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Verdi kündigt Warnstreiks in sieben Postbank Filialen an. Der Druck auf das zum Deutsche-Bank-Konzern gehörende Unternehmen soll erhöht werden.

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    Warnstreiks bei sieben Postbank-Filialen in Bayern

    Von den bundesweiten Warnstreiks bei der Postbank sind am Freitag (14.01.) auch Standorte im Freistaat betroffen. Laut Verdi Bayern sind Beschäftigte in Filialen in München, Nürnberg und Landshut aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

    Von
    Birgit HarprathBirgit HarprathNorbert BauerNorbert Bauer
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    Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will nach einer ergebnislos verlaufenen ersten Tarifrunde für die rund 15.000 Beschäftigten der Postbank ihre Warnstreiks ausweiten. Nachdem es bereits am Donnerstag (13.01.) in München erste Warnstreikaktionen gegeben hat, sollen diese am Freitag (14.11.) auf weitere Filialen in Bayern ausgeweitet werden. Betroffen sind demnach jeweils drei Filialen der Postbank in Nürnberg und München und eine in Landshut.

    Auch Postfilialen könnten betroffen sein

    Auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks rechnet die Gewerkschaft damit, dass die Schalter an diesen sieben Standorten geschlossen bleiben – es sei denn, der Arbeitgeber könne mit Beamten gegensteuern. Die sind nach wie vor bei der Tochter der Deutschen Bank im Dienst. Die Warnstreiks treffen auch die Kunden der Post. Das Geldhaus wickelt im Auftrag die Dienste des Logistikkonzern in seinen Filialen mit ab.

    Verdi fordert u.a. sechs Prozent mehr Gehalt

    Der Druck auf das Unternehmen soll bis zur kommenden zweiten Verhandlungsrunde am 22. Februar weiter erhöht werden. Die Arbeitsniederlegungen finden aufgrund der aktuellen Pandemielage als "Home-Office-Streiks" statt, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

    Verdi war mit der Forderung nach sechs Prozent, mindestens aber 180 Euro mehr Gehalt, in die Verhandlungen gegangen. Daneben will die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro sowie eine unbefristete Übernahme für Auszubildende nach Abschluss der Lehre. Zudem pocht die Gewerkschaft auf einen Ausgleich für pandemiebedingte Provisionseinbußen und einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit.

    Die Postbank legte beim ersten Treffen am Verhandlungstisch noch kein Angebot vor. Es gebe aber nur geringen Spielraum, hieß es.

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