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Die Region Ingolstadt hat eine enorme wirtschaftliche Entwicklung durchgemacht. Auch der Verkehr hat deutlich zugenommen. Deshalb soll die B16 zwischen der A9 bei Manching und Neuburg an der Donau ausgebaut werden. Doch es formiert sich Widerstand.

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B16-Ausbau bei Manching: Überdimensioniert oder notwendig?

Die Region Ingolstadt hat eine enorme wirtschaftliche Entwicklung durchgemacht. Auch der Verkehr hat deutlich zugenommen. Deshalb soll die B16 zwischen der A9 bei Manching und Neuburg an der Donau ausgebaut werden. Doch es formiert sich Widerstand.

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Von
  • Axel Mölkner-Kappl

Tausende Pendlerinnen und Pendler fahren jeden Tag auf der B16 zwischen Manching und Neuburg an der Donau. Morgens und abends ist der Verkehr sehr dicht, gelegentlich staut es sich auch rund um Manching. Deswegen plant das Staatliche Bauamt Ingolstadt einen massiven Ausbau der B16 in insgesamt drei Abschnitten. Doch dagegen formiert sich Widerstand in den betroffenen Gemeinden.

Geplante Breite von 31 Metern

Es ist vor allem die Dimension des Ausbaus, die viele Bürger überrascht und besorgt. Denn wenn es nach den Verkehrsplanern geht, wird die Straße vierstreifig ausgebaut, mit zwei Fahrbahnen in jede Richtung. Gemeinsam mit Seiten- und einem Mittelstreifen mit Schutzplanken wird das Bauwerk bis zu 31 Meter breit. Dazu kommt noch der Lärmschutz.

Bund sieht "vordringlichen Bedarf" für B16-Ausbau

Markus Witzgall, zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Ingolstadt, rechnet mit bis zu 30.000 Fahrzeugen pro Werktag im Jahr 2030 im Bereich von Manching. Deswegen wird der Ausbau auch geplant. Der Bund hat den "vordringlichen Bedarf" für die 18 Kilometer lange Strecke bereits im Bundesverkehrswegeplan 2030 festgeschrieben. Und der erste Abschnitt für den vierstreifigen Ausbau unmittelbar bei Manching ist bereits in der Entwurfsplanung – und damit ist die Umsetzung durchaus realistisch. Die zwei weiteren Abschnitte zwischen Oberstimm, Weichering und Neuburg befinden sich noch in der sogenannten Vorplanung.

Bürgerinitiative Manching schlägt Überholzone vor

In den betroffenen Gemeinden entlang der Strecke sind viele Bürger entsetzt vom Ausmaß des Ausbaus und haben sich zusammengeschlossen. Sie fordern einen deutlich umweltverträglicheren Ausbau der B16 im Bereich von Manching. Die eigens gegründete Bürgerinitiative in Manching kann sich dort eine wechselseitige zweispurige Überholzone vorstellen, wie es sie bereits im weiteren Verlauf der Bundesstraße gibt. Die sorgt in Höhe der Gemeinden Winden und Weichering dafür, dass der Verkehr fließt und es keine Staus gibt. Deswegen halten die Bürger dort den vierstreifigen Ausbau auch für nicht notwendig. Die Gegner kritisieren vor allem den Flächenverbrauch, Lärm, Abgase und verweisen auf den Klimawandel.

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