Coronavirus - Mikroskopische Aufnahme
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Coronavirus - Mikroskopische Aufnahme

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    Corona-Ticker Schwaben: Hohe Infektionszahlen im Oberallgäu

    Corona-Ticker Schwaben: Hohe Infektionszahlen im Oberallgäu

    Hohe Infektionszahlen im Oberallgäu, Appell an Schulen und Kitas. Landesamt für Gesundheit: 675 neue Corona-Infektionen in Schwaben. Landkreis Augsburg passt Kontaktnachverfolgung an. Die Corona-Entwicklungen im Live-Ticker.

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Schwaben

    • Viele Infektionen im Oberallgäu: Appell an Schulen und Kitas
    • Landesamt für Gesundheit: 675 neue Corona-Infektionen in Schwaben
    • Landkreis Augsburg: Gesundheitsamt passt Kontaktnachverfolgung an
    • Corona-Ausbruch in JVA Gablingen: zu wenig Insassen geimpft?
    • 37 Infizierte in Königsbrunner Schule
    • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier

    Corona-Neuinfektionen in Schwaben pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in Schwaben

    13.34 Uhr: Infektionen im Oberallgäu: Appell an Schulen und Kitas

    Nach dem starken Anstieg der Infektionszahlen insbesondere in Kindergärten und Schulen verstärkt das Gesundheitsamt Oberallgäu seine Teams mit zusätzlichem Personal aus dem Landratsamt. Aus jeder Abteilung werde dafür Personal bereitgestellt, so ein Sprecher zum BR.

    Im Oberallgäu liegt (Stand 22.10) die Inzidenz bei 208,56 (LGL) das ist weit über dem schwäbischen Durchschnitt von 156,8 (Stand: 22.10.)

    Die Mitarbeitenden im Gesundheitsamt arbeiten schnellstmöglich alle Fälle nacheinander ab, so das Landratsamt weiter. Dies könne bei der aktuellen Menge etwas Zeit in Anspruch nehmen. In einem Schreiben werden die Schulleiterinnen und Schulleiter und auch die Leitungen der Kitas gebeten, die Eltern und auch die Schüler darüber zu informieren. Mit der Reduktion der Kontakte könne jede/r einen wertvollen Beitrag zur Reduktion der Infektionszahlen leisten. Betroffene sollten sich achtsam verhalten und unbedingt die Quarantäne einhalten, wenn diese angeordnet wurden.

    Samstag ,23. Oktober 2021

    19.30 Uhr: Landkreis Augsburg: Gesundheitsamt ändert Kontaktnachverfolgung

    Nachdem auch im Landkreis Augsburg die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder deutlich ansteigt, passt das Gesundheitsamt nun sein Kontaktpersonenmanagement an. Das teilt das Landratsamt heute mit. Das Gesundheitsamt folge damit einer Empfehlung des Bayerischen Gesundheitsministeriums, das dazu rät, das Informieren von Kontaktpersonen auf den sogenannten „Quellefall“ zu übertragen. Konkret heißt das, dass positiv getestete Personen im Landkreis Augsburg künftig dazu angehalten sind, ihre engen Kontakte direkt selbst über ihr Infektionsrisiko zu informieren. Eine Quarantäneanordnung ist damit nicht verbunden. Dem Gesundheitsamt werde durch diese Regelung aber die zeitaufwendige Ermittlung von Kontaktdaten erspart, so das Landratsamt. So könnten sich die Mitarbeiter auf Situationen mit hohem Übertragungspotenzial oder mit einer Beteiligung von Risikogruppen konzentrieren. Bei positiven Corona-Fällen in Schulen oder Kitas werde sich das Gesundheitsamt künftig direkt mit den Einrichtungen in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen abstimmen. Danach erhalten die Betroffenen alle wichtigen Informationen direkt über die Einrichtung. Kontaktpersonen von nachgewiesenen Corona-Fällen, die nicht bereits genesen oder geimpft sind oder die Symptome entwickelt haben, werden gebeten, sich schnellstmöglich beim Gesundheitsamt zu melden.

    17.00 Uhr: 675 neue Corona-Infektionen in Schwaben

    Das Landesamt für Gesundheit meldet 675 neue Infektionen mit dem Coronavirus im Regierungsbezirk Schwaben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 156,8. Weitere drei Menschen im Regierungsbezirk sind an oder mit Covid-19 gestorben.

    14.30 Uhr: 22 Insassen der JVA Gablingen an Corona erkrankt

    In der Justizvollzugsanstalt Gablingen sind derzeit 22 Gefangene an Corona erkrankt. Das hat die Anstaltsleitung auf Anfrage des BR mitgeteilt. Bei zwei Mitarbeitern fielen die Corona-Tests positiv aus. Derzeit ist die JVA nicht vollbelegt, aktuell gibt es 531 Gefangene bei insgesamt 609 Haftplätzen. Eine Anfrage der Grünen im Landtag hatte ergeben, dass die Impfquote in den bayerischen Anstalten höchst unterschiedlich ausfällt, sie reiche von 28 Prozent bis 100 Prozent. Insgesamt liege die Impfquote aber deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von rund 76 Prozent, kritisiert die grüne Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht aus Augsburg.

    11.45 Uhr: Corona-Ausbruch an Königsbrunner Grundschule – 37 positive Tests

    Das Gesundheitsamt des Landkreises Augsburg hat weiter mit einem Corona-Ausbruch an der Grundschule Königsbrunn-Süd zu tun. Laut Landratsamt sind inzwischen 37 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 35 davon sind Schülerinnen oder Schüler, zwei sind Lehrkräfte. Die Symptomatik sei dabei sehr unterschiedlich: Manche zeigen laut Gesundheitsamt keine Symptome, andere dagegen starke. Ein klares Muster sei nicht zu erkennen. Ob die beiden Lehrkräfte gegen das Virus geimpft waren – es sich also um einen Impfdurchbruch handelt – möchte das Gesundheitsamt aus Datenschutzgründen nicht bekannt geben. Wie es mit den Schutzmaßnahmen weitergeht, hängt laut Landratsamt von der jeweiligen Klasse ab. Teilweise war eine Quarantäne für die Klassen verhängt worden oder eine Maskenpflicht im Unterricht. In manchen Klassen werden die Maßnahmen in der kommenden Woche fortgesetzt, so das Landratsamt, in anderen laufen sie aus – je nachdem, ob ein Corona-Fall nachgewiesen wurde oder nicht.

    11.38 Uhr: Krankenhäuser Dillingen/Wertingen: Corona-Lage "kritisch"

    Auf Grund der steigenden Corona-Zahlen bereiten sich die Kreiskliniken Dillingen/Wertingen derzeit auf mehr Covid-19 Patienten vor. Die vierte Welle sei bereits da und nehme an Stärke zu, so Geschäftsführerin Sonja Greschner zum BR. Die Lage sei kritisch. "Wir werden uns wieder vermehrt mit Corona-Patienten beschäftigen müssen", so Greschner. Gleichzeitig wolle man aber sicherstellen, dass auch die Versorgung der Nicht-Corona-Patienten gewährleistet sei. Dadurch, dass das Wertinger Krankenhaus ein Schwerpunktkrankenhaus sei, könnte es bei weiter steigenden Zahlen bald auch wieder Änderungen bei den Besuchsregeln geben. Die Inzidenz im Landkreis Dillingen liegt heute bei 140, gestern lag sie noch bei 129.

    Freitag 22. Oktober 2021

    19.15 Uhr: Drei weitere Bundeswehrsoldaten unterstützen im Meringer Pflegezentrum

    Nach einem Corona-Ausbruch im Meringer Pflegezentrum der Johanniter sind bereits seit Dienstag drei Pflege- und Funktionsdiensthelfer der Bundeswehr in diesem Heim im Einsatz, jetzt kommen drei weitere Kräfte hinzu. Nach dem Coronaausbruch hatte sich die medizinische und personelle Situation im Lauf der Woche dort weiter zugespitzt, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Aichach-Friedberg. Alle sechs Soldaten kommen vom Sanitätsregiment 3 "Alb-Donau" in Dornstadt. Die Bewilligungen gelten bis 31. Oktober.

    15.34 Uhr: Corona bremst öffentliche Bibliotheken in Schwaben aus

    Die öffentlichen Büchereien in Augsburg haben aktuell so wenig Personal, dass einige Stadtteilbibliotheken geschlossen bleiben müssen. Der Grund ist ein stadtinterner: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliotheken müssen im Gesundheitsamt aushelfen, um die Corona-Nachverfolgung zu gewährleisten. Deshalb ist laut Bücherei-Webseite neben der Filiale in Göggingen auch die Stadtteilbücherei Lechhausen bis auf Weiteres geschlossen. In Haunstetten und Kriegshaber gelten eingeschränkte Öffnungszeiten. Nur die zentrale Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz hat täglich außer Sonntag geöffnet.

    13.05 Uhr: Wemdinger Impfskandal: Zwei Drittel der Getesteten haben keine Corona-Antikörper

    Nach mutmaßlich falsch ausgestellten Impfbescheinigungen einer Hausarztpraxis in Wemding (Lkr. Donau-Ries) haben zwei Drittel der insgesamt 300 getesteten Patienten keine Covid-19-Antikörper im Blut. Das teilte das Landratsamt Donau-Ries dem BR mit. Fehlende Antikörper sind kein sicherer, aber ein deutlicher Hinweis auf eine nicht durchgeführte Corona-Impfung.

    10.32 Uhr: Nachfrage nach Corona-Impfungen im Impfzentrum Bad Wörishofen zieht an - Sonderimpftag

    Die Nachfrage nach Corona-Impfungen im Impfzentrum Bad Wörishofen zieht an. Das hat das Landratsamt Unterallgäu mitgeteilt. Die Einrichtung verzeichne aktuell rund 20 Prozent mehr Besucherinnen und Besucher – darunter laut Mitteilung auch wieder mehr Menschen, die sich zum ersten Mal impfen lassen. Die Unterallgäuer Koordinierungsärztin Dr. Carola Winkler appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, sich spätestens jetzt, zur kalten Jahreszeit, mit einer Impfung vor Covid-19 zu schützen.

    Sich impfen lassen sollten laut Mitteilung auch alle Genesenen, deren Corona-Infektion schon ein halbes Jahr her ist. "Der Genesenen-Status gilt nur sechs Monate nach einem positiven Test", erklärt Winkler. Spätestens dann müsse eine einmalige Impfung gegen Covid-19 erfolgen, um auch noch unter die 3G-Regel zu fallen. Am Samstag, 30. Oktober, findet ein Sonderimpftag statt. Das Impfzentrum ist an diesem Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Man benötigt keinen Termin.

    10.15 Uhr: Mehr Corona-Patienten am Klinikum Memmingen

    Die Anzahl an Corona-Patienten am Klinikum Memmingen ist deutlich gestiegen. Das geht aus der täglichen Lage-Meldung des Krankenhauses hervor. Demnach gibt es momentan 19 Corona-Patienten am Klinikum, 17 davon auf der normalen Station, zwei auf der Intensivstation. Vermutlich habe ein Mitarbeiter mehrere Patientinnen und Patienten mit dem Coronavirus angesteckt, teilte die Klinik mit. Die Patientinnen und Patienten zeigen überwiegend keine und im Einzelfall nur geringe Symptome, auch dank eines hohen Anteils geimpfter Personen, wie es vom Klinikum heißt. Die entsprechende Station sei zu einer Corona-Station umgewandelt worden und stehe unter Quarantäne. In der Mitteilung gestern war noch die Rede von insgesamt sieben Corona-Patienten, fünf davon auf der normalen Station, zwei auf der Intensivstation. Laut Mitteilung ist heute und gestern niemand im Zusammenhang mit Corona gestorben.

    Donnerstag, 21. Oktober 2021

    6.30 Uhr: Erstmals wieder Präsenzlehre an der Uni Augsburg

    Am Montag, 18.10., beginnen an der Universität Augsburg die Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2021/22 mit mehr Präsenz-Veranstaltungen als im vergangenen Semester. Die Präsidentin der Universität, Sabine Doering-Manteuffel, sagte laut den Internetseiten der Uni dazu: "Wir freuen uns, dass wir nach langer Zeit endlich wieder mehr Präsenz auf unserem Campus haben." Laut dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre, Markus Dresel, findet die Präsenzlehre vor allem in den Workshops und Seminaren statt: "Um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden und die Sicherheit aller zu gewährleisten, bleiben aber auch digitale Formate erhalten", so Dresel.

    Auf dem Campus der Universität Augsburg und auch an allen anderen Standorten der Uni gilt laut den Internetseiten das 3G-Prinzip. Beschäftigte der Uni sind davon ausgenommen. 3G-Prinzip heißt, dass Personen geimpft, genesen oder getestet sein müssen. Ein PCR-Test darf dabei bis zu 48 Stunden alt sein, ein Schnelltest höchstens 24 Stunden, Selbsttests werden nicht akzeptiert.

    Für die 3G-Kontrolle, die der Freistaat Bayern für die Universitäten vorsieht, hat die Uni einen Sicherheitsdienst engagiert. Er wird zu den Stoßzeiten die Eingänge und stichprobenartig auch die Gebäude kontrollieren. Es gilt grundsätzlich eine OP-Maskenpflicht in den Gebäuden. Wenn der Abstand von 1,5 Metern eingehalten wird, kann die Maske am Platz abgenommen werden.

    6.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz in Schwaben bei 106,4

    In Schwaben haben sich am Wochenende 381 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das meldet das zuständige Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL Bayern). Insgesamt haben sich in der vergangenen Woche 2.028 Menschen angesteckt. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 106,4. 1.910 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. Die Krankenhausampel steht bayernweit auf Grün.

    Montag, 16. Oktober 2021

    Den Corona-Ticker Schwaben der Vorwoche finden Sie hier.