BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Forscher entwickeln Wirkstoff gegen Erkältungsviren | BR24

© Digital Vision

Krank aussehender Mann nimmt einen Löffel Medizin

Per Mail sharen

    Forscher entwickeln Wirkstoff gegen Erkältungsviren

    "Eine Erkältung dauert ohne Behandlung sieben Tage und mit eine Woche" - dieser Spruch könnte bald der Vergangenheit angehören. Briten haben ein Molekül, IMP-1088, entwickelt, dass Erkältungsviren daran hindern soll, sich zu vermehren.

    Per Mail sharen

    Eine Erkältung ist eine lästige, aber harmlose Infektion der oberen Atemwege. Ausgelöst wird sie durch etwa 200 verschiedene Viren, die durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion übertragen werden. Die Viren vermehren sich in den Schleimhäuten der oberen Atemwege. Nasskaltes "Schmuddelwetter" begünstigt die Verbreitung der Erkältungskrankheiten.

    Erkältung - Husten, Schnupfen, Heiserkeit

    Bei einem grippalen Infekt leidet man primär an Schnupfen und fühlt sich schlapp. Typische weitere Symptome: leichtes Fieber, Gliederschmerzen, Halsschmerzen, Husten. Medikamente, die den Viren den Garaus machen, gibt es nicht. Außer sich auszuruhen, können Erkältete nicht viel tun. Im Endeffekt kann man nur die Symptome lindern.

    Super-Molekül verhindert Vermehrung der Erkältungsviren

    Doch nun haben britische Wissenschaftler ein Molekül, das IMP-1088, entwickelt. Ihre Forschungen setzten nicht am Virus direkt an, sondern sie nahmen die menschlichen Wirtszellen unter die Lupe, die die Erkältungsviren benötigen. Das Molekül dockt an die Wirtszellen an und hemmt das menschliche Protein N-Myristoyltransferase. Das aber benötigen die Erkältungsviren, um sich vermehren zu können.

    Bereits in wenigen Stunden soll man eine Verbesserung verspüren. Das Gute: Das Molekül soll bei allen Erkältungsviren wirken. Zudem soll auch keine Gefahr bestehen, dass Resistenzen gegen das Medikament ausgebildet werden.

    Bisher ist das Molekül nur im Labor getestet worden. Bis Erkältungsgeplagte das Medikament anwenden können, werden sicher noch Jahre der weiteren Entwicklung benötigt. Bis dahin heißt es wie bisher: Ansteckung vermeiden.

    Tipps gegen Ansteckung

    Egal, ob im Zug, im Kino oder beim Einkaufen - überall schwirren Viren und Bakterien in der Luft. Der Kontakt mit ihnen ist unvermeidlich. Dennoch sollte man nicht einfach abwarten, bis man sie sich "einfängt".

    Trockene Luft macht Viren munter

    In kalter Luft kann sich Feuchtigkeit nicht so gut halten. Leider begünstigt genau das die Lebensdauer von Viren: Eine neue Studie hat gezeigt, dass Viren in trockener Luft viel besser überleben können als in Räumen mit höherer Luftfeuchtigkeit. Die trockene Luft führt außerdem zu trockenen Schleimhäuten, die nicht so abwehrbereit gegen eingeatmete Viren und Bakterien sind. Also: Nasse Tücher über die Heizung hängen, Schüsseln mit Wasser aufstellen, häufig lüften. Das hilft zumindest etwas.

    Hände waschen

    Hände waschen hilft, die Zahl der Viren und Bakterien klein zu halten. Das belegen Versuchsreihen. Auch auf Computer-Tastaturen tummeln sich viele Erreger. Vermeiden Sie, sich selbst an Nase, Mund oder in die Augen zu fassen - nur da können die Erreger in den Körper eindringen. Benutzen Sie zum Händewaschen Wasser und Seife. Vermeiden Sie feuchte, von vielen benutzte Handtücher zum Abtrocknen - dann besser ein Taschentuch nehmen.

    Klinken putzen

    Auch wenn man nicht direkt mit erkälteten Kollegen oder Angehörigen in Kontakt kommt, haften mit Sicherheit Viren und Bakterien an den Türklinken. Die fasst schließlich jeder an. Tipp: Türklinken mit dem Ellenbogen aufmachen.

    Viel frische Luft

    Bei jedem Wetter an die frische Luft - die härtet nämlich wirklich ab. Außerdem durchlüftet es nach einem anstrengenden Bürotag auch das Hirn ...

    Von
    • BR24 Redaktion
    Schlagwörter