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30.04.2021: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, nimmt bei einem Besuch des Impfzentrums in Hamburg seine Maske ab.

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    Lockerungen für Geimpfte: Spahn glaubt an schnelle Einigung

    Gesundheitsminister Spahn hat sich optimistisch zu einer raschen Verständigung über bundesweit einheitliche Erleichterungen für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene geäußert. Auch Bayerns Ministerpräsident Söder äußerte sich zuversichtlich.

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    • BR24 Redaktion

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) glaubt an eine rasche Einigung für bundeseinheitliche Lockerungen für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene. Das Corona-Kabinett werde in seiner Sitzung am heutigen Montag einen ersten Entwurf zu Geimpften, Genesenen und tagesaktuell Getesteten diskutieren, sagte Spahn in Berlin beim Eintreffen zu Beratungen des CDU-Präsidiums.

    Wenn man diesen Entwurf nun in der Bundesregierung schnell abstimme, könnten die neuen Regeln sicherlich auch in dieser oder in den nächsten ein, zwei Wochen umgesetzt werden.

    Etwa beim Öffnen des Einzelhandels und der Außengastronomie sowie bei der Einreise könnten alle drei Gruppen in der Perspektive gleichgestellt werden, sagte Spahn.

    Auch Söder bei Lockerungen für Geimpfte zuversichtlich

    Auch CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nach einer Sitzung des Parteivorstands zuversichtlich. Wenn von zweifach Geimpften und Genesenen keine Gefahr für sich oder andere ausgehe, sei es selbstverständlich, "dass die Grundrechte wieder verstärkt und wiederhergestellt werden müssen", sagte Söder. Ihm zufolge sollen die Kontaktbeschränkungen und die nächtliche Ausgangssperre für diese Gruppe nicht mehr gelten. Die geplante Bundes-Verordnung werde der Freistaat sofort umsetzen. Der CSU-Politiker betonte allerdings, dass Maskenpflicht und weitere Hygieneregeln bestehen bleiben sollen – weil ein kleines Restrisiko bleibe.

    Schon jetzt gibt es im Freistaat Erleichterungen für Geimpfte - sie sind ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung etwa von der Testpflicht im Einzelhandel und der strengen Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer ausgenommen. Um die Zahl der zweifach Geimpften rasch zu erhöhen, sprach sich Söder für mehrere Maßnahmen aus. Der Abstand zwischen den beiden Impfungen solle wieder verkürzt werden: "Wenn wir mehr Impfstoff haben, macht es Sinn, auf die ursprünglichen Abstände zurückzugehen", sagte Söder. Er forderte auch, aus den Impf-Ampullen grundsätzlich eine siebte Dosis zu ermöglichen – bisher sind es sechs. Daneben soll es laut dem CSU-Chef eine weitere Impf-"Runde" in Alten- und Pflegeheimen für die vergleichsweise wenigen bisher nicht geimpften Bewohner und Mitarbeiter geben.

    Impf-Priorisierung soll spätestens im Juni wegfallen

    Gesundheitsminister Spahn wiederholte indes seine Ankündigung, dass die Priorisierung beim Impfen spätestens im Juni aufgehoben werden könne. Das heiße aber nicht, dass dann alle im Juni "sofort geimpft werden können", so Spahn. Es werde weiterhin eine gewisse Wartezeit geben, weil man nur so viel impfen könne, wie auch Impfstoff vorhanden sei.

    Aber es werde dann flexibler und pragmatischer geimpft werden können, sagte Spahn weiter. Bis dahin sei aber die Priorisierung wichtig. Sie habe Menschenleben geschützt, da zuerst die besonders Verwundbaren mit Impfstoff versorgt worden seien.

    Spahn glaubt an Impfungen der über 12-Jährigen im Sommer

    Mit Blick auf einen Impfbeginn bei Jugendlichen und Kindern erinnerte Spahn daran, dass der Hersteller Biontech/Pfizer für Jugendliche ab zwölf Jahren einen Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur gestellt habe. "Ich gehe davon aus, dass der jetzt schnell bearbeitet werden kann und wir dann im Sommer auch die über 12-Jährigen werden impfen können", so Spahn. Auch andere Hersteller machten entsprechende Studien.

    Bei Kindern werde es noch etwas länger dauern müssen, so der Bundesgesundheitsminister. Es sei sehr wichtig, gerade bei Kindern und kleineren Körpern zu schauen, ob man mit der gleichen Dosis impfen könne.

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