BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk/Federico Gambarini
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Federico Gambarini

Neuer trägt Regenbogen-Kapitänsbinde beim EM-Spiel gegen Frankreich

4
Per Mail sharen

    Neuer trägt Regenbogen-Kapitänsbinde - auch gegen Ungarn?

    Im EM-Spiel gegen Frankreich setzt Manuel Neuer abermals ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz. In sozialen Netzwerken wird spekuliert, ob er die Regenbogen-Kapitänsbinde auch gegen Ungarn trägt. Das Land geht gezielt gegen Homosexuelle vor.

    4
    Per Mail sharen
    Von
    • BR24 Redaktion

    Deutschland steht nach dem ersten EM-Spiel schon unter Druck: 0:1 hieß es am Ende gegen Frankreich. Manuel Neuer war beim Eigentor von Mats Hummels machtlos.

    Was vielen Fans der DFB-Elf darüber hinaus beim Nationaltorwart auffiel: Der Kapitän trug keine Armbinde in Schwarz-Rot-Gold, sondern eine Regenbogen-Kapitänsbinde. Die Regenbogenfahne ist ein Symbol der Schwulen- und Lesbenbewegung, Neuer bekundete damit seine Unterstützung.

    Der Keeper hatte bereits am 7. Juni im Vorbereitungsspiel gegen Lettland die Regenbogen-Binde getragen. Der Juni ist für die LGBTQ-Gemeinde der "Pride Month" (Monat des Stolzes), in dem sie rund um den Globus ihre Identität zelebrieren und für ihre Rechte demonstrieren.

    "Mia san bunt"

    Aber auch beim FC Bayern setzte Manuel Neuer schon ein solches Zeichen für Vielfalt und Toleranz. "Mia san bunt", betonte Vereinspräsident Herbert Hainer zu Jahresbeginn, als auch das Münchner Stadion in den Regenbogenfarben erleuchtete. Auch andere Bundesliga-Klubs und der DfB zeigten sich mit Aktionen solidarisch mit der LGBTQ-Gemeinde.

    In den sozialen Netzwerken wurde während des EM-Spiels auch über die Armbinde Neuers diskutiert. Von vielen Twitter-Usern gab es Lob:

    Trägt Neuer die Regenbogen-Binde gegen Ungarn?

    Einige Twitter-User forderten, dass Neuer auch beim EM-Spiel gegen Ungarn die Regenbogen-Kapitänsbinde trägt. Das Land steht international in der Kritik, weil es Homosexuelle und Transsexuelle kriminalisiert.

    Erst kürzlich hat die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban ein Gesetz beschlossen, das Kritiker als homophob und menschenverachtend verurteilen. Durch das Gesetz ist es etwa verboten, unter 18-Jährigen Inhalte zugänglich zu machen, die Homosexualität, Transsexualität oder Geschlechtsumwandlungen in positivem Licht darstellen.

    Am Montagabend demonstrierten Tausende vor dem Parlament in Budapest gegen das Vorhaben - am Mittwoch wurde es dessen ungeachtet vom Parlament beschlossen. Die EU droht mit einer Kürzung der Zahlungen an Ungarn.

    Mehrere User schlagen angesichts der Situation in Ungarn vor, dass sogar das gesamte DFB-Team mit Regenbogenfarben ein Zeichen setzten soll. Doch nicht alle halten dies für eine gute Idee, wie etwa dieses Mitglied in der Jungen Union:

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!