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Corona-Ticker Oberpfalz: Polizei ahndet zahlreiche Verstöße | BR24

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Bildrechte: dpa/Robert Michael

Symbolbild Polizei und Corona

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    Corona-Ticker Oberpfalz: Polizei ahndet zahlreiche Verstöße

    In und rund um Amberg hat die Polizei zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen ahnden müssen. Schulen bleiben ab Montag in vielen Landkreisen bis auf die Abschlussklassen in Distanzunterricht. Mehr News aus der Oberpfalz im Ticker:

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    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus der Oberpfalz

    Corona-Neuinfektionen in der Oberpfalz pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in der Oberpfalz

    9.13 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Beschränkungen in und rund um Amberg

    Am Wochenende hat die Polizei in und rund um Amberg schon zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen ahnden müssen. Alleine zwischen Freitagmittag und Sonntagvormittag wurden im Stadtgebiet Amberg 33 Verstöße festgestellt. In den meisten Fällen waren Personen ohne den vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz in der Innenstadt unterwegs. Mehrere Male wurde auch verbotenerweise Alkohol getrunken. Auch gegen die Ausgangssperre ab 22 Uhr wurde mehrmals verstoßen.

    In Hohenburg wurde am Samstagabend eine private Feier mit vier Personen aus unterschiedlichen Haushalten aufgelöst. Alle Teilnehmer wurden angezeigt. Bei einer Kontrolle in Hirschau wollten vier junge Personen flüchten, als sie kurz vor Mitternacht von der Polizei vor einem Anwesen kontrolliert werden sollten. Ein 16-Jähriger konnte nach einer kurzen Flucht festgehalten werden. Seine Freunde wollte er nicht nennen - er wurde angezeigt.

    Sonntag, 14. März 2021

    7.10 Uhr: Landkreis Schwandorf mit höchster Inzidenz in der Oberpfalz

    Der Landkreis Schwandorf liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz jetzt bei 206. Schwandorf ist der einzige Landkreis in der Oberpfalz mit einem Wert über 200. Bundesweit zählt Schwandorf zu den zehn meistbetroffenen Landkreisen. In allen Schularten und Jahrgangsstufen findet auch ab Montag Distanzunterricht statt - mit Ausnahme der Abschlussklassen. Soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, sind sie im Präsenzunterricht, ansonsten im Wechselunterricht. Für das im Refugium Pflegeheim in Neunburg vorm Wald gilt ein Aufnahme- und Besuchsstopp. Hier wurden drei Mitarbeiter und vier Bewohner positiv getestet. Ein Covidbereich mit Schleuse wurde eingerichtet. Unauffällig verlief hingegen laut Landratsamt die Reihentestung im Barmherzige Brüder Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf.

    Freitag, 12.03.2021

    15.30 Uhr: Präsenz- bzw. Wechselunterricht für Abschlussklassen in Weiden

    Trotz hoher Corona-Infektionszahlen wird in der Stadt Weiden in allen Abschlussklassen ab Montag, 15. März wieder Präsenz- bzw. Wechselunterricht angeboten. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor. Konkret geht es dabei um die weiterführenden Schularten, nicht die Grundschulen, heißt es. Demnach soll Präsenzunterricht für ganze Klassen stattfinden, wenn der vorgesehene Unterrichtsraum groß genug ist, um den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten - andernfalls gibt es Wechselunterricht. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut (RKI) in der Stadt Weiden bei 191,8 (Stand: 11.03.).

    12 Uhr: Regensburg sorgt sich wegen hoher Inzidenz

    Die Corona-Infektionen in Regensburg sind sprunghaft angestiegen. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut heute bei über 100, am Vortag lag der Wert noch bei 63. Sollte der Wert am Freitag und am Samstag, also drei Tage hintereinander, noch die 100 Überschreiten, hat das Auswirkungen auf den Einzelhandel, so die Regensburger Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra. Somit entscheidet sich am Samstag, ob Geschäfte am Montag "Click & Meet" anbieten dürfen oder ob härtere Maßnahmen gelten, das sogenannte Click & Collect. Frisöre, Blumenläden, Buchhandlungen und Baumärkte dürfen jedoch unabhängig von der Inzidenz offenbleiben.

    Bereits am Freitag entscheidet sich, ob die Schulen in Präsenz- und Wechselunterricht übergehen können, so von Roenne-Styra. So wie der Inzidenzwert am Freitag sei, danach richten sich die Regelungen für die darauffolgende ganze Woche. Sollte der Wert über 100 sein, dürfen nur Abschlussklassen in Präsenzunterricht - alle anderen Klassen müssen in den Distanzunterricht. Kindergärten und Kitas gehen in einen Notbetrieb. Und bei einem Wert von über 100 würden auch wieder eine nächtliche Ausgangssperre und verschärfte Kontaktbeschränkungen in Regensburg gelten.

    Hans Fichtl, Pressesprecher am Regensburger Gesundheitsamt, teilt auf Anfrage des BR zu der hohen Inzidenz mit: "Es zeigt sich eine klare Tendenz nach oben, die aber nicht auf ein oder mehrere größere Ausbruchsgeschehen zurückzuführen ist. Dem bayernweiten Trend folgend ist vielmehr eine Zunahme der Fallzahlen bei den unter 60-jährigen Menschen zu beobachten, die auch für den Gesamtanstieg verantwortlich ist."

    Donnerstag, 11. März 2021

    16.15 Uhr: Zusätzlicher Impfstoff: Landkreis Tirschenreuth stockt Kapazitäten auf

    Der Landkreis Tirschenreuth will in den kommenden Tagen seine Impfkapazitäten aufstocken. Das hat Landrat Roland Grillmeier (CSU) angekündigt. Auf diese Weise sollen die zusätzlich für das Grenzland zugesagten Impfdosen möglichst schnell verimpft werden. Grillmeier begrüßte die zusätzliche Impfstoff-Lieferung. Es sei der richtige Weg, dort eine Art Riegel zu etablieren, so Grillmeier im Gespräch mit dem BR.

    Die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien sollen kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen. Das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer entsprechenden Mitteilung der EU angekündigt. Vertreter der Städte und Landkreise an der bayerisch-tschechischen Grenze hatten in den letzten Wochen mehrfach zusätzliche Hilfen für die besonders von der Coronapandemie betroffenen Grenzgebiete gefordert.

    Sollten die zugesagten Impfdosen zeitnah im Landkreis Tirschenreuth ankommen, werde die Kapazität des dortigen Impfzentrums nicht mehr ausreichen, so Grillmeier. Dort können täglich maximal etwa 500 Impfdosen verabreicht werden. Man habe deshalb unmittelbar Gespräche mit den Hausärzten aufgenommen, um diese bereits früher als vom Bund vorgesehen einbinden zu können.

    10.45 Uhr: Neue Fälle im Krankenhaus Schwandorf

    Im Barmherzige Brüder Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf sind neue Coronafälle festgestellt worden. Für den betroffenen Bereich wurde ein Aufnahmestopp und ein Besuchsverbot verhängt. Dies gilt so lange, bis alle Patienten einem Reihentest unterzogen wurden und die Lage neu bewertet wurde. Klinik-Mitarbeiter werden ebenfalls getestet. Zudem machen sie täglich vor Schichtbeginn einen Schnelltest. Die positiv getesteten Patienten wurden in den Covidbereich verlegt und werden dort unter vollständiger persönlicher Schutzausrüstung behandelt und versorgt.

    Offiziell beendet ist hingegen das Ausbruchsgeschehen und auch der damit verbundene Aufnahmestopp in der Asklepios Klinik Städtedreieck in Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf.

    Mittwoch, 10. März 2021

    19.00 Uhr: Oberpfalz erhält Rekordlieferung an Impfdosen

    In dieser Woche werden insgesamt 33.500 Impfdosen die Oberpfalz erreichen, so viele wie noch nie zuvor. Das teilt die Bezirksregierung mit. Die hohe Zahl an Impfdosen resultiere unter anderem aus einer Sonderzuweisung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege für die Städte und Landkreise, die eine Inzidenz von über 100 aufweisen. Damit werden den in der Oberpfalz von Corona-Neuinfektionen besonders betroffenen kreisfreien Städten Weiden und Amberg, sowie den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Cham und Schwandorf zusätzlich je 1.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

    "Wir freuen uns, dass jetzt insbesondere in den von der Corona-Pandemie aktuell stärker betroffenen Regionen in Bayern - und dazu zählen große Teile der Oberpfalz - mehr Impfstoff ankommt und die Menschen schneller geschützt werden können." Regierungspräsident Axel Bartelt

    In der Oberpfalz haben laut Regierung bisher rund 75.000 Personen (6,7 Prozent) eine Erstimpfung und rund 37.000 Personen (3,3 Prozent) eine Zweitimpfung erhalten. Nicht mitgezählt seien hier die durch die Krankenhäuser selbst durchgeführten Impfungen.

    16.02 Uhr: Initiative fordert Öffnungsperspektiven für Grenzland

    Drei Unternehmen aus dem Bayerischen Wald haben die Initiative "Ostbayern sieht Schwarz - Wir brauchen jetzt Perspektiven" gestartet. Das gaben sie heute in einer Pressemitteilung bekannt. Es handelt sich um die Unternehmensgruppe Frey in Cham, die mehrere Kauf-und Möbelhäuser in der Oberpfalz betreibt, um das Modehaus Garhammer in Waldkirchen im niederbayerischen Kreis Freyung-Grafenau und um das Glasunternehmen Joska in Bodenmais im Kreis Regen. Sie hatten schon letzte Woche einen gemeinsamen offenen Brief an die bayerische Staatskanzlei geschickt.

    Unter www.ostbayern-sieht-schwarz.de haben sie jetzt eine "Mitmachplattform für alle Menschen aus der Region" gegründet. Der ostbayerische Raum von Hof bis Passau sei durch seine Lage zum Corona-Hotspot Tschechien wie keine andere Region in Deutschland von hohen Inzidenzen betroffen, heißt es in der Pressemitteilung dazu. Bundes- und Landesregierung fokussierten sich ausschließlich auf diesen Inzidenzwert und würden so der ganzen Region die "so dringend benötigte Perspektive" nehmen. Davon seien wegen der geschlossenen Schulen und Homeoffice zahlreiche Familien betroffen. Auch Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie würden durch die jetzigen Regelungen "unverhältnismäßig stark belastet".

    Die Initiative fordert von der bayerischen Staatsregierung die Öffnung von Kitas und Schulen, um die Familien in Ostbayern zu entlasten, eine sofortige "Click and Meet"- Öffnung des gesamten Einzelhandels unter Berücksichtigung der Inzidenz ab 50 und eine Perspektive für Hotellerie, Gastronomie und den gesamten Tourismus in der Region.

    14:58 Uhr: Landkreis Neumarkt will Impfkapazitäten ausbauen

    Die Impfkapazitäten im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sollen in den kommenden Wochen stark ausgebaut werden. Das Landratsamt Neumarkt hat angekündigt, die Impfkapazitäten am Impfzentrum Loderbach mehr als verdoppeln zu wollen. Ab Mitte März sollen die Kapazitäten am Impfzentrum auf rund 500 Impfungen erhöht werden. Derzeit werden dort rund 200 Impfungen täglich vorgenommen. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass genügend Impfstoff vom Freistaat zur Verfügung gestellt wird.

    In Dietfurt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sollen außerdem ab Mitte März die Hausärzte bei den Impfungen mit einbezogen werden. Ab April soll in Neumarkt tageweise in der Großen Jurahalle Möglichkeiten zum Impfen geschaffen werden.

    Ab April sollen die Kapazitäten im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz soweit ausgebaut sein, dass täglich rund 1.100 Impfungen vorgenommen werden können.

    13:05 Uhr: Theater Regensburg erinnert mit Videoinstallation an Lockdown-Jahrestag

    Am 10. März 2020 fand im Theater Regensburg die letzte Vorstellung vor ausverkauftem Haus statt. Es folgte der erste Lockdown, an den das Theater genau ein Jahr später mit einer Videoinstallation erinnert: "Wir vermissen Sie" wird auf die Fassade projiziert. An den Fenstern wird pulsierendes Leben sichtbar, über die Außen-Lautsprecher tost Applaus auf. Das Theater Regensburg spielte 2020 noch kurz auf der Freilichtbühne im Thon-Dittmer-Palais, im Herbst 2020 gab es "coronataugliche" Inszenierungen mit kleinen Besetzungen, Hygienekonzepten und nur spärlich besetzten Reihen in den Spielstätten. Über 400 Vorstellungen wurden abgesagt.

    Dienstag, 09. März 2021

    17:20 Uhr: Grenzland-Abgeordnete fordern eigene Corona-Strategie

    Eine Gruppe von Abgeordneten aus der Oberpfalz und Oberfranken fordert eine eigene Strategie für die besonders von Corona betroffene Region nahe der Tschechischen Grenze. Die Landkreise bräuchten noch mehr Impfungen, Tests sowie Perspektiven für Familien und Handel, schreiben die sechs Abgeordneten in einem gemeinsamen Positionspapier. Die Europäische Union solle gezielt Impfstoff für die bayerisch-tschechische Grenzregion bereitstellen, heißt es in dem Papier. Mit mehr Corona-Tests könnte auch soziales und wirtschaftliches Leben trotz hoher Infektionszahlen ermöglicht werden.

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Montag bereits an, mehr Impfstoff in Corona-Hotspots umverteilen zu wollen, etwa an die Grenze zu Tschechien. Die Staatsregierung hatte schon 50.000 zusätzliche Impfdosen für die Grenzregion zugesagt. Tschechien hat derzeit EU-weit die höchste Neuinfektionsrate, sie ist gut zehnmal so hoch wie in Deutschland.

    10.00 Uhr: BLLV für rasche Impfung Oberpfälzer Lehrkräfte

    Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, hat sich für eine rasche Corona-Impfung von Lehrkräften ausgesprochen. Bei einer Online-Tagung des Bezirksausschusses Oberpfalz sagte sie, die Impfungen für alle Lehrer müssten in der gesamter Oberpfalz flächendeckend schnell erfolgen, denn noch immer gebe es hier große regionale Unterschiede in den Durchführungsmodalitäten. Fleischmann betonte außerdem, die Belastungsgrenzen von Lehrern seien schon lange überschritten: "Unter Bedingungen wie Lehrermangel, Distanzunterricht, Wechselunterricht, Gesundheitsschutz, Impfungen und vielen anderen Baustellen fordert der BLLV mehr Unterstützung und Anerkennung für Lehrerinnen und Lehrer."

    9.35 Uhr: Wenige Lockerungen in der Oberpfalz wegen hoher Inzidenzwerte

    In einigen Städten und Landkreisen darf der Einzelhandel wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist ein Corona-Inzidenzwert zwischen 35 und 50. In der Oberpfalz gibt es allerdings keine Region, die diese Voraussetzung erfüllt. Bei einem Inzidenzwert zwischen 50 und 100 darf der Einzelhandel Kunden nach Terminvereinbarung bedienen. Pro Kunde müssen aber 40 Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen, die Kunden müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Diese Lockerungen gelten in der Oberpfalz in Stadt und Landkreis Regensburg sowie im Landkreis Neumarkt. Auch der Buchhandel in Bayern darf wieder öffnen und zwar unabhängig von der jeweiligen Sieben-Tage-Inzidenz. Bücher zählen nun zum "täglichen Bedarf".

    Montag, 08. März 2021