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Eine Regenbogenfahne in der Südkurve des Münchner Stadions als Zeichen gegen Diskriminierung.

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    München: Vor EM-Spiel gegen Ungarn mit Regenbogen Zeichen setzen

    Die Deutsche Nationalelf trifft kommenden Mittwoch auf Ungarn. Der Münchner Stadtrat bittet Oberbürgermeister Reiter deshalb, bereits heute eine Beflaggung des Rathauses mit Regenbogenfahnen anzuordnen. Auch die Arena soll bunt leuchten.

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    Von
    • Christine Gaupp

    Anlässlich des EM-Spiels der Deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn kommenden Mittwoch will die Stadt München ein Zeichen setzen gegen Homophobie - für eine bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft. In einem von allen Fraktionen des Stadtrats eingebrachten Antrag, der kommenden Mittwoch beschlossen werden soll - was als reine Formsache gilt - heißt es, der Stadt sei es wichtig, "ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI-Community in Ungarn zu setzen, die unter der aktuell verschärften homo- und transphoben Gesetzgebung der Ungarischen Regierung zu leiden hat“.

    Ungarn hatte mit der Verabschiedung homophober Gesetze vor einigen Tagen europaweit für Empörung gesorgt.

    Stadtrat: Sichtbar für Toleranz und Gleichstellung einsetzen

    Die Landeshauptstadt München, so der Antrag, solle an die UEFA, den DFB, den Bayerischen Fußballverband, die Fußballvereine und alle Fußballfans in München appellieren, sich aus Anlass der EURO 2020 mit deren medialer Reichweite nachdrücklich und sichtbar für Toleranz und Gleichstellung einzusetzen. Oberbürgermeister Reiter wird in dem Antrag gebeten, bereits heute eine Beflaggung des Rathauses mit Regenbogenfahnen anzuordnen und sich bei der UEFA dafür einzusetzen, dass die "Fußball Arena München" am Abend des Spiels in Regenbogenfarben leuchtet.

    Wie Markus Villevoye, Sprecher der Stadtratsfaktion Die Grünen/Rosa Liste auf BR-Anfrage erklärte, ist für die Beflaggung und den Appell an die Fußballverbände der OB zuständig. Wann der dem Antrag nachkomme werde, sei aber noch unklar.

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