt gelte es internationale Solidarität zu zeigen und Mittel und Ressourcen zu teilen, erklärte der für Entwicklungsfragen zuständige Kurienkardinal Peter Turkson in Rom. Die Krise müsse eine Gelegenheit sein, Verbundenheit zwischen Staaten und Freundschaft zwischen Völkern zu stärken.

09.20 Uhr: Apple schließt Läden weltweit - außer in China

Apple schließt wegen der Coronavirus-Ausbreitung alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Man wolle damit dazu beitragen, die Krankheit zu bremsen, erklärt Firmenchef Tim Cook am Samstag. Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte. In den vergangenen Tagen hatte Apple bereits die Geschäfte in Italien dicht gemacht. Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen nach zum Teil längeren Schließungen alle wieder geöffnet. Die Coronavirus-Krise hatte in den vergangenen Wochen auch die iPhone-Produktion beeinträchtigt.

09.07 Uhr: Bayerns Sehenswürdigkeiten schließen

Die Bayerische Schlösserverwaltung schließt alle ihre Sehenswürdigkeiten. Das teilt die Abteilung des Finanzministeriums online mit. Damit ist ab sofort ein Besuch der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau im Ostallgäu nicht mehr möglich. Auch die Schlösser Linderhof und Nymphenburg, die Münchner Residenz, die Nürnberger Kaiserburg wie auch die Würzburger Residenz bleiben bis auf weiteres geschlossen, genauso wie Herrenchiemsee, die Walhalla oder die Befreiungshalle in Kelheim. Wie lange, ist nicht bekannt. Auch große Museen wie das Deutsche Museum in München mit allen Zweigstellen bleiben ab heute geschlossen, mindestens bis zum 19. April, dem letzten Tag der Osterferien.

08.14 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Luxemburg

In Luxemburg gibt es einen ersten Corona-Todesfall. Eine 94-jährige Person sei an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben, teilte die luxemburgische Regierung am Freitagabend mit. Der Fall zeige, dass vor allem ältere Menschen besonders geschützt werden müssten. Mit einem Paket an Maßnahmen versucht auch Luxemburg, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Unter anderem sind Schulen und Kindertagesstätten ab Montag für zwei Wochen geschlossen. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 ist im Großherzogtum auf 38 gestiegen.

07.00 Uhr: USA einigt sich auf Coronavirus-Hilfspaket

In den USA haben sich Regierung und Opposition auf ein Hilfspaket im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Das Repräsentantenhaus stimmte in der Nacht zum Samstag mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket, das unter anderem kostenlose Virustests ermöglichen soll.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in den USA sei das Wichtigste nun "testen, testen, testen", sagte Oppositionsführerin Nancy Pelosi nach der Einigung mit der Regierung. Das Hilfspaket soll es daher auch Menschen ohne Krankenversicherung ermöglichen, sich kostenlos testen zu lassen. Außerdem soll es eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sicherstellen, die Arbeitslosenversicherung stärken und mehr Geld für das staatliche Gesundheitssystem Medicaid und für kostenlose Schulessen bereitstellen.

06.36 Uhr: Tirol zu Risikogebiet erklärt - Madrid ebenfalls

Das Robert Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch das österreichische Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt. Ebenfalls zum Risikogebiet ernannt wurde die spanische Metropolregion Madrid. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, am Freitagabend um Madrid und Tirol.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfahl allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie 2 Wochen zu Hause - unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht", schrieb Spahn am Abend auf Twitter.

FREITAG, 13. MÄRZ

22.10 Uhr: Merkel verspricht Wirtschaftsverbänden umfassende Hilfe

Kanzlerin Angela Merkel hat den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft bei einem Gespräch im Kanzleramt zugesagt, "alles Notwendige zu tun, um die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu stabilisieren". Bei dem Gespräch sei diskutiert worden, wie sich die Epidemie voraussichtlich auf die Wirtschaft in Deutschland auswirken werde, teilt ein Regierungssprecher mit. Dabei hätten diejenigen Branchen im Fokus gestanden, die besonders stark von den Verwerfungen betroffen seien. Auch die mögliche Störung von Lieferketten sei ein Thema gewesen.

21.52 Uhr: Wirtschaftliche Unterstützung für Tourismusbranche

Das Bundeswirtschaftsministerium hat der besonders vom Coronavirus betroffenen Tourismusbranche explizit Unterstützung zugesagt. "Die Bundesregierung wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, damit Unternehmen sicher durch die Krise kommen", hieß es. Zentrale Instrumente seien umfassende Liquiditätshilfen und Expressbürgschaften.

21.49 Uhr: Länderspiel gegen Italien abgesagt

Die Stadt Nürnberg hat die Austragung des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien untersagt. Wie der DFB am Freitagabend mitteilte, verbot die Stadt wegen der Coronavirus-Krise Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen, wodurch eine Absage des Spiels unumgänglich sei.

20.47 Uhr: Italien-Rückkehrer sollen auch ohne Symptome daheim bleiben

Das Bundesgesundheitsministerium hat alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten aufgefordert, sich selbst in Quarantäne zu begeben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", hieß es von Minister Spahn (CDU) und seinem Ministerium im Kurznachrichtendienst Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

20.38 Uhr: Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump ruft wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA den nationalen Notstand aus. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus freigesetzt, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Die Verkündung des nationalen Notstandes war erwartet worden.

20.16 Uhr: TV-Moderator Johannes B. Kerner positiv getestet

TV-Moderator Johannes B. Kerner ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Testergebnis sei für ihn "etwas überraschend" gekommen, schrieb der 55-Jährige am Freitag im Onlinedienst Instagram. "Ich befinde mich in häuslicher Quarantäne, so wie das jetzt notwendig ist."

Ihm gehe es sehr gut, er habe "praktisch keine Symptome", schrieb er und ermunterte gleichzeitig dazu, sich umsichtig zu verhalten: "Abstand halten, hygienisch sein, möglichst wenig direkte soziale Kontakte".

19.59 Uhr: Polen schließt ebenfalls Grenzen

Polen macht seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer dicht. Dies teilte der Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Warschau mit. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten, würden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Restaurants, Bars und Casinos würden vorübergehend geschlossen.

19.50 Uhr: Spahn will medizinisches Personal aus Ruhestand holen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise Arzt-Rentner sowie Pfleger und Krankenschwestern, die im Ruhestand sind, reaktivieren. Das berichtete zuerst die "Bild" unter Berufung auf einen Brief Spahns an die Geschäftsführer der deutschen Krankenhäuser.

19.16 Uhr: Dänemark schließt Grenzen ab Samstag

Dänemark schließt in der Corona-Krise bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag um 12.00 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Freitagabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen mit.

19.00 Uhr: Inzwischen laut RKI 3062 bestätigte Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der bestätigten Infektionen in Deutschland, inzwischen seien es 3062. Am Donnerstag waren es noch 2369. Die Zahl der Todesfälle wurde mit fünf angegeben.

18.59 Uhr: In Berlin sollen ab Dienstag Kneipen und Bars geschlossen bleiben

In Berlin sollen einem Medienbericht zufolge alle Kneipen und Bars geschlossen werden. Das Verbot gelte ab Dienstag, weil erst dann der Senat formal die rechtlichen Voraussetzungen schaffen könne, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller laut der "Berliner Morgenpost". Restaurants bleiben demnach mit Auflagen wie bestimmten Abstandsregeln vorerst geöffnet.

18.42 Uhr: Mehr Briefwahlen wegen Coronavirus in Franken

Wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus haben dieses Jahr wesentlich mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Das teilte das Wahlamt der Stadt Nürnberg mit. 23,1 Prozent der Wahlberichtigten haben Briefwahl beantragt. Bis zum Abend gingen mehr als 90.000 Anträge ein, die Hälfte davon auf elektronischem Weg.

Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren stimmten 17,2 Prozent der Nürnberger per Post ab. Ähnlich sind die Zahlen in Fürth. Dort stieg die Anzahl der Briefwahlanträge um etwa 6.000 auf fast 18.000, das sind rund 18 Prozent aller Wahlberechtigten. Lediglich in Erlangen gab es keinen signifikanten Anstieg gegenüber der Wahl vor sechs Jahren: Auch heuer haben nach Informationen des Wahlamts rund 28 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme per Post abgegeben.

18.30 Uhr: Zahl der Todesfälle in Italien schießt in die Höhe

In Italien ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden um 25 Prozent auf 1266 gestiegen. Die Zahl neuer Todesfälle von 250 sei die höchste seit Beginn des Krankheitsausbruchs, meldet die Zivilschutzbehörde. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages um rund 17 Prozent auf 17.660.

18.25 Uhr: Berliner Philharmoniker gratis im Stream

Die Berliner Philharmoniker stellen während der Schließung ihres Saals mehr als 600 Konzerte kostenlos als Streams im Internet zur Verfügung. In der "Digital Concert Hall" seien Aufnahmen aus mehr als zehn Jahren abrufbar, darunter 15 Konzerte mit dem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko, teilte das Orchester am Freitag mit. Dazu kämen Pausengespräche mit Dirigenten und Solisten sowie Dokumentationen zur Orchestergeschichte ebenso wie die Projekte des Education-Programms des Orchesters.

Mit dem Code "BERLINPHIL" könnten nach einer Registrierung alle Konzerte und Filme für 30 Tage kostenfrei abgerufen werden. Der späteste Termin zum Einlösen des Codes sei der 31. März 2020.

18.10 Uhr: Türkei stellt wegen Coronavirus Flüge nach Deutschland ein

Die Türkei stellt als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus Flüge nach Deutschland und in acht weitere europäische Länder vorübergehend ein. Ab Samstagmorgen 8.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MEZ) werde es keine Flugverbindungen nach Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Niederlande, Spanien und Schweden geben, sagte der türkische Transportminister Mehmet Cahit Turhan am Freitag in Ankara. Die Maßnahme gelte vorerst bis 17. April.

18.05 Uhr: Britische Regierung verschiebt Kommunalwahlen

Die Regierung in London will die anstehenden Kommunalwahlen in Großbritannien um ein Jahr verschieben. Entsprechende Gesetzgebung werde auf den Weg gebracht, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag. Eigentlich sollten viele Briten am 7. Mai neue Bezirksräte, Bürgermeister und Polizeichefs wählen.

17.45 Uhr: RKI: Langfristig mehr als 50 Millionen Corona-Infektionen möglich

In Deutschland könnten sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Coronavirus infizieren. Das entspricht bei gut 83 Millionen Einwohnern etwa 50 bis 58 Millionen Menschen. Diese Schätzung beruhe auf Modellrechnungen, erläuterte RKI-Präsident Lothar Wieler. Kalkuliert werde das unter anderem mit dem Wissen, dass hier ein bisher unbekanntes Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen wird und eine Pandemie auslöst.

Die Pandemie werde von selbst gestoppt, wenn sich immer mehr Menschen infiziert hätten und eine Immunität aufbauen, sagte Wieler. Von den bisher mehr als 2300 beim RKI registrierten Infizierten in Deutschland seien viele bisher gar nicht erkrankt oder schon wieder genesen. Dennoch werde diese Pandemie Deutschland noch lange beschäftigen. "Es wird weiter einen Anstieg der Fallzahlen geben. Wie lange, ist unklar."

17.41 Uhr: Louisiana verschiebt wegen Corona als erster US-Bundesstaat Vorwahl

Wegen der Coronavirus-Krise verschiebt Louisiana als erster US-Bundesstaat die Präsidentschaftsvorwahl der oppositionellen Demokraten. Die für Anfang April geplante Vorwahl werde auf den 20. Juni verschoben, sagte ein Vertreter des Bundesstaates am Freitag. In Louisiana wurde wegen des Coronavirus zudem der Notstand ausgerufen.

17.35: Biathlon-Saison wird am Samstag beendet

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Saison der Biathleten am Samstag vorzeitig beendet. Im finnischen Kontiolahti sollen noch die beiden Verfolgungsrennen der Männer (13.45 Uhr/ARD und Eurosport) und Frauen (15.45 Uhr) unter Ausschluss der Zuschauer ausgetragen werden, ehe der Wettkampfbetrieb eingestellt wird. Das teilte der Weltverband IBU am Freitag mit, nachdem es nach dem Frauen-Sprint ein Teammeeting gegeben hatte. Damit fallen die beiden Mixed-Staffeln am Sonntag aus.

Zuvor war bereits das Weltcup-Finale kommende Woche in Oslo ersatzlos gestrichen worden, zudem waren wie auch im tschechischen Nove Mesto in Kontiolahti die Fans ausgeschlossen worden.

17.15 Uhr: WHO: Europa jetzt Epizentrum der Coronavirus-Pandemie

Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Europa ist jetzt zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie geworden", sagte er. "Es werden jeden Tag mehr Fälle gemeldet als auf der Höhe der Epidemie in China" sagte er.

Tedros rief alle Länder der Welt auf, weiter rigoros gegen die Ausbreitung zu kämpfen, Infizierte zu finden, zu isolieren, Kontaktpersonen der Infizierten zu überwachen und Abstand zu anderen Menschen zu halten.

17.00 Uhr: Macron: G7-Videokonferenz wegen Coronavirus am Montag

Im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie wollen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Videokonferenz beraten. Die Sonder-Schalte soll am Montag stattfinden, wie Macron am Freitag ankündigte. Dabei soll über gemeinsame Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wie die Entwicklung eines Impfstoffes beraten werden.

16.16 Uhr: Die DFL stellt Spielbetrieb vorerst ein

Die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende werden nun doch verschoben. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sagt die Spiele ab. Bei zwei Zweitligisten hatten sich Spieler mit dem Coronavirus angesteckt.

16.05 Uhr: Keine LKW-Grenzkontrollen von und nach Tirol

Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister, sagte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt am Abend), dass es vorerst keine Beschränkungen für LKW an der bayerisch-österreichischen Grenze geben wird: "Es ist zwischen dem Landeshauptmann von Tirol und mir gestern Abend abgestimmt worden, dass Tirol die ganzen Beschränkungen, die Tirol ja gerade in den letzten Monaten immer wieder für den LKW-Verkehr erlassen hat, aufhebt. Und Tirol auch ungehinderten LKW-Verkehr, nun auch ausdrücklich am Wochenende, am Samstag und am Sonntag zulässt, und wir machen das parallel dazu in Bayern auch."

Darüber hinaus forderte Herrmann, dass sich die Innenminister auch mit Einreiseverboten für Menschen aus China und dem Iran beschäftigen. "Darüber muss jetzt schon sehr schnell geredet werden, ob über die üblichen Kontrollen beispielsweise bei der Einreise am Flughafen hinaus, wir ein generelles Einreiseverbot von Personen aus solchen Ländern erlassen."

16.00 Uhr: In 13 Bundesländern bleiben Schulen und Kitas vorerst zu

Die meisten Bundesländer schließen ab Montag ihre Schulen und Kindertagesstätten, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verlangsamen. Am Freitag haben 13 der 16 Landesregierungen angekündigt, dass die Einrichtungen ganz oder teilweise dicht bleiben. Hessen und Brandenburg wollten im Laufe des Abends noch eine Entscheidung bekanntgeben.

15.50 Uhr: Nationalpark Bayerischer Wald schließt alle Besuchereinrichtungen

Wegen der Coronakrise schließt auch der Nationalpark Bayerischer Wald ab Montag all seine Besuchereinrichtungen, also das Haus zur Wildnis in Luwdigsthal, das Hans-Eisenmann-Haus, das Waldgeschichtliche Museum, außerdem das Wildniscamp und das Jugendwaldheim. Außerdem finden keine Führungen mehr statt und auch keine sonstigen Veranstaltungen. Das gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien, also bis 19. April. Offen bleiben alle Wanderwege im Nationalpark und auch die Tierfreigelände, durch die man ohnehin ohne Eintritt durchspazieren kann. Die Nationalparkverwaltung weist aber darauf hin, dass auf grenzüberschreitenden Wanderwegen im Nationalpark kein Grenzübertritt nach Tschechien erlaubt ist. Tschechien schließt heute Nacht alle Grenzen nach Deutschland, um die Virusverbreitung einzudämmen.

15.46 Uhr: Spanien ruft wegen Coronavirus den Alarmzustand aus

Spanien ruft wegen der Corona-Krise den Alarmzustand aus. Diese Maßnahme solle am Samstag bei einem außerordentlichen Ministerrat verabschiedet werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag in Madrid an. "Wir wollen alle Mittel des Staates mobilisieren, um die Bürger besser schützen zu können", betonte der Sozialist, der von einer "außerordentlichen Krise" sprach, auf einer Pressekonferenz. Spanien stehe "vor harten, schwierigen Wochen".

Der Alarmzustand ist die dritthöchste der in der spanischen Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Der Alarmzustand war bisher in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

15.35 Uhr: Erzbistum München und Freising sagt alle Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt wegen des Coronavirus alle öffentlichen Gottesdienste bis zum 3. April ab. Den Verantwortlichen sei bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränke. Dennoch habe der Gesundheitsschutz im Moment Vorrang, teilte das erzbischöfliche Ordinariat mit. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen ausdrücklich von der sogenannten Sonntagspflicht, also von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen.

15.30 Uhr: Virologe Drosten: Ins Freie gehen - Flaschenbier trinken

Wegen der Coronavirus-Epidemie müssen sich die Menschen in Deutschland nach den Worten des Virologen Christian Drosten nicht von heute auf morgen zu Hause einschließen. "Wir haben jetzt im Moment in Deutschland noch nicht eine so hohe Infektionsdichte, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten muss", sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité am Freitag im NDR-Podcast. Bei Menschen, die momentan Symptome hätten, sei derzeit immer noch wahrscheinlicher, dass eine Grippe oder eine normale Erkältungskrankheit dahinterstecke.

"Natürlich kann man jetzt noch einkaufen gehen in den Supermarkt", sagte Drosten. Über Hamsterkäufe nachzudenken, sei Unsinn. Dazu gebe es keinen Anlass. Er empfehle insbesondere den Aufenthalt im Freien: Virus-Tröpfchen seien nur eine kurze Zeit in der Luft und fielen dann zu Boden. "Es ist nicht so, dass man sich beim Spazieren gehen, wenn man sich begegnet, infiziert."

Den Besuch einer Kneipe solle man sich hingegen eher überlegen - ein Treffen mit Freunden könne auch in die eigenen vier Wände verlagert werden. Aber im engen Kontakt mit vielen anderen Menschen über den Abend verteilt in einer Kneipe erhöhe sich die Wahrscheinlichkeit. Auch über unzureichend gespülte Gläser könne das Virus übertragen werden. Er selbst bestelle generell immer, schon seit vielen Jahren, Bier aus der Flasche, sagte Drosten.

15.00 Uhr: Forderung, Flüchtlingslager in Griechenland zu evakuieren

Hilfswerke dringen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf eine Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland. "Die entsetzlichen Lebensbedingungen in den überfüllten Hotspots auf den Inseln sind ein idealer Nährboden für Covid-19", erklärte die Organisation Ärzte ohne Grenzen am Freitag in Berlin. Zuvor war die erste Infektion auf Lesbos bei einer Griechin bestätigt worden. Angesichts der mangelhaften Hygienebedingungen und der äußerst eingeschränkten medizinischen Hilfe sei nun die Gefahr groß, dass sich das Virus verbreite, hieß es weiter.

14.57 Uhr: Auch in Hamburg Schulen und Kitas von Montag an geschlossen

Wegen der Coronavirus-Pandemie werden auch in Hamburg die Schulen am Montag vorerst geschlossen. Außerdem wird der Regelbetrieb in den Kitas eingestellt. Das beschloss der Senat am Freitag auf einer Sondersitzung, über die Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss berichtete. Hamburg ist das zwölfte Bundesland mit flächendeckenden Schulschließungen.

14.55 Uhr: Freistaat schließt Museen und Bibliotheken

Im Freistaat schließen alle staatlichen Museen, Sammlungen, Archive von Samstag an bis zum 20. April, also bis nach den Osterferien. Dazu gehören auch Bibliotheken an Hochschulen.

14.52 Uhr: Bergbahnen an Wendelstein und Großem Arber stellen Betrieb ein

Die Bergbahnen am Wendelstein kündigten am Freitag die Einstellung ihres Betriebs an. Von Samstag an fahren die Wendelstein-Zahnradbahn in Brannenburg und die Seilbahn in Bayrischzell nicht mehr. An der Zugspitze läuft der Betrieb derzeit noch.

Nach Angaben des Verbandes Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte haben auch der Große Arber und das Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut im Bayerischen Wald auf freiwilliger Basis die Wintersaison wegen des Coronavirus beendet. "Wir rechnen allerdings in Kürze mit behördlichen Schließungen in Bayern", teilte der Verband mit.

14.45 Uhr: Thüringer Schulen bleiben ab Dienstag geschlossen

Auch in Thüringen bleiben zum Schutz gegen das neuartige Coronavirus von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) am Freitag mit. Zuvor hatten sich wegen der Infektionsgefahr bereits zehn andere Bundesländer zu Schulschließungen in der kommenden Woche entschieden.

14.36 Uhr: Auch Hessen plant Schließung der Schulen

Wegen des Coronavirus sollen auch in Hessen landesweit die Schulen geschlossen werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Wiesbaden am Freitag aus Regierungskreisen. Unter Führung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Kabinett im Laufe des Tages zu einer Sondersitzung zusammenkommen und ein Maßnahmenpaket beschließen. Mit Hessen haben nun schon zehn Länder flächendeckende Schulschließungen geplant.

14.10 Uhr: Österreich schränkt Handel, Quarantäne für zwei Skigebiete

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat soeben Maßnahmen verkündet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bars, Cafés und Restaurants werden ab Montag um 15 Uhr geschlossen. Unternehmen sollen nach Möglichkeit auf Telearbeit umstellen. Außerdem bleiben viele Geschäfte in Österreich geschlossen. Offen bleiben Lebensmittelgeschäfte, Banken, Apotheken, Tierfuttergeschäfte, Drogerien, die Postfilialen und was sonst zur Grundversorgung notwendig ist.

Außerdem will Österreich ab Montag die Flugverbindungen zu den Ländern Schweiz, Spanien und Frankreich einstellen. Außerdem werden besonders betroffene Gebiete in Österreich unter Quarantäne gestellt. Dies sind das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg. Die Gebiete würden bestmöglich versorgt, so Kurz. Auch Urlauber sind betroffen.

14.05 Uhr: Auch Rheinland-Pfalz schließt alle Schulen und Kitas

Auch Rheinland-Pfalz schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag die Schulen und Kindertagesstätten. Die Regelung gilt zunächst bis Ende der Osterferien am 17. April, wie das Bildungsministerium mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Rheinland-Pfalz ist das achte Bundesland, das flächendeckende Schulschließungen ankündigt.

13.30 Uhr: Stundung der Steuerschuld soll zinsfrei sein

Von der Virus-Krise betroffene Unternehmen sollen fällige Steuerzahlungen zinslos stunden können. Dies sollten die Finanzämter "ohne allzu detaillierte Prüfung schnell und unbürokratisch" genehmigen, sagt Finanzminister Olaf Scholz. "Wenn sie das tun, dann soll das auch zinsfrei geschehen." Bisher können die Finanzämter bei einer Stundung der Steuerschuld pro Monat 0,5 Prozent Zinsen verlangen.

13.15 Uhr: Olympischer Fackellauf in Griechenland abgesagt

Der Olympische Fackellauf in Griechenland ist abgesagt. Das teilt das Hellenische Olympische Komitee mit. Die erste Etappe nach der Entzündung der Flamme am Donnerstag hätte zu viele Zuschauer angezogen. Wegen der befürchteten Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus sei entschieden worden, die restlichen Etappen in Griechenland abzusagen. Die Fackel sollte eigentlich mehrere Tausend Kilometer durch Griechenland getragen werden, bevor sie einer Delegation aus Tokio übergeben wird. Die japanische Hauptstadt ist Austragungsort der diesjährigen Olympischen Sommerspiele.

13.10 Uhr: Bayern hebt Sonntagsfahrverbot für LKW auf

Innenminister Joachim Herrmann hat das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen in Bayern aufgehoben. Das gab sein Ministerium heute in einer Pressemitteilung bekannt. Das Ziel sei, dass Geschäfte und Firmen bestmöglich mit Waren beliefert werden könnten, sagte Herrmann. Die Regelung gelte ab sofort bis einschließlich Sonntag, den 29. März, für Transporte mit allen Gütern und Leerfahrten.

Das bayerische Innenministerium hatte bereits vor einer Woche aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der verstärkten Warennachfrage das Sonntagsfahrverbot für bestimmte Transporte des Einzelhandels gelockert. Dazu zählen laut Innenministerium Fahrten mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Für diese Transporte gelte die Regelung bis zum 30. Mai.

Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt und gilt von 0 bis 22 Uhr für schwere Lkw. Für Transporte in andere Bundesländer brauchen die Fahrer eine Ausnahmegenehmigung aus dem entsprechenden Bundesland.

13.00 Uhr: Tschechien verhängt ab Montag kompletten Reisebann wegen Coronavirus

Tschechien verhängt im Kampf gegen das Coronavirus ab Montag einen kompletten Reisebann. Ausländer dürfen ab dem 16. März nicht mehr einreisen, Tschechen nicht mehr ausreisen, wie die Regierung in Prag am Freitag mitteilte. Bislang sind 117 Fälle von Corona-Infizierten in dem EU-Land registriert worden.

Bereits am Donnerstag hatte die tschechische Regierung ihre Grenzen für Reisende aus Deutschland und 14 weiteren "Risiko"-Ländern dicht gemacht. Regierungschef Andrej Babis rief zudem einen 30-tägigen Notstand aus und kündigte ein Verbot für Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit mehr als 30 Menschen an.

12.55 Uhr: Stadt Deggendorf schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Die Stadt Deggendorf plant, alle öffentlichen Einrichtungen wegen der Corona-Krise zu schließen. Ab morgen (14.3.) wird das Ganzjahresbad "elyspo" geschlossen, ab Montag (16.3.) sollen alle Museen der Stadt, die Stadtbibliothek, das Jugendcenter, das Eisstadion und alle Turnhallen für den Vereinssport geschlossen werden. Ab Montag soll es zudem eine Hotline geben, um sich mit Sorgen und Nöten an die Stadt Deggendorf wenden zu können.

12.45 Uhr: Corona-Virus hat Auswirkungen auf Fürther Stadtverkehr

Das Corona-Virus hat Auswirkungen auf den Fürther Stadtverkehr. Bis auf Weiteres gibt es keinen Ticketverkauf durch das Fahrpersonal in den Fürther Bussen des Verkehrsbetriebs Infra. Zusätzlich ist der Einstieg nur noch über die hinteren Türen möglich. Das teilte die Infra Fürth mit. Zudem tritt der Ferienfahrplan schon ab Montag (16.03.20) in Kraft. Diese Vorkehrungsmaßnahmen werden getroffen, um Fahrgäste und Beschäftigte zu schützen, heißt es in der Mitteilung. Die Infra bittet die Fahrgäste zudem Tickets vor Fahrtantritt über öffentliche Automaten, das Kundencenter am Hauptbahnhof, online oder über die App der VGN zu kaufen. Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden die Fürther Busse ab sofort täglich desinfiziert.

12.40 Uhr: Regierung sagt Kredite ohne Begrenzung zu

In der Coronavirus-Krise will die Bundesregierung den Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Als konkrete Hilfe für Unternehmen kündigt Finanzminister Olaf Scholz Steuererleichterungen an, etwa die Stundung von fälligen Steuern. Hinzu kämen Liquiditätshilfen: Die Bundesregierung werde "ohne Begrenzung" ein Kreditprogramm zu Absicherung der Kreditprogramme der Banken bereitstellen. Damit sei die Liquidität der Betriebe für die nächsten Jahre sichergestellt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt, die Hilfszusagen würden für alle Unternehmen gelten, vom Klein- bis zum Großbetrieb.

12.30 Uhr: Iran: Zahl der Corona-Toten erneut drastisch gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 429 auf 514 erhöht, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums Kianush Dschahanpur am Freitag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen mit Sars-CoV-2 steigt auf 11364 – 1289 mehr als am Vortag.

11.58 Uhr: 1. FC Nürnberg meldet ersten positiven Corona-Befund

Mindestens eine Person beim 1. FC Nürnberg hat ein positives Corona-Testergebnis. Das hat der Verein bekannt gegeben. Demnach haben sich nach Bekanntwerden des Corona-Falls bei Nürnbergs letztem Zweitliga-Gegner Hannover 96 am Mittwoch, alle Spieler, Trainer und Betreuer des Clubs vorsorglich einem Corona-Test unterzogen. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass bei mindestens einer Testperson ein positiver Befund vorliegt. Einige Testergebnisse stehen noch aus, so der Verein.

11.27 Uhr: Bahn ermöglicht Umtausch von Sparpreis-Tickets in Gutscheine

Bahnreisende können ab nächster Woche Spartickets in Gutscheine umtauschen, um die Absage von Reisen in Zeiten von Corona zu erleichtern. Wie Bahnchef Richard Lutz im Bundesverkehrsministerium mitteilte, gelte die Regelung zunächst für Reisen bis Ende April. Es sei wichtig, um ein Zeichen zur Beruhigung zu senden, sagte Lutz. Gleichzeitig werde die Bahn ihren Betrieb möglichst aufrecht erhalten.

11.15 Uhr: DFL will Spielbetrieb einstellen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga ab kommenden Dienstag bis zum 2. April einstellen. Das teilte die DFL auf ihrer Homepage mit. Am Montag zuvor muss demnach erst noch die Mitgliederversammlung zustimmen.

11.10 Uhr: UEFA stoppt vorerst Spielbetrieb im Fußball-Europapokal

Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Das teilte die UEFA am Freitag mit.

10.39 Uhr: Zwangspause für Bayerns Fußball-Amateure

Mehr als 25.000 Mannschaften in Bayern müssen wegen der Coronavirus-Epidemie eine Zwangspause einlegen. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzte am Freitag "als Vorsorgemaßnahme hinsichtlich der weiter steigenden Zahl von Corona-Infizierten und der dynamischen Lageentwicklung den kompletten Spielbetrieb bis einschließlich 23. März 2020 im ganzen Freistaat aus". Für den weiteren Tagesverlauf kündigte der BFV für den Laufe des weiteren Tages weitere Informationen an. Auch vom Training der Mannschaften wird abgeraten.

10.24 Uhr: Bundestag beschließt erleichtertes Kurzarbeitergeld im Schnellverfahren

Arbeitnehmer in Deutschland sollen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus durch öffentlich finanziertes Kurzarbeitergeld vor Arbeitslosigkeit geschützt werden. Der Bundestag beschloss in einem beispiellosen Schnellverfahren einstimmig einen Gesetzentwurf für erleichtertes Kurzarbeitergeld. Mehr Unternehmen als bisher sollen die Leistung der Bundesagentur für Arbeit ab April beantragen können. Betriebe sollen Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel. Die Sozialbeiträge sollen ihnen zudem voll von der Arbeitsagentur erstattet werden. Auch für Leiharbeiter soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden können.

09.51 Uhr: Spanien ruft erstes Sperrgebiet aus

Erstmals nach Ausbreitung des Coronavirus ist in Spanien ein Gebiet zur Sperrzone erklärt worden. Die insgesamt knapp 70.000 Einwohner der katalanischen Nachbargemeinden Igualada, Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui und Òdena dürfen das Sperrgebiet rund 60 Kilometer nordwestlich von Barcelona seit Donnerstagabend nicht mehr verlassen. Die Maßnahme gelte zunächst für 14 Tage, teilte die katalanische Regionalregierung mit. In dem Gebiet war die Zahl der Infektionsfälle am Donnerstag innerhalb kurzer Zeit von 20 auf 58 geklettert. Drei Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, kamen im Krankenhaus von Igualada bereits ums Leben.

09.20 Uhr: Vorsitzender des Zentralrats der Muslime: Freitagsgebete absagen

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat Moscheegemeinden empfohlen, ab sofort das Freitagsgebet in muslimischen Gotteshäusern auszusetzen. Auch weitere Veranstaltungen in den Moscheen sollten abgesagt oder verschoben werden, erklärte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Freitag in Berlin. Diese Regelung solle mindesten bis Ende März gelten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

09.15 Uhr: Markus Söder rüstet Bayern gegen Coronavirus-Ausbreitung

Im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) grundlegende Weichen gestellt: Von kommenden Montag an blieben die Schulen in Bayern geschlossen, gleiches gelte für Kindertagesstätten. "Das Ganze gilt jetzt vorläufig bis Ende der Osterferien", sagte Söder. Danach müsse neu sondiert werden. Unter Berufung auf Virologen sei Söder aber optimistisch, dass der beschlossene Schließungszeitraum dazu beitragen wird, die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verlangsamen.

"Kein Schüler soll aus dieser Situation einen Nachteil haben", versicherte Söder. Gleichzeitig warnte der CSU-Vorsitzende davor, Kleinkinder nun von Oma und Opa betreuen zu lassen. Ältere Menschen sind im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet. Entsprechend rief Söder dazu auf, die Kinderbetreuung in den nächsten Wochen "anders zu machen".

Zum Schutz der älteren Menschen würden die Besuchsrechte in Pflegeheimen, Krankenstationen oder ähnlichen stationären Einrichtungen mit hohem Anteil an Risikogruppen "massiv" eingeschränkt, um deren Gefährdung möglichst zurückzufahren.

Außerdem reduzierte der Ministerpräsident weiter die Teilnehmerzahl, die aus Sicht der Landesregierung derzeit bei Veranstaltungen angemessen sei. "Alles, was über 100 ist, ist jetzt in den nächsten Wochen nicht zu machen", sagte Söder. Entgegen anders lautender Medienberichte ergehe in den Städten aber keine Aufrufe an Gastronomiebetriebe, Bars oder Restaurants zu schließen.

08.18 Uhr: Australiens Innenminister mit Coronavirus infiziert

Der australische Innenminister Peter Dutton hat das Coronavirus. Er sei im Krankenhaus, teilte Dutton am Freitag mit. Er sei am Morgen mit erhöhter Temperatur und Halsschmerzen aufgewacht und habe sich testen lassen. Es gehe ihm gut. Das Virus Sars-CoV-2 breitet sich auch in Australien immer mehr aus. Die Regierung empfahl deswegen, ab Montag Veranstaltungen mit 500 oder mehr Menschen abzusagen, wenn sie nicht unbedingt nötig sind.

08.15 Uhr: Estland erklärt Ausnahmezustand

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus hat Estland den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zum Freitag mit. An Grenzen, Flughäfen und Häfen des baltischen EU-Landes werden Gesundheitskontrollen eingeführt, Einreisende müssen zudem in einem Fragebogen ihre vorherigen Aufenthaltsorte angeben. In dem baltischen Staat waren zuvor am Donnerstagabend 10 neue Corona-Infektionsfälle festgestellt worden. Damit stieg die Zahl an bestätigten Fällen auf 27.

07.43 Uhr: Tschechien kappt Zugverkehr nach Deutschland

Die tschechische Staatsbahn Ceske Drahy stellt ab der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland ein. "Die Züge werden bis zur Staatsgrenze fahren und dann umkehren", teilte der Konzern am Donnerstag bei Twitter mit. Man reagiere damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag, um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern.

06.30 Uhr: Saarland beschließt landesweite Schulschließungen

Als deutschlandweit erstes Bundesland hat das Saarland landesweite Schulschließungen ab Montag beschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Demnach sollen von den Schließungen bis zum Ende der Osterferien auch Kitas geschlossen bleiben. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt.

03.41 Uhr: Chelsea-Stürmer Callum Hudson-Odoi mit Coronavirus infiziert

Kurz vor dem Champions-League-Duell beim FC Bayern ist FC Chelseas Stürmer Callum Hudson-Odoi positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der einst von den Münchnern umworbene 19-Jährige ist damit der erste Spieler in der Premier League, der sich mit Corona infiziert hat. Er zeigte am Montagmorgen Symptome vergleichbar mit einer leichten Erkältung und trainierte seitdem nicht. Hudson-Odoi muss nun in Quarantäne. Dies betrifft auch alle Personen, die zuletzt Kontakt mit ihm im Mannschaftsgebäude hatten. Dies betrifft erstmal das gesamte erste Team, die Trainer und einige Betreuer, wie der englische Fußball-Erstligist am Freitag mitteilte.

DONNERSTAG, 12. MÄRZ

23.45 Uhr: Kreuzfahrtschiff-Passagiere dürfen in Zypern nicht von Bord gehen

Wegen mehrerer Verdachtsfälle an Bord der "Marco Polo" dürfen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs nicht in Zypern von Bord gehen. Wie der zyprische Verkehrsminister Yiannis Karousos am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, darf das Schiff zwar in der Nähe der Küste der Mittelmeerinsel vor Anker gehen, die rund 800 Passagiere dürften das Schiff aber nicht verlassen. Medienberichten zufolge zeigten bereits mehrere Insassen der "Marco Polo" Corona-Symptome.

23.35 Uhr: Arsenal-Teammanager Artera positiv getestet

Prominenter Coronafall im englischen Fußball: Teammanager Mikel Arteta vom Premier-League-Klub FC Arsenal ist positiv auf das neue Virus Sars-Cov-2 getestet worden. Das teilten die Gunners am späten Donnerstagabend mit. Wie der Klub weiter mitteilte, wird als Folge der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht. Das Trainingszentrum wurde vorübergehend geschlossen und soll desinfiziert werden. «Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird», wird Arteta zitiert. Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

23.32 Uhr Olaf Scholz: Staatliche Beteiligungen sind als Krisenhilfe nicht auszuschließen

Als Hilfe für in Not geratene Unternehmen schließt Bundesfinanzminister Olaf Scholz auch zeitweise staatliche Beteiligungen nicht aus. "Natürlich ist das vorstellbar", sagt der SPD-Politiker am Abend im ZDF. "Das steht jetzt nicht an, aber das kann passieren, wenn die Dinge sich lange weiterentwickeln." Scholz fügte hinzu: "Und aus meiner Sicht ist das etwas, vor dem man überhaupt nicht zurückscheuen muss." Zusammen mit Wirtchaftsminister Peter Altmaier stellt Scholz am Freitag weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft vor - bis hin zur Stundung von Steuerzahlungen.

23.34 Uhr: IOC Präsident Bach bekräftigt: Olympia findet statt

IOC-Präsident Thomas Bach hat erneut bekräftigt, dass die Olympischen Spiele 2020 in Tokio trotz der Coronavirus-Pandemie stattfinden sollen. Sollte die Weltgesundheitsorganisation WHO dem Internationalen Olympischen Komitee aber zur Absage raten, werde das IOC dem folgen, sagte Bach am Donnerstagabend in den «Tagesthemen» der ARD. «Wir hören auf den Rat der Weltgesundheitsorganisation, das ist die Expertengruppe, die für alle diese Fragen zuständig ist.»

23.29 Uhr: Fünf Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Die Bahamas wollen ein Kreuzfahrtschiff eines britischen Unternehmens mit fünf Coronavirus-Patienten an Bord nicht andocken lassen. Vier Crew-Mitglieder und ein Passagier waren am Mittwoch auf der Insel Curaçao positiv auf das Virus getestet worden, wie das britische Unternehmen Fred. Olsen am Donnerstag mitteilte. Das Schiff Braemar habe deshalb vom Kurs einer Karibik-Kreuzfahrt, die am Donnerstag auf Barbados enden sollte, abweichen müssen. Es steuere nun die Bahamas an, wo es registriert sei.

23.20 Uhr: Bulgariens Regierungschef will den Notstand ausrufen

Bulgariens Regierungschef Boyko Borissov will für den Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie den Notstand ausrufen. Dem Parlament werde ein entsprechender Antrag vorgelegt. Dann können Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen werden.

23.01 Uhr: In Belgien bleiben Schulen, Restaurants und Clubs geschlossen

Im Kampf gegen das Coronavirus ordnet die belgische Regierung die vorübergehende Schließung von Schulen, Restaurant sowie Clubs an. Nur Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sollen geöffnet bleiben, wie die Regierung mitteilt. Einige andere Läden müssten am Wochenende schließen. Die Maßnahmen sollen ab Mitternacht zunächst bis zum 3. April greifen. Der öffentliche Verkehr solle weiter in Betrieb bleiben.

22.50 Uhr: Portugal schließt ab Montag landesweit alle Schulen

Die Regierung Portugals schließt landesweit alle Schulen ab Montag, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Maßnahme gelte zunächst bis zum 9. April, teilte Ministerpräsident Antonio Costa im Fernsehen mit.

21.35 Uhr: Schulschließungen je nach Lage möglich

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sind bundesweit einheitliche Schulschließungen weiterhin nicht vorgesehen. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mitteilte, sei die Ausbruchslage regional verschieden, sodass Bund und Länder von einer bundesweit einheitlichen Schulschließung absehen. Je nach Lage müssten und könnten die Länder aber entscheiden, vorgezogene Osterferien zu veranlassen. Gleichzeitig rief Merkel dazu auf, "so weit wie möglich Sozialkontakte zu vermeiden".

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) deutete aber für Bayern bevorstehende Schulschließungen an. Am Freitag werde man "endgültig entscheiden, dass und wann wir die Schule vor Ostern schließen". Ob dies landesweit oder nur in Teilen Bayerns geschehen wird, blieb am Abend noch offen.

"Was notwendig ist, werden wir tun", sagte Söder. Das gelte auch für die Vorbereitung der Krankenhäuser, wofür man einen "Schutzschirm" beschlossen habe. "Durch Corona ist die Welt eine andere", daher brauche man nun "keine Panik, aber entschlossenes Handeln", so Söder.

21.20 Uhr: Dow Jones: Schwerster Verlust seit 33 Jahren

Die Aktienkurse an der Wall Street haben am Donnerstag den freien Fall nochmals beschleunigt. Das wegen des Coronavirus von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Europäer verschärfte die Talfahrt vom Vortag. Der US-Aktienindex Dow Jones verlor knapp zehn Prozent - der schwerste Verlust seit 33 Jahren, seit dem Börsencrash von Oktober 1987. Der Dow Jones büßte rund 2.350 Punkte ein und stand nach Handelsschluss bei etwa 21.200 Punkten.

21.06 Uhr: Tirol und Salzburg schließen alle Skigebiete

Tirol und Salzburg schließen wegen der Corona-Epidemie vorzeitig alle Seilbahnen und beenden die Wintersaison vorzeitig. Das teilten die Landesregierungen der beiden österreichischen Bundesländer mit. Grund seien die Versuche des Alpenlandes, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

Die Seilbahnen seien nur noch bis einschließlich Sonntag geöffnet, die Hotels und andere Beherbungsbetriebe bis einschließlich Montag. Der Montag sei gewählt worden, damit eine "geordnete Rückreise der Gäste" aus den Skigebieten erfolgen könne, hieß es aus Innsbruck und fast wortgleich aus Salzburg.

20.45 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Deutschland steigt auf sechs

Die Zahl der durch das Coronavirus gestorbenen Menschen in Deutschland ist auf sechs gestiegen. Eine 78-Jährige sei im Krankenhaus Heinsberg verstorben, teilte der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit. Die Frau habe an einer Lungenentzündung gelitten. "Die Infektion verlief aufgrund einer Vorerkrankung aus dem neurologischen Bereich kritisch." Wo sich die Frau angesteckt hatte, war den Angaben zufolge zunächst unklar.

20.20 Uhr: Frankreich schließt alle Schulen im Land

Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. "Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer TV-Ansprache.

20.14 Uhr: AfD verschiebt Bundesparteitag

Die AfD hat angesichts des sich weiter ausbreitenden Coronavirus in Deutschland ihren Parteitag verschoben. Die teilte ein Sprecher mit. Ursprünglich war das Parteitreffen für den 25. und 26. April in Offenburg angesetzt.

18.52: Weitere Landkreise verbieten Veranstaltungen ab 500 Teilnehmern

In Bayern haben die ersten Landratsämter ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern ausgesprochen. Das gilt bereits für die Landkreise Kronach, Lichtenfels, Hof, Bayreuth, Coburg, Bamberg, Kulmbach, Unterallgäu, Neu-Ulm und Fürth.

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sei das auch die Empfehlung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Bei Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen gebe das LGL schon allein aufgrund der Teilnehmerzahl die Empfehlung an die örtlichen Behörden, die Veranstaltung abzusagen oder zu verschieben. Bereits seit Mittwoch gilt in Bayern ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern.

18.45 Uhr: Todesfälle in Italien steigen auf mehr als 1.000

In Italien ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf mehr als tausend gestiegen. Seit dem Vortag seien 189 neue Todesfälle registriert worden, teilten die Behörden mit. Damit sind in Italien inzwischen 1.016 Menschen an ihrer Corona-Infektion gestorben. 15.113 Infektionen vermeldeten die Behörden am Donnerstag insgesamt - 2.651 mehr als am Vortag.

18.41 Uhr: Historischer Kurseinbruch an Frankfurter Börse

Die Ausbreitung des Coronavirus hat am Donnerstag historische Kurseinbrüche an den Börsen ausgelöst. In Frankfurt am Main schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 12,24 Prozent. Das ist der stärkste Tagesverlust seit 1989. Heftige Kurseinbrüche gab es auch in London und Paris. In der französischen Hauptstadt gab der Leitindex CAC der 40 größten Unternehmen um 565 Zähler auf 4.044,26 Punkte nach. Das war mit minus 12,28 Prozent ein größerer Verlust als am Tag der Terroranschläge in den USA vom 11. September 2001. Auch in den USA kam es zu massiven Kursverlusten: Der Aktienindex S&P 500 rutschte nach Handelsbeginn um sieben Prozent ab. Daraufhin wurde der Handel automatisch für 15 Minuten ausgesetzt.

18.00 Uhr: Universität der Bundeswehr stelle Lehrbetrieb ein

Wegen der Coronavirus-Epidemie stellt die Universität der Bundeswehr in Neubiberg ihren Lehrbetrieb bis 14. April ein. Wie ein Sprecher mitteilte, werde die Hochschule wohl aber "nicht komplett dicht gemacht". Wichtige Prüfungen sollen weiter abgehalten werden. Auch der Forschungsbetrieb läuft weiter. "Die Uni wird nicht komplett dicht gemacht." An der Universität der Bundeswehr im Münchner Stadtteil Neubiberg gibt es derzeit rund 3.400 Studierende, die von gut 200 Dozenten unterrichtet werden.

17.03 Uhr: Formel-1-Auftakt in Melbourne wird verschoben

Der Formel-1-Auftakt in Melbourne wird der BBC zufolge wegen des Coronavirus verschoben. Wie der britische Fernsehsender unter Berufung auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie berichtet, findet der erste Grand Prix des Jahres in Australien nun doch nicht am Sonntag statt. Kurz zuvor hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben und das betroffene McLaren-Team seinen Rückzug für das Rennen bekanntgegeben. Die Formel 1 musste wegen der Epidemie bereits das für den 19. April in China geplante Rennen verschieben. Der Grand Prix von Bahrain am 22. März wird im besten Fall und aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragen.

16.50 Uhr: Kultusminister beraten in Berlin über Schulschließungen

Bei ihrem heutigen Treffen in Berlin waren sich die Kultusminister der Länder einig: Man dürfe der Corona-Ausbreitung nicht hinterlaufen. Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnte seine Amtskollegen an, es gelte nun, Maßnahmen zu treffen, die "auf den ersten Blick vielleicht hart wirken". Für Bayern schloss er landesweite Schulschließungen jedenfalls nicht aus - am morgigen Freitag hat er für 9 Uhr eine eigene Pressekonferenz in München angekündigt.

16.53 Uhr: Größtes NATO-Manöver "Defender 2020" fällt kleiner aus

Nach Exklusiv-Informationen des BR wird die größte Verlegung von US-Truppen nach Europa, das Manöver "Defender 2020" der NATO, stark modifiziert. Laut einem Sprecher der Bundeswehr fahren die US-Amerikaner ihre Truppenbeteiligung stark herunter. Aktuell sind bereits 5.600 US-amerikanische Soldaten in Europa, viel mehr werden es laut dem Sprecher nicht mehr werden. Demnach werde sich auch Trump demnächst dazu äußern.

Ursprünglich sollten 20.000 US-amerikanische Soldaten kommen. Die Transitveranstaltung in Deutschland wird voraussichtlich abgesagt.

16.40 Uhr: Landkreis Neu-Ulm erlässt Besuchsverbot in stationären Einrichtungen

Der Landkreis Neu-Ulm will besonders gefährdete Menschen vor Corona schützen. Deswegen hat das Landratsamt Neu-Ulm eine Allgemeinverfügung erlassen. Diese besagt, dass Besucher die Alten- und Pflegeheime, Reha-Einrichtungen, ambulant betreute Wohngemeinschaften, Krankenanstalten, Hospize, Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie die drei Kliniken der Kreisspitalstiftung im Landkreis Neu-Ulm nicht mehr betreten dürfen. Das Landratsamt bittet alle Einrichtungen, dass sie das Besuchsverbot sofort umsetzen. Die Allgemeinverfügung ist bis auf Weiteres unbefristet gültig. Ausnahmen für das Besuchsverbot sind therapeutisch oder medizinisch notwendige Besuche, Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen sowie betriebsnotwendige An- und Ablieferungen.

16.00 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Bayern

Nun hat auch Bayern den ersten Coronavirus-Toten. Es handelt sich um einen 83-jährigen Patienten mit Vorerkrankung und Pflegebedürftigkeit, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Er verstarb demnach in der Nacht zum Donnerstag im Universitätsklinikum Würzburg.

15.35 Uhr: Hannover 96 stellt Mannschaft unter Quarantäne

Nach Timo Hübers hat sich auch Jannes Horn vom Fußball-Zweitligisten Hannover 96 mit dem Coronavirus infiziert. Der gesamte Kader der Niedersachsen befindet sich ab Donnerstag für 14 Tage in häuslicher Quarantäne. Dies teilte der Klub mit.

15.15 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Bayern erreicht 500

In Bayern ist die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten auf 500 gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Webseite mit (Stand: 12 Uhr). Im Vergleich zum Vortag bedeutet das ein Plus von 134 Fällen. Zuletzt hatte es um die 50 Neuinfektionen pro Tag gegeben.

Am stärksten betroffen ist laut Übersichtskarte des Landesamtes der Großraum München mit derzeit 96 Fällen in der Stadt und 24 im Landkreis München, gefolgt vom Landkreis Freising mit 56 Fällen und dem Landkreis Starnberg mit 28 Fällen.

14.45 Uhr: Dax fällt um mehr als zehn Prozent

Aus Enttäuschung über die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Stützung der Wirtschaft fliehen immer mehr Anleger aus Aktien. Der Dax fiel am Donnerstag um bis zu 10,2 Prozent und steuerte auf den zweitgrößten Tagesverlust seiner Geschichte zu.

14.17 Uhr: Drastische Maßnahmen in Tschechien

Die tschechische Regierung hat in einer Sondersitzung beschlossen, für das Land den Notstand zu erklären. Laut Premierminister Andrej Babis gilt dies für 30 Tage. Bürger von 13 Ländern, die Tschechien als Krisengebiete einstufe, dürften nicht mehr einreisen. Dazu zählten neben China, Korea, dem Iran und Italien auch Länder wie Deutschland und Österreich.

14.15 Uhr: EZB kündigt zusätzliche Anleihekäufe an

Die Europäische Zentralbank wird ihre Anleihekäufe auf 120 Milliarden Euro steigern. Banken sollten günstig Kredite bekommen. Damit sollten sie die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie mildern.

14.05 Uhr: Slowakei schottet sich ab

Als Vorkehrung gegen die Ausbreitung des Coronavirus schottet sich die Slowakei von den umliegenden Ländern ab. Wie die Regierung mitteilte, werde der internationale Bus- und Zugverkehr ins Land gestoppt. Wer aus dem Ausland komme, müsste für 14 Tage in Quarantäne, sagte Ministerpräsident Peter Pellegrini. Internationale Flughäfen sollen geschlossen werden, ebenso alle Sport- und Freizeitzentren wie Schwimmbäder und Skigebiete. Es werden Grenzkontrollen eingeführt und nur Menschen mit Wohnsitz in der Slowakei ins Land gelassen. Schulen bleiben für 14 Tage geschlossen. Der internationale Frachtverkehr soll aber aufrechterhalten werden. Die Slowakei verzeichnet bislang zehn Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

13.30 Uhr: Taxifahrer wollen mit Preisnachlässen Insolvenzwelle verhindern

Die Taxibranche befürchtet angesichts der Einbußen durch die Coronavirus-Epidemie zahlreiche Insolvenzen und will darum mit Preissenkungen gegensteuern. Bundesverbands-Präsident Michael Müller schlägt vor, dass Inhaber von Monats- oder Jahreskarten für den öffentlichen Personennahverkehr zum halben Preis Taxi fahren können. Zugleich sollten für die Branche Sozialbeiträge, deren Meldung ansonsten zum 25. März fällig wäre, suspendiert werden können. Als dritten Schritt fordert der Verband eine Liquiditätsbeihilfe in Höhe von 1.500 Euro pro Fahrzeug und Monat der Krise, beginnend noch im März.

13.25 Uhr: Mehr als 100 Schulen in Bayern wegen Coronavirus geschlossen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren nahezu alle Schularten, wie auf einer Internetseite des Kultusministeriums stand. Am Dienstag waren es noch rund 50 geschlossene Einrichtungen gewesen. Zur Einordnung: Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6.000 Schulen.

Unter anderem der Verband Deutscher Realschullehrer hatte gefordert, Schulen auch in Bayern wegen der Infektionsgefahr sofort flächendeckend zu schließen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Dienstag allerdings gesagt, generelle Schulschließungen werde es im Freistaat aktuell nicht geben.

13.00 Uhr: Steinmeier: Deutschland wird Corona-Epidemie meistern

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zuversichtlich, dass Deutschland die sich ausbreitende Corona-Epidemie bewältigen wird - auch dank des gut funktionierenden Gesundheitssystems. Das Virus fordere aber nicht nur den Staat, sondern auch jeden Einzelnen. Corona sei auch eine Probe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Jeder Einzelne muss sich jetzt fragen: Was kann ich tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen? Was kann ich tun, um Alte, Kranke und Schwache zu schützen? Was kann ich tun, meine Eltern und Großeltern, meine Arbeitskollegen zu schützen?

Die Menschen müssten außerdem auf Fußballspiele, große Konzerte oder Partys verzichten, auf alles, was nicht dringend erforderlich sei, um die Schwachen zu schützen. Und: "Wir müssen anderen, die die Öffentlichkeit meiden müssen, konkret helfen, zum Beispiel mit Einkäufen oder Behördengängen. (...) Unsere Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten", sagte Steinmeier.

12.40 Uhr: EU verurteilt US-Verbot für Reisen aus Europa

Die Europäische Union hat das neue Einreiseverbot von US-Präsident Donald Trump wegen des Coronavirus als "einseitige" Regelung kritisiert. EU-Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen argumentierten am Donnerstag, die Coronavirus-Pandemie sei eine "globale Krise, nicht auf irgendeinen Kontinent begrenzt und sie erfordert Kooperation statt einseitige Maßnahmen". Die EU sei nicht damit einverstanden, dass das Einreiseverbot "einseitig und ohne Absprache" verhängt worden sei.

Angesichts der landesweiten Schließung in Italien und anderer Maßnahmen wiesen von der Leyen und Michel Trumps Andeutung zurück, dass die EU nicht genug getan habe, um gegen das Virus vorzugehen. Trump hatte gesagt, die Infektionen in den USA seien auf Reisende aus Europa zurückzuführen, und von einem "ausländischen" Virus gesprochen.

12.25 Uhr: China sieht Höhepunkt der Epidemie überschritten

Im Kampf gegen die Corona-Krise geht China davon aus, den Höhepunkt der Virus-Epidemie hinter sich zu haben, so ein Sprecher der Nationalen Gesundheitskommission am Donnerstag. Die Zahl der Neuerkrankungen gehe zurück. Die am schwersten betroffene Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan die Epidemie zuerst ausbrach, verzeichnete nach Angaben der Behörden mit acht Neuinfektionen erstmals nur eine einstellige Zahl.

12.20 Uhr: CDU verschiebt Sonderparteitag wegen Corona-Krise

Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie es am Donnerstag in der Partei hieß.

Kramp-Karrenbauer erklärte, für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität". Jeder sei aufgerufen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

11.46 Uhr: Vierter Corona-Todesfall in Deutschland

In Baden-Württemberg ist erstmals ein positiv auf das neuartige Coronavirus getesteter Mensch gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang 4. Todesfall in Deutschland.

11.30 Uhr: Steinmeier ruft Bevölkerung zur Solidarität auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bevölkerung dazu auf, sich gegenseitig bei der Bewältigung der Epidemie zu unterstützen. Nicht nur die Politik, sondern jeder Einzelne müsse sich fragen, was er tun könne um eine Ausbreitung zu verlangsamen und andere zu schützen. "Wir müssen unseren Alltag ändern, nicht allmählich, sondern jetzt."

Verzichtet werden müsse auf alles, was nicht dringend erforderlich sei. "Nach allem, was wir heute wissen, stehen wir noch am Anfang einer sehr ernst zu nehmenden Entwicklung." Die Epidemie sei eine Herausforderung, "die wir dank unseres gut funktionierenden Gesundheitssystems meistern können und die wir meistern werden".

11.19 Uhr: Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas

Die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt schließt von diesem Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gelte vorerst bis zum 27. März, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Donnerstag in Halle.

11.10 Uhr: Spanische Minister müssen sich allesamt testen lassen

Sämtliche Minister der spanischen Regierung werden noch im Laufe des Tages auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Anlass der Maßnahme ist ein positiv verlaufener Test bei Gleichstellungsministerin Irene Montero. Der stellvertretende Ministerpräsident Pablo Iglesias befindet sich zudem in Quarantäne. Derweil überlegt die spanische Regierung nach Angaben lokaler Behörden eine Abriegelung Madrids.

11.08 Uhr: Erster Todesfall in Österreich

In Österreich ist zum ersten Mal ein mit dem Coronavirus Infizierter am neuen Coronavirus gestorben. Wie der medizinische Krisenstab der Stadt Wien mitteilte, handelt es sich bei dem Todesopfer um einen 69 Jahre alten Mann, der aus Italien nach Österreich zurückgekehrt war. Der Mann hatte laut der Mitteilung Vorerkrankungen und starb in der Nacht auf Donnerstag im Krankenhaus.

10.29 Uhr: Slowenien schließt ab Montag alle Schulen

In Slowenien bleiben nach Angaben der Regierung ab Montag alle Schulen geschlossen. "In dieser Lage ist dieses Dekret notwendig", erklärt Ministerpräsident Marjan Sarec. Wie lange die Schulen zu bleiben, erläutert er nicht. Bislang sind in dem Land 57 Coronavirus-Infektionen bestätigt. Die ersten beiden Grundschulen mussten am Mittwoch schließen, nachdem dort Lehrer positiv getestet worden waren.

09.10 Uhr Großbritannien schließt Grenzen vorerst nicht

Großbritanniens Grenzen bleiben im Rahmen der Corona-Viruskrise noch offen. Finanzminister Rishi Sunak sieht bisher keinen Anlass ein ähnliches Einreiseverbot wie die USA zu verhängen. Für eine solche Maßnahme gebe es keine Notwendigkeit, sagte Sunak der BBC.

09.05 Uhr: Tschechien kontrolliert an Grenzen zu Deutschland und Österreich

Tschechien führt Kontrollen an seinen Grenzen zu Deutschland und Österreich ein. Grenzübertritte abseits offizieller Grenzübergänge werden zudem verboten, wie Innenminister Jan Hamacek mitteilt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK soll mit den Kontrollen am Freitag begonnen werden. Tschechien gehört zu den Staaten des Schengen-Abkommens, mit dem die Abschaffung von Kontrollen an Binnengrenzen der teilnehmenden Länder vereinbart wurde.

07.40 Uhr: Deutschland verstärkt Grenzkontrollen

Während Österreich wegen des Coronavirus flächendeckende Grenzkontrollen an der Grenze zu Italien einführt, fährt auch die Bundesrepublik ihre Grenzschutzmaßnahmen hoch. Wie das Bundesinnenministerium dem BR auf Anfrage bestätigte, hat die Bundespolizei ihre Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum bereits verstärkt und intensiviert sie nun an den Südgrenzen.

Bei einem Verdacht informieren die Bundespolizeibeamten die örtlichen Sicherheitsbehörden. Ob Fiebermessungen Teil der Kontrollen sind, teilte das Ministerium nicht mit.

Zudem wurden Bahn-Unternehmen, die die Grenze passieren, angewiesen, Verdachtsfälle zu melden. In einem solchen Fall müssen die Reisenden eines Zuges außerdem sogenannte Aussteigekarten mit Informationen über sich und ihre Reise ausfüllen, um mögliche Infektionsketten besser ermitteln zu können. Firmen, die Menschen per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus über die Grenze bringen, müssen ihre Passagiere außerdem mit Informationen zur Krankheitsvorbeugung versorgen.

06.50 Uhr: Mitarbeiter am Münchner Flughafen infiziert

Ein Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen München ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Regierung von Oberbayern dem BR mit. Er arbeitet für die Sicherheitsfirma, die für die Passagierkontrollen zuständig ist.

Der Angestellte sowie seine Schichtkollegen wurden aus dem Dienst genommen. Die Kontrollen laufen derweil wie gewohnt weiter. Unterdessen wird nach Kontaktpersonen des Betroffenen gesucht.

05.21 Uhr: Weltstar Tom Hanks und Frau Rita Wilson infiziert

Der Coronavirus betrifft auch echte Weltstars. So gab der Schauspieler Tom Hanks in der Nacht zum Donnerstag bekannt, dass er und seine Frau, die Filmproduzentin Rita Wilson, positiv auf das Virus getestet worden seien. Während Dreharbeiten in Australien hätte das Paar unter Erkältungssymptomen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost sowie leichtem Fieber gelitten und sich daraufhin testen lassen.

Sie würden nun beobachtet, getestet und isoliert. Die Dreharbeiten für einen Film über Elvis Presley, für die die beiden in Australien weilten, wurden eingestellt.

02.10 Uhr: USA verhängen ab Freitag Einreiseverbot für Menschen aus Europa

"Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte US-Präsident Trump in einer Ansprache an die Nation. Amerikaner, die sich entsprechenden Tests unterzögen, seien ausgenommen. Die Maßnahme gelte außerdem nicht für Reisende aus Großbritannien.

Die Regelung tritt ab Freitag, 23:59 Uhr, in Kraft. In mitteleuropäischer Zeit gelten sie folglich ab Samstag, 4:59 Uhr. Trump warf der Europäischen Union vor, dass sie nicht schnell genug auf die Gefahr durch das Virus reagiert habe. Die Infektionen in den USA seien auf Reisende aus Europa zurückzuführen, sagte er.

Auch andere amerikanische Staaten kündigten entsprechende Maßnahmen an: El Salvador stoppt für 30 Tage die Einreise aller Ausländer, nach Guatemala dürfen vorerst keine Europäer, Chinesen, Iraner sowie Nord- und Südkoreaner mehr einreisen.

MITTWOCH, 11. MÄRZ

22.20 Uhr: Italien schließt Bars, Restaurants und Geschäfte

Die italienische Regierung ordnet weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus an. Ministerpräsident Guiseppe Conte teilte am Abend via Facebook mit, dass künftig nur noch Apotheken, Lebensmittelmärkte und Geschäfte öffnen dürften, die "wichtige" Dinge verkauften. Alle anderen Läden müssten geschlossen bleiben. Ferner sollen auch alle Firmenabteilungen geschlossen werden, die nicht nötig für die Produktion seien. Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien stieg am Mittwoch auf mehr als 12.000. Mehr als 800 sind gestorben. Italien ist neben China das am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffenen Land der Welt.

21.40 Uhr: Eiskunstlauf-WM in Kanada abgesagt

Die Eiskunstlauf-WM in Kanada, die eigentlich vom 16. bis 22. März stattfinden sollte, ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Dies entschied die Regierung der Provinz Quebec, in der die Austragungsstadt Montreal liegt. Zuletzt war 1961 eine Eiskunstlauf-WM abgesagt worden. Damals war ein Flugzeugabsturz mit 73 Toten der Grund.

20.30 Uhr: Spanien schließt Prado und andere staatliche Museen in Madrid

Die spanischen Behörden machen alle staatlichen Museen in Madrid wie den Prado dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Maßnahme gelte ab 12. März bis auf weiteres, teilt das Kultusministerium mit. In Madrid sind bereits die Schulen für 15 Tage geschlossen und größere Versammlungen verboten.

19.46 Uhr: Zahl der Todesfälle in Frankreich steigt auf 48

In Frankreich steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 497 auf 2.281, wie die Gesundheitsbehörden melden. Die Zahl der Todesfälle legt um 15 auf 48 zu. Gesundheitsminister Olivier Veran kündigt Einschränkungen in zwei weiteren Regionen an. Sie gelten nun auch für die Insel Korsika und den Großraum Montpellier im Süden des Landes.

19.40 Uhr: FDP bestätigt Infektion eines Abgeordneten

Die FDP-Fraktion im Bundestag bestätigt die Infektion eines Abgeordneten. Sie prüft nun nach eigener Auskunft mit der Bundestagsverwaltung mögliche Auswirkungen auf den Parlamentsbetrieb. Die Mitarbeiter des Betroffenen hätten sich freiwillig in häusliche Isolation begeben, so ein Sprecher der Fraktion. Derzeit würden weitere Kontaktpersonen identifiziert. Auch mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion befinden sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne, da sie Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

19.19 Uhr: 800 Millionen zusätzlich für Kampf gegen Corona

Die Bundesregierung kann rund 800 Millionen Euro zusätzlich im Kampf gegen die Corona-Epidemie ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligte dem Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin weitere 650 Millionen Euro für die Beschaffung von Schutzkleidung sowie Material für die Intensivpflege. 145 Millionen Euro bekommt das Forschungsministerium laut Deutscher Presseagentur für die Impfstoffentwicklung und die Erprobung von Behandlungen.

18.58 Uhr: Trump trifft sich mit Bankchefs im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump wird sich am Abend mit führenden Wall-Street-Managern treffen. Dabei soll diskutiert werden, wie die Finanzbranche auf die wirtschaftlichen Folgen des Virus-Ausbruchs reagieren soll, wie das Präsidialamt mitteilt. Im Weißen Haus erwartet werden die Chefs von Bank of America, Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs, Truist Financial und U.S. Bancorp.

18.47 Uhr: Virologe kritisiert Haltung der Bundesregierung bei der Corona-Krise

Der Virologe Alexander Kekulé hat auf Twitter die "Ignoranz" der Bundesregierung bei der Bekämpfung des Coronavirus kritisiert. Während Österreich nun schrittweise die Schulen schließe, obwohl es dort wesentlich weniger Fälle gebe, erinnere die Haltung Deutschlands eher an die Anfänge der Epidemie in China.

18.34 Uhr: Infektionen und Todesfälle steigen in Italien weiter an

In Italien steigt die Zahl der Infizierten und der Todesfälle weiter deutlich an. Wie der Katastrophenschutz mitteilt, sind inzwischen 12.462 Infektionen bekannt und damit 22,8 Prozent mehr als am Dienstag. 827 Menschen sind an den Folgen der Erkrankung gestorben, was einem Anstieg von 31 Prozent entspricht.

18.18 Uhr: Bundestagsabgeordneter positiv auf Corona getestet

Im Bundestag gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein FDP-Abgeordneter wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur durch die Parlamentsärztin positiv auf das Virus getestet.

18.03 Uhr: Grimme-Preisverleihung wegen Corona-Epidemie abgesagt

Wegen des Coronavirus fällt die Verleihung der Grimme-Fernsehpreise am 27. März in Marl aus. Die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stünde an erster Stelle, zudem wolle man so beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen, erklärte die Geschäftsführerin des Grimme Instituts. Eine mögliche Verschiebung werde geprüft oder eine "alternative Form der Würdigung der Preisträgerinnen und Preisträger zu einem späteren Zeitpunkt".

18.00 Uhr: Erzbistum München sagt Firmungen und Taufen ab

Im Erzbistum München und Freising werden alle Taufen und Firmungen, die bis Ostern stattfinden sollten, wegen der Corona-Gefahr bis auf Weiteres verschoben. Das gab der Corona-Krisenstab des Erzbistums am Mittwochabend bekannt. Grund sei der verstärkte Körperkontakt bei der Firm- und Taufsalbung. Auch sonst sollen Gottesdienste, bei denen „mit einer hohen Dichte an Gläubigen gerechnet wird“ – so zum Beispiel Kindergottesdienste – abgesagt werden. Die anderen bayerischen Bistümer halten sich mit solchen Maßnahmen gegen Corona bisher zurück. Sie verweisen auf die Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz.

17.45 Uhr: BR sagt Konzerte mit eigenen Klangkörpern bis 19. April ab

Um Publikum und Mitwirkende vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, sagt der Bayerische Rundfunk ab sofort bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, alle Konzertveranstaltungen unter Beteiligung der eigenen Klangkörper, also Symphonieorchester und Chor des BR sowie Münchner Rundfunkorchester, ab. Bereits gekaufte Tickets werden erstattet. Als Alternative für Musikfreunde erweitert BR-KLASSIK sein Online-Angebot mit Konzertmitschnitten zum Abruf.

17.50 Uhr: Schulschließungen in Österreich

In Österreich wird es ab Montag keinen Unterricht mehr für Schüler ab 14 Jahre geben. Ab Mittwoch sollen alle anderen Klassen folgen, sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz nach einem Gipfel im Kanzleramt. Die Maßnahmen sollen vorerst zumindest bis Ostern gelten. Für die Unterstufe, also Kinder unter 14 Jahre, soll es die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. "Das bedeutet, dass alle, die zu Hause betreut werden können, auch zu Hause betreut werden sollen", sagte Kurz. Keinesfalls sollen die Kinder zu den Großeltern gebracht werden, da diese besonders gefährdet seien und bestmöglich geschützt werden sollen. In Österreich sind bisher 246 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

17.35 Uhr: WHO bezeichnet Coronavirus-Verbreitung als Pandemie

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Angesichts der weltweiten Verbreitung des Erregers sei er "tief besorgt" über das "alarmierende Niveau der Untätigkeit" im Kampf gegen das Virus. Weltweit erkrankten bereits mehr als 110.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Nach Angaben der WHO hat sich das Virus inzwischen in 115 Länder ausgebreitet, fast 4.300 Menschen sind gestorben.

Was ist eine Pandemie und wann wird sie gefährlich? Mehr dazu hier.

17.25 Uhr: Erste Todesfälle in Irland und Schweden

Schweden meldet den ersten Toten wegen des Coronavirus. Nach Angaben der Universitätsklinik von Huddinge bei Stockholm ist ein älterer Patient mit Vorerkrankungen auf der Intensivstation verstorben. Auch in Irland gibt es einen ersten Todesfall, wie das Gesundheitsministerium in Dublin mitteilt.

17.15 Uhr: Wieder etwas Normalität in China

Gut sechs Wochen nach Ausbruch des Coronavirus kehrt in China langsam wieder Alltag ein - mit Ausnahme der Provinz Hubei. Vielerorts rücken nun die wirtschaftlichen Folgen in den Fokus, wie Steffen Wurzel berichtet.

17.05 Uhr: Mehr als 1.800 Coronavirus-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bislang mindestens 1.850 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur dpa hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders stark betroffen sind demnach Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. Im Freistaat sind aktuell 366 Fälle bekannt.

Die Zahlen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) waren bis zum Mittwochnachmittag zum Teil deutlich niedriger als die von den Bundesländern veröffentlichten Angaben. Das RKI listet nach eigenen Angaben ausschließlich Fälle auf, die ihm über den Meldeweg oder über offizielle Quellen mitgeteilt werden. "Da gibt es immer etwas Zeitverzug, vor allem in solch dynamischen Lagen."

17.00 Uhr: Münchner attackiert Chinesin mit Desinfektionsmittel

Seine chinesische Nachbarin hat ein Mann in München nach Polizeiangaben mit Desinfektionsmittel besprüht und ihr mit dem Tod gedroht. Der Angreifer hat dabei mehrfach das Wort "Corona" gerufen und gedroht, sie "einen Kopf kürzer zu machen", wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Frau alarmierte die Beamten, die gegen den 45-jährigen Nachbarn nun ermittelt. Geprüft werde auch ein fremdenfeindliches Motiv.

16.55 Uhr: 73-jähriger Dialysepatient gestorben

Bei dem dritten Todesopfer in Deutschland handelt sich nach Angaben des Kreises Heinsberg um einen 73-jährigen Patienten aus Übach-Palenberg, der im Krankenhaus Heinsberg verstorben sei. Die Todesursache sei bei dem Dialysepatienten mit schweren Vorerkrankungen eine Lungenproblematik gewesen. "Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt." Wo der Patient sich mit dem Virus angesteckt hatten könnte, sei nicht bekannt.

16.45 Uhr: Absage von Parteitagen

Die bayerische FDP hat ihren für das übernächste Wochenende geplanten Landesparteitag abgesagt. Die Partei folge den entsprechenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), hieß es. Der Parteitag sollte am 21. und 22. März in Hirschaid stattfinden. Auch mehrere sogenannte Townhallmeetings mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner in Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg und Erlangen finden nicht statt.

Die Freien Wähler sagen ihren für den 25. April in Güstrow geplanten Bundesparteitag ab. "In Zeiten, wo aus Präventionsgründen überall in der Republik öffentliche Veranstaltungen abgesagt werden, halten wir es für zu riskant, dass die erwarteten über 300 Delegierte aus allen Teilen des Landes die Reise nach Mecklenburg-Vorpommern antreten", erklärte der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger.

16.30 Uhr: Bayerns Amateurfußball "wie geplant"

Im Amateurfußball des Freistaates soll es trotz der Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus keine großen Änderungen im Spielplan geben. Das teilte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) mit und ging davon aus, "dass der Spielbetrieb wie geplant stattfindet". Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte zuvor zwei Spieltage der 3. Liga, in der 1860 München, Würzburg, Ingolstadt, Unterhaching und die Bayern-Amateure spielen, abgesagt.

16.00 Uhr: Ansturm auf ärztlichen Bereitschaftsdienst

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hat sein Personal für den ärztlichen Bereitschaftsdienst und die damit verbundene Telefon-Hotline aufgestockt. Damit reagiert die KVB auf gut 15.000 Anrufe bei der Hotline 116117 allein in den vergangenen drei Tagen. Das sei zehn Mal so viel wie im Normalfall, sagte ein Sprecher dem BR. Die meisten Anrufer melden sich wegen des Verdachts auf eine Corona-Infektion bei dem Bereitschaftsdienst, der rund um die Uhr im Einsatz ist. Mittlerweile kommen täglich 215 Ärzte zu den Patienten nach Hause. Täglich testet der KVB rund 800 Personen auf Corona. In der Regel liegt die Wartezeit auf das Ergebnis bei gut 24 Stunden. Am Wochenende könne es aber auch länger dauern, hieß es.

15.45 Uhr: DFB verlegt zwei Drittliga-Spieltage

Zwangspause für die 3. Liga: Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) drastische Maßnahmen ergriffen und die kommenden beiden Spieltage verlegt. Die Spiele sollen nach Ostern frühestens Anfang Mai nachgeholt werden. Das teilte der DFB mit. Mehr dazu hier.

15.40 Uhr: Bayerische Unis stellen Betrieb wegen Corona ein

Das bayerische Wissenschaftsministerium stoppt weitgehend den Betrieb an bayerischen Hochschulen und Universitäten. Diese befinden sich derzeit noch in der vorlesungsfreien Zeit. Für die einen bedeutet das: Semesterferien. Für die anderen finden in diesem Zeitraum etwa Prüfungen und Vorbereitungskurse statt. Vor allem für letztere hat der Stopp Auswirkungen. Die Universitäten sollten Prüfungen zu verschieben, "wo immer dies möglich und zumutbar ist", so das Wissenschaftsministerium. Mehr dazu hier.

15.30 Uhr: Besuchsverbot in Heimen und Krankenhäusern im Ostallgäu

In den Landkreisen Oberallgäu und Ostallgäu sowie in den kreisfreien Städten Kempten und Kaufbeuren dürfen Besucher Heime und Krankenhäuser ab sofort nicht mehr betreten. Das teilte das Landratsamt Ostallgäu mit. Gerade in Heimen und Krankenhäusern wäre der Ausbruch der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 fatal, so die Begründung. Außerdem gilt in den beiden Landkreisen sowie den kreisfreien Städten ab sofort ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern.

15.15 Uhr: 999 Besucher - SPD-Politiker Lauterbach kritisiert Veranstalter

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat Versuche kritisiert, Kulturveranstaltungen mit einer Deckelung der Besucherzahlen auf unter 1.000 über die Bühne zu bringen. "Wenn das Schule macht muss die Grenze deutlich reduziert werden. Verantwortungsloser Vorgang", twitterte Lauterbach über eine Veranstaltung in Mannheim. Eine Auswahl abgesagter Veranstaltungen in Bayern finden Sie hier.

15.05 Uhr: Mediziner kämpfen um Leben eines 80-Jährigen

Tagelang kämpften Ärzte im Krankenhaus Weilheim um das Leben eines 80-Jährigen Corona-Patienten. Jetzt hat sich sein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass er kurzfristig in das Münchner Klinikum rechts der Isar verlegt werden musste. Dort gibt es spezielle Herz-Lungen-Maschinen. Per Sondergenehmigung hatte die Regierung von Oberbayern erlaubt, dass der Patient ein in Deutschland noch nicht zugelassenes Medikament mit dem Wirkstoff Remdesivir bekommt. Bei der Klinik Weilheim hieß es, die Nachfrage nach dem Mittel sei weltweit extrem hoch, seit Freitag habe man auf den Wirkstoff gewartet. Mehr dazu hier.

15.00 Uhr: Lehrerverband für flächendeckende Schulschließungen

Der Verband deutscher Realschullehrer fordert angesichts der Corona-Entwicklungen eine flächendeckende Schulschließung von mindestens einer Woche. Jürgen Böhm, der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbands, sagte, er halte es für nahezu unverantwortlich von den Kultusbehörden der Länder, dass in puncto Schulschließungen die Entscheidung vielfach immer noch auf regionale Verantwortliche abgeschoben werde. "Diese Salamitaktik wird der aktuellen Herausforderung nicht gerecht."

Der Bayerische Philologenverband verwies darauf, dass bei Schulschließungen das Internetportal "mebis" von allen bayerischen Lehrern und Schülern kostenlos genutzt werden könne, um in Kontakt zu bleiben.

14.45 Uhr: München testet in Drive-in-Station auf Coronavirus

Es dauert nur ein paar Minuten: Angesichts steigender Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus hat die Stadt München ihre Testkapazitäten mit einer Drive-in-Station ausgeweitet. In Absprache mit dem Gesundheitsamt fahren potenziell Infizierte dort mit dem Auto in ein Zelt, in dem medizinisches Fachpersonal in Schutzkleidung durch das heruntergelassene Fenster einen Rachenabstrich nimmt. Nach etwa fünf bis sechs Minuten können die Betroffenen bereits wieder die Heimfahrt antreten, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter erläuterte. Mehr dazu hier.

14.30 Uhr: RKI stuft Elsass und Lothringen als Risikogebiete ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft die an Deutschland grenzenden ostfranzösischen Gebiete Elsass und Lothringen als Coronavirus-Risikogebiet ein. Auch die Region Champagne-Ardenne, die eine Grenze mit Belgien teilt, gelte als Risikogebiet, gab das RKI auf seiner Homepage bekannt. Die drei Gebiete bilden zusammen die Region Grand Est. Sie grenzt an Baden-Württemberg, an das Saarland und an Rheinland-Pfalz.

Risikogebiete sind nach RKI-Angaben Gegenden, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Das Institut hatte am Dienstag ganz Italien zum Risiko-Gebiet erklärt. Schon länger gilt diese RKI-Einstufung für Provinzen in China und Südkorea sowie den Iran.

14.15 Uhr: Kliniken haben Lage im Griff

Die Krankenhäuser in Bayern haben die Corona-Lage nach eigener Einschätzung im Griff. Ein Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft sagte in München, er wisse nichts von abgesetzten oder verschobenen Operationen wegen der Epidemie. Auch reichten die Kapazitäten, um Patienten zu isolieren. Hilfreich sei, dass manche Fälle zu Hause behandelt werden können. Die Auslastung halte sich im Rahmen.

14.00 Uhr: Stadt Augsburg sagt Plärrer ab

Die Stadt Augsburg hat den Osterplärrer abgesagt. Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte auf einer eigens angesetzten Pressekonferenz im Augsburger Rathaus zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die Stadt, die Vorgaben ließen keine Spielräume, was den Plärrer und andere Großveranstaltungen angeht. Die Eröffnung von Schwabens größtem Volksfest wäre am Ostersonntag, dem 12. April, gewesen. Das Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern, das die Staatsregierung gestern verhängt hat, gilt bis zum 19. April. Mehr dazu hier.

13.45 Uhr: Coronavirus erreicht den Bundestag

Das Coronavirus hat nun auch den Deutschen Bundestag erreicht. Nach BR-Informationen ist ein Klausur-Teilnehmer einer SPD-Fraktionsarbeitsgruppe positiv getestet worden. Mehr dazu hier.

13.30 Uhr: Fußballspieler von Hannover 96 angesteckt

Ein Fußballspieler der Profi-Mannschaft von Hannover 96 ist nach Angaben des Vereins positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 23-Jährige Timo Hübers habe aber seit der Ansteckung keinen Kontakt zu seinen Teamkollegen gehabt, heißt es auf dem Twitter-Account des Zweitligisten. Daher sei nicht davon auszugehen, dass sich Mitspieler bei ihm infiziert hätten.

13.00 Uhr: 52 neue Infektionen in Bayern

In Bayern haben sich weitere 52 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 366 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

12.51 Uhr: Fußball-Bundesliga: Nur Geisterspiele am 26. Spieltag

Die Anzahl der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga ist auf zehn gestiegen. Betroffen sind jetzt alle neun Partien von Freitag bis Montag am 26. Spieltag. Auch RB Leipzig gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr), Union Berlin gegen Bayern München am Samstag (18.30 Uhr) und Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) werden ohne Zuschauer ausgetragen.

12.00 Uhr: Merkel wirbt um Verständnis für Einschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erstmals öffentlich zur Corona-Krise geäußert. Vor der Bundespressekonferenz sagte Merkel, es komme vor allem darauf an, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird. Es gehe "um das Gewinnen von Zeit", erklärte Merkel in Berlin. Ziel sei es, das deutsche Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Zugleich warb die Kanzlerin um Verständnis für Einschränkungen, etwa die Absage von Großveranstaltungen. Es sei jetzt "nicht das zentrale Problem, ob ein Fußballspiel mit oder ohne Publikum stattfindet". Es gehe darum, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Mehr dazu hier.

11.55 Uhr: Dritter Todesfall in Deutschland

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben - es ist der dritte bekannte Todesfall in Deutschland. Der Patient sei im Heinsberger Krankenhaus gestorben, sagte eine Sprecherin des Kreises am Mittwoch, ohne weitere Details zu nennen.

11.44 Uhr: Italien beschließt Milliardenpaket

Die italienische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Krise Hilfspakete in Höhe von bis zu 25 Milliarden Euro beschlossen. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Mittwoch vor der Presse in Rom. Nicht alles davon sei als Sofortmaßnahme geplant. "Wir haben eine außerordentliche Summe von 25 Milliarden eingeplant, die nicht als Ganzes sofort verwendet werden soll, aber sie könnte nötig werden, um die Probleme dieses Notfalls in den Griff zu bekommen", sagte Conte. Diese Summe ist höher als die 10 bis 13 Milliarden Euro, die im Vorfeld erwartet worden waren.

10.34 Uhr: Bayern München gegen Union Berlin doch ohne Zuschauer

Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin im und dem FC Bayern München an diesem Samstag wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Das zuständige Gesundheitsamt in Treptow-Köpenick gab am Mittwoch eine entsprechende Anordnung bekannt, nachdem es tags zuvor widersprüchliche Angaben vom Bezirk und vom Verein gegeben hatte.

10.18 Uhr: Österreich stellt Personen-Zugverkehr von und nach Italien ein

Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nicht betroffen sei der Güterverkehr.

Außerdem werden aktuell Grenzkontrollen an der Brenner-Autobahn vorbereitet, wie BR-Korrespondent Michael Mandlik twittert.

09.11 Uhr: Erster bestätigter Coronavirus-Fall in der Türkei

In der Türkei ist der erste Coronavirus-Fall gemeldet worden. Der positiv getestete Mann sei kürzlich von einer Europareise zurückgekehrt, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca in der Nacht zu Mittwoch mit. Es handele sich um einen Türken, sein Zustand sei gut. Der Patient sei isoliert worden, seine Familie stünde unter Beobachtung. Unter Verweis auf den Schutz seiner Privatsphäre machte Koca keine näheren Angaben zu den Reiseaufenthalten des Patienten in Europa. Gleichzeitig rief der Minister türkische Staatsbürger dazu auf, Auslandsreisen möglichst zu vermeiden. Wer aus dem Ausland zurückkehre, solle sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

08.05 Uhr: Indien erklärt Visa von Deutschen für ungültig

Indien hat alle Visa von Deutschen für ungültig erklärt, die vor dem 11. März ausgestellt wurden. Nach Informationen von HR-Auslandskorrespondent Peter Gerhardt in Neu-Delhi gilt die Verordnung auch für italienische und spanische Staatsbürger. Eingereiste aus den betroffenen Ländern mit älterem Visum dürfen jedoch im Land bleiben.

05.50 Uhr: Kultusminister beraten über Notfallstrategie für Abiturprüfungen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wollen die Kultusminister der Bundesländer bei ihrer zweitägigen Sitzung ab Donnerstag eine bundesweite Notfallstrategie für die Abiturprüfungen erarbeiten. Es gehe es um die schriftlichen und mündlichen Prüfungen, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In den meisten Bundesländern beginnen in den nächsten Wochen die schriftlichen Prüfungen. Am 30. April steht der bundesweit zentrale Termin für die Deutschklausuren an, am 5. Mai folgen die Klausuren in Mathematik. Analog zu den Abiturprüfungen müssten analoge Regelungen auch für die Prüfungen an beruflichen Schulen, für die Fristen zur Zulassung zum Studium sowie für anstehende Staatsexamina und zentrale Prüfungen an den Universitäten getroffen werden, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin.

DIENSTAG, 10. MÄRZ

21.55 Uhr: Generalaudienz mit Papst nur online zu verfolgen

Die wöchentliche Generalaudienz mit Papst Franziskus am Mittwoch wird nicht auf den Petersplatz übertragen, sondern ist nur online mitzuverfolgen. Wie der Vatikan am Abend mitteilte, wird die Ansprache des Kirchenoberhauptes nur über Vatican News und kirchliche TV-Sender zu sehen sein. Eine Zusammenkunft der Gläubigen auf dem Petersplatz und die Übertragung auf die Großbildschirme vor dem Petersdom wie noch am Sonntag beim Angelus-Gebet sei wegen der jüngsten Einschränkungen der italienischen Regierung nicht mehr möglich.Diese hat jegliche Menschenansammlungen in ganz Italien verboten, um die zuletzt drastisch gestiegene Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

21.45 Uhr: Leben in der Sperrzone - Eindrücke von Italien-Reporter Schramm

Nicht mehr nur in den besonders betroffenen Gebieten, nein, in ganz Italien sollen die Bürger ihre eigenen vier Wände möglichst nicht verlassen. BR-Korrespondent Michael Schramm im Gespräch.

21.30 Uhr: WHO-Sprecher über den Kampf gegen das Virus

Italien hat heute das komplette Land unter Quarantäne gestellt. Schulen und Unis haben geschlossen, beim Fußball nur noch Geisterspiele und am Flughafen geht auch nicht mehr viel. Ob drastische Maßnahmen das Mittel gegen den Coronavirus sind, beantwortet der Sprecher der WHO, Christian Lindmeier, im Gespräch.

21.10 Uhr: Landtag will weiter arbeiten - ohne Besuchergruppen

Trotz des sich ausbreitenden Coronavirus soll die Arbeit im bayerischen Landtag weitergehen. "Bayerns Parlament wird weiter arbeiten - aber wir werden uns auf die zugespitzte Situation einstellen", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) in München. Ziel sei es, Infektionsrisiken im Haus und nach außen möglichst zu minimieren. Bis zum 19. April bleibt der Landtag jedoch für alle Besuchergruppen geschlossen, auch alle anderen geplanten Veranstaltungen im Landtag werden abgesagt beziehungsweise verschoben. Einzelbesuche sollen nur noch in Ausnahmen möglich sein.

21.00 Uhr: Merkel rechnet mit hoher Zahl an Infizierten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Deutschen mit dem neuen Coronavirus anstecken könnten. 60 bis 70 Prozent könnten sich infizieren, sagte sie nach Teilnehmerangaben in einer Fraktionssitzung. Eine solche Schätzung hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit abgegeben.

20.45 Uhr: EU-Fonds über 25 Milliarden Euro

Die EU-Kommission bereitet Hilfen vor, um den wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus abzumildern. Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigte dazu einen Fonds an, der mit 25 Milliarden Euro ausgestattet werden soll. Ferner sollen bis Ende der Woche Richtlinien vorgelegt werden, wie Haushalts- und Subventionsregeln flexibel genutzt werden können.

20.25 Uhr: Entwarnung bei Seehofer

Nach dem negativen Coronavirus-Test bei einer Kontaktperson von Bundesinnenminister Horst Seehofer kehrt der CSU-Politiker am Mittwoch nach Berlin zurück. "Alle Testergebnisse liegen vor. Seehofer ist morgen wieder in Berlin", erklärte sein Sprecher Steve Alterim Kurzbotschaftendienst Twitter. Seehofer war zu Wochenbeginn zu Hause in Ingolstadt geblieben, weil er vergangene Woche in Brüssel Kontakt zu einem Corona-Verdachtsfall hatte.

Zu der Begegnung war es bei einem Treffen der EU-Innenminister gekommen. Der 70-jährige Seehofer und die Kontaktperson hielten sich laut Alter im selben Raum auf. Der Minister kehrte am Montag nicht von seinem Wohnort Ingolstadt nach Berlin zurück, da er zunächst das Testergebnis der Kontaktperson abwarten wollte. Der Minister selbst war nach der Reise nach Brüssel negativ auf das Virus getestet worden.

20:15 Uhr: Mehr als 50 Neuinfektionen in Bayern

Insgesamt gibt es in Bayern laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 313 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden (Stand: Dienstagmittag). Am Vortag waren es 256. Ein Schwerpunkt ist Oberbayern mit 181 Infektionen.

In die Gesamtzahl mit eingerechnet sind auch die 14 Coronavirus-Patienten, die dank einer Gesundung bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten - und drei bayerische Fälle, die außerhalb des Freistaates positiv getestet wurden. Eine Übersicht zu den bayerischen Zahlen finden Sie hier.

20.05 Uhr: Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen

Die Bundesregierung bringt weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf den Weg. So soll der Bund ab sofort für die intensivmedizinische Versorgung in Kliniken die zentrale Beschaffung übernehmen. Das hat der Krisenstab von Gesundheits- und Innenministerium beschlossen. Um Liefer- und Versorgungsengpässe zu vermeiden, sollen Lastwagen ausnahmsweise auch sonntags fahren dürfen und mehr Sonntagsarbeit erlaubt werden. Außerdem soll die Bundespolizei ihre Kontrollen vor allem an den Grenzen im Süden Deutschlands verstärken.

20:00 Uhr: Gastgewerbe: Lage wegen Corona "existenzbedrohend"

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern sieht infolge der Coronavirus-Epidemie drastische Folgen auf die Tourismusbranche im Freistaat zukommen. "Was viele noch nicht begriffen haben ist: Heute sind es die Restaurants und Hotels, die schließen müssen, morgen alle vom Gastgewerbe und Tourismus abhängigen Zulieferer und Dienstleister", sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert nach einem Krisentreffen der Kreis- und Bezirksvorsitzenden in Bamberg.

18.45 Uhr: Italien zählt 631 Covid-19-Tote

In Italien ist die Zahl der Infizierten über die Marke von 10.000 gesprungen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes stieg sie binnen eines Tages um 10,7 Prozent auf 10.149. Die Zahl der Menschen, die an der Lungenkrankheit gestorben sind, liegt jetzt bei 631, das sind 168 mehr als am Vortag.

Die französische Fluggesellschaft Air France hat aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 alle Flüge nach Italien ab dem 14. März gestrichen. Auch die Billigflieger Ryanair und Easyjet streichen ihr komplettes Flugprogramm nach Italien. Slowenien will die Grenze zu Italien schließen, wie Ministerpräsident Marjan Sarec auf Twitter ankündigt.

18.10 Uhr: Eishockey-Saison vorzeitig beendet - kein Meister

Die Coronakrise hat die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zur Absage der Play-offs um die 100. deutsche Meisterschaft gezwungen. Das gab die DEL am Dienstag bekannt. Es ist ein Novum in der 26-jährigen Geschichte der Liga. Es gibt keinen deutschen Meister 2020. Mehr dazu hier.

17.55 Uhr: FC Bayern gegen Chelsea ohne Publikum

Das Achtelfinal-Rückspiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea am 18. März findet als Geisterspiel statt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister mitteilte, wird diese Partie wegen der Folgen des neuartigen Coronavirus vor leeren Zuschauerrängen ausgetragen.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hatte der Freistaat Bayern zuvor Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April abgesagt. Wie mit den anderen Spielen in diesem Zeitraum verfahren wird, stünde gegenwärtig noch nicht fest, erklärte der FC Bayern. In der Bundesliga empfangen die Münchner am 22. März Eintracht Frankfurt und am 11. April Fortuna Düsseldorf. Sollte der deutsche Fußball-Rekordmeister in einem wahrscheinlichen Königsklassen-Viertelfinale am 7./8. April Heimrecht haben, wäre auch dieses Spiel betroffen.

16.52 Uhr: Spahn sieht Deutschland gut gewappnet

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten relativ gut gewappnet in der Coronavirus-Krise. Deutschland verfüge über 28.000 Intensivplätze in deutschen Krankenhäusern, sagt Spahn nach Angaben von Teilnehmern in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Davon hätten 25.000 Betten Beatmungsmöglichkeiten.

16.25 Uhr: Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Italien ohne Zuschauer

Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März in Nürnberg gegen Italien wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mit. Vorausgegangen war die Entscheidung des Freistaats Bayern, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern zu untersagen. Mehr dazu hier.

16.15 Uhr: Gesundheitsministerin Huml: Punktuelle Schulschließungen noch ausreichend

Nach der Kritik eines fränkischen Kinderarztes an zu zaghaften Schulschließungen hat Gesundheitsministerin Huml ihr Vorgehen gerechtfertigt. Auf BR-Anfrage heißt es aus dem Ministerium: "Der bayerische Coronavirus-Krisenstab hält nach derzeitigem Stand eine bayernweite Schließung von Schulen für nicht erforderlich. Uns geht es darum, mit gezielten Maßnahmen die Verbreitung des Coronavirus in Bayern einzudämmen. Das Vorgehen muss aber verhältnismäßig sein und dem Infektionsgeschehen angepasst. Es gibt derzeit Regionen in Bayern ohne Coronavirus-Fälle. Der Krisenstab überlegt jedoch täglich, ob weitere Schritte notwendig sind. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass es zumindest in Teilgebieten Bayerns mehr Schulschließungen geben wird."

16.05 Uhr: Münchner Grüne sagen Wahlparty ab und beenden Haustür-Wahlkampf

Nach der CSU blasen auch die Münchner Grünen ihre Wahlparty am Sonntag ab. Außerdem haben sie ihre Veranstaltung mit Robert Habeck morgen auf dem Marienplatz abgesagt und beenden "mit sofortiger Wirkung" den Haustürwahlkampf. "Es gibt keinen Grund zur Panik", betont Vorsitzender Dominik Krausse. Aber die Eindämmung des Corona-Virus sei wichtiger als Wahlkampf.

16.00 Uhr: CSU sagt alle öffentlichen Veranstaltungen bis 19. April ab

Die CSU sagt bis zum Ende der Osterferien am 19. April alle öffentlichen Veranstaltungen ab - voraussichtlich bayernweit. "Nach den Rückmeldungen unserer Verbände gehen wir davon aus, dass auch in der Fläche alle öffentlichen CSU-Veranstaltungen abgesagt werden", sagte Generalsekretär Markus Blume am Dienstag. Er rechne damit, dass auch andere Parteien ihre öffentlichen Veranstaltungen absagen werden. "Der Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger muss immer an erster Stelle stehen - auch in Wahlkampfzeiten", betonte Blume.

In einer E-Mail an alle Orts-, Kreis- und Bezirksverbände sowie den Parteivorstand hatte Blume zuvor über den Schritt der CSU auf Landesebene informiert und allen Parteigliederungen "dringend" empfohlen, dieser Vorgabe ebenfalls zu folgen. "Hierbei ist insbesondere an Kundgebungen, Podiumsdiskussionen, Wahlpartys und dergleichen zu denken."

15.48 Uhr: München bekommt Drive-In für Corona-Tests

Hinfahren, Fenster auf, Rachenabstrich und sofort wieder nach Hause. Nach Augsburg testet auch München potenziell mit dem neuen Coronavirus Infizierte per "Drive-in". Auf dem Gelände der Bayernkaserne sollen nach Terminabsprache mit dem Gesundheitsamt von diesem Mittwoch an diejenigen getestet werden, die unmittelbaren Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt am Dienstag mitteilte.

Es ist also keine Anlaufstelle, bei der jeder nach eigenem Gutdünken vorbeifahren kann.

15.20 Uhr: Bundestag gibt bis einer Milliarde für Corona-Abwehr

Der Bundestag stellt massive Finanzmittel zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung. "Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro", kündigte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

Damit solle das klare Signal gesetzt werden, dass der Gesundheitsminister und die Gesundheitsbehörden "alle Mittel kriegen, die sie brauchen, um gegen die Corona-Krise vorzugehen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Nach Angaben des Haushaltsexperten der Unionsfraktion, Eckhard Rehberg, sollen zu den bereits geplanten 275 Millionen Euro für Schutzausrüstung noch einmal 500 Millionen Euro dazukommen. Zudem seien 145 Millionen Euro als deutscher Anteil an dem Forschungsverbund Cepi geplant, sagte Rehberg. Der Krisenstab der Bundesregierung solle dies am Abend noch absegnen.

15.00 Uhr: Bundesregierung beschließt Gesetzentwurf für Kurzarbeit

Die Bundesregierung hat im Schnellverfahren einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Folgen der Corona-Krise für die deutsche Wirtschaft eindämmen soll. Dabei geht es um die Änderungen, auf die sich der Koalitionsausschuss geeinigt hatte: Unternehmen können künftig früher Kurzarbeit anmelden, Arbeitgeber müssen keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen und auch Leiharbeiter können künftig in Kurzarbeit gehen. Arbeitsminister Heil sagte, man wolle das Gesetz rasch umsetzen, sodass es in der ersten Aprilhälfte wirksam werde. Die Regierungsfraktionen wollen demnach heute über eine parallele Einbringung in den Bundestag beraten.

14.40 Uhr: Spanisches Parlament setzt für eine Woche Arbeit aus

Wegen des Coronavirus setzt das spanische Parlament seine Arbeit für mindestens eine Woche lang aus. Ein Abgeordneter der rechtsextremen Partei Vox war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

14.15 Uhr: Spekulationen um EM-Verschiebung

Die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie sorgt für zunehmende Spekulationen um eine mögliche Verschiebung der Fußball-EM um ein Jahr in den Sommer 2021. Wie mehrere internationale Medien berichten, wachse der Druck auf UEFA-Chef Aleksander Ceferin. Hintergrund ist die Sorge nationaler Verbände und Ligen, dass sie ihre Meisterschaftswettbewerbe nicht wie geplant bis Mitte Mai beenden können. Die UEFA äußerte sich auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zum Thema bislang nicht.

Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant.

13.53 Uhr: Polizei sperrt Petersplatz in Rom - auch Zugang zu Petersdom gesperrt

Italienische Polizisten haben am Dienstagmorgen begonnen, den Petersplatz in Rom für Touristen zu sperren. Der Zugang sei derzeit nur zu Arbeitszwecken gestattet, hieß es auf Nachfrage vor Ort. Soldaten der Päpstlichen Schweizergarde bestätigten, dass damit automatisch auch der Zugang zum Petersdom gesperrt sei. Ein im Internet kursierendes Video zeigt die Basilika, ansonsten ein Touristenmagnet, am Mittag nahezu menschenleer.

13:20 Uhr: Wirtschaftliche Folgen lassen sich laut Altmaier finanziell abfedern

Die Bundesländer sind nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier stark betroffen von der Corona-Epidemie. Das sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus den 16 Bundesländern. Laut Altmaier stehen mehrere Milliarden Euro zur Verfügung, um die ökonomischen Folgen abzufedern.

13:45 Uhr: Bisher stichprobenartige Corona-Kontrollen an österreichischer Grenze

Bis die angekündigten Einreisebegrenzungen an der Grenze zwischen Italien und Österreich greifen, kontrollieren ÄrztInnen und Sanitäter weiterhin stichprobenartig Reisende an den Übergängen. Am Brenner geschieht dies nach Angaben der österreichischen Polizei auf dem Brennerpass an der A13, in Zügen und auf der Brenner Bundesstraße. LKWs und PKWs seien gleichermaßen betroffen. Reisende werden angehalten und nach ihrem letzten Aufenthaltsort gefragt. Anschließend messen ÄrtzInnen und Sanitäter Fieber. Liegt die Temperatur über 37,5 Grad müssen die Personen zum Corona-Test vor Ort. Bei den Kontrolllen am Vormittag an der Brennerautobahn haben die Kontrollen keinen Verdachtsfall ergeben. Der Verkehr am Brennerpass ist durch die Aktionen nicht beeinträchtigt.

13:15 Uhr: Aktuell keine flächendeckenden Schulschließungen in Bayern

Generelle Schulschließungen wird es in Bayern wegen des Coronavirus aktuell nicht geben. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München mitgeteilt. Es bleibe beim bisherigen Vorgehen. Derzeit hätten 52 Schulen geschlossen.

13:14 Uhr: Zweiter Corona-Fall im Landkreis Hof

Im Landkreis Hof gibt es einen zweiten Corona-Fall. Die infizierte Person sei gestern aus dem Israel-Urlaub zurückgekehrt. Das teilte das Staatliche Gesundheitsamt Hof heute mit. Ob es sich um ene Frau oder Mann handelt, wurde nicht mitgeteilt. Die Person sei gestern mit drei weiteren Personen aus Israel nach Deutschland geflogen und noch am Flughafen gezielt getestet worden, denn sie hatten im Urlaub Kontakt mit einer weiteren Person, bei der der Virus bereits nachgewiesen sei. Bei einer der vier Reisenden aus dem Landkreis Hof wurde der Corona-Verdacht nun bestätigt.

Alle vier Urlauber seien mittlerweile in häuslicher Quarantäne. "Keiner von ihnen hatte Kontakt zu weiteren Personen in Stadt und Landkreis Hof", teilt das Gesundheitsamt auf der Internet-Seite des Landkreises Hof mit. Gleichzeitig betont, dass momentan eine vorübergehende Schul-Schließung in der Region Hof nur das Reinhart-Gymnasium in der Stadt Hof betrifft.

13:10 Uhr: Keine Großveranstaltungen in Bayern bis 19. April

In Bayern werden Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April untersagt. Das teilte die Staatskanzlei des Freistaats am Dienstagmittag mit. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte, das betreffe auch alle sportlichen Großveranstaltungen. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. "Im Zweifel lieber absagen", sagte Söder. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

13.05 Uhr: Polen sagt alle Großveranstaltungen ab

Zur Vorbeugung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus sagt Polen alle Großveranstaltungen ab. Es sei besser, rechtzeitig vorzubeugen, als hinterher mit den Folgen einer Epidemie zu kämpfen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Warschau.

Ein vor kurzem verabschiedetes Gesetz gibt der Regierung mehr Spielraum bei Präventionsmaßnahmen gegen das Coronavirus. Abgesagt werden demnach alle Großveranstaltungen aus den Bereichen Unterhaltung und Sport, darunter auch Fußballspiele.

12.48 Uhr: Bayern-SPD fordert wegen Corona Zwei-Milliarden-Paket für Bayern

Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen des Coronavirus fordert die SPD im Landtag von der Regierung ein zwei Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm. "Bayern hat ausreichend Mittel und Möglichkeiten, um bei einbrechenden Absatzmärkten und Lieferketten durch das Coronavirus kleineren Unternehmen und Betrieben notfalls wirksam helfen zu können", so Fraktionschef Horst Arnold in München.

Der Bund habe schon vorgelegt und Liquiditätshilfen für Unternehmen angekündigt. "Der Freistaat muss dementsprechend nachziehen und die künftige wirtschaftliche Handlungsfähigkeit sicherstellen."

12.15 Uhr: Auswärtiges Amt rät von "nicht notwendigen" Reisen nach ganz Italien ab

Das Auswärtige Amt hat die Reisehinweise für Italien aktualisiert und warnt nun vor "nicht notwendigen" Reisen nach Italien. Zuvor hatte die italienische Regierung die Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land ausgeweitet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in besonders stark betroffene Regionen im Norden des Landes ausdrücklich abgeraten.

12.04 Uhr: Zahl der Corona-Toten im Iran drastisch gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten erneut drastisch gestiegen. Binnen eines Tages habe sich die Zahl der Toten von 237 auf 291 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land steigt auf 8042 – 881 mehr als am Vortag.

11.47 Uhr: Österreich verhängt Einreisestopp für Personen aus Italien

Österreich verhängt ab sofort ein Einreisestopp für Personen aus Italien. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt zur Begründung: "Oberstes Ziel ist, die Verhinderung des Austausches und damit das Einschleppen in unsere Gesellschaft." Eine Ausnahme soll es für Menschen mit einem ärztlichen Attest geben. Zudem werden Lehrveranstaltungen an Universitäten spätestens ab Montag vorübergehend eingestellt.

11.07 Uhr: Erstes "Geisterspiel" in der Geschichte der Fußball-Bundesliga

Das erste "Geisterspiel" in der Geschichte der Fußball-Bundesliga ist perfekt: Das rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch wird ohne Publikum ausgetragen. Diese Entscheidung gab die Stadt Mönchengladbach am Dienstag bekannt. Damit reagieren die Behörden auf die Ausbreitung des Coronavirus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte wiederholt die Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern empfohlen.

10.22 Uhr: Tschechien schließt Schulen und verbietet größere Veranstaltungen

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Tschechien alle Schulen und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag mit. Das Verbot gilt für kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ab Mittwoch wird der Lehrbetrieb an allen Schulen eingestellt. Die Maßnahme gilt vorerst unbefristet. Weiter geöffnet bleiben dürfen indes Kindergärten und Kitas.

In Tschechien wurden bis Dienstagvormittag 40 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt.

10.15 Uhr: Rottaler Volksfest mit über 25.000 Besuchern abgesagt

Das große Rottaler Volksfest in Pfarrkirchen in Niederbayern ist von seinem Veranstalter wegen des Coronavirus abgesagt worden. Das sechstägige Volksfest hätte vom 31.3. bis 5.4.2020 in Pfarrkirchen im Landkreis Rottal-Inn stattgefunden. Hier finden Sie eine Auflistung von Veranstaltungen, die in Niederbayern abgesagt werden.

10.10 Uhr: Robert-Koch-Institut stuft ganz Italien als Risikogebiet ein

Das Robert-Koch-Institut wird im Laufe des Tages ganz Italien als Risikogebiet einstufen. Das hat RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstagmorgen ankündigt. In Deutschland werde die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung insgesamt weiter als mäßig eingeschätzt, im besonders betroffenen Kreis Heinsberg liege sie jedoch höher. Dort sei es auch schwer die Infektionsketten noch nachzuvollziehen – in anderen Regionen gelinge das besser.

Die Situation sei ernst, so Wieler. Er forderte alle Bürgermeister, Landräte, Ärzte und Krankenhäuser auf, ihre Krisenpläne anzupassen. Die Strukturen müssten so verändert werden, dass mehr schwer an Covid-19 erkrankte Menschen in Krankenhäusern behandelt werden könnten. Aber: „Wir haben den Beginn der Epidemie sehr früh erkannt“, sagte der RKI-Chef weiter. Das sei der Vorteil. Man müsste sich jedoch darauf einstellen, dass es mehr Infektionen geben würde.

10.01 Uhr: Passagiere dürfen in Oakland von Kreuzfahrtschiff

Nach Tagen des Leerlaufs vor der Küste Kaliforniens aus Sorge vor dem neuartigen Coronavirus dürfen die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Grand Princess" von Bord gehen. Beamte begannen am Montag (Ortszeit) damit, Tausende Menschen für Quarantänemaßnahmen zu Militärstützpunkten oder in ihre Heimatländer zu bringen. Die "Grand Princess" war zuvor mit mehr als 3.500 Menschen an Bord in den Hafen von Oakland eingelaufen. Bei 21 von ihnen wurde eine Infektion mit dem Virus festgestellt.

09.43 Uhr: Chinas Behörden lockern Corona-Restriktionen für Provinz Hubei

Anderthalb Monate nach der Verhängung einer Quarantäne über die gesamte chinesische Provinz Hubei lockern die Behörden die Restriktionen zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Gesunde Menschen dürften nun innerhalb der zentralchinesischen Provinz wieder reisen, teilte die Provinzregierung am Dienstag mit. Das neuartige Coronavirus war im Dezember in Hubei erstmals bei Menschen aufgetreten, Ende Januar riegelten die Behörden die gesamte Provinz mit ihren rund 56 Millionen Einwohnern ab.

09.41 Uhr: Corona-Fall in Sachsen-Anhalt - nun alle Bundesländer betroffen

Mit einem ersten Nachweis in Sachsen-Anhalt sind nun alle Bundesländer in Deutschland vom Coronavirus betroffen. Bei einem Mann aus Halle sei Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mit.

09.13 Uhr: Österreich spricht für Italien höchste Reisewarnstufe aus

Österreichs Außenministerium hat wegen des Coronavirus eine sogenannte volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen. Die Sicherheitsstufe wurde auf die höchste Stufe sechs hinaufgesetzt, gab das Ministerium auf seiner Internetseite bekannt. Volle Reisewarnungen werden vom Außenministerium in der Regel nur in besonderen Krisensituationen ausgerufen, zum Beispiel bei kriegs- oder bürgerkriegsähnlichen Situationen in einem Land oder wenn eine generelle Gefährdung für Leib und Leben besteht. Österreichern wird dringend empfohlen, aus Italien zurückzukommen.

09.03 Uhr: Italien stellt zehn Milliarden Euro für Anti-Virus-Maßnahmen bereit

Italien will rund zehn Milliarden Euro im Kampf gegen die Folgen der Coronavirus-Epidemie lockermachen. Dies werde wahrscheinlich dazu führen, dass die staatliche Neuverschuldung in diesem Jahr auf knapp drei Prozent der Wirtschaftsleistung steigen werde, sagte Industrieminister Stefano Patuanelli am Dienstag. Der europäische Stabilitätspakt sieht eine Obergrenze von drei Prozent vor. Die Regierung werde wegen der Epidemie um eine Überprüfung der Regeln nachsuchen, sagte Patuanelli.

08.27 Uhr: 50 Deutsche auf Nil-Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

Ein Nil-Kreuzfahrtschiff mit mehr als 50 deutschen Passagieren steht laut ARD Studio Kairo in Luxor unter Quarantäne. Es laufen Corona-Tests. Das Auswärtiges Amt ist in Kontakt mit dem Reiseveranstalter.

07.50 Uhr: Sorgen um Oberammergauer Passionsspiele

Oberammergau steckt mitten in den Vorbereitungen für die Passionsspiele - fast täglich wird geprobt. Nachdem am Wochenende der erste Corona-Fall im Landkreis Garmisch-Partenkirchen publik wurde, steht die Frage im Raum, ob die Passionsspiele überhaupt wie geplant stattfinden können. Wie es nun weitergeht, lesen Sie hier.

07.18 Uhr: Coronavirus-Fall bei EZB - Rund 100 Mitarbeiter im Homeoffice

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB am Montagabend in Frankfurt am Main mit. Rund 100 Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. "Potenziell betroffene" Büros würden gründlich gereinigt.

Die EZB hatte erst am Montag den Notfall getestet und ihre rund 3.700 Beschäftigten in Frankfurt am Main aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Mit dem eintägigen Homeworking-Test sollte vor allem die IT-Infrastruktur der Zentralbank getestet werden - also etwa das Funktionieren der Datenübermittlung. Der Test sei "erfolgreich" verlaufen, erklärte die EZB.

06.19 Uhr: Musikfestival Coachella wird wohl abgesagt

"Coachella", eines der größten Musikfestivals der Welt, wird in diesem Frühjahr wohl nicht stattfinden. Mehrere US-Medien berichten, dass die Veranstalter das Festival innerhalb der kommenden 48 Stunden erst einmal absagen werden. Gleiches gelte auch für das Folgeevent "Stagecoach". Die Festivals sollen offenbar in den Herbst verlegt werden - all das eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus.

03.12 Uhr: Österreich ruft Bürger auf, Italien zu verlassen

Österreichs Außenministerium ruft die Bürger des Landes auf, aus Italien zurückzukommen. "Österreichischen Reisenden wird dringend nahegelegt nach Österreich zurückzukehren", heißt es auf der Webseite des Ministeriums. Vor Reisen nach Italien wird dort gewarnt.

MONTAG, 9. MÄRZ

23.36 Uhr: Tiroler Hochschulen stellen auf Fernunterricht um

Um auch im Wissenschaftsbereich eine mögliche Verbreitung des Coronavirus bestmöglich zu unterbinden, werden im österreichischen Bundesland Tirol ab sofort alle Lehrveranstaltungen an Universitäten von Präsenzlehre auf Fernlehre umgestellt. Das gab Landeshauptmann Günther Platter gestern bekannt. Das heißt, dass ab 10. März keinerlei Lehrveranstaltungen mehr in den Universitätsräumlichkeiten stattfinden, sondern soweit möglich mittels digitaler Mittel durchgeführt werden."

Den Hochschulen steht es jedoch frei, individuelle Lösungen zu finden – beispielsweise bei Prüfungssituationen, Kleingruppenunterricht oder Praktika. Insbesondere im medizinischen Bereich sollen Ausnahmen geregelt werden können.

21.51 Uhr: Italien weitet Sperr-Maßnahmen auf ganzes Land aus

Italien weitet die bislang nur für Regionen im Norden des Landes geltenden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit auf das ganze Land aus. Alle Reisen innerhalb von Italien sind demnach untersagt. Das erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Abend. "Es wird nicht nur eine rote Zone geben", so Conte. Ganz Italien werde eine Schutzzone sein.

Die Maßnahmen sollen ab Dienstag gelten. Demnach sollen alle öffentlichen Versammlungen verboten werden. Schulen, Universitäten und Kindergärten bleiben im ganzen Land bis mindestens 3. April geschlossen. Sämtliche Sportveranstaltungen im Land werden bis dahin ausgesetzt. Betroffen ist unter anderem die höchste italienische Fußballliga Serie A.

Die Menschen sollen nun zu Hause bleiben, sofern sie nicht zur Arbeit müssen oder dringende Angelegenheiten zu erledigen haben. Internationale Zug- und Flugverbindungen sowie der öffentliche Nahverkehr sollen aber nicht ausgesetzt werden.

Conte forderte auch dazu auf, nicht mehr auszugehen und den Abend mit Freunden in Bars und Restaurants zu verbringen. "Dieses Nachtleben ... wir können es nicht mehr erlauben", sagte er. Im Norden müssen seit dem Wochenende Gaststätten, Bars, Restaurants und Cafés mit der Abenddämmerung schließen. Das gilt nun auch für ganz Italien.

21.00 Uhr: Französischer Minister infiziert

Frankreichs Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem Coronavirus infiziert, wie aus dem Umfeld seines Ministeriums verlautet. Der 46-Jährige habe herausgefunden, dass er bei einem kürzlichen Besuch im Parlament Kontakt gehabt habe mit infizierten Personen, und habe sich daher einem Test unterzogen. Der Minister habe Präsident Emmanuel Macron seit mehreren Tagen nicht getroffen.

20.45 Uhr: Alle Schulen in Madrid geschlossen

Alle Kindergärten, Schulen und Universitäten in der spanischen Metropolregion Madrid werden wegen eines Anstiegs von Coronavirus-Fällen für zwei Wochen geschlossen. Gesundheitsminister Salvador Illa sagte, mehr als 200 Neuerkrankungen und drei Tote seit den erst wenigen Stunden zuvor bekanntgegebenen Zahlen legten nahe, dass die Entwicklung dieser Krankheit in Spanien eine "Veränderung zum Schlechten" genommen habe.

20.00 Uhr: Corona-Sorgen bei Minister Seehofer

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist zu Beginn der Woche nicht nach Berlin gekommen, weil ein Teilnehmer des EU-Innenministertreffens vergangene Woche Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gehabt haben soll. Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, sagte, Seehofer und alle Mitglieder der deutschen Delegation seien nach der Reise negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Man wolle jedoch auch das Testergebnis der Kontaktperson noch abwarten. Der Minister bleibe deshalb vorerst an seinem Wohnort in Ingolstadt.

19.00 Uhr: Bayern will Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen untersagen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus will die bayerische Staatsregierung Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen zunächst bis Karfreitag untersagen. Darauf hat sich der schwarz-orange Koalitionsausschuss am Montag nach BR-Informationen in München geeinigt. Betroffen ist auch die Fußball-Bundesliga. Mehr dazu hier.

18.55 Uhr: Italienische Regierung schließt alle Skiorte

Die italienische Regierung schließt im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus alle Skiorte. Auf Anweisung des Zivilschutzes würden alle Skiorte des Landes ab Dienstagmorgen geschlossen, kündigte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, am Montagabend an. Nach Angaben des Zivilschutzes erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Italien binnen 24 Stunden um 97 auf insgesamt 463.

© BR

Die italienische Regierung schließt im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus alle Skiorte.

18.30 Uhr: Kein Problem in der Großmarkthalle

Frisches Obst und Gemüse aus Norditalien - kein Risiko in Zeiten des Corona-Virus. Eine Belastung der Nahrungsmittel mit dem Virus sei extrem unwahrscheinlich, meinen die Experten.

17.54 Uhr: WHO-Chef hält Risiko einer Pandemie für "sehr real"

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht angesichts der stark wachsenden Zahl an Infektionsfällen mit dem Coronavirus die Gefahr einer Pandemie. "Da das Coronavirus in so vielen Ländern angekommen ist, ist die Gefahr einer Pandemie sehr real geworden", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. Allerdings wäre es die erste Pandemie in der Geschichte, die kontrolliert werden könne.

Es gibt keine offiziellen Kriterien der WHO, ab wann ein Krankheitsgeschehen als Pandemie einzuordnen ist. Landläufig wird darunter eine Krankheit verstanden, die sich unkontrolliert über Kontinente hinweg ausbreitet.

17.51 Uhr: Bayern meldet 39 neue Infektionen mit dem Coronavirus

In Bayern haben sich weitere 39 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Montag mit. Insgesamt gibt es in Bayern damit 256 Menschen, die positiv auf das Virus getestet wurden. In die Gesamtzahl mit eingerechnet sind allerdings auch die 14 Coronavirus-Patienten, die dank einer Gesundung bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten - und drei bayerische Fälle, die außerhalb des Freistaates positiv getestet wurden.

17.26 Uhr: Kassen vereinbaren Krankschreibung per Anruf beim Arzt

Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege können sich nun nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt bis zu sieben Tage krankschreiben lassen - zur Entlastung der Ärzte in der Coronavirus-Krise. Patienten müssen dafür nicht die Arztpraxen aufsuchen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung am heutigen Montag in Berlin verständigt, wie beide Seiten mitteilten. Die Regelung gilt für Patienten, die keine schwere Symptomatik vorweisen oder offizielle Kriterien für einen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus erfüllen. Diese Vereinbarung gelte ab sofort und zunächst für vier Wochen.

16.42 Uhr: Zwei Tote in Deutschland gemeldet

In Deutschland wurden die ersten Todesfälle in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Dies haben der Kreis Heinsberg und die Stadt Essen am Montagnachmittag mitgeteilt. In Essen starb demnach eine 89-jährige Frau, bei der das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden sei. Mehr dazu hier.

15.56 Uhr: Tausende Menschen in Brandenburg isoliert

Nach einem Corona-Verdachtsfall im brandenburgischen Neustadt (Dosse) befinden sich rund 5.000 Menschen in häuslicher Quarantäne. Vertreter der Neustädter Schulen, des brandenburgischen Bildungsministeriums und der Stadtverwaltung hatten während eines Treffens vor einer Woche Kontakt zu einer Frau, bei der später eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, berichtet der RBB unter Berufung auf den städtischen Amtsdirektor in Neustadt. Nun wurde die Amtsverwaltung mit knapp 30 Mitarbeitern geschlossen, bis zum 17. März wurde für die Mitarbeiter, Lehrer Schüler und deren Angehörige häusliche Isolation angeordnet.

Mehr dazu berichtet der RBB

15.22 Uhr: 60 Infizierte in München

In der Landeshauptstadt gibt es mittlerweile 60 bestätigte Coronavirus-Fälle, 16 davon sind heute neu dazu gekommen. Für Fragen ist weiterhin ein Bürgertelefon geschaltet. Es ist täglich - auch am Wochenende - von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 089/233-44740 erreichbar.

15.05 Uhr: Flughafen München rechnet mit Passagierrückgang

Die Coronavirus-Lage wirkt sich immer stärker auf den Betrieb am Flughafen München aus. Nach den ohnehin schon sichtbaren Rückgängen in den vergangenen Wochen werden die Zahlen im März „auf jeden Fall schlechter ausschauen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Detailliertere Angaben werden dazu aber noch nicht gemacht, man wolle auch „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben, so der Sprecher. Vergleicht man Februar 2020 mit dem Februar 2019, ergibt sich ein Rückgang um 2,6 Prozent bei den Passagieren und 1,8 Prozent bei den Flugbewegungen.

14.58 Uhr: Virus und Ölpreis-Crash führen zu Panikverkäufen an der Wall Street

Der Ölpreis-Kollaps schürt die Furcht vor einer Pleitewelle in der US-Ölindustrie. Zusammen mit der Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Ausbreitung brockte dies dem US-Standardwerteindex Dow Jones am Montag einen Eröffnungsverlust von 7,1 Prozent auf 24.026,41 Punkte ein. Das ist der größte Kursrutsch seit zehn Jahren.

Auch am deutschen Aktienmarkt sackten die Kurse unmittelbar nach dem Handelsstart ab. In wenigen Minuten raste der Dax fast 1000 Punkte abwärts. Die Gewinne aus dem vergangenen Jahr sind damit fast weg. Am Ölmarkt waren am Morgen die Preise zeitweise um rund 30 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

14.48 Uhr: Merkel fordert entschlossenen Kampf gegen das Coronavirus

Kanzlerin Angela Merkel fordert einen entschlossenen Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Keine Maßnahme sei vergebens, weil es vor allem darum gehe, das Tempo der Ausbreitung zu verlangsamen, sagt Merkel in Berlin. Dies kaufe Zeit für die medizinische Forschung und die Vorbereitung des Gesundheitssystems auf den kommenden Winter, wenn eine schnellere Ausbreitung zu erwarten sei.

14.40 Uhr: Bayern erhöht Bürgschaften um 100 Millionen Euro

Als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus will der Freistaat Bayern seine Bürgschaften für Unternehmen erhöhen. "Wir wollen sogar noch schneller als der Bund unsere eigenen Mittel um 100 Millionen Euro erhöhen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Am Dienstag werde das Kabinett eine entsprechende Erhöhung beschließen.

Im Zuge des Nachtragshaushalts 2020 soll eine so genannte Rückbürgschaft zu Gunsten der LfA Förderbank Bayern in Höhe von 100 Millionen Euro bereit gestellt werden. Sollten bei Unternehmen Kreditausfälle zu verzeichnen seien, würde der Freistaat auf Nachfrage durch die LfA einspringen.

Außerdem kündigte Söder für kommenden Freitag einen Wirtschaftsgipfel der Staatsregierung mit allen Verbänden zum Umgang mit dem Coronavirus an.

14.00 Uhr: Wirtschaftsminister erwartet Messestopp bis Mai

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger geht davon aus, dass bis Mitte Mai in Bayern keine Messen stattfinden. Das bestätigte ein Sprecher des Wirtschaftsministerium dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage. Zuvor hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der Bayerischen Wirtschaft zu Corona davon gesprochen. Das sei ein absolutes Mindestdatum, so Aiwanger. Damit soll sichergestellt werden, dass auch die Messebauer und die Aussteller genügend Vorlauf haben und nicht von kurzfristigen Absagen überrascht werden.

13.40 Uhr: Spahn: Alle sollen Beitrag leisten, um die Corona-Ausbreitung zu verlangsamen

Für Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommt es im Umgang mit dem Coronavirus entschieden darauf an, seine Ausbreitung zu verlangsamen. Andernfalls stehe zu befürchten, dass das Gesundheitssystem nicht weiter funktionsfähig bleibe. Zur Verlangsamung der Ausbreitung "kann und sollte jeder mithelfen", so der Gesundheitsminister auf einer Pressekonferenz zur gegenwärtigen Corona-Lage in Berlin. Jeder müsse sich die Frage stellen, auf was er oder sie in den nächsten Monaten verzichten könne. "Es ist sicher leichter, auf ein Konzert, einen Club-Besuch, ein Fußballspiel zu verzichten als auf den täglichen Weg zu Arbeit", sagte Spahn. Gleichzeitig sollten Arbeitnehmer bereit sein, Arbeiten von zu Hause aus zu ermöglichen.

Der Minister beließ es bei seiner bloßen Empfehlung an die Verantwortlichen, geplante Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern abzusagen. "Es ist Rechtslage in Deutschland, dass es die lokalen Behörden entscheiden", sagte Spahn. Das gelte auch für den anstehenden Parteitag der Union Ende April. "Ich empfehle meiner Partei, mit der zuständigen Gesundheitsbehörde genau diese Frage zu erörtern und sich alle Optionen offen zu halten", so der Gesundheitsminister.

12.50 Uhr: Weniger Grippe-Fälle in Bayern

Die Zahl der Neuerkrankungen mit der Virusgrippe (Influenza) ist in Bayern in der zurückliegenden Woche deutlich gesunken. Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit haben sich in der neunten Kalenderwoche 5.880 Menschen mit dem Grippevirus angesteckt. In der Vorwoche waren es - inklusive Nachmeldungen - noch mehr als 7.000 neue Grippe-Fälle. Insgesamt erkrankten in den ersten neun Wochen des laufenden Jahres im Freistaat 38.571 Menschen an der Virusgrippe. Das sind 8.319 Erkrankte mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

12.22 Uhr: Deutscher Coronavirus-Toter ist Hamburger Feuerwehrmann

Der in Ägypten am Coronavirus gestorbene Deutsche ist ein in Hamburg arbeitender Feuerwehrmann mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein, sagte ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde am Montag. Der 60-Jährige ist der erste Deutsche, der nachgewiesenermaßen an der neuartigen Lungenerkrankung Covid-19 gestorben ist. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" hatte der Mann eine Nilkreuzfahrt mit seiner Frau gemacht. Seine Frau sei bereits nach Hamburg zurückgekehrt.

10.36 Uhr: Quarantäne für Kinobesucher aus Neu-Ulm beendet

Drei Kinobesucher aus dem Landkreis Neu-Ulm, die vor zwei Wochen neben einem an Corona erkrankten Mann aus dem Landkreis Göppingen saßen und sich seitdem in "häuslicher Absonderung" befanden, haben sich nicht angesteckt. Das teilte das Landratsamt Neu-Ulm mit. Auch der jüngste Rachenabstrich blieb negativ, das Coronavirus konnte nicht nachgewiesen werden. Die Quarantäne für die drei Kinobesucher endet damit. Sie dürfen ab heute wieder ihrem gewohnten Alltag nachgehen.

09.30 Uhr: Mehr als 1.000 Coronavirus-Infektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der mit dem Virus infizierten Personen bis Montagvormittag auf 1.112 angestiegen. Am Sonntagnachmittag hatte das Robert-Koch-Institut noch 902 Krankheitsfälle gemeldet. Die meisten Erkrankungen wurden weiter in Nordrhein-Westfalen mit nun 484 Fällen registriert. Dort stieg die Zahl der Infektionen am stärksten an, gefolgt von Bayern, wo es inzwischen 256 Krankheitsfälle gibt.

09.15 Uhr: Dax stürzt zur Eröffnung knapp acht Prozent ab

Der Einbruch des Ölpreises und die Coronavirus-Krise lassen den Dax abrutschen. Der deutsche Leitindex büßte zur Eröffnung am Montag um bis zu 7,8 Prozent auf 10.637,02 Punkte ein. Damit steuerte er auf den größten Tagesverlust seit mehr als 18 Jahren zu.

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Börsenhändler sitzen im Handelssaal der Börse in Frankfurt an ihren Monitoren

07.23 Uhr: Ölpreise mit stärkstem Einbruch seit 1991

Am Ölmarkt sind die Preise zum Wochenauftakt abgestürzt. Am Montagmorgen fielen die Notierungen für Rohöl aus der Nordsee und für US-Öl um jeweils etwa 30 Prozent - der stärkste prozentuale Einbruch seit fast 30 Jahren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 32,83 US-Dollar. Damit lag der Preis 12,44 Dollar niedriger als am Freitag.

Als Ursache für den Ölpreis-Crash gelten die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den in der sogenannten Opec+ zusammengefassten Förderländern wie Russland. Außerdem belastet die Sorge vor den wirtschaftlichen Folge der Coronavirus-Krise. Die Ölpreise sind somit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen.

06.45 Uhr Kommunalwahl: Großes Interesse an Briefwahl

Das Interesse an der Briefwahl ist vor den Kommunalwahlen in Bayern am kommenden Sonntag, 15. März, sehr groß. Vielerorts übertraf eine Woche vor der Wahl die Zahl der Briefwahlanträge die Zahl der Briefwähler bei den Kommunalwahlen 2014. Das ergab eine dpa-Umfrage in zehn Städten. So wurden in Augsburg zum Ende der vergangenen Woche bereits rund 40.600 Briefwahlanträge gestellt. Bei der Wahl 2014 seien es letztlich rund 27.680 Briefwähler gewesen, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. In Würzburg wurden bis Donnerstag rund 31.600 Anträge auf Briefwahl gestellt. 2014 gab es laut der Stadt rund 25.000 Briefwähler. Ähnlich hohe Zahlen melden die Städte München, Nürnberg, Landshut, Regensburg, Ingolstadt, Schweinfurt, Bamberg und Straubing.

Bei den bayerischen Kommunalwahlen werden in 24 der 25 kreisfreien Städte die Oberbürgermeister und in 64 der 71 Landkreise die Landräte gewählt.

06.45 Uhr Infektiologe: Keine besondere Ansteckungsgefahr in Wahlkabine

Bei den Kommunalwahlen in Bayern muss Fachleuten zufolge wegen der Coronavirus-Infektionen niemand zuhause bleiben oder die Briefwahl beantragen. Eine Ansteckung mit dem neuartigen Erreger Sars-CoV-2 wie auch mit Erkältung oder Grippe in der Wahlkabine sei unwahrscheinlich, sagte der Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene DGKH, Peter Walger. Allerdings sollten hier wie auch sonst im öffentlichen Leben Vorsichtsmaßregeln gelten, sagte der Infektiologe. Regelmäßiges Händewaschen verhindere, dass man Keime an die Schleimhäute der Atemwege bringe und sich darüber infiziere.