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Dürfen die Gäste kommen oder nicht? Müssen die Zimmer leer bleiben oder nicht? Touristiker im Bayerischen Wald sind verunsichert, was die geplante Öffnung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Bayern angeht. Sie fordern klare Ansagen.

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Pfingsturlaub im Bayerischen Wald? Regeln weiter unklar

Dürfen die Gäste kommen oder nicht? Müssen die Zimmer leer bleiben oder nicht? Touristiker im Bayerischen Wald sind verunsichert, was die geplante Öffnung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben in Bayern angeht. Sie fordern klare Ansagen.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Touristiker im Bayerischen Wald beklagen die große Rechtsunsicherheit, die momentan noch immer vor der geplanten Öffnung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben ab dem 21. Mai, also am Freitag, besteht.

Was bedeutet "stabile Inzidenz"

Betroffen sind vor allem die Landkreise, die erst seit Kurzem bei der 7-Tage-Inzidenz unter 100 gerutscht sind, zum Beispiel die Landkreise Regen und Cham. Die Regener Landrätin Rita Röhrl (SPD) kritisiert, dass noch immer nicht klar ist, was "stabile Inzidenz unter 100" bedeutet, also nach welchen Kriterien die Landratsämter über die Öffnung entscheiden sollen. Letztendlich sei noch immer nicht klar geregelt, ob die Gäste nun am 21. oder 22. Mai kommen dürfen.

Verwirrende Lage

Der Tourismuschef von Bodenmais Marco Felgenhauer vermisst das versprochene Rahmenkonzept der bayerischen Staatsregierung für die Beherbergungsbetriebe. "Bei uns in der Tourist-Info laufen die Telefone heiß, weil Gäste und Gastgeber nachfragen", so Felgenhauer, und man keine wirklich verbindliche Auskunft geben könne.

Der Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostbayern Michael Braun geht zwar davon aus, dass ein Landkreis 7 Tage in Folge unter 100 liegen muss und dann am 8. Tag öffnen darf. Aber Details müssten dazu tatsächlich erst noch kommen. Auch Braun spricht von einer "aktuell sehr verwirrenden Lage" für Gäste und Gastgeber bei den bisherigen Vorgaben der bayerischen Staatsregierung.

"Ständiges Auf und Zu nicht machbar"

In anderen Tourismusländern wie etwa Österreich, die nun öffnen, seien die Regeln, auch für die Tests, einfacher. Andreas Brunner, Hotelier im Landkreis Cham und Kreisvorsitzender des Hotel-und Gaststättenverbands, hofft ebenfalls auf klarere Vorgaben. Gerade für die Hotels sei es aufwendig, das Haus mit Personal, Wareneinkauf und allem, was daran hängt, hochzufahren. Ein ständiges "Auf und Zu" sei deshalb nicht machbar. Es brauche klare Regeln, auch dazu, wann Hotels wieder schließen müssen, wenn die Inzidenz in einem Landkreis nach der Öffnung wieder über 100 klettern sollte. So sei zum Beispiel unklar, wann der Hotelier dann seine Gäste wieder heimschicken muss.

Gesundheitsministerium will "großzügig" vorgehen

Viele Hotels entscheiden erst noch, ob sie überhaupt schon an Pfingsten aufmachen, so Brunner. Auch im Landkreis Regen öffnen etliche große Hotels und auch ein großer Campingplatz erst am 28. Mai oder noch später.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte an, bei der Beurteilung der "stabilen Inzidenz unter 100" werde sein Haus "großzügig" vorgehen. "Wir werden jetzt sagen: Fünf Tage stabile Inzidenz und am siebten Tag - in Richtung jetzt auf das Pfingstwochenende - kann geöffnet werden". Bisher waren Öffnungen am achten Tag vorgesehen.

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