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Der 21-Jährige russische Soldat wird von Polizisten nach der Gerichtsverhandlung in Kiev begleitet.

Bildrechte: Natacha Pisarenko/AP/dpa
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Zivilist getötet: Lebenslange Haft für russischen Soldaten

Ein ukrainisches Gericht hat einen russischen Soldaten wegen der Tötung eines unbewaffneten Zivilisten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Es handelte sich um den ersten Kriegsverbrechensprozess im Ukraine-Krieg.

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Im ersten ukrainischen Kriegsverbrecherprozess ist ein 21 Jahre alter russischer Soldat zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Kiew sah es nach einem Geständnis des Mannes als erwiesen an, dass der Panzersoldat Wadim S. nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine am 28. Februar einen unbewaffneten 62-jährigen Zivilisten erschoss.

Nach dem weltweiten Entsetzen über russische Gräueltaten in der Ukraine war dies der erste vor Gericht verhandelte Fall. Der Beschuldigte hat nun 30 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Soldat bereut Tat

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft beantragt. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch, weil der Soldat einen Befehl ausgeführt habe. Es ist der erste Fall eines Kriegsverbrechens, der in der Ukraine seit Beginn der russischen Invasion vor Gericht verhandelt wurde.

Unter großer internationaler Aufmerksamkeit hatte sich der aus Sibirien stammende Panzersoldat entschuldigt. "Ich bedauere es. Ich bereue es sehr. Ich habe mich nicht geweigert, und ich bin bereit, alle Maßnahmen zu akzeptieren, die verhängt werden", hatte Wadim S. in seinem Schlusswort in der vergangenen Woche gesagt.

Der junge russische Soldat wollte den ukrainischen Ermittlern zufolge nach einem Angriff auf seinen Konvoi im Nordosten der Ukraine mit vier Kameraden in einem gestohlenen Auto fliehen. Das von ihm getötete Opfer, ein 62-jähriger Mann, war demnach Zeuge des Autodiebstahls.

Kreml will dem Verurteilten helfen

Aus dem Kreml hieß es kurz vor der Urteilsverkündigung, Moskau suche nach Möglichkeiten, dem Beschuldigten zu helfen. "Natürlich besorgt uns das Schicksal unseres Mitbürgers", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Uno spricht von 3.800 getöteten Zivilisten

Der Prozess hatte in der vergangenen Woche begonnen. Für möglich gehalten wird, dass der Mann gegen ukrainische Gefangene in Russland ausgetauscht wird. Wie die Ukraine hat auch Russland viele Soldaten in Gefangenschaft genommen.

Russland ist am 24. Februar in das Nachbarland Ukraine einmarschiert. Die Vereinten Nationen haben seitdem mehr als 3.800 getötete Zivilisten registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein.

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