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So funktioniert der Zensus 2022 in Bayern. Das Landesamt für Statistik gibt seinen Fahrplan für die Bürgerbefragungen bekannt.

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Frank Rumpenhorst
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Warnung vor Betrügern: So läuft der Zensus 2022 ab

Wie viele Menschen leben in einem Haushalt? Was haben sie für einen Beruf? Fragen wie diese werden ab Mai beim Zensus in Bayern erhoben. Kurz vorher warnt das Landesamt für Statistik: Betrüger könnten die Befragung der Bürger ausnutzen.

Von
Karin GoeckelKarin Goeckel
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Früher hieß es Volkszählung, heute Zensus: Ab Mai will das Bayerische Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth wissen, wie viele Menschen im Freistaat leben, wo sie leben und was sie arbeiten. Knapp zwei Monate vorher geben die Statistiker ihren Fahrplan für die Bürgerbefragungen bekannt. Demnach beginnt der Zensus am 1. Mai mit sogenannten "Begehungen". Dabei überprüfen die Interviewer vor Ort, ob die aus den Melderegistern ausgewählten Adressen stimmen und die gemeldeten Personen laut Klingelschild dort wohnen.

Interviewer für Zensus ab dem 16. Mai unterwegs

Die eigentliche Volkszählung mit persönlichen Interviews beginnt ab dem 16. Mai. Das Interview selbst dauert zwischen fünf und zehn Minuten. Die Befragten können wählen, ob sie den Fragebogen gemeinsam mit dem Interviewer am Tablet, online oder schriftlich auf Papier ausfüllen. Gefragt wird nach Anzahl, Alter und Geschlecht der Bewohnerinnen und Bewohner eines Haushalts sowie nach Bildungsabschluss, Beruf, Staatszugehörigkeit und Familienstand.

Landesamt vor Statistik: Obacht vor Betrügern

Der Präsident des Landesamts für Statistik, Thomas Gößl, warnt in dem Zusammenhang vor Trittbrettfahrern. "Wenn Interviewer vor dem 16.5. unterwegs sind oder anrufen, dann sind das keine Zensus-Mitarbeiter." Auch würden bei dem Interview keinesfalls Fragen nach dem Einkommen oder der Bankverbindung gestellt. Die Interviewer selbst meldeten sich stets schriftlich an und schlügen den ausgewählten Haushalten einen Termin vor.

Zum ersten Mal werden Wohnungen in Bayern gezählt

Insgesamt werden beim Zensus 2022 etwa 2,3 Millionen Haushalte und vier Millionen Hauseigentümer bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt. Die Erhebung von Wohnraum im Freistaat sowie der Höhe der Mieten wird zum ersten Mal durchgeführt und läuft nur schriftlich. Die Online-Zugangsdaten dafür werden ab dem 9. Mai versandt. Die gesammelten Daten laufen bei 94 Erhebungsstellen im Freistaat zusammen, für die rund 20.000 Interviewerinnen und Interviewer tätig sind.

Zensus-Daten Grundlage für politische Entscheidungen

Die erhobenen Daten sollen Bund, Ländern und Kommunen dazu dienen, politische Entscheidungen zu treffen, etwa bei der Einteilung der Wahlkreise oder im sozialen Wohnungsbau. So hatte Bayern etwa nach dem Zensus 2011 einen Wahlkreis hinzugewonnen, weil die Volkszählung ein Bevölkerungswachstum ergeben hatte. Die Daten aus den Einwohnermeldeämtern reichten für solche Entscheidungen nicht aus, hieß es aus dem Landesamt für Statistik

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