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Rückblick-Ticker zum Coronavirus: Teil 1 | BR24

© Silas Stein/dpa-Bildfunk

Eine Flugbegleiterin mit Mundschutz am Terminal 2 des Flughafen Frankfurt. Aufgrund des Coronavirus sind zahlreiche Flüge gestrichen worden.

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Rückblick-Ticker zum Coronavirus: Teil 1

Seit Anfang des Jahres breitet sich Covid-19 weltweit aus. Mehrere zehntausend Menschen haben sich inzwischen an dem Coronavirus infiziert. Eine Übersicht zu den bisherigen Entwicklungen.

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Die aktuellsten Entwicklungen der letzten Tage zum Corona-Virus finden Sie hier im BR24-Liveticker.

21.50 Uhr: Palästinenser rufen Notstand aus

Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat einen 30-tägigen Notstand ausgerufen, nachdem in Bethlehem Virusfälle aufgetreten sind. In einem Dekret heißt es, der Notstand gelte in allen Palästinenser-Gebieten, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh ordnet die Schließung aller Schulen und Kindergärten an sowie die Stornierung von Reservierungen ausländischer Touristen.

20.50 Uhr Russland verschärft Einreisebestimmungen

Moskau hat neue Anti-Corona-Maßnahmen verhängt. Wer aus Deutschland und anderen coronabetroffenen Ländern einreist, muss sich ab sofort melden und 14 Tage lang zuhause in Quarantäne gehen, so ein Erlass des Moskauer Bürgermeisters. Was das für Touristen bedeutet, ist noch unklar.

20.30 Uhr: Berufliches Schulzentrum in München geschlossen

Wegen eines Corona-Falls am Beruflichen Schulzentrum an der Münchner Riesstraße bleibt das Schulzentrum voraussichtlich bis 11. März geschlossen. Das teilte die Stadt München am Abend mit. Ein Schüler sei heute positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Schließung erfolge, um alle nötigen Untersuchungen zu weiteren Kontaktpersonen durchführen zu können. Schüler und Lehrer sollen zuhause bleiben.

Die Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) fordert, künftig nur noch Patienten mit ausgeprägten Krankheitssymptomen in Krankenhäusern zu betreuen. Betroffene ohne oder mit schwachen Symptomen sollten in häuslicher Quarantäne bleiben: "Nur so können wir auf lange Sicht ausreichend Kapazitäten zur Versorgung aller Betroffenen, vor allem der schwer Erkrankten, aufrecht erhalten", so Jacobs. Bislang müssen alle positiven Fälle In Isolierstationen in Krankenhäusern untergebracht werden.

20.21 Uhr: Marathon in Paris wird verschoben

Der Marathonlauf von Paris wird wegen der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie auf den 18. Oktober verlegt. Ursprünglich war die Veranstaltung, für die es rund 60.000 Anmeldungen gebe, für den 5. April geplant, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf den Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) berichtete.

In Frankreich infizierten sich nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 423 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, das waren 138 mehr als noch am Vortag. Sieben Menschen starben bisher im Land, sechs Männer und eine Frau.

20.20 Uhr: US-Kongress genehmigt Milliarden für Kampf gegen Coronavirus

Der US-Kongress stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar (7,5 Mrd. Euro) bereit. Das Gesetz sieht unter anderem drei Mrd. Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Mrd. sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Mio. sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

20.10 Uhr: Sitzung des EU-Parlaments nach Brüssel verlegt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments kommende Woche von Straßburg nach Brüssel verlegt. Parlamentspräsident David Sassoli begründete die Entscheidung mit der Entwicklung der Epidemie in Frankreich.

19.06 Uhr: Nürnberg schließt zwei Schulen

Weil Schulkinder erkrankt sind, schließt die Stadt Nürnberg zwei Schulen. Bei den Erkrankten handle es sich um die Kinder einer Italien-Rückkehrerin aus dem Piemont. Sie besuchen die Grundschule St. Johannis und das Labenwolf-Gymnasium. Weil noch nicht alle Kontaktpersonen der Kinder ermittelt werden konnten, fällt der Unterricht an den beiden Schulen morgen aus.

18.30 Uhr Erster Todesfall in Großbritannien

In Großbritannien ist nach einem Bericht der BBC zum ersten Mal ein Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es habe sich um einen älteren Patienten gehandelt.

18.49 Uhr: Mitarbeiter der Uni Würzburg infiziert - Lehrbetrieb geht weiter

Ein Mitarbeiter der Universität Würzburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Universitätsleitung mitteilte, hat er die Auflage erhalten, zuhause zu bleiben. Der Lehrbetrieb geht jedoch weiter. Die an der Universität Beschäftigten und die Studierenden sind per E-Mail über den Infektionsfall informiert und darum gebeten worden, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Momentan ist vorlesungsfreie Zeit und damit generell weniger Betrieb an den Universitäten in Bayern.

18.58 Uhr: Italien meldet bereits knapp 150 Tote

Die italienische Regierung stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Wiederankurbelung der Wirtschaft 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Italien hat derzeit in Europa die meisten Corona-Fälle. Der Zivilschutz meldete am Donnerstagabend 41 neue Todesfälle, das ist die höchste Opferzahl innerhalb eines Tages. Insgesamt starben damit seit Ausbruch der Epidemie in Italien im vergangenen Monat bereits 148 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Zugleich wurden 769 neue Infektionsfälle bestätigt, insgesamt sind es in Italien nun 3.858.

18.20 Uhr: 73 Fälle in Bayern seit einer Woche

Das bayerische Gesundheitsministerium hat ein weiteres Mal über die aktuelle Coronavirus-Entwicklung informiert. Bis zum Abend wurden weitere sieben Infektionen bestätigt. Aus Mittelfranken wurden weitere vier Fälle aus Erlangen gemeldet. Je ein Fall wurde aus dem oberbayerischen Landkreis Starnberg, aus München und aus dem unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gemeldet. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 73 nachgewiesene Coronavirus-Fälle in Freistaat. Inklusive der 14 bereits genesenen Personen haben sich also bislang 87 Menschen infiziert.

16.30 Uhr Opec schlägt wegen Coronavirus Förderkürzung vor

Wegen des Corona-Virus ist der Ölpreis nach unten gerauscht. Die Opec will gegensteuern und die Fördermenge reduzieren. Bei einem Treffen in Wien hieß es, die Produktion von Öl solle um 1,5 Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren werden. Ein Barrel sind 159 Liter.

16.20 Uhr Rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne

Nach Verhängung strenger Einreisebestimmungen aus Sorge vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus befinden sich nach Medienberichten vom Donnerstag rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne. Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien dürfen nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums außerdem nicht mehr einreisen - es sei denn, sie können glaubhaft versichern, dass sie eine zweiwöchige häusliche Quarantäne einhalten können. Davon nicht betroffen sind Personen, die mit Transitflügen über diese fünf Länder nach Israel kommen. Die Auflagen gelten von Freitag um 07.00 Uhr (MEZ) an. Touristen, die sich bereits im Land aufhalten, können ihre Reise fortsetzen, solange sie keine Krankheitssymptome aufweisen

16.10 Uhr Österreichs Heer lieferte 1,6 Millionen Schutzmasken an Behörden

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat in Österreich das Bundesheer 1,6 Millionen Atemschutzmasken aus der eisernen Reserve an die Behörden ausgeliefert. Die Verteilung sei nun abgeschlossen, berichtete das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Die Schutzmasken waren bei der Vogelgrippe 2006 von der damaligen Gesundheitsministerin angeschafft worden und lagerten seitdem in den Depots der Armee. Sie tragen das Haltbarkeitsdatum 2016, seien bei Tests aber für immer noch tauglich befunden worden, so das Ministerium.

15.50 Uhr Borussia Dortmund fliegt mit eigener Maschine nach Paris

Als Vorsichtsmaßnahme nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Dienstag nicht gewohnt mit Sponsoren und Medienvertretern zusammen zum Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain fliegen. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wird das Team separat im kleinen Kreis in die französische Metropole reisen. Das Hinspiel hatte der BVB gegen das Team von Dortmunds Ex-Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 gewonnen. Bereits unter der Woche hatte der Club mitgeteilt, dass Spieler und Trainer vorübergehend keine Selfies machen und Autogramme geben werden.

DFB-Länderspiel gegen Italien in Gefahr

Die Stadt Nürnberg macht sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien stark. "Nach heutigen Erkenntnissen wird sich die Stadt Nürnberg für eine Absage des Länderspiels einsetzen. Es werden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet", sagte Umwelt- und Gesundheitsreferent Peter Pluschke bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Ob die Begegnung wirklich abgesagt wird, soll im Laufe der kommenden Woche in enger Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Stadionbetreibergesellschaft entschieden werden.

15.00 Uhr Lufthansa streicht mehr als 7.000 Flüge im März

Die Lufthansa hat wegen der mit dem Coronavirus einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7.100 Flüge gestrichen. Das Streichen von ganzen Strecken und geringere Frequenzen entspreche rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Damit sind die Sitzplatzkontingente von 125 Kurz- und Mittelstrecken sowie 25 Langstreckenflugzeugen der insgesamt 770 Maschinen großen Flotte des Konzerns aus dem Flugplan genommen. Schwerpunkte der Stornierungen sind Flüge im Inland sowie im stark vom Coronavirus betroffenen Norditalien. Aber auch viele andere Strecken in Europa, insgesamt bis zu 25 Prozent aller Verbindungen, sind betroffen.

14.30 Uhr weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern - insgesamt 66 Fälle

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis zum frühen Donnerstagnachmittag weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 66 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

13.40 Uhr: Saudi-Arabien räumt Pilgerstätten und setzt Wallfahrt aus

Saudi-Arabien hat die Umrah, die kleine Wallfahrt nach Mekka und Medina, ausgesetzt. Dies gilt sowohl für Einheimische als auch für Einwohner mit ausländischen Staatsbürgerschaften. Für ausländische Pilger, die die beiden Städte besuchen wollten, hatte das Königreich bereits die Grenzen dicht gemacht.

Auch jüdische Gemeinschaften rufen ihre Gläubigen zu Vorsicht auf und befürworten, zum Beispiel das Küssen gemeinschaftlich genutzter Gebetsbücher und der traditionellen Schriftkapseln an Türrahmen zu unterlassen. Gläubige sollen zu Hause bleiben, wenn sie sich krank fühlen, auch wenn sie in das Trauergebet Kaddisch eingebunden sind.

13.11 Uhr: Münchner Immobilienmesse verschoben

Die Münchner Immobilienmesse wird verschoben. Statt wie geplant zwischen 20. und 22. März soll die Messe nun vom 24. bis zum 26. April stattfinden. Obwohl es sich nicht um eine internationale Großveranstaltung handle, habe man sich entschlossen, dem Rat des Gesundheitsministeriums und des Münchner Gesundheitsamts zu folgen, teilten die Veranstalter mit. Auch die große Stuttgarter Bildungsmesse didacta wird verschoben. Sie hätte eigentlich vom 26. bis zum 28. März stattfinden sollen.

11.47 Uhr: Mehr als 50 neue Coronavirus-Fälle innerhalb einer Woche

In Bayern gibt es laut Gesundheitsministerium zwölf neue Corona-Fälle. Laut bayerischem Gesundheitsministerium stammen die Neu-Erkrankten aus Würzburg, den Landkreisen Miesbach, Neu-Ulm, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstädt. In München sind zwei Menschen positiv getestet.

Das Landratsamt im Landkreis Oberallgäu meldet außerdem einen weiteren Fall, den ersten in der Region. Nach Angaben des Landratsamts handelt es sich bei der Erkrankten um eine Frau, die in Bologna auf einer Veranstaltung war. Nimmt man diesen Fall hinzu, ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Menschen binnen einer Woche auf 55 gestiegen. Insgesamt wurde das Virus bei 69 Menschen nachgewiesen. 14 sind bereits wieder gesund, alle sind Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto.

11.35 Uhr: Robert-Koch-Institut rechnet mit baldigen Gegenmitteln

Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass es für Erkrankte schon in Kürze Therapeutika geben wird. "Wir sind optimistisch, dass in den nächsten Wochen solche Medikamente dann auch in Deutschland eingesetzt werden", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Er verwies auf viele laufende Studien, insbesondere in China. Einen effektiven und zugelassenen Impfstoff werde es indes nicht so schnell geben, so Wieler.

11.29 Uhr: Italien sagt Gottesdienste unter der Woche ab

In einigen italienischen Regionen finden wegen des Virus von Montag bis Samstag keine Gottesdienste mehr statt. Die Bischofskonferenz entschließt sich dazu, die Messen von Montag bis Samstag in der Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna sowie in den Provinzen Savona (Ligurien) und Pesaro sowie Urbino (Marken) zu streichen. Der Schritt ist im katholisch geprägten Italien beispiellos. Während der Fastenzeit gehen üblicherweise mehr Gläubige auch unter der Woche in die Kirchen. Italien ist in Europa am stärksten von Corona betroffen. Auch Schulen und Universitäten sind vorerst geschlossen.

10.42 Uhr: Corona-Fall bei Hypovereinsbank in München

In München wurde eine Person eines externen Dienstleisters der HypoVereinsbank am Standort Tucherpark positiv auf den Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen den Raum, in dem die Person tätig war, umgehend geschlossen. Die relevanten Teile des Gebäudes seien gründlich gereinigt und desinfiziert worden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Darüber hinaus habe man sich mit allen Mitarbeitern, die möglicherweise kürzlich in engem Kontakt mit der Person standen, in Verbindung gesetzt und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Quarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Aus internen Mitarbeiterkreisen ist zu hören, die Person habe sich in den vergangenen Wochen privat in Asien aufgehalten. In den anderen Gebäuden des Areals am Tucherpark würde wie gewohnt weitergearbeitet.

10.03 Uhr: Erster Todesfall in der Schweiz wegen Coronavirus

In der Schweiz ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das teilte die Polizei im Kanton Waadt am Donnerstag mit. Der 74-jährige Mann sei ein Risikopatient gewesen, weil er Vorerkrankungen hatte. Er wurde seit dem 3. März im Krankenhaus in Lausanne am Genfersee behandelt. Schweizweit gehen die Behörden inzwischen von mehreren Dutzend Infektionen aus. Rund 60 wurden bereits von einem Referenzlabor in einem zweiten Test definitiv bestätigt. Bei weiteren etwa 40 Menschen wurden das Virus in einem ersten Test nachgewiesen.

09.50: Haustiere können Coronavirus wohl nicht übertragen

Es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass Haustiere eine Infektionsquelle für das Coronavirus sein könnten. Auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation heißt es, es gebe bisher keinen Beweis dafür, dass Haustiere mit dem Virus infiziert werden können. Andere Gesundheitsexperten halten es zwar für möglich, aber zugleich für unwahrscheinlich, dass Haustiere das Virus weiter verbreiten.

09.30 Uhr: BDI warnt wegen Coronavirus vor Rezession in Deutschland

Angesichts der Folgen für die Wirtschaft durch das Coronavirus sieht die Industrie die Gefahr einer Rezession in Deutschland erheblich gestiegen. Im neuen Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie heißt es, das wirtschaftliche Wachstum drohe fast zum Erliegen zu kommen. Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern, erwarte der BDI für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Das wäre die erste Rezession seit mehr als 10 Jahren. Der bayerische Autobauer Audi hat mitgeteilt, seine Jahrespressekonferenz Mitte März nur online durchzuführen, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. In Unterhaching, Würzburg und Vilshofen bleiben drei Schulen wegen des Coronavirus geschlossen.

09.15 Uhr: Erste Infektionen mit Coronavirus in Ungarn bestätigt

In Ungarn wurden erstmals Infektionen mit dem neuen Coronavirus festgestellt. Infiziert sind zwei Studenten aus dem Iran, wie das ungarische Gesundheitsamt am Mittwochabend mitteilte. Wahrscheinlich hätten sich die beiden im Iran infiziert, erklärte die Behörde weiter. Sie wurden in ein Budapester Krankenhaus gebracht. Einer der beiden Patienten studiert den Angaben zufolge in Budapest, der andere in der westungarischen Stadt Györ.

09.13 Uhr: Japan-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi verschoben

Ein geplanter Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Japan wird verschoben. Das sagte der japanische Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Donnerstag. Grund seien die Auswirkungen des neuen Coronavirus in beiden Ländern. Der Besuch war für April erwartet worden, doch er werde verschoben, um fruchtbar sein zu können, sagte Suga.

08.29 Uhr: Facebook schließt nach Corona-Fall Niederlassung in Seattle

Facebook schließt in Seattle eine Niederlassung, nachdem dort bei einem freien Mitarbeiter eine Coronavirus-Infektion festgestellt wurde. Das Büro bleibe bis zum 9. März zu, teilt das soziale Netzwerk mit. Zudem würden Mitarbeiter in allen Niederlassungen in Seattle ermutigt, bis Ende März von zu Hause aus zu arbeiten. In der Stadt im nordwestlichen Bundesstaat Washington gibt es mit mindestens 39 bestätigten Erkrankungen die meisten Corona-Fälle der USA.

07.47 Uhr: Maori verzichten wegen Coronavirus auf Nasengruß

Die Ureinwohner in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington wollen in Zeiten des Coronavirus auf den traditionellen Nasengruß verzichten, den Hongi. Das Ganze sei kein Verbot, aber eine Sache des gesunden Menschenverstands, machte Stammeschef Kura Moeahu am Donnerstag im Sender Radio New Zealand deutlich. Bei den Maori werden die Nasen aneinander gedrückt, damit man den Lebensatem des Gegenübers spürt. Zu sehen war das Ritual beispielsweise beim Besuch von Prinz Charles im vergangenen Jahr. In Neuseeland gibt es drei nachgewiesene Fälle des Virus Sars-CoV-2.

04.41 Uhr: Zahl der Infektionen steigt in Südkorea unvermindert an

Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Seit Mittwoch seien 438 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Damit sei die Gesamtzahl auf bisher 5.766 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte demnach seit dem Vortag um drei auf 35. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo die Lungenkrankheit Covid-19 Ende Dezember zuerst ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

Die Regierung teilte am Donnerstag mit, dass auch die in der Region liegende Stadt Gyeongsan wie bereits Daegu und Cheongdo zur speziellen Kontrollzone ausgerufen worden sei. Die Regierung hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Seitdem versuchen die Behörden, vor allem die Ausbreitung des neuen Coronavirus im Südosten des Landes einzugrenzen.

20.30 Uhr: Berufliches Schulzentrum in München geschlossen

Wegen eines Corona-Falls am Beruflichen Schulzentrum an der Münchner Riesstraße bleibt das Schulzentrum voraussichtlich bis 11. März geschlossen. Das teilte die Stadt München am Abend mit. Ein Schüler sei heute positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die Schließung erfolge, um alle nötigen Untersuchungen zu weiteren Kontaktpersonen durchführen zu können. Schüler und Lehrer sollen zuhause bleiben.

Die Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) fordert, künftig nur noch Patienten mit ausgeprägten Krankheitssymptomen in Krankenhäusern zu betreuen. Betroffene ohne oder mit schwachen Symptomen sollten in häuslicher Quarantäne bleiben: "Nur so können wir auf lange Sicht ausreichend Kapazitäten zur Versorgung aller Betroffenen, vor allem der schwer Erkrankten, aufrecht erhalten", so Jacobs. Bislang müssen alle positiven Fälle In Isolierstationen in Krankenhäusern untergebracht werden.

20.21 Uhr: Marathon in Paris wird verschoben

Der Marathonlauf von Paris wird wegen der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie auf den 18. Oktober verlegt. Ursprünglich war die Veranstaltung, für die es rund 60.000 Anmeldungen gebe, für den 5. April geplant, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend unter Berufung auf den Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) berichtete.

In Frankreich infizierten sich nach jüngsten Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 423 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus, das waren 138 mehr als noch am Vortag. Sieben Menschen starben bisher im Land, sechs Männer und eine Frau.

20.20 Uhr: US-Kongress genehmigt Milliarden für Kampf gegen Coronavirus

Der US-Kongress stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus neue Finanzmittel in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar (7,5 Mrd. Euro) bereit. Das Gesetz sieht unter anderem drei Mrd. Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Mrd. sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Mio. sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

20.10 Uhr: Sitzung des EU-Parlaments nach Brüssel verlegt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die Plenarsitzung des Europäischen Parlaments kommende Woche von Straßburg nach Brüssel verlegt. Parlamentspräsident David Sassoli begründete die Entscheidung mit der Entwicklung der Epidemie in Frankreich.

19.06 Uhr: Nürnberg schließt zwei Schulen

Weil Schulkinder erkrankt sind, schließt die Stadt Nürnberg zwei Schulen. Bei den Erkrankten handle es sich um die Kinder einer Italien-Rückkehrerin aus dem Piemont. Sie besuchen die Grundschule St. Johannis und das Labenwolf-Gymnasium. Weil noch nicht alle Kontaktpersonen der Kinder ermittelt werden konnten, fällt der Unterricht an den beiden Schulen morgen aus.

18.30 Uhr Erster Todesfall in Großbritannien

In Großbritannien ist nach einem Bericht der BBC zum ersten Mal ein Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es habe sich um einen älteren Patienten gehandelt.

18.49 Uhr: Mitarbeiter der Uni Würzburg infiziert - Lehrbetrieb geht weiter

Ein Mitarbeiter der Universität Würzburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Universitätsleitung mitteilte, hat er die Auflage erhalten, zuhause zu bleiben. Der Lehrbetrieb geht jedoch weiter. Die an der Universität Beschäftigten und die Studierenden sind per E-Mail über den Infektionsfall informiert und darum gebeten worden, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Momentan ist vorlesungsfreie Zeit und damit generell weniger Betrieb an den Universitäten in Bayern.

18.58 Uhr: Italien meldet bereits knapp 150 Tote

Die italienische Regierung stellt für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Wiederankurbelung der Wirtschaft 7,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Italien hat derzeit in Europa die meisten Corona-Fälle. Der Zivilschutz meldete am Donnerstagabend 41 neue Todesfälle, das ist die höchste Opferzahl innerhalb eines Tages. Insgesamt starben damit seit Ausbruch der Epidemie in Italien im vergangenen Monat bereits 148 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Zugleich wurden 769 neue Infektionsfälle bestätigt, insgesamt sind es in Italien nun 3.858.

18.20 Uhr: 73 Fälle in Bayern seit einer Woche

Das bayerische Gesundheitsministerium hat ein weiteres Mal über die aktuelle Coronavirus-Entwicklung informiert. Bis zum Abend wurden weitere sieben Infektionen bestätigt. Aus Mittelfranken wurden weitere vier Fälle aus Erlangen gemeldet. Je ein Fall wurde aus dem oberbayerischen Landkreis Starnberg, aus München und aus dem unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gemeldet. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 73 nachgewiesene Coronavirus-Fälle in Freistaat. Inklusive der 14 bereits genesenen Personen haben sich also bislang 87 Menschen infiziert.

16.30 Uhr Opec schlägt wegen Coronavirus Förderkürzung vor

Wegen des Corona-Virus ist der Ölpreis nach unten gerauscht. Die Opec will gegensteuern und die Fördermenge reduzieren. Bei einem Treffen in Wien hieß es, die Produktion von Öl solle um 1,5 Millionen Barrel pro Tag heruntergefahren werden. Ein Barrel sind 159 Liter.

16.20 Uhr Rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne

Nach Verhängung strenger Einreisebestimmungen aus Sorge vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus befinden sich nach Medienberichten vom Donnerstag rund 100.000 Israelis in Heimquarantäne. Reisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien dürfen nach einer Entscheidung des Gesundheitsministeriums außerdem nicht mehr einreisen - es sei denn, sie können glaubhaft versichern, dass sie eine zweiwöchige häusliche Quarantäne einhalten können. Davon nicht betroffen sind Personen, die mit Transitflügen über diese fünf Länder nach Israel kommen. Die Auflagen gelten von Freitag um 07.00 Uhr (MEZ) an. Touristen, die sich bereits im Land aufhalten, können ihre Reise fortsetzen, solange sie keine Krankheitssymptome aufweisen

16.10 Uhr Österreichs Heer lieferte 1,6 Millionen Schutzmasken an Behörden

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat in Österreich das Bundesheer 1,6 Millionen Atemschutzmasken aus der eisernen Reserve an die Behörden ausgeliefert. Die Verteilung sei nun abgeschlossen, berichtete das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Die Schutzmasken waren bei der Vogelgrippe 2006 von der damaligen Gesundheitsministerin angeschafft worden und lagerten seitdem in den Depots der Armee. Sie tragen das Haltbarkeitsdatum 2016, seien bei Tests aber für immer noch tauglich befunden worden, so das Ministerium.

15.50 Uhr Borussia Dortmund fliegt mit eigener Maschine nach Paris

Als Vorsichtsmaßnahme nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund am Dienstag nicht gewohnt mit Sponsoren und Medienvertretern zusammen zum Champions-League-Spiel bei Paris Saint-Germain fliegen. Wie der Verein am Donnerstag bestätigte, wird das Team separat im kleinen Kreis in die französische Metropole reisen. Das Hinspiel hatte der BVB gegen das Team von Dortmunds Ex-Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 gewonnen. Bereits unter der Woche hatte der Club mitgeteilt, dass Spieler und Trainer vorübergehend keine Selfies machen und Autogramme geben werden.

DFB-Länderspiel gegen Italien in Gefahr

Die Stadt Nürnberg macht sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus für eine Absage des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien stark. "Nach heutigen Erkenntnissen wird sich die Stadt Nürnberg für eine Absage des Länderspiels einsetzen. Es werden viele Fans auch aus den Risikogebieten Norditaliens erwartet", sagte Umwelt- und Gesundheitsreferent Peter Pluschke bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Ob die Begegnung wirklich abgesagt wird, soll im Laufe der kommenden Woche in enger Absprache mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Stadionbetreibergesellschaft entschieden werden.

15.00 Uhr Lufthansa streicht mehr als 7.000 Flüge im März

Die Lufthansa hat wegen der mit dem Coronavirus einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7.100 Flüge gestrichen. Das Streichen von ganzen Strecken und geringere Frequenzen entspreche rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Damit sind die Sitzplatzkontingente von 125 Kurz- und Mittelstrecken sowie 25 Langstreckenflugzeugen der insgesamt 770 Maschinen großen Flotte des Konzerns aus dem Flugplan genommen. Schwerpunkte der Stornierungen sind Flüge im Inland sowie im stark vom Coronavirus betroffenen Norditalien. Aber auch viele andere Strecken in Europa, insgesamt bis zu 25 Prozent aller Verbindungen, sind betroffen.

14.30 Uhr weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern - insgesamt 66 Fälle

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass bis zum frühen Donnerstagnachmittag weitere 12 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 66 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

13.40 Uhr: Saudi-Arabien räumt Pilgerstätten und setzt Wallfahrt aus

Saudi-Arabien hat die Umrah, die kleine Wallfahrt nach Mekka und Medina, ausgesetzt. Dies gilt sowohl für Einheimische als auch für Einwohner mit ausländischen Staatsbürgerschaften. Für ausländische Pilger, die die beiden Städte besuchen wollten, hatte das Königreich bereits die Grenzen dicht gemacht.

Auch jüdische Gemeinschaften rufen ihre Gläubigen zu Vorsicht auf und befürworten, zum Beispiel das Küssen gemeinschaftlich genutzter Gebetsbücher und der traditionellen Schriftkapseln an Türrahmen zu unterlassen. Gläubige sollen zu Hause bleiben, wenn sie sich krank fühlen, auch wenn sie in das Trauergebet Kaddisch eingebunden sind.

13.11 Uhr: Münchner Immobilienmesse verschoben

Die Münchner Immobilienmesse wird verschoben. Statt wie geplant zwischen 20. und 22. März soll die Messe nun vom 24. bis zum 26. April stattfinden. Obwohl es sich nicht um eine internationale Großveranstaltung handle, habe man sich entschlossen, dem Rat des Gesundheitsministeriums und des Münchner Gesundheitsamts zu folgen, teilten die Veranstalter mit. Auch die große Stuttgarter Bildungsmesse didacta wird verschoben. Sie hätte eigentlich vom 26. bis zum 28. März stattfinden sollen.

11.47 Uhr: Mehr als 50 neue Coronavirus-Fälle innerhalb einer Woche

In Bayern gibt es laut Gesundheitsministerium zwölf neue Corona-Fälle. Laut bayerischem Gesundheitsministerium stammen die Neu-Erkrankten aus Würzburg, den Landkreisen Miesbach, Neu-Ulm, Aichach-Friedberg und Erlangen-Höchstädt. In München sind zwei Menschen positiv getestet.

Das Landratsamt im Landkreis Oberallgäu meldet außerdem einen weiteren Fall, den ersten in der Region. Nach Angaben des Landratsamts handelt es sich bei der Erkrankten um eine Frau, die in Bologna auf einer Veranstaltung war. Nimmt man diesen Fall hinzu, ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Menschen binnen einer Woche auf 55 gestiegen. Insgesamt wurde das Virus bei 69 Menschen nachgewiesen. 14 sind bereits wieder gesund, alle sind Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto.

11.35 Uhr: Robert-Koch-Institut rechnet mit baldigen Gegenmitteln

Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass es für Erkrankte schon in Kürze Therapeutika geben wird. "Wir sind optimistisch, dass in den nächsten Wochen solche Medikamente dann auch in Deutschland eingesetzt werden", sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. Er verwies auf viele laufende Studien, insbesondere in China. Einen effektiven und zugelassenen Impfstoff werde es indes nicht so schnell geben, so Wieler.

11.29 Uhr: Italien sagt Gottesdienste unter der Woche ab

In einigen italienischen Regionen finden wegen des Virus von Montag bis Samstag keine Gottesdienste mehr statt. Die Bischofskonferenz entschließt sich dazu, die Messen von Montag bis Samstag in der Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna sowie in den Provinzen Savona (Ligurien) und Pesaro sowie Urbino (Marken) zu streichen. Der Schritt ist im katholisch geprägten Italien beispiellos. Während der Fastenzeit gehen üblicherweise mehr Gläubige auch unter der Woche in die Kirchen. Italien ist in Europa am stärksten von Corona betroffen. Auch Schulen und Universitäten sind vorerst geschlossen.

10.42 Uhr: Corona-Fall bei Hypovereinsbank in München

In München wurde eine Person eines externen Dienstleisters der HypoVereinsbank am Standort Tucherpark positiv auf den Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen den Raum, in dem die Person tätig war, umgehend geschlossen. Die relevanten Teile des Gebäudes seien gründlich gereinigt und desinfiziert worden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Darüber hinaus habe man sich mit allen Mitarbeitern, die möglicherweise kürzlich in engem Kontakt mit der Person standen, in Verbindung gesetzt und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Quarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Aus internen Mitarbeiterkreisen ist zu hören, die Person habe sich in den vergangenen Wochen privat in Asien aufgehalten. In den anderen Gebäuden des Areals am Tucherpark würde wie gewohnt weitergearbeitet.

10.03 Uhr: Erster Todesfall in der Schweiz wegen Coronavirus

In der Schweiz ist erstmals ein mit dem Coronavirus infizierter Patient gestorben. Das teilte die Polizei im Kanton Waadt am Donnerstag mit. Der 74-jährige Mann sei ein Risikopatient gewesen, weil er Vorerkrankungen hatte. Er wurde seit dem 3. März im Krankenhaus in Lausanne am Genfersee behandelt. Schweizweit gehen die Behörden inzwischen von mehreren Dutzend Infektionen aus. Rund 60 wurden bereits von einem Referenzlabor in einem zweiten Test definitiv bestätigt. Bei weiteren etwa 40 Menschen wurden das Virus in einem ersten Test nachgewiesen.

09.50: Haustiere können Coronavirus wohl nicht übertragen

Es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass Haustiere eine Infektionsquelle für das Coronavirus sein könnten. Auf der Internetseite der Weltgesundheitsorganisation heißt es, es gebe bisher keinen Beweis dafür, dass Haustiere mit dem Virus infiziert werden können. Andere Gesundheitsexperten halten es zwar für möglich, aber zugleich für unwahrscheinlich, dass Haustiere das Virus weiter verbreiten.

09.30 Uhr: BDI warnt wegen Coronavirus vor Rezession in Deutschland

Angesichts der Folgen für die Wirtschaft durch das Coronavirus sieht die Industrie die Gefahr einer Rezession in Deutschland erheblich gestiegen. Im neuen Quartalsbericht des Bundesverbands der Deutschen Industrie heißt es, das wirtschaftliche Wachstum drohe fast zum Erliegen zu kommen. Komme es im zweiten Quartal nicht zu einer wirtschaftlichen Normalisierung in den von der Corona-Epidemie betroffenen Ländern, erwarte der BDI für das Gesamtjahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Das wäre die erste Rezession seit mehr als 10 Jahren. Der bayerische Autobauer Audi hat mitgeteilt, seine Jahrespressekonferenz Mitte März nur online durchzuführen, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. In Unterhaching, Würzburg und Vilshofen bleiben drei Schulen wegen des Coronavirus geschlossen.

09.15 Uhr: Erste Infektionen mit Coronavirus in Ungarn bestätigt

In Ungarn wurden erstmals Infektionen mit dem neuen Coronavirus festgestellt. Infiziert sind zwei Studenten aus dem Iran, wie das ungarische Gesundheitsamt am Mittwochabend mitteilte. Wahrscheinlich hätten sich die beiden im Iran infiziert, erklärte die Behörde weiter. Sie wurden in ein Budapester Krankenhaus gebracht. Einer der beiden Patienten studiert den Angaben zufolge in Budapest, der andere in der westungarischen Stadt Györ.

09.13 Uhr: Japan-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi verschoben

Ein geplanter Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Japan wird verschoben. Das sagte der japanische Kabinettssekretär Yoshihide Suga am Donnerstag. Grund seien die Auswirkungen des neuen Coronavirus in beiden Ländern. Der Besuch war für April erwartet worden, doch er werde verschoben, um fruchtbar sein zu können, sagte Suga.

08.29 Uhr: Facebook schließt nach Corona-Fall Niederlassung in Seattle

Facebook schließt in Seattle eine Niederlassung, nachdem dort bei einem freien Mitarbeiter eine Coronavirus-Infektion festgestellt wurde. Das Büro bleibe bis zum 9. März zu, teilt das soziale Netzwerk mit. Zudem würden Mitarbeiter in allen Niederlassungen in Seattle ermutigt, bis Ende März von zu Hause aus zu arbeiten. In der Stadt im nordwestlichen Bundesstaat Washington gibt es mit mindestens 39 bestätigten Erkrankungen die meisten Corona-Fälle der USA.

07.47 Uhr: Maori verzichten wegen Coronavirus auf Nasengruß

Die Ureinwohner in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington wollen in Zeiten des Coronavirus auf den traditionellen Nasengruß verzichten, den Hongi. Das Ganze sei kein Verbot, aber eine Sache des gesunden Menschenverstands, machte Stammeschef Kura Moeahu am Donnerstag im Sender Radio New Zealand deutlich. Bei den Maori werden die Nasen aneinander gedrückt, damit man den Lebensatem des Gegenübers spürt. Zu sehen war das Ritual beispielsweise beim Besuch von Prinz Charles im vergangenen Jahr. In Neuseeland gibt es drei nachgewiesene Fälle des Virus Sars-CoV-2.

04.41 Uhr: Zahl der Infektionen steigt in Südkorea unvermindert an

Die Zahl der Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea steigt unvermindert an. Seit Mittwoch seien 438 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Damit sei die Gesamtzahl auf bisher 5.766 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, kletterte demnach seit dem Vortag um drei auf 35. In keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo die Lungenkrankheit Covid-19 Ende Dezember zuerst ausgebrochen war, wurden bisher mehr Infektionsfälle gemeldet.

Die Regierung teilte am Donnerstag mit, dass auch die in der Region liegende Stadt Gyeongsan wie bereits Daegu und Cheongdo zur speziellen Kontrollzone ausgerufen worden sei. Die Regierung hatte am 23. Februar die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Seitdem versuchen die Behörden, vor allem die Ausbreitung des neuen Coronavirus im Südosten des Landes einzugrenzen.

03.30 Uhr: Opec auch wegen Coronavirus vor schwieriger Sitzung

Das Ölkartell Opec berät am Donnerstag an seinem Hauptsitz in Wien über weitere Kürzungen der Rohölproduktion. Zuletzt ist der Ölpreis auch aufgrund des neuartigen Coronavirus kräftig unter Druck geraten und lag für ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent zeitweise unter 51 US-Dollar. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht sogar davon aus, dass die Rohöl-Nachfrage erstmals seit zehn Jahren zurückgehen wird.

01.56 Uhr: Kalifornien ruft Notstand wegen Coronavirus aus

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hat am Donnerstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Seine Entscheidung erfolgte nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des ersten Todesfalls in dem Westküsten-Staat. "Mit 53 positiv getesteten Fällen ist dieses (Virus) nicht mehr nur in einem Teil unseres Staates isoliert", sagte Newsom. Per Notstandserklärung können im Ernstfall rasch Gelder und andere Hilfsmittel mobilisiert werden. In Kalifornien wird bei Naturkatastrophen wie Waldbränden oder Erdbeben oft der Notstand ausgerufen, um Soforthilfe besser koordinieren zu können.

Aus Angst vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sitzen erneut rund 2.500 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff fest. Vor der Küste Kaliforniens sei die "Grand Princess" gestoppt worden, weil elf Passagiere sowie zehn Besatzungsmitglieder entsprechende Symptome gezeigt hätten, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch vor Journalisten. Sie sollten nun auf den Erreger getestet werden.

Das Schiff war auf der Rückkehr von Hawaii nach San Francisco. Zuvor hatte die "Grand Princess" eine Reise nach Mexiko absolviert. An Bord war dabei auch ein 71-Jähriger, der letztlich an der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 starb, wie der Gouverneur und die Reederei Princess Cruises mitteilten. Er ist der erste Todesfall durch das Virus in Kalifornien. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA auf elf. In den USA sind bislang mehr als 100 Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt. Besonders betroffen ist der westliche Bundesstaat Washington.

01.42 Uhr: Weitere Coronavirus-Fälle in Würzburg und Unterhaching

In Würzburg und Unterhaching sind in der Nacht zum Donnerstag drei weitere Fälle des Coronavirus bestätigt und deshalb Schulen zunächst geschlossen worden. In Unterhaching sei ein Kind, das das Lise-Meitner-Gymnasium besuche, nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung hätten daher entschieden, die Schule am Donnerstag und Freitag zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten demnach zu Hause bleiben.

Auch in Würzburg wurden zwei junge Erwachsene der Leonhard Frank-Schule positiv auf das Coronavirus getestet. Der Unterricht falle nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Regierung Unterfranken am Donnerstag aus, teilte die Stadt Würzburg mit. Ob es sich bei beiden um Schüler oder Lehrer handelt war zunächst unklar.

01.40 Uhr: Neuinfektionen in China wieder gestiegen

Die Zahl der Neuinfektionen in China steigt wieder leicht an. Die Behörden melden für Mittwoch 139 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 119. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.409. Die Zahl der Toten steigt um 31 auf 3.012. Tags zuvor waren 38 gemeldet worden. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei alle Todesfälle - darunter 23 in der Stadt Wuhan - und 134 der Neuinfektionen.

00.21 Uhr: Desinfektionsmittel auf Amazon für 400 Dollar gelistet

Die USA fordert den Online-Versandhändler Amazon auf, bei Artikeln zum Schutz gegen das Coronavirus Preistreiberei auf seiner Plattform zu unterbinden. Eine Schachtel mit kleinen Handdesinfektionsflaschen, die normalerweise für 10 Dollar verkauft werden, würde online für 400 Dollar gelistet, schreibt US-Senator Edward Markey in einem Brief an den Handelsriesen. Ein Drittanbieter listet eine Flasche des Mittels für 600 Dollar.

Donnerstag, 5. März 2020

21.14 Uhr: Alle Sportveranstaltungen in Italien ohne Publikum

In Italien werden vorerst alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Damit sollen weitere Ansteckungen vermieden werden, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend in einer Videobotschaft an das Land. Nach Medienberichten gilt dies bis zum 3. April. In Italien gibt es die meisten Fälle der Lungenkrankheit Covid-19. Rund 3100 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, mehr als 100 sind bereits gestorben.

20.30 Uhr: Entwarnung bei der Zahnrad Passau (ZF)

Der Verdachtsfall einer Corona-Infizierung bei einem Mitarbeiter hat sich nicht bestätigt. Das Laborergebnis zeige, dass der betroffene Mitarbeiter negativ auf das Virus getestet worden sei, teilte Unternehmenssprecher Gernot Hein am Abend mit. Der Betrieb - insbesondere im Kundendienst - werde ab Donnerstag wieder wie gewohnt aufgenommen. Die betroffenen MitarbeiterInnen seien bereits informiert worden.

Wegen des Verdachtsfalls war die komplette Abteilung Kundendienst im Werk Passau-Grubweg mit seinen 250 MitarbeiterInnen "evakuiert" worden. Die ZF Passau ist mit 4.500 Mitarbeitern in drei Werken der größte Arbeitgeber in der Region. Weltweit beschäftigt der Maschinenbaukonzern knapp 150.000 Mitarbeiter. Allein in China gibt es 40 Werke.

20.00 Uhr: Virologin im BR-Interview: "Corona-Ferien in Deutschland noch verfrüht"

Zwei Wochen Corona-Ferien, wie es der Virologe Alexander Kekulé fordert, hält Virologin Ulrike Protzer in Deutschland noch für verfrüht. Im Interview mit der Rundschau sagte sie: "Wir haben das Glück, dass jetzt ohnehin die Universitäten in die Ferien reinlaufen. Und auch die Osterferien sind nicht mehr so weit weg. Vielleicht kommen wir mit dem alleine schon hin. Man muss im Moment einfach die Situation beobachten und dann von Tag zu Tag überlegen, wie man agiert."

Die Vorgehensweise der italienischen Behörden, die nun bis Mitte März sämtliche Schulen schließen wollen, kann die Virologin nachvollziehen. Es sei schon eine valide Überlegung, Schulen zu schließen, wenn man eine derartige Ausbreitung wie in Italien habe. In Deutschland sei man jedoch noch nicht an diesem Punkt angelangt. Ob dies noch auf uns zukommen wird, könne sie nicht vorhersehen.

19.10 Uhr: Start des neuen James-Bond-Films auf November verschoben

Gegen das Coronavirus ist selbst James Bond machtlos. Wie die Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli via Twitter mitteilten, soll der Film "Keine Zeit zu sterben" statt wie geplant Anfang April erst im November in die Kinos kommen. Nach "sorgfältiger Überlegung" sei entschieden worden, den Starttermin in Großbritannien auf den 12. November und in den USA auf den 25. November zu verschieben, hieß es in der Twitter-Botschaft. Wann der Film in Deutschland und anderen Ländern Premiere feiert, steht demnach noch nicht fest.

18.30 Uhr: Schulschließungen auch in Deutschland?

In Italien bleiben Schulen wegen des Corona-Virus' bis Mitte März geschlossen. Der Virologe Alexander Kekulé vom Universitätsklinikum Halle schlägt diese Maßnahme auch für Deutschland vor: Zwei Wochen lang sollen alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden, sagt er im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, mitgeteilt, dass er pauschale Schulschließungen nicht für angemessen hält. Spahn machte klar, dass Schulschließungen sogar hinderlich im Kampf gegen Corona sein könnten, etwa wenn Ärzte wegen der Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen.

18.18 Uhr: Italien schließt Schulen im ganzen Land

Bis zum 15. März bleiben alle Schulen und Universitäten in Italien geschlossen. Das teilte die Italiens Schulministerin Lucia Azzolina am Abend mit. Mit der Maßnahme soll die Verbreitung der Coronavirus gestoppt werden.

Italien verzeichnet europaweit die meisten Corona-Fälle. Mehr als 100 Patienten sind an der Lungenkrankheit bereits gestorben.

17.40 Uhr: 262 Corona-Fälle in Deutschland

Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt immer schneller. Im Moment sind laut Robert-Koch-Institut 262 Fälle nachgewiesen. Am Vortag hatte das Institut 196 Fälle gezählt. Die meisten Erkrankten leben in Nordrhein-Westfalen.

17.05 Uhr: Israel verhängt Einreiseverbot auch aus Deutschland

Israel hat aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus' strikte Einreisebeschränkungen erlassen: Wer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien nach Israel einreisen will, muss zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Das betrifft Einheimische wie Touristen.

Außerdem werde man Touristen die Einreise verweigern, die in den vergangen zwei Wochen im Iran, Irak, Syrien oder Libanon waren.

Zudem sind internationale Konferenzen verboten. Wer von so einer Konferenz aus dem Ausland zurück nach Israel kommt, muss ebenfalls zwei Wochen in Quarantäne.

Das Coronavirus wurde bisher bei 15 Personen in Israel nachgewiesen.

15.55 Uhr: Rosenheimer Starkbierfest findet statt

Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hatte der Stadt Rosenheim empfohlen, wegen des Coronavirus' das Starkbierfest abzusagen. Der Empfehlung kommt die Stadt nicht nach. Das Rosenheimer Starkbierfest mit bis zu 2.000 erwarteten Besuchern wird stattfinden, teilte das Ordnungsamt der Stadt mit.

Als Begründung hieß es: Das Gesundheitsamt hätte die Absage für nicht "unabweisbar notwendig" gehalten, sondern sie nur empfohlen.

Laut Gesundheitsamtsleiter Wolfgang Hierl habe man es sich nicht leicht gemacht, der Stadt zu empfehlen, das Fest abzusagen. Man habe sich bei seiner Risikobewertung mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und der oberbayerischen Staatsregierung abgestimmt.

15.00 Uhr: Alarmstufe 1 für Einheiten des Katastrophenschutzes ausgerufen

Aufgrund der derzeit nicht absehbaren Lageentwicklungen rund um das Coronavirus (SARS-CoV-2) und der progressiven Knappheit relevanter Materialien der persönlichen Schutzausrüstung (Mund-Nase-Schutzmasken, Schutzkittel, Desinfektionsmittel und ähnliches) wurde für alle Einheiten des Katastrophenschutzes der Bayerischen Hilfsorganisationen "Aarmstufe 1" ausgerufen, teilte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mit. Das betrifft neben dem BRK den Arbeiter Samariter Bund, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, das Malteser Hilfswerk, die Johanniter und das Technische Hilfswerk – also die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz.

Noch sei kein erhöhtes Einsatzaufkommen wegen des Coronavirus zur verzeichnen, versichert der BRK-Sprecher. "Alarmstufe 1" ist die niedrigste von drei Alarmstufen. Jetzt soll sichergestellt werden, dass alle Einsatzeinheiten auf einen Alarmfall vorbereitet sind. Kommunikationswege, Erreichbarkeiten und Materialien werden überprüft.

15.33 Uhr: Fünf weitere Corona-Fälle in Bayern

Zum dritten Mal innerhalb eines Tages hat das Gesundheitsministerium in München neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet: Insgesamt fünf Patienten seien nachgewiesenermaßen neu mit Sars-CoV-2 infiziert – in den Landkreisen Lindau, Augsburg, Erding und Passau sowie in Nürnberg.

Seit vergangenem Donnerstag sind damit 42 akute Corona-Fälle in Bayern bestätigt.

Insgesamt erhöht sich die Zahl damit auf 56. 14 Patienten sind bereits genesen. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter des Stockdorfer Automobilzulieferers Webasto und deren Angehörige, die sich im Januar nach dem Besuch einer chinesischen Kollegin angesteckt hatten.

14.36 Uhr Korrektur: Entscheidung zu Schulschließung in Italien noch nicht gefallen

Die Entscheidung zu Schulschließungen in ganz Italien ist nach Aussagen der italienischen Schulministerin noch nicht gefallen. "Bisher gibt es keine Schließungen", sagte Lucia Azzolina laut Angaben der Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Mittwoch. Eine Entscheidung solle erst in den kommenden Stunden fallen.

Zuvor hatten die Agenturen berichtet, die Schulen in ganz Italien sollen wegen des Coronavirus bis 15. März geschlossen bleiben.

14.14 Uhr: Hunderte Menschen in Bayern in Quarantäne

Weil sie Kontaktpersonen von Corona-Patienten gewesen seien, seien derzeit Hunderte Menschen in Bayern in häuslicher Quarantäne, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Oberschleißheim mit. Die Fälle "purzeln", so dessen Präsident Andreas Zapf wörtlich. Seit vergangenen Donnerstag wurden demnach bayernweit 37 neue Fälle bestätigt.

Täglich, so Zapf, könnten derzeit in Bayern 2.500 Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Voraussichtlich werde die Testkapazität weiter ausgebaut. Alleine am LGL würden derzeit täglich 160 Tests durchgeführt. Man arbeite "am Anschlag", so der Amtsleiter.

14.12 Uhr Agenturen melden: Italien schließt alle Schulen und Unis

Bis Mitte März bleiben in ganz Italien sämtliche Schulen und Universitäten geschlossen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus' zu stoppen. Das hat nach übereinstimmenden Meldungen mehrerer Nachrichtenagenturen die italienische Regierung bei ihrer Kabinettssitzung am Mittwoch beschlossen.

Italien ist derzeit das am schwersten von der Epidemie betroffene Land Europas. Dort infizierten sich bislang mehr als 2.500 Menschen, 79 starben.

13.13 Uhr Spahn: Höhepunkt der Corona-Epidemie "noch nicht erreicht"

"Aus der Corona-Epidemie in China ist eine weltweite Pandemie geworden", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei seiner Regierungserklärung im Bundestag zur Bekämpfung des Coronavirus. Der CDU-Politiker versprach, dass alle zuständigen Stellen die Gefahr durch das Virus sehr ernst nehmen. "Wir halten uns an den Dreiklang aus wissenschaftlicher Expertise, sorgsamer Abwägung und entschlossenem Handeln."

Es werde immer wieder darum gehen, die richtige Balance zu finden zwischen notwendigen Einschränkungen zur Eindämmung des Virus und dem Alltag, der weitergeht. Fest stehe: "Der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht." Applaus erntete Spahn für sein Versprechen, dass immer der Grundsatz gelte: "Die Sicherheit der Bevölkerung geht im Zweifel vor, auch vor wirtschaftlichen Interessen."

Spahn bezeichnete die aktuelle Lage als große Herausforderung für die Gesellschaft. "Die Folgen von Angst können weit größer sein als die durch das Virus selbst."

12.59 Uhr: Zweiter bestätigter Fall im Klinikum Passau

In Passau gibt es einen zweiten bestätigten Coronavirus-Fall: Das Klinikum Passau teilte mit, dass heute, Mittwoch, eine weitere Person eingeliefert worden sei, die mit dem gefährlichen Virus infiziert sei. Mehr Informationen sind noch nicht bekannt.

Zum ersten bestätigten Corona-Patienten im Klinikum Passau gibt es bereits Informationen. Es handelt sich um einen 59-jährigen Mann aus Vilshofen, der sich wohl beim Skiurlaub in Italien angesteckt hat. Nach Angaben der Ärzte geht es dem Mann besser, nachdem er die letzten Tage hohes Fieber hatte.

Das Gesundheitsamt ermittelte 40 Personen, die engeren Kontakt zu dem 59-Jährigen hatten. Diese Personen müssen jetzt zwei Wochen zuhause bleiben und sich täglich im Gesundheitsamt melden.

12.49 Uhr: Dritter Coronavirus-Fall im Landkreis Ostallgäu

Das Landratsamt Ostallgäu bestätigt einen dritten Coronavirus-Fall im Landkreis. Der Mann aus Füssen ist mit den beiden anderen positiv Getesteten verwandt, teilte das Landratsamt vor kurzem mit. Er war als Kontaktperson bereits in häuslicher Quarantäne. Weitere Kontaktpersonen werden nun ermittelt und getestet.

12.46 Uhr: Gesundheitsmesse in Fürth findet statt

Die Gesundheitsmesse und das Klezmer-Festival in Fürth werden wie geplant stattfinden, teilte die Stadtverwaltung mit. Derzeit gebe es in der Stadt keinen begründeten Corona-Verdachtsfall, hieß es zur Begründung. Drei Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, befänden sich zwar in häuslicher Quarantäne, seien aber symptomfrei. Das Klezmer-Festival beginnt am 6. März. Die Gesundheitsmesse windet am Samstag und Sonntag, 7. und 8. März, statt.

12:28 Uhr: Zweite bestätigte Coronainfektion in Lindau

Im Landkreis Lindau gibt es einen weiteren bestätigten Coronafall. Das teilte Landrat Elmar Stegmann bei einer Pressekonferenz mit. Bei diesem zweiten Coronafall handelt es sich um ein 15-jähriges Mädchen aus dem Westallgäu. Das Mädchen war jedoch nicht in der Schule. Lediglich die Familie des Mädchens steht damit unter häuslicher Quarantäne. Beide Erkrankten waren zuvor mit ihren Familien im Skiurlaub in Südtirol.

Zuvor war eine Infektion bei einem etwa 40-jährigen Familienvater aus Lindau bekannt geworden. Seine Familienangehörigen gelten als sogenannte "begründete Verdachtsfälle". Die Kontaktpersonen wurden laut Landratsamt ermittelt und unter häusliche Quarantäne gestellt - darunter auch 59 Schülerinnen und Schüler, 4 Lehrer und 2 Betreuungskräfte aus zwei Lindauer Schulen.

12.13 Uhr: ICE in Frankfurt wegen Corona-Verdacht gestoppt

Ein ICE mit etwa 300 Reisenden ist auf Anordnung der Bundespolizei im Bahnhof Frankfurt am Main Süd wegen Corona-Verdacht gestoppt worden. Gegen 10.45 Uhr sei bei der Bundespolizeiinspektion Frankfurt die Meldung eingegangen, dass sich in einem ICE aus Kiel eine männliche Person mit Verdacht auf den Corona-Virus befinde, teilt die Bundespolizei mit. Die betreffende Person sei kurz danach im Zug isoliert worden. Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärt, der Zug sei freigegeben worden und fahre gleich weiter.

11.59 Uhr: Auch Londoner Buchmesse abgesagt

Nach der Buchmesse Leipzig ist nun auch die Londoner Buchmesse wegen des Coronavirus abgsagt worden. Das Branchentreffen hätte vom 10. bis 12. März stattfinden sollen.

11.39 Uhr Gesundheitsamt: Rosenheim soll Starkbierfest absagen

Das staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat der Stadt Rosenheim zur Absage des Starkbierfests geraten. Es gebe eine Empfehlung an die kreisfreie Stadt, die Entscheidung über die Absage bleibe aber dem städtischen Ordnungsamt vorbehalten, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Rosenheim der Nachrichtenagentur dpa. Das Starkbierfest sollte am Freitag beginnen.

11.25 Uhr: Hannover Messe wegen Coronavirus verschoben

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschieben die Veranstalter der Hannover Messe die weltgrößte Industrieschau. Das Branchentreffen mit rund 6000 Ausstellern, das vom 20. bis 24. April in der niedersächsischen Landeshauptstadt geplant war, soll jetzt vom 13. bis 17. Juli stattfinden. Dies teilte die Deutsche Messe AG am Mittwoch mit.

11.20 Uhr: Deutschland: Export von Atemmasken ins Ausland verboten

Angesichts der weiteren Ausbreitung des Coronavirus untersagt die Bundesregierung den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung. Ein entsprechendes Verbot wurde am Mittwoch im Bundesanzeiger veröffentlicht, wie der Krisenstab aus Gesundheits- und Innenministerium mitteilte. Betroffen sind etwa auch Handschuhe und Schutzanzüge.

10.40 Uhr: Insgesamt elf neue Corona-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es elf neue bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2. Erstmals wurde je ein Fall in den Landkreisen Lindau und Augsburg nachgewiesen, dazu kommen sechs neue aus dem Landkreis Freising, zwei neue aus dem Landkreis München und ein neuer aus dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München am Mittwoch mitteilte.

Bislang sind in Bayern insgesamt 47 Patienten positiv auf Sars-CoV-2getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung Covid-19 bereits auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden. Sie standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webastoaus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Bei Webastowar im Januar eine Mitarbeiterin aus China zu Besuch, die das Virus in sich trug. Kollegen und teils deren Angehörige infizierten sich.

10.32 Uhr: Erster Corona-Fall im Landkreis Lindau

Im Landkreis Lindau gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Das teilte das Landratsamt soeben mit. Bei dem Kranken handelt es sich demnach um einen Familienvater aus Lindau. Er sei Mitte 40. Seine Familienangehörigen gelten als sogenannte "begründete Verdachtsfälle". Laut Landratsamt wurden die Kontaktpersonen bereits ermittelt und vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt. Darunter sind auch 59 Schülerinnen und Schüler aus zwei Lindauer Schulen. Das Landratsamt informiert über den Fall auf einer Pressekonferenz um 11:30 Uhr.

10.15 Uhr: Inzwischen 240 Coronavirus-Infektionen in Deutschland

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland nimmt deutlich zu. Bis Mittwochvormittag meldet das Robert-Koch-Institut 240 Krankheitsfälle, am Dienstagnachmittag waren es noch 196. Inzwischen hat sich die Epidemie auf 15 Bundesländer ausgebreitet. Besonders in Baden-Württemberg nahm die Zahl der Fälle zuletzt deutlich zu. Am stärksten ist aber nach wie vor Nordrhein-Westfalen betroffen mit inzwischen 111 Patienten.

10.00 Uhr: Indien exportiert wegen Coronavirus weniger Arzneimittel

Wegen der Lungenerkrankung Covid-19 hat Indien, aus dem viele Nachahmerpräparate kommen, den Export von 26 Medikamenten und Wirkstoffen eingeschränkt. Die Grundstoffe für deren Produktion kämen aus China und wegen der Epidemie würden sie inzwischen nicht mehr geliefert, sagte der Vorsitzende der indischen Exportförderungsbehörde für Arzneimittel, Dinesh Dua. Indien wolle mit der Einschränkung sicherstellen, dass wichtige Medikamente wie Paracetamol in ausreichender Menge für den eigenen Markt zur Verfügung stehen. Er sagte zunächst nicht, welche Länder die Exportbeschränkungen betreffen.

Nach Auskunft des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stehen die bislang gemeldeten Lieferengpässe für Deutschland nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

09.30 Uhr: Polen meldet erste Infektion - Patient war in Deutschland

Offenbar von Deutschland aus hat sich das neuartige Coronavirus auch nach Polen ausgebreitet. Die erste Infektion in Polen sei bei einem Mann nachgewiesen worden, der sich zuvor in Deutschland aufgehalten habe, sagte der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Warschau. Der Mann gehöre keiner Risikogruppe an, sein Leben sei nicht in Gefahr. Der Mann sei mit starkem Fieber und anderen Symptomen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in ein Krankenhaus in Zielona Gora im Westen des Landes eingeliefert worden, führte der Minister aus. Vor der Diagnose habe der Patient "relativ wenige Kontakte" zu seinem Umfeld gehabt.

In Polen sind derzeit außerdem 68 Menschen im Krankenhaus, bei denen ein Coronavirus-Verdacht geprüft wird. Etwa 500 weitere Menschen stehen unter Quarantäne.

09.15 Uhr: Volksfeste in Augsburg finden nach derzeitiger Lage statt

Wenige Wochen vor Beginn des Gögginger Frühlingsfestes (20.03. – 29.03.) und des Augsburger Frühjahrsplärrer (12.04. – 26.04.) teilt die Stadt Augsburg mit, dass beide Volksfeste nach derzeitiger Lage wohl stattfinden können. Die Stadt betont aber, dass im Zusammenhang mit dem Coronavirus letztendliche Aussagen zu diesen Großveranstaltungen derzeit nicht getroffen werden können. Nach wie vor gelten in Bezug auf Großveranstaltungen die Empfehlungen und Richtlinien des Robert Koch-Instituts für Veranstaltungen (RKI), schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

09.10 Uhr: Alle Webasto-Mitarbeiter aus Krankenhäusern entlassen

Alle mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto sind mittlerweile aus den Krankenhäusern, in denen sie behandelt worden waren, entlassen. Das gilt sowohl für die deutschen als auch für die chinesischen Kollegen, teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Einige der Kollegen hätten ihre Tätigkeit im Unternehmen bereits wieder aufgenommen, heißt es dort. Aufgrund der besonderen Situation habe Webasto die Rückkehr an den Arbeitsplatz mit jedem der Mitarbeiter individuell abgestimmt. Bei Mitarbeitern von Webasto waren die ersten Coronavirusfälle in Deutschland aufgetreten.

09.00 Uhr: ZF Passau schickt 250 Mitarbeiter nach Hause

Mit 4.000 Mitarbeitern im Großraum Passau ist er einer der größten Arbeitgeber in der Region. Jetzt schickt der Maschinenbaukonzern ZF Passau wegen eines Corona-Verdachtsfalls 250 Mitarbeiter nach Hause.

Es gebe eine Verbindung zum ersten Coronavirus-Fall in Niederbayern - ein Mann aus Vilshofen, der im Klinikum Passau behandelt wird. Unternehmenssprecher Gernot Hein: „Über die ermittelte Kontaktkette könnte sich ein Mitarbeiter vom ZF-Kundendienst ebenfalls infiziert haben.“ Bis zum Ergebnis des Labortests bleibe der Bereich Kundendienst am Standort Grubweg vorsorglich geschlossen. Bereits vorher stand fest, dass eine am 10. März angesetzte Betriebsversammlung des Unternehmens auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

ZF beschäftigt 146.000 Mitarbeiter an 230 Standorten in 40 Ländern. Allein in China gibt es 40 ZF-Werke, unter anderem in Wuhan.

08.00 Uhr: Weltbank kündigt Milliardenhilfe an

Im Kampf gegen das Coronavirus stellt die Weltbank für betroffene Länder ein milliardenschweres Hilfspaket bereit. Weltbank-Präsident Malpass erklärte, insgesamt seien rund 12 Milliarden US-Dollar geplant. Es gehe darum, den Staaten schnell und flexibel zu helfen, um den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Epidemie zu begegnen. Er rief die Länder dazu auf, sich auf regionaler und internationaler Ebene bei ihren Bemühungen das Virus einzudämmen, gut abzusprechen. Bislang gibt es in Deutschland fast 200 bestätigte Infektionen.

05.30 Uhr: Facebook will Coronavirus-Falschinformationen löschen

Facebook will keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen, kündigte Gründer und Chef Mark Zuckerberg an. Zudem werde keine Werbung zugelassen, mit der die Krise ausgenutzt werden solle - zum Beispiel mit der Behauptung, die Produkte könnten die Krankheit heilen.

05.00 Uhr: 3M erhöht Produktion von Schutzausrüstung

Mit der Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie hat der Technologiekonzern 3M die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal bereits hochgefahren. Das sagte eine Unternehmenssprecherin zur "Rheinischen Post". 3M stellt unter anderem monatlich Millionen Mundschutzmasken her. "Wir arbeiten weltweit mit Kunden, Händlern, Regierungen und medizinischen Stellen daran, 3M-Lieferungen dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten benötigt werden", sagte die Sprecherin. Dennoch übersteige die weltweite Nachfrage nach Schutzausrüstung derzeit das Angebot.

05.15 Uhr: Erstes Coronavirus-Opfer in Spanien

In Spanien hat es erstmals einen Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. Wie am Abend bekannt wurde, starb ein 69-jähriger Mann bereits am 13. Februar in Valencia an einer Lungenentzündung. Jetzt sei bestätigt, dass der Patient mit dem Covid-19-Erreger infiziert war. Er soll sich vorher in Nepal aufgehalten haben, einem Nachbarland von China, wo das Virus zuerst aufgetreten war. Erstmals ist jetzt auch in Argentinien und Chile bei Patienten das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden.

03.50 Uhr: Japan hält an Olympischen Sommerspielen fest

Japan bereitet sich wie geplant auf die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele in Tokio vor, erklärt Kabinettsekretär Yoshihide Suga. Der olympische Minister Seiko Hashimoto hatte zuvor erklärt, dass in Tokios Vertrag mit dem Internationalen Olympischen Komitee "eine Verschiebung hineininterpretiert" bis Ende des Jahres werden könne. Die Regierung halte aber weiterhin daran fest, die Spiele am 24. Juli zu eröffnen.

03.00 Uhr: Weniger Neuinfektionen in China

Die Zahl der Neuinfektionen in China geht weiter zurück. Die Behörden meldeten für Dienstag 119 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 125. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.270. Die Zahl der Toten steigt um 38 auf 2981. Tags zuvor waren 31 gemeldet worden. Auf die zentrale Provinz Hubei entfallen dabei 37 Todesfälle und 115 Neuinfektionen.

Mittwoch, 4. März 2020

22.25 Uhr: Deutscher nach UAE Tour an Corona erkrankt

Nach dem Abbruch der UAE Tour der Radprofis in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind im Umfeld des Rennens sechs neue Corona-Fälle aufgetreten. Wie die Organisatoren mitteilten, gehört auch ein Deutscher zu den Erkrankten. Informationen über die Identität der betroffenen Personen gibt es bislang allerdings nicht.

22.12 Uhr: Weltbank schnürt Milliarden-Hilfspaket

Die Weltbank hat Soforthilfen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie angekündigt. Damit sollten Länder bei der Bewältigung der medizinischen und wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs unterstützt werden, sagte Weltbank-Präsident David Malpass.

22.02 Uhr: Kinderarzt im Saarland infiziert

Die erste Corona-Infektion im Saarland geht auf einen Kinderarzt des Universitätsklinikums in Homburg zurück. Der Infizierte habe grippeähnliche Symptome, teilte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) am Dienstagabend mit. Das Gesundheitsamt ermittle nun Kontaktpersonen. Andere seien bereits in Quarantäne.

20.01 Uhr: Thüringer CDU-Abgeordneter nicht infiziert

Einen Tag vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen befand sich ein Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion in Quarantäne. Der Verdacht hat sich jedoch nicht bestätigt, hieß es vonseiten des Ministeriums am Dienstagabend.

21.12 Uhr: Spanien meldet ersten Todesfall

Weltweit haben sich inzwischen mehr als 90.000 Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Und auch europaweit breitet sich das Coronavirus immer mehr aus. Die meisten Ansteckungen verzeichnet Italien.

In Spanien gibt es nun ein erstes Todesopfer. Das bestätigte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in Valencia. Es handle sich um einen 69-Jährigen, der bereits am 13. Februar an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft starb. Jetzt sei bestätigt, dass der Patient mit dem Covid-19-Erreger infiziert war. Er soll sich vorher in Nepal aufgehalten haben.

19.20 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier sagt Firmen Unterstützung zu

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat Unterstützung der Bundesregierung für Unternehmen zugesagt, die von den Folgen des Coronavirus betroffen sind. "Wir tun alles, damit dieses Virus die Wirtschaft in Deutschland nicht flächendeckend trifft", sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend. Liquiditätsspielräume von Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren, würden sichergestellt werden.

18.42 Uhr: 79 Tote und mehr als 2.500 Infizierte in Italien

In Italien ist die Zahl der Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, auf 79 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt haben sich inzwischen 2.502 Menschen in dem Mittelmeerland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das waren knapp 500 mehr als am Montag. Dutzende sind jedoch auch schon wieder genesen.

Italien ist in Europa am schwersten von der Lungenkrankheit betroffen. Elf Gemeinden im Norden, in der Lombardei und Venetien sind bereits die zweite Woche gesperrt. In der Lombardei, der Emilia-Romagna und in Venetien sind die Fallzahlen besonders hoch. Die meisten Toten, so betonen die Behörden stets, waren ältere Menschen, oft mit Vorerkrankungen.

💡 Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut derzeit:

In Italien: Region Emilia-Romagna, Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien

17.58 Uhr: Olympisches Feuer wird trotz Corona entzündet

Ob die Olympischen Spiele im Juli und August 2020 in Tokio wie geplant stattfinden, ist noch offen - aber das Feuer soll in jedem Fall entzündet werden. Das teilte am Dienstag das Griechische Olympische Komitee in Athen mit.

"Die Zeremonien zur Entzündung des Feuers am 12. März und zur Übergabe der Fackel am 19. März finden wie geplant statt", hieß es in einer Mitteilung des Komitees.

18.13 Uhr: WHO fordert mehr Schutzmasken und Ausrüstung

Der Mangel an Gesichtsmasken und anderen medizinischen Schutzausrüstungen behindert laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Kampf gegen das neuartige Coronavirus. "Wir können Covid-19 nicht aufhalten, ohne unsere Gesundheitspersonal zu schützen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

"Die Vorräte gehen rapide zur Neige." WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus

Die Preise für OP-Masken hätten sich versechsfacht, die für Beatmungsgeräte verdreifacht und für Schutzkleidung mehr als verdoppelt. Tedros sagte, dass die weltweite Versorgung mit persönlicher Schutzausrüstung um 40 Prozent gesteigert werden müsse. Er forderte die Regierungen auf, den Herstellern Anreize zu bieten.

Nach Schätzung der WHO werden jeden Monat etwa 89 Millionen Atemschutzmasken gebraucht und 76 Millionen Untersuchungshandschuhe.

17.55 Uhr: Erste Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Das Coronavirus ist nun auch in Mecklenburg-Vorpommern angekommen: Zwei Personen seien dort nachweislich infiziert. Beide stammen aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und seien umgehend zuhause isoliert worden, teilte die zuständige Amtsärztin Marlies Kühn mit.

17.23 Uhr: Infektionszahl in Deutschland steigt auf 196

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 196 gestiegen. Das teilt das Robert-Koch-Institut am Nachmittag mit. Die meisten Fälle gibt es weiterhin in Nordrhein-Westfalen. Dort sind inzwischen 103 Erkrankte bekannt.

17.19 Uhr: Benefiz-Konzert für Hanau-Opfer verschoben

Das Benefiz-Konzert prominenter Künstler in Gedenken an die Anschlagsopfer von Hanau wird verschoben. Grund ist der erste bestätigte Corona-Fall in Hanau. Ursprünglich sollte das Konzert am Samstag im Kurpark stattfinden. Nun wurde es auf unbestimmte Zeit verlegt, sagte Stadtentwickler Martin Bieberle.

17.14 Uhr: Frankreich will Abzocke bei Desinfektionsmitteln prüfen

Desinfektionsmittel sind in diesen Tagen heiß begehrt und in Apotheken sowie Drogerien vielerorts ausverkauft. Frankreichs Wirtschaftsminister will nun mutmaßliche Abzocke beim Verkauf von Desinfektionsmitteln und Mundschutzmasken prüfen. Es gebe Informationen, dass angesichts des neuen Coronavirus beispielsweise Preise für Desinfektionsgele in Online-Shops und auf Verkaufsplattformen verdoppelt oder verdreifacht worden seien, so Bruno Le Maire.

17.10 Uhr: Trump fordert weitere Zinssenkungen

Unmittelbar nach der überraschenden Zinssenkung durch die US-Notenbank hat Präsident Donald Trump weitere Schritte gefordert. Die Zentralbank müsse ihre Geldpolitik lockern und den Leitzins noch weiter absenken, so Trump auf Twitter. Die Zinsen in den USA seien immer noch höher als jene in Ländern, mit denen die US-Wirtschaft in Konkurrenz stehe, klagte Trump. "Nicht fair für die USA", schrieb er.

16.56 Uhr: Erster Coronavirus-Fall im Saarland

Im Saarland ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das teilte das saarländische Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

16.29 Uhr: DMG Mori will Betrieb wieder aufnehmen

Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters am Coronavirus will der Konzern DMG Mori seinen Standort Pfronten im Allgäu am Donnerstag wieder öffnen. Am Mittwoch sollten die 1.600 Beschäftigten des Maschinenbauers aber noch einmal zuhause bleiben. Das berichtete Unternehmenssprecher Stephan Knüttel. Ursprünglich war die Betriebsschließung nur für Montag und Dienstag geplant.

Alle Beschäftigten, die direkt mit dem Erkrankten in Kontakt waren, seien zwischenzeitlich getestet worden, berichtete Knüttel. Die Ergebnisse sollten bis Mittwoch vorliegen. Zudem lasse DMG Mori den Standort professionell reinigen.

16.14 Uhr: Entwarnung auf Aida in Norwegen

1.200 Passagiere können aufatmen: Die beiden auf das Coronavirus getesteten deutschen Passagiere auf der "Aida Aura" sind nicht infiziert. Das bestätigten die norwegischen Gesundheitsbehörden. Damit kann das Kreuzfahrtschiff, das im Hafen von Haugesund in Norwegen anlegen musste, seine Fahrt nun fortsetzen.

16.11 Uhr: US-Notenbank senkt Leitzins

Die US-Notenbank hat wegen des Coronavirus überraschend den Leitzins gesenkt. Er liege nun in der Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent - das sei ein halber Prozentpunkt weniger als zuletzt. Der Schritt wurde mit den Risiken für die US-Wirtschaft begründet, die mit der Ausbreitung des Virus einhergehen.

16.03 Uhr: Frankreich beschlagnahmt Schutzmasken

Um die Covid-19-Epidemie in den Griff zu bekommen, werden in Frankreich nun Schutzmasken beschlagnahmt. Das betreffe Lagerbestände und die laufende Herstellung, teilte Staatschef Emmanuel Macron mit. "Wir beschlagnahmen alle Vorräte sowie die Produktion von Schutzmasken", schrieb Macron bei Twitter.

Die Masken sollten an Beschäftigte im Gesundheitssektor sowie Bürger verteilt werden, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert seien, so Frankreichs Präsident. In Frankreich wurden mehr als 200 Sars-CoV-2-Infektionen erfasst. Vier Menschen starben bisher.

14.50 Uhr: Handwerkspräsident und Messechef bedauern IHM-Absage

15.10 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall im Landkreis Passau

In Bayern hat sich eine weitere Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Der neue Fall wurde aus Vilshofen im niederbayerischen Landkreis Passau gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Gesundheitsbehörden ermittelten nun mögliche Kontaktpersonen. Mehr dazu hier.

14.40 Uhr: Coronavirus: Stadt Freising stellt Parteiverkehr teilweise ein

"Wegen eines Corona-Verdachtsfalles im städtischen Umfeld" stellt die Stadt Freising den Parteiverkehr ab heute teilweise ein. Das betrifft die Ämter, die im Verwaltungsgebäude an der Amtsgerichtsgasse untergebracht sind: das Steueramt, das Hochbauamt, das Amt für Soziale Angelegenheiten, das Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, das Ordnungsamt sowie die Stadtentwässerung und die Technischen Betriebe. Die Stadtverwaltung rät, "Anliegen derzeit nach Möglichkeit grundsätzlich per Telefon- und E-Mail statt in persönlichen Vorsprachen in den Amtsgebäuden zu klären".

Im Landkreis Freising hat die Coronavirus-Lage jetzt auch Auswirkungen auf den Wahlkampf in der Hallertau: Die CSU Au hat die drei noch ausstehenden Veranstaltungen abgesagt. Vier Mitglieder stehen aktuell vorsichtshalber unter häuslicher Quarantäne, darunter auch Bürgermeisterkandidat Michael Hillebrand. Das hat er selbst im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk bestätigt.

13.57 Uhr: Söder will Notfall- und Vorsorgeplan für Wirtschaft

Angesichts der zunehmenden Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auch auf die Wirtschaft dringt CSU-Chef Markus Söder auf finanzielle Hilfen für Unternehmen. Im Koalitionsausschuss am Sonntag müsse man über einen ökonomischen Notfall- und Vorsorgeplan für den weiteren Verlauf dieses Jahres reden, betonte der bayerische Ministerpräsident. Er nannte dabei ein mögliches Paket aus Steuererleichterungen, zusätzlichen Abschreibungsmöglichkeiten und einer Anpassung beim Kurzarbeitergeld: Dieses müsse direkt auch auf die neue Situation angepasst werden.

13.28 Uhr Thüringen: CDU-Abgeordneter vor Ministerpräsidentenwahl in Quarantäne

Einen Tag vor der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen befindet sich ein Abgeordneter der CDU-Landtagsfraktion wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Coronavirus in Quarantäne. Der Abgeordnete sei in den Winterferien mit einem infizierten 57-jährigen Mann aus dem Saale-Orla-Kreis im Skiurlaub in Italien gewesen, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums. Laborproben des Abgeordneten würden derzeit untersucht. Möglicherweise liege schon am Dienstagabend ein Ergebnis vor.

Welche Auswirkungen ein positives Resultat auf die Ministerpräsidentenwahl an diesem Mittwoch im Landtag hätte, war zunächst unklar. Bei einem negativen Testergebnis könne der Politiker an der Wahl teilnehmen, sagte der Ministeriumssprecher: "Dann kann die Quarantäne aufgehoben werden." Der Politiker zeige derzeit keine Symptome.

12.47 Uhr: Leipziger Buchmesse wird wegen Coronavirus abgesagt

Wegen des neuartigen Coronavirus findet die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr nicht statt. "Die Stadt Leipzig und die Leipziger Messe haben gemeinsam entschieden, die Buchmesse abzusagen", sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Es handle sich um eine "Präventionsmaßnahme", damit sich das Virus in Deutschland nicht weiter ausbreiten könne. Die Entscheidung sei gemeinsam von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), dem Gesundheitsamt und der Messe getroffen worden, sagte der Sprecher.

Die Leipziger Messe hatte noch am Sonntag via Twitter mitgeteilt, dass der Frühjahrstreff der Buchbranche wie geplant vom 12. bis 15. März stattfinde. Am Montag wurde in Sachsen die erste Infektion mit dem gefährlichen Virus bestätigt. Zur Leipziger Buchmesse hatten sich in diesem Jahr rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern angemeldet.

Die Leipziger Buchmesse ist ein Publikumsmagnet mit jährlich fast 300.000 Besuchern. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Gesundheit und Sicherheit gehen in diesem Fall ganz klar vor." Ziel sei es, die sächsische Bevölkerung zu schützen und eine Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzudämmen und zu bekämpfen. "Dafür gilt es, konsequent, präventiv und verantwortungsbewusst zu handeln", schrieb Kretschmer.

12.27 Uhr: Frankreich schließt 120 Schulen wegen Coronavirus

Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hat rund 120 Schulen wegen des neuartigen Coronavirus schließen lassen. Davon seien etwa 35.000 Schülerinnen und Schüler betroffen und weitere Schulen würden möglicherweise noch folgen, sagte Blanquer dem Fernsehsender LCI am Dienstag. Landesweit seien alle Schulausflüge verboten worden, bestätigte er. Eine Schließung aller Schulen im Land ergebe aber als Vorsichtsmaßnahme keinen Sinn. Er stehe voll hinter den Behörden und ihren Maßnahmen.

Von den 120 Schließungen sind vor allem Schulen in der Bretagne und in einem Gebiet nördlich von Paris betroffen, wo jeweils Infektionsfälle aufgetreten sind. Frankreich hat 191 Fälle einschließlich dreier in der Karibik gemeldet und bislang drei Todesfälle verzeichnet.

12.15 Uhr: RKI gibt Verhaltens-Tipps bei Corona-Fällen in der eigenen Region

Der Vizepräsident des Robert Koch Instituts (RKI), Professor Lars Schaade, empfiehlt Bürgern in stark betroffenen Regionen, ihre Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren und möglichst zu Hause zu bleiben. Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Heim- und Telearbeit ermöglichen und nicht notwendige Dienstreisen verschieben.

Die Zahl der bestätigten Coronavirusinfektionen ist in Deutschland mittlerweile auf 188 gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind inzwischen 13 Bundesländer betroffen. Bisher sei die Gefahrenlage "mäßig".

12.19 Uhr: ProSiebenSat.1-Chef Max Conze in Quarantäne

ProSiebenSat.1-Chef Max Conze und sein Finanzvorstand Rainer Beaujean müssen nach einem Coronavirus-Fall im Konzern von zu Hause aus arbeiten und haben die geplante Bilanz-Pressekonferenz in Unterföhring abgesagt. Sie werden die Zahlen am Donnerstag per Webcast im Internet präsentieren, wie eine Sprecherin am Dienstag sagte. Ein Mitarbeiter in Düsseldorf habe sich mit dem Virus infiziert. Seine Kontaktpersonen und deren Kontakte in Unterföhring - insgesamt rund 200 Menschen - arbeiteten deshalb seit einer Woche vorsorglich im Homeoffice, darunter auch Conze und Beaujean. Die Quarantäne laufe Ende dieser Woche aus.

10.50 Uhr RKI: Zahl der Coronavirusfälle in Deutschland steigt auf 188

Die Zahl der bestätigten Coronavirusinfektionen ist in Deutschland bis Dienstagmorgen auf 188 gestiegen. Inzwischen seien insgesamt 13 Bundesländer betroffen, sagte Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, in Berlin. Mit 101 Fällen bildete Nordrhein-Westfalen weiterhin den bundesweiten Schwerpunkt. Die Gefahr hierzulande sei weiter als "mäßig" einzuschätzen, sagte Schaade.

Er beschrieb den Coronavirus als Virus, das "voraussichtlich nicht wieder verschwinden wird". Es werde sich eher langfristig etablieren. Ziel muss laut Schaade dennoch die Verlangsamung der Infektionswelle sein.

11.11 Uhr: Deutsches Kreuzfahrtschiff sitzt in Norwegen fest - Coronavirus-Infektion befürchtet

Zwei deutsche Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Aida Aura" stehen unter Verdacht, mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert zu sein. Das Schiff mit rund 1.200 Passagieren lag am Dienstagmorgen im Hafen der norwegischen Küstenstadt Haugesund. Wie die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises in Rostock mitteilte, handele es sich bei den Passagieren um ein Paar. Einer der beiden habe in der vergangenen Woche in einer Einrichtung gearbeitet, in der inzwischen zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien.

Die "Aida Aura" hätte eigentlich am Montagabend Richtung Bodø aufbrechen sollen. Die Reederei bat den Hafen, noch einen Tag länger bleiben zu können, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt. Die Passagiere dürfen das Schiff nicht verlassen, das betroffene Paar sei von den übrigen Gästen an Bord isoliert, so der Aida-Sprecher. Der zuständige Arzt in Haugesund sagte, beide Passagiere zeigten keine Symptome.

09.02 Uhr: Schäuble plant Schließung der Reichstagskuppel wegen Corona

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angekündigt, notfalls wegen der Corona-Krise Teile des Reichstags für Besucher schließen zu wollen. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag) berichtet, geht dies aus einem Schreiben des Bundestagspräsidenten an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages hervor. Sollten in Berlin öffentliche Großveranstaltungen allgemein abgesagt werden, beabsichtige er, "auch die Dachterrasse und die Kuppel für den öffentlichen Besucherverkehr zu schließen", schreibt Schäuble.

Laut Zeitung fordert der Bundestagspräsident die Abgeordneten außerdem auf, wegen der Corona-Epidemie die Präventions- und Verhaltenshinweise "sorgsam zu beachten". Vorsorglich weise er darauf hin, so Schäuble, dass im Falle einer Ansteckung auch die Abgeordneten den Maßnahmen der Gesundheitsbehörden unterliegen würden.

10.04 Uhr BMW-Chef: Deutliche Absatzdelle in China durch Corona

Der Autobauer BMW hat die Folgen der Coronavirus-Epidemie in China zu spüren bekommen. Beim Februarabsatz habe der Konzern in China eine deutliche Delle verspürt, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Dienstag. Außerhalb des Landes sehe er jedoch keine Auswirkungen auf den Absatz. Wie der Februar weltweit genau gelaufen ist, könne noch nicht gesagt werden, weil unter anderem die detaillierten Angaben zu China noch fehlten.

Die Auswirkungen des Ausbruchs seien insgesamt weiter schwer zu beurteilen, hier fahre BMW auf kurze Sicht. "Wir sind für drei Wochen abgesichert", sagte Zipse. Das gelte auch für die chinesischen Werke. Erst in einigen Wochen könne eine genauere Abschätzung erfolgen, ob die Lieferketten weiter stabil blieben.

Gestern wurde bekannt, dass in München ein BMW-Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Er sei nicht auf Reisen gewesen und habe im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FIZ) gearbeitet, sagte eine BMW-Sprecherin. Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien nun für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert.

07.45 Uhr: Papst Franziskus negativ auf Corona getestet

Tagelang hatte Franziskus sich nicht in der Öffentlichkeit gezeigt, schnell machten Gerüchte von einer Corona-Infektion die Runde. Nun die Entwarnung: Der 83-jährige sei negativ auf das Virus getestet worden, berichtet die italienische Tageszeitung "Il Messaggero". Der Vatikan nahm zunächst nicht Stellung zu dem Bericht.

07.02 Uhr: China meldet Rückgang der Neuinfektionen

China meldet für Montag 125 Neuinfektionen, tags zuvor waren es 202. Damit klettert die Gesamtzahl der Infizierten auf 80.151. Die Zahl der Toten steigt um 31 auf 2.943. Tags zuvor waren 42 gemeldet worden. Alle neuen Todesfälle stammen ereigneten sich in der zentralen Provinz Hubei, darunter 24 in der Provinzhauptstadt Wuhan, dem Epizentrum des Ausbruchs.

03.27 Uhr Berufsverband: Labore nicht wegen Coronavirus überlastet

Derzeit geht es in den Laboren, die mit Coronavirus-Tets beschäftigt sind, ruhig zu und es gebe keinen Grund zur Panik. Das betont der Sprecher des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Thomas Postina, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Die Labore sind nicht wegen des Coronavirus überlastet. Sie sind im Moment sehr stark durch Influenza-Tests belastet", so Postina. Die Grippe sei ein viel größeres Problem.

Etwa 200 bis 250 Labore sind bundesweit mit Coronavirus-Tests beschäftigt. "Das sind zwei Drittel aller Labore und es werden jeden Tag mehr, die diese Tests auch machen können." Ein Coronavirus-Test nehme einige Stunden in Anspruch. "Vom Abstrich bis zur Übermittlung des Ergebnisses können sechs bis 24 Stunden vergehen", sagte Postina. Einen Rückstau gebe es aber nicht.

Dienstag, 3. März 2020

23.50 Uhr: Google und Twitter schicken Mitarbeiter ins Home-Office

Die beiden US-Technologie-Konzerne Google und Twitter weisen Teile ihrer Belegschaft an, von zu Hause aus zu arbeiten. Bei Google sind alle 8.000 Mitarbeiter in Dublin betroffen, nachdem ein Kollege grippeähnliche Symptome meldet. Twitter schreibt Heimarbeit für alle Mitarbeiter in Hongkong, Japan und Südkorea vor. Zudem werde das Home-Office für alle Beschäftigten weltweit empfohlen.

22.05 Uhr: Erste Coronavirus-Infektion in Sachsen

Aus Sachsen wird ein erster Cornavirus-Fall gemeldet. In Berlin, wo bereits am Sonntagabend eine erste Infektion bekannt geworden war, werden zwei neue Fälle registriert. Insgesamt steigt die Zahl der erfassten Fälle in Deutschland auf rund 170. Noch keine Meldungen gab es bislang lediglich aus dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

21.23 Uhr: Coronavirus in Thüringen und Brandenburg bestätigt

Aus Thüringen wird ein erster Fall von Coronavirus-Infektion gemeldet. Kurz zuvor war erstmals in Brandenburg und Infizierter positiv auf das Virus getestet worden.

20.56 Uhr: Weitere sechs Corona-Infektionen in Bayern bestätigt - jetzt 21 Erkrankte

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle ist noch einmal um sechs gestiegen, allein am Montag wurden somit 13 neue Infektionen registriert. Das hat das Bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Seit dem vergangenen Donnerstag wurden insgesamt 21 Infektionen registriert. Fünf der neuen Fälle wurden demnach im Landkreis Freising festgestellt. Sie stehen im Zusammenhang mit den dort bereits bekannten Infizierten. Ein weiterer Corona-Fall wurde aus München gemeldet.

20.30 Uhr: Söder fordert Konjunkturpaket

CSU-Chef Markus Söder will in der Bundesregierung rasche Hilfen für die vom Coronavirus gebeutelte Wirtschaft durchsetzen. "Wir müssen jetzt über Konjunkturpakete nachdenken" so Ministerpräsident Söder gegenüber dem Münchner Merkur. Dazu gehörten nach Söders Einschätzung "deutlich niedrigere Energiepreise und Unternehmenssteuern, aber auch Investitionen." Dies soll am kommenden Sonntag Thema im Koalitionsausschuss werden. Es gehe darum, die Steuerüberschüsse "sehr gezielt einzusetzen, um die absackende Konjunktur zu stabilisieren. Zugleich müssen wir mit dem Kurzarbeitergeld Unternehmen die Möglichkeit geben, die kurzfristige Delle auszugleichen."

19.21 Uhr: Internationale Handwerksmesse in München abgesagt

Die Internationale Handwerksmesse (IHM) in München wird wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Abend in München mit. Die Messe mit Ausstellern aus mehr als 60 Ländern ist die wichtigste Leistungsschau des Handwerks in Deutschland, alljährlich kommen etwa 100.000 Besucher. Der diesjährige Start war bislang für die kommende Woche geplant. Die Staatsregierung hatte die Absage empfohlen.

18.35 Uhr: Mehr als 50 Tote in Italien

In Italien sind den Behörden zufolge 52 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 18 gestiegen, teilt die Zivilschutzbehörde am Abend mit. Sie verzeichnet demnach aktuell 2.036 bestätigte Erkrankungen. Das ist ein Fünftel mehr als am Sonntag, als noch 1.694 Fälle gemeldet wurden.

18.00 Uhr: Schweiz sagt Fußballspiele bis Anfang April ab

In der Schweiz sind wegen der Coronavirus-Epidemie alle Fußballspiele der 1. und 2. Liga für den März abgesagt worden. Das entschieden die 20 Clubs der Swiss Football League in Bern. Zuvor waren bereits der 24. Spieltag am vergangenen Wochenende sowie die Pokal-Viertelfinals in dieser Woche verschoben worden. Wenn das derzeit bis zum 15. März geltende Veranstaltungsverbot des Schweizer Bundesrates nicht verlängert wird, soll am 4. und 5. April wieder gespielt werden. Ob das Europa-League-Achtelfinale von Eintracht Frankfurt am 19. März beim FC Basel stattfindet, blieb am Montag zunächst offen.

17.55 Uhr: EU stuft Coronavirus-Risiko hoch

Die EU-Gesundheitsagentur ECDC hat das Risiko durch das neue Coronavirus in der Europäischen Union auf moderat bis hoch heraufgestuft. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Das bedeute, dass das Virus sich weiter ausbreite. Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher rund 2.100 Fälle in 18 EU-Staaten nachgewiesen. 38 Menschen in der EU seien an der neuen Krankheit Covid-19 gestorben, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die Situation verändere sich sehr schnell. Doch es gebe keinen Grund zur Panik.

17.50 Uhr: WHO sieht Fortschritte in China

China bekommt die Coronavirus-Epidemie nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer besser in den Griff. Am Sonntag seien nur 206 neue Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Das sei die niedrigste Zahl seit dem 22. Januar. Am meisten Sorge bereite aktuell die Lage in Südkorea, Italien, dem Iran und Japan, wo es teils ein deutliches Plus bei den Fallzahlen gebe. Am Montag sei ein WHO-Team im Iran eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Krankheit zu helfen, so Tedros.

17.30 Uhr: Sozialverband sagt große Demonstration wegen Coronavirus ab

Der Sozialverband VdK hat eine geplante Großdemonstration am 28. März in München wegen des Coronavirus abgesagt. Die Kundgebung sollte unter dem Motto "Soziales Klima retten!" stattfinden. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte am Montag in Berlin: "An erster Stelle steht die Sicherheit aller Teilnehmer, daher haben wir uns schweren Herzens zu dieser Absage entschlossen." Unter den Demonstrationsteilnehmern hätten viele Ältere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen sein sollen. Aus ganz Bayern und aus vielen Teilen Deutschlands hatten sich laut dem Verband Tausende VdK-Mitglieder bereits angemeldet. Zu einem späteren Zeitpunkt solle die Kundgebung nachgeholt werden.

17.00 Uhr: Desinfektionsmittel stark nachgefragt

Die Angst vor dem Coronavirus hat die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln sprunghaft ansteigen lassen - in Supermärkten und Drogerien sind manche Regale schon leergefegt. Aber: Apotheken können die Mittel selbst herstellen.

16.00 Uhr: Lehrer fordern klare Ansagen

Der bayerische Lehrerverband BLLV fordert klare Regeln zum Umgang mit der Virusgefahr an Schulen. Die Schulen dürften nicht alleine gelassen werden, und für die Lehrer dürften keine schlechteren Regeln gelten als für die Schüler.

© BR24

Der bayerische Lehrerverband BLLV fordert klare Regeln zum Umgang mit der Virusgefahr an Schulen. Die Schulen dürften nicht alleine gelassen werden, und für die Lehrer dürften keine schlechteren Regeln gelten als für die Schüler.

15.45 Uhr: 200 ProSiebenSat.1-Mitarbeiter im Homeoffice

Weil ein Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 in Düsseldorf positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden ist, sind vorsorglich 200 Mitarbeiter am Unternehmenssitz in Unterföhring bei München ins Homeoffice geschickt worden. Die Maßnahme sei rein vorsorglich, es bestehe kein begründeter Verdacht, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dem infizierten Mitarbeiter gehe es gut. Etwa die Hälfte der betroffenen 200 Mitarbeiter sei negativ auf das Virus getestet worden - alle weiteren Ergebnisse werden bis Mittwoch erwartet.

15.00 Uhr: Zwei weitere Fälle in Bayern

Die Zahl der Infizierten in Bayern steigt weiter: Zwei neue Fälle gibt es im Landkreis Bayreuth, wie das Gesundheitsministerium soeben mitteilte. Damit sind derzeit 15 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Im Kreis Bayreuth ermitteln die Gesundheitsbehörden aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu den beiden Fällen. Die Betroffenen wurden in einer Arztpraxis in Goldkronach getestet. Eine Bandansage auf dem Anrufbeantworter bestätigt dies. Die Praxis steht vorsorglich bis Mitte März unter Quarantäne. Mehr dazu hier

14.45 Uhr: Kein Handschlag für die Kanzlerin

Noch hat Kanzlerin Angela Merkel die Hygiene-Vorsichtsmaßnahmen gegen das Covid-19-Virus nicht verinnerlicht. Von Innenminister Horst Seehofer bekam sie daher eine unerwartete Abfuhr.

© BR24

Noch hat Kanzlerin Merkel die Hygiene-Vorsichtsmaßnahmen gegen das Covid-19-Virus nicht verinnerlicht. Von Innenminister Seehofer bekam sie daher eine unerwartete Abfuhr.

12.32 Uhr: EU stuft Coronavirus-Risiko hoch

Das Risiko durch das Coronavirus in der Europäischen Union wurde von der Gesundheitsagentur ECDC von "moderat" auf "hoch" heraufgestuft. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag mit. Das bedeute, dass sich das Virus weiter ausbreite. Insgesamt wurden nach Angaben der EU-Kommission bisher rund 2100 Fälle in 18 EU-Staaten nachgewiesen.

11.44 Uhr: 16 Corona-Fälle in Österreich

In Österreich ist die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus nach Angaben des Innenministeriums auf 16 gestiegen. In der Hauptstadt Wien gibt es inzwischen neun Krankheitsfälle. Jeweils zwei Patienten wurden in Tirol, Niederösterreich und Salzburg sowie in der Steiermark gemeldet.

11.37 Uhr: "Mäßiges" Risiko - RKI bewertet Coronavirus neu

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Bewertung des neuen Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland leicht heraufgesetzt. Die Risikoeinschätzung sei auf "mäßig" gestellt worden, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Bisher wurde sie als "gering bis mäßig" eingestuft. Die Lage müsse jedoch jeden Tag neu bewertet werden. Bis Montagfrüh registrierte das RKI deutschlandweit 150 Fälle in zehn Bundesländern und 49 Landkreisen.

11.27 Uhr: SPD-Politiker Lauterbach fordert mehr Corona-Tests

Um Risiken besser abschätzen zu können, fordert der SPD-Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach, mehr Menschen auf das neuartige Coronavirus zu testen. "Wir haben noch kein gutes Gefühl dafür, wie weit das Virus zum jetzigen Zeitpunkt verbreitet ist in Deutschland", sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk.

Corona-Fälle, die heute anhand von Symptomen festgestellt würden, seien vor einer Woche oder vor zwei Wochen entstanden. Daher müsse man "mehr spontan testen", so Lauterbach.

11.18 Uhr: Uni-Klinikum Erlangen über Zustand des Corona-Patienten

Am Montagvormittag hat das Universitätsklinikum Erlangen über den Zustand eines am Coronavirus erkrankten Patienten informiert. Laut dem behandelnden Arzt, Markus F. Neurath, zeige der Patient nur leichte Symptome und habe kein Fieber. "Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", so Neurath. Alle Kontaktpersonen seien ermittelt und negativ auf das Virus getestet worden. Sie würden aber trotzdem täglich angerufen werden, um zu erfahren, wie es ihnen geht, erklärte Frank Neumann, Leiter des Gesundheitsamts Erlangen.

Erlanger Patient infizierte sich bei Meeting

Der Erlanger Patient hatte sich während eines Meetings in München bei einer infizierten Person aus Italien angesteckt. Er wurde zunächst häuslich isoliert und am Donnerstag stationär im Klinikum Erlangen aufgenommen.

Da der Patient selbst Mitarbeiter der dermatologischen Klinik ist, herrsche dort nach Aussage des Klinikum-Direktors, Heinrich Iro, aufgrund von Vorsorgemaßnahmen nun Personalmangel. Das Angebot ambulanter Behandlungen sei eingeschränkt.

Klinikum Erlangen gut auf Coronavirus vorbereitet

Insgesamt sei das Uni-Klinikum Erlangen aber gut vorbereitet. Im Eingangsbereich wurden Fieberzonen eingerichtet. Klinikpersonal soll Besucher auf gründliche Händehygiene hinweisen. Mitarbeiter, die in Risikogebieten waren, wurden angewiesen, zuhause zu bleiben. Zudem habe man die Testkapazitäten am Virologischen Institut hochgefahren, sagte Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts.

Coronavirus-FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten

10.47 Uhr: Fünf neue Infektionen mit Coronavirus in Bayern

In Bayern sind fünf neue Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt worden. Es handle sich um zwei Fälle in München und je einen aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth, dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu, wie das Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte. Die Infizierten in Freising und im Ostallgäu seien Kontaktpersonen von zuvor gemeldeten Fällen. Damit gebe es seit dem vergangenen Donnerstag 13 neue bestätigte Infektionen im Freistaat.

10.28 Uhr: Neue Vorsorgemaßnahmen in Tirol

Um eine Verbreitung des Coronavirus in Tirol bestmöglich zu unterbinden, gelten neue Vorsorgemaßnahmen an Tirols Schulen, Kindergärten und in Betreuungseinrichtungen. Dort soll umgehend eruiert werden, wo sich die Schülerinnen und Schüler, das Lehr- und Verwaltungspersonal sowie die Kinder und Betreuerinnen die vergangenen 14 Tage aufgehalten haben.

Wer die letzten 14 Tage in einer Risikoregion war, wird aufgefordert, die Schule oder die betreffende Einrichtung in den nächsten zwei Wochen nicht mehr zu besuchen, hieß es aus Innsbruck. "Sofern bis zum Ablauf dieser Frist keine Krankheitssymptome auftreten, kann die Schule, der Kindergarten oder die Kinderbetreuungseinrichtung wieder besucht bwz. der Dienst wieder angetreten werden". Das Fernbleiben gelte als Krankenstand.

10.20 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf 150

In Deutschland ist die Zahl der Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen auf 150 gestiegen. Am stärksten stieg die Fallzahl in Nordrhein-Westfalen an. Dort gibt es inzwischen 86 Patienten. Weitere Infizierte wurden in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen gemeldet. Auch in Berlin gibt es einen ersten Erkrankten, der derzeit in der Charité behandelt wird.

10.17 Uhr: Pressekonferenz zu Corona-Fall in Erlangen

Das Universitätsklinikum Erlangen informiert um 10.30 Uhr in einer Pressekonferenz über die Vorbereitung auf eine mögliche Coronavirus-Epidemie und gibt Auskunft über den Zustand des vor einer Woche erkrankten Mitarbeiters.

10.01 Uhr: Biathlon-Weltcup in Tschechien ohne Zuschauer

Während weltweit bereits zahlreiche Veranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt wurden, finden die für diese Woche geplanten Weltcup-Rennen im Biathlon im tschechischen Nove Mesto na Morave (Neustadt in Mähren) statt - allerdings ohne Zuschauer, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis.

Die Wettbewerbe sollen vom 5. bis 8. März stattfinden. Gerechnet hatten die Organisatoren mit bis zu 100.000 Besuchern.

09.46 Uhr: Weniger Lufthansa-Flüge nach Italien und Asien

Aufgrund der Corona-Epidemie kürzen Lufthansa und ihre Töchter das Flugangebot nach Italien und Asien. Auch innerdeutsche Flüge sind betroffen: "Zudem werden die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert", teilte der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mit.Flüge nach China und in den Iran werden weiterhin ausgesetzt, so Lufthansa bei Twitter.

09.21 Uhr: Altmaier will Firmen unterstützen

Die Bundesregierung will die Coronavirus-Epidemie - auch aus wirtschaftlichen Gründen - so schnell wie möglich eindämmen. Wirtschaftsmininister Peter Altmaier stellte deutschen Unternehmen Unterstützung in Aussicht. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Corona unseren Wirtschaftsaufschwung kaputt macht", sagte der CDU-Politiker Im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Altmaier sprach von steuerlichen Anreizen und verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten.

09.11 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Berlin

In Berlin ist erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden: Ein junger Mann wird derzeit in der Charité behandelt. Sein Zustand sei stabil. Zehn Kontaktpersonen seien bislang identifiziert, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagmorgen mit. Diese Menschen seien in Berlin und Nordrhein-Westfalen häuslich isoliert.

08.29 Uhr: Spahn: Lebensmittel werden nicht knapp werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keinen Grund für Hamsterkäufe. Der Alltag werde zwar teilweise "eingeschränkt werden müssen", sagte der CDU-Politiker dem SWR. "Aber es besteht kein Anlass, davon auszugehen, dass die Lebensmittel knapp werden." Es sei sinnvoll, dass Schüler und Lehrer zu Hause blieben, die ihre Ferien in einem Risikogebiet verbracht hätten, weil derzeit im Süden Deutschlands viele Menschen aus Italien zurückkämen.

08.15 Uhr: Pariser Buchmesse abgesagt

Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Frankreich zu verhindern, wurde in Paris die Buchmesse "Salon du livre" vom 20. bis zum 23. März abgesagt. Zu der Veranstaltung auf dem Pariser Messegelände wurden rund 160.000 Menschen erwartet. Es dürfe kein Risiko eingegangen werden, erklärte der Vorsitzende des Branchenverbandes Syndicat national de l'édition (SNE), Vincent Montagne.

Nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums haben sich bisher 130 Menschen mit Corona infiziert. Zwei Menschen starben.

06.39 Uhr: Zwei Tote in den USA

In den USA sind mindestens zwei Menschen am Coronavirus gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington meldete am Sonntag (Ortszeit) den zweiten Todesfall. Aus demselben Bundesstaat war am Samstag der erste Todesfall durch den Erreger Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten gemeldet worden. Nach örtlichen Medienberichten gibt es in den USA inzwischen 70 nachgewiesene Infektionen.

Montag, 2. März 2020

22.20 Uhr: München aktualisiert Empfehlungen für Kitas und Schulen

Die Landeshauptstadt München hat nach vier weiteren Coronavirus-Fällen in Bayern ihre Empfehlungen für den Besuch von Kindertagesstätten und Schulen in München aktualisiert.

Städtische Beschäftigte und Lehrkräfte, die in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet waren und keine Symptome haben, sollen sich telefonisch mit ihrer Dienststelle abstimmen. Städtische Beschäftigte sollen nach Rücksprache mit der Dienststelle nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Für Lehrkräfte gilt insofern eine Sonderregelung, dass sie ohne Symptome im Dienst bleiben, selbst wenn sie in einem Risikogebiet waren.

Personen, die in einem der Risikogebiete waren und innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall bekämen, sollten alle nicht notwendigen Kontakte meiden, zu Hause bleiben und umgehend einen Arzt kontaktieren.

Kinder und Jugendliche, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, sollten unabhängig von Symptomen unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Schülerinnen und Schüler sollen zusätzlich die Schule in Kenntnis setzen. Die Nichtteilnahme am Unterricht gelte in diesem Fall als entschuldigt, hieß es.

20.15 Uhr: Coronavirus-Krisenstab berät zum ersten Mal

Der neu eingerichtete Coronavirus-Krisenstab Bayerns ist im Gesundheitsministerium in München zum ersten Mal zusammengekommen. Die Sitzung fand unter Leitung von Gesundheitsministerin Melanie Huml und von Innenminister Joachim Herrmann statt. Der Krisenstab befasste sich unter anderem mit Großveranstaltungen. Empfohlen wird lokalen Behörden und Veranstaltern, unverzüglich die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für die Risikobewertung anzuwenden. "Die Folge wird sein, dass manche Großveranstaltungen wie zum Beispiel Messen abgesagt oder verschoben werden", sagte Huml nach der Sitzung. Aber der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität.

20.00 Uhr: Ministerin Huml wehrt sich gegen SPD-Kritik

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Kritik aus den Reihen der SPD-Landtagsfraktion an der Informationspolitik der Staatsregierung zu den Corona-Fällen zurückgewiesen. Die CSU-Politikerin sagte: "Manchmal ist die Bestätigung vom Labor schon da, und es dauert, die Person dazu erstmal zu benachrichtigen. Es ist natürlich wichtig, dass bevor wir was in den Medien rausgeben, derjenige selbst weiß, dass er positiv ist. Und da braucht es dann eben die ein oder andere Stunde noch, um das wirklich genau und fundiert abgeklärt zu haben." Die SPD-Politikerin Ruth Waldmann hatte der Staatsregierung vorgeworfen, die Bevölkerung nur unzureichend zu informieren.

18.20 Uhr: Fast 1.700 Coronavirus-Fälle in Italien

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 1.694 gestiegen. Das teilte die zuständige Behörde mit. Am Vorabend hatte Italien 1.128 Covid-19-Infektionen bestätigt. Bislang sind den Angaben zufolge 34 Personen an der Lungenkrankheit gestorben.

17.45 Uhr: Kita im Landkreis Freising geschlossen

In Zolling im Landkreis Freising bleibt eine Kita mindestens für eine Woche geschlossen. Eine Erzieherin ist die Frau eines Corona-Infizierten aus dem Kreis Freising, wie das dortige Landratsamt bekanntgab. Der Mann hatte sich im Raum Köln angesteckt und wird im Freisinger Klinikum isoliert behandelt. Er hatte relevanten Kontakt zu etwa 30 Personen. Ob auch die Frau, die in der letzten Woche in der Kita gearbeitet hatte, und ihre Kinder betroffen sind, ist noch unklar. Aufgrund der Vielzahl der Tests beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit dauere die Abklärung von Corona-Infektionen derzeit länger, hieß es.

17.15 Uhr: SPD-Politikerin Waldmann kritisiert Informationspolitik der Staatsregierung

Bayerns SPD-Landtagsfraktion kritisiert die Informationspolitik der Staatsregierung zum Coronavirus. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Ruth Waldmann beklagte in einer Mitteilung, es werde gemauert, anstatt der Bevölkerung zu sagen, was gegen die neuesten Infektionsfälle unternommen werde.

15.50 Uhr: Internationale Schleiftechnik-Messe in Augsburg verschoben

Die für 18. bis 21. März geplante Schleiftechnik-Fachmesse GrindTec in Augsburg wird wegen des Coronavirus verschoben worden. Es werde eine neuer Termin im November gesucht, hieß es vom Veranstalter. Ursprünglich sollten rund 600 Unternehmen aus 30 Ländern ihre Produkte auf dem Augsburger Messegelände präsentieren. Die Stadt Augsburg begrüßte die "vernünftige und verantwortungsvolle Entscheidung".

15.30 Uhr: Österreich schickt Reisegruppe zurück

Die österreichischen Behörden haben einer Schülergruppe aus Nordrhein-Westfalen wegen eines Coronavirus-Verdachts die Einreise verweigert. In der Gruppe war eine Schülerin mit Symptomen. Sie soll außerdem Kontakt zu einem positiv bestätigten Coronavirus-Patienten gehabt haben. Der Bus musste deshalb zurückfahren und die Reisegruppe wurde am Wochenende vom Gesundheitsamt des Landkreises Ostallgäu betreut. Die Schülerin wurde in Füssen in der Klinik behandelt. Sie gilt als Verdachtsfall und soll mit einem Krankenwagen zurück nach Aachen gebracht werden. Die restlichen Schüler fahren per Bus zurück.

15.00 Uhr: Weniger Luftverschmutzung nach Coronavirus-Ausbruch

© NASA

NASA-Bilder zeigen deutlichen Rückgang der Luftverschmutzung in China vor und nach dem Coronavirus-Ausbruch

Neue Satellitenbilder der NASA und der ESA zeigen einen deutlichen Rückgang der Luftverschmutzung in China. Zu sehen ist der vielerorts relativ hohe Stickstoffdioxid-Ausstoß vor den Coronavirus-Maßnahmen Anfang Januar und der deutlich geringere Ausstoß im Februar.

Ein geringer Rückgang sei in dem Zeitraum rund um das chinesische Neujahrsfest Ende Januar oder Anfang Februar immer zu beobachten, so die NASA. Der jetzt beobachtete halte jedoch deutlich länger an. "Das ist das erste Mal, dass ich so einen dramatischen Rückgang über so einer großen Fläche aufgrund eines spezifischen Ereignisses sehe", sagte NASA-Wissenschaftlerin Fei Liu.

14.50 Uhr: Louvre in Paris schließt wegen Coronavirus

Aus Angst vor dem Coronavirus schließt der Pariser Louvre seine Museumstore. "Wir machen uns sehr viele Sorgen, weil wir Besucher von überall haben", sagte André Sacristin, ein Beschäftigter des Kunstmuseums. Das Risiko einer Infektion unter den 2.300 Mitarbeitern des Museums sei sehr hoch und lediglich eine Frage der Zeit. Mitarbeiter und Gewerkschaftsvertreter hatten die Schließung veranlasst.

14.00 Uhr: Vier neue Coronavirus-Fälle in Bayern

Am Sonntag sind in Bayern vier weitere Fälle von Coronavirus-Infektionen bestätigt worden. Damit gebe es seit Donnerstag insgesamt acht neue Fälle im Freistaat, wie das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bekanntgaben.

Positiv getestet wurde demnach die Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, der in Karlsruhe in Behandlung ist. Die Frau befindet sich nun im Klinikum Nürnberg auf der Isolierstation. Die drei anderen neuen Fälle wurden aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu gemeldet.

Zu den drei gestern Abend gemeldeten Fällen, gab das Gesundheitsministerium bekannt, dass es sich um Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim handelt.

Im Fall des Mediziners an der Uniklinik Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstag bekannt geworden war, steht inzwischen fest, dass sich bislang keine der ermittelten Kontaktpersonen angesteckt hat.

13.50 Uhr: Papst lässt wegen Erkältung Fastenexerzitien ausfallen

Papst Franziskus hat seine Teilnahme an einer mehrtägigen Klausur mit der römischen Kurie wegen einer Erkältung abgesagt. "Leider zwingt mich eine Erkältung dazu, dieses Jahr nicht teilnehmen zu können", sagte der 83-Jährige am Sonntag am Ende des Angelus-Gebets in Rom. In seiner Ansprache an die auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen wurde Franziskus von mehreren Hustenanfällen durchgeschüttelt. Der Vatikan wies Spekulationen über eine Coronavirus-Erkrankung des Papstes zurück.

13.45 Uhr: Erster Coronavirus-Fall im Allgäu

Bei der Firma DMG Mori in Pfronten hat sich ein Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Das geht aus einem internen Schreiben des Werkzeugmaschinenbauers hervor, das dem BR vorliegt. Demnach soll der Standort Pfronten mit rund 1.500 Mitarbeitern am morgigen Montag sowie am Dienstag komplett geschlossen bleiben.

12.50 Uhr: Universität Innsbruck bittet Reiserückkehrer um Vorsicht

Die Universität Innsbruck, an der auch viele Bayern studieren, bittet Reiserückkehrer aus Risikogebieten 14 Tage lang ihre Kontakte freiwillig stark zu reduzieren und nicht an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Bei Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht sollen sich Betroffene bei ihren Dozenten abmelden. Rektor Tilmann Märk betont, man sei in ständigem Austausch mit Behören und habe eine Corona Task Force an der Universität eingerichtet.

11.40 Uhr: Regelung für Lehrer, die in Risikogebieten waren

In Bayern sollen Schüler und Schülerinnen, die in den Faschingsferien in Risikogebieten waren, am Montag nicht zur Schule gehen - uanbhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht. Für Lehrer und Lehrerinnen gilt eine andere Regelung: sie sollen nur dann zu Hause bleiben, wenn sie Erkältungssymptome haben. Das konkretisierte ein Ministeriumssprecher gegenüber dem BR. Mehr Infos hier

11.13 Uhr: Mittlerweile 117 bestätigte Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) inzwischen 117 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion. Auf Nordrhein-Westfalen kommen insgesamt 66 Infizierte. In Bayern beträgt die Zahl der Infizierten 19, inklusive der Menschen im Umfeld des Autozulieferers Webasto, die sich bereits vor einigen Wochen angesteckt hatten. 15 Fälle gibt es in Baden-Württemberg, acht in Hessen.

08.05 Uhr: Quarantäne für Hunderte im Kreis Heinsberg beendet

Für geschätzt 600 bis 700 Anwohner im Kreis Heinsberg ist die häusliche Quarantäne wegen des Coronavirus zu Ende. Die Karnevalisten, die eine Sitzung am 15. Februar in Gangelt besucht hatten, und ihre Familien waren zu der vorsorglichen Maßnahmen aufgerufen worden. Jetzt dürfen sich Betroffenen ohne Symptome wieder frei bewegen. Der 47-Jährige, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiterhin in ernstem Gesundheitszustand ist, hatte an der Karnevalssitzung teilgenommen. Wer Symptome zeige, müsse weiter zu Hause bleiben, so ein Kreissprecher.

07.10 Uhr: Athen meldet weitere Coronavirus-Fälle

Die griechischen Gesundheitsbehörden haben am Sonntag drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Griechenland auf sieben. Keiner der Erkrankten sei in Lebensgefahr, berichtete der Staatsrundfunk unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Athen.

05.42 Uhr: Südkorea ruft höchsten Krisenalarm aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie hat Südkorea die höchste Krisenalarm-Stufe ausgerufen. Dies teilte Präsident Moon Jae In mit. Inzwischen haben sich in Südkorea schon mehr als 3.500 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt. Das sind weltweit mit Abstand die meisten Fälle außerhalb Chinas.

02.48 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in Australien

In Australien hat es den ersten Todesfall gegeben. Der 78 Jahre alte Mann sei in einem Krankenhaus in Perth verstorben, teilt der Gesundheitsbeauftragte für West-Australien mit. Der Mann war zuvor zusammen mit seiner Frau auf dem vor der Küste Japans unter Quarantäne stehendem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" gewesen.

00.07 Uhr: Scholz: Bei Bedarf Konjunkturprogramm auflegen

Deutschland ist Finanzminister Olaf Scholz zufolge für den Kampf gegen das Coronavirus gewappnet. Sollte es zu schweren Verwerfungen in der Weltwirtschaft kommen, könne Deutschland darauf reagieren, sagt Scholz, der auch Vizekanzler ist, der "Welt am Sonntag". Auf die Frage nach einem Konjunkturprogramm sagt er: "Wenn die Lage es erfordert, dass ein solcher Impuls nötig wird, haben wir auch die Mittel, ein Konjunkturprogramm aufzulegen."

00.01 Uhr: Seehofer: Abriegelung von Städten "letztes Mittel"

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geht nicht von einem schnellen Ende des Kampfes gegen das Coronavirus aus. "Ich rechne damit, dass wir zum Jahreswechsel einen entsprechenden Impfstoff zur Verfügung haben", sagte er der "Bild am Sonntag". Bis dahin müsse man das Virus "mit den klassischen Mitteln des Seuchenschutzes bekämpfen. Wir müssen die Infektionsketten konsequent unterbrechen." Auch die Absperrung von Regionen oder Städten schloss Seehofer nicht völlig aus. "Dieses Szenario wäre das letzte Mittel", sagte er.

Sonntag, 1. März 2020

21.30 Uhr: Türkei verbietet Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak

Die Türkei hat alle Flüge von und nach Italien, Südkorea und Irak verboten. Das sei Teil der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Die Türkei hatte zuvor auch Flüge in den Iran und nach China verboten. Das Verbot für die drei weiteren Länder gilt ab Mitternacht in der Nacht auf Sonntag.

20.50 Uhr: Infizierter Lehrer in Mönchengladbach - Schule dicht

Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Stadt teilte mit, dass die Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März geschlossen werde. Die Lehrkraft sei in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben. Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben.

20.15 Uhr: USA verschärfen Reisehinweise

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschärfen die USA ihre Reisehinweise für betroffene Regionen in Italien und in Südkorea auf die höchste Stufe. Das gab US-Vizepräsident Mike Pence bekannt. Damit wird von Reisen abgeraten.

19.20 Uhr: Erster Coronavirus-Todesfall in den USA

In den USA ist erstmals eine mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Person gestorben. Die Gesundheitsbehörde im US-Bundesstaat Washington bestätigte den Todesfall. In den USA sind nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 60 Menschen infiziert, die meisten davon in Kalifornien.

19.00 Uhr: Erste Coronavirus-Infektion in Bremen

Auch in Bremen gibt es den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Es handele sich um eine Frau, die sich noch bis Donnerstag im Iran aufgehalten habe, teilte der Senat der Hansestadt mit. Das Land am Persischen Golf ist im internationalen Vergleich relativ stark betroffen.

18.30 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Bayern

Bayern hat drei neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Infizierten stammen aus Oberbayern, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Damit sind derzeit vier Menschen im Freistaat am Coronavirus erkrankt. Am Donnerstag war ein Fall in Mittelfranken bekannt geworden, der Infizierte wird im Universitätsklinikum Erlangen stationär behandelt.

Zuvor waren bereits 14 positiv getestete Covid-19-Patienten in Bayern registriert worden. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens. Die Betroffenen sind bereits auskuriert aus dem Krankenhaus entlassen worden.

18.20 Uhr: 1.000 Infizierte in Italien

Die Zahl der mit dem neuen Coronavirus Infizierten ist in Italien auf mehr als 1.000 gestiegen, 29 Menschen sind gestorben. Das teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli gut eine Woche nach dem Bekanntwerden es aktuellen Sars-CoV-2-Ausbruchs am Samstag in Rom mit.

18.00 Uhr: Weiterer Fall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde ein 15. bestätigter Corona-Fall bekannt. Laut Gesundheitsamt Freiburg handelt es sich um eine 42-jährige Frau. Sie hatte demnach Kontakt zu einem bereits bestätigten Fall aus Freiburg. Sie befindet sich seit dem 27. Februar in häuslicher Isolation im Landkreis Emmendingen.

17.50 Uhr: Zweiter Fall in Hamburg

In Hamburg gibt es einen zweiten bestätigten Fall einer Coronavirus-Erkrankung. Laut Behörden befindet sich die in Hamburg gemeldete Frau, die aus dem Iran stammt, mittlerweile in häuslicher Isolation.

17.00 Uhr: Aufregung in Regierungsmaschine

Wirbel um einen angeblichen Coronavirus-Fall im Flieger von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU): Zunächst hieß es, ein Pilot sei infiziert - der Minister und andere Passagiere sollten sich deshalb einem Schnelltest unterziehen. Doch die Information stellte sich als falsch heraus - der Pilot war nicht infiziert, der Minister musste sich letztlich doch nicht testen lassen.

15.40 Uhr: Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten gelten in Schule als entschuldigt

Das bayerische Kultusministerium hat in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einen Leitfaden für bayerische Schulen veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, zum Schulbeginn sollten Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten - unabhängig von ihren Symptomen - unnötige Kontakte vermeiden und möglichst zu Hause bleiben. Die Schule sei zu informieren, das Fernbleiben vom Unterricht gelte unter diesen Voraussetzungen als entschuldigt. Für Schülerinnen und Schüler, die sich in keinem Risikogebiet aufgehalten haben, gilt weiterhin die Schulpflicht.

15:21 Uhr: Halbmarathon in Paris abgesagt

Wegen des Coronavirus fällt in Frankreich ein weiteres Sportgroßereignis aus. Die Organisatoren des Halbmarathons in Paris sagten das Rennen rund 24 Stunden vor dem geplanten Start ab. Durch die Entscheidung soll eine weitere Ausbreitung des Virus verhindert werden. Die Absage erfolgte unmittelbar nach einem Erlass neuer Vorschriften für Großereignisse durch die französische Regierung. Demnach dürfen in Frankreich vorerst keine Hallenveranstaltungen mit über 5.000 Besuchern und bestimmte Freiluftveranstaltungen mehr stattfinden.

14.52 Uhr: Messe München sagt Messe für Cyber Sicherheit Command Control ab - auch Nürnberg sagt zwei Messen ab

Die Messe München hat die Messe "Command Control" abgesagt, die von 3. bis 4. März hätte stattfinden sollen. Dies habe man aufgrund der "zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus in Europa und auf der Basis der Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung für Messen" entschieden, heißt es. Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer und Besucher hätten oberste Priorität, erklärte der Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich. Man habe sich bei der Entscheidung eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Auch die NürnbergMesse hat zwei Messen abgesagt: Die "Fensterbau Frontale" und die "Holz-Handwerk" werden ebenfalls aufgrund des Coronavirus verschoben. Die beiden Messen werden demnach nicht vom 18. bis 21. März, sondern an einem noch festzulegenden Termin in diesem Jahr stattfinden. Neben der immer größer werdenden Verbreitung des Virus geben die Veranstalter auch entsprechende Rückmeldungen von Kunden und Branchenvertretern als Grund für die Verschiebung an.

13.14 Uhr: Vier Kita-Kinder in NRW mit Coronavirus infiziert

Bei vier Kindern in Nordrhein-Westfalen ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Die Kinder gehen in die Kita im Kreis Heinsberg, in der eine an Covid-19 erkrankte Frau als Erzieherin arbeitet. Das teilte der Kreis Heinsberg am Samstag nach einer Sitzung des Krisenstabs mit. Den Kindern gehe es gut. Sie zeigten "allenfalls leichte Erkältungssymptome", sagte eine Sprecherin.

Insgesamt besuchen 114 Kinder die Kita. Rund 100 Jungen und Mädchen machten den Test, bei vieren war der Befund positiv. Die anderen rund 14 Kinder seien zu dem freiwilligen Test nach bisherigen Erkenntnissen nicht erschienen. Insgesamt sei die Zahl der Personen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 im Kreis Heinsberg nachweislich infizierten, nun auf 60 gestiegen.

Alle Personen, die unmittelbar zu einer infizierten Person Kontakt hatten und die selber Krankheitssymptome zeigen, sollen in häusliche Quarantäne gehen. Sie sollen der Kreissprecherin zufolge ihren Hausarzt konsultieren, der entscheide, ob ein Test vorgenommen wird.

13.05 Uhr: Michelin sagt Sterneverleihung wegen Coronavirus ab

Der Restaurantführer Guide Michelin hat die für Dienstag geplante Sterneverleihung in Hamburg wegen des neuartigen Coronavirus abgesagt. Als Grund nannte Michelin Europe North am Samstag in einer Mitteilung die gesundheitlichen Risiken für die Teilnehmer. Die Auszeichnung der Restaurants erfolge stattdessen in einer "digitalen Pressekommunikation".

11.50 Uhr: Hongkong stellt Haustiere unter Quarantäne

In Hongkong ist der Hund einer infizierten Frau auch "leicht positiv" auf das Corona-Virus getestet worden. Er wird jetzt auch in Quarantäne gehalten. Eine negativ getestete Katze konnte wieder entlassen werden. Hongkongs Behörden werden die Listen der Infizierten durchsehen und weitere Haustiere auf das Corona-Virus testen.

© BR/Birgit Eger

In Hongkong ist der Hund einer infizierten Frau auch "leicht positiv" auf das Corona-Virus getestet worden. Er wird jetzt auch in Quarantäne gehalten.

10.45 Uhr: Ferienrückkehrer aus Italien sollten auf Symptome achten

Bayerns Gesundheitsministerium hat aus Anlass des Endes der Faschingsferien im Freistaat Italienurlauber zu besonderer Vorsicht wegen der Coronavirus-Erkrankungen aufgefordert. Feriengäste, die nach ihrem Urlaub einen begründeten Verdacht auf eine Infektion hätten, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden, teilte das Ministerium am Samstag mit.

Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Als Risikogebiet stuft das Robert-Koch-Institut die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien ein. "Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden", betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Die meisten Sars-CoV-2-Infizierten haben nur eine leichte Erkältungssymptomatik mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. 15 von 100 Infizierten erkranken laut Robert Koch-Institut schwer. Sie bekommen etwa Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Nach bisherigen Zahlen sterben ein bis zwei Prozent der Infizierten, weit mehr als bei der Grippe.

09.55 Uhr: Bürgertelefon nach erstem Coronavirus-Fall in Erlangen

Nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall in Mittelfranken hat das Staatliche Gesundheitsamt Erlangen für Samstag (29.02.20) und Sonntag (01.03.20) ein Bürgertelefon eingerichtet. Besorgte Bürger können sich von 10 bis 16 Uhr unter der 09131/803-2655 melden. Bei allgemeinen Fragen rund um das Coronavirus verweist die Behörde auf die Coronavirus-Hotline Bayern, die unter 09131/6808-5101 zu erreichen ist.

Das Gesundheitsamt hat nach eigenen Angaben inzwischen 47 Personen ermittelt, die mit dem ersten Coronavirus-Patienten aus Erlangen Kontakt hatten. Darunter seien 27 Mitarbeiter der Universitätsklinik Erlangen, die engeren Kontakt zu dem Mediziner hatten. Die Liste der Kontaktpersonen werde ständig aktualisiert, so das Gesundheitsamt. Die betroffenen Menschen mussten in häusliche Quarantäne begeben und werden auf das Virus getestet. Dem betroffenen Oberarzt aus der Hautklinik Erlangen gehe es derweil "soweit gut", wie er mitteilen ließ. Der Mann ist der erste Coronavirus-Fall, der aus Mittelfranken gemeldet worden war.

09.05 Uhr: Infektionszahlen in Südkorea steigen rasant an

In Südkorea werden immer weitere Coronavirusinfektionen bekannt. Das Land meldete am Samstag 600 neue Fälle. Das ist die höchste Zahl an Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Damit stieg die Zahl der Infizierten insgesamt auf knapp 3.000. Das liegt aber vor allem daran, dass das Land sehr viel mehr testet als andere Staaten.

Südkorea ruft seine Bürger auf, am Wochenende zu Hause zu bleiben. Das Land befinde sich an einem kritischen Punkt im Kampf gegen das Coronavirus, sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Kim Kang Lip. Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und der Kontakt zu anderen Menschen solle vermieden werden.

© BR/Kathrin Erdmann

In Südkorea werden immer weitere Coronavirusinfektionen bekannt. Inzwischen gibt es rund 3000 bestätigte Fälle. Das liegt aber vor allem daran, dass das Land sehr viel mehr testet als andere Staaten

07.08 Uhr: Neue Fälle in Baden-Württemberg, Hessen und NRW

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag wurden unter anderem aus Hessen und aus Baden-Württemberg neue Infektionsfälle gemeldet. Im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben um zwei weitere Fälle auf 37. In dem Landkreis befinden sich rund tausend Menschen unter Quarantäne.

06.48 Uhr: Zweite Coronainfektion in den USA mit unbekanntem Infektionsweg

In Kalifornien gibt es eine zweite Coronavirus-Infektion, bei der nicht klar ist, wie sich die Person angesteckt hat. Die Person befindet sich im Santa Clara County, das ist ein Bezirk mitten im Silicon Valley, der extrem dicht besiedelt ist. Die Behörden gehen inzwischen davon aus, dass sich das Virus längst in der Bevölkerung verbreitet hat. In der Bay Area leben gut sieben Millionen Menschen. Unternehmen wie Google, Apple, Facebook und Ebay und viele anderen haben hier ihren Hauptsitz.

Die Infektionsfälle mit unbekannter Herkunft in Kalifornien und Oregon zeigen, dass die USA unter Umständen das Coronavirus unterschätzt haben. In einem der höchst entwickelten Länder der Welt gibt es offenbar zu wenige Testkits. Und wenn getestet wird, müssen Patienten und Ärzte auf die Ergebnisse oft zwei und mehr Tage warten.

© BR/Marcus Schuler

Zwei neue Infektionsfälle mit unbekannter Herkunft in Kalifornien und Oregon zeigen, dass die USA unter Umständen das Coronavirus unterschätzt haben.

Samstag, 29. Februar 2020

21.46 Uhr: Bundeskanzlerin plädiert für "Maß und Mitte"

Beim Umgang mit dem neuartigen Coronavirus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für "Maß und Mitte" plädiert. Es sollten nicht alle Veranstaltungen deshalb abgesagt werden, sagte sie auf dem CDU-Jahresempfang in Stralsund. Deutschland gehöre zu den Ländern, die die besten Voraussetzungen hätten, um mit dem Virus klarzukommen. Zudem könne jeder einzelne etwas dazu beitragen. Sie ging mit gutem Beispiel voran: "Ich gebe heute Abend niemandem die Hand", sagte Merkel. Am Freitagabend war wegen des Coronavirus die weltgrößte Reisemesse ITB abgesagt worden.

21.30 Uhr Beraterfirma ordnet Homeoffice an

Ernst & Young hat für seine 1.500 Mitarbeiter Homeoffice angeordnet, nachdem sich einer ihrer Angestellten in Düsseldorf mit dem Coronavirus infizierte. Die Firma gab bekannt, dass sie am Donnerstag (27.02.) über die Erkrankung des Mannes informiert worden sei und jetzt daraus Konsequenzen ziehe.

21.23 Uhr: Mobile Screening-Teams in Tirol im Einsatz

Auch Tirol tut alles, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden. Ab sofort sind in allen Tiroler Bezirken sogenannte "Mobile Screening-Teams" im Einsatz. Sie ermöglichen, dass bei Verdachtsfällen die für eine Coronavirus-Testung notwendigen Abstriche tirolweit zuhause durchgeführt werden können. Die Betroffenen müssen also nicht, wie bisher, in die Klinik in Innsbruck kommen. "Damit wollen wir einmal mehr gegebenenfalls die Zahl der möglichen Kontakte senken und verhindern, dass sich das Coronavirus in Tirol ausbreiten kann", betont der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter.-

21.12 Uhr: Krisenstab beschließt weitere Maßnahmen

Der Krisenstab der Bundesregierung hat in seiner zweiten Sitzung weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen, wie das Gesundheits- und das Innenministerium mitteilen. Danach muss im Luft- und Schiffsverkehr künftig auch für Reisende aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran der Gesundheitsstatus der Passagiere vor der Einreise gemeldet werden. Bisher gilt diese Regelung lediglich für China. Die Bahnunternehmen werden verpflichtet, Fahrgäste mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden. Der Krisenstab bereitet auch Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit Schutzausrüstung vor. "Hierzu gehört insbesondere auch eine geplante zentrale Beschaffung und Bevorratung durch den Bund", erklären die Ministerien.

21.06 Uhr: EU stellt 232 Millionen Euro zur Verfügung

Deutschland arbeite eng auf europäischer Ebene mit anderen Ländern zusammen, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die EU stellt Finanzierungsmittel in Höhe von 232 Millionen Euro bereit, um für eine bessere Vorsorge und Prävention zu sorgen und das Virus einzudämmen. Zugleich unterstützt die Bundesregierung die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung des Coronavirus mit 50 Millionen Euro.

20.34 Uhr: Steigende Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln

Das Coronavirus führt zu einer verstärkten Nachfrage nach haltbaren Lebensmittel und Hygieneprodukten, beobachten Aldi-Süd und Lidl. "Wir sind darauf vorbereitet und erhöhen entsprechend unsere Lagerbestände", erklärte Aldi-Süd. Auch Lidl hat nach eigenen Angaben die Vorräte aufgestockt und arbeitet "intensiv" an der sicheren Warenversorgung. Die Rewe Gruppe, zu der auch Penny-Märkte gehören, hat bisher keine auffällig starke Nachfrage verzeichnet. Laut dem Handelsverband Deutschland kam es bislang nicht zu Engpässen.

20.04 Uhr: Baden Württemberg meldet 13. Corona-Infizierten

Das Sozialministerium Baden-Württembergs bestätigte einen weiteren Corona-Fall im Landkreis Heilbronn. Auch in den Kreisen Ludwigsburg und Rhein-Neckar sind zwei Männer nachweislich an dem Virus erkrankt. Damit steigt die Zahl der Patienten in Baden-Württemberg, die nachweislich am Coronavirus erkrankt sind, auf 13 an.

"Es handelt sich um einen 32-jährigen Mann, der sich bis zum 21. Februar 2020 in Mailand aufgehalten hat und am 23. Februar 2020 mit respiratorischer Symptomatik erkrankte. Der Abstrich erfolgte am 27. Februar und wurde in einem niedergelassenen Labor positiv getestet. Die stationäre Aufnahme des Patienten ist veranlasst." Sozialministerium Baden-Württemberg

19.56 Uhr: Frankreich meldet 57 Infizierte

Das neuartige Coronavirus breitet sich immer weiter aus. In Frankreich gibt es nach Angaben der Behörden inzwischen 57 Coronavirus-Infektionen. Es bestehen mittlerweile mehrere Infektionsherde im ganzen Land. Der französische Gesundheitsminister empfiehlt, bis auf weiteres auf das Händeschütteln zu verzichten.

19.11 Uhr: Ärzte kritisieren Sparkurs bei Labore

Der Berufsverband Deutscher Laborärzte rechnen mit „einer rasch zunehmenden Zahl von SARS-CoV-2-Test“. Man sei gerüstet, heißt es vom BDL-Vorsitzenden Dr. Andreas Bobrowski. Gleichzeitig kritisierte er in der Deutschen Ärztezeitung, dass sich jetzt die „Ausdünnung diagnostischer Infrastruktur durch regulatorische Eingriffe“ bemerkbar mache. Der Weg zum nächsten medizinischen Labor sei in den vergangenen Jahren weiter und der Draht des Hausarztes zum nächsten Laborarzt dünner geworden.

Bisher habe zudem die Krankenkasse die Kosten für die Testung der Patienten getragen, die Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten oder sich in Risikogebieten aufgehalten hätten. Mit der neuen Regelung, die kurzfristig beschlossen werden soll, liege die Entscheidung jetzt bei den Ärzten, ob ein Patient getestet werden soll oder nicht.

18.40 Uhr: Bahn ist auf Coronafälle vorbereitet

Die Deutsche Bahn hat sich auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. Sollte der Fall eintreten, so die Bahn, werden die Reisenden informiert. Zudem werde der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt das Abteil professionell gereinigt und desinfiziert. Für Passagiere, die mehr als einen Meter von der erkrankten Person entfernt gewesen seien, bestünde nur geringe Infektionsgefahr. Die erkrankte Person werde am nächsten Halt den Rettungskräften übergeben.

"Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts." Deutsche Bahn, Pressemitteilung

Für Reisende mit Fahrscheinen in die vom Coronavirus betroffenen Gebiete in Italien hält die DB ihre Kulanzregelung aufrecht: Kunden, die ihre Reise nicht mehr antreten möchten, können ihren Fahrschein kostenfrei erstatten lassen. Gleiches gilt ab sofort für Reisende mit einer Fahrkarte des DB Fernverkehrs, bei denen der konkrete Reiseanlass aufgrund des Coronavirus entfällt wie zum Beispiel die offizielle Absage einer Messe, eines Konzerts, Sport-Events oder ähnliches.

18.35 Uhr Berliner Reisemesse wegen Coronavirus abgesagt

Die Tourismus-Börse ITB in Berlin wurde wegen der Coronavirus-Folgen abgesagt. Das teilte die Messe Berlin mit. Die Messe war mit 10.000 ausstellenden Organisationen und Unternehmen aus über 180 Ländern auch in diesem Jahr wieder ausgebucht.

18.26 Uhr: Huml bestätigt: Schutzkleidung für Ärzte rar

Gesundheitsministerin Melanie Huml hat bestätigt, dass Schutzkleidung für Ärzte in Bayern knapp sei. Sie sei deshalb auf Bundesebene aktiv geworden, sagte Huml in der Rundschau im BR-Fernsehen. Momentan stelle sich die Frage, ob hier ressourcenschonender gearbeitet werden könne, indem Ärzte nicht jeden verdächtigen Patienten einzeln prüfen und jedesmal Schutzkleidung verwenden, sondern mehrere zu untersuchende Patienten zusammenfassen.

17.31 Uhr: Nürnberger in Baden-Württemberg an Coronavirus erkrankt

Ein Mann aus Nürnberg ist während einer Geschäftsreise nach Baden-Württemberg positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der 36-Jährige werde in einem Krankenhaus in Karlsruhe isoliert behandelt, teilten das Gesundheitsministerium in Stuttgart sowie die Stadt Nürnberg mit. Auch seine Familie habe Symptome gezeigt, hieß es. Die Ehefrau, zwei Kinder sowie die Schwiegermutter des Mannes befänden sich in einer Nürnberger Isolierstation zur Abklärung, hieß es. Mit den Testergebnissen werde frühestens am Samstag gerechnet.

Somit hat Bayern möglicherweise einen zweiten Infektionsherd. Der erste bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg ist laut der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml aber bereits eingedämmt.

17.17 Uhr: Finanzinvestoren wittern Chance in Coronavirus-Krise

Große Finanzinvestoren hoffen bei anhaltenden Marktverwerfungen durch den Coronavirus auf günstige Kaufgelegenheiten. In den vergangenen Jahren haben sie milliardenschwere Fonds für den Aufkauf fauler Kredite aufgebaut und warten nun auf ihre Chance, wie Manager beim jährlichen Branchentreffen "Super Return" in Berlin sagten. "Ein Abschwung wäre für Apollo nicht schlecht", sagte der Chef des Finanzinvestors, Leon Black, bei einer Podiumsdiskussion. Während der Finanzkrise 2008 habe Apollo binnen vier Monaten 50 Milliarden Dollar investiert. Auch diesmal sei man bereit, solche Summe auszugeben, sollte es zum Abschwung kommen, sagte Black. In Krisen würden Kredite unterbewertet. "Das schafft Kaufgelegenheiten", sagte Jason Thomas vom Finanzinvestor Carlyle.

17.00 Uhr: Vorerst keine Autogramme und Selfies bei Bayern München

Das Coronavirus hat nun auch erste Auswirkungen auf die Abläufe bei Bayern München. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Freitag mitteilte, stünden die Spieler "bis auf Weiteres" nicht für Selfies zur Verfügung und würden derzeit auch keine Autogramme schreiben. Man folge damit der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes und bitte alle Fans und Besucher des FC Bayern um Verständnis.

16.50 Uhr: Erster bestätigter Coronavirus-Fall auf Island

Auch auf der Nordatlantik-Insel Island ist erstmals das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Mann mittleren Alters, der kürzlich in Norditalien gewesen sei, sei positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Behörden des kleinen europäischen Landes am Freitag mit. Er sei nicht schwer krank, zeige aber typische Symptome der Covid-19-Erkrankung. Er befinde sich nun im nationalen Universitätsklinikum in der Hauptstadt Reykjavik in Isolation.

16.44 Uhr: Uni untersagt Dienstreisen in Risikogebiete

Die Uni Erlangen-Nürnberg reagiert auf die weitere Ausbreitung des Coronavirus. Die Einrichtung untersagt seinen Mitarbeitern ab sofort sämtliche Dienstreisen nach China und in die vom Robert-Koch-Institut definierten sonstigen Risikogebiete. Reiserückkehrer oder Eingereiste, die ein gewisses Risiko einer Infektion erfüllen, werden dementsprechend freigestellt oder müssen zunächst im Homeoffice arbeiten. Studierende, die ein Infektionsrisiko darstellen könnten, können von Lehrveranstaltungen ausgeschlossen werden, informierte die FAU. Allerdings herrscht derzeit vorlesungsfreie Zeit, weshalb diese Regelung voraussichtlich erst ab April spürbar werden könnte.

16.40 Uhr: Erste Ergebnisse zu Impfstoffen in einigen Wochen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass es in einigen Wochen erste Ergebnisse zu Impfstoffen und Medikamenten gegen das neuartige Coronavirus gibt. Derzeit seien weltweit mehr als zwanzig Impfstoffe in der Entwicklung, sagt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Das Risiko der Ausbreitung sei weltweit auf einem sehr hohen Niveau. China habe in den vergangenen 24 Stunden 329 Neuinfektionen gemeldet, das sei der niedrigste Wert in mehr als einem Monat.

16.18 Uhr: Virologe: Sars-CoV-2 ist gekommen, um zu bleiben

Deutschland wird Experten zufolge mit dem neuen Coronavirus dauerhaft wie mit der normalen Grippe leben müssen. Es seien hohe Infektionszahlen mit dem neuen Coronavirus zu erwarten. "Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit", sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger. Wenn das ganze Pandemiegeschehen, bevor das Virus zu einem landläufigen Erkältungsvirus wird und nicht mehr weiter auffällt, sich so in zwei Jahren abspielt, da können wir damit umgehen." Problematisch werde das Infektionsgeschehen nur, wenn es in komprimierter, kurzer Zeit auftrete: "Darum sind die Behörden dabei, alles zu tun, um beginnende Ausbrüche zu erkennen und zu verlangsamen."

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet frühestens 2021 mit einem Impfstoff. "In ein paar Jahren werden wir mit einer weiteren grippeartigen Erkrankung leben, die Covid-19 heißt und gegen die wir impfen können. Jetzt gilt es den Übergang zu managen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse".

15.30 Uhr: Neu-Ulm - Fünf Personen in häuslicher Quarantäne

Wie das Landratsamt Neu-Ulm mitteilte, konnte mittlerweile ein fünfter Kinobesucher, der nahe dem Corona-Patient aus Göppingen in einem Neu-Ulmer Kino saß, identifiziert werden. Die Person gehört zu insgesamt acht Kontaktpersonen der Kategorie 1 mit höherem Infektionsrisiko. Auch für die fünfte Person wurde eine häusliche Quarantäne angeordnet, so wie bei den vier anderen bekannten Personen zuvor. Einen nachgewiesenen Fall des Corona-Virus im Landkreis Neu-Ulm gibt es weiterhin nicht.

15.29 Uhr: RKI sieht weiterhin "geringes bis mäßiges" Risiko

Das Risiko ist als gering bis mäßig einzuschätzen", sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag in Berlin. Aus mehreren Bundesländern wurden neue Erkrankungsfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Ende Januar in Bayern erstmals aufgetretenen Coronavirusfälle stieg inzwischen auf 53. Davon sind mindestens 37 Fälle in den vergangenen Tagen bekannt geworden - hauptsächlich in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, wie eine RKI-Liste zeigt. Hinzu kommen Fälle in Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen sowie ein Infizierter in Schleswig-Holstein, der in Hamburg arbeitet. Zudem gibt es 16 ältere Fälle, von denen die letzten am 11. Februar in Bayern bekannt wurden. Von ihnen ging keine weitere bekannte Ansteckung aus.

15.12 Uhr: Cyberkriminelle wollen am Coronavirus verdienen

Cyberkriminelle versuchen, von der Furcht vieler Menschen vor dem Cornavirus zu profitieren. So warnt die Polizei vor einem sogenannten Fakeshop, in dem Atemmasken angeboten werden, die derzeit in vielen Apotheken vergriffen sind. Mittels einer Spam-Mail verschicken die Täter Ihr Angebot an zahlreiche Empfänger, wobei sie den Firmennamen eines realen Unternehmens aus Deutschland verwenden. Wer dem Link folgt und Atemschutzmasken bestellen möchte, landet auf einer Fakeshopseite, die aber nichts mit dem angegebenen Hersteller zu tun hat. Nach Einschätzung der Polizei ist zu erwarten, dass weitere Webseiten dieser Art folgen werden.

14.50 Uhr: Sperrbezirk in Heinsberg wird doch nicht eingerichtet

Der vom Landrat des Kreises Heinsberg angekündigte Sperrbezirk wird doch nicht eingerichtet. Das hat der Kreis nach einem Treffen mit Ministerpräsident Laschet und Gesundheitsminister Laumann erklärt. Der WDR hatte zuerst über die Planungen für einen Sperrbezirk berichtet. In NRW sind derzeit rund 20 Coronavirus-Fälle bekannt. Allein im Kreis Heinsberg sind mittlerweile nach Schätzungen der Behörden 1.000 Menschen in häuslicher Quarantäne.

14.14 Uhr: Sperrbezirk im Kreis Heinsberg wird eingerichtet

Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen, wird nach WDR-Informationen im Kreis Heinsberg ein Sperrbezirk eingerichtet. Darüber welche Orte betroffen sein werden, berät aktuell der Krisenstab gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Laschet und Gesundheitsminister Laumann. Einzelheiten wollen die Behörden ab 16 Uhr mitteilen.

13.30 Uhr: Bayern richtet Krisenstab zum Coronavirus ein

Die bayerische Staatsregierung richtet einen Krisenstab zum Coronavirus ein. Das kündigte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) nach einer Sitzung des Kabinettsausschusses in München an. Darin sei vor allem das Innenministerium einbezogen. Bislang habe eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums rund 25 Mal getagt, sagte Huml. Sie rief die Bürger auf, sich an die Gesundheitsämter zu wenden, wenn sie Kontakt zu eventuell Infizierten hatten. Kinder mit grippeartigen Symptomen sollten nicht in die Schule geschickt werden. Schulschließungen seien derzeit nicht geplant. Insgesamt gebe es keinen Anlass für "übertriebene Verunsicherung".

Die Behörden würden empfehlen, Teilnehmer aus Risikogebieten von Großveranstaltungen wie Messen auszuladen, so Huml. Nur wenn das nicht möglich sei, sollten Messen und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abgesagt werden. Innenminister Joachim Herrmann erklärte, Polizei und Rettungskräfte seien "für alle Eventualitäten sensibilisiert" und vorbereitet. Bisher handele es sich aber nur um ein "eingrenzbares, lokales Auftreten", von einem Katastrophenstatus sei man "weit entfernt". Die Abriegelung ganzer Ortschaften wegen des Coronavirus wie etwa in Italien stehe "definitiv nicht zur Debatte".

13.10 Uhr: Weihwasserbecken im Kölner Dom bleiben leer

Im Kölner Dom bleiben die Weihwasserbecken leer. Das sei Teil von Vorsichtsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus, teilte die Dompropstei mit. Um das Ansteckungsrisiko zu verringern, werde auch nicht mehr zum Händereichen als Zeichen des Friedensgrußes aufgerufen. Auch bei der Kommunion gibt es Einschränkungen. Die sogenannte Mundkommunion, bei der der Priester den Gläubigen die Hostie direkt auf die Zunge legt, berge Gefahren einer Krankheitsübertragung, erklärte Domdechant Robert Kleine. Deshalb sei ab sofort nur noch die Handkommunion im Dom vorgesehen, bei der die Gläubigen die Hostie mit der Hand entgegennehmen. Der Kölner Dom hat nach Angaben der Dompropstei täglich 20.000 Besucher.

12.59 Uhr: Iran sagt Freitagsgebete ab - Schulen geschlossen

Der schwer vom Coronavirus betroffene Iran reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die Ausbreitung. In mehreren Teilen des Landes wurden die Freitagsgebete abgesagt. Nach Angaben iranischer Medien fanden die für das islamische Land wichtigen Zeremonien in gut zwei Dritteln der mehr als 30 Provinzen nicht statt.

Außer den Freitagsgebeten hat das Gesundheitsministerium von allen öffentlichen Veranstaltungen, wie etwa Hochzeitsfeiern oder Trauerzeremonien, abgeraten. Schulen und Universitäten bleiben vorläufig geschlossen und werden wohl bis zum Ende der persischen Neujahrsferien Anfang April auch nicht mehr geöffnet. Geschlossen sind weiterhin auch Kinos, Theater und Konzertsäle. Die Zahl der Covid-19-Opfer im Iran ist auf 34 gestiegen, 388 Menschen wurden positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet.

12.11 Uhr: Erste Urlauber dürfen Quarantäne-Hotel auf Teneriffa verlassen

Einige der Gäste des unter Quarantäne gestellten Hotels auf Teneriffa haben das Gebäude am Freitag mit Erlaubnis der Gesundheitsbehörden verlassen. 130 der rund 1.000 festsitzenden Touristen dürften abreisen, erklärte die Regierung der Kanarischen Inseln - aber nur, weil sie erst nach dem 24. Februar angekommen seien und keinen Kontakt zu den Infizierten haben konnten. Unter den 130 Menschen, die gehen dürften, seien Spanier, aber auch Gäste anderer Nationalitäten, berichtete das spanische Fernsehen.

Das deutsche Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und auch der Honorarkonsul auf Teneriffa verfolgten die Entwicklungen genau und stünden sowohl mit den betroffenen Deutschen als auch den spanischen Behörden in Kontakt. Mehrere deutsche Gäste des Hotels hatten zuvor in einem Schreiben an Bundesaußenminister Heiko Maas darum gebeten, ausgeflogen zu werden.

In dem Hotel im Südwesten der spanischen Urlaubsinsel waren zu Wochenbeginn vier Italiener positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Dienstag wurde das Gebäude deshalb isoliert.

11.45 Uhr: Bayerischer Influenza-Pandemieplan überarbeitet

Bayern hat seinen Influenza-Pandemieplan aktualisiert. Darin geht es beim Punkt Atemschutz auch um das Coronavirus. Allerdings taucht es auf den mehr als 100 Seiten nur an dieser einen Stelle auf, denn der Plan soll allgemeingültig sein. Er legt die Regeln, die im nationalen Pandemieplan festgelegt sind, auf Bayern um. Außerdem regelt er die Kommunikation zwischen den Behörden auf Bundes-, Landes- und auf internationaler Ebene.

11.38 Uhr: Genfer Autosalon abgesagt

Der Genfer Autosalon ist wegen des sich rasant ausbreitenden Coronavirus abgesagt worden. Die Messegesellschaft Palexpo habe Autobauer und Zulieferer über diese Entscheidung informiert. Zuvor hatte die Schweizer Regierung Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern untersagt, um die Ansteckungsgefahr einzudämmen.

11.25 Uhr: Zwei weitere Infizierte in Baden-Württemberg

Zwei weitere Menschen aus Baden-Württemberg haben sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Im ersten Fall handle es sich um einen Mann aus dem Landkreis Ludwigsburg, der bei der sogenannten Influenza-Überwachung "herausgefischt" worden sei, teilte das Sozialministerium am Freitag in Stuttgart mit. Das bedeutet, dass Proben im Labor des Landesgesundheitsamtes, die auf Influenza getestet wurden, automatisch auch auf das Coronavirus hin untersucht werden. Es ist der erste Fall, der auf diese Art ermittelt wurde.

Beim zweiten Fall handelt es sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der sich am Mittwochabend nach seiner Rückkehr aus dem Ski-Urlaub in Südtirol mit leichten Symptomen in der Notfallambulanz der Heidelberger Universitätsklinik vorgestellt hatte. Der Test fiel am späten Donnerstagabend positiv aus.

In Baden-Württemberg gibt es damit nun zehn Menschen, die sich mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 infiziert haben.

10.15 Uhr: Schweiz verbietet sämtliche Großveranstaltungen

Die Schweiz verbietet ab sofort sämtliche Großveranstaltungen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werde die Situation in der Schweiz als "besondere Lage" gemäss Epidemiengesetz eingestuft, teilte Innenminister Alain Berset mit. Öffentliche und private Veranstaltungen, bei denen sich gleichzeitig mehr als 1.000 Personen aufhielten, würden untersagt. Dieses Verbot gelte mindestens bis zum 15. März.

09.11 Uhr: Neuer Coronavirus-Fall in Bayern ist Hautarzt aus Erlangen

Bei dem neuen bayerischen Coronavirus-Patienten soll es sich um einen Hautarzt handeln. Der Mediziner soll an der Erlanger Hautklinik arbeiten und sich auf einem Kongress in München bei einem italienischen Kollegen angesteckt haben. Zahlreiche Menschen, die seitdem mit ihm in Kontakt standen, stehen nun unter Quarantäne.

Aus dem Gesundheitsministerium in München gab es dazu zunächst keine Angaben. Ressortchefin Melanie Huml (CSU) und Kollegen wollen am Freitagnachmittag nach einem Treffen der Staatsregierung unter anderem mit dem Präsidenten des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, informieren.

06.15 Uhr: Bayerisches Kabinett kommt zu Sondersitzung zusammen

Nach Bekanntwerden des 15. Coronavirus-Falls in Bayern und wegen der steigenden Zahl neuer Erkrankungen auch andernorts in Deutschland kommt am Freitag (11 Uhr) die Staatsregierung zusammen. In der Staatskanzlei in München wollen sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und mehrere Minister in einem eigens wegen der Lungenkrankheit Covid-19 einberufenen Kabinettsausschuss über die Lage im Freistaat und den anderen Bundesländern austauschen. An der Sitzung nehmen auch der Präsident des Robert Koch-Institutes (RKI), Lothar Wieler, und der Leiter des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, teil.

Im Fokus der Sitzung steht unter anderem die Frage, wie der Freistaat auf eine möglicherweise bevorstehende Ausbreitung vorbereitet ist. Dabei geht es etwa um vorhandene Kapazitäten von geeigneten Quarantänebetten in Kliniken.

Dann könnte auch die Frage beantwortet werden, welche Folgen in Bayern die Infektionen von drei Menschen aus Baden-Württemberg haben. Sie sind Teil einer Gruppe von Geschäftsreisenden, die vom 19. bis 21. Februar an einem Arbeitstreffen in München teilgenommen hatten.

Freitag, 28. Februar 2020

23.40 Uhr: Erste Corona-Fälle in Hamburg und Hessen bestätigt

In Hessen ist ein erster Fall des neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Bei einer Person im Lahn-Dill-Kreis sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Landkreis am Donnerstagabend mit. Auch Hamburg meldet den ersten nachgewiesenen Coronainfizierten. Er arbeitet am Universitätsklinikum in der Kinder- und Jugendmedizin. Das hat auch Folgen für die jungen Patienten und deren Eltern: Alle Kinder und Eltern, die engen Kontakt mit dem Mitarbeiter hatten, gehen demnach nun 14 Tage in Quarantäne. Der Mann war in Italien im Trentino im Urlaub gewesen.

21.25 Uhr: Mann in Mittelfranken mit Coronavirus infiziert

In Bayern gibt es einen neuen Coronavirus-Fall. Laut Gesundheitsministerium handelt es sich um einen Mann aus Mittelfranken, der in Deutschland Kontakt mit einem Italiener hatte, der nach seiner Rückkehr nach Italien SARS-CoV-2 positiv getestet wurde. Das zuständige Gesundheitsamt hat demnach bereits begonnen, die Kontaktpersonen zu ermitteln.

20.40 Uhr: Infektionskette führt nach München

Das baden-württembergische Sozialministerium meldet, dass drei der vier neuen Infizierten zuvor bei einem Geschäftstreffen in München Kontakt zu einem italienischen Teilnehmer hatten, der anschließend in Italien positiv getestet wurde. Die zwei Frauen und ein Mann aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald beziehungsweise der Stadt Freiburg sind laut Robert Koch-Institut in einer Klinik.

20.30 Uhr: Starker Anstieg der Coronavirus-Fälle in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen von bisher 18 auf 38 angestiegen. Zwölf Fälle seien wohl über eine Ansteckungskette verbunden, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran. In Frankreich waren bereits zwei mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben.

19.44 Uhr: Vier weitere Fälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es vier weitere Infektionen mit dem Coronavirus, wie das Sozialministerium mitteilt. Damit steigt die Zahl der Fälle in dem Bundesland auf acht.

19.20 Uhr: 14 weitere Infektionen in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind 14 weitere Personen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums erhöht sich die Zahl der Infizierten damit im Kreis Heinsberg auf 20. Alle der aktuell positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne. Auch in Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz gibt es einen weiteren Infizierten.

19.10 Uhr: Coronavirus auch in Wien

Auch in der österreichischen Hauptstadt Wien gibt es jetzt drei bestätigte Covid-19-Fälle. Laut Behörden handelt es sich um einen 72-Jährigen, der "schwer erkrankt" ist und künstlich beatmet wird. Außerdem ist ein Ehepaar infiziert, das mit seinen beiden Kindern im Urlaub in Norditalien gewesen sein soll. Die Testergebnisse der Kinder stehen noch aus. Insgesamt gibt es in Österreich fünf bestätigte Fälle.

18.42 Uhr: Drei weitere Tote in Italien

In Norditalien sind drei weitere Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Behörden mitteilen. Die Gesamtzahl der Toten steigt damit auf 17.

17.42 Uhr: Deutsche Bahn ergreift Maßnahmen bei Infektionsverdacht

Die Deutsche Bahn bereitet sich auf eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vor. Wie der Konzern mitteilte, würden im Verdachtsfall einer Infektion in einem Zug der betroffene Bereich gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste würden vom Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollten, um von den Behörden bei Bedarf kontaktiert werden zu können. Wenn der Anlass für eine Bahnreise virusbedingt entfällt, etwa, weil eine Veranstaltung abgesagt wird, können die Kunden ihr Ticket kostenfrei zurückgeben und bekommt den Fahrpreis erstattet. Gleiches gilt für Tickets für die betroffenen Gebiete in Italien.

17.22 Uhr: Letzter Coronavirus-Patient in Bayern verlässt Schwabinger Klinik

Der letzte Coronavirus-Patient in Bayern ist aus dem Krankenhaus entlassen worden. Einzelheiten zu der Person teilte das Gesundheitsministerium in München nicht mit, wegen des Persönlichkeitsschutzes. Im Freistaat gab es 14 positiv getestete Covid-19-Patienten. Alle standen im Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf.

16.01 Uhr: Sitznachbarn von infiziertem Kinobesucher in Quarantäne

Nach dem Kinobesuch eines Coronavirus-Patienten in Neu-Ulm müssen mehrere Sitznachbarn des Mannes in Quarantäne. Auf Anordnung des Gesundheitsamts dürfen die vier Personen vorläufig ihre Wohnung nicht mehr verlassen.

15.45 Uhr: Berlin spricht Empfehlungen für Schutz aus

Auf der Internetseite www.infektionsschutz.de finden sich Regeln, die das Bundesgesundheitsministerium zum Schutz gegen eine Corona-Infektion empfiehlt. Neben den gängigen Empfehlungen wie "in die Armbeuge niesen", "Händeschütteln vermeiden" oder gründlichem Händewaschen gibt es auch Verhaltensregeln, wenn eine betroffene Region bereist wurde oder Kontakt zu Menschen aus betroffenen Regionen bestand.

15.25 Uhr: WHO sieht Pandemie-Potenzial

Die Entwicklung der Coronavirus-Ausbreitung ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an einem entscheidenden Punkt. WHO-Generaldirektor Ghebreyesus sprach davon, dass das Virus Pandemie-Potenzial habe. Kein Land solle annehmen, dass dort keine Fälle auftreten. Dies wäre im wörtlichen Sinne ein tödlicher Fehler, so Ghebreyesus weiter.

14.20 Uhr: Regierung plant Erfassung von Einreisenden

Die Behörden nehmen wegen des vermehrten Auftretens von Corona-Fällen verstärkt das Geschehen bei der Einreise nach Deutschland in den Blick: Menschen, die etwa mit dem Bus oder dem Zug nach Deutschland kämen, sollten besondere "Aussteigerkarten" ausfüllen müssen, sagte Bundesinnenminister Seehofer. Damit solle gewährleistet werden, dass die Eingereisten beim Auftreten eines Corona-Falls kontaktiert werden können.

14.13 Uhr: Coronavirusinfektionen rücken 12.500-Einwohner-Gemeinde in NRW ins Rampenlicht

Nach den Coronavirusinfektionen im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg ist das öffentliche Leben in der Region massiv eingeschränkt. In Gangelt fehlen Mitarbeiter in der Gemeinde, auch die örtliche Feuerwehr ist betroffen. Nach Angaben des Landrats gibt es derzeit aber keine Neuinfektionen.

13.00 Uhr: Krisenstab soll Infektionsketten in den Griff bekommen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben in Berlin offiziell die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabes bekannt gegeben. Ziel sei es "die Bevölkerung zu schützen" und die Epidemie einzudämmen, sagte Spahn. Zu den ersten Beschlüssen des Gremiums gehöre, dass vorerst Flug- und Schiffsreisende aus gefährdeten Ländern bei Ankunft in Deutschland Auskunft über ihre Aufenthaltsorte geben müssen, bei anderen Verkehrsmitteln setzt man auf Selbstverpflichtungen. Es gelte die Devise, "lieber einmal zu viel als einmal zu wenig" zu testen, so Spahn. Seehofer betonte, dass "absoluter Schutz" nicht möglich sei, der Krisenstab solle aber helfen, Infektionsketten in Deutschland und "nach Deutschland" in den Griff zu bekommen. Asylbewerber sollten "primär" untersucht werden, um Infektionen zu erkennen.

11.52 Uhr: Japan schließt alle Schulen bis Ende März

Japan will im Kampf gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 alle Schulen schließen. Die Maßnahme trete am kommenden Montag in Kraft und umfasse alle Grundschulen, Mittelstufen und Gymnasien, sagte Premier Shinzo Abe. Die Schließung soll demnach bis zum Beginn der zehntägigen Frühlingsferien Ende März gelten. Abe betonte, die kommenden beiden Wochen seien entscheidend für den Kampf gegen das Virus. Japan hat bisher acht Todesfälle gemeldet, die in Verbindung mit dem Virus stehen. Mehr als 900 Menschen infizierten sich. Mehr als 700 Infektionen entfallen allerdings auf Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess", das im Hafen von Yokohama unter Quarantäne stand.

10.51 Uhr: Rosenheimer Pflegekraft auf Coronavirus getestet

Eine Intensiv-Pflegekraft aus dem Landkreis Rosenheim ist heute auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme, heißt es aus dem Gesundheitsamt Rosenheim. Es besteht kein begründeter Verdacht, dass sich die Person mit dem Coronavirus infiziert haben könnte, die Pflegekraft hatte aber über leichte Halsschmerzen geklagt und war beruflich bis vor kurzem in Norditalien tätig. Daher wurde sie aufgrund ihrer sensiblen Tätigkeit vorsichtshalber getestet. Bis spätestens morgen das Ergebnis vorliegt, darf die Pflegekraft ihrer Arbeit nicht nachgehen.

10.30 Uhr: RKI hält neuartiges Coronavirus für tödlicher als Grippe

Nach den bisher bekannten Zahlen ist das neuartige Coronavirus laut Robert Koch-Institut tödlicher als die Grippe. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus sei hoch, so Institutspräsident Lothar Wieler in Berlin. Zwar würden gut 80 Prozent der infizierten nur milde Symptome ausbilden, aber ein Anteil von 15 Prozent schwer Erkrankten sei viel. Nach den bisherigen Daten müsse man davon ausgehen, dass ein bis zwei Prozent der Infizierten sterben, sagte Wieler. Auf jeden Fall mache es Sinn, alle Möglichkeiten zur Eindämmung der Krankheit auszuschöpfen, für "italienische Verhältnisse" und die Absperrung ganzer Städte gebe es aber keinen Anlass.

10.02 Uhr: Frau in Japan nach Genesung erneut positiv getestet

In Japan haben die Behörden bekannt gegeben, dass erstmals eine Coronavirus-Patientin nach ihrer Genesung erneut positiv auf den Erreger getestet wurde. Bei der Frau im Alter von etwa 40 Jahren war die Infektion erstmals am 29. Januar festgestellt worden. Sie wurde im Krankenhaus behandelt und schließlich als geheilt entlassen. Ein Virus-Test am 6. Februar fiel negativ aus. Eine Woche später war die Frau symptomfrei. Am 21. Februar ging sie wieder zum Arzt, weil sie Hals- und Brustschmerzen hatte. Am Mittwoch wurde sie zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet. In Japan haben sich mittlerweile mindestens 186 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, drei Menschen starben.

09.05 Uhr: Offiziell 22 Corona-Tote im Iran

Im Iran greift das neuartige Coronavirus weiter um sich. Inzwischen seien 22 Menschen gestorben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bisher seien 141 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt. Besonders betroffen ist die Provinz mit der heiligen schiitischen Stadt Ghom, in der das Virus bei 63 Menschen nachgewiesen worden ist. Experten befürchten, dass der Iran die Fallzahlen zu niedrig angibt. Rund um den Persischen Golf traten in den vergangenen Tagen neue Infektionen auf, die mit der Islamischen Republik in Verbindung stehen sollen.

08.56 Uhr: Alle Infektionen in NRW gehen auf Ehepaar zurück

Alle Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Nordrhein-Westfalen stehen laut Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in einem direkten Zusammenhang mit Kontakten zu dem zuerst erkrankten Ehepaar. Bei den Erkrankten handle es sich um "Büroangestellte und Nachbarn aus dem Umfeld", sagte Laumann im ZDF-"Morgenmagazin". Auch der infizierte Bundeswehrsoldat der Flugbereitschaft habe Kontakt mit den Ersterkrankten gehabt. Derzeit sei das Umfeld der neuen Infektionen auf den Kreis Heinsberg beschränkt. Eine Abriegelung von Orten sei nicht die richtige Maßnahme, sagte Laumann. Die erkrankte Ehefrau arbeitet in einem Kindergarten. Im Laufe des Tages sollen die Testergebnisse der dort betreuten Kinder vorliegen.

06.52 Uhr: Suche nach möglichen Infizierten in Nordrhein-Westfalen

Nach den fünf bestätigten Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen suchen die Behörden nun nach möglichen weiteren Infizierten. In Gangelt im Kreis Heinsberg sind rund 300 Besucher einer Karnevalsveranstaltung aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Alle Besucher und ihre Familien müssten für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium mit. In Mönchengladbach läuft am Krankenhaus Maria Hilf die Suche nach Menschen, die Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatten. Alle bislang bekannten Infizierten hatten Kontakt mit einem Ehepaar aus Gangelt, das an der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird. Im Laufe des Tages erwarten die Behörden zahlreiche Testergebnisse von Kontaktpersonen, die sich bei dem Paar angesteckt haben könnten. Dazu zählen etwa die Kinder des Paares, die rund 65 Kinder einer Kita und Teilnehmer der Karnevalsveranstaltung.

06.45 Uhr: Produktion für Schutzmasken-Vlies in Franken boomt

Wegen des Coronavirus boomt beim oberfränkischen Vliesstoff-Spezialisten Sandler AG in Schwarzenbach an der Saale die Produktion für Schutzmasken-Vlies. Sandler liefert momentan täglich Vlies für 5 Millionen Masken aus. Der Spezialstoff wird dann von Maskenherstellern weiterverarbeitet. Die chinesische Regierung hat angeordnet, dass alle 1,3 Milliarden Einwohner Masken tragen sollen. "Aufgrund der aktuellen Situation besteht zurzeit hoher Bedarf an Vliesstoffen für diese Anwendung, es herrscht Materialknappheit am Markt", teilte das Unternehmen mit.

06.40 Uhr: Würzburger Tropenmediziner warnt vor Panik

Der Chefarzt der Missionsärztlichen Klinik in Würzburg, August Stich, warnt im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor panikartigen Reaktionen. Das neuartige Coronavirus habe zwar an Dynamik gewonnen und würde sich weiter ausbreiten, aber man habe es "nicht mit einem Killervirus zu tun, das uns alle auslöscht". Derzeit sei sein Institut mit zahlreichen Anfragen von Patienten konfrontiert, die eigentlich nur gewöhnliche Erkältungen hätten. Dass auch in Deutschland irgendwann ganze Städte abgeriegelt werden könnten, hält Stich für unwahrscheinlich. Für den Moment bleibe die Strategie wie gehabt: Tatsächlich erkrankte Patienten isolieren und Kontaktpersonen überprüfen.

06.30 Uhr: Saudi-Arabien lässt wegen Coronavirus Pilger nicht ins Land

Saudi-Arabien schließt als Schutzmaßnahme gegen das neuartige Coronavirus seine Grenzen vorläufig für Pilger. Muslimische Gläubige, welche nach Mekka reisen wollen, erhalten vorerst keine Visa mehr, wie das Außenministerium in Riad mitteilte. Mekka, wo die heiligsten Stätten des Islam liegen, wird jeden Monat von zehntausenden Pilgern besucht, die größte alljährliche Pilgerfahrt nach Mekka - der Hadsch - mit Millionen von Gläubigen aus aller Welt findet in diesem Jahr aber erst zwischen Juli und August statt. Zur Abwehr des Coronavirus verbietet Saudi-Arabien nach Angaben des Außenministeriums außerdem bis auf Weiteres generell die Einreise von Touristen aus Ländern, in denen der Erreger eine "Gefahr" darstelle. Von China aus hat sich der Erreger inzwischen in rund 40 andere Staaten ausgebreitet.

05.45 Uhr: Hunderte neue Erkrankungsfälle in China und Südkorea

In China und Südkorea ist die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus jeweils stark angestiegen. Südkorea meldete 334 neue Fälle und damit das bisher stärkste Anwachsen der Zahl der Erkrankten. Damit haben sich inzwischen 1.595 Menschen mit dem Erreger angesteckt, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst. Vom Ausbruch ist Daegu - die viertgrößte Stadt des Landes - besonders schwer betroffen. Doch gibt es Anzeichen einer Ausbreitung im Rest Südkoreas: Aus der Hauptstadt Seoul wurden bisher 55 Fälle gemeldet. In China stieg die Zahl der Infektionen um 433 auf nunmehr 78.497, wie die Behörden mitteilten. Hinzu kamen demnach 29 Tote, womit mittlerweile 2.744 Menschen an Covid-19 gestorben sind.

04.00 Uhr: Experte sieht Epidemie in China erst "Ende April" unter Kontrolle

Die Coronavirus-Epidemie in China wird nach Darstellung des Chefs der Expertenkommission der chinesischen Regierung, Zhong Nanshan, noch länger andauern. "Wir sind zuversichtlich, dass es Ende April im Wesentlichen unter Kontrolle sein wird", sagte der Professor in der südchinesischen Stadt Guangzhou. Mit Blick auf den Ausbruch der Lungenkrankheit in anderen Ländern überraschte Zhong Nanshan mit der These, dass die ersten Infektionen zwar in China berichtet worden seien, aber der Ursprung des Sars-CoV-2 nicht unbedingt in China gewesen sein müsse. Beweise dafür legte er nicht vor.

© BR

In China gibt es hunderte neue Corona-Infaktionen. Sie beschränken sich aber auf das Kerngebiet der Epidemie in der besonders betroffenen Provinz Hubei, in anderen Regionen des Landes zeigt sich die Situation günstiger.

03.39 Uhr: Trump sieht geringes Corona-Risiko für USA

Nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch in den USA hat Präsident Donald Trump vor einer Panik gewarnt. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering", betonte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei. Der Präsident betonte zugleich: "Was immer auch passiert, wir sind vollständig vorbereitet." Trump schloss weitere Reiseeinschränkungen wegen des Virus nicht aus. Derzeit dürfen Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, nicht in die USA einreisen. Die CDC hatte kurz zuvor mitgeteilt, dass dass es San Francisco einen ersten Patienten gebe, bei dem unklar ist, wie er sich mit dem Coronavirus infiziert hat und man eine Epidemie befürchte.

Donnerstag, 27. Februar 2020

22.30 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Personen nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Im Zuge der Überprüfung von Kontaktpersonen des erkrankten Ehepaares aus der Gemeinde Gangelt hätten sich zwei neue bestätigte Covid-19-Fälle ergeben, teilte der Kreis Heinsberg mit. Dabei handele es sich um eine Mitarbeiterin des schwer erkrankten 47-Jährigen und deren Lebensgefährten. Damit sind derzeit neun Fälle von Corona-Infektionen bekannt.

21.45 Uhr: Jeweils ein Infizierter in Norwegen und Georgien

In Norwegen ist der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Das teilt die Gesundheitsbehörde des skandinavischen Landes mit. Die Person sei in der vergangenen Woche aus China eingereist. Unterdessen ist das Virus nun auch in Georgien. Das dortige Gesundheitsministerium meldet, erstmals habe sich in dem Land ein Fall bestätigt. In Frankreich wurde der 18. Fall eines mit dem Virus infizierten festgestellt. .Zuvor waren bereits zwei Patienten gestorben. Vier befänden sich noch im Krankenhaus und zwölf seien wieder gesund. Gesundheitsministeri Veran stellte klar: "Es gibt im Land keine Epidemie, nur isolierte Fälle".

20.45 Uhr: Quarantäne für 83 Personen in Nassau

Die Gesundheitsbehörden des Bezirks Nassau im Bundesstaat New York haben 83 Personen unter Beobachtung gestellt. Sie hatten China besucht und waren möglicherweise in Kontakt mit dem Coronavirus gekommen.

19.15 Uhr: Erster Infizierter in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist erstmals bei einem Patienten das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im  Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit.

18.37 Uhr: Weitere Virusinfektion in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg hat sich ein weiterer Mann mit dem Coronavirus infiziert. Der 32-Jährige aus dem Landkreis Rottweil sei aus dem Risikogebiet in Italien eingereist und habe keine Verbindungen zu den bislang gemeldeten drei Patienten im Südwesten, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit.

17.45 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Deutschland steht "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie". "Die Lage hat sich leider in den letzten Stunden geändert, das muss man leider sagen", fügte der Minister hinzu. "Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist die neue Qualität - nicht nachzuvollziehen." Es gebe eine Vielzahl von Personen, die mit Erkrankten Kontakt hatten. "Vor diesem Hintergrund ist es fraglich, ob unsere bisherige Strategie, das Virus einzugrenzen und Infektionsketten zu beenden, auch weiterhin aufgeht." Die Wahrscheinlichkeit, dass die Epidemie an Deutschland vorbeigehe, sinke.

In einer Telefonkonferenz habe er die Gesundheitsminister der Länder gebeten, ihre Landespandemiepläne in Kraft zu setzen, sofern noch nicht geschehen, und sich entsprechend auf eine Ausbreitung von Corona vorzubereiten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Spahn wollten am Donnerstag in Berlin über die Einrichtung eines gemeinsamen Krisenstabes ihrer Ministerien informieren. Nach Angaben eines Sprechers tagte der Krisenstab bereits am Mittwoch zum ersten Mal.

15.40 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich zwei weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Universitätsklinik Tübingen am Mittwoch mit. Es handelt sich um eine Reisebegleiterin des Infizierten aus Göppingen und deren Vater. Er ist Oberarzt in der Pathologie des Universitätsklinikums. Der 60-Jährige soll seit dem Wochenende auch Kontakt zu anderen Medizinern gehabt haben - diese Kontakte seien vollständig erfasst, teilte das Klinikum am Mittwoch in Tübingen mit. Es seien ein Dutzend Oberärzte getestet und "aus der Krankenversorgung rausgenommen worden". Sie seien unter Beobachtung.

© Christoph Necker

An der Universitätsklinik Tübingen sind die ersten Fälle einer Infektion mit dem neuen Corona-Virus festgestellt worden

15.31 Uhr: Offenbar mehr als 100 Deutsche in abgeriegeltem Hotel auf Teneriffa

In dem wegen einer Coronavirus-Infektion isolierten Hotel auf Teneriffa halten sich offenbar über hundert Deutsche auf. "Wir gehen derzeit von einer niedrigen dreistelligen Anzahl Deutscher aus, die sich in dem Hotel befinden", heißt es im Auswärtigen Amt in Berlin. "Unser Konsulat in Las Palmas de Gran Canaria und auch der Honorarkonsul auf Teneriffa verfolgen die Entwicklungen genau und standen bereits mit einigen Betroffenen telefonisch in Kontakt."

15.06 Uhr: Infizierte Ehefrau in NRW ist Kindergärtnerin

Das infizierte Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen habe seit zwei Wochen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen und Menschen anstecken können, sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Frau sei Kindergärtnerin, weswegen alle Kinder aus dem Kindergarten sowie deren Eltern zu Hause bleiben müssen. Zudem habe das Ehepaar zwei eigene schulpflichtige Kinder, sagte Laumann weiter. Bislang zeigten diese noch keine Symptome.

Das Paar suchte außerdem den Angaben zufolge zwei Arztpraxen auf, der Mann sei in der Kölner Universitätsklinik gewesen. Sämtliche Patienten sowie das Personal der Einrichtungen mit Kontakt zu den Infizierten befänden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, sagte Laumann. Darüber hinaus unternahmen die beiden demnach jüngst einen Kurzurlaub in die Niederlande, weshalb auch etwa ihr dortiges Hotel kontaktiert wurde. Noch ist den Angaben zufolge völlig unklar, wo die beiden sich ansteckten.

Der Mann ist nach wie vor schwer erkrankt, sagte der Direktor des Düsseldorfer Universitätsklinikums, Dieter Häusslinger. Er sei weiterhin beatmungspflichtig, wobei sich sein Zustand über Nacht nicht verschlechtert habe. Die Frau sei ebenfalls erkrankt, aber "bei weitem nicht in dem Schweregrad" ihres Manns, sagte Häusslinger.

14.40 Uhr: Spur führt nach Bayern: Infizierter aus Baden-Württemberg war zuvor in Neu-Ulm

Der mit dem Coronavirus Infizierte in Baden-Württemberg, ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen, war am vergangenen Samstag offenbar in einem Kino in Neu-Ulm. Das sagte am frühen Nachmittag der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha bei einer Pressekonferenz.

Der Mann war zuvor von einem fünftägigen Mailand-Urlaub mit seiner Freundin zurückgekehrt. Nach ersten Symptomen wie Husten und Fieber hatte er sich dann im Gesundheitsamt Göppingen untersuchen lassen. Die Untersuchungsergebnisse bestätigen, dass der Mann mit dem Coronavirus infiziert ist. Wie der SWR berichtet, hatte der Mann insgesamt 13 Kontaktpersonen aus dem Kreis Tübingen und dem Alb-Donau-Kreis. Bei diesen Personen konnte das Virus bislang nicht nachgewiesen werden. Der 25-Jährige wird aktuell isoliert in einer Klinik in Göppingen behandelt. Auch seine Freundin zeigt erste Symptome. Sie wird in Tübingen stationär behandelt. Ob sie ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert wurde, ist nicht bekannt.

13.28 Uhr: Erstmals mehr neue Corona-Fälle außerhalb als innerhalb Chinas

Erstmals seit Ausbruch des neuartigen Coronavirus in China gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr neu gemeldete Fälle außerhalb Chinas als in der Volksrepublik selbst. Am Dienstag wurden aus China 411 neue Infektionen mit dem Virus gemeldet, außerhalb Chinas wurden am selben Tag 427 neue Fälle gemeldet. Derzeit sind weltweit rund 40 Länder betroffen, in Europa ist Italien am stärksten betroffen, dort infizierten sich nach Behördenangaben vom Mittwoch bislang mindestens 374 Menschen, zwölf Menschen starben.

12.32 Uhr: Bundesregierung sieht eine "neue Situation"

Mit der Ausbreitung des Coronavirus in Italien und den neuen Fällen in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesregierung eine "neue Situation" entstanden. "Das Virus ist uns damit deutlich nähergerückt", sagte Regierungssprecher Seibert. Bisher sei es gelungen, Infizierte zu isolieren und so eine Ausbreitung zu verhindern. Nun bereite man sich aber auf höhere Fallzahlen vor. Eine Expertengruppe komme im Kanzleramt zusammen, mit den Gesundheitsbehörden werde geprüft, welche Maßnahmen nötig seien. So würden etwa Risikogruppen identifiziert, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Das Robert Koch-Institut (RKI) werde nun alle zwei Tage die Öffentlichkeit unterrichten.

12.28 Uhr: Weitere Todesfälle in Italien und Frankreich

Bei dem neuen Coronavirus klettert in Italien die Zahl der Toten und Infizierten weiter. Mittlerweile seien 374 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt, davon seien 12 gestorben. Das gab der Zivilschutz am Mittwoch in Rom bekannt. Am Vortag hatte die Zahl der Infizierten bei gut 320 gelegen, es waren 11 Tote verzeichnet worden. In Frankreich ist ein weiterer Coronavirus-Patient gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf zwei. Die Gesamtzahl der Fälle in Frankreich liegt bei 17.

12.23 Uhr: Coronavirus-Patient war noch vergangene Woche in Kölner Uniklinik

Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in Nordrhein-Westfalen ist noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte ein Sprecher der Stadt Köln. Man habe ermittelt, dass der Mann mit zehn Mitarbeitenden der Uniklinik und 31 anderen Patienten in Kontakt war.

11.17 Uhr: Hotel auf Teneriffa bleibt abgeriegelt - neue Coronavirus-Fälle

Das wegen Coronavirus-Fällen unter Quarantäne gestellte Hotel auf Teneriffa ist weiterhin durch die Polizei abgeriegelt. "Wir können zwar aus dem Gebäude, dürfen aber das Hotelgelände nicht verlassen»" sagte ein deutscher Urlauber im Telefoninterview der dpa. Auslöser der Isolierung des Hotels am Dienstag war ein positiver Test auf den Covid-19-Erreger bei einem Touristen aus Norditalien. Neben seiner Frau wurden mittlerweile zwei weitere Italiener aus seiner Reisegruppe positiv getestet, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Insgesamt sollen sich mehr als 1.000 Menschen in dem Hotel aufhalten, ein großer Teil davon sollen Deutsche sein.

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Die Quarantäne des wegen Coronavirus-Fällen abgeriegelten Hotels auf Teneriffa bleibt weiter bestehen, über 1.000 Menschen dürfen das Gelände nicht verlassen Unter ihnen wurden weitere Krankheitsfälle festgestellt.

10.00 Uhr: Coronavirus-Patient in Baden-Württemberg geht es gut

Nach dem ersten nachgewiesenen Coronavirus-Fall in Baden-Württemberg ist der Zustand des isolierten Patienten in Göppingen nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums stabil. "Es geht ihm gut, er ist in der Klinik und unter Beobachtung", sagte ein Sprecher. Das örtliche Gesundheitsamt habe Kontaktpersonen des 25-jährigen Mannes informiert und mache weitere Kontakte aus. Der Mann hatte sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt.

08.10 Uhr: Hongkong will Virus-Krise mit Bargeld bekämpfen

Die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong begegnet der drohenden Wirtschaftskrise wegen des Coronavirus-Ausbruchs mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Alle dauerhaft in der Finanzmetropole gemeldeten Bewohner erhalten 10.000 Hongkong-Dollar (1.180 Euro) in bar, wie Finanzminister Paul Chan ankündigte. Auf diese Weise soll der private Konsum angekurbelt werden. Insgesamt stellt die Stadtregierung 120 Milliarden Dollar (110 Milliarden Euro) bereit, um so ein befürchtetes Absinken der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent durch die Epidemie abzufedern.

07.00 Uhr: Corona-Patient aus NRW in kritischem Zustand

Der Zustand des Coronavirus-Patienten aus dem nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg ist kritisch. Der Mann, der an einer Vorerkrankung leiden soll, weist Symptome einer schweren Lungenentzündung auf und wurde mittlerweile in die Uniklinik Düsseldorf verlegt. Die Ehefrau des Patienten wird mit Symptomen einer Viruserkrankung ebenfalls stationär behandelt, ihr Zustand soll stabil sei. Ob sie sich ebenfalls mit dem Virus infiziert hat, ist noch unklar. Das Paar soll Kontakt mit einem Bekannten gehabt haben, der sich in China aufhielt. Im Landkreis Heinsberg, von wo die Erkrankten stammen, bleiben als Vorsorgemaßnahme heute die Kitas und Schulen geschlossen.

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Der Zustand des durch das Coronavirus erkrankten Mannes aus Nordrhein-Westfalen ist nach Behördenangaben kritisch. In seinem Heimatlandkreis Heinsberg bleiben vorsorglich die Schulen und Kindergärten geschlossen.

05.46 Uhr: China stellt 94 Fluggäste aus Südkorea unter Quarantäne

Im ostchinesischen Nanjing sind 94 Passagiere eines Fluges aus Südkorea wegen Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion unter Quarantäne gestellt worden. Wie das Staatsfernsehen berichtete, war bei drei chinesischen Passagieren auf einem Flug von Seoul nach Nanjing Fieber festgestellt worden. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Unter Quarantäne gestellt wurden Passagiere, die in der Umgebung der Erkrankten saßen. Insgesamt waren 166 Passagiere an Bord.

02.12 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Brasilien und Südamerika

In Brasilien ist der wohl erste Coronavirus-Fall in Südamerika registriert worden. In einer offiziellen Mitteilung des Gesundheitsministeriums hieß es, man untersuche einen Fall in São Paulo. Presseberichten zufolge Demnach zeigte ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt. Er sei nun zu Hause isoliert und positiv auf das neue Coronavirus getestet worden.

Mittwoch, 26. Februar 2020

22.02 Uhr: Erste Infektion mit Coronavirus auch in Nordrhein-Westfalen

Nun gibt es auch einen Coronavirus-Fall in Nordrhein-Westfalen. Bei einer Person konnte die Infektion nachgewiesen werden. Die Person aus Erkelenz solle nun in die Uniklinik Düsseldorf gebracht werden, bestätigte ein Sprecher der Düsseldorfer Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur.

21.02 Uhr: Erste Corona-Infektion in Baden-Württemberg bestätigt

In Baden-Württemberg ist erstmals ein Patient nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Es handle sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Dienstagabend mit. Er habe sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt.

19.45 Uhr: Spahn: Keine Reisesperren geplant

Grenzüberschreitende Reisesperren sind nach Ansicht mehrerer europäischer Staaten auch angesichts des Coronavirus-Ausbruchs mit mittlerweile elf Toten in Italien keine angemessene Antwort. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Rom nach einem Krisentreffen, bei dem die Gesundheitsminister aus Italien, Deutschland, Österreich, Slowenien, Frankreich, Kroatien und der Schweiz über die Lage beraten hatten. "Wir sind gemeinsam der Meinung, dass zu diesem Zeitpunkt, jetzt, Reisebeschränkungen oder gar das Schließen von Grenzen keine angemessene, verhältnismäßige Maßnahme wäre", erläuterte Spahn. Die Minister vereinbarten, dass im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus künftig mehr Informationen ausgetauscht werden sollen.

18.42 Uhr: Österreichs Behörden sperren Hotel in Innsbruck

Nach dem ersten Auftreten des neuartigen Coronavirus in Österreich haben die Behörden Medienberichten zufolge am Dienstag ein Hotel in Innsbruck gesperrt. In dem Hotel habe eine infizierte Italienerin an der Rezeption gearbeitet. Auch die Wohnung der Frau, bei der das Virus festgestellt worden war, sei betroffen. Die zweite infizierte Person, die ebenfalls aus Italien stammt, war bei der Frau zu Gast. Derzeit untersuchen die Behörden, mit welchen Person die beiden Infizierten sonst Kontakt hatten.

18.30 Uhr: Zahl der Infizierten in Italien steigt rasant an, zehn Tote

Italien hat sich zum größten Infektionsherd in Europa entwickelt. Bis Dienstagabend wurden mehr als 320 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, zehn Infizierte seien gestorben, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Dienstag in Rom.

18.16 Uhr: Schweiz bestätigt ersten Corona-Fall

Die Schweiz hat ihren ersten Coronavirus-Fall. Ein 70-jähriger Mann aus dem Tessin ist positiv getestet worden. Das bestätigte das Bundesamt für Gesundheit in Bern.

17.00 Uhr: Weiterer Schwabinger Patient kann Klinik verlassen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass ein weiterer Corona-Patient das Schwabinger Krankenhaus als gesund verlassen konnte. Damit befindet sich nach Ministeriumsangaben nur noch ein Patient auf der Isolierstation. Zudem sei zu den momentan 14 bestätigten Fällen in Bayern vorerst kein neuer hinzugekommen, hieß es weiter.

16.50 Uhr: Brenner bleibt erstmal offen

Die Landeshauptmänner der Provinzen Tirol, Südtirol und Trentino haben sich über das weitere Vorgehen gegen das Corona-Virus abgestimmt. Der Brenner soll erstmal offen bleiben.

16.11 Uhr: Staatsregierung setzt bei Corona-Virus auf Aufklärung

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs in Italien will die Staatsregierung Reisende so gut wie möglich aufklären. Gesundheitsministerin Huml erklärte, es sei wichtig, dass man diejenigen, die betroffen sein könnten, erreiche. Das Infomaterial, das bisher stark auf China - als Ursprungsland der Epidemie - ausgelegt sei, solle aktualisiert werden. So habe das Robert Koch-Institut neue Risikogebiete benannt.

© BR/Daniel Knopp

Gesundheitsministerin Melanie Huml zum Coronavirus.

15.15 Uhr: Deutsche Post stellt nicht mehr nach Norditalien zu

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien hat die Deutsche Post die Zustellung von Paketen in den besonders betroffenen Regionen ausgesetzt. Eine Sprecherin erklärte, dass sowohl die Abholung als auch die Zustellung der Sendungen derzeit nicht stattfinde.

13.19 Uhr: Vermutlich auch Deutsche in Quarantäne-Hotel auf Teneriffa

In dem wegen einer Corona-Infektion gesperrten Hotel auf Teneriffa halten sich vermutlich auch deutsche Urlauber auf. "Wir müssen davon ausgehen, dass sich unter den von den Quarantänemaßnahmen Betroffenen auch deutsche Staatsangehörige befinden", heißt es in Kreisen des Auswärtigen Amtes in Berlin.

12.53 Uhr: Zwei Infizierte in Österreich

Das Corona-Virus ist in Tirol angekommen. Nach mehreren Tests hat sich der Verdacht bei zwei Patienten in der Innsbrucker Klinik bestätigt. Die Betroffenen – zwei 24-jährige Italiener aus der Lombardei - zeigen aber nur wenige Symptome. Sie hätten leichtes Fieber, hieß es.

12.50 Uhr: Irans Vize-Gesundheitsminister mit Virus infiziert

Im Iran ist Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Harirchi habe sich angesteckt und werde unter Quarantäne behandelt, teilt ein Ministeriumssprecher mit.

11.52 Uhr: Kanarische Behörden stellen Hotel unter Quarantäne

Wegen des Corona-Virus dürfen hunderte Hotelgäste einer Ferienanlage auf Teneriffa das Gebäude nicht mehr verlassen. Das haben die Behörden mitgeteilt. Demnach ist der Erreger bei einem italienischen Arzt in Teneriffa festgestellt worden. In dem Hotel wohnen derzeit rund 1.000 Gäste.

10.10 Uhr: Infektion in Hotel auf Kanarischen Inseln aufgetreten

Die spanischen Gesundheitsbehörden untersuchen Hunderte Touristen in einem Hotel auf den Kanarischen Inseln auf das Coronavirus, nachdem dort eine Infektion entdeckt wurde. Die Zeitung "El Pais" berichtet, während der Untersuchungen sei das Hotel gesperrt.

09.50 Uhr: Italienreisende sollen bei Symptomen zu Hause bleiben

In Großbritannien sollen sich Menschen vorübergehend in Isolation begeben, wenn sie sich zuletzt in Norditalien aufgehalten haben und grippeähnliche Symptome aufweisen. Dazu rief Gesundheitsminister Matt Hancock auf.

Auch das Europäische Parlament ruft seine Mitarbeiter auf, vorübergehend zu Hause zu bleiben, falls sie zuletzt in Regionen in Norditalien waren, die vom Coronavirus betroffen sind. Dasselbe gelte für China, Singapur und Südkorea.

08.00 Uhr: Reportage am Sperrgebiet, der sogenannten "Roten Zone"

In Italien wird eine ganze Region zur Sperrzone erklärt. Wer hier reingeht, kommt erst mal nicht wieder raus: Eine Reportage vom Rand der "Roten Zone" von unserer Korrespondentin Lisa Weiß können Sie hier lesen und hören.

In Mailand kommt es derweil zu Hamsterkäufen. In einigen Supermärkten sind die Regale komplett leer gekauft.

06.30 Uhr Gesundheitsministerin Huml: Quarantäne ganzer Städte "Ultima Ratio"

Das Abschotten ganzer Städte wegen des Coronavirus wie jetzt in Italien darf aus Sicht von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nur die Ultima Ratio sein. "Bevor über die Abriegelung einer Stadt entschieden wird, sollte zunächst auf andere Lösungsmöglichkeiten gesetzt werden", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in München.

Der Schutz der Bevölkerung in Bayern habe oberste Priorität. "Deshalb können auch einschneidende Maßnahmen vorgenommen werden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", so Huml. Wichtig sei aber, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und mit Augenmaß vorzugehen.

Dienstag, 25. Februar 2020

21.17 Uhr: Siebter Patient mit Coronavirus in Italien gestorben

In Italien ist ein siebter Patient an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der 62-jährige Mann stamme aus dem lombardischen Ort Castiglione d'Adda südlich von Mailand, teilten die Behörden am Montagabend mit. Italienischen Medienberichten zufolge litt er schon vor seiner Ansteckung mit dem Coronavirus an mehreren chronischen Krankheiten und war auf Dialyse angewiesen.

20.45 Uhr: Erster Fall in Südtirol

In Südtirol gibt es offenbar den ersten Corona-Fall. Dabei ergab der zweite Test des verdächtigen Mannes einen positiven Befund, teilte die Regionalregierung von Bozen via Twitter mit. Der Mann habe sich zuvor im Gebiet der Lombardei aufgehalten, die als sogenannte "rote Zone" gilt. Eine finale Bestätigung einer Corona-Infektion steht noch aus.

Derweil leider auch der Skitourismus in Südtirol unter dem Ausbruch des Virus in Italien.

19.45 Uhr: Zahl der Toten in Italien steigt auf sechs

Seit Freitag starben in Norditalien sechs Infizierte. Das gab Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Abend bekannt. Die Zahl der Infizierten stieg auf 229. Bei den Todesopfern handelte es sich um ältere Menschen, die teilweise bereits unter Vorerkrankungen litten.

Trotz der wachsenden Sorge vor dem Virus planten die 26 Staaten des Schengenraums nach Angaben der EU vorerst keine systematischen Grenzkontrollen. Die Grenzen zu Italien blieben zunächst weiter offen. Das Auswärtige Amt empfahl allen Italien-Reisenden nur, die Nachrichten zu verfolgen und sich in einer Krisenvorsorgeliste einzutragen.

17.30 Uhr: Deutsche Einkäufer wappnen sich gegen Coronavirus in China

Laut Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik (BME) haben viele Lagerbestände mit Lieferungen aus China einen kritischen Punkt erreicht. Kurzfristig müssten nun zum Teil alternative Lieferquellen in anderen Teilen der Welt erschlossen werden. Man könne auf teurere Lieferanten etwa in Europa umsteigen, doch der dahinterstehende Organisationsaufwand sei enorm, heißt es beim BME. Deutsche Unternehmen müssten noch längere Zeit mit Störungen der Lieferketten aus China rechnen - bis hin zu Ausfällen. Dort könnten die betroffenen Fabriken wegen der strikten Bestimmungen zur Quarantäne nur sehr langsam wieder hochgefahren werden.

16.00 Uhr: Spahn: "Epidemie in Europa angekommen"

In Italien ist die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben auf aktuell 224 gestiegen. Nun erwartet der italienische Gesundheitsminister am morgigen Dienstag Besuch von seinem deutschen Amtskollegen, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Mit anderen EU-Ländern werde man sich zur weiteren Krisenbewältigung abstimmen, sagte Spahn am Mittag in Berlin. "Die Corona-Epidemie ist als Epidemie in Europa angekommen und deshalb müssen wir damit rechnen, dass sie sich auch in Deutschland ausbreiten kann."

Deutschland sei aber bestmöglich darauf vorbereitet. Jeder Bürger könne einen Beitrag leisten, ergänzte der Minister - durch regelmäßiges Händewaschen und indem man vermeidet, sich ins Gesicht zu fassen. Die Entwicklung eines speziellen Impfstoffs für das neuartige Virus brauche noch Zeit. Der Staat tue alles, um die Bürger zu schützen, so Spahn. "In Zeiten wie diesen muss der Staat funktionieren."

15.20 Uhr: EU-Kommission investiert 230 Millionen Euro an Hilfsmitteln

Beim Schengen-Abkommen sind der EU-Kommission zwar die Hände gebunden - bei Grenzkontrollen angesichts des sich europaweit immer weiter ausbreitenden Coronavirus seien die einzelnen Mitgliedsstaaten verantwortlich, betonte der für die Krisenkoordination zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic. Die EU-Kommission will aber finanziell tätig werden: Mit einem Hilfspaket von 230 Millionen Euro sollen Hilfsorganisationen im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt werden, vor allem in Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen. Laut Lenarcic handelt es sich um eine globale Herausforderung, die jetzt die Zusammenarbeit der ganzen internationalen Staatengemeinschaft nötig mache. Ein großer Teil des Hilfspakets soll in die Suche nach einem Impfstoff investiert werden: Rund 90 Millionen Euro sieht die Brüsseler Kommission dafür vor.

15.00 Uhr: Städte- und Gemeindebund schließt Sperrgebiete aus

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DSTGB) geht aktuell nicht davon aus, dass in Deutschland ähnlich drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahr durch das Coronavirus notwendig sind wie in Italien. "Derzeit besteht kein Grund zu der Annahme, dass es in Deutschland dazu kommen müsste, ganze Städte abzuriegeln, also das Verlassen und Betreten zu verbieten", sagte DSTGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Berliner "Tagesspiegel". Auch lehnt er den Einsatz von Militär ab, um wie in Italien betroffene Regionen zu sichern. "Dem Einsatz der Bundeswehr im Inland sind in Deutschland enge Grenzen gesetzt", sagte Landsberg weiter. "Derzeit gibt es nichts, was darauf hindeutet, dass ein vergleichbares Szenario in Deutschland eintreten könnte."

12.42 Uhr: Deutsche Südtirol-Skiurlauber wenig besorgt über Lage in Italien

Südtirol-Skiurlauber aus Deutschland verfolgen aufmerksam die Nachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus in Italien, lassen sich davon aber nicht den Urlaub verderben. Das ergab eine BR-Umfrage in Innichen an der Talstation der Drei-Zinnen-Bahn (Sextner Dolomiten). "Es war eine Frage der Zeit, bis es sich weltweit ausbreiten wird. Und jetzt ist es halt ein bisschen näher gekommen. Da darf man sich, glaube ich, nicht verrückt machen", sagte ein Skifahrer. Ein anderer meinte: "Ich hab keine Angst. Man kann's auch wenig beeinflussen." Die Befürchtung, dass eines der Skigebiete zum Sperrgebiet erklärt werden könnte, hat keiner der befragten Urlauber.

12.32 Uhr: Gefährdet das Coronavirus die Olympischen Spiele?

Das Internationale Olympische Komitee hat noch vor einer Woche verkündet: Das Coronavirus ist keine Gefahr für die Sommerspiele in Tokio. Sie werden weder verschoben noch abgesagt. Doch wegen der Ausbreitung des Virus wächst der Druck auf die Regierung. Könnte die Corona-Epidemie das Mega-Sportfest doch noch verhindern? Darüber diskutierte die deutsch-japanischen Gesellschaft in München.

12.14 Uhr: Fünfte infizierte Person in Norditalien gestorben

In Italien ist der fünfte Coronavirus-Infizierte gestorben. Der 88-Jährige stammte aus dem Dorf Caselle Landi in der Lombardei, teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Montag mit. Die Zahl der gemeldeten Infizierten in Italien stieg auf 219. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien.

12.10 Uhr: Corona-Experte: Kliniken in Deutschland müssen sich besser vorbereiten

Nach den ersten Todesfällen durch das Coronavirus in Italien müssten sich Ärzte und Kliniken in Deutschland nun noch intensiver auf einen Corona-Ausbruch vorbereiten, fordert der Regensburger Internist Professor Bernd Salzberger. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie sagte dem BR: "Wir müssen eine Stufe höher in unserer Aufmerksamkeit sein und uns auch besser vorbereiten." Konkret gehe es darum, dass in den deutschen Kliniken die Abläufe für den Ernstfall gut organisiert würden. Zum Beispiel: Wo und von wem können Corona-Patienten am besten versorgt werden. Nur wenn alle Abläufe gut durchgeplant seien, sei ein störungsfreier Betrieb in den Krankenhäusern gewährleistet, sollte es tatsächlich zum Corona-Ernstfall kommen.

12.08 Uhr: Virus-Sorgen reißen Börsen in die Tiefe

Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie hat den deutschen Aktienmarkt am Montag mit voller Wucht getroffen. Nachdem die Anleger lange Zeit recht sorglos agiert hatten, brach der Leitindex DAX zu Wochenbeginn auf das tiefste Niveau seit Anfang Februar ein. Bis zum späten Vormittag sackte das Börsenbarometer um 3,65 Prozent auf 13.084,34 Punkte ab. Zwischenzeitlich hatte der DAX fast vier Prozent verloren.

Für den italienischen Aktienmarkt in Mailand geht es zum Start in die neue Woche um 4,5 Prozent nach unten. In Südkorea sorgte die rasche Ausbreitung des Virus an der Börse in Seoul für den größten Kursrutsch seit eineinhalb Jahren.

12.00 Uhr Regelmäßiges Händewaschen kann vor Infektion schützen – So geht es richtig

Um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, rät der Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, dazu, sich von niesenden und hustenden Menschen fernzuhalten, sowie sich regelmäßig die Hände zu waschen.

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Das Corona-Virus ist in Bayern angekommen, der Höhepunkt der Grippe-Welle steht bevor: Ein wirksames Mittel, um Infektionen zu vermeiden, ist in beiden Fällen gründliches Händewaschen. Wir zeigen, wie's geht.

11.41 Uhr: Bayerischer Hausärzteverband warnt vor Panikmache

Der Bayerische Hausärzteverband warnt angesichts der großen Medienresonanz auf das Coronavirus vor Panikmache. "Auch wenn die Angst der Patienten vor einem bislang unbekannten Virus sicher nachvollziehbar ist, bleibt das eigentliche Thema in den bayerischen Hausarztpraxen die aktuelle Influenza-Welle, die jedes Jahr allein in Deutschland zehntausende Opfer fordert", sagte der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes Markus Beier dem Bayerischen Rundfunk. Die Vorsichtsmaßnahmen, die seit Jahren in den Praxen zum Schutz vor einer Influenza-Ansteckung eingesetzt würden, seien aber auch mit Blick auf das Coronavirus sinnvoll. "Wir nehmen die Lage sehr ernst", so Beier. "Bayern ist aber gut vorbereitet. So haben wir bereits seit Jahren eine Spezialeinheit für solche Fälle - die Task Force Infektiologie am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit."

11.40 Uhr: Bundesregierung plant keine Grenzschließungen - Lufthansa fliegt Italien weiter an

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagt, Grenzschließungen seien derzeit nicht Teil der Überlegungen. Kontrollen seien aber rechtlich grundsätzlich möglich. Eine Sprecherin des Außenministeriums ergänzt, es gebe keine Reisewarnung für Italien. Der Reisehinweis der Regierung sei aber mit den von Italien angeordneten Maßnahmen überarbeitet worden.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat zunächst auch keine Auswirkungen auf den Flugplan der Lufthansa. "Wir beobachten die Lage sehr genau", sagte ein Sprecher der Airline am Montag. Aber bislang gebe es keine Änderungen oder Streichungen.

11.02 Uhr: Coronavirus breitet sich immer stärker aus

Das Coronavirus breitet sich in immer mehr Ländern aus. Die ersten Infektionen gab es unter anderem in Kuwait, Bahrain und Afghanistan. Aus rund 30 Ländern und Regionen außerhalb Festlandchinas sind damit mehr als 2.200 Infektionen und mehr als 25 Todesfälle berichtet worden. Im Iran stieg die Zahl der gemeldeten Todesopfer auf 12. Die Türkei hatte bereits am Sonntag ihre Grenzübergänge zum Iran geschlossen, um eine Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern.

10.37 Uhr EU-Kommission: Grenzkontrollen Sache der Mitgliedsländer

Ob im Schengenraum Grenzkontrollen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus stattfinden sollten, ist laut EU-Kommission Sache der Mitgliedsländer. Der für die Krisenkoordination zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic sagte, dies liege in der Kompetenz und Entscheidung der einzelnen Mitgliedstaaten. Allerdings forderte er die Regierungen auf, auf Grundlage glaubwürdiger Risikobewertungen verhältnismäßig und abgestimmt zu handeln.

Lenarcic kündigte darüber hinaus an, dass die EU von 232 Millionen Euro zur Verfügung stellt, um den weltweiten Kampf gegen das Virus zu verstärken. Das Geld solle die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützen und Ländern mit schwächerem Gesundheitssystem helfen. 90 Millionen Euro sollen in die Suche nach einem Impfstoff fließen.

10.37 Uhr: Belastung für Aktien von Airlines und Logistikbranche

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italienhat am Montag die Aktien von Fluggesellschaften und Logistikkonzernen unter Druck gesetzt. Lufthansa, Air France-KLM und IAG büßten jeweils rund sieben Prozent ein. Die Papiere der international tätigen Logistikanbieter Deutsche Post, A.P. Moeller-Maersk und Kühne & Nagel verloren zwischen 4,6 und 5,2 Prozent.

10.22 Uhr: Bistümer Mailand und Padua sagen Gottesdienste ab

Die Bistümer Mailand und Padua haben ab sofort alle öffentlichen Gottesdienste abgesagt. Grund ist die Ausbreitung des Coronavirus in Norditalien. Die beiden Diözesen folgen damit den Anordnungen des Gesundheitsministeriums in Rom sowie der Regionalverwaltungen der Lombardei und Venetiens. Dies teilen die Diözesen auf ihren Webseiten mit. Mailands Erzbischof Mario Delpini bat um Verständnis und warnte vor Alarmismus.

Beerdigungen und Hochzeiten können stattfinden, aber nur im Kreise der engsten Verwandtschaft. Gläubige werden angehalten, Radio- oder Fernsehübertragungen von Gottesdiensten zu nutzen. Die Basilika des Heiligen Antonius in Padua, eine der größten Wallfahrtskirchen Italiens, bleibt, wie die Wallfahrtsleitung mitteilte, tagsüber nur für das persönliche Gebet einzelner Gläubiger geöffnet.

09.59 Uhr: Vierter Toter in Italien

In Norditalien ist eine vierte Person ums Leben gekommen, die mit dem Coronavirus infiziert war. Der 84-jähriger Mann ist in einem Krankenhaus in Bergamo gestorben. Wie der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, in einem Radiointerview berichtete, litt der Mann an anderen Vorerkrankungen. Die Zahl der Infizierten sei alleine in der Lombardei auf 165 gestiegen. Am Sonntagabend waren es in ganz Italien nach Angaben des Zivilschutzes noch rund 150. Die Lombardei ist die am stärksten betroffene Region in Italien.

Fontana sagte zudem, dass keine Hamsterkäufe nötig seien. Lieferungen seien gesichert. In Medienberichten waren leer geräumte Regale in Supermärkten in Mailand zu sehen und lange Schlangen an Kassen.

09.34 Uhr: China verschiebt Nationalen Volkskongress

Aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschiebt China seine jährlich Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Wann das zehntätige Treffen stattdessen stattfinden soll, steht noch nicht fest. Darüber wird der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei noch entscheiden. Das berichtet der Staatssender CCTV. Der Volkskongress ist mit rund 3.000 Mitgliedern das größte Parlament der Welt.

05.00 Uhr EU-Behörde: Risiko für Europäer niedrig bis moderat

Die europäische Präventionsbehörde ECDC hält das Infektionsrisiko für Europäer, sich mit dem Coronavirus Sarsa-CoV-2 zu infizieren, für niedrig bis moderat. Das geht aus einer Risikobewertung hervor, die das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) am Sonntagabend auf seiner Website veröffentlicht hat. Das Risiko, dass ähnliche Cluster wie in Italien andernorts in Europa auftreten könnten, werde zurzeit als moderat bis hoch betrachtet.

04.50 Uhr: Starker Anstieg von Coronavirus-Fällen in China

In China ist die Anzahl der neuen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus stark angestiegen. Innerhalb eines Tages seien 409 neue Fälle bestätigt worden, teilten die Behörden am Montag mit. Damit haben sich nunmehr über 77.000 Menschen in der Volksrepublik mit dem Erreger angesteckt. Die Zahl der Toten ist um 150 auf 2.592 angestiegen.

Auch Südkorea hat eine weitere Ausbreitung des Virus gemeldet. Es seien 161 bestätigte Fälle hinzugekommen. Die Zahl der Infizierten liegt damit bei 763. Gestorben seien bisher sieben Menschen in folge der Infektion. Südkorea ist nach China und Japan das Land mit den dritthöchsten Infektionszahlen.

02.05 Uhr: Nach Fehlalarm kommt Zug in München an

Die Corona-Verdachtsfälle in einem Eurocity von Venedig nach München entpuppen sich als Fehlalarm. Zwei Frauen mit Fieber und Husten wurden negativ auf das Virus getestet. Die Passagiere der gestoppten Eurocitys, die auf dem Weg von Venedig nach München waren, wurden auf einen Zug zusammengelegt und konnten kurz nach Mitternacht weiterreisen.

Montag, 24. Februar 2020

20.27 Uhr: Zugverkehr zwischen Österreich und Italien unterbrochen

Nach Corona-Verdachtsfällen ist der Zugverkehr zwischen Italien und Österreich am Abend unterbrochen worden. Der Eurocity 86 zwischen Brenner und München sowie der EC 1288 können nicht nach München durchfahren. Die Züge wurden auf Anordnung der österreichischen Behörden an der Grenze aufgehalten, wie ein Bahnsprecher dem BR bestätigt hat. Der Eurocity 86 hätte München um 20.25 Uhr erreichen sollen, der zweite EC sollte fahrplanmäßig um 22.28 Uhr in München Hauptbahnhof ankommen.

18.33 Uhr: In Italien dritter Todesfall nach Corona-Infektion

In Italien ist die dritte Person, bei das neuartige Corona-Virus nachgewiesen wurde, gestorben. Die Tote ist eine 78-jährige Krebspatientin.

17.15 Uhr: Erhöhte Wachsamkeit auch in Tirol

Auch Tirol beobachtet die Häufung der Corona-Infektionen in Norditalien genau. Das bestätigte Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg in einer Pressemitteilung. "Wir nehmen die Lage in Norditalien sehr ernst", so Tilg. Es gebe aber keinen Grund zur Panik.

Würde in Tirol das Coronavirus auftauchen, seien Krankenhäuser und Gesundheitsbehörden bestmöglich vorbereitet.

16.14 Uhr: Bayerisches Gesundheitsministerium: Gefahr gering

Auf BR-Anfrage hat das bayerische Gesundheitsministerium am Nachmittag angesichts der neuen Infektionsfälle in Italien Stellung genommen: "Die bayerischen Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklung sehr genau. Sie stehen dabei in engem Kontakt mit dem Bund und den anderen Bundesländern."

Koordiniert werde die Beobachtung der Lage in Deutschland durch das Robert Koch-Institut (RKI). Das RKI arbeite eng mit verschiedenen Behörden und Einrichtungen zusammen - auf internationaler und nationaler Ebene - und erfasse kontinuierlich die aktuelle Lage, bewerte alle Informationen und veröffentliche sie auf der Internetseite www.rki.de/covid-19.

Zudem sei das RKI dafür verantwortlich, das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland einzuschätzen. "Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation", heißt es vonseiten des Gesundheitsministeriums weiter. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland müsse gerechnet werden. Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland seien möglich.

"Gegenwärtig gibt es jedoch keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, so dass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland laut RKI aktuell gering einzuschätzen ist." Bayerisches Gesundheitsministerium

15.54 Uhr: Österreich beobachtet Lage in Italien

Am Montag soll in Österreich ein Einsatzstab unter Beteiligung des Gesundheitsministeriums "über die Entwicklung beraten und darüber, welche neuen Maßnahmen unter Umständen zu setzen sind", so der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Derzeit gebe es aber "keinen Grund zur Panik". Dennoch nehme man die Lage "sehr ernst".

In Österreichs Bundesland Kärnten rieten am Sonntag der Landeshauptmann und die Gesundheitsreferentin, "nicht unbedingt notwendige Reisen in die in Italien betroffenen Gebiete zu vermeiden".

15.10 Uhr: Chinas Präsident sieht "größte Gesundheitskrise"

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit ist nach Darstellung von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping die größte Gesundheitskrise in der Geschichte der Volksrepublik. Auf einem Treffen zum Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 am Sonntag in Peking sagte Xi Jinping nach Angaben des Staatsfernsehens, die Epidemie sei "der größte öffentliche Gesundheitsnotstand mit der schnellsten Verbreitung, dem breitesten Ausmaß an Infektionen und der schwierigsten Vorbeugung und Kontrolle seit der Gründung des neuen Chinas".

15.07 Uhr: Mailänder Scala sagt Aufführungen ab

Mailands berühmtes Opernhaus, die Mailänder Scala, sagt vorsorglich ihre Aufführungen ab - bis die Behörden weitere Anweisungen geben würden, hieß es bei Twitter.

Besonders betroffen von dem Ausbruch des Coronavirus ist die nördliche Region Lombardei, dessen Hauptstadt Mailand ist. In der Provinz Lodi wurden mehrere Gemeinden abgeriegelt.

14.55 Uhr: Uni Bozen in Südtirol geschlossen

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus in Italien schließt Südtirol für eine Woche alle Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder sowie die Universität Bozen - "als gesundheitliche Präventivmaßnahme", heißt es auf der Internetseite der Freien Universität Bozen.

Inzwischen ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen. 132 Personen seien bisher positiv auf das Virus getestet worden, teilte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom mit. Die meisten der Infizierten (89) gibt es in der Lombardei.

14.43 Uhr: Türkei schließt Grenze zum Iran

Als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus schließt die Türkei ihre Grenze zum Iran. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Alle Fernstraßen und Eisenbahnlinien würden ab 17 Uhr Ortszeit gesperrt und Flüge aus dem Nachbarstaat ausgesetzt.

Im Iran sind bislang acht mit dem Virus infizierte Menschen gestorben - so viele wie in keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo das Virus erstmals aufgetreten war.

14.29 Uhr: 57 weitere Infizierte auf der "Diamond Princess"

Auf der "Diamond Princess" wurden 57 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Sonntagabend (Ortszeit). Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser Fälle zählt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

14.04 Uhr: Auswärtiges Amt in Kontakt mit Italiens Behörden

Nachdem in Italien einige Städte abgeriegelt wurden, um eine Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 zu verhindern, hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. "Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen", hieß es am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

So infiziert das neue Coronavirus den Menschen - zum Artikel.

13.45 Uhr: Fußballspiele der Seria A abgesagt

Wegen des Coronavirus hat die italienische Fußballliga vier für Sonntag geplante Erstliga-Begegnungen abgesagt. Betroffen ist unter anderem das Spiel Inter Mailand gegen Sampdoria Genua, wie der Liga-Verband mitteilte. Damit folgt die Serie A Vorgaben der italienischen Regierung, die Richtlinien zur Eindämmung des Coronavirus herausgegeben hatte.

13.39 Uhr: Fashion Week Mailand hinter verschlossenen Türen

Auch Teilnehmer der Fashion Week, die noch bis zum 24. Februar in Mailand ausgetragen wird, ergreifen nun Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Armani will seine neue Kollektion am Sonntag hinter verschlossenen Türen präsentieren. Die Show wird dafür live im Netz gestreamt.

Nachdem Italien den ersten große Covid-19-Ausbruch in Europa gemeldet hat, erklärte die italienische Modekammer als Veranstalterin der Fashion Week am Sonntag, allen Anweisungen der zuständigen Institutionen zu folgen. Jedes Label werde aber autonom entscheiden, ob es seine Show stattfinden lassen wird, hieß es in der Pressemitteilung.

13.33 Uhr: Österreich bemüht sich um Beruhigung

Ungeachtet drastischer Maßnahmen zur Eindämmung steigt die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien weiter. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst.

Indessen bemüht sich Italiens Nachbarland Österreich um Beruhigung. Grund zur Panik gebe es nicht, sagte der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Sonntag in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Österreich sei "gut gerüstet", die Lage in Italien werde genau verfolgt.

Allein in der italienischen Lombardei sind inzwischen rund 90 Infektionen nachgewiesen, wie der Präsident der Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 sagte. In Venetien gab es nach letzten Zahlen 24 Infizierte.

12.30 Uhr: Dritter "Diamond Princess"-Passagier gestorben, 8 Tote im Iran

In Japan ist ein dritter Passagier des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Folge einer Infizierung mit dem Coronavirus gestorben. Das berichtet dar japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Auch der Iran hat am Sonntag aktuelle Zahlen veröffentlicht: Wie das Gesundheitsministerium in Teheran mitteilte, seien im Iran bislang acht Tote an dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Die Zahl an Infizierten beläuft sich demnach auf mittlerweile 43.

11.30 Uhr: Venetien sagt Karneval in Venedig ab

Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus hat der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, den Karneval in Venedig abgesagt. Bis einschließlich Dienstag hätte der weltberühmte Karneval planmäßig stattgefunden. Kurz zuvor teilte der Regionalpräsident der Nachbarregion Lombardei, Attilio Fontana, mit, dass die Zahl der Infizierten in der Lombardei auf 89 gestiegen sei. Mit insgesamt 109 Fällen ist die Infektionszahl in Italien damit erstmals im dreistelligen Bereich.

10.15 Uhr: China-Rückkehrer verlassen Quarantäne in Berlin

20 Menschen, die aus der stark vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Deutschland zurückgekommen waren, sind am Sonntagmorgen aus der Quarantäne der DRK Kliniken in Berlin-Köpenick entlassen worden. "Wir sind sehr erleichtert, dass bei keinem der Rückkehrer ein Coronavirus nachgewiesen werden konnte", teilte DRK-Generalsekretär Christian Reuter mit. Entsprechend konnte die Isolation der 16 Erwachsenen und vier Kinder aufgehoben werden. Die Belastung sei für alle Beteiligten "enorm" gewesen, so Reuter weiter. DRK-Mitarbeiter hatten sich im Schichtdienst um die Rückkehrer gekümmert, deren vierte und letzte Testung auf das Virus Sars-CoV-2 am Freitag negativ ausgefallen war.

In Italien haben sich mehrere Menschen derweil der Notfallverordnung widersetzt, mit der die Regierung angeordnet hat, dass bestimmte Gebiete nicht betreten und verlassen werden dürfen.

10.00 Uhr: Südkorea ruft höchste Warnstufe aus

Die südkoreanische Regierung hat die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen, nachdem sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus im Verlauf des Tages um 169 auf 602 erhöht hatte. Die Zahl der Todesfälle in Folge einer Infektion mit Sars-CoV-2 habe sich laut Gesundheitsbehörden von vier auf fünf erhöht.

01.00 Uhr: Italien weist Sperrgebiete aus

Nach zuletzt zwei gemeldeten Toten in Folge einer Corona-Infektion hat Italien besonders stark betroffene Gebiete im Norden des Landes abgeriegelt. Nach Krisengesprächen mit der Zivilschutzbehörde des Landes beschloss die Regierung eine entsprechende Notfallverordnung. "Das Betreten und Verlassen dieser Gebiete ist verboten", sagte Regierungschef Giuseppe Conte am Samstagabend. Betroffen seien zunächst knapp ein Dutzend Orte südöstlich von Mailand mit etwa 50.000 Einwohnern sowie Vo' in der venezianischen Provinz Padua. In der Lombardei und in Venetien wurden Sportveranstaltungen abgesagt, Schulen und Universitäten sollen geschlossen bleiben. Ansässige Unternehmen wiesen ihre Mitarbeiter an, zu Hause zu bleiben. Die Lombardei und Venetien zählen zum industriellen Kern Italiens. Sie stehen für 30 Prozent der Wirtschaftsleistung. Rund 50.000 Einwohner im Städtchen Codogno und neun umliegenden Ortschaften sollen nicht mehr nach draußen gehen. Öffentliche Veranstaltungen wie etwa Gottesdienste wurden abgesagt, Geschäfte sollen geschlossen bleiben.

Sonntag, 23. Februar 2020

10.20 Uhr: Zweiter Coronavirus-Patient in Italien gestorben

In Italien ist offenbar ein zweiter Patient durch das neuartige Coronavirus gestorben. Nach Informationen italienischer Zeitungen handelt es sich um eine Frau aus der Lombardei. Zuvor war bekannt geworden, dass in der Region Venetien ein 78-jähriger Italiener und damit erstmals ein Europäer an der Lungenkrankheit gestorben ist. In Venetien hatten die Behörden zwei Krankheitsfälle gemeldet, in der benachbarten Lombardei 15 Fälle. Keiner dieser Infizierten war nach China gereist, wo das Virus ausgebrochen ist. Insgesamt wurden in Italien bislang 30 Infektionsfälle gemeldet.

09.40 Uhr: WHO besorgt über Infektionsfälle ohne Verbindung zu China

Die Weltgesundheitsorganisation WHO äußert sich besorgt über Infektionsfälle, bei denen es keine klaren Erkenntnisse über den Ansteckungsweg gibt. Viele Menschen hätten sich mit SARS-CoV-2 infiziert, ohne dass sie nach China gereist seien oder Kontakt mit einer Person gehabt hätten, bei der das Coronavirus nachgewiesen worden sei, schreibt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf Twitter. Mehr als 80 Prozent der Patienten hätten eine leichte Form der Krankheit und würden genesen. In 20 Prozent handele es sich um eine schwere Form, die teilweise zum Tode führe.

09.20 Uhr: Passagiere der "Diamond Princess" in Berlin gelandet

Sechs deutsche Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess", das wegen des Coronavirus' zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, sind in Berlin eingetroffen. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen aus Berlin, Niedersachsen und Hessen im militärischen Teil des Flughafens Tegel. Das Deutsche Rote Kreuz transportierte die Heimkehrer nach Hause, laut Behörden sollen sie dort zwei Wochen lang isoliert werden.

04.30 Uhr: In Südkorea spitzt sich die Lage zu

Die vom neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 breitet sich nicht nur in China rasant aus. Auch auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich die Lage zu: Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, haben sich mittlerweile 433 Personen infiziert. Das sind achtmal so viele wie noch am Dienstag und so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. In der Volksrepublik fielen dem Virus weitere 109 Menschen zum Opfer. Insgesamt forderte die Epidemie in China demnach schon rund 2.350 Menschenleben.

00.10 Uhr: Erster Europäer stirbt in Italien am Coronavirus

In Italien stirbt der erste Europäer an dem neuartigen Coronavirus. Bei dem Opfer handele es sich um einen 78-jährigen Italiener, der zuvor positiv auf das Virus getestet worden war, sagt Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza. Der Mann sei wegen einer anderen Krankheit vor etwa zehn Tagen in einem Krankenhaus in der Region Venetien im Norden Italiens behandelt worden.

Samstag, 22. Februar 2020

19.30 Uhr: 16 neue Coronavirus-Fälle in Italien

In Italien melden Behörden am Freitag 16 neue Infektionen. 14 Erkrankungen werden in der Lombardei im Norden des Landes erfasst. Zwei weitere Fälle werden im benachbarten Veneto entdeckt.

17.45 Uhr: WHO: Zeitfenster für Maßnahmen wird kleiner

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt, das Zeitfenster zur Vermeidung einer internationalen Ausweitung der Coronavirus-Epidemie schließe sich. Alle Staaten müssten rasch handeln, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern.

16.29 Uhr: China gibt keine Entwarnung

Der Wendepunkt der Viruskrise sei noch nicht erreicht, zitiert das Staatsfernsehen aus einem Politbüro-Treffen unter Leitung von Staatschef Xi Jinping. Die Lage in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei bleibe "ernst und kompliziert".

15.55 Uhr: Scholz plädiert für abgestimmtes Vorgehen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat ein abgestimmtes Vorgehen in der Welt gefordert, falls es wirtschaftliche Folgen durch die Virus-Epidemie geben sollte. Wichtig sei, bei größeren Auswirkungen bereit zu sein, gemeinsam zu handeln und gegenzuhalten, sagt der SPD-Politiker am Rande des G20-Gipfels in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Es sei aber unseriös, heute schon die Folgen des Virus einzuschätzen. "Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen."

15.15 Uhr: Nur noch zwei Patienten in Bayern im Krankenhaus

In Bayern werden nur noch zwei von ursprünglich 14 mit dem Coronavirus infizierten Patienten im Krankenhaus behandelt. Ein weiterer Patient sei mittlerweile aus der München Klinik Schwabing entlassen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag mit.

15.00 Uhr: 15 Rückkehrer aus Corona-Gebiet in Stuttgart gelandet

Die Rückkehrer aus der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei sind in Stuttgart gelandet. Das Flugzeug mit den 15 Passagieren setzte kurz nach 13 Uhr auf dem Stuttgarter Flughafen auf. Die Behörden gehen davon aus, dass die Rückkehrer gesund sind. Dem Deutschen Roten Kreuz zufolge handelt es sich um Bundesbürger und deren Angehörige. Sie waren länger im Ausland und haben keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland. Sie sollen noch am Flughafen untersucht und dann in eine Quarantäne-Station in den Landkreis Esslingen gebracht werden.

10.45 Uhr: Erste Tests mit Coronavirus-Impfstoff in China ab April

Ein erster Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus dürfte nach Einschätzung der chinesischen Behörden ab Ende April bei Menschen getestet werden. Mehrere Forscherteams arbeiteten mit unterschiedlichen Techniken an der Entwicklung eines Impfstoffs, sagte der chinesische Vize-Forschungsminister Xu Nanping am Freitag bei einer Pressekonferenz in Peking. "Der erste dürfte gegen Ende April in klinischen Tests erprobt werden."

Außer chinesischen Wissenschaftlern arbeiten auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen in anderen Ländern, wie etwa das Institut für Virologie der Philipps-Universität im hessischen Marburg an einem Impfstoff. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Dienstag erklärt, es werde mindestens ein Jahr dauern, bis ein im großen Maßstab einsetzbarer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus vorliege.

07.00 Uhr: Südkoreas Präsident spricht von ernster Situation

Angesichts des rapiden Anstiegs von Infektionsfällen in Südkorea sprach Präsident Moon Jae In von einer "ernsthaften Situation". Er kündigte "rasche und starke" Gegenmaßnahmen an. Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention meldeten im Verlauf des Freitags 100 neue Fälle. Nach 52 Fällen über Nacht seien bis zum Nachmittag (Ortszeit) 48 hinzugekommen. Damit stieg die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuen Coronavirus angesteckt haben, in Südkorea auf 204. Am Vortag wurde der erste Todesfall in Südkorea gemeldet. Nach Berichten südkoreanischer Sender handelte es sich um einen 63-jährigen Mann, der wegen einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus im südöstlichen Cheongdo behandelt wurde. Bei ihm sei das Virus nach dem Tod nachgewiesen worden.

Die Mehrzahl der Neu-Infektionen wurden erneut in der südöstlichen Millionen-Stadt Daegu erfasst. Doch in den vergangenen Tagen wurden auch neue Fälle in anderen Regionen gemeldet, einschließlich Seoul und der südlichen Ferieninsel Jeju. Die Hauptstadt Seoul verbot bis auf Weiteres Kundgebungen in der Innenstadt.

06.15 Uhr: Ukrainer bewerfen Evakuierte aus Wuhan mit Steinen

Begleitet von Ausschreitungen sind Dutzende Ukrainer aus der chinesischen Stadt Wuhan am Donnerstagabend in einer Quarantänestation in der Zentralukraine angekommen. Auf der Fahrt dorthin wurden mehrere Scheiben der Busse eingeworfen, wie Live-Bilder im ukrainischen Fernsehen zeigten. Die Polizei musste für den Konvoi eine brennende Barrikade räumen. Neun Polizisten und ein Zivilist hätten danach ärztliche Hilfe benötigt.

Hunderte hatten gegen die Rückkehr der Menschen aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 demonstriert. Sie waren teilweise mit Eisenstangen bewaffnet, auch Steine flogen. Mehrere Hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Lage zu beruhigen. Anwohner hatten eine Verbindungsstraße zu der Quarantänestation blockiert. Die Quarantänestation befindet sich in einem Sanatorium der ukrainischen Nationalgarde in der Ortschaft Nowi Sanschary knapp 300 Kilometer östlich von Kiew. Die China-Rückkehrer kamen dort am Abend an. Das Gelände war komplett abgeriegelt. Die Ukrainer waren zuvor neben anderen Staatsangehörigen mit einem Charterflug aus Wuhan ausgeflogen worden. An Bord befanden sich 45 Ukrainer und 27 Angehörige anderer Staaten.

© Reuters News Picture Service - RNPS/VALENTYN OGIRENKO

Hunderte von Sicherheitskräften gehen gegen Demonstranten vor, die verhindern wollen, dass Evakuierte aus Wuhan in die Ukraine einreisen.

05.30 Uhr: Deutsche Passagiere der "Diamond Princess" verlassen Japan

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" in Japan verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die dpa in Tokio erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit geplant. Das Schiff hatte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 zwei Wochen lang im japanischen Yokohama unter Quarantäne gestanden. Ein deutsches Ehepaar aus Hessen war positiv auf den Erreger getestet worden und liegt im Krankenhaus. Ein weiterer Deutscher will mit seiner japanischen Frau aus München noch einige Tage in Tokio bleiben. Die übrigen sechs deutschen Passagiere reisen gemeinsam mit anderen Europäern mit dem italienischen Flieger aus. Die Maschine werde zuerst einen Zwischenstopp in Berlin machen, hieß es.

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Passagiere der "Diamond Princess" verlassen nach Quarantäne das Kreuzfahrtschiff im japanischen Hafen Yokohama

05.00 Uhr: Knapp 900 Neu-Infektionen in China und 118 Todesfälle

Die Regierung in Peking gab am Freitag weitere 889 Infektionsfälle bekannt. Die dortige offizielle Gesamtzahl der Ansteckungen wuchs damit auf mehr als 75.000. Die offizielle Zahl der neu verzeichneten Infektionen war höher als am Vortag, als 673 weitere Ansteckungsfälle bekanntgegeben worden waren - nach Angaben der Regierung war dies die niedrigste Zahl neuer Fälle seit Ende Januar. Die chinesischen Behörden haben allerdings mit ihren Statistiken für Verwirrung gesorgt, da sie schon zwei Mal die Kriterien für Diagnostik und statistische Erfassung der Erkrankungsfälle geändert haben.

Laut den offiziellen Zahlen vom Freitag starben 118 weitere Menschen in Festlandchina an der Infektion. Die dortige amtliche Gesamtzahl der Todesopfer wuchs damit auf 2.236. Die allermeisten Krankheits- und Infektionsfälle treten nach wie vor in der Provinz Hubei auf, von wo die Epidemie ihren Ausgang genommen hatte. Die Behörden haben Hubei weitgehend von der Außenwelt abgeschottet.

Freitag, 21. Februar 2020

14.30 Uhr: EU verurteilt Ausweisung dreier Journalisten

Die Europäische Union hat die Ausweisung von drei Journalisten des "Wall Street Journal" aus China als Angriff auf die Meinungsfreiheit verurteilt. Der Entzug der Akkreditierungen die Ausweisung aus China seien "besorgniserregend" und liefen "auf weitere Einschränkungen der Meinungs- und Redefreiheit hinaus", teilte eine Sprecherin mit. Der Vorfall sei das jüngste Beispiel dafür, dass Peking die Vergabe von Aufenthaltserlaubnissen nutze, um die Arbeit ausländischer Journalisten in China zu behindern. Die EU werde mit China weiterhin im Dialog über die dortige Menschenrechtssituation bleiben. Die Führung in Peking hatte auf einen Zeitungskommentar zum Coronavirus reagiert. In dem Beitrag von Anfang Februar hatte der US-Professor Walter Russell Mead unter dem Titel "China ist der wahre kranke Mann Asiens" die erste Reaktion der chinesischen Behörden auf den Ausbruch des neuartigen Coronavirus kritisiert. Das chinesische Außenministerium bezeichnete den Artikel als "rassistisch" und "reißerisch".

07.00 Uhr: Erste Todesfälle unter Kreuzfahrtpassagieren

14 Tage lang wurde das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" im Hafen von Yokohama unter Quarantäne gehalten, jetzt sind zwei mit dem Coronavirus infizierte Passagiere gestorben. Nach Angaben von Regierungskreisen in Tokio handelt es sich bei den Opfern um einen 87 Jahren alten Japaner und eine 84-jährige Japanerin. Sie waren positiv getestet worden und vom Schiff in ein Krankenhaus gebracht, wo sie nun starben. Seit gestern dürfen die ersten Passagiere, die negativ auf das Virus getestet werden, das Schiff verlassen. Bei den beiden japanischen Staatsbürgern handelt es sich um die ersten Todesopfer, die sich auf dem Schiff aufgehalten haben. Experten kritisierten immer wieder, dass die Ausbreitung unter Passagieren und Besatzung nicht gestoppt wurde.

06.30 Uhr: Nur noch knapp 400 Neuerkrankungen in China

Die Zahl der Neuinfizierungen mit dem Coronavirus in China ist nach Angaben der dortigen Behörden auf dem niedrigsten Stand seit mehreren Wochen gefallen: Wurden am Mittwoch noch mehr als 1.700 Neuinfizierte gezählt, waren es heute nur noch 394 Fälle. Die Zahl der Toten stieg indes um 114 auf insgesamt 2.118. Wie aussagekräftig die Zahlen wirklich sind, lässt sich aber nur schätzen, denn das chinesische Gesundheitsministerium hat erneut die Zählweise geändert. Klinische Diagnosen fließen demnach nicht mehr als offiziell bestätigte Fälle in die Statistik mit ein.

Donnerstag, 20. Februar 2020

20.00 Uhr: Epidemie kann Investitionsabkommen verzögern

Ein Investitions-Abkommen zwischen der EU und China kann sich nach Angaben von EU-Handelskommissar Paul Hogan wegen der Epidemie verzögern. Für März geplante Vorbereitungstreffen beider Seiten würden wahrscheinlich ausfallen. Damit sei auch die geplante Unterzeichnung des Abkommens auf einem Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der EU und Chinas im September in Leipzig unsicher.

17.21 Uhr: Zwei Coronavirus-Patienten im Iran gestorben

Zwei Patienten im Iran sind an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab der Leiter der Medizinischen Fakultät der Stadt Ghom im Zentraliran bekannt. Bei den beiden war nach Angaben des Gesundheitsministeriums landesweit zum ersten Mal das neue Coronavirus nachgewiesen worden. Beide waren umgehend in Quarantäne geschickt worden. Bis jetzt hatte der Iran Berichte und Gerüchte über Covid-19-Fälle vehement zurückgewiesen.

17.15 Uhr: Behörden in Wuhan beenden Suche nach möglichen Infizierten

Die Behörden in der chinesischen Stadt Wuhan haben ihre Suche nach möglichen noch unentdeckten Coronavirus-Infizierten beendet. Gesundheitsinspektoren in Schutzanzügen gingen im Epizentrum der Epidemie noch einmal von Tür zu Tür, um zu prüfen, ob noch jemand Symptome der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 aufweist.

14.34 Uhr: Weiterer Patient aus Münchner Klinik entlassen

Von den 14 Coronavirus-Patienten in Bayern sind nur noch drei im Krankenhaus. Ein weiterer Patient aus der München Klinik Schwabing sei entlassen worden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. In dem Krankenhaus befinden sich die drei mit dem neuen Virus Sars-CoV-2 Infizierten. Bis zum Mittwochmittag (Stand 13.00 Uhr) gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) keine neuen Coronavirus-Fälle in Bayern. Alle 14 Infektionen im Freistaat standen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto.

13.52 Uhr: Piloten kehren chinesischen Airlines wegen Coronavirus den Rücken

Die hochbezahlten ausländischen Piloten chinesischer Fluglinien bekommen die Auswirkungen des Coronavirus in der Volksrepublik zu spüren. Einige wurden in den unbezahlten Urlaub geschickt und warten auf eine Besserung der Lage, wie mehrere Piloten Reuters berichteten. "Im Moment sind wir alle in unseren Heimatländern", sagte ein Flug-Kapitän von China Southern, der namentlich nicht genannt werden wollte. Einem Piloten bei Tianjin Airlines, die zur HNA Group gehört, wurde mitgeteilt, dass es mindestens drei bis vier Monate dauern werde, bis die Piloten zurückgeholt würden. Er habe daher bei einer anderen ausländischen Fluggesellschaft angeheuert, sagte er.

05.45 Uhr: Japan lässt "Diamond Princess"-Passagiere an Land

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus sind die ersten Passagiere in Japan von Bord des Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" gegangen. Die Ausschiffung der rund 3.000 Menschen an Bord werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit. Bisher haben 500 Passagiere das Schiff verlassen.

Mit der "Diamond Princess" reisten auch acht Deutsche. Die meisten von ihnen sollen nach Angaben der Bundesregierung möglichst bald heimkehren können. "Wir bemühen uns intensiv darum, den nicht erkrankten und ausreisewilligen deutschen Passagieren der 'Diamond Princess' eine baldige Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Bereits am Sonntag hatte das Amt allerdings mitgeteilt, zwei der Deutschen hätten sich infiziert.

In Kambodscha mussten ebenfalls noch Kreuzfahrturlauber auf ihre Heimreise warten, darunter mehrere Deutsche. Alle 781 dort verbliebenen Reisenden der "Westerdam" seien negativ getestet worden, teilte die Reederei Holland America Line unter Berufung auf das kambodschanische Gesundheitsministerium mit. Der Coronavirus wird für die Kreuzfahrtbranche zum Problem. Mehr dazu hier.

© ARD

Nach zwei Wochen hat Japan heute die Quarantäne für ein Kreuzfahrtschiff aufgehoben. Die ersten Menschen sind bereits von Bord gegangen. Die Menschen hatten wegen des Coronavirus an Bord bleiben müssen.

05.00 Uhr: Schon über 2.000 Tote durch das Coronavirus

Die Zahl der Virus-Toten in China ist nach offiziellen Angaben auf mehr als 2.000 gestiegen. Auf dem Festland seien am Dienstag 136 weitere Todesfälle gemeldet worden, gab die Nationale Gesundheitskommission bekannt. Damit steige die Gesamtzahl auf 2.004. Es seien zudem 1.749 neue Fälle nachgewiesen worden - die niedrigste Zahl seit dem 29. Januar - nach 1.886 am Vortag. Bisher sind laut Behördenangaben insgesamt 74.185 Menschen am Coronavirus in China erkrankt.

In mehreren chinesischen Städten droht nach Darstellung der staatlichen Medien ein Mangel an Blutkonserven. Viele potenzielle Spender blieben wegen der Reisebeschränkungen zu Hause. Einem Bericht der Zeitung "China Daily" zufolge hat die Stadt Shiyan Mitglieder der Kommunistischen Partei, Regierungsangestellte, Soldaten, Krankenhausmitarbeiter und Studenten aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen und Blut zu spenden.

© dpa-bildfunk

Provisorisches Krankenhaus für Coronvirus-Patienten in Wuhan.

Mittwoch, 19. Februar 2020

20.37 Uhr Russland schließt seine Grenzen für Chinesen

Russland schließt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus seine Grenzen für alle Chinesen. Ab Donnerstag um Mitternacht Moskauer Zeit (22 Uhr MEZ) werde vorübergehend kein chinesischer Staatsbürger mehr ins Land gelassen, heißt es in einem Erlass von Ministerpräsident Michail Mischustin. Grund sei die sich verschlimmernde Epidemie im Nachbarland China.

In Russland gab es bisher nur drei bestätigte Fälle der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das Virus ausgelöst wird: zwei Chinesen, die behandelt und wieder entlassen wurden, und eine Russin, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" in Japan infiziert hatte.

16.18 Uhr Auswärtiges Amt bemüht sich um Heimkehr von Deutschen auf "Diamond Princess"

Nach dem Ende der Quarantäne auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan sollen nach dem Willen der Bundesregierung auch die Deutschen an Bord möglichst bald heimkehren können. "Wir bemühen uns intensiv darum, den nicht erkrankten und ausreisewilligen deutschen Passagieren der 'Diamond Princess' eine baldige Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

11.56 Uhr: 88 weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf der "Diamond Princess“, dem unter Quarantäne stehenden japanischen Kreuzfahrtschiff, sind am Dienstag 88 weitere Fälle des Coronavirus entdeckt worden. Insgesamt befinden sich nun 542 registrierte Fälle auf dem Schiff – das damit der Ort mit den meisten Infektionen außerhalb von China ist. Experten zweifeln die Wirksamkeit der Quarantäne an, obwohl diese von den Behörden verteidigt wird. Weil die Sicherheitsvorkehrungen möglicherweise nicht so streng ausfielen, wie sie sollten, habe sich das Schiff eher zu einem Virus-Brutkasten entwickeln können, hieß es. Ursprünglich war geplant, die Quarantäne der Passagiere am Mittwoch zu beenden – jetzt könnte es jedoch bis Freitag dauern.

11.45 Uhr: Gezielte Falschmeldung in Weiden

Ein Unbekannter hat gestern per WhatsApp im Namen des Portals Onetz von Oberpfalz-Medien die Falschmeldung verbreitet, es solle zwei mit dem Coronavirus Infizierte in Weiden geben. Oberpfalz-Medien wies die Meldung jedoch als Fake zurück. Das Gesundheitsamt Weiden/Neustadt bestätigte, dass es keine Fälle von Coronavirus in Weiden und dem Landkreis Neustadt gebe.

10.07 Uhr: Keine Corona-Fälle in Rosenheim - Schule wieder geöffnet

Seit gestern hat die Astrid-Lindgren-Grunschule in Rosenheim wieder geöffnet. In der vergangenen Woche war sie kurzzeitig wegen zahlreicher Krankheitsfälle geschlossen worden. In den Sozialen Medien war daraufhin das Gerücht aufgetaucht, dass womöglich das Corona-Virus damit zu tun haben könnte. Das Landratsamt Rosenheim spricht von einer Verschwörungstheorie. Es gebe bei keinem einzigen Fall den Nachweis oder den Verdacht auf das Virus und auch keine Beziehungen nach Siegsdorf, betonte Pressesprecher Michael Fischer. Die Kinder seien entweder stark erkältet oder Magen-Darm-Virus geplagt. Die Schulleitung bestätigt das gegenüber dem BR.

06.25 Uhr: Coronavirus kippt Apples Umsatzprognose

Apple kassiert wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Bei iPhones gebe es Lieferengpässe, weil die Produktion in China langsamer hochgefahren werde als geplant, teilte der Konzern am Montag mit. Außerdem sei der Absatz von Apple-Geräten in China selbst zuletzt gedämpft gewesen, da viele Geschäfte - und auch die hauseigenen Stores der Firma - zeitweise geschlossen blieben.

Aus diesen Gründen werde Apple die erst Ende Januar gemachte Umsatzprognose für dieses Vierteljahr verfehlen, hieß es. Apple hatte unter Verweis auf die Coronavirus-Risiken damals bereits eine ungewöhnlich breite Spanne von 63 bis 67 Milliarden Dollar angegeben. Eine neue Prognose gab es nicht. Die Einschränkungen für das Geschäft seien nur vorübergehend, betonte der Konzern. Im Vorjahresquartal hatte Apple 58 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet.

06.00 Uhr: "Westerdam"-Passagiere warten noch auf Testergebnisse

Die auf dem Kreuzfahrtschiff "Westerdam" in Kambodscha gestrandeten rund 1.000 Menschen, darunter auch deutsche Passagiere, müssen sich noch in Geduld üben. Die Coronavirus-Testergebnisse lagen am Dienstag noch nicht für alle vor. Bis alles geklärt sei, werde es wahrscheinlich einige Tage dauern, teilte die Reederei Holland America Line mit. Unter den "Westerdam"-Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Einige sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch an Bord des Schiffs im Hafen von Sihanoukville, während andere bereits Richtung Heimat reisten.

Am Wochenende war überraschend bei einer Passagierin auf der Heimreise ein Test auf das Coronavirus positiv ausgefallen. Viele hatten da schon das Schiff verlassen. Nun müssen laut Reederei dort noch 255 Passagiere und 747 Crewmitglieder auf eine Klärung warten.

© dpa/pa/Paula Bronstein

MS Westerdam im Hafen von Sihanoukville in Kambodscha

05.00 Uhr China: Mehr als 1.800 neue Infektionen - fast 100 Tote

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist innerhalb eines Tages um 1.886 auf 72.436 gestiegen. Die Zahl der Toten erhöhte sich bis Dienstag um 98 auf 1.868, wie die chinesische Gesundheitskommission mitteilte. Am Montag hatten das chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention berichtet, dass mehr als 80 Prozent der Erkrankungen mild verliefen und die Zahl der Neuinfektionen seit Anfang des Monats zu sinken scheinen.

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden chinesischen Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. "Das ist eine sehr grobe Schätzung", sagte Professor Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, lobte China für das "klarere Bild des Ausbruchs, wie er sich entwickelt und wohin es geht". Zugleich sagte er aber: "Es ist zu früh, um zu sagen, ob der berichtete Rückgang anhalten wird. Jedes Szenario ist noch auf dem Tisch."

Zum ersten Mal ist auch ein Krankenhauschef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in Hubeis Provinzhauptstadt Wuhan, sei Montag gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur China News. Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19 genannten Lungenkrankheit sterben würde.

Dienstag, 18. Februar 2020

21.20 Uhr: Will Bundesregierung Deutsche von "Diamond Princess" zurückholen?

Acht Deutsche sitzen - neben rund 3.000 anderen Passagieren - auf dem Kreuzfahrtschiff im Hafen der japanischen Stadt Yokohama fest. Zwei von ihnen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Nach einer Besprechung am Montag im Auswärtigen Amt will die Bundesregierung sie nun offenbar "möglichst rasch" zurückholen und in die Heimat ausfliegen lassen. Das berichtet zumindest der "Spiegel".

17.53 Uhr: Zahl der Neuinfektionen geht in China zurück

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China geht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Das deuteten Daten zu 44.000 Fällen an, die China der WHO zur Verfügung gestellt habe, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Es ist zu früh, um zu sagen, dass dieser Rückgang andauern wird. Alle Szenarien sind weiterhin möglich." Darüber hinaus zeigten die Daten, dass Covid-19 wohl nicht so tödlich sei wie vergleichbare Erkrankungen wie Sars oder Mers.

14.30 Uhr: 99 weitere Infektionsfälle auf Kreuzfahrtschiff

Japan hat 99 weitere Corona-Fälle an Bord der "Diamond Princess" bestätigt. Außerhalb Chinas ist das Kreuzfahrtschiff damit weltweit der Ort mit den meisten bekannten Fällen der Erkrankung Covid-19. Insgesamt sind mittlerweile 454 Personen an Bord der "Diamond Princess", die sich nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Das Schiff liegt seit zwei Wochen im Hafen von Yokohama fest, Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden auf das Virus getestet.

13.12 Uhr: Zwei weitere Entlassungen aus der München Klinik Schwabing

Am Wochenende sind zwei weitere Coronavirus-Patienten aus der München Klinik Schwabing entlassen werden. Das teilte das Krankenhaus am Montag mit. "Wer von uns offiziell entlassen wird, kann ohne Kontaktsperre wieder in seinen Alltag zurückkehren. Hier gibt es keinen Anlass mehr zur Sorge oder zur Zurückhaltung", wird Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie, in einer Pressemitteilung zitiert.Insgesamt sind damit drei der Patienten, die in Schwabing wegen Coronavirus behandelt wurden, entlassen worden. Nach wie vor befinden sich sechs Corona-Patienten in der Klinik Schwabing. Diese seien klinisch stabil und weitestgehend symptomfrei. Auch bei diesen Patienten werde "in Richtung Entlassung" gedacht, so Chefarzt Wendtner.

12.55 Uhr: Bundesregierung prüft Hilfe für deutsche Passagiere auf Schiffen

Die Bundesregierung prüft, ob deutsche Bürger auf den vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffenen Kreuzfahrtschiffen "Westerdam" und "Diamond Princess" Hilfe bei der Rückkehr in ihre Heimat brauchen. Ziel sei es, dass alle Passagiere, die das wünschten, möglichst bald nach Deutschland zurückkehren können, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Zu dieser Frage stehe man auch im Kontakt mit den europäischen Partnern. In Berlin habe am Montag ein Krisenstab getagt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird überlegt, Rückkehrer nicht zentral unterzubringen, sondern eine Quarantäne im häuslichen Umfeld vorzunehmen.

12.20 Uhr: Nach mehr als 14 Tagen Quarantäne Siegsdorfer Familie als geheilt aus Trostberger Krankenhaus entlassen

Die am Coronavirus erkrankte Familie aus Siegsdorf ist am vergangenen Freitag als geheilt und ohne Ansteckungsgefahr aus dem Krankenhaus Trostberg entlassen worden. Das teilten soeben die Kliniken Südostbayern mit. Das Ehepaar und ihre drei kleinen Kinder waren mehr als zwei Wochen in der Kreisklinik Trostberg in Quarantäne. Bei zahlreichen Kontrolluntersuchungen, entsprechend den Vorgaben des Robert Koch Institutes, konnte kein Virus mehr nachgewiesen werden. Nach Angaben des Klinikums geht es allen Familienmitgliedern gesundheitlich bereits seit einigen Tagen gut. Die Kinder waren jedoch vor allem durch die Quarantänesituation psychisch stark belastet. Der Familienvater arbeitet bei der Firma Webasto in Stockdorf und hatte sich dort mit dem Virus angesteckt.

10.30 Uhr: Erste Maschine mit Kreuzfahrtpassagieren in USA gelandet

Eine Maschine mit US-Bürgern vom unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" in Japan ist in den USA gelandet. Die in Japans Hauptstadt Tokio gestartete Maschine kam am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Militärstützpunkt Travis im kalifornischen Fairfield nordöstlich von San Francisco an, wie der Lokalsender CBS SF berichtete.

An Bord seien auch 14 Passagiere gewesen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatten zuvor das US-Außenministerium und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Sie saßen demnach isoliert von den anderen Passagieren in dem Flugzeug. Passagiere, die an Bord Symptome entwickelten sowie die bereits positiv Getesteten würden nach ihrer Rückkehr in die USA in geeignete Einrichtungen gebracht und dort isoliert behandelt, hieß es in der Mitteilung weiter. Alle anderen werden den US-Ministerien zufolge nun für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Eine zweite Maschine sollte noch am Montag in Texas landen. Das US-Außenministerium bot insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise in die USA an.

08.00: Studie: Coronavirus dürfte Autobranche besonders stark treffen

Das Coronavirus in China könnte nach Einschätzung von Beratern der globalen Autoindustrie empfindlich schaden. Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei würden an gut einem Dutzend Standorten fast zwei Millionen Autos pro Jahr gefertigt, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft BCG. So sei das Land der größte Absatzmarkt für Neuwagen und zugleich wichtiger Standort für Hersteller und Zulieferer. "Die Autoindustrie wird lokal und rund um den Globus betroffen sein", schreiben die Berater mit Blick auf gestörte Lieferketten. Wegen des Coronavirus hatte die chinesische Regierung die vorübergehende Schließung der Firmen beschlossen. Wann die Werke in und um Wuhan wieder eröffnen können ist derzeit noch unklar.

Insgesamt gebe es über 700 ausländische und chinesische Zulieferer in der Provinz mit ihrer abgeriegelten Hauptstadt Wuhan. Auch ausländische Autohersteller seien in der Region Hubei stark engagiert: Ein Großteil der Produktion von Gemeinschaftsfirmen mit chinesischen Unternehmen entfalle auf die Provinz, so BCG. Gemeinschaftsfirmen des chinesischen Herstellers Dongfeng mit Honda, PSA und Renault etwa haben ihren Hauptsitz in Wuhan.

Ein Produktionseinbruch könnte globale Folgen für Lieferketten haben, da China einer der größten Exporteure von Fahrzeugteilen sei - etwa bei Bremsen, Elektronik, Fahrgestellen und Rädern. Jede dieser Kategorien stehe für Exporte im Wert von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar, so BCG. Über die Hälfte dieser Ausfuhren gehe in die USA und die EU.

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Chinesischer Arbeiter in der Dongfeng Peugeot Citroen Automobile Company Ltd. (DCPA) in Wuhan.

07.00 Uhr: "Westerdam"-Reisende werden daheim kontaktiert

Bei den Passagieren und der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" sind nach Angaben der Reederei bislang keine weiteren Fälle von Corona-Symptomen aufgetreten. Die Gäste, die bereits nach Hause gereist seien, würden von ihren örtlichen Gesundheitsbehörden kontaktiert, teilte die Holland America Line mit. Unter den Reisenden waren laut Reederei 57 Deutsche. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind noch einige an Bord der "Westerdam" in Sihanoukville, während andere bereits die Heimreise angetreten haben. Die Gäste an Bord des Schiffs sollen auf das Virus getestet werden.

Bei Passagieren der "Westerdam", die in Kambodscha an Land gegangen waren, war am Wochenende überraschend eine Infektion festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin wurde bei der Weiterreise in Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus gebracht, wie die malaysische Gesundheitsbehörde mitteilte.

Mehrere asiatische Länder hatten dem Kreuzfahrtschiff aus Sorge vor einer möglichen Einschleppung des Virus Sars-CoV-2 das Anlegen untersagt. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu.

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Die ersten Passagiere gehen in Kambodscha von Bord der "MS Westerdam"

05.45 Uhr: USA holen Bürger aus Japan ab

Die USA haben begonnen, ihre Staatsbürger von dem vor Japan unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" zu holen. Der japanische Verteidigungsminister Taro Kono twitterte am Montag, japanische Soldaten seien beim Transport von 240 US-Amerikanern behilflich, die mit 14 Bussen von der Stadt Yokohama zum Flughafen Hameda gebracht würden. Etwa 380 Amerikaner waren insgesamt auf dem Schiff. Das US-Innenministerium teilte später mit, zwei Charterflüge mit Kreuzfahrtschiffpassagieren seien in Tokio gestartet und auf dem Weg in die USA.

Auch Kanada, Hongkong und Israel bereiten sich nach japanischen Medienberichten vor, ihre eigenen Landsleute von Bord des Schiffes in Japan zurückzuholen. Gegenwärtig befinden sich noch rund 3.000 Menschen auf dem Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess". Außer den zwei infizierten Deutschen sind noch acht andere Bundesbürger an Bord.

05.00 Uhr: Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus in China übersteigt mittlerweile 70.000. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind bis Montag 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte. Die nachgewiesenen Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten 70.548. Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. In der weitgehend abgeschotteten Krisenregion sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Experten befürchten auch eine hohe Dunkelziffer.

Montag, 17. Februar 2020

© BR

Die Quarantäne für die gut 120 in einer Kaserne in Rheinland-Pfalz isolierten China-Rückkehrer ist zu Ende gegangen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, ist die Gesamtzahl der Todesopfer in China auf 1.665 gestiegen.

14.20 Uhr: Weitere Coronavirus-Patienten aus Klinik entlassen

In Bayern sind am Wochenende weitere Coronavirus-Patienten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München mit. Die Entlassungskriterien des Robert-Koch Institutes (RKI) seien erfüllt, sagte eine Ministeriumssprecherin. Nähere Angaben zu den Betroffenen wollte die Behörde nicht machen.

Der erste der insgesamt 14 in Bayern registrierten Patienten war am vergangenen Mittwoch aus einer Münchner Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, hatte das Krankenhaus mitgeteilt. Alle 14 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Stockdorfer Autozulieferer Webasto. Eine chinesische Kollegin hatte den Erreger im Januar bei einer Dienstreise eingeschleppt.

13.41 Uhr: Quarantäne für China-Rückkehrer beendet

Die Quarantäne für die gut 120 in einer Kaserne in Rheinland-Pfalz isolierten China-Rückkehrer ist am Sonntag zu Ende gegangen. Erneute Labortests kurz vor der geplanten Abreise der 100 Rückkehrer und rund 20 Helfer verliefen laut einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Rheinland-Pfalz allesamt negativ. Das neuartige Coronavirus sei bei den Menschen "zu keinem Zeitpunkt nachweisbar" gewesen. Somit konnte der zuständige Amtsarzt nun die Quarantäne aufheben.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China hatte eine Maschine der deutschen Luftwaffe Anfang Februar 126 Menschen aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei ausgeflogen. Bei zwei Menschen wurde nach der Ankunft Infektionen mit dem Virus diagnostiziert, sie wurden zur Behandlung in die Universitätsklinik Frankfurt am Main gebracht.

10.37 Uhr Hubei: Schwer betroffene Provinz verbietet Autoverkehr

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erlässt die Regierung in der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei ein Fahrverbot. Davon ausgenommen seien Polizeiautos, Krankenwagen, Fahrzeuge mit lebenswichtigen Gütern oder solche, die für den öffentlichen Dienst benötigt würden, teilt die Regionalregierung mit. Private Fahrten sind demnach nicht mehr zugelassen. Zudem würden regelmäßig Gesundheitskontrollen für alle Einwohner der Provinz vorgenommen. Auch könnten Firmen erst wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie eine Genehmigung der Regierung erhalten haben.

In Hubei wurden landesweit die mit Abstand meisten Todesfälle und Infektionen mit der auf den Namen Covid-19 getauften Lungenkrankheit gemeldet. Die Provinz hat etwa 60 Millionen Einwohner.

06.45 Uhr: Zahl der Infizierten auf Kreuzfahrtschiff erhöht sich weiter

In Japan sind an Bord des unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" 70 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. Damit erhöhe sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 355, sagte der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Sonntag. Bislang seien 1.219 Passagiere getestet worden. Laut der deutschen Botschaft in Tokio sind auch zwei von zehn deutschen Passagieren betroffen. Das Schiff steht seit rund eineinhalb Wochen unter Quarantäne und liegt bei Yokohama vor Anker.

Sonntag, 16. Februar 2020

21.08 Uhr Germersheim: Quarantäne-Ende in Sicht

Am Sonntag soll die Quarantäne für die über 100 China-Rückkehrer in einer Bundeswehrkaserne in Germersheim, Rheinland-Pfalz, enden. Zunächst werden noch die Ergebnisse weiterer Tests auf das Coronavirus erwartet. Sollten diese, wie bei den vorangegangenen drei Tests, erneut negativ ausfallen, ist eine abschließende ärztliche Untersuchung vorgesehen. Dann wird entschieden, ob die Quarantäne aufgehoben wird. Die Rückkehrer waren am Sonntag vor zwei Wochen aus Wuhan nach Frankfurt ausgeflogen worden und waren in die Kaserne in Germersheim gebracht worden.

16.00 Uhr: WHO-Chef fordert auf Sicherheitskonferenz mehr Vorsorge

15.30 Uhr: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff mit Coronavirus infiziert

Auf dem vor Tokio in Quarantäne liegenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" haben sich auch zwei Deutsche mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

12.15 Uhr: China sieht Fortschritte bei Eindämmung von Corona

Der chinesische Außenminister Wang Yi sieht große Fortschritte bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus in seinem Land. Als Ergebnis chinesischer Anstrengungen sei bisher nur ein Prozent der Fälle außerhalb der Landesgrenzen aufgetreten, sagte der Minister auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die 1,4 Milliarden Einwohner Chinas führten den Kampf entschlossen. Er dankte auch der internationalen Gemeinschaft für die Hilfe.

11.30 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Europa

Erstmals ist ein an dem Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben. Der chinesische Tourist sei in einer Pariser Klinik der Krankheit erlegen, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mit. Bei dem Mann handelte es sich demnach um einen 80-Jährigen aus der zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch die schwer betroffenen Stadt Wuhan liegt. Der Tourist war Anfang Februar auf die Intensivstation des Krankenhauses Bichat in der französischen Hauptstadt gebracht worden. Sie sei gestern über den Tod des Mannes informiert worden, sagte Buzyn. Der Patient sei mehrere Tage in kritischem Zustand gewesen.

10.35 Uhr: Flugreisende aus China zur Selbstauskunft verpflichtet

Für Flugpassagiere aus China gelten ab sofort die neue Sicherheitsmaßnahmen, die Bundesgesundheitsminister Spahn vor wenigen Tagen angeordnet hatte. Alle Passagiere aus China werden zu einer Selbstauskunft verpflichtet. Sie müssen bereits an Bord der Maschine auf einem Fragebogen angeben, ob sie Kontakt zu Corona-Virus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben. Bei positiver Antwort werden die Reisenden an den Flughäfen München und Frankfurt am Main von Ärzten untersucht. Diese entscheiden dann über das weitere Vorgehen.

Nachdem auch die Direktflüge chinesischer Fluggesellschaften nach Düsseldorf und Berlin mit diesem Wochenende eingestellt werden, bestehen nur noch von München und Frankfurt/Main direkte Verbindungen nach China.

07.00 Uhr: Post nimmt keine China-Pakete mehr an

Die Zahl der Corona-Erkrankten steigt weiter - und auch die wirtschaftlichen Auswirkungen werden immer umfangreicher. So nimmt die Deutsche Post keine Päckchen und Pakete nach China, Hongkong und Macao mehr an. Grund seien die Coronavirus-bedingten Probleme beim Transport, der Verzollung und der Zustellung, sagte eine Sprecherin des Logistikkonzerns.

Briefsendungen würden dagegen bis auf Weiteres noch angenommen und bearbeitet. Allerdings sei aufgrund der aktuellen Einschränkungen im Verkehr mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen.

Nicht betroffen vom Annahmestopp für Päckchen und Pakete seien Sendungen nach Taiwan, betonte die Post. Auch der Express-Versand von Dokumenten nach China sei grundsätzlich noch möglich.

Samstag, 15. Februar 2020

18.30 Uhr: Erster Coronafall in Afrika

Das neuartige Coronavirus ist erstmals auch in Afrika festgestellt worden. Das ägyptische Gesundheitsministerium teilte mit, es handele sich um eine Person aus dem Ausland. Der Patient zeige aber keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Von woher er nach Ägypten einreiste wurde nicht bekannt.

Viele Experten haben die Sorge, dass das Virus Länder mit einem schlechten Gesundheitssystem etwa in Afrika oder Asien erreicht, wo es schwer zu kontrollieren wäre. Dann drohe sich die Lungenkrankheit dauerhaft auf der Welt einzunisten.

12.30 Uhr: China bekämpft Virus mit Überwachungsdaten

Eine Handy-App als Virus-Kontaktmelder, automatische Fiebermessung und Gesichtsmaskenerkennung sowie 30-Tage-Bewegungsdaten vom Mobilfunkbetreiber: Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus fährt China seine ganze Überwachungstechnologie auf. So fördern Regierung, Gesundheitskommission und China Electronics Technology (CETC) ein Handyprogramm, mit dem Nutzer feststellen können, ob sie in engem Kontakt mit jemandem waren, der mit dem Virus infiziert ist oder als Verdachtsfall gilt.

Nach Eingabe der persönlichen Daten und Identifikationsnummer greift das Programm auf die gesammelten Informationen der Behörden zurück, um die Bewegungsspur der Person mit dem Aufenthaltsort von Infizierten abzugleichen. Angezeigt wird etwa, ob beide in einem Raum waren, im selben Haus oder ob sie dasselbe Flugzeug benutzt haben. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, kann sogar festgestellt werden, ob ein Passagier im Flugzeug in derselben Reihe mit einem Infizierten oder drei Reihen davor oder dahinter gesessen hat.

Da an U-Bahnhöfen und Flughäfen automatische Fiebermessung und Gesichtserkennung erfolgt, entwickelte der Internetriese Baidu auch eine Erkennungssoftware, die in großen Menschenmengen jeweils Personen identifizieren kann, die keinen Mundschutz tragen. Zudem könnten Arbeitgeber damit bei ihren Beschäftigten verfolgen, ob sie Schutzmasken tragen.

09.30 Uhr: Sechs Krankenhausmitarbeiter in China gestorben

In China sind nach Behördenangaben bereits sechs Krankenhausmitarbeiter an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Zudem seien landesweit 1.716 Angehörige des medizinischen Personals infiziert, teilte der Vize-Chef der chinesischen Gesundheitskommission Zeng Yixin mit. Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Volksrepublik liegt inzwischen bei mehr als 64.000.

Mehr als 1.100 der Infektionen unter Ärzten und Pflegern wurden laut Zeng in der Metropole Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei nachgewiesen. Rund 400 weitere seien in anderen Städten der Provinz bestätigt worden. In der Region fehlt es an genügend Schutzanzügen und Atemschutzmasken für Ärzte und Krankenpfleger. Vor allem in Wuhan führten die Engpässe zuletzt dazu, dass Ärzte ein und dieselbe Schutzbekleidung mehrfach tragen mussten. Ein Arzt aus der Stadt sagte der Nachrichtenagentur AFP, er und 16 seiner Kollegen hätten Symptome, die auf eine mögliche Coronavirus-Infektion hindeuteten. Dazu gehören Husten und Atemnot. Trotzdem würden sie weiter Patienten behandeln müssen.

09.00 Uhr: Aida Cruises beendet Asien-Saison wegen Covid-19 vorzeitig

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden neuartigen Coronavirus und der zunehmenden Reiseeinschränkungen in der Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Betroffen seien die Schiffe "Aidavita" und "Aidabella" mit insgesamt rund 3300 Passagieren, teilte das Unternehmen in Rostock mit. Ihre Fahrten enden demnach am Sonntag beziehungsweise Montag in Laem Chabang bzw. Bangkok (Thailand). Regulär hätte das Asien-Programm noch bis April gedauert.

Die "Aidavita" mit 1.100 zumeist aus Deutschland kommenden Passagieren und 400 Crew-Mitgliedern war vor kurzem die Einfahrt in die vietnamesische Hafenstadt Cai Lan in der Halong Bucht verweigert worden. Eine Begründung sei nicht genannt worden, sagte ein Sprecher von Aida Cruises. Laut Aida gab es weder Verdachtsfälle noch bestätigte Coronavirus-Erkrankungen an Bord. Nächster Halt der "Aidavita" soll nun der thailändische Hafen Laem Chabang sein.

Das Coronavirus trifft die Tourismus- und Luftverkehrbranche hart. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO erwartet wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China Umsatzeinbußen von bis zu fünf Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) für Fluggesellschaften weltweit. 70 Airlines hätten angesichts des neuartigen Coronavirus alle Flüge von und nach China eingestellt, teilte die UN-Organisation am Donnerstag mit. 50 weitere Fluggesellschaften reduzierten demnach die Zahl der Flüge von und nach China.

Die Lufthansa und ihre Töchter Swiss und Austrian Airlines setzen alle Flüge zum chinesischen Festland bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März aus. Betroffen seien Verbindungen von und nach Peking und Shanghai, die bisher nur bis zum 29. Februar gestrichen waren, teilte der Konzern mit.

06.00 Uhr: Erste Passagiere verlassen Kreuzfahrtschiff "Westerdam"

Die ersten Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Westerdam" können nach ihrer Irrfahrt in Kambodscha endlich von Bord. Etwa 500 Menschen sollten das Schiff am Freitag verlassen, wo die "Westerdam" nach mehreren Absagen anderer Länder schließlich einen Hafen anlaufen durfte. Thailand, Japan, Taiwan, die Philippinen und Guam hatten zuvor eine Einfahrt des Schiffes aus Angst vor dem Coronavirus verweigert.

An Bord befanden sich insgesamt 2.200 Passagiere und Besatzungsmitglieder. Sie wurden bereits auf Gesundheitsprobleme untersucht, als das Schiff am Donnerstag noch etwa einen Kilometer vor dem Hafen von Sihanoukville ankerte. Laut dem Betreiber "Holland America Line" wurde bei niemandem an Bord die Atemwegserkrankung Covid-19 bislang bestätigt.

© Reuters News Picture Service - RNPS/Stringer

Erste Passagiere der "MS Westerdam" dürfen nach zwei Wochen in Kamobscha von Bord gehen

05.00 Uhr: Weitere 116 Todesfälle in Hubei - 4.823 Neuinfektionen

Die Zahl der Todesfälle in der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei ist nach Behördengaben am Donnerstag um 116 gestiegen. Zudem seien 4.823 neue Fälle registriert worden, teilt die Gesundheitskommission mit. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 51.986. Am Mittwoch waren in der Provinz Hubei 242 Menschen gestorben. Nie zuvor gab es für einen einzigen Tag höhere Zahlen.

Der Anstieg der Neuinfektionen hängt mit einer Anpassung der Zählmethode zusammen. In der Statistik werden dort nun auch Infektionen anhand der ärztlichen Diagnose erfasst, ehe sie durch Labortests bestätigt sind. Von den 5.090 neuen Fällen fielen 3.095 in diese Kategorie.

Freitag, 14. Februar 2020

17.00 Uhr: Reisende könnten nach Infektionsrisiken befragt werden

Passagiere aus Gebieten mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 könnten bei der Einreise nach Europa demnächst nach möglichen Infektionsrisiken befragt werden. Die EU-Staaten einigten sich auf diese Option. Deutschland werde sie nun prüfen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Erfragt werden könnten Kontakte zu Bürgern aus einer von der Covid-19-Epidemie betroffenen Region, etwa der chinesischen Provinz Hubei, sagte Spahn. Es gehe vor allem um schnelle Identifizierung im Falle einer Infektion, auch der Sitznachbarn im Flugzeug. Schon jetzt gelte in Deutschland die Anordnung, dass Kontaktdaten von Reisenden für 30 Tage hinterlegt werden müssen.

14.10 Uhr: Erster Corona-Patient in Bayern aus Quarantäne entlassen

Der erste von 14 Corona-Patienten in Bayern ist aus der Klinik in München-Schwabing entlassen worden. Er habe die gute Nachricht gestern überbracht bekommen, teilte das Krankenhaus mit. Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums ist die Person wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend.

Alle Kriterien für eine Entlassung seien erfüllt – dazu zählten mehrere negative Tests auf das neuartige Corona-Virus. Die Kriterien hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zusammen mit den Ärzten und einem wissenschaftlichen Expertengremium diskutiert und festgelegt.

Die übrigen acht Patienten in der München Klinik Schwabing seien stabil und können den Angaben nach vermutlich ebenfalls in absehbarer Zeit entlassen werden. Weitere fünf Patienten werden in Trostberg im Landkreis Traunstein behandelt.

13.20 Uhr: EU berät über Folgen des Corona-Virus

12.00 Uhr: Spahn schließt weltweite Pandemie nicht aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet hinsichtlich der Corona-Epidemie nicht mit einer schnellen Entspannung der weltweiten Lage. Vor einem Krisentreffen der EU-Gesundheitsminister in Brüssel sagte Spahn, es sei nicht ausgeschlossen, dass aus der bisher regional begrenzten Epidemie in China eine weltweite Pandemie werde. Daneben befürchtet Spahn im Kampf gegen das neuartige Corona-Virus erhebliche Arzneimittel-Engpässe in Europa. Hintergrund sei der Produktionsstopp in China bei wichtigen Wirkstoffen. Einen Alleingang Deutschlands in der EU bei der Einführung von Reisebeschränkungen lehnte Spahn ab. Aufgrund der offenen Grenzen in Europa mache "eine Entscheidung national nur für Deutschland in dieser Frage keinen Sinn", die EU-Länder müssten ihr Vorgehen abstimmen. Was ist eine Pandemie und wann wird sie gefährlich? Mehr dazu hier.

10.00 Uhr: Deutsches Tierschutzbüro warnt vor Fleisch aus China

Das Deutsche Tierschutzbüro warnt vor dem Verzehr von Geflügel- oder Kaninchenfleisch aus China. Noch immer ist nicht hundertprozentig geklärt, wo der Coronavirus seinen Ursprung hatte. Im Verdacht steht das Schuppentier (Pangolin), das zwar geschützt, aber in China eine besondere Spezialität ist. Aus diesem Grund vermutet das Tierschutzbüro, dass auch die Möglichkeit besteht, dass der Verzehr von Geflügel- oder Kaninchenfleisch zu einer Übertragung führen könnte. "Wer hundertprozentig sichergehen will, dass er sich nicht mit dem Virus ansteckt, sollte am besten kein Fleisch oder andere tierische Produkte aus China essen" sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro und ergänzt "es handelt sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme".

Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt hingegen Entwarnung: Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren sei es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten.

09.00 Uhr: Siedlung bei Hanoi wegen Coronavirus abgeriegelt

Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 sind in Vietnam mehrere Dörfer mit insgesamt rund 10.000 Einwohnern unter Quarantäne gestellt worden. Die Behörden ließen die rund 40 Kilometer von der Hauptstadt Hanoi entfernte Kommune Son Loi abriegeln, zu der mehrere Dörfer gehören. Die Maßnahme gilt demnach zunächst für 20 Tage. In der ländlichen Gegend wurden bislang sechs Fälle von Covid-19-Infektionen registriert. Die Quarantänezone in Vietnam ist die erste größere außerhalb Chinas.

© Reuters News Picture Service - RNPS/KHAM

Mitarbeiter des Anti-Coronavirus-Teams in Vietnam sprühen Desinfektionsmittel auf Fahrzeuge in der Provinz Nguyen

07.30 Uhr: "MS Westerdam" darf vor Kambodscha anlegen

Das aus Hongkong kommende Kreuzfahrtschiff "Westerdam" ist vor Kambodscha eingetroffen. Das bestätigte der Hafendirektor von Sihanoukville. Wegen der Angst vor dem Coronavirus durfte das Schiff an mehreren asiatischen Häfen nicht anlegen. Zuletzt hatten Thailand, Taiwan, Japan, die Philippinen und Guam das Einlaufen in ihre Häfen verweigert. Dabei sind bislang keine Fälle von Coronavirus an Bord bekannt.

Die "MS Westerdam" mit rund 1.500 Gästen und 800 Besatzungsmitgliedern an Bord liege 2,5 Kilometer vom Hafen entfernt. Die Passagiere werden demnach medizinisch untersucht und auf Fieber überprüft. Laut dem Hafendirektor sollen am Donnerstag erst einmal 600 Menschen das Schiff verlassen, 800 am Freitag. Unter den Passagieren sind nach Angaben der Reederei Holland America Line 57 Deutsche.

© dpa-bildfunk/Heng Sinith

Ende der Irrfahrt für die MS Westerdam vor Kambodscha - auch 57 Deutsche sind an Bord

05.30 Uhr: Weitere 44 Fälle von Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem vor der japanischen Küste unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff gibt es Dutzende neue Infektionen mit dem Coronavirus. Weitere 44 Menschen auf der "Diamond Princess" seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das japanische Gesundheitsministerium mit.

Japan erlaubt jetzt Personen über 80 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen die Quarantäne vorzeitig zu verlassen. Ursprünglich sollten alle Passagiere und Besatzungsmitglieder erst am 19. Februar von Bord gehen, berichtet der japanische Sender NHK.

Auf dem Kreuzfahrtschiff befinden sich noch immer mehr als 3.500 Passagiere und Crewmitglieder. Seitdem das Schiff am 3. Februar am Hafen der Stadt Yokohama ankam, wurden 713 Menschen getestet, 218 von ihnen positiv.

05.00 Uhr: China meldet drastischen Anstieg bei Corona-Infizierten

China meldet einen drastischen Anstieg bei den Infizierten mit dem Coronavirus. In der Provinz Hubei wurden innerhalb eines Tages 242 neue Todesopfer registriert, die Zahl der Erkrankten stieg um 15.000. Die Gesundheitskommission der Provinz teilte mit, man habe die Diagnoseergebnisse "überarbeitet". Damit würden auch Krankheitsfälle aufgenommen, bei denen das Ergebnis der offiziellen Tests noch aussteht. Experten waren schon lange davon ausgegangen, dass es neben den offiziell bestätigten Erkrankten eine hohe Dunkelziffer an Infizierten gibt. Mittlerweile sprechen die Behörden von mehr als 60.000 Kranken und knapp 1.400 Toten.

Mittlerweise hat die rasante Ausbreitung des Virus zu ersten größeren politischen Konsequenzen geführt. Der oberste politische Chef der Provinz Hubei wurde abgesetzt. Er wurde wurde durch den bisherigen Bürgermeister von Shanghai ersetzt.

Donnerstag, 13. Februar 2020

20.00 Uhr: Weltgrößte Mobilfunkmesse abgesagt

Nachdem in den vergangenen Tagen immer mehr große Firmen ihre Teilnahme an der weltgrößten Mobilfunkmesse, dem Mobile World Congress in Barcelona, abgesagt haben, fällt die Veranstaltung nun komplett aus. Das teilte der Veranstalter mit. Die Messe hätte in zwölf Tagen beginnen sollen.

Schon vor einer Woche hatte der südkoreanische Elektronikkonzern LG erklärt, aus Sorge um die Gesundheit seiner Mitarbeiter der Messe fernzubleiben. Es folgten gut zwei Dutzend weitere Firmen, allein heute hatten die Deutsche Telekom, der Netzausrüster Nokia und der Smartphone-Hersteller HMD Global abgesagt.

Die Veranstalter hatten bis zuletzt an der Messe festgehalten und wollten den Besuchern die Sorgen mit schärferen Hygienevorschriften nehmen. In Spanien gibt es derzeit zwei bestätigte Coronavirus-Fälle, allerdings nicht in der Region Barcelona.

19.00 Uhr: Virus breitet sich laut WHO langsamer aus

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat sich die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus stabilisiert. Dass sich die Ausbreitung scheinbar verlangsamt habe, solle aber mit großer Vorsicht bewertet werden, erklärte die Organisation. Der Ausbruch könne sich immer noch in alle Richtungen entwickeln.

18.00 Uhr: Bundesregierung stellt weitere Mittel bereit

Für die Bekämpfung des Coronavirus will die Bundesregierung zusätzlich 23 Millionen aufwenden. Nach Angaben des Bundestags wurde der Haushaltsausschuss entsprechend vom Gesundheits- und vom Finanzministerium unterrichtet. Zudem hieß es, die Weltgesundheitsorganisation habe einen Finanzbedarf von 600 Millionen Euro angemeldet, um das Virus zu bekämpfen. Wie hoch der Aufwand sei, der sich daraus für Deutschland ergebe, sei noch nicht abzuschätzen.

14.30 Uhr: Spahn schließt Arzneimittel-Engpässe nicht aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Engpässe bei Arzneimitteln wegen Produktionsausfällen in China infolge der Coronavirus-Epidemie für möglich. Da die Fertigung in China teilweise eingestellt worden sei, könne dies Folgen haben für die Arzneimittelversorgung in Deutschland, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Container mit Lieferungen aus China bräuchten etwa vier Wochen bis nach Europa. Daher dürfte in den nächsten zwei, drei Wochen noch Wirkstoffe und Zulieferungen ankommen, die vor der Zuspitzung der Lage in der Volksrepublik abgeschickt worden seien. "Jetzt müssen wir uns auch darauf vorbereiten, wie wir damit umgehen", sagte Spahn. Dazu bedürfe es europäischer Absprachen.

14.15 Uhr: Details zu neuen Fällen in Bayern

Am Dienstagabend wurden zwei neue Corona-Fälle in Bayern publik gemacht – nun hat das Gesundheitsministerium Details zu den Betroffenen bekannt gegeben: Demnach handelt es sich im einen Fall um einen 49-jährigen Webasto-Mitarbeiter, der nun – wie bereits mehrere Kollegen von ihm - in der Münchner Klinik Schwabing behandelt wird. Bei dem anderen Infizierten handelt es sich um ein Familienmitglied eines anderen Mitarbeiters der Firma. Insgesamt gibt es 14 Corona-Fälle im Freistaat, alle stehen im Zusammenhang mit Webasto. Mehr dazu hier.

13.15 Uhr: Formel 1 verschiebt China-Rennen

Die Formel 1 verschiebt wegen des Coronavirus den Großen Preis von China. Das eigentlich für den 19. April geplante Rennen in Shanghai soll zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr nachgeholt werden, wenn die Situation sich verbessert, wie die Rennserie mitteilte.

12.45 Uhr: Chinas Tischtennis-Asse im "Corona-Exil"

Aus Angst vor einer Infizierung mit dem Coronavirus haben sich Chinas Tischtennis-Asse bis zur Mannschafts-WM in der zweiten März-Hälfte in Südkorea ins Exil nach Katar begeben. Angaben des Weltverbandes ITTF zufolge verlängern die Weltmeister-Teams ihren bereits laufenden Aufenthalt in dem Emirat vorsorglich bis zur Weiterreise zur WM in Busan (22. bis 29. März).

12.30 Uhr: Vermehrt Beschwerden wegen Diskriminierung

Bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes melden sich vermehrt Menschen asiatischer Herkunft, die von Ausgrenzungen wegen des neuartigen Coronavirus berichten. "Wir erleben gerade, dass Menschen pauschal wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft ausgegrenzt und benachteiligt werden", teilte Behördenleiter Bernhard Franke in Berlin mit. Insgesamt hätten sich in den vergangenen Tagen 19 Betroffene an die Antidiskriminierungsstelle gewandt.

Die Behörde berichtete vom Fall einer Arztpraxis, die einem Patienten chinesischer Herkunft eine Behandlung verweigert habe, obwohl die betroffene Person wegen gänzlich anderer Symptome beim Arzt und seit Monaten nicht in China gewesen sei. In einem anderen Fall habe eine chinesische Studentin eine Absage bei einer Wohnungsbewerbung mit der Begründung bekommen: "Ich möchte keinen Coronavirus." Ein Gemüsehändler in einer süddeutschen Touristenmetropole habe chinesischen Touristen den Zutritt zu seinem Laden verboten.

11.00 Uhr: Webasto-Zentrale wieder geöffnet

Der Autozulieferer Webasto hat nach zweiwöchiger Schließung wegen mehrerer Corona-Infektionen seine Unternehmenszentrale in Gautinger Ortsteil Stockdorf wieder eröffnet. Am Morgen strömten die Mitarbeiter wieder in das zuvor von einer Spezialfirma gereinigte und desinfizierte Gebäude. Eine chinesische Webasto-Mitarbeiterin hatte den Erreger bei einer Dienstreise eingeschleppt. Alle nunmehr 14 Corona-Fälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Neben Mitarbeitern haben sich auch Angehörige angesteckt.

Vorstandschef Holger Engelmann betonte am Morgen, die Schließung sei eine Vorsorgemaßnahme gewesen, um nach dem ersten positiven Test die Infektionskette im Unternehmen zu unterbrechen. Die beiden bisher letzten Fälle waren am Dienstagabend bekannt geworden. Es habe sich um zwei direkte Kontaktpersonen von Infizierten gehandelt, die bereits unter häuslicher Quarantäne standen.

06.00 Uhr: Beide Corona-Verdachtsfälle in Passau negativ

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit dem BR soeben auf Anfrage bestätigt hat, sind die beiden Coronavirus-Verdachtsfälle aus dem Klinikum Passau negativ auf das Virus getestet worden. Bei beiden Patienten gab es von Anfang an nur einen vagen Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus, bei den Personen waren "unspezifische" Symptome festgestellt worden.

Damit bleibt es dabei, dass derzeit 14 Coronavirus-Infektionen in Bayern bekannt sind. Alle stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. Gestern Abend waren der 13. und 14. Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt worden.

© BR

Entwarnung in Passau: Corona-Verdacht nicht bestätigt

05.45 Uhr: Mittlerweile 174 Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist unterdessen bei weiteren 39 Menschen eine Infizierung mit dem Coronavirus festgestellt worden. Darunter sind 29 Passagiere und zehn Crewmitglieder. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Vier Personen zeigten ernste Symptome. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 174. Außerdem habe sich auch ein für die Quarantäne Zuständiger infiziert, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Die übrigen der rund 3.600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen mindestens noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige, von ihnen ist bisher niemand infiziert.

05.30 Uhr: Wieder fast 100 neue Todesopfer durch Coronavirus in China

Das Coronavirus hat in China innerhalb von 24 Stunden erneut fast 100 Todesopfer gefordert: Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Demnach sind bisher 1.113 Menschen an der Krankheit gestorben.

Von Montag auf Dienstag waren es noch 108 weitere Tote gewesen. Auch die Zahl der Infizierten stieg mit 2.015 neuen Fällen den zweiten Tag in Folge weniger stark an. 44.653 Menschen waren bis Mittwoch in Festlandchina der Gesundheitskommission zufolge an dem Virus erkrankt. Viele Experten gehen jedoch davon aus, dass eine große Zahl an Infektionen unerkannt geblieben ist.

Mittwoch, 12. Februar 2020

19.20 Uhr: Zwei neue Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es zwei weitere Coronavirus-Fälle. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Damit steigt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Bayern auf insgesamt 14. Die beiden neuen Fälle stehen laut Ministerium ebenfalls im Zusammenhang mit der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. Einzelheiten sollen morgen bekannt gegeben werden.

Bei den beiden neuen Fällen handelt es sich nicht um die im Klinikum Passau auf das Virus getesteten Personen.

18.00 Uhr: Lungenkrankheit heißt jetzt Covid-19

Die neuartige Lungenerkrankung aus China hat einen eigenen Namen bekommen. Sie werde nun Covid-19 genannt, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Dienstag in Genf. Zugleich erhielt auch der Erreger der Lungenkrankheit, das neue Coronavirus, einen eigenen Namen: Sars-CoV-2. Der Erreger wurde zunächst 2019-nCoV genannt, der neue Name bezieht sich auf die sehr enge Verwandtschaft zum Sars-Virus Sars-CoV, an dem 2002/2003 Hunderte Menschen gestorben waren.

16.30 Uhr: Zwei Verdachtsfälle in Passau

Am Klinikum Passau sind nach BR-Informationen zwei Patienten auf das Corona-Virus getestet und vorsichtshalber isoliert worden. Es besteht demnach keine Gefahr für andere Patienten. Ein Testergebnis lag bei den beiden Patienten am Dienstagnachmittag offenbar noch nicht vor. Bei den zwei Patienten sind den Informationen zufolge unspezifische Symptome festgestellt worden.

Das Klinikum Passau konnte zu den Verdachtsfällen am Dienstag keine Auskunft geben. "Sollte sich ein Verdacht bestätigen, erfolgt eine entsprechende Mitteilung seitens des zuständigen Bayerischen Gesundheitsministeriums", teilte das Klinikum mit.

© BR / Uli Scherr

Zwei Coronavirus-Verdachtsfälle in Bayern

15.00 Uhr: Familie in Klinikum Trostberg beschwerdefrei

Die fünfköpfige Familie aus Siegsdorf, die wegen des Coronavirus seit zwölf Tagen auf einer Normalstation des Trostberger Krankenhauses isoliert ist, ist klinisch beschwerdefrei. Das hat das Gesundheitsamt Traunstein auf Anfrage mitgeteilt. Wann das Ehepaar mit ihren drei Kindern aus der Klinik entlassen werden kann, steht noch nicht endgültig fest. Zur Zeit beraten in München Experten. Das sogenannte Entlassmanagement soll in Bayern einheitlich geregelt werden. Ursprünglich waren 14 Tage Quarantäne für Patienten mit dem Coronavirus vorgesehen.

© pa/dpa

Klinikum Trostberg

11.37 Uhr: WHO: "Es geht darum, Leben zu retten"

"Es geht jetzt nicht um Publikationen, Patente und Profite. Jetzt geht es darum, den Ausbruch zu stoppen und Leben zu retten", sagte der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, zum Auftakt einer Expertenkonferenz zum neuartigen Coronavirus in Genf. Die WHO richtet heute und morgen einen Expertengipfel aus. Die WHO erhofft sich so einen schnellen Austausch der bisherigen Erkenntnisse zu der Lungenkrankheit.

11.30 Uhr: Kreuzfahrtschiff wird in Thailand Andocken verweigert

Aus Angst vor dem neuartigen Coronavirus kann in Asien ein aus Hongkong kommendes Kreuzfahrtschiff nicht andocken - obwohl keine Fälle an Bord bekannt sind. Thailands Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul erklärte, er habe untersagen lassen, dass das Schiff festmacht. Zuvor hatten dies schon Taiwan und Japan verweigert, wie die Reederei Holland America Line mitteilte. An Bord sind nach Angaben der Reederei rund 1.500 Gäste und 800 Besatzungsmitglieder.

10.17 Uhr: Webasto öffnet wieder nach Schließung wegen Coronavirus-Fällen

Zwei Wochen nachdem der erste Coronavirus-Fall in Bayern bei einem Mitarbeiter der Firma Webasto aufgetreten ist, will die Firma morgen wieder öffnen. Das kündigte der Automobilzulieferer am Dienstagvormittag mit. Das Unternehmen hatte die Firmenzentrale in Stockdorf sofort geschlossen, nachdem der erste Mitarbeiter positiv auf den Virus getestet worden war. Insgesamt waren acht Mitarbeiter der Firma infiziert worden. Insgesamt hatten sich rund 180 Mitarbeiter auf das Virus testen lassen. Während der 14-tägigen Inkubationszeit war die Zentrale in Stockdorf geschlossen und die mehr als 1.000 Mitarbeiter arbeiteten im Homeoffice.

© BR/Johanna Schlüter

Firmenlogo Webasto

08.25 Uhr: China zählt Infizierte ohne Symptome nicht mehr in Statistik

China zählt mit dem neuen Coronavirus infizierte Personen, die keine Symptome zeigen, nicht mehr in seiner Statistik. Das geht aus neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle der nationalen Gesundheitskommission in Peking hervor. Wie viele Infektionen damit gar nicht erst erfasst werden, ist unklar. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen rund 80 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf. Die neue Definition in Peking widerspricht klar den Vorgaben der WHO, die als Infizierten jemanden betrachtet, bei dem eine Infektion durch ein Labor bestätigt wurde - "ungeachtet klinischer Zeichen oder Symptome".

06.15 Uhr: Zwei "Bürgerjournalisten" in Wuhan festgesetzt

Zwei chinesische "Bürgerjournalisten", die über den Ausbruch des Coronavirus und die überfüllten Krankenhäusern in Wuhan im Internet berichtet haben, sind von der chinesischen Polizei festgesetzt worden. Wie die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch unter Hinweis auf Familie und Freunde berichtete, hätten Polizisten den Anwalt Chen Qiushi und den Blogger Fang Bin "unter dem Vorwand der Quarantäne abgeholt". Keiner von beiden habe Symptome einer Infektion gehabt. Sie seien nicht mehr erreichbar. Die Videos der beiden Männer, die in den völlig überfüllten Krankenhäuser auch Leichensäcke gefilmt und auf Youtube hochgeladen hatten, liefen weltweit auch in den Nachrichten.

Dienstag, 11. Februar 2020

20.45 Uhr: British Airways streicht Chinaflüge bis Ende März

British Airways streicht Flüge nach Peking und Shanghai bis zum 31. März. Flüge nach Hongkong fänden wie geplant statt, teilt die Airline mit. Zunächst hatte die britische Fluggesellschaft die Verbindungen zum Festland-China bis Ende Februar eingestellt. Die britische Regierung empfiehlt von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach China Abstand zu nehmen.

17.35 Uhr: Airbnb stoppt Vermietungen in Peking wegen Coronavirus

Der Apartment-Vermittler Airbnb hat Vermietungen in der chinesischen Hauptstadt Peking aufgrund des Coronavirus vorübergehend gestoppt. Bis Ende Februar könnten dort keine Unterkünfte gebucht werden, teilte das US-Unternehmen am Montag mit. Bereits bestehende Reservierungen werden storniert.

Airbnb reagiere mit dem Schritt auf den "neuartigen Coronavirus-Ausbruch" und folge den Vorgaben der regionalen Behörden. Alle von Stornierungen betroffenen Kunden sollen entschädigt werden. Zudem werde sorgsam an Lösungen gearbeitet, um die Gastgeber zu unterstützen, versprach die Buchungsplattform in der Mitteilung.

17.15 Uhr: Expertenteam der WHO nimmt Arbeit in China auf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein Expertenteam nach China geschickt, um weitere Informationen über das Coronavirus zu sammeln. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Montag in Genf, dass das Team nun die Grundlage legen solle für ein dann größeres, internationales Expertenteam. Tedros betonte, dass dem Team freie Hand gelassen werde bei der genauen Konzeption seiner Arbeit. Die Expertengruppe solle möglichst frei an die Arbeit gehen, um dann hoffentlich Antworten auf noch offene Fragen liefern zu können. Auch die Entscheidung, ob die Experten etwa nach Wuhan reisen, liege bei diesem Team.

15.31 Uhr: Inkubationszeit unter Umständen auch länger als angenommen

Die Inkubationszeit beim Coronavirus könnte vorläufigen Analysen zufolge in seltenen Fällen bis zu 24 Tage betragen - und damit 10 Tage mehr als bisher angenommen. Im Schnitt betrage der Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wohl aber drei Tage, ergab eine Auswertung des Experten Zhong Nanshan nach Angaben der Zeitung "China Daily". Der Leiter des nationalen Expertengremiums zur Eindämmung der Lungenkrankheit hatte mit seinem Team 1.099 Fälle aus 552 Krankenhäusern in China untersucht.

Ohne genaue Kenntnis der Methode lasse sich zunächst nicht sagen, wie gesichert die neuen Erkenntnisse seien, sagte der Coronavirus-Experte Christian Drosten von der Berliner Charité. Einen Grund zur Änderung von Richtlinien sehe er daher zunächst nicht. Auch Guan Weijie, Mitglied des chinesischen Expertengremiums, sagte, es gebe derzeit keinen Grund, die übliche Quarantänezeit von 14 Tagen zu verlängern.

14.59 Uhr: Erste Kontaktpersonen aus häuslicher Quarantäne entlassen

Knapp zwei Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronavirus-Falls in Bayern haben erste Kontaktpersonen von Infizierten die häusliche Quarantäne verlassen können. Allein im Landkreis Starnberg sei bis Sonntag für 16 Menschen die Isolation aufgehoben worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mit. Rund 190 Menschen - Kollegen und private Kontaktpersonen der Infizierten - hatten sich in häuslicher Isolierung befunden. Bis Mitte dieser Woche werde voraussichtlich der Großteil von ihnen daraus entlassen, sofern die jeweiligen Gesundheitsämter keine Gründe für eine Verlängerung feststellten, teilte der LGL-Sprecher weiter mit.

Alle zwölf Coronavirus-Fälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto; betroffen sind Angestellte sowie einige Angehörige. Ab Mittwoch sollen die Mitarbeiter wieder ins Firmengebäude können.

14.39 Uhr: Keine Deutschen unter den Corona-Fällen auf der "Diamond Princess"

Unter den inzwischen 136 positiv auf das neue Coronavirus getesteten Menschen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan befinden sich nach Kenntnis der Botschaft in Tokio keine deutschen Staatsangehörigen. Das teilte die Botschaft mit. Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium 66 neue Fälle bekanntgegeben.

Man stehe in direktem Kontakt mit sechs dieser Passagiere sowie mit Kontaktpersonen an Bord der "Diamond Princess" und der Reederei, so die Botschaft. Die von dem Erreger Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. Das japanische Gesundheitsministerium erwägt nach örtlichen Medienberichten, alle rund 3.600 Passagiere und Crewmitglieder testen zu lassen. Wie lange das dauern würde, ist unklar. Die Quarantäne für die Menschen auf dem Schiff wurde vorläufig bis zum 19. Februar verordnet.

11.03 Uhr: Sondertreffen der EU-Gesundheitsminister zum Coronavirus

Die EU-Gesundheitsminister wollen bei einem Sondertreffen am Donnerstag ihr weiteres Vorgehen bei der Eindämmung des neuartigen Coronavirus abstimmen. Wie der EU-Rat am Montag mitteilte, sind mögliche Themen einheitliche Einreisekontrollen, eine drohende Medikamentenknappheit wegen Produktionsunterbrechungen in China und die beschleunigte Entwicklung eines Impfstoffes. An dem Treffen wird auch ein WHO-Vertreter teilnehmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der vergangenen Woche mit Blick auf ein Einreiseverbot für China-Reisende in die USA auch eine EU-weite Debatte über schärfere Einreisekontrollen in Europa gefordert.

10.17 Uhr: Britische Regierung verordnet "Zwangs-Quarantänen"

Die britische Regierung hat das neue Coronavirus als "ernsthafte und unmittelbar bevorstehende" Gefahr für die öffentliche Gesundheit bezeichnet. Menschen mit dem Virus dürften daher nun zwangsweise unter Quarantäne gestellt werden und es stehe ihnen nicht mehr frei, zu gehen, kündigte die britische Gesundheitsbehörde am Montag als verschärfte Maßnahme an. In Großbritannien werden vier der insgesamt 39 bestätigten Fälle in Europa behandelt.

09.58 Uhr: Weitere Infektionen auf japanischem Kreuzfahrtschiff

In Japan sind an Bord eines unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes Medienberichten zufolge rund 60 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. Damit erhöhe sich die Zahl der Infizierten an Bord der "Diamond Princess" auf rund 130, berichtete der Sender NHK. Das Kreuzfahrtschiff steht seit Anfang vergangener Woche vor der japanischen Küste unter Quarantäne, die noch bis 19. Februar andauern soll. An Bord befinden sich etwa 3.700 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

09.31 Uhr: China-Rückkehrer nicht infiziert

Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem Coronavirus infiziert. "Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ", teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mit. Die 16 Erwachsenen und vier Kinder, die am Sonntag aus Wuhan nach Berlin zurückgekehrt waren, sollen dennoch während der theoretischen Inkubationszeit 14 Tage in Quarantäne bleiben.

07.14 Uhr: Erste Quarantänen in Bayern aufgehoben

In Bayern haben die ersten sogenannten Kontaktpersonen die Quarantäne verlassen, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung mitteilte. Im Freistaat befinden sich knapp 200 Menschen in sogenannter häuslicher Isolierung, da sie engeren Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten.

Montag, 10. Februar 2020

23.30 Uhr: Behörden geben 91 weitere Tote in Hubei bekannt

In China sind an dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 908 Menschen gestorben. Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Toten damit um 97 gestiegen - darunter allein 91 aus der besonders stark betroffenen chinesischen Provinz Hubei rund um die Millionenstadt Wuhan. Die Zahl der festgestellten Infektionen stieg um 3.062 auf 40.171.

Unterdessen ist eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach China aufgebrochen. Sie solle bei der Erforschung der Virusepidemie helfen, teilt die WHO mit Sitz in Genf mit. Der Entsendung waren zwei Wochen lange Verhandlungen mit der Regierung in Peking vorausgegangen.

18.30 Uhr: 6.200 Medizin-Fachkräfte nach Wuhan eingeflogen

Die chinesische Stadt Wuhan gilt als Epizentrum des Coronavirus. Dort sind auch besonders viele Menschen infiziert und müssen medizinisch versorgt werden. Aus diesem Grund wurden an diesem Wochenende rund 6.200 medizinische Fachkräfte mit insgesamt 47 Charterflügen in die Stadt gebracht.

Laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist dies der größte Transport von Medizinern seit dem Ausbruch des Virus. Auch medizinische Ausstattung wurde im Zuge dessen in nach Wuhan gebracht.

17.00 Uhr: Gesundheitssenatorin: Berliner Wuhan-Rückkehrer sind wohlauf

Den 20 Wuhan-Rückkehrern in Berlin geht es gut. Das hat die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Nachmittag berichtet. Gegen 13 Uhr waren die 20 Personen in der Bundeshauptstadt gelandet. Sie waren in der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China gestartet und über London nach Berlin geflogen.

Anschließend wurden sie in der Klinik des Deutschen Roten Kreuzes in Köpenick von einem Amtsarzt untersucht. Es zeigten sich jedoch keine Auffälligkeiten. Dennoch wurden alle 20 Personen auf den Coronavirus getestet. Ergebnisse werden für morgen erwartet. In jedem Fall müssen die 16 Erwachsenen und vier Kinder die nächsten 14 Tage in Quarantäne ausharren, um abzuwarten, ob die Krankheit nicht doch noch einem oder mehreren Rückkehrern ausbricht.

16.11 Uhr: Chinesische VW-Werke bleiben länger geschlossen

Auch deutsche Unternehmen kämpfen mit den Auswirkungen des Coronavirus. So beispielsweise auch Volkswagen, das in Zusammenarbeit mit chinesischen Firmen diverse Werke in China betreibt. Vor allem Reisebeschränkungen für Mitarbeiter sowie Lücken in den Lieferketten in China verursachen Probleme bei der Fertigung. In einigen Werken musste nun die Wiederaufnahme der Produktion verschoben werden.

Die Gemeinschaftsfirma Saic Volkswagen wird die Arbeit in seinen Werken später als gedacht, konkret erst ab 17. Februar wieder beginnen. Ausnahme ist lediglich das Shanghaier Werk, das schon am 10. Februar wieder starten soll. Umgekehrt ist es beim Gemeinschaftsunternehmen FAW Volkswagen. Hier geht es am 10. Februar weiter, nur ein Werk in Tianjin bleibt bis 17. Februar geschlossen.

13.20 Uhr: Rückkehrer aus Corona-Gebiet sind in Berlin angekommen

20 Rückkehrer aus dem chinesischen Wuhan sind in Berlin angekommen. in Wuhan gibt es besonders viele Coronavirus-Infektionen, weswegen aktuell vermehrt Ausländer von dort ausgeflogen werden. Die 20 deutschen Heimkehrer flogen etwa zunächst mit einer britischen Maschine nach London und wurden ab da von der Luftwaffe nach Berlin ausgeflogen.

Die Personen werden nun vorsorglich für 14 Tage in Quarantäne gebracht. In einer Klinik des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin-Köpenick erwartet sie ein Amtsarzt, der die Rückkehrer auf Coronavirus-Symptome untersucht. Anschließend werden Tests auf das Virus durchgeführt. Ergebnisse werden für Montagnachmittag erwartet.

Diese Video der deutschen Luftwaffe zeigt die Ankunft der Rückkehrer in Berlin:

11.40 Uhr: Coronavirus erreicht Urlaubsinsel Mallorca

Der Coronavirus hat die Balearen-Insel Mallorca erreicht. Spaniens Nationales Mikrobiologiezentrum gab bekannt, dass ein Brite dort positiv auf den Erreger getestet worden sei. Tests bei weiteren Vedachtsfällen in der Familie des Betroffenen seien negativ ausgefallen. Die Familie lebt laut spanischen Medienberichten auf Mallorca und hatte offenbar in Frankreich Kontakt mit einer Person, bei der später das Virus entdeckt wurde.

Es handelt sich um den zweiten in Spanien bestätigten Fall. Anfang Februar war der Virus bei einem deutschen Touristen auf der Kanaren-Insel La Gomera diagnostiziert worden.

09.15 Uhr: Britische Maschine mit Deutschen aus chinesischem Virus-Gebiet gelandet

Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist in Großbritannien angekommen. Das Flugzeug mit 200 Menschen an Bord, darunter etwa 20 Deutsche, sei am Sonntag um 07.30 Uhr Ortszeit auf dem Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford gelandet, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die deutschen Rückkehrer werden noch am Sonntagvormittag in Berlin erwartet. Das Auswärtige Amt hatte sich am Samstagabend per Twitter bei den britischen Behörden bedankt: "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden für die große Hilfe!"

06.30 Uhr: Mehr Tote als bei der SARS-Epidemie

Das Corona-Virus verbreitet sich weiter. Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 813 gestiegen. Das teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Damit starben mehr Menschen durch das neuartige Coronavirus als bei der SARS-Epidemie im Winter 2002/2003.

Mehrere Deutsche sind mit einer britischen Chartermaschine unterwegs nach Hause. Das Flugzeug ist im chinesischen Wuhan gestartet und soll am Vormittag in London ankommen. Danach sollen die Rückkehrer weiter nach Berlin fliegen. Die 20 Deutschen werden nach ihrer Ankunft isoliert und 14 Tage lang in einer Klinik in Berlin untergebracht.

Sonntag, 9. Februar 2020

20.47 Uhr: In französichem Skigebiet sind fünf neue Corona-Fälle diagnostiziert worden

Paris: In Frankreich ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, auf elf gestiegen. Gesundheitsministerin Buzyn bestätigte fünf weitere Fälle. Sie erklärte, unter den Erkrankten sei auch ein neunjähriges Kind. Alle Fünf sind britische Staatsbürger und haben sich offenbar bei einem weiteren Briten angesteckt, der zuvor in Singapur gewesen war. Den Patienten geht es laut Behörden den Umständen entsprechend gut - die Symptome seien nur schwach ausgeprägt. Die neuen Fälle sind den Angaben zufolge in einem Skigebiet in den französischen Alpen aufgetreten. Dort herrscht aktuell Hochsaison, denn in einigen Regionen des Landes haben gerade die Winterferien begonnen. In China ist erstmals ein Ausländer an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Es handelt sich um einen US-Amerikaner. Bei einem toten Japaner besteht ebenfalls der Verdacht auf das Corona-Virus.

17.25 Uhr: Regierung spricht von besserer Versorgung

Die medizinische Versorgung in der am stärksten betroffenen chinesischen Provinz Hubei hat sich nach offiziellen Angaben etwas verbessert. Die größten Hersteller von Schutzkleidung und Masken hätten am Freitag ihre Arbeit wieder aufgenommen, sagt Vize-Gouverneur Cao Guangjing. Es gebe jedoch weiter Engpässe.

17.13 Uhr: Leere Geschäfte in Singapur

Nach Panik rund um das Coronavirus hat Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong die Bevölkerung zu Ruhe aufgerufen. Es gebe reichlich Vorräte, die Stadt werde nicht abgeriegelt und es würden auch nicht alle Bürgerinnen und Bürger angewiesen, zu Hause zu bleiben, sagte Lee Hsien Loong am Samstag in einem Video in Sozialen Netzwerken. Die Regierung erhöhte zuletzt wegen des Virus die Alarmstufe. Danach waren in vielen Supermärkten Lebensmittel und Güter des Grundbedarfs ausverkauft. Online war auf Fotos zu sehen, wie Anwohner in Scharen Toilettenpapier, Konserven und Instant-Nudeln kauften. In dem Stadtstaat gibt es 40 bestätigte Coronavirus-Fälle.

Premierminister Lee rief die Bürgerinnen und Bürger zu Mut auf. "Angst kann mehr Schaden anrichten als der Virus", warnte er und erklärte, der echte Test gelte für den sozialen Zusammenhalt und die psychische Belastbarkeit. Singapur habe seine Alarmstufe das letzte Mal 2009 bei der Schweinegrippe auf Orange erhöht, sagte Lee. Das sei nun wieder erfolgt, um die Vorsichtsmaßnahmen zu verschärfen. Die Stadt sei deutlich besser vorbereitet als 2003 bei der Sars-Epidemie.

16.50 Uhr: Volkswagen lässt Produktion in China weiter ruhen

Volkswagen verschiebt das Wiederanlaufen der Produktion in China. In einigen Werken stünden die Bänder noch bis Montag still, in anderen bis zum 17. Februar, teilt der Konzern mit.

14.07 Uhr: Weitere Deutsche werden aus Wuhan ausgeflogen

Die Bundesregierung holt weitere Bundesbürger aus der Region Wuhan. 20 Deutsche sollen voraussichtlich am Sonntag in Berlin ankommen, teilt die Senatverwaltung für Gesundheit mit. Die Rückkehrer sollen am Sonntag auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen. Nach ihrer Ankunft würden sie für 14 Tage isoliert. "Berlin ist gut vorbereitet. Alle Abläufe stehen", erklärt die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Alle würde auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis sei am Montagmittag zu rechnen.

13.32 Uhr: US-Amerikaner stirbt

Im Zentrum der Epidemie, im zentralchinesischen Wuhan, starb laut der US-Botschaft in Peking ein 60-jähriger Amerikaner an einer Corona-Infektion. Nach Hunderten Todesfällen durch das Virus unter Chinesen ist der US-Bürger das erste bestätigte Todesopfer mit anderer Nationalität. Insgesamt stieg die Zahl der Toten auf 722.

12.31 Uhr: Skifahrer in der Nähe des Mont Blanc infiziert

In Frankreich ist nach Angaben der Regierung bei fünf britischen Ski-Urlaubern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Die Erkrankten hätten nahe des Mont Blanc in derselben Unterkunft übernachtet wie ein weiterer Brite, der aus Singapur angereist war. Bei ihm war die Infektion kurz zuvor festgestellt worden. Unter den neu Infizierten sei auch ein Kind. Die Gruppe sei in gutem Gesundheitszustand in ein Krankenhaus der Region eingeliefert worden. Dies teilte die französische Gesundheitsministerin Agnes Buzyn am Samstag mit. Die Briten hielten sich in dem Ski-Ort Les Contamines-Montjoie am Mont Blanc auf.

11.38 Uhr: Zahl der Opfer steigt rasant

In China sind nun auch zwei Ausländer an den Folgen des Corona-Virus gestorben. Es handelt sich um einen US-Bürger sowie einen Japaner. Die Zahl der Opfer wuchs um 86 auf 722. Medienberichten zufolge ist in Wuhan ein zweites neues Krankenhaus für Corona-Fälle eröffnet worden. Die ersten Ärzte- und Pflegerteams seien bereits eingetroffen, berichtet das staatliche Fernsehen. Noch am Samstag sollen die ersten Patienten in der 1.500-Betten-Klinik aufgenommen werden. Am Montag war ein erstes neues Krankenhaus zur Isolierung von Coronavirus-Patienten eröffnet worden. Der Bau hatte acht Tage gedauert.

07.34 Uhr: Hongkong verschärft Einreiseregeln für China-Reisende

Seit Mitternacht gelten in Hongkong wegen des Coronavirus verschärfte Einreisebedingungen. Reisende aus Festland China müssen für 14 Tage in Quarantäne. Aus China ankommende Einwohner von Hongkong dürfen zwei Wochen das Haus nicht verlassen. Chinesische und alle anderen ausländischen Gäste, die von Festlandchina einreisen, müssen im Hotelzimmer bleiben oder werden in einer städtischen Quarantäne-Einrichtung untergebracht. Es soll Kontrollen und eine medizinische Überwachung geben. Wer sich nicht daran hält, muss mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen. Hongkong will damit eine vollständige Grenzschließung verhindern.

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Samstag, 8. Februar 2020

19.18 Uhr: Zwölfter Corona-Fall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium meldet am Abend den zwölften Coronavirus-Fall im Freistaat. Es handelt sich um die Frau des Mannes, der in der vergangenen Woche positiv auf das Virus getestet worden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma Webasto, bei der die meisten bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Die Frau befindet sich wie ihr Mann auch auf einer Isolierstation im Schwabinger Krankenhaus in München.

17.18 Uhr: Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Virus-Folgen

Der Autozulieferer Webasto rechnet mit spürbaren wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus-Epidemie. Webasto erwirtschaftet mit Panorama-, Schiebe- und Cabrio-Dächern sowie Standheizungen rund 3,4 Milliarden Euro Jahresumsatz - fast die Hälfte davon in China.

Die elf Webasto-Standorte in China sind wegen der Seuche geschlossen, "ebenso wie die anderer Unternehmen", sagte Vorstandschef Holger Engelmann der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). In der am meisten betroffenen Provinz werde es "wohl länger dauern. Bis der Betrieb in China wieder einigermaßen läuft, könnte es bis Anfang März dauern."

Ein großer Teil der gut 1.000 Webasto-Mitarbeiter in Stockdorf arbeitet von Zu Hause aus. Erst kommenden Mittwoch soll der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. An sieben weiteren Standorten in Deutschland beschäftigt Webasto rund 3.000 Mitarbeiter.

Bei dem Zulieferer in Stockdorf bei München war der erste Coronafall in Deutschland bekanntgeworden. Ein Mitarbeiter hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die bis 22. Januar zu Besuch gewesen war.

16.30 Uhr: Kunstmesse "Art Basel Hong Kong" wegen Coronavirus abgesagt

Wegen des neuen Coronavirus ist die "Art Basel Hong Kong" - eine der renommiertesten Kunstmessen Asiens - abgesagt worden. Sie sollte mit rund 240 Ausstellern vom 19. bis 21. März stattfinden. Der Veranstalter MCH Group hat nach eigener Aussage Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der an der Messe Beschäftigten und der Besucherinnen und Besucher. Auch die "großen logistischen Herausforderungen" beim Transport der Kunstwerke und beim Aufbau der Messe spielten eine Rolle. Hinzu kämen die zunehmenden Schwierigkeiten im internationalen Reiseverkehr.

15.26 Uhr: WHO sieht Rückgang der Neuinfektionen an zwei Tagen als gute Nachricht

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation hat einen Rückgang der Neuinfektionen mit dem neuen Coronavirus an zwei Tagen als "gute Nachricht" bezeichnet. Tedros Adhanom Ghebreyesus warnte aber am Freitag davor, zu viel in diese Entwicklung hineinzulesen. "Die Zahlen könnten wieder steigen, aber die letzten zwei Tage zeigten einen Abwärtstrend", sagte Tedros am Freitag bei einem Treffen mit dem WHO-Führungsgremium.

Peking nannte am Freitag die Zahl von 31.161 Fällen im chinesischen Kernland. Der Anstieg um 3.143 war der niedrigste an einem einzelnen Tag seit mindestens Dienstag.

14.46 Uhr: Coronaviren können auf Türklinken oder Klingeln tagelang infektiös bleiben

Coronaviren können sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tage, schreibt ein Forschungsteam aus Greifswald und Bochum im "Journal of Hospital Infection". "Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch", sagte Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald am Freitag.

Da es gegen Coronaviren keine spezifische Therapie gebe, sei die Vorbeugung gegen Ansteckungen wichtig. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreite sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden. "Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten", erklärte Kampf.

Zur Desinfektion empfehlen die Forscher Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit.

14.25 Uhr: Tod des chinesischen Arztes wird für Präsident Xi gefährlich

Der am Coronavirus verstorbene chinesische Arzt Li Wenliang wird in den sozialen Medien gefeiert. Der 34-Jährige hatte schon Ende Dezember vor dem Virus gewarnt, doch seine Rufe verhallten ungehört. Die Polizei hatte ihn sogar wegen Verbreitung von Gerüchten verwarnt. Er hinterlässt ein Kind und eine schwangere Frau. Sein Schicksal symbolisiert für viele Chinesen die tragischen Folgen der anfänglichen Vertuschung und der langsamen Reaktion der Behörden - ohnehin eine chronische Krankheit des kommunistischen Systems.

Der Fall ist politisch hochexplosiv für Staats- und Parteichef Xi Jinping. Die staatliche Propaganda feiert ihn inzwischen als Helden, um die Stimmung im Volk wieder zugunsten der Staatsführung zu drehen.

Während der Arzt Li Wenliang schon Sauerstoff zum Atmen brauchte, schrieb ein Richter des Obersten Gerichts Ende Januar in seltener Offenheit einen Kommentar zu dessen Ehrenrettung: Die Epidemie wäre leichter in den Griff zu bekommen gewesen, "wenn die Öffentlichkeit den 'Gerüchten' damals geglaubt und ... angefangen hätte, Masken zu tragen, streng zu desinfizieren und den Wildtiermarkt zu meiden.“"

12.26 Uhr: WHO meldet Knappheit an Virus-Schutzausrüstung

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO meldet, werden weltweit die Viren-Schutzausrüstungen knapp. Grund dafür ist die hohe Nachfrage wegen des neuartigen Coronavirus.

"Die Welt ist mit einem chronischen Mangel an persönlicher Schutzausrüstung konfrontiert", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag bei einem Treffen des WHO-Exekutivrats in Genf. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere Schutzausrüstung aus.

Die WHO empfiehlt, mit den Händen, die ja viele Oberflächen berühren, an denen auch Viren haften könnten, möglichst nicht Augen, Nase und Mund zu berühren.

11.15 Uhr: Autobranche fürchtet Produktionsausfall wegen Coronavirus

Die Automobilindustrie spürt zunehmend die Folgen des Virusausbruchs in China. Als erster europäischer Autobauer stellt sich Fiat Chrysler darauf ein, dass eine stockende Teileversorgung aus dem Land in zwei bis vier Wochen die Produktion in einem Werk in Europa beeinträchtigen könnte. Der größte japanische Autobauer Toyota kündigte an, die Produktion in all seinen chinesischen Werken bis zum 16. Februar ruhen zu lassen. Auch andere Hersteller haben die Werksferien wegen des Virusausbruchs verlängert. BMW hatte bereits die Werksferien für Mitarbeiter in der Produktion in der chinesischen Stadt Shenyang bis zum 9. Februar verlängert. Auch Volkswagen will die Arbeit an den Standorten nach bisherigen Informationen nicht vor Sonntag wieder aufnehmen.

In der zwischen Herstellern und Lieferanten weltweit verflochtenen Industrie können Störungen in der Teilevorsorgung massiven Einfluss auf die Autoproduktion haben. Für die exportabhängigen deutschen Autobauer ist China der wichtigste Automarkt und zugleich ein wachsender Produktionsstandort. Wenn die Schauräume der Händler und die Fabrikhallen länger leer bleiben, könnte dies Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW empfindlich treffen.

08.00 Uhr: Infizierung mit Coronavirus schon im Mutterleib möglich?

Nach Angaben chinesischer Mediziner können mit dem Coronavirus infizierte Mütter den Erreger an ihr Neugeborenes weitergeben. Ein solcher Infektionsfall sei bei einem Säugling nur 30 Stunden nach der Geburt festgestellt worden, berichtete der Chef der Neugeborenenabteilung des Kinderkrankenhauses von Wuhan, Zeng Lingkong. Das Baby zeige stabile Lebenszeichen, habe aber eine Entzündung der Lungen und eine leicht abnormale Leberfunktion.

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Dieses Bild aus einem Video zeigt ein Selfie von Dr. Li Wenliang. Der chinesische Arzt, der vor dem neuen Coronavirus gewarnt hatte, ist tot.

04.30 Uhr: Arzt, der als erster vor dem Virus warnte, ist gestorben

In China gab es ein prominentes Opfer: Der Augenarzt Li Wenliang, der schon am 30. Dezember vor dem Virus gewarnt hatte, starb am Donnerstagabend. Alle Bemühungen, ihn zu retten, seien vergeblich gewesen, berichtete das Zentrale Hospital von Wuhan. "Wir bedauern es zutiefst und trauern." Li Wenliang und sieben weitere Teilnehmer einer Online-Diskussionsgruppe von Medizinern waren nach ihrer Warnung von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden. Auch mussten sie unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen. Später infizierte sich der 34-jährige Arzt selbst bei einer Patientin.

Nach dem Tod des Arztes startete Chinas Regierung eine politisch heikle Untersuchung. Die staatliche Aufsichtskommission entsandte ein Ermittlungsteam nach Wuhan. Es gehe um die "Fragen des Volkes" zu den Vorfällen. Der Tod des 34-jährigen Augenarztes hat große Anteilnahme ausgelöst. Sein Schicksal symbolisiert für viele die Folgen der Vertuschung und langsamen Reaktion der Behörden. Li Wenliang hatte am 30. Dezember in einer Chatgruppe unter Hinweis auf mysteriöse Virusfällen vor einer Wiederkehr des Sars-Virus gewarnt, der vor 17 Jahren zu der Pandemie mit 8000 Infizierten und 774 Toten geführt hatte. Später stellte sich der Erreger als neues Coronavirus heraus.

© Reuters News Picture Service - RNPS/LI WENLIANG/GAN EN FUND

Der chinesische Arzt Li Wenliang hatte frühzeitig vor dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus gewarnt. Gestern starb der 34-jährige Mediziner.

04.15 Uhr: 41 neue Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan wurden weitere 41 Infektionen festgestellt, wie das japanische Gesundheitsministerium bekanntgab. Damit erhöht sich die Zahl auf dem Schiff auf 61. Die Betroffenen werden in Krankenhäuser gebracht. Die übrigen der insgesamt 2.666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1.045 Crew-Mitglieder sollen bis 19. Februar an Bord bleiben. Nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft sind zehn deutsche Staatsangehörige auf der "Diamond Princess". Bisher ist keine Infektion unter den Deutschen bekannt.

03.45 Uhr China: Bisher über 30.000 Corona-Infizierte und 636 Tote

Der tägliche Anstieg der neu bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in China scheint sich leicht stabilisiert zu haben - ist aber weiter sehr hoch. Die Zahl der Ansteckungen legte bis Freitag erneut um 3.143 zu. Damit sind 31.161 Virusfälle bestätigt, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Es war der zweite Tag in Folge, an dem nicht mehr neue Ansteckungen als am Vortag gemeldet wurden. Innerhalb eines Tages starben aber wieder 73 Patienten an der neuartigen Lungenkrankheit - so viele wie am Vortag. Damit sind in China schon 636 Todesfälle zu beklagen.

Freitag, 7. Februar 2020

21.25 Uhr: Bundesregierung will weitere Deutsche aus Coronavirus-Gebiet holen

Die Bundesregierung will weitere deutsche Staatsbürger und ihre Angehörigen aus Wuhan zurückholen. Entsprechende Informationen des "Spiegel" bestätigte das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur.

Laut "Spiegel" befinden sich in der Region noch rund 20 Deutsche. Möglicherweise sollen sie in einer Maschine mitreisen, die am Wochenende eine größere Gruppe von britischen Staatsbürgern ausfliegen soll. Auch für die Neuankömmlinge aus China würde eine 14-tägige Quarantäne gelten.

21.00 Uhr: Verwirrung um erkrankten chinesischen Arzt

Am Donnerstag gab es widersprüchliche Angaben über den chinesischen Arzt Li Wenliang, der als einer der ersten vor dem Virus gewarnt hatte. Die chinesische staatliche Zeitung "Global Times" hatte im Internet berichtet, er sei an dem Virus gestorben, der Eintrag wurde später gelöscht. (Anm. der Redaktion: Auch wir haben hier im Ticker darüber berichtet).

Die Zeitung und auch andere Medien schrieben später, sein Zustand sei kritisch. "Wir versuchen unser Bestes, um ihn wiederzubeleben", zitierte die Zeitung "South China Morinng Post" am Donnerstagabend das Wuhan Central Hospital, in dem Li Wenliang liegt. Er und sieben weitere Teilnehmer einer Medizinergruppe waren nach ihrer Warnung zunächst von der Polizei vorgeladen und verwarnt worden und mussten unterschreiben, dass sie nichts mehr über den Ausbruch enthüllen.

18.00 Uhr: Mehrheit der Deutschen hat keine Angst vor Coronavirus

Die Mehrheit der Deutschen hat keine Angst vor dem Coronavirus. Bei neun von zehn Deutschen ist die Sorge, dass sie oder Familienmitglieder sich mit dem Virus anstecken, gering. Das zeigt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend.

14.10 Uhr: Mutter der erkrankten Familie ebenfalls positiv getestet

Wie das bayerische Gesundheitsministerium heute bekanntgab, ist auch die Mutter der beiden mit dem Coronavirus infizierten Kinder aus dem Landkreis Traunstein positiv auf das Virus getestet worden. Der Vater der Familie ist - wie die anderen bayerischen Infizierten - Mitarbeiter beim Autozuliefererbetrieb Webasto in Stockdorf. Der Gesundheitszustand des Vaters sei stabil, teilten Ärzte des Krankenhauses in Trostberg mit. Die übrigen Familienmitglieder seien zwar angesteckt, aber symptomfrei.

10.30 Uhr: Corona-Patient auf La Gomera stammt aus Bayern

Bei dem auf der Kanareninsel La Gomera mit dem Coronavirus infizierten Deutschen handelt es sich um einen 26-jährigen Mann aus dem Landkreis Landsberg am Lech. Das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf BR-Nachfrage bestätigt. Der 26-Jährige hat sich bei einem der infizierten Webasto-Mitarbeiter angesteckt. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.

09.51 Uhr: Formel-1-Rennen in China wird verlegt

Angesichts des grassierenden Coronavirus hält die Formel-1-Führung eine Verschiebung des Grand Prix von China vom 19. April ans Jahresende für möglich. "Ich denke, dass wenn es eine Wahrscheinlichkeit gibt, dass es nicht im April stattfindet, wird es verschoben", sagte Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Einen Termintausch mit einem anderen Grand Prix hält Brawn für kaum praktikabel. "Wir werden einfach versuchen, ein Zeitfenster zu finden, so dass das Rennen gegen Ende des Jahres stattfinden könnte", sagte der 65-Jährige.

Auch die Organisatoren der Olympischen Spiele von Tokio sind beunruhigt. "Wir sind sehr in Sorge, dass die Ausweitung des Virus wie eine kalte Dusche auf die Spiele wirken könnte", sagte Organisationschef Toshiro Muto. Turniere für die Qualifikation im Fußball, Basketball und Boxen wurden schon verlegt, die Beachvolleyballer bangen gleich um drei wichtige Turniere in China, bei denen es um Tokio-Tickets geht. Die Vorbereitungen für Tokio liefen dennoch "planmäßig weiter", fügte der IOC-Sprecher an.

06.30 Uhr: China erwägt eine Verschiebung seiner jährlichen Parlamentssitzung

Man prüfe angesichts der Verbreitung des Coronavirus mehrere Optionen, verlautet es aus Regierungskreisen. "Eine Verschiebung ist eine dieser Möglichkeiten." Der Nationale Volkskongress mit seinen rund 3.000 Delegierten kommt üblicherweise für mindestens zehn Tage in Peking zusammen, um Gesetze zu verabschieden. Dabei werden auch wichtige wirtschaftliche Ziele für das gesamte Jahr bekanntgegeben. Der Beginn der Sitzung ist für den 5. März geplant.

05.30 Uhr Schwabinger Arzt: "Corona auf keinen Fall gefährlicher als Influenza"

Die Ansteckungsgefahr und auch die Sterblichkeit sind beim Coronavirus nach Experteneinschätzung etwa gleich hoch wie bei der Influenza. "Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. Dort werden weiter sieben der zwölf Infizierten in Deutschland behandelt. Die Sterblichkeit werde zwar in China mit zwei bis drei Prozent angegeben, sagte Wendtner. Aber: "Das halten wir für überschätzt. Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich." Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza. Die mutmaßliche Überbewertung bei dem Coronavirus rühre daher, dass in China wegen der Kapazitätsengpässe nur die schweren Fälle in Krankenhäusern aufgenommen würden, die Dunkelziffer sei hoch.

02.30 Uhr: Zehn weitere Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan

Auf dem Kreuzfahrtschiff im japanischen Hafen Yokohama sind dem Gesundheitsministerium zufolge weitere zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auf der "Diamond Princess" sind vier Japaner, zwei US-Amerikaner, zwei Kanadier, ein Neuseeländer und ein Taiwaner betroffen. Die meisten sind zwischen 60 und 80 Jahre alt. Sie wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Damit erhöht sich die Zahl der bestätigte Fälle auf dem unter Quarantäne stehenden Schiff auf 20. Auf der "Diamond Princess" befinden sich etwa 3700 Menschen, davon mehr als 2600 Passagiere und mehr als 1000 Crewmitglieder.

01.00 Uhr China: Bisher 563 Tote und mehr als 28.000 Infizierte

In China steigt die Zahl der Virus-Toten und Infizierten weiter. Laut offiziellen Angaben sind am Mittwoch die Todesfälle um 73 auf 563 gestiegen, weitere 28.018 Personen sind mit dem Virus infiziert. Das sind fast 3.700 mehr als am Vortag.

Donnerstag, 06. Februar 2020

16.50 Uhr Genf: WHO braucht Millionen Euro für Vorkehrungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) braucht in den kommenden drei Monaten zusätzlich mehr als 600 Millionen Euro für die Eindämmung des in China aufgetauchten neuen Coronavirus. Nach den Berechnungen sind 613 Millionen Euro nötig, um auch ärmeren Ländern zu helfen, sich auf einen möglichen Ausbruch vorzubereiten, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

Die WHO verschicke 250.000 Testsets an 70 Labore weltweit, um den Nachweis von Infektionen zu beschleunigen, sagte Tedros. Zudem würden unter anderem eine halbe Million Gesichtsmasken und 350.000 Paar Handschuhe an Einrichtungen in 24 Länder verschickt.

16.10 Uhr Peking: Weltweit mehr als 24.500 Infizierte

Bis Mittwoch sind weltweit mehr als 24.500 Infizierte mit dem zuerst in China entdeckten neuen Coronavirus gemeldet worden. Von den 490 Todesfällen im Kernland ereigneten sich die meisten in der Provinz Hubei, wo im Dezember eine Erkrankung an dem neuen Virustyp zum ersten Mal entdeckt wurde. Ein Todesfall trat außerdem auf den Philippinen auf. China hatte am Morgen fast 4.000 neue Fälle gemeldet. Es sei der stärkste Anstieg innerhalb von 24 Stunden gewesen, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

16.00 Uhr Frankfurt/Main: Furcht vor Coronavirus erschwert Messegeschäft

Die Furcht vor dem Coronavirus erschwert weltweit das Messegeschäft. So verzichtet der Elektronikriese LG auf die Teilnahme an der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona, und in Berlin blieb bei der "Fruit Logistica" die Hälfte der chinesischen Aussteller aus. Wie viele Besucher und Aussteller aus der Volksrepublik China in diesem Jahr nicht zur Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt am Main kommen, können die Veranstalter noch nicht beziffern.

15.40 Uhr Salzburg: Keine Corona-Infektion bei Patientin

Der bei einer Salzburgerin durchgeführte Rachenabstrich wegen Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion ist negativ. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Aufgrund des Testergebnisses wurde ihre Bewachung auf Grundlage des Epidemiegesetzes von der zuständigen Behörde sofort aufgehoben. Die 31-Jährige war in der Nacht aus einem Isolierzimmer im Landeskrankenhaus Salzburg geflüchtet. Am Vormittag konnte die Polizei sie ausfindig machen und sie ins Krankenhaus zurückbringen.

15.30 Uhr München/Shenyang: BMW verlängert Produktionsstopp in China

Der bayerische Autobauer BMW verlängert wegen des Coronavirus den Produktionsstopp seiner Werke in China um eine weitere Woche. Die Fertigung in den gemeinsam mit dem chinesischen Partner Brilliance betriebenen Fabriken in Shenyang solle nun am 17. Februar wieder aufgenommen werden, sagt ein Sprecher des deutschen Konzerns. Büroangestellte sollen weiterhin von zu Hause aus arbeiten.

14.20 Uhr Kitzbühel: Vier neue Verdachtsfälle in Tirol

In Österreich gibt es erneut Verdachtsfälle auf eine Infektion mit dem Coronavirus. Wie die Tiroler Landesregierung am Mittwoch mitteilte, handelt es sich um vier Personen aus dem Bezirk Kitzbühel - eine Familie, die aus Shanghai eingereist ist. Die Eltern fühlen sich demnach gesund, zwei Kinder klagen über leichte grippeähnliche Symptome. Vorsorglich seien Blut- und Abstrichproben entnommen worden, so der Tiroler Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen sei im Laufe des morgigen Tages zu rechnen. Die Familie ist den Angaben zufolge derzeit häuslich isoliert und hat sich an entsprechende Verhaltens- und Hygienemaßnahmen zu halten. Erst gestern waren die Tests von drei Verdachtsfällen im Bezirk Kufstein negativ ausgefallen.

13.40 Uhr Genf: WHO dementiert Berichte über Heilmittel

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es bislang kein Heilmittel gegen das Coronavirus. "Es gibt keine bekannte wirksame Therapie gegen das Virus", dementierte Sprecher Tarik Jasarevic am Mittwoch anderslautende Medienberichte. Ein chinesischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, ein Forscher-Team an der Zhejiang Universität habe ein effektives Präparat gegen das Virus gefunden. Der britische Sender Sky-News hatte von einem "Durchbruch" in der Entwicklung eines Impfstoffs berichtet. An den Börsen in Europa hatten Aktien daraufhin um mehr als ein Prozent zugelegt. Reuters konnte die Berichte über die Forschungsergebnisse nicht verifizieren, aber mehrere Händler führten die Börsenreaktion auf die Berichte zurück. Russland dämpfte ebenfalls die Erwartungen an die Entwicklung eines Impfstoffes. "Für einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko.

12.10 Uhr Herzogenaurach: Adidas schließt Läden in China

Der bayerische Sportartikelhersteller Adidas schließt in China wegen des Coronavirus vorübergehend viele seiner eigenen Geschäfte. Das bestätigte der im fränkischen Herzogenaurach ansässige Dax-Konzern am Mittwoch auf Anfrage. Ähnliche Entwicklungen im Franchise-Geschäft würden beobachtet, heißt es weiter. Das belaste das China-Geschäft. Für eine Beurteilung der Auswirkung sei es derzeit zu früh. Weiter betonte der Konzern, man setze die Richtlinien der örtlichen Behörden um. Für den Standort Shanghai bedeute das zum Beispiel, dass die Betriebsruhe aufgrund des Chinesischen Neujahrsfests bis einschließlich 9. Februar verlängert werde. Für Reisen nach China benötigten Mitarbeiter zudem bis auf weiteres eine Ausnahmegenehmigung. Auch US-Konkurrent Nike hat viele seiner chinesischen Läden geschlossen.

12.00 Uhr: Bayerische Patienten in stabilem Zustand

Alle zehn mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Bayern befinden sich den behandelnden Ärzten zufolge in einem stabilen Zustand. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Sieben Patienten würden in der Münchner Klinik Schwabing behandelt. Die drei anderen Patienten, ein Mann und seine beiden Kinder, seien im Krankenhaus in Trostberg im Landkreis Traunstein.

10.30 Uhr Salzburg: Geflüchtete Frau wieder in Klinik

Große Aufregung in der Stadt Salzburg: Eine Frau, die im Landeskrankenhaus wegen eines Corona-Verdachtsfalls isoliert war, war heute Nacht um 3 Uhr aus der Klinik geflüchtet. Mittlerweile wurde die 31-jährige aus dem Flachgau am Vormittag wieder von der Polizei zu Hause aufgegriffen und ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht. Das gab die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung bekannt. Die Coronavirus-Probe der Frau ging noch gestern Abend in ein Labor nach Wien. Heute Nachmittag soll feststehen, ob sie sich tatsächlich mit dem Coronavirus angesteckt hat oder nicht.

10.00 Uhr: Zwei US-Fluggesellschaften setzen Flüge nach Hongkong aus

Die zwei großen US-Fluggesellschaften United und American Airlines stellen wegen des Coronavirus-Ausbruchs in China vorübergehend auch ihre Flüge nach Hongkong ein. Von Samstag an würden alle Flüge in die chinesische Sonderverwaltungszone bis einschließlich 20. Februar ausgesetzt, teilte United mit. Zur Begründung verwies die Fluglinie auf einen drastischen Rückgang bei den Passagierzahlen. Bei American Airlines gilt der vorübergehende Stopp für Flüge in die Finanzmetropole ab sofort - und ebenfalls bis einschließlich 20. Februar. Sowohl American Airlines als auch United setzten wegen der Coronavirus-Epidemie bereits alle Flüge nach Festland-China aus. Hongkong hat einen der am stärksten frequentierten Flughäfen weltweit. Der Airport ist eines der wichtigsten Drehkreuze in Ostasien.

07.45 Uhr: Schulen in Shanghai bleiben bis Ende Februar geschlossen

In der chinesischen Finanzmetropole Shanghai bleiben die Schulen mindestens bis Ende Februar geschlossen. Das teilt die Bildungsbehörde der Stadt mit. Betroffen seien alle Schularten. Man bemühe sich um Online-Unterricht für die Schüler, die vor einer Infektion mit dem Virus geschützt werden sollen.

07.15 Uhr: Hongkong testet 1.800 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes

Auch in Hongkong dürfen derzeit mehr als 1.800 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffes "World Dream" nicht von Bord gehen. Sie werden auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet, weil 30 Angehörige der Crew über Fieber und andere Symptome geklagt hätten, teilen die Hongkonger Behörden mit. 90 Prozent der Passagiere der "World Dream" seien Bürger der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Vom chinesischen Festland stamme keiner der Reisenden. Allerdings hielten sich vom 19. bis 24. Januar drei Festland-Chinesen auf dem Schiff auf, bei denen das Virus festgestellt wurde. Mit ihnen habe jedoch keiner der jetzigen Passagiere Kontakt gehabt.

06.00 Uhr: Zehn Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff in Japan

An Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium bekannt. Sie wurden in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa, wo das Schiff vor Anker liegt, ins Krankenhaus gebracht. An Bord des Schiffes befinden sich laut der Reederei "Princess Cruises" auch acht deutsche Passagiere, sie seien aber nach derzeitigen Erkenntnissen nicht infiziert. Die rund 3.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen zunächst für weitere 14 Tage an Bord bleiben.

05.30 Uhr: Zahl der Virusfälle und Toten in China wieder stark gestiegen

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus ist in China wieder schneller gestiegen als in den Tagen zuvor. Die Zahl der Patienten stieg seit gestern um fast 4.000 auf mehr als 24.000. Das berichtete die Gesundheitskommission in Peking. Die Zahl der Toten liegt inzwischen bei 490, das sind 65 mehr als am Vortag. Alle 65 Toten sind in der Provinz Hubei gemeldet. Außerhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 220 weitere Fälle, davon zwölf in Deutschland. In Hongkong und auf den Philippinen sind auch zwei Patienten gestorben.

Mittwoch, 05. Februar 2020

21.00 Uhr: Zehnter Corona-Patient ist 58-Jähriger aus Kreis München

Beim dem Patienten, der zuletzt in Bayern positiv auf das Coronavirus getestet wurde, handelt es sich um einen 58-jährigen Mann aus dem Landkreis München. Das hat das bayerische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Er ist Webasto-Mitarbeiter und wird im Schwabinger Klinikum behandelt. Es ist der zehnte Coronavirus-Fall im Freistaat, das Ministerium hatte ihn bereits Montagabend bekanntgegeben, aber noch keine Details genannt.

18.45 Uhr: Vater in Virus-Quarantäne - Sohn mit Behinderung stirbt

Ein behinderter Jugendlicher soll Medienberichten zufolge in China gestorben sein, weil sein am Coronavirus erkrankter Vater in Quarantäne musste und sich nicht mehr kümmern konnte. Nach dem Tod des hilflosen 16-Jährigen, der unter zerebraler Kinderlähmung litt, seien der Parteichef und Bürgermeister des Dorfes Huajiahe bei Hongan in Zentralchina aus ihren Ämtern entlassen worden, berichtete die Tageszeitung "China Daily". Ihnen werde Vernachlässigung ihrer Pflichten vorgeworfen.

17.15 Uhr: Verdacht in Kufstein nicht bestätigt

Entwarnung gibt es bei den drei Coronavirus-Verdachtsfällen im Bezirk Kufstein. Alle drei Tests waren negativ, wie das Land Tirol mitteilte. Die Blut -und Abstrichproben der drei Erkrankten waren am Virologischen Institut Wien untersucht worden.

16.00 Uhr: Frau aus Landkreis Freising infiziert

Unter den zwei China-Heimkehrern, die mit dem Coronavirus infiziert sind und die sich derzeit im Frankfurter Universitätsklinikum in Behandlung befinden, ist auch auch eine Bürgerin aus dem Landkreis Freising. Das hat das Freisinger Landratsamt mitgeteilt. Die 45-jährige Frau war am Samstag aus der Region Wuhan ausgeflogen worden und wurde zunächst in der Südpfalzkaserne untergebracht. Sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Kontakte mit der Bevölkerung in Freising bestanden nicht. Die Frau ist laut Freisinger Landratsamt in einem "klinisch guten Zustand" und wird in der Infektionsstation des Uniklinikums Frankfurt isoliert und überwacht.

14.45 Uhr: Coronavirus schon bei sehr leichten Symptomen übertragbar

Das Coronavirus ist offenbar bereits bei sehr leichten Symptomen übertragbar. Das berichteten das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten. Mehr dazu hier.

14.00 Uhr: Zwei Patienten in Bayern haben leichtes Fieber

Zehn Menschen sind bislang nachweislich in Bayern mit dem Corona-Virus infiziert. Sie sind in einem stabilen Zustand. Nur zwei Patienten haben leichtes Fieber. Mehr dazu hier.

13:00 Uhr: Bayern fordert bundesweites Vorgehen an Flughäfen

Bayern fordert eine bundeseinheitliche Regelung im Umgang mit den Risiken durch das Coronavirus an Flughäfen in Deutschland. "Um die Ansteckungsgefahr durch Einreisende nach Deutschland bestmöglich zu minimieren, bedarf es rasch eines bundesweit einheitlichen Vorgehens", teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nach einer Kabinettssitzung in München mit. Auch über eine europaweite Position solle gesprochen werden.

12:30 Uhr: Erster Coronavirus-Fall in Belgien bestätigt

Nach Angaben der belgischen Gesundheitsministerin Maggie De Block konnte bei einem der neun aus Wuhan heimgekehrten Belgier der Coronavirus nachgewiesen werden.

Der Erkrankte sei nach seiner Ankunft in Belgien am Sonntag in ein Brüsseler Universitätsklinikum eingewiesen worden und werde dort behandelt. Belgischen Medienberichten zufolge gehe es dem Mann gut. Weltweit sind außerhalb Chinas inzwischen rund 200 Infektionen in rund zwei Dutzend Ländern bestätigt.

12.15 Uhr: Sterblichkeitsrate in Wuhan höher als andernorts

Im Schnitt versterben 2,1 Prozent der Erkrankten an der Infektion, also rund jeder 50. Patient. In der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan allerdings liegt die Sterblichkeitsrate laut chinesischer Gesundheitskommission bei 4,9 Prozent

08.15 Uhr: Infektionen und Todesfälle in China steigen rasant an

Die Gesamtzahl der an den Folgen des Corona-Virus gestorbenen Personen ist in China auf 425 gestiegen. Das sind 64 mehr als am Vortag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Alle 64 sind in der Provinz Hubei gemeldet. Die Zahl der in China bestätigten Infektionen ist am Montag um 3235 auf 20.438 geklettert.

06.00 Uhr: Coronavirus: Erster Todesfall in Hongkong bestätigt

Durch den neuartigen Coronavirus ist erstmals auch ein Patient aus Hongkong ums Leben gekommen. Die Krankenhausbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregionen bestätigte den Tod eines 39-Jährigen. Bei dem Mann hätte vor der Ansteckung mit dem Virus bereits eine Grunderkrankung vorgelegen, erklärten die örtlichen Behörden. Der Mann ist der zweite Tote außerhalb Chinas, der an dem Erreger gestorben ist.

© Reuters News Picture Service - RNPS/KIM KYUNG-HOON

Japan, Hafen von Yokohama: Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne

05.00 Uhr: Kreuzfahrtschiff in Japan unter Quarantäne

Im Hafen von Yokohama in Japan sind mehr als 3.700 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes unter Quarantäne gestellt worden. Ein Mann aus Hongkong, der im vergangenen Monat auf dem Schiff reiste, wurde positiv auf Coronavirus getestet. Der 80-jährige Mann flog nach Japan und bestieg das Schiff "Diamond Princess" am 20. Januar in Yokohama und landete am 25. Januar in Hongkong, wie das Unternehmen mitteilt. Behörden überprüfen derzeit die Gesundheit aller 2666 Gäste und 1045 Besatzungsmitglieder.

Dienstag, 04. Februar 2020

21.10 Uhr: Zehnter Coronavirus-Fall in Bayern

Ein weiterer Webasto-Mitarbeiter ist laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums infiziert. Damit sind nun acht Mitarbeiter der Firma erkrankt, ferner zwei Kinder eines Beschäftigten. Mehr dazu hier.

20:30 Uhr: Ausgrenzung von Webasto-Mitarbeitern

Der Webasto-Vorstandsvorsitzende Holger Engelmann berichtet dem BR, dass Kinder von Mitarbeitern nicht in Kindergärten oder Schulen gehen dürften, und KfZ-Werkstätten nähmen Autos von Webasto-Beschäftigten nicht an. Er habe Verständnis für die Ängste der Mitbürger, er plädiere jedoch für einen abgeklärten Umgang mit den Coronavirus-Fällen, sagte Engelmann.

19.20 Uhr: Weiteres Kind in Bayern an Coronavirus erkrankt

Das Gesundheitsministerium teilte am Abend in München mit, dass ein neunter Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um ein weiteres Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma Webasto. Er und seine beiden betroffenen Kinder befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand. Mehr dazu hier.

18.00 Uhr: Coronavirus stammt womöglich von Fledermäusen

Wissenschaftler rätseln, welches Tier der ursprüngliche Wirt des neuartigen Coronavirus gewesen sein könnte. Nun haben chinesische Forscher herausgefunden, dass es stark einem Coronavirus von Fledermäusen ähnelt. Mehr dazu hier.

16:18 Uhr: Chinas Führung räumt Fehler ein

Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden.

15:20 Uhr: Lufthansa setzt Chinaflüge noch länger aus

Die Lufthansa lässt angesichts des Coronavirus Chinaflüge noch länger ausfallen. Die Airlines Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines streichen Verbindungen von und nach Peking bis 29. Februar, wie das Unternehmen mitteilte. Die Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sollen bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen werden. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 Flüge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach China weg. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe für die Lufthansa Group oberste Priorität, erklärte die Airline. Die 19 wöchentlichen Flüge von und nach Hongkong heben weiter planmäßig ab.

15.00 Uhr: China bittet andere Länder um Atemmasken

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat China "dringend" um Hilfe bei Atemmasken und anderer Schutzausrüstung gebeten. Nach Angaben aus dem Industrieministerium versuchen die chinesischen Behörden, zusätzliche Masken aus Europa, Japan und den USA zu besorgen. Deutschland ist bereit, "nach Kräften zu helfen", wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin sagte. "Dazu gehört auch zu prüfen, wo wir mit entsprechenden Materiallieferungen unterstützen können."

11.15 Uhr: Autozulieferer Webasto schließt Zentrale für weitere Woche

Der Autozulieferer Webasto lässt seine Firmenzentrale in Stockdorf bei München bis einschließlich Dienstag kommender Woche (11. Februar) geschlossen. "Das sind dann seit unserer Schließung insgesamt zwei Wochen. Damit orientieren wir uns an der von Experten für den Virus angenommenen längsten Inkubationszeit von 14 Tagen", erklärt Vorstandschef Holger Engelmann. Eigentlich sollten die gut 1.000 Beschäftigten am Standort am Dienstag wieder antreten. Sieben Webasto-Mitarbeiter in Deutschland und das fünfjährige Kind eines Beschäftigten tragen den Coronavirus in sich, nachdem es von einer chinesischen Mitarbeiterin eingeschleppt worden war.

10.33 Uhr: Kreuzfahrtschiffe nehmen Passagiere nach China-Reisen nicht an Bord

Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA in Hamburg mit. Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Die Entscheidung liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

08:45 Spahn sieht Deutschland gut gerüstet

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Deutschland für eine mögliche Epidemie gut gerüstet - allerdings sei man angesichts von zehn Corona-Infizierten "noch lange nicht" auf dieser Stufe angelangt, sagte er dem Morgenmagazin. "Für diese Situation jetzt haben wir Intensivstationen, ausreichend Isolierstationen und -zimmer und die Ausstattung, die wir brauchen", so Spahn. Angesichts von zehn Coronavirus-Infizierten in Deutschland könne man aber "noch lange nicht" von einer Epidemie sprechen.

07:45 WHO besorgt über "massive Infodemie" zu Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation zeigt sich besorgt über die Informationsflut zum Coronavirus. Der Ausbruch des Erregers sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden, teilte die WHO mit. Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

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Neues Krankenhaus in Wuhan

07:00 Nach nur zehn Tagen Bauzeit: Krankenhaus für Coronapatienten eröffnet in China

Nur zehn Tage nach Baubeginn ist das erste von zwei Krankenhäusern für die Behandlung von Coronapatienten in China eröffnet worden. Die ersten Kranken kamen am Montagvormittag um 10.00 Uhr (Ortszeit) in der Klinik Huoshenshan mit 1000 Betten in Wuhan an, wie Staatsmedien berichteten. Die Bauarbeiter hatten rund um die Uhr an diesem und einem zweiten Krankenhaus mit 1500 Betten gearbeitet, das ebenfalls in dieser Woche öffnen soll. Es ist das zweite Mal, dass China ein Behandlungszentrum praktisch über Nacht gebaut hat. Bei der Sars-Pandemie 2003 hatte China eine Klinik in Peking innerhalb einer Woche konstruiert. Der Höhepunkt der Corona-Epidemie wird in China frühestens in einer Woche erwartet.

05:45 Uhr: Delta und American Airlines wollen ihre Flüge zwischen den USA und China bis Ende März bzw. Ende April aussetzen

Die US-Fluggesellschaften Delta und American Airlines gehen wegen der Ausbreitung des Coronavirus von wochenlangen Unterbrechungen ihrer Flugrouten zwischen den USA und China aus. Delta erwartet eine Wiederaufnahme nicht vor dem 30. April, American geht zunächst vom 27. März aus.

Sonntag, 02. Februar 2020

22:15 Uhr: 20 Passagiere von französischem Rückholflug zeigen Symptome

Frankreich hat an diesem Sonntag rund 65 Franzosen aus dem chinesischen Wuhan, das als Epizentrum der aktuellen Coronavirus-Infektionen gilt, zurück in ihre Heimat geholt (siehe auch Ticker-Eintrag von 14:35 Uhr). Insgesamt befanden sich 250 Menschen an Bord des Flugzeuges.

Am Abend wurde bekannt, dass etwa 20 der Passagiere des Fluges Symptome einer Coronavirus-Infektion zeigen. Sie mussten zunächst auf dem Rollfeld des Flughafens verbleiben und auf einen Test warten. Die Menschen sollen in Frankreich vorerst gesondert untergebracht werden beziehungsweise in ihre Heimatländer weiterreisen. Unter den Passagieren befinden sich etwa auch Belgier, Niederländer und Schweden.

20.00 Uhr: G7 wollen über Umgang mit Coronavirus beraten

Die G7-Staaten wollen sich nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn im Kampf gegen das Coronavirus besser abstimmen. "Es bringt ja nichts, wenn ein Land alleine Maßnahmen ergreift", sagte Spahn nach einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Alex Azar. Demnächst werde es eine Telefonkonferenz der Gesundheitsminister der G7 geben. Ziel sei ein einheitlicher Umgang mit der Epidemie.

19:45 Uhr: Coronavirus-Behandlung mit Medikamentencocktail

Die thailändischen Behörden haben eine erfolgreiche Behandlung des neuartigen Coronavirus mit einem Cocktail aus Grippe- und HIV-Medikamenten gemeldet. Der Zustand einer mit dem Virus infizierten Frau aus China habe sich nach der Gabe des Medikamentencocktails dramatisch verbessert, berichtete das Gesundheitsministerium in Bangkok. Binnen 48 Stunden nach dem Beginn der Behandlung sei das Virus bei der Patientin nicht mehr nachweisbar gewesen, sagte der Mediziner Kriengsak Attipornwanich.

16.35 Uhr: Forscher in Rom isolieren Coronavirus

Italienische Forscher haben das Coronavirus isolieren können. "Das ist international eine wichtige Nachricht. Sie bedeutet, dass es mehr Möglichkeiten gibt, es zu verstehen und zu studieren, um es eindämmen zu können", sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Ergebnisse der Wissenschaftler vom nationalen Institut für Infektionskrankheiten in Rom würden der internationalen Gemeinschaft für weitere Forschungen zur Verfügung gestellt. Australische Forscher hatten bereits vor einigen Tagen im Labor das Coronavirus nachgezüchtet.

16.30 Uhr: Mit Coronavirus infizierte Passagiere "medizinisch wohlauf"

Den beiden aus China zurückgekehrten und mit dem Coronavirus infizierten Passagieren geht es nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose (Grüne) "den Umständen entsprechend sehr gut". Beide seien deutsche Staatsangehörige. Der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Frankfurt, Jürgen Graf, ergänzte am Sonntag in Frankfurt, dass die beiden Patienten stationär aufgenommen worden seien und dort isoliert behandelt würden. Sie seien "medizinisch wohlauf".

14.35 Uhr: Flugzeug mit China-Rückkehrern in Frankreich gelandet

Ein Flugzeug aus Wuhan mit insgesamt 250 Europäern ist in Südfrankreich auf dem Militärstützpunkt Istres gelandet. An Bord sind Franzosen und Staatsangehörige anderer europäischer Länder. Nach Angaben von Außenminister Jean-Yves Le Drian stammen die Menschen aus insgesamt 30 Staaten. Wer kein Franzose sei, werde in sein Heimatland weiterreisen. Nach Regierungsangaben werden rund 65 Franzosen unter Quarantäne gestellt.

13:15 Uhr: Weiterer Verdachtsfall stellt sich als harmlos heraus

Bei einem aus China zurückgekehrten Passagier, der im Frankfurter Universitätsklinikum auf das Coronavirus hin untersucht wurde, hat sich der Verdacht nicht bestätigt. Das teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit.

11:20 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf 14.500 weltweit

In China, dem Entdeckungsland des Coronavirus, gibt es 14.380 Infizierte. In den asiatischen Staaten Thailand, Japan, Singapur, Südkorea, Taiwan, Hongkong und Malaysia haben sich zusammengerechnet 104 Menschen angesteckt. In weiteren Ländern gibt es vereinzelt Corona-Patienten.

11:00 Uhr: Zwei Infizierte unter den Rückkehrern

Zwei Menschen, die mit dem Bundeswehrflugzeug aus Wuhan, China, ausgeflogen wurden und am Samstag in Frankfurt gelandet waren, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung Germersheim am Sonntag mit.

09:05 Uhr: Milliarden für China

Die chinesische Zentralbank will die Wirtschaft des Landes mit Milliardensummen vor den Folgen des sich rasant ausbreitenden neuartigen Coronavirus schützen. Die Zentralbank erklärte, sie werde am Montag 1,2 Trillionen Yuan, umgerechnet 156 Milliarden Euro, bereitstellen, um den Devisenmarkt zu stabilisieren.

08.35 Uhr: Eigens gebautes Krankenhaus für Wuhan bald einsatzbereit

Die vom Coronavirus stark betroffene Stadt Wuhan bekommt zwei neue Krankenhäuser. Für das erste der zwei neuen Krankenlager in Wuhan sind nun 1400 medizinische Kräfte des chinesischen Militärs entsandt worden. Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan-Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1000 Betten haben, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars-Pandemie in einem ähnlichen Behelfs-Krankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und Liberia beteiligt gewesen seien. Das zweite Krankenlager in Wuhan soll in wenigen Tagen fertiggestellt werden.

08.15 Uhr: Möglicherweise Übertragung auch über Verdauungssystem

Das neuartige Coronavirus könnte neben Tröpfcheninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet werden. Chinesische Forscher haben das Virus auch in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden. Sie hatten die Proben angefertigt, nachdem sie festgestellt hatten, dass einige Patienten einzig Durchfall anstatt, wie sonst üblich, Fieber bekommen haben. Dies berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. An der Forschung waren das Renmin Hospital der Universität Wuhan und das Virus-Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Wuhan beteiligt.

06.50 Uhr: Erster Mensch außerhalb Chinas gestorben

Auf den Philippinen starb ein Corona-Patient. Er ist der erste Mensch, der außerhalb der Volksrepublik China an den Folgen des Coronavirus starb. Es handelt sich um einen aus Wuhan stammenden Chinesen.

Die Kritik an der zunächst zögerlichen Reaktion der chinesischen Staatsführung auf den Ausbruch des Virus wird lauter. In der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong wollen mehrere Tausend Ärztinnen, Ärzte und Krankenhausmitarbeiter streiken, um eine Schließung der Grenze zu Festlandchina zu erreichen.

In China steigt die Zahl der am Corona-Virus infizierten Menschen. Nach Behördenangaben vom Sonntag stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in China auf mehr als 14.300. Mehr als 300 Menschen starben an der Atemwegserkrankung.

Samstag, 01. Februar 2020

21.35 Uhr: Russland setzt Visa-Vereinbarung mit China aus

Russland hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Einreisestimmungen für Chinesen verschärft. Die Befreiung von der Visumspflicht für Reisegruppen aus der Volksrepublik werde abgeschafft, teilte die Regierung in Moskau mit. Zudem würden keine Arbeitsvisa mehr für Chinesen ausgestellt. Die Maßnahmen dienten der "Sicherheit des Landes und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit".

20.30 Uhr: Rückkehrer aus Wuhan zur Abklärung in Uniklinik

Einer der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht. Elf Passagiere seien direkt vom Flieger in die Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Abend. Bei einem von ihnen müsse abgeklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei, bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor.

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Einer der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China wird in der Frankfurter Uniklinik auf das Coronavirus untersucht.

19.10 Uhr: Achter Coronavirus-Fall in Bayern: Münchner erkrankt

Das bayerische Gesundheitsministerium teilt mit, dass ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt worden sei - der nunmehr achte. Angesteckt hat sich demnach ein 33-jähriger Mann, der in München wohnt. Er ist auch Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei der bereits sechs Coronavirus-Fälle bekannt geworden sind. Zudem ist ein Kind in Bayern am Virus erkrankt.

In Spanien ist ferner ein deutscher Tourist betroffen, der vorher Kontakt zu einem Infizierten in Bayern hatte.

18:30 Uhr: Infiziertem Kind geht es "recht gut"

Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erklärte Andreas Zapf, Leiter des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, am Samstag, dass es den sieben bayerischen Coronavirus-Patienten gut gehe. "Nach meinem Kenntnisstand zeigen alle allenfalls noch leichte Symptome", so Zapf. Das könne laut dem Amtschef leichter Husten, leichter Auswurf oder auch leicht erhöhte Temperaturen beinhalten.

Auch dem infizierten fünf Jahre alten Kind gehe es "recht gut". Am Morgen habe es fast keine Symptome gezeigt. Auch der am Freitag bekannt gewordene siebte Infizierte kommt aus dem Umfeld der Firma Webasto. Er und seine sechs Mitpatienten liegen derzeit auf einer Isolierstation im Münchner Klinikum Schwabing. Der in Spanien am Coronavirus erkrankte deutsche Tourist hatte nach Erkenntnissen der Behörde Kontakt zu einem der Infizierten in Bayern gehabt.

18:17 Uhr: Coronavirus sorgt für Angst in Asia-Laden

Ihrem Entsetzen Luft machten die Besitzer eines Kölner Ladens für asiatische Lebensmittel nun auf Facebook. Eine Kundin sei mit ihrem Kind panisch durch den Laden geeilt und habe das Kind angewiesen, sich das Gesicht mit einem Schal zu bedecken, berichteten die Besitzer. Hintergrund sei vermutlich Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gewesen.

Die Ladenbetreiber möchten davor warnen, Chinesen und Asiaten nun wegen einer Krankheit in ihren Heimatländern beziehungsweise in den Heimatländern ihrer Vorfahren ausgrenzen. Bereits vor wenigen Tagen hatten im Westen lebende Asiaten bereits mit der Aktion "Je ne suis pas un virus" (französisch für "Ich bin kein Virus") im Netz gegen Diskriminierung protestiert. Den gesamten Post des Kölner Ladenbesitzers lesen Sie hier:

16:50 Uhr: Flug mit Rückkehrern aus Wuhan in Frankfurt gelandet

Mit einigen Stunden Verspätung ist am Flughafen Frankfurt gerade eben eine Sondermaschine der Bundeswehr gelandet. An Bord: 128 Deutsche und andere Staatsbürger, die aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen wurden. Die Passagiere werden zunächst untersucht und kommen dann in Quarantäne.

15:23 Uhr: Deutscher Tourist in Spanien an Coronavirus erkrankt

In Spanien hat der erste Fall des Coronavirus die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Ein deutscher Urlauber war gestern auf der Kanareninsel La Gomera positiv auf den Erreger getestet worden. Er habe zuvor in Deutschland "engen Kontakt" mit einer infizierten Person gehabt, erklärte das spanische Gesundheitsministerium. Die Zahl der erkrankten Deutschen steigt damit auf insgesamt acht, sieben davon in Deutschland. Der Betroffene wird auf La Gomera nun isoliert behandelt. Seine fünf Begleiter stehen laut Spaniens Gesundheitsministerium weiter unter Quarantäne.

© BR

In Spanien hat der erste Fall des Coronavirus die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Ein deutscher Urlauber war gestern auf der Kanareninsel La Gomera positiv auf den Erreger getestet worden.

12:59 Uhr: Siegsdorfer Betriebskindergarten bleibt geöffnet

Der Betriebskindergarten der Firma Brückner in Siegsdorf besteht derzeit keine Gefahr sich mit dem Coronavirus anzustecken. Das hat das Landratsamt Traunstein mitgeteilt. Eine vorübergehende Schließung wird nicht erwogen. Ein Kind der Siegsdorfer Familie, das sich mit Eltern und Geschwistern in der Kreisklinik Trostberg in Quarantäne befindet, besucht diesen Kindergarten. Nach Recherchen des Traunsteiner Gesundheitsamts und des Robert Koch-Instituts, war das Kind zur Zeit des letzten Besuches nicht ansteckungs- oder krankheitsverdächtig. Eine weitere Infektionsgefahr für die Kinder liegt somit derzeit nicht vor.

12:28 Uhr: "Gesunde, symptomfreie Bundesbürger" kurz vor Ankunft aus Wuhan

Kurz vor Ankunft der Bundeswehrmaschine in Frankfurt am Main mit 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern an Bord haben Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Pressekonferenz abgehalten.

"Es kommen erstmal gesunde, symptomfreie Bundesbürger zurück", betonte Gesundheitsminister Spahn. Zunächst sollen die aus China ausgeflogenen Passagiere zur Beobachtung für 14 Tage in der dafür eingerichteten Bundeswehrkaserne Germersheim in Rheinland-Pfalz sein. Zwei Wochen beträgt die Inkubationszeit des Corona-Virus. Sofern sich in dieser Zeit bei einem der Rückkehrer Symptome zeigen, würde derjenige "sofort in eine nahegelegene Klinik" zur Behandlung gebracht, erklärte Spahn.

Der Gesundheitsminister betonte, dass Menschen, die keinerlei Kontakt mit China-Reisenden in den vergangenen Wochen gehabt hätten, sich bei grippeähnlichen Symptomen keine Sorgen machen müssten, an dem Coronavirus erkrankt zu sein. "Was mir am meisten Sorgen macht, sind die Verschwörungstheorien in den Sozialen Medien, die in erster Linie Unsicherheit verbreiten."

Die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verwies darauf, dass sie froh sei, dass es gelungen sei, die Betroffenen auf dem Luftweg nach Deutschland zu bringen. Kurzfristig hatte Moskau die Zwischenlandung der Bundeswehrmaschine verweigert, woraufhin der Airbus "spontan" über Helsinki umgeleitet werden musste.

10:58: Siebter Infizierter in Bayern auch in stabilem Zustand

Der 52-jährige Mann aus Fürstenfeldbruck, der sich als aktuellster bekannter Fall mit dem Coronavirus infiziert hat, sei in stabilem Zustand. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Samstagvormittag mit. Bekannt wurde der Fall am Freitagabend. Der Mitarbeiter der Firma Webasto befindet sich ebenso wie seine vier infizierten Kollegen zur Beobachtung im Klinikum München-Schwabing. Alle sind laut Klinikangaben weitestgehend symptomfrei.

Das Kind eines infizierten Webasto-Mitarbeiters aus dem Landkreis Traunstein, dass sich auch angesteckt hat, befindet sich laut Angaben der behandelnden Klinik in Trostberg, ebenfalls in stabilem Zustand.

10:16 Uhr: China bittet die EU um Hilfe

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat die Europäische Union gebeten, die Beschaffung von medizinischen Hilfsgütern aus den Mitgliedsländern zu erleichtern. Das teilte die chinesische Regierung mit.

10:10 Uhr: Zahl der Todesfälle steigt weiter

259 Menschen sind laut einem Bericht des chinesischen Staatsfernsehens bis Ende Januar durch das Coronavirus in der Volksrepublik inzwischen ums Leben gekommen. Die Zahl der in China bestätigten Krankheitsfälle ist demnach auf 11.791 gestiegen.

08:58: Apple schließt alle Filialen in China

Apple schließt wegen des Coronavirus vorübergehend alle offiziellen Geschäfte und Firmenbüros auf dem chinesischen Festland. "Aus Vorsicht und auf der Grundlage der neuesten Ratschläge führender Gesundheitsexperten schließen wir bis zum 9. Februar alle unsere Niederlassungen, Geschäfte und Kontaktzentren auf dem chinesischen Festland", teilte der iphone-Hersteller mit. Apple ist stark von China abhängig - sowohl beim Verkauf als auch bei der Lieferkette und der Fertigung.

07:52 Uhr: Webasto-Mitarbeiter sollen ab Dienstag wieder arbeiten

Die Webasto-Zentrale in Stockdorf bei München soll am Dienstag wieder den Betrieb aufnehmen. Das teilte der Automobilzulieferer am frühen Samstagmorgen mit. Durch eine Webasto-Mitarbeiterin aus China war das Coronavirus nach Bayern gekommen. Insgesamt haben sich sechs Mitarbeiter der Firma sowie das Kind eines Firmenangehörigen angesteckt. Bei 122 getesteten Mitarbeitern wurde das Coronavirus nicht nachgewiesen. Einige wenige Testergebnisse stehen laut Webasto noch aus.

07:31 Uhr: Australien verhängt Einreiseverbot

Nun hat auch Australiens Regierung ein Einreiseverbot für China-Reisende verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger, Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

In Australien sind offiziell bislang sieben Coronavirus-Infektionen bekannt. Bis Freitagabend deutscher Zeit wurden weltweit mehr als 9.800 Infektionen mit dem Corona-Virus bestätigt. Insgesamt wurden 213 Todesfälle registriert - alle davon in China, wo das neuartige Virus seinen Ausgang genommen hat. Die meisten Infektionen außerhalb Chinas gab es demnach in Thailand. Dort infizierten sich 19 Menschen mit dem Corona-Virus.

02:35 Uhr: Rückholflug der Bundeswehr in Wuhan gestartet

Ein Flugzeug der Bundeswehr mit mehr als 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern an Bord ist im chinesischen Wuhan zum Rückflug nach Deutschland gestartet. Das Einsatzführungskommando berichtete den Start über Twitter. Der Jet aus dem vom Coronavirus betroffenen Gebiet wird am Samstagmittag in Deutschland erwartet.

Freitag, 31. Januar 2020

22:37 Uhr: USA verhängen Einreiseverbot für China-Reisende

Die USA haben wegen des Coronavirus' den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nicht-US-Bürgern, die in den vergangenen zwei Wochen in China waren, wird die Einreise in die USA verboten. Das teilte US-Gesundheitsminister Alex Azar mit. US-Bürger, die sich in der Provinz Hubei aufgehalten haben, sollen laut Nachrichtenagentur AFP unter Quarantäne gestellt werden. Die Maßnahmen sollen am Sonntag, 2. Februar, in Kraft treten.

20:35 Uhr: Siebter Corona-Fall in Bayern bestätigt

Beim siebten bestätigten Coronavirus-Fall in Bayern handelt es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Auch er ist ein Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg.

Das bayerische Gesundheitsministerium hatte am späten Freitagabend ein drittes Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Bei der Firma Webasto habe am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden, hieß es in der Pressemitteilung. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ.

19:14 Uhr: 122 Tests bei Webasto negativ

Weitere Tests bei der betroffenen Firma Webasto im Landkreis Starnberg haben vorerst keine weiteren Erkrankungen ergeben. Dies teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums unter Verweis auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Danach seien insgesamt 122 Tests von Mitarbeitern der Firma Webasto negativ ausgefallen. Somit bleibt es derzeit (Stand Freitagabend 18.00 Uhr) bei insgesamt sechs bekannten Coronavirus-Fällen in Bayern.

16:23 Uhr: Ab morgen Meldepflicht bei Corona-Verdacht - Kassen übernehmen Kosten für Tests

Beim Coronavirus gilt ab Samstag bereits bei begründeten Verdachtsfällen eine Meldepflicht. Ärzte, Krankenhäuser und Labore müssen das Robert Koch-Institut nun schon bei begründeten Verdachtsfällen auf das Corona-Virus informieren. Eine entsprechende Eilverordnung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebracht, wie sein Ministerium mitteilte. Bislang mussten tatsächliche Corona-Infektionen gemeldet werden.

Wer sich auf das Coronavirus testen lässt, müssen die Kosten dafür nicht selbst tragen. Darauf haben sich Krankenkassen und Ärzte geeinigt. Die neue Abrechnungsmöglichkeit und die damit verbundene Kostenübernahme durch die Kassen soll ebenfalls ab Samstag greifen.

14:12 Uhr: Der Coronavirus ist erstmals in Deutschland bei einem Kind diagnostiziert worden

Es handelt sich um das älteste von drei Kindern des Mannes, der bei Webasto arbeitet und gestern als fünfter Fall bekannt geworden war. Somit ist zum ersten Mal in Deutschland ein Familienmitglied eines schon Infizierten erkrankt. Der Mann, seine Ehefrau und die drei Kinder befinden sich alle in Trostberg im Krankenhaus.

Insgesamt gibt es im Freistaat nun sechs bestätigte Coronavirus-Fälle. Bis auf das Kind sind alle Infizierten Mitarbeiter beim oberbayerischen Autozulieferer Webasto. Dort war vergangene Woche eine infizierte Kollegin aus China zu Gast, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte. Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei dieser Firma arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag (12.00 Uhr) keinen weiteren positiven Befund.

11:58 Uhr: Italien ruft wegen des Coronavirus den nationalen Notstand aus

Angesichts der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Italien am Freitag den nationalen Notstand ausgerufen. Das gab die Regierung in Rom bekannt. Der Notstand wird in Italien häufiger ausgerufen, etwa nach Erdbeben oder Unwettern. Die Maßnahme erlaubt die rasche Bereitstellung von Geldern und raschere Schutzmaßnahmen gegen eine Weiterverbreitung des Virus. Zuvor hatten die italienischen Behörden die ersten Infektionsfälle im Land bestätigt, dabei handelt es sich um zwei Touristen aus China. Sie waren im Gran Hotel Palatino im Zentrum von Rom untergebracht, unweit des Kolosseums und der Kaiserforen. Das Paar aus Wuhan ist nun auf einer Isolierstation in der italienischen Hauptstadt. Zudem wurden in dem Krankenhaus andere Teilnehmer der Reisegruppe und Hotelmitarbeiter untersucht.

10:50 Uhr: Evakuierungsflugzeug der Luftwaffe auf dem Weg nach China

Eine Maschine der Luftwaffe, die wegen des neuartigen Coronavirus deutsche Staatsbürger ausfliegen soll, startet "in diesen Minuten" nach China. Alle dafür erforderlichen Genehmigungen der chinesischen Behörden lägen nun vor, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) weiter am Freitag in Berlin. Ausgeflogen werden sollen demnach mehr als hundert Menschen. Nach ihrer Ankunft am Frankfurter Flughafen werden die Ankommenden gescreent und nach Germersheim gebracht. Dort sollen sie für mindestens 14 Tage in Quarantäne bleiben um mögliche Ansteckungen in der Inkubationszeit zu verhindern.

09:29 Uhr: Luftwaffe schickt noch heute Evakuierungsflugzeug nach China

Die Luftwaffe will noch am Freitag zu einem Rückholungsflug in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Provinz Hubei starten. Nachdem die Zustimmung der beteiligten Staaten vorlag, soll das Flugzeug am Vormittag starten. Der Flieger soll am Samstag mit den Rückkehrern an Bord nach Deutschland zurückfliegen, ganz sicher war das am Freitag aber noch nicht. Die Teilnahme an dem Flug ist freiwillig. Mitfliegen könne nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nur, wer symptomfrei sei. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger.

06:49 Uhr: Auswärtiges Amt rät von Reisen nach China ab

Wegen der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit rät das Auswärtige Amt von Reisen nach China ab. Nach Möglichkeit sollen alle nicht notwendige Reisen nach China verschoben werden. Für die Provinz Hubei, in der sich auch die Stadt Wuhan befindet, gilt eine Reisewarnung.

06:29 Uhr: China will im Ausland gestrandete Landsleute zurückholen

China will im Ausland gestrandeten Menschen aus der Provinz Hubei bei der Rückreise in die Heimat helfen. Wie eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Freitag abkündigte, soll Landsleuten aus Hubei und insbesondere der vom Coronavirus besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan wegen der derzeitigen Schwierigkeiten so schnell es geht dabei geholfen werden, mit Chartermaschinen zurück nach Hause zu kommen. Fluggesellschaft rund um die Welt hatten zuvor zahlreiche Flüge nach China gestrichen.

Donnerstag, 30. Januar 2020

23:57 Uhr: Zahl der Coronavirus-Toten in China steigt auf 212

Die Zahl der Verstorbenen durch den neuartigen Coronavirus in China ist um 42 auf insgesamt mindestens 212 gestiegen. Dies teilen die chinesischen Behörden am Freitag (Ortszeit) mit. Es handelt sich um den höchsten Anstieg der verzeichneten Todesfälle innerhalb eines Tages seit der Ausbreitung des Erregers.

23:55 Uhr: Fünfter Infizierter wohl mit Kontaktpersonen im Krankenhaus Trostberg

Der fünfte mit dem Coronavirus infizierte Mann kommt Augenzeugen zufolge aus der Gemeinde Siegsdorf im Landkreis Traunstein. Dort hätten Menschen in Schutzanzügen ihn und mehrere Personen, die mit ihm in Kontakt standen, abgeholt und in einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Trostberg gebracht. Unter ihnen seien auch Kinder gewesen. Dort seien sie isoliert worden.

Am späten Abend hatten die Behörden bekanntgegeben, dass ein fünfter Coronavirus-Fall bestätigt wurde. Der Mann ist - wie die vier anderen Erkrankten, die sich immer noch im Schwabinger Klinikum in München befinden - ein Mitarbeiter der Firma Webasto im Landkreis Starnberg.

22:17 Uhr: Fünfter Coronavirus-Fall in Bayern

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Bayern ist auf fünf gestiegen. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am späten Abend mitteilte, wurde ein weiterer Mitarbeiter der Firma Webasto in Stockdorf positiv auf das Virus getestet. Der Mann wohne im Landkreis Traunstein.

21.45 Uhr: Coronavirus hat geringe Folgen für US-Wirtschaft

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus wird nach Einschätzung des Wirtschaftsberaters von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, nur geringe Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaft haben. Das Virus habe keinen wesentlichen Einfluss, sagte Kudlow dem Sender Fox Business. Die USA stünden zwar bereit, China wegen eines zu erwartenden Wirtschaftsabschwungs zu helfen. Jedoch sollte Peking kein Entgegenkommen bei den Sonderzöllen erwarten. Dies seien verschiedene Angelegenheiten.

Heute um 18.42 Uhr hatten US-Gesundheitsbehörden den ersten Fall einer Coronavirus-Ansteckung von Mensch zu Mensch in den USA gemeldet. Im Bundesstaat Illinois habe sich der Ehepartner eines Patienten infiziert, der zuvor nach China gereist war, teilte das Zentrum für Krankheitskontrolle mit.

20:45 Uhr: WHO ruft wegen Coronavirus den internationalen Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft wegen des Coronavirus-Ausbruchs einen internationalen Gesundheitsnotstand aus. Damit sind schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs verbunden. Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV hat mittlerweile die weltweiten Fälle bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren übertroffen. Mit 317 neuen Erkrankungen, die die Behörden der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina am Donnerstag berichteten, kletterte die Gesamtzahl weltweit auf mehr als 8.100. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation 8.096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Durch das neue Virus, das mit dem Sars-Erreger verwandt ist, sind bisher 170 Menschen ums Leben gekommen.

Mit der ersten Erkrankung in Tibet sind nun auch in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern mehr als 100 Infektionen gezählt worden.

20:14 Uhr Verdacht auf Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff nicht bestätigt

Erleichterung bei 6.000 Passagieren und 1.000 Besatzungsmitgliedern auf dem Kreuzfahrtschiff "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia. Der Verdacht auf das Coronavirus hat sich nicht bestätigt, das gaben die Behörden bekannt. Niemand auf dem Schiff sei mit dem Coronavirus infiziert, teilte das Gesundheitsministerium nach Tests mit. Die Passagiere dürfen das Schiff demnach nun verlassen.

© dpa-Bildfunk

Corona-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff hat sich nicht bestätigt

19:01 Uhr: China-Rückkehrer sollen in Kaserne in Rheinland-Pfalz kommen

Für die Deutschen, die wegen der neuen Lungenkrankheit aus China zurückgeholt werden sollen, ist eine zentrale Unterbringung am Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Wie zuerst die Zeitungen der VRM am Donnerstagabend berichteten, gibt es dort in einer Ausbildungskaserne medizinische Einrichtungen, um die Menschen zwei Wochen abgeschottet in Quarantäne zu betreuen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen: "Das ist eine gute Lösung, um die Rückkehrer, ihr Umfeld und die Gesamtbevölkerung gleichermaßen zu schützen." Das Ansteckungsrisiko werde so minimiert. Das Flugzeug der Bundeswehr soll am Flughafen Frankfurt landen, der Flug war zunächst für Samstag geplant, kann aber noch verschoben werden.

18:17 Uhr: Coronavirus belastet Börsenkurse

Die steigende Zahl der Viruskranken belastet auch viele Kurse an der Börse. Angesichts eines drastischen Anstiegs der am Coronavirus Erkrankten hat der Dax am Donnerstag die Gewinne der beiden vergangenen Tage komplett wieder abgegeben. Der deutsche Leitindex fiel um 1,41 Prozent auf 13 157,12 Punkte. Trotz rigider Maßnahmen steigt die Zahl der Corona-Infizierten in China immer weiter, zuletzt waren es 7830 Betroffene. Der Anstieg ist rasant: Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. 170 Menschen sind mittlerweile an dem Virus gestorben.

Mit Blick auf die Sars-Epidemie aus dem Jahr 2003 wies der Ökonom Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank darauf hin, dass die Weltwirtschaft heute erheblich abhängiger von China sei als seinerzeit. Der Anteil Chinas an der globalen Wertschöpfung habe sich seit 2003 in etwa vervierfacht.

17:58 Uhr: Vier Coronavirus-Patienten weiter symptomfrei

Allen mit dem neuen Coronavirus infizierten Patienten aus Bayern geht es nach Angaben des behandelnden Chefarzts gut. "Die vier Patienten sind weiterhin symptomfrei und in klinisch gutem Zustand", sagte Prof. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag.

"Sie sind bei uns aktuell weiterhin zur klinischen Beobachtung und werden fortlaufend getestet." Bei diesen Tests werden nach Mitteilung der Klinik noch immer die Erreger nachgewiesen. "Mit der Zimmer-Isolierung besteht keine Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher in der München Klinik Schwabing."

Bei den Infizierten handelt es sich um drei Männer im Alter von 27, 33 und 40 Jahren und eine 33-jährige Frau. Sie arbeiten alle beim international tätigen Autozulieferer Webasto. Firmensitz ist im oberbayerischen Gauting-Stockdorf.

17:21 Uhr: Alle Testergebnisse negativ: Bisher keine weiteren Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern gibt es bisher keine weiteren Coronavirus-Fälle. Bis zum Nachmittag (Stand 16.00 Uhr) seien alle Befunde aus den laufenden Tests negativ gewesen, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag auf Grundlage von Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Die neuen negativen Testergebnisse stammen demnach von 17 Personen, die genauso wie die vier bisher bekannten Coronavirus-Patienten bei Webasto arbeiten. "Die Testung der derzeit ermittelten 110 Kontaktpersonen aus der Firma geht laufend weiter", hieß es. Weitere Testergebnisse werden voraussichtlich am Freitag vorliegen.

15:50 Uhr: Spahn: Corona-Rückholaktion für Deutsche ist freiwillig

Die geplante Rückholaktion deutscher Staatsbürger aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan wegen der neuartigen Lungenerkrankung geschieht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf freiwilliger Basis. Wer sich entscheidet mitzufliegen, muss dann aber auch in Deutschland, wie angekündigt für zwei Wochen in Quarantäne. Diejenigen, die ausgeflogen werden wollen, seien vorab darüber informiert, dass sie sich "in Deutschland zentral in die Unterbringung begeben müssen und dort eben auch die Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt sind", sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Das Flugzeug der Bundeswehr soll in Frankfurt landen. Ein genauer Zeitpunkt wird offiziell bisher nicht genannt. Wo genau die Passagiere danach untergebracht werden, werde derzeit noch abgestimmt, sagte Spahn

14:37 Uhr: Über 8.100 Infizierte weltweit

Mit den neuen Fällen in der chinesischen Provinz Hubei ist die Gesamtzahl der Infizierten auf über 8.100 weltweit gestiegen. Das sind mehr Infizierte als beim Ausbruch der Atemwegserkrankung Sars in den Jahren 2002/2003. Die chinesische Provinz Hubei meldete heute 317 neue Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus.

12:20 Uhr: Passagiere sitzen wegen Coronavirus-Verdacht auf Kreuzfahrtschiff in Italien fest

Wegen des Verdachts auf das Coronavirus sitzen 6.000 Passagiere und 1.000 Besatzungsmitglieder an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Costa Smeralda" im Hafen der italienischen Stadt Civitavecchia fest. Eine Touristin aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao habe Symptome wie Fieber und Atemprobleme gehabt, sagt ein Sprecher der Reederei. Sie und ihr Mann waren laut Medien am 25. Januar am Flughafen in Mailand angekommen. Das Schiff machte danach in Marseille, Barcelona und Palma de Mallorca Station, bevor es Civitavecchia anlief. Die Frau wurde auf dem Schiff medizinisch versorgt und isoliert, die Ergebnisse eines Virustests werden für den Nachmittag erwartet. Die örtlichen Behörden ordneten an, dass die Passagiere zunächst nicht an Land gehen durften.

12:08 Uhr: Impfstoff-Entwicklung dauert vermutlich Monate

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus. Es dauere mindestens drei Monate, bis sich ein Impfstoff als wirksam erweise, sagt der renommierte chinesische Epidemiologe Li Lanjun im Interview der Nachrichtenagentur Xinhua. Es seien bisher fünf Erregerstämme isoliert worden: "Zwei eignen sich sehr gut für die Entwicklung eines Impfstoffes." Das Krankenhaus der Shanghaier Tongji Universität arbeit laut Xinhua gemeinsam mit dem Unternehmen Stermirna Therapeutics an einem neuen mRNA-Impfstoff. Die Herstellung der Proben würde laut Unternehmensangaben höchstens 40 Tage dauern.

11:02 Uhr: Krankenhäuser sollen sich auf Coronavirus-Verdachtsfälle vorbereiten

Nach vier bestätigten Coronavirus-Patienten in Bayern hat das Gesundheitsministerium die Krankenhäuser im Freistaat gebeten, sich auf die Aufnahme von begründeten Verdachtsfällen vorzubereiten. Um eine Übertragung durch Tröpfchen zu verhindern, müssten Hygienemaßnahmen eingehalten werden und der Patient solle einen mehrlagigen Mund-Nasen-Schutz tragen. So heißt es in einem Schreiben an die Bayerische Krankenhausgesellschaft, wie ein Ministeriumssprecher am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Zudem sollten Patienten, die womöglich an dem Virus erkrankt sind, in einem Isolierzimmer möglichst mit Vorraum oder Schleuse untergebracht werden. Wenn das nicht möglich ist, sollte es zumindest ein Einzelzimmer mit eigener Nasszelle sein. Das Personal müsse Schutzkleidung, Schutzbrille, Handschuhe und spezielle Atemmasken tragen, heißt es in dem Schreiben weiter.

10:26 Uhr: Mehr als 500 Anrufe täglich bei Coronavirus-Hotline

Bei der extra wegen des neuartigen Coronavirus eingerichteten Hotline beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gehen täglich mehr als 500 Anrufe ein. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministerium in München am Donnerstag auf Anfrage mit. Unter der Nummer 09131/6808-5101 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um die Lungenkrankheit stellen. Wegen der hohen Nachfrage hatte das LGL die Hotline nach Angaben vom Vortag schon personell aufgestockt.

09:11 Uhr: Luftfahrt-Aufsicht bescheinigt China Erfolge im Eindämmen des Virus

Die Maßnahmen Chinas zur Eindämmung des Corona-Virus sind nach Angaben der nationalen Luftfahrt-Aufsicht erfolgreich. Dies zeige sich an der geringen Zahl von Erkrankten, die aus dem Ausland gemeldet würden, sagt der Direktor der Behörde, Zhu Tao. Viele Flugverbindungen wurden eingestellt. Der letzte Lufthansa-Flug aus China kam gestern Abend in Frankfurt an. Die Sorge um eine Ausbreitung des Corona-Virus hat dazu geführt, dass die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften bis zum 9. Februar nicht mehr nach China fliegen. Regulär wurden bisher pro Woche 54 Verbindungen angeboten.

08:29: Luftfahrtexperte Großbongardt: Airlines verlieren Millionen durch Virus

Heinrich Großbongardt, Luftfahrtexperte, hat Verständnis für das Vorgehen der Lufthansa, den Flugverkehr nach China einzustellen. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, radioWelt) am Morgen sagte er Moderator Uwe Pagels: "Der Hansa und der British Airways bleiben einfach die Passagiere weg. Und mit halbleeren Flugzeugen den Verkehr aufrecht zu erhalten, ist natürlich einfach nur eine Sache, die rote Zahlen produziert. Bei einem Verkehrsgebiet wie China geht das pro Tag in die Millionen an Umsatzverlusten." Bereits bei dem SARS-Ausbruch im Jahr 2000 waren die wirtschaftlichen Auswirkungen groß, so der Luftfahrtexperte, damals verlor der Luftverkehr ein Drittel seiner Passagiere. Aber daraus haben man gelernt und ein gutes internationales System entwickelt, wie man mit solchen Fällen umgeht. Heinrich Großbongardt weist allerdings noch auf einen weiteren Punkt hin: "Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass international die Flughäfen ebenfalls Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Dass man genau anschaut, wer kommt da an, weil wir wissen, dass heute die Flughäfen eigentlich die entscheidenden Punkte für die weltweite Ausbreitung solcher Seuchen sind."

07:14 Uhr: China setzt alle Fußballspiele aus

Die Verbreitung des Coronavirus' in China nimmt immer größeren Einfluss auf den Sport. Der chinesische Fußballverband CFA hat alle Spiele im Land ausgesetzt, der für den 22. Februar geplante Saisonstart der Super League wurde bis auf Weiteres verschoben. Zudem kündigte der asiatische Kontinentalverband AFC an, dass alle vier chinesischen Klubs in den ersten Partien der asiatischen Champions League auswärts antreten müssen.

04:25 Uhr: DIW fürchtet Schaden für die deutsche Wirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fürchtet negative Folgen durch den Ausbruch des Coronavirus in China. "Sollte sich der Coronavirus, vor allem in China, deutlich ausbreiten, dürften die wirtschaftlichen Auswirkungen auch in Deutschland spürbar werden, sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher in der heutigen Ausgabe der Augsburger Allgemeinen. Er rechnet damit, dass die Nachfrage von Konsumenten sinkt, vor allem für Konsumgüter und für Reisen. Die Entscheidung von Lufthansa, die Flüge nach China zu streichen, sei hierfür ein Beispiel. "Deutsche Unternehmen sind stark gegenüber China exponiert", betont Fratzscher. "Allein die vier großen deutschen Autobauer Audi, VW, Daimler und BMW erzielen mehr als ein Drittel ihrer Gewinne in China."

Mittwoch, 29. Januar 2020

23:39 Uhr: USA fliegen rund 200 Staatsbürger aus Wuhan aus

Die USA haben Landsleute aus Wuhan ausgeflogen. Ein Charterflugzeug mit 195 US-Staatsbürgern habe am Mittwoch die von dem Coronavirus besonders betroffene chinesische Metropole verlassen. Das teilte die US-Gesundheitsbehörde bei einer Pressekonferenz mit. Keiner von den Passagieren habe Symptome gezeigt. Sie würden nun noch einige Tage beobachtet.

22:34 Uhr: Corona-Verdachtsfall auf Lufthansa-Flug - Crew zurück in Deutschland

An Bord einer Lufthansa-Maschine hatte es einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde.

Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew, sagte der Lufthansa-Sprecher. Nach der medizinischen Untersuchung seien sie als unbedenklich entlassen worden. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen.

Inzwischen ist der Rückflug LH781 in Frankfurt gelandet. Die Crew könne "normal nach Hause gehen", sagte ein Sachgebietsleiter des Frankfurter Gesundheitsamts am Mittwochabend. Es bestehe kein Grund, die Flugbegleiter und Piloten unter besondere Beobachtung zu stellen.

21:45 Uhr: Gesundheitsminister Spahn äußert sich zu Coronavirus

In einem "tagesthemen extra" zum Coronavirus hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Lage in Deutschland geäußert. Infektionen hierzulande wären laut Spahn zu erwarten gewesen. "Entscheidend ist, dass wir gut vorbereitet sind und schnell reagieren konnten", sagte der Gesundheitsminister. Auf die Frage, warum an deutschen Flughäfen als Sicherheitsmaßnahme kein Fieber gemessen werde, antwortete er: "Weil das nur Aktion um der Aktionwillen wäre."

Im Falle der Chinesin, die den 33-Jährigen aus dem Landkreis Landsberg angesteckt haben soll, hätte man weder bei der Ein- noch Ausreise "etwas entdecken können". Fluggesellschaften sollten nun aber Formulare ausgeben, wie Passagiere in den nächsten 30 Tagen erreicht werden können, erklärte Spahn.

Er bestätigte im Interview mit den "tagesthemen", dass deutsche Bundesbürger in den nächsten Tagen aus Wuhan ausgeflogen werden sollen. Es gehe derzeit aber noch um Organisatorisches. Nach der Rückholaktion sollen die Menschen dann während der Inkubationszeit "zentral untergebracht" werden - zum eigenen Schutz und dem Schutz der Bevölkerung, so der CDU-Politiker.

© ARD

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Interview mit den ARD-"tagesthemen".

21:21 Uhr: Russland schränkt Zugverkehr nach China ein

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus schränkt Russland seine Zugverbindungen von und nach China ein. Ab dem 31. Januar, also der Nacht von Donnerstag auf Freitag, werde nur noch die Direktverbindung zwischen Moskau und Peking bedient, teilte die stellvertretende Ministerpräsidentin Tatiana Golikowa mit.

21:14 Uhr: Fünfter Coronavirus-Fall in Frankreich

In Frankreich ist eine fünfte Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um die Tochter eines ebenfalls erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, sagte Frankreichs Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Mittwochabend.

Auch in Finnland gibt es einen ersten bestätigten Infektionsfall. Es handle sich um eine chinesische Person, die aus Wuhan eingereist sei, teilt die finnische Gesundheitsbehörde mit. Sie befinde sich auf einer Isolierstation in einem Krankenhaus in Lappland.

20:25 Uhr: Sportveranstaltungen in Asien abgesagt

Chinas Fußballerinnen sitzen in Australien in Quarantäne, die Hallen-WM der Leichtathleten in Nanjing wurde genauso wie der Ski-Weltcup nahe Peking abgesagt und Tokios Gouverneurin schlägt sechs Monate vor Olympia Alarm: Das in China grassierende Coronavirus mit weit über 100 Toten hat immer größere Auswirkungen auf internationale Sportevents.

"Wir müssen den neuen Coronavirus energisch angehen, um ihn einzudämmen oder wir werden es bereuen", mahnte Gouverneurin Yuriko Koike.

Das Internationale Olympische Komitee stehe "mit der Weltgesundheitsorganisation WHO und seinen eigenen Experten in Verbindung", teilte das IOC mit. Maßnahmen gegen ansteckende Krankheiten seien ein wichtiger Bestandteil der Pläne für Tokio 2020, um sichere Spiele zu bieten. In Japan sind bisher acht Coronavirus-Fälle bestätigt worden.

19:34 Uhr: Familienangehörige des ersten Infizierten gesund

Die Familienangehörigen des 33-Jährigen, der am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, sind weiterhin gesund. "Mutter und Kind haben nach wie vor keine Symptome", sagte der Pressesprecher des Landratsamts Landsberg am Lech, Wolfgang Müller. Die Kinderkrippe, in der das Kind normalerweise betreut wird, bleibe weiterhin geöffnet. Weitere Maßnahmen seien nach Einschätzung der Experten nicht erforderlich, weil das Kind bislang nicht erkrankt sei.

Wie gut ist Bayern vorbereitet, sollten weitere Fälle bekannt werden? Darüber diskutiert die "Münchner Runde" um 20.15 Uhr live - im BR Fernsehen und bei BR24.

19:05 Uhr: In Sachsen-Anhalt gibt es zwei Coronavirus-Verdachtsfälle

Wie der MDR auf seiner Homepage berichtet, sind ein Mann aus Dessau und einer aus dem Burgenlandkreis auf Isolierstationen von Krankenhäusern gebracht worden. Die Männer werden in Dessau-Roßlau und Naumburg betreut. Ob sie tatsächlich am Coronavirus erkrankt sind, soll am Donnerstag bekannt gegeben werden.

18:30 Uhr: USA fliegen mehr als 200 Staatsbürger aus Wuhan aus

Die USA haben mehr als 200 Landsleute aus Wuhan ausgeflogen. Ein Charterflugzeug mit US-Staatsbürgern verließ am Mittwoch die von dem Coronavirus besonders betroffene chinesische Metropole. Das US-Außenministerium habe den Flug vor allem für Mitarbeiter der US-Regierung in Wuhan organisiert, bestätigte ein Sprecher der US-Botschaft in Peking. Auch die Bundeswehr will "in den nächsten Tagen" Deutsche und ihre Angehörigen aus der besonders betroffenen Provinz Hubei ausfliegen.

18:25 Uhr: Söder sieht keinen Grund zur Panik

Trotz der aktuellen Coronavirusfälle in Bayern gibt es aus der Sicht von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) keinen Grund zur Sorge. "Ich glaube schon, dass es Anlass gibt zu höchster Sorgfalt aber noch keinen zu Panik", sagte er am Rande seiner Russlandreise in Moskau. Bayern und der Bund würden die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst nehmen, alle Behörden würden eng zusammenarbeiten. "Es ist nicht absehbar, wie die Entwicklung weiter ist, daher steht der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle", betonte Söder.

© BR/Stefanie Wagner

In Bayern gibt es derzeit keine weiteren Coronavirus-Fälle. Das gab Gesundheitsministerin Melanie Huml am späten Mittwochnachmittag bekannt.

17.55 Uhr: Webasto lässt 80 Mitarbeiter auf Coronavirus testen

Nach der Erkrankung von vier Mitarbeitern lässt der Autozulieferer Webasto rund 80 Kollegen auf das Coronavirus testen. Etwa 40 Kontaktpersonen des ersten Erkrankten seien am Mittwoch am Standort in Gauting Stockdorf untersucht worden, etwa ebensoviele Kontaktpersonen der anderen Erkrankten sollten am Donnerstag den Virentest absolvieren, sagte Vorstandschef Holger Engelmann am Mittwoch. Die gute Nachricht sei: "Bis heute haben wir keinen weiteren positiv getesteten Fall." Die weitere gute Nachricht sei, dass es den vier erkrankten Kollegen bereits besser gehe.

14.25 Uhr: Ausgeflogene Deutsche aus China sollen unter Quarantäne gestellt werden

Die wegen des Coronavirus aus China ausgeflogenen Deutschen sollen nach ihrer Ankunft in Deutschland unter Quarantäne gestellt werden. Alle Personen, die mit dem Flug in Frankfurt ankämen, würden in den nächsten 14 Tagen zentral so betreut und vorsorgt werden, "dass sich niemand Sorgen machen muss", sagte Anne Janz, Staatssekretärin des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erwartet "in den nächsten Tagen" einen Sonderflug des Deutschen Luftwaffe, um Deutsche aus Wuhan zurückzubringen.

14.20 Uhr: Corona-Verdachtsfall in Lufthansa-Maschine

An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem am Mittwochmorgen in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde. Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein. Die Passagiere, die in der Nähe des Mannes saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew, sagte der Lufthansa-Sprecher. Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen.

13.46 Uhr: "Ich bin kein Virus": Asiaten wehren sich auf Twitter gegen Anfeindungen

"Ich bin kein Virus": Unter diesem Schlagwort wehren sich derzeit tausende Asiaten auf Twitter gegen Anfeindungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. In französischsprachigen Ländern posten zahlreiche Twitter-Nutzer unter dem Hashtag #JeNeSuisPasUnVirus (Ich bin kein Virus) Kommentare oder Fotos und wehren sich damit gegen Ausgrenzung und offenen Rassismus.

13.42 Uhr: Webasto-Zentrale bei München wegen Virusgefahr geschlossen

Wegen der Corona-Vireninfektionen hat der Autozulieferer Webasto die Konzernzentrale samt Entwicklungs- und Testzentrum für Dächer in Stockdorf bei München geschlossen. Eine Sprecherin sagte aber, dass -Stand heute - der Betrieb weiter laufe; sowohl an allen anderen Standorten in Deutschland, als auch in Stockdorf. Hier arbeiteten die Mitarbeiter von zu Hause aus.

13.11 Uhr: Ex-Minister Sinner zu Corona: Haben aus SARS gelernt

Der ehemalige bayerische Gesundheitsminister Eberhard Sinner glaubt, dass Bayern und Deutschland gut auf das Coronavirus vorbereitet sind. Man habe aus dem im Jahr 2002 ebenfalls in China erstmals aufgetretenen SARS-Virus gelernt, etwa eine Taskforce aufzubauen, wie sie auch jetzt zum Einsatz komme. Zudem habe bei den aktuellen Corona-Fällen bereits schon die chinesische Führung besser reagiert als seinerzeit bei SARS.

© BR

Der ehemalige bayerische Gesundheitsminister Eberhard Sinner glaubt, dass Bayern und Deutschland gut auf das Coronavirus vorbereitet sind.

12.23 Uhr: BMW reduziert Dienstreisen nach China

Der Bayerische Autobauer BMW rät seinen Mitarbeitern derzeit von Reisen nach China ab. Wie das Unternehmen mitteilte, treten Beschäftigte bis auf Weiteres nur zwingend notwendige Dienstreisen von und nach China an. Den Mitarbeitern werde außerdem geraten, die von der WHO empfohlenen Hygiene- und Verhaltensregeln einzuhalten.

12.20 Uhr: Formel 1 beobachtet Lage in China wegen Coronavirus

Mit Blick auf den Großen Preis von Shanghai am 19. April beobachtet die Formel 1 die weitere Entwicklung genau. Laut eines Formel 1-Sprechers steht die Motorsport-Königsklasse dabei in engem Kontakt mit den chinesischen Veranstaltern und dem Internationalen Automobilverband FIA.

11.15 Uhr: Webasto prüft Mitarbeiter in Ostbayern

Auch an den Webasto-Standorten Hengersberg und Schierling wird derzeit geprüft, ob Mitarbeiter mit den betroffenen Kollegen aus dem Landkreis Starnberg in Kontakt waren. Eine Unternehmenssprecherin sagte dem BR, nun würden Kontaktlisten aufgrund der vier bekannten Coronavirus-Fälle erstellt.

10.18 Uhr: Australische Wissenschaftler züchten neuartiges Coronavirus nach

Das Virus ist nach Angaben des Doherty Instituts in Melbourne einem infizierten Patienten entnommen und erfolgreich reproduziert worden - das erste Mal außerhalb Chinas. Der Laborleiter sprach von einem "bedeutenden Durchbruch". Dessen Vize erklärte, nun könne ein Antikörpertest entwickelt werden, mit denen menschen ohne Symptome getestet werden könnten.

© REUTERS/Andrew Kelly

Die Leiter des australischen Doherty-Institutes

10.00 Uhr: Coronavirus stoppt Ski-Weltcup-Premiere in China

Laut Mitteilung des Internationalen Skiverbands FIS wurden die alpinen Ski-Rennen im chinesischen Yanqing wegen des Ausbruchs des Coronavirus abgesagt. Dabei wäre der Weltcup erstmals in diesem Land ausgetragen worden.

09.32 Uhr: British Airways setzt China-Flüge wegen Coronavirus aus - Lufthansa fliegt weiter

Auf ihrer Internetseite bietet BA derzeit im Januar und Februar keine China-Flüge an. In einer Erklärung entschuldigte sich das Unternehmen für die Unannehmlichkeiten. Die Lufthansa will die Lage vorerst weiter genau beobachten. Alle Flüge von und nach China finden vorerst statt, so ein Sprecher.

08.45 Uhr - Russland und China suchen nach Impfstoff

Russische und chinesische Forscher arbeiten nach russischen Angaben zusammen an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Demnach hat Peking das Erbgut des Virus an Russland übergeben. In Russland gibt es bislang noch keinen bestätigten Fall des neuartigen Coronavirus.

08.30 Uhr: Etwa hundert Deutsche wollen aus Wuhan ausgeflogen werden

Etwa hundert Deutsche wollen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus der besonders vom neuartigen Coronavirus betroffenen chinesischen Metropole Wuhan ausgeflogen werden. Die Vorbereitungen zu diesem Flug seien "auf dem guten Wege", sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

03.36 Uhr - China prüft angeblich Wirksamkeit von HIV-Medikamenten gegen Coronavirus

In der südchinesischen Stadt Shenzhen haben einem Bericht zufolge klinische Studien zum möglichen Einsatz von HIV-Medikamenten gegen das Virus begonnen. Das berichtet die staatlich unterstützte Finanzzeitung "Securities Times" unter Berufung auf einen Beamten der nationalen Gesundheitskommission.

01.23 Uhr - Zahl der Corona-Toten steigt

Die Zahl der Todesopfer ist auf 132 gestiegen, weitere 1.459 Neuinfektionen sind bestätigt worden, erklärte die chinesische Gesundheitskommission. Die Gesamtzahl der am Virus Erkrankten beläuft sich damit in China nach offiziellen Angaben auf 5.974.

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