Kapitän Claus-Peter Reisch steht auf dem Deck des Rettungsschiff «Eleonore». Die «Eleonore» hat am 26.08.2019 rund 100 Migranten vor der libyschen Küste aufgenommen.
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Seenotretter Claus-Peter Reisch

    Gericht entscheidet über Bußgeld für Seenotretter Reisch

    Claus-Peter Reisch aus Landsberg am Lech ist bekannt für seine spektakulären und oft umstrittenen Seenotrettungsaktionen im Mittelmeer. In Italien soll er ein Bußgeld von 300.000 Euro zahlen. Heute findet in Ragusa die Berufungsverhandlung statt.

    Claus-Peter Reisch soll die 300.000 Euro bezahlen, weil er 104 Migranten nach Sizilien gebracht hat. Trotz einer Hafensperrung, die der damalige Innenminister Matteo Salvini verhängt hatte. Reisch hatte die Strafe nicht akzeptiert.

    Einfahrt in Hafen wegen starken Gewitters

    Reisch und die Flüchtlinge hatten 2019 eine Woche auf See verbracht, auf weniger als 50 Quadratmetern Deckfläche. Die Einfahrt in den Hafen erfolgte laut Reisch während eines starken Gewitters.

    Der in Landsberg am Lech lebende Reisch wurde zu dem Verhandlungstermin nach eigenen Angaben nicht geladen, jedoch seien seine beiden Anwälte vor Ort.

    Reisch will in nächste Instanz

    Er werde auf jeden Fall in die nächste Instanz gehen, sollte das Gericht seinen Einspruch gegen die 300.000 Euro Bußgeld ablehnen, sagte er dem BR. Reisch steht nicht das erste Mal vor Gericht. In Malta wurde ihm auch schon der Prozess gemacht.

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