Mann beim Heckeschneiden
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#fragBR24­čĺí Wie mache ich meinen Garten sommerfest?

Unsere Sommer werden immer hei├čer, darunter leiden nicht nur Wald und Flur, sondern auch die G├Ąrten. Wie bringt man sie gut durch die Hitze?

├ťber dieses Thema berichtete BR24 im BR Fernsehen.

Der Sommer ist da, ganz offiziell, kalendarisch, und einigerma├čen p├╝nktlich dazu hat sich auch wohlige W├Ąrme eingestellt. Mit leichtem Unwohlsein aber denkt man zur├╝ck an die Rekordsommer 2019 und 2018: Steht uns der dritte in Folge ins Haus, staubtrocken, W├Ąlder und Felder verw├╝stend?

Das Wasser in der Landschaft zu halten, erkl├Ąrt der Bund f├╝r Umwelt und Naturschutz (BUND) zum obersten Ziel in Zeiten des Klimawandels. Das ist nicht nur ein Appell an die gro├če Politik, an Umwelt-, Agrar- und Verkehrsminister. Angesprochen f├╝hlen kann sich auch jeder Kleing├Ąrtner. Jeder kann was tun, bei sich daheim in den eigenen vier Gartenmauern.

Vom Maulwurf lernen

Rasenfl├Ąchen bieten der sengenden Sonne die gr├Â├čte Angriffsfl├Ąche: kurzwurzlige Pfl├Ąnzchen, schattenlos ausgesetzt. Damit sie nicht verdursten, kommt oft der Rasensprenger zum Einsatz. Und rieselt stundenlang vor sich hin. Doch bei dieser Art der Bew├Ąsserung verdunstet am meisten Wasser, l├Âst sich in hei├čer Luft auf, noch ehe es die Halme erreichen kann.

Wer seinen Wasserverbrauch reduzieren und dennoch nicht im Hochsommer in einer Mini-Steppe stehen will, sollte seltener m├Ąhen: Die passende Rasen-Sommerfrisur ist ein paar Zentimeter l├Ąnger. Noch besser ist, H├╝gel anzulegen und sie zu begr├╝nen mit Pflanzen, die einander Schatten spenden. Bodendecker sch├╝tzen die Erde vor der Austrocknung, ebenso wie Rindenmulch oder Gr├╝nschnitt vom Restrasen, zwischen den Pflanzen verteilt.

Eine Frage der Erziehung

├ťber den gr├╝nen Daumen gepeilt gilt f├╝rs Gie├čen: besser seltener, daf├╝r gr├╝ndlich. Und zwar fr├╝hmorgens oder abends, denn dann verdunstet weniger. Will man auf keinen Fall Schnecken den Mund w├Ąssrig machen, muss man in der Fr├╝h ran an die Kanne. Durchfeuchtet man das Erdreich rund um die Pflanze gro├čz├╝gig und l├Ąsst sie ab und zu aber auch mal auf dem Trockenen sitzen, zieht man ihr sozusagen die Wurzeln lang: Sie bildet l├Ąngere aus und wird damit lebenst├╝chtiger.

Das Beste kommt von oben

Wer Regenwasser auff├Ąngt in einem Tank an der Dachrinne, tut sich und seinen Pflanzen damit einen gro├čen Gefallen: Es kostet nichts und sie m├ÂgenÔÇÖs, weil weniger Kalk drin ist als im Leitungswasser.

Wer dennoch viel davon braucht, kann zumindest etwas f├╝r den eigenen Geldbeutel tun: n├Ąmlich ├╝ber einen Wasserz├Ąhler nur f├╝rs Gie├čwasser nachdenken. Da es im Garten versickert, entf├Ąllt daf├╝r die Abwassergeb├╝hr. Sie ist in etwa so hoch wie der Wasserpreis selbst oder sogar h├Âher. In M├╝nchen rechnet sich ein eigener Z├Ąhler laut Landeshauptstadt dann, wenn der Gie├čwasserverbrauch deutlich ├╝ber zehn Kubikmeter pro Jahr liegt. Das entspricht tausend Zehn-Liter-Gie├čkannen.

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