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Unsere Sommer werden immer heißer, darunter leiden nicht nur Wald und Flur, sondern auch die Gärten. Wie bringt man sie gut durch die Hitze?

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#fragBR24ūüí° Wie mache ich meinen Garten sommerfest?

Unsere Sommer werden immer heißer, darunter leiden nicht nur Wald und Flur, sondern auch die Gärten. Wie bringt man sie gut durch die Hitze?

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Von
  • Ralf Thume

Der Sommer ist da, ganz offiziell, kalendarisch, und einigerma√üen p√ľnktlich dazu hat sich auch wohlige W√§rme eingestellt. Mit leichtem Unwohlsein aber denkt man zur√ľck an die Rekordsommer 2019 und 2018: Steht uns der dritte in Folge ins Haus, staubtrocken, W√§lder und Felder verw√ľstend?

Das Wasser in der Landschaft zu halten, erkl√§rt der Bund f√ľr Umwelt und Naturschutz (BUND) zum obersten Ziel in Zeiten des Klimawandels. Das ist nicht nur ein Appell an die gro√üe Politik, an Umwelt-, Agrar- und Verkehrsminister. Angesprochen f√ľhlen kann sich auch jeder Kleing√§rtner. Jeder kann was tun, bei sich daheim in den eigenen vier Gartenmauern.

Vom Maulwurf lernen

Rasenflächen bieten der sengenden Sonne die größte Angriffsfläche: kurzwurzlige Pflänzchen, schattenlos ausgesetzt. Damit sie nicht verdursten, kommt oft der Rasensprenger zum Einsatz. Und rieselt stundenlang vor sich hin. Doch bei dieser Art der Bewässerung verdunstet am meisten Wasser, löst sich in heißer Luft auf, noch ehe es die Halme erreichen kann.

Wer seinen Wasserverbrauch reduzieren und dennoch nicht im Hochsommer in einer Mini-Steppe stehen will, sollte seltener m√§hen: Die passende Rasen-Sommerfrisur ist ein paar Zentimeter l√§nger. Noch besser ist, H√ľgel anzulegen und sie zu begr√ľnen mit Pflanzen, die einander Schatten spenden. Bodendecker sch√ľtzen die Erde vor der Austrocknung, ebenso wie Rindenmulch oder Gr√ľnschnitt vom Restrasen, zwischen den Pflanzen verteilt.

Eine Frage der Erziehung

√úber den gr√ľnen Daumen gepeilt gilt f√ľrs Gie√üen: besser seltener, daf√ľr gr√ľndlich. Und zwar fr√ľhmorgens oder abends, denn dann verdunstet weniger. Will man auf keinen Fall Schnecken den Mund w√§ssrig machen, muss man in der Fr√ľh ran an die Kanne. Durchfeuchtet man das Erdreich rund um die Pflanze gro√üz√ľgig und l√§sst sie ab und zu aber auch mal auf dem Trockenen sitzen, zieht man ihr sozusagen die Wurzeln lang: Sie bildet l√§ngere aus und wird damit lebenst√ľchtiger.

Das Beste kommt von oben

Wer Regenwasser auffängt in einem Tank an der Dachrinne, tut sich und seinen Pflanzen damit einen großen Gefallen: Es kostet nichts und sie mögen’s, weil weniger Kalk drin ist als im Leitungswasser.

Wer dennoch viel davon braucht, kann zumindest etwas f√ľr den eigenen Geldbeutel tun: n√§mlich √ľber einen Wasserz√§hler nur f√ľrs Gie√üwasser nachdenken. Da es im Garten versickert, entf√§llt daf√ľr die Abwassergeb√ľhr. Sie ist in etwa so hoch wie der Wasserpreis selbst oder sogar h√∂her. In M√ľnchen rechnet sich ein eigener Z√§hler laut Landeshauptstadt dann, wenn der Gie√üwasserverbrauch deutlich √ľber zehn Kubikmeter pro Jahr liegt. Das entspricht tausend Zehn-Liter-Gie√ükannen.

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