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Nahe Günzburg musste eine alte Fliegerbombe kontrolliert gesprengt werden.

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Erfolgreiche Bombensprengung bei Günzburg

Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Mittwoch bei Günzburg gefunden worden war, ist am Vormittag gesprengt worden. "Alles verlief problemlos," erklärte der Sprengmeister. Teile des Legolands sowie der A8 waren zeitweise gesperrt.

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Matthias LauerMatthias LauerPeter AllgaierPeter Allgaier
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Wegen der Sprengung einer Fliegerbombe in einem Gewerbegebiet bei Günzburg war am Donnerstagvormittag ein Teil der A8 für 45 Minuten gesperrt. Teile des Legolands mit dem angrenzenden Feriendorf lagen in der Gefahrenzone und durften nicht betreten werden. Da aber hauptsächlich der Verwaltungstrakt betroffen war, öffnete der Ferienpark regulär um 10.00 Uhr, nur die Zufahrt zum Besucherparkplatz war geändert worden.

Fliegerbombe gegen 10.25 Uhr gesprengt

Nach Sperrung des Abschnitts der A8 zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau und einer Bundesstraße wurde die mit 30 Kilogramm Sprengstoff gefüllte Fliegerbombe gezielt gesprengt. Dabei war nur ein leiser, dumpfer Knall zu hören. Für die Bevölkerung bestand laut Polizei keine Gefahr.

Stefan Diehr von der Spezialfirma Terrasond - Kampfmittelräumdienst - hatte die Bombe am Mittwoch bei Sondierungsarbeiten gefunden.

Bildrechte: BR/Peter Allgaier

Bomben-Entschärfung war unmöglich

Die Bombe stammte aus Beständen der Wehrmacht und sollte von den US-Streitkräften nach Kriegsende vernichtet werden. Bei der Sprengung eines Munitionslagers, das sich auf dem Gelände des heutigen Legolands befand, wurde die Fliegerbombe nicht zerstört, sondern mehrere Hundert Meter weit auf das Feld im Bereich des Gewerbegebiets Deffingen Süd geschleudert. Dort wurde sie am Mittwoch (22.06.22) gefunden. Ihr Transport und die Entschärfung vor Ort wären sehr gefährlich gewesen, weil sich explosive Kristalle in ihrem Inneren der Bombe gebildet hatten. Außerdem verfügte die Fliegerbombe über keinen Zünder.

Gefährlicher Fund auf dem Acker bei Günzburg

Bildrechte: Polizei Günzburg

Fliegerbombe lag in einer Mulde

Die Bombe war ungefähr 70 Kilogramm schwer und wurde in einer Erdmulde am Waldrand gefunden. Mit einer großen Druckwelle war nicht gerechnet worden. Trotzdem wurde ein Sicherheitsradius von 500 Metern gezogen und entsprechend abgesperrt. Betroffen waren auch Betriebe im Bereich des Gewerbegebietes Deffingen Süd.

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