Nachwuchs bei den Stachelschweinen im Hofer Zoo.

Der Hofer Zoo strebt wegen gestiegener Energiekosten die baldige CO2-Neutralität an. Dem Stachelschwein dürfte aber nicht kalt werden.

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    Hofer Zoo muss Energie sparen: Tiere ziehen ins Savannenhaus

    Hofer Zoo muss Energie sparen: Tiere ziehen ins Savannenhaus

    Der Zoologische Garten Hof will so schnell wie möglich CO2-neutral werden. Preissteigerungen bei Gas und Strom zwingen Oberfrankens einzigen Zoo dazu. Die Tiere rücken nun zusammen - im Savannenhaus, wo es am wärmsten bleibt.

    Oberfrankens einziger Zoo will bald CO2-neutral werden. Diese Ziel rief Zooleiter David Pruß am Donnerstag im Zuge eines Besuches der Landtagsabgeordneten Ursula Sowa (Grüne) aus. Die steigenden Energiekosten zwingen ihn dazu. In den kommenden Monaten sollen nun Konzepte erarbeitet werden, wie das Ziel möglichst schnell erreicht werden kann.

    Pumpe im Waschbärenteich läuft mit Sonnenkraft

    Manche Maßnahmen sind bereits erfolgreich umgesetzt worden. Zum Beispiel wird die Pumpe des Waschbärenteichs mit Solarenergie betrieben. Im August habe man den Stromverbrauch um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduziert, sagte Pruß im Gespräch mit dem BR.

    Mehrkosten sind kaum zu stemmen

    Hintergrund der angestrebten CO2-Neutralität sind auch die zu erwartenden Preissteigerungen bei der Gasversorgung. Allein bis März 2023 rechnet der Zoo Hof mit Mehrkosten von etwa 55.000 Euro. Dies aus eigener Kraft zu stemmen werde "schwer, wenn nicht sogar unmöglich", so Pruß. Bereits jetzt sieht ein Sparkonzept für den Winter teils drastische Einsparungen vor: Nur noch das Savannenhaus soll dann annähernd auf seine normale Temperatur geheizt werden, auch dort werde die Temperatur jedoch heruntergeregelt. Andere Tiere sollen über die kalten Monate in dieses Gebäude umgesiedelt werden. "Das ist für die Kronenkraniche zum Beispiel ärgerlich", so Pruß, "aber im Frühling können sie in ihre gewohnte Umgebung mit Außengehege zurückkehren."

    So warm wie nötig, so kalt wie möglich

    Zooleiter Pruß sprach von einer "Wärmetriage": Alle Gebäude, auf deren Beheizung verzichtet werden kann, sollen nicht beheizt werden. Ansonsten werde die Temperatur in Abstimmung mit Tierärzten auf das Minimum dessen reduziert, was für die jeweiligen Tiere noch im Wohlfühlbereich liegt.

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