Dr. Claudia Strößner und Michael Haber stellen die Kriminalitätsstatistik 2022 vor
Bildrechte: BR/Christoph Scheule

Das Fazit der Kriminalitätsstatistik 2022: Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West leben die Menschen vergleichsweise sicher.

    Kriminalstatistik Schwaben Süd: "eine der sichersten Regionen"

    Wer im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wohnt, lebt vergleichsweise sicher. Die neue Kriminalitätsstatistik zeigt einen Rückgang bei den meisten Delikten. Allerdings nicht bei den Sexualstraftaten und der digitalen Kriminalität.

    Während der Pandemie-Zeiten sind viele Verbrechensraten im südlichen Schwaben zurückgegangen, Beispiel: Wohnungseinbrüche. Denn die Menschen waren zwangsläufig öfter zu Hause. Das zeigt die Kriminalstatistik für das Jahr 2022, die heute das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verkündet hat. Aber auch, wenn man die Daten mit der Zeit vor Corona vergleicht, ist die Zahl der Straftaten laut Polizei in fast allen Deliktbereichen zurückgegangen.

    Weniger Straftaten im südlichen Schwaben

    Die Zahl aller Straftaten im Jahr 2022 war zwar mit 39.153 relativ hoch, verglichen mit 2021. Vergleicht man sie aber mit 2019, also dem Jahr vor Corona, sind sie nach Polizeiangaben gesunken. Die statistische Häufigkeit, Opfer einer Straftat im Bereich des Polizeipräsidiums Süd/West zu werden, sank um 2,5 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Durchschnitt in Bayern. "Damit leben unsere Bürgerinnen und Bürger weiterhin in einer der sichersten Regionen Deutschlands", sagte dazu die Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner.

    Deutlich mehr Sexualstraftaten im südlichen Schwaben

    Eine deutliche Steigerungen gab es allerdings bei den Sexualstraftaten. Im Vergleich zu 2019 lag das Plus bei mehr als 120 Prozent. Der Großteil fiel dabei auf den Besitz und die Verbreitung von "Kinderpornografischen Schriften". Die meisten Tatverdächtigen waren dabei Kinder und Jugendliche, die oft aus Neugier und Unwissenheit über die Strafbarkeit, solche Fotos oder Videos auf ihren Smartphones speichern oder weiterschicken. Dem will das Polizeipräsidium Süd/West mit weiterer Aufklärung an Schulen und bei den Eltern entgegenwirken.

    "Kinderpornografie im Klassenchat" wird ein zunehmendes Problem

    Starker Anstieg bei "digitaler Kriminalität"

    Sorgen bereitet den Beamten auch die rasante Entwicklung der "digitalen Kriminalität", also Internet- und Smartphone-Straftaten. Beispiel "Callcenterbetrug": Obwohl seit Jahren intensiv vor "Enkeltrick-Betrüger" oder "Schockanrufen" gewarnt wird, stiegen die Fallzahlen um 218 Prozent gegenüber 2021 auf eine Schadenssumme von fast 3 Millionen Euro. Besonders abschreckend war dieses Beispiel: Ein erfolgreicher Betrug bei dem die Täter Schmuck, Gold und Bargeld im Wert von mehr als 600.000 Euro erbeutet haben.

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