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Corona: Die Ereignisse in Oberbayern vom 29. Juni bis 05. Juli | BR24

© Matthias Balk/dpa/dpa-Bildfunk

Säule mit der Aufschrift "apetito catering"

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    Corona: Die Ereignisse in Oberbayern vom 29. Juni bis 05. Juli

    Geisterfinale um den DFB-Pokal: FC Bayern gegen Bayer, Corona-Tests an Münchner Schlachthöfen und Starnberger Landrat schließt Lockdown vorerst aus. Die Ereignisse in Oberbayern vom 29. bis 05. Juli.

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    ALLE AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN FINDEN SIE HIER IM CORONA-TICKER OBERBAYERN.

    Sonntag, 5. Juli 2020

    19.25 Uhr: Elf neue Corona-Infektionen im Raum Landshut

    In Stadt und Landkreis Landshut gibt es mindestens elf neue Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus. Das gab das Landratsamt am Sonntagabend bekannt. Alle elf Personen stehen den Angaben zufolge in Zusammenhang mit den seit Donnerstagabend bekannten Infektionen in einer Belegschaft eines Unternehmens in der Marktgemeinde Ergolding. Wie berichtet, ist die gesamte Belegschaft der Firma am Freitag auf Covid-19-Infektionen getestet worden. Bislang liegen für rund zwei Drittel dieser Personen die Testergebnisse vor. Mitarbeiter des Gesundheitsamts am Landratsamt Landshut haben nach Eintreffen der Ergebnisse am Sonntag unverzüglich damit begonnen, die Betroffenen zu informieren und möglichst viele Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Für die elf Betroffenen und ihre Angehörigen ist Quarantäne angeordnet worden. Die restlichen Testergebnisse werden am Montag erwartet.

    15.30 Uhr: Nach Coronaausbruch in Asylbewerberunterkunft - Zahl erhöht sich auf 19 Fälle

    Damit hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in der Asylbewerberunterkunft in Geretsried auf 19 erhöht. Es handelt sich dabei um 15 Bewohner sowie zwei Mitarbeiter und zwei Familienangehörige dieser Mitarbeiter. Die infizierten Bewohner wurden in eine separate Unterkunft in München gebracht und unter Quarantäne gestellt.  

    Unter den Infizierten sind vier Kinder der Isardamm-Grundschule in Geretsried. Laut einer Sprecherin des Landratsamtes zeigen die Kinder keine Symptome. Derzeit werden die Eltern der betroffenen Mitschülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse durch das Gesundheitsamt informiert sowie in den nächsten beiden Tagen getestet. Alle Kinder dieser beiden Klassen werden unter Quarantäne gestellt, die Klassen wurden entsprechend geschlossen.

    15.50 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen in Oberbayern

    Freitag, 3. Juli 2020

    17.37 Uhr: Zwei Lieferanten des Gilchinger Caterers positiv getestet

    Bei dem im Landkreis Starnberg betroffenen Caterer "Apetito" hat das Landratsamt nun mitgeteilt, dass auch das Unternehmen, das den Transport der Speisen ins Klinikum Großhadern durchführt, betroffen ist. Zwei Mitarbeiter wurden demnach positiv auf das Coronavirus getestet.

    Laut Landratsamt Starnberg ist es allerdings äußerst unwahrscheinlich, dass das Virus dadurch ins Klinikum Großhadern gelangen konnte, da die Übergabe der Speisen kontaktlos erfolge. Beide positiv getesteten Mitarbeiter wohnen nicht im Landkreis Starnberg.

    17.30 Uhr: Geisterfinale um den DFB-Pokal: FC Bayern gegen Bayer

    Der FC Bayern greift am Samstag (20.00 Uhr/ARD) nach dem nächsten Titel. Nach der deutschen Meisterschaft wollen die Münchner mit dem Pokalsieg im Berliner Olympiastadion das Double erfolgreich verteidigen. Endspielgegner Bayer Leverkusen möchte nach 27 trophäenlosen Jahren endlich wieder etwas gewinnen. Damals wurde die Werkself Pokalsieger. Wegen der Corona-Krise wird das Cup-Finale wie auch die Spiele der Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer gespielt.

    15.06 Uhr: 44 neue Corona-Fälle in Oberbayern

    Die Zahl der Coronafälle im Bezirk Oberbayern ist um 44 auf 21.939 gestiegen. Das meldet das LGL. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohner beträgt 468,17. Nur in der Oberpfalz ist sie mit 488,79 Fällen höher. Die Zahl der Todesfälle in Oberbayern ist außerdem um ein weiteres Opfer gestiegen und beträgt jetzt 1.006.

    Bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern an der Spitze der bayerischen Bezirke mit einem Wert von 4,61, gefolgt von Niederbayern mit einem Wert von 4,52. Der gesamtbayerische Durchschnitt liegt bei 3,01. Unter den Landkreisen und Städten in Oberbayern hat der Landkreis Dingolfing-Landau den höchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 22,86.

    13.30 Uhr: FC Ingolstadt-Coach - Mut in Corona-Zeiten

    Während Liga-Rivalen in der Corona-Krise haderten, schwor FCI-Trainer Tomas Oral seine Mannschaft auf diese spezielle Phase ein, fand die richtige Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche.

    Vor dem knisternden Showdown im Aufstiegskampf am Samstag hat Oral bei seinem FC Ingolstadt allerdings keine spezielle Aktion mehr geplant. Vor dem Oberbayern-Derby der 3. Liga beim TSV 1860 München motiviert er seine Mannschaft mit den Worten: "Man braucht nicht mehr großartig in die Trickkiste langen. Man braucht nur auf die Tabelle schauen."

    Die Konstellation vor dem Duell am Samstagnachmittag um 14.00 Uhr hat es in sich: Mit einem Sieg würde der FCI mindestens den Aufstiegs-Relegationsrang erreichen, bei einer gleichzeitigen Niederlage der Würzburger Kickers wäre sogar der direkte Gang in die 2. Bundesliga geschafft. Bei einem Punktverlust könnten die Schanzer noch vom Relegationsrang verdrängt werden - auch 1860 München hat mit einem Sieg noch eine theoretische Chance.

    Donnerstag, 2. Juli 2020

    17.39 Uhr: Corona-Tests an Münchner Schlachthöfen

    Als Aufsichtsbehörde lässt die Stadt München Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Münchner Schlachtbetriebe regelmäßig auf das Coronavirus testen. Das hat die Landeshauptstadt bekannt gegeben.

    Die nächste Reihentestung startet am kommenden Montag (6.7.2020). Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte, man sei sich der besonderen Problematik von Schlachthöfen bewusst und habe die Lage an den Münchner Schlachtbetrieben nicht erst seit Tönnies stets im Blick. Der Krisenstab werde laufend über die aktuelle Lage informiert.

    Das Kreisverwaltungsreferat überwacht die Schlachtung täglich in zwei Schichten mit insgesamt etwa 15 amtlichen Tierärztinnen und Tierärzten sowie Fachassistentinnen und Fachassistenten.

    17.37 Uhr: BR-Chor: Erste öffentliche Auftritte nach Shutdown in Eichstätt

    Zum ersten Mal nach dem Shutdown aufgrund von Corona wird der Chor des Bayerischen Rundfunks wieder in der Öffentlichkeit spielen. Am Freitag, 03. Juli 2020 finden um 17 und 19 Uhr in der Schutzengelkirche in Eichstätt die ersten Darbietungen statt.

    Am Sonntag folgen die nächsten Konzerte in der Kirche St. Moritz in Ingolstadt (16.30 Uhr und 18 Uhr). Außerdem tritt am 17. Juli der Chor in Hilpoltsteiner Stadtpfarrkirche auf.

    Unter Leitung von Peter Dijkstra werden jeweils einstündige Programme aufgeführt, die die Werke "Lagrime di San Pietro" von Orlando di Lasso und "The Deer`s Cry" von Arvo Pärt zeigen. Wegen der strengen Vorgaben für Proben und Konzerte finden die Termine in kleiner Besetzung mit sieben Chormitgliedern statt.

    17.33 Uhr: Willy Michl bringt neues Album wegen Corona später raus

    Den bayerischen Blues-Barden und Isar-Indianer Willy Michl (69) hat die Corona-Krise in seinen Plänen zurückgeworfen. Sein neues Album verzögere sich, sagte er am Donnerstag in München. "Der Schock der Pandemie hat mich in meiner Seele erfasst. Da muss man sich wieder finden." Aber er versichert seinen Fans zum Thema Album: "Das wird es geben." An seinem 70. Geburtstag am nächsten Donnerstag tritt er vor dem Deutschen Museum auf - draußen und mit Abstand, auf den er sehr achtet. Er will gesund bleiben: "Ich will alt werden."

    Willy Michl, der sich kurzzeitig als Zeitsoldat bei den Gebirgsjägern verdingte und in den 1980er Jahren zusammen mit seiner ersten Frau als Pächterin zeitweise die Knorrhütte im Wettersteingebirge bewirtschaftete, gilt als Begründer des bayerischen Blues. Als Zeichen seiner Weltanschauung und seiner Verbundenheit mit den indigenen Völkern der Erde trägt er Indianertracht, seinen spirituellen Künstlernamen "Sound of Thunder" - Donnerschall - hat er auch im Pass stehen.

    16.39 Uhr: Keine weiteren Tests an Drive-in-Station auf der Theresienwiese

    Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat sich mit sofortiger Wirkung aus der Teststation auf der Theresienwiese zurückgezogen. Das hat die Landeshauptstadt bekannt gegeben.

    Bisher konnten Personen über die Nummer des Kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes einen Termin für einen Test auf der Theresienwiese vereinbaren. Personen, die über die KVB bereits einen Testtermin vermittelt bekommen haben, können noch bis einschließlich Freitag (3.Juli 2020 ) getestet werden.

    Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich entsetzt, dass sich die KVB ausgerechnet jetzt und ohne Ankündigung aus der Testung zurückziehe - und das noch dazu zu einem Zeitpunkt, da der bayerische Ministerpräsident Tests für alle ermöglichen will. Die Stadt werde selbstverständlich sicherstellen, dass alle Personen, die bereits einen Termin erhalten haben, diesen dort auch machen lassen können, so Reiter.

    Die Drive-in-Teststation auf der Theresienwiese wird vor dem Hintergrund der aktuell nur moderaten Anzahl von Neuinfektionen und folglich geringen Testzahlen ab dem kommenden Samstag ihren Betrieb vorläufig einstellen.  

    13.58 Uhr: Mehr Tickets für Kurzentschlossene in Münchens Bädern

    Für die Münchner Sommerbäder gibt es trotz der coronabedingten Beschränkungen wieder mehr Tickets. Künftig wollen die Stadtwerke bis zu 20.000 Reservierungscodes pro Tag vergeben. Bisher waren es 14.000.

    Um das möglich zu machen, wurden zum einen Lichtschranken an den Ausgangsdrehkreuzen montiert. So wird gezählt, wie viele Gäste das Bad wieder verlassen. Gegebenenfalls können dann kurzfristig weitere Codes freigeschaltet werden. Damit haben auch Kurzentschlossene mehr Chancen. Unter www.swm.de/baeder können sie nachschauen, ob der Reservierungsbalken für ein Bad wieder blau wird.

    Zum anderen wird das Reservierungskontingent insgesamt erhöht. Denn die Erfahrungen der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Besucher auch Codes verfallen lassen und trotz Reservierung nicht kommen. Selbst wenn alle kämen, könnten die Abstandsregeln aber noch eingehalten werden, und es müsse niemand draußen bleiben, versichert eine SWM-Sprecherin auf BR-Anfrage. Denn man habe in diesem Punkt "noch etwas Luft" gehabt.

    Grundsätzlich kann man die Münchner Bäder derzeit ausschließlich nach einer Online-Reservierung besuchen. Per E-Mail bekommt man dann den Code zugeschickt, mit dem man im Bad die bestellten Tickets kaufen kann. Wer gemeinsam reserviert hat, muss auch gleichzeitig kommen. Damit es an den Kassen zügig vorwärts geht, haben die Stadtwerke die Eintrittspreise gerundet. Eine Tageskarte kostet zum Beispiel fünf Euro für Erwachsene und drei Euro für alle unter 15 Jahren.

    Mittwoch, 1. Juli 2020

    16.30 Uhr: 50 neue Corona-Fälle in Oberbayern

    Die Zahl der Corona-Fälle im Bezirk Oberbayern ist um 50 auf 21.888 gestiegen. Das meldet das LGL. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohner beträgt 467,08. Nur in der Oberpfalz ist sie mit 488,25 Fällen höher.

    Die Zahl der Todesfälle in Oberbayern blieb seit gestern unverändert bei 1.004. Bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern an der Spitze der bayerischen Bezirke mit einem Wert von 4,27.

    Der gesamtbayerische Durchschnitt liegt bei 2,90. Unter den Landkreisen und Städten in Oberbayern hat der Landkreis Starnberg den höchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 21,31.

    14.52 Uhr: Nach Zwangspause wieder Führungen durch München

    Nach der coronabedingten Zwangspause sind die offiziellen Gästeführer der Stadt München ab 2. Juli im Einsatz: Am Donnerstag gibt es erstmals wieder offene Führungen für Interessenten, die nicht mit einer Gruppe unterwegs sind.

    Die Altstadtführungen finden donnerstags, freitags und samstags um 16 Uhr statt. Die Münchner-Kindl-Tour beginnt an den selben Tagen um 19.15 Uhr. Treffpunkt ist jeweils an der Tourist Information am Marienplatz.

    Die Tickets können direkt dort gekauft oder vorher online gebucht werden. Die Teilnehmerzahl ist immer auf 15 Personen begrenzt. In den Innenräumen, die man im Rahmen der Führungen betritt, muss man Masken tragen.

    11.47 Uhr: Start für fünf Park-and-Bike-Anlagen in und um München

    Auch das ist eine Folge von Corona: Viele nehmen momentan lieber Auto und Radl als Bus oder Bahn. Neue Möglichkeiten bieten da nun Park-and-Bike-Stationen in und um München, als Ergänzung zu bestehenden Park-and-Ride-Anlagen. Die erste wurde am späten Vormittag in S-Bahnhof Lochhausen eröffnet.

    Eigentlich dürfen Autofahrer die Park-and-Ride-Anlagen nur benutzen, wenn sie dort auf den ÖPNV umsteigen. Regelmäßig wird das auch kontrolliert. An fünf Standorten dürfen sie künftig aber alternativ mit einem Mietrad oder dem eigenen Radl weiterfahren. Bis Ende Oktober wird das Modell getestet: an den Park-and-Ride-Plätzen Michaelibad, Westfriedhof, Studentenstadt, Lochhausen Nord und – außerhalb der Stadt – in Sauerlach. Von dort führt ein gut ausgebauter Radweg nach München. Das Ganze wird auch wissenschaftlich begleitet, unter anderem mit Meinungsumfragen bei den Nutzern. Wenn sich die Park-and-Bike-Testanlagen bewähren, sollen weitere folgen – nicht nur an Bahnhöfen, sondern auch an anderen Stellen, die sich für den Umstieg vom Auto aufs Radl anbieten.

    Beim Ausbau von Park-and-Ride-Anlagen sei "die fehlende Flächenverfügbarkeit in unmittelbarer Bahnhofsnähe eines der zentralen Probleme", erklärte Wolfgang Großmann, Geschäftsführer der P+R Park & Ride GmbH: Da beim Umstieg vom Auto auf das Fahrrad diese Bahnhofsnähe nicht nötig ist, ergeben sich ganz neue Standortmöglichkeiten für den Umstieg auf umweltgerechte Mobilität.“ Münchens zweite Bürgermeisterin Katrin Habenschaden bezeichnete die Erweiterung des "Erfolgsmodells" Park-and-Ride-Anlagen beim Start des Pilotprojekts als "kleinen, aber feinen Baustein für die Mobilität der Zukunft in unserer Stadt".

    10.15 Uhr: In Rosenheim sind Krankenbesuche leichter möglich

    Das Rosenheimer Klinikum und die anderen RoMed-Kliniken im Kreis Rosenheim lockern ab heute die Zugangs- und Besuchsregeln. Möglich machen das die anhaltend niedrigen Fallzahlen an Covid 19-Erkrankungen, so das RoMed-Klinikum. Wer ein RoMed-Klinikum aufsuchen möchte, muss sich nun namentlich vor dem Zutritt registrieren und einen Fragebogen ausfüllen, der 30 Tage aufbewahrt wird. In diesem werden auch Symptome abgefragt. Die RoMed-Kliniken bitten darum, den Fragebogen bereits ausgefüllt mitzubringen, er ist auf der Homepage verfügbar.

    6.30 Uhr: Starnberger Landrat schließt Lockdown vorerst aus

    Der Starnberger Landrat Stefan Frey schließt nach dem Corona-Ausbruch in einem Cateringunternehmen in Gilching einen Lockdown aus. Davon sei man derzeit weit entfernt. Der Ausbruch sei auf das Unternehmen und eine Asylunterkunft begrenzt, so der CSU-Politiker. Die Infektionsketten seien nachvollziehbar. Neben einer Flüchtlingsunterkunft in Hechendorf, in der zehn der Infizierten lebten, wurden mittlerweile auch Unterkünfte in Seefeld, Herrsching und Pöcking für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Von dort stammt je einer der Infizierten. Bei dem Cateringunternehmen wurden 45 Mitarbeiter positiv getestet.

    Dienstag, 30. Juni 2020

    16.33 Uhr: Ein Todesfall, 19 Neuinfektionen in Oberbayern

    Die Zahl der Coronafälle im Bezirk Oberbayern ist um 19 auf 21.838 gestiegen (zum Vergleich: Oberpfalz: 5.417 Fälle). Das meldet das LGL. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohner beträgt 466,01, nur in der Oberpfalz ist sie mit 488,34 Fällen höher.

    Die Zahl der Todesfälle stieg seit gestern um einen Fall auf 1.004. Bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern an der Spitze der bayerischen Bezirke mit einem Wert von 3,67.

    Der gesamtbayerische Durchschnitt liegt bei 2,42. Unter den Landkreisen und Städten in Oberbayern hat der Landkreis Starnberg den höchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mit 11,76. Die Landkreise Mühldorf am Inn, Ebersberg und Garmisch-Partenkirchen haben dagegen in den letzten sieben Tagen keine Neuinfektion pro 100.000 Einwohner zu verzeichnen und deshalb einen Wert von 0.

    13.22 Uhr: Oktoberfest-Absage: Filmemacher erschafft virtuelle Wiesn

    Das abgesagte Oktoberfest soll nun zumindest virtuell erlebbar sein. Der Autor und Regisseur Philip Gröning arbeite an dem Projekt "Oktoberfest Phantom", das auf künstlerische Weise den Ausfall des diesjährigen Oktoberfestes ausdrücke, teilte der FilmFernsehFonds (FFF) Bayern am Dienstag in München mit.

    In der virtuellen Realität sollen die Zuschauer durch geisterhaft leere Festzelte wandern, untermalt von einer speziellen Tonlandschaft, heißt es in der Mitteilung. Gröning glaubt, dass viele Menschen einen Phantomschmerz empfinden, weil das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfindet. Diesen Schmerz wolle er erfahrbar machen.

    Die Töne und Bilder stammen aus Social-Media-Clips, Tonaufnahmen und Fotos, die in vergangenen Jahre auf der Wiesn entstanden sind. "Durch die Technologie erscheinen die Festzelte optisch jedoch nur als fragmentarische, ruinenhafte und menschenleere Räume, akustisch hingegen als eine überraschend volle Tonlandschaft", erläuterte der FFF, der das Projekt für Virtual Reality, Mixed Reality und Sound mit 30.000 Euro fördert.

    7.00 Corona-Bürgertelefon in München wird eingestellt

    Nach knapp vier Monaten nimmt die Stadt München das Corona-Bürgertelefon am Dienstagabend vom Netz. Seit 2. März wurden dort täglich von 8 bis 20 Uhr alle Fragen rund um die Pandemie beantwortet. Zu Spitzenzeiten waren pro Schicht rund 26 Mitarbeiter gleichzeitig anwesend, dazu zwei Ärztinnen und Ärzte für Fachfragen.

    Rund 83.000 Anrufe wurden entgegengenommen. Allein am 16. März, als der Katastrophenfall für Bayern ausgerufen wurde, waren es 3.015 Anrufe. Mittlerweile ist die Zahl der Anrufer zurückgegangen, so dass das Angebot eingestellt wird. Sollte der Bedarf wieder steigen, könnte man das Corona-Bürgertelefon sofort wieder aktivieren, wie versichert wird.

    Montag, 29. Juni 2020

    17.30 Uhr: Infektionen bei Caterer - Betrieb beliefert LMU Klinikum

    Das Catering-Unternehmen im Landkreis Starnberg, das am Wochenende von den Behörden wegen der Corona-Infektion von 10 Mitarbeitern geschlossen wurde, beliefert das Klinikum der LMU in Großhadern als auch die rund 2.000 Patienten der LMU-Kliniken in der Münchner Innenstadt. Das bestätigte das LMU Klinikum auf BR-Anfrage.

    Laut Pressestelle findet dort derzeit von dem betroffenen Unternehmen keine Versorgung mit Speisen für Mitarbeiter und Patienten statt. Auf BR-Anfrage teilte das betroffene Catering Unternehmen zudem mit, dass eine alternative Belieferung organisiert sei. Eine Speisenversorgung von Patienten und Mitarbeitern sei an allen Klinikstandorten durchgängig sichergestellt. Laut Caterer werde das warme Mittagessen in den klinikeigenen Küchen bereitgestellt. Die Organisation des Frühstücks als auch des Abendessens erfolge über dritte, regionale Anbieter, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

    16.51 Uhr: Corona-Tests am Flughafen München

    Am Flughafen München können sich Passagiere künftig auf das Coronavirus testen lassen. Die Medi-Care, eine Tochtergesellschaft der Flughafen München GmbH, bietet entsprechende Tests im medizinischen Zentrum des Airports (Terminal 1, Bereich E) an.

    Die Kosten in Höhe von jeweils 190 Euro müssen die Passagiere selbst tragen. Interessenten müssen sich auch vorab telefonisch über die Notfallambulanz des Airports (Telefon: 089/975-63399) anmelden. Vier Stunden nach einem Abstrich liegt dann das Testergebnis vor.

    16.03 Uhr: Circus Krone präsentiert Tiere auf Altersruhesitz für Besucher

    Wegen der Corona-Pandemie haben die Circus-Krone-Tiere derzeit eine Auszeit. Fans können diese nun aber auf einem Gehöft bei Weßling besuchen, das sonst als Altersruhesitz für die vierbeinigen Darsteller genutzt wird. "Wir öffnen die Krone-Farm für unser Publikum", sagte Direktor Martin Lacey am Montag. Neben Pferden, Zebras, Ponys und Kamelen leben dort derzeit auch Löwen und Tiger.

    Auf dieser Art Senioren-Residenz verbringen betagte Tiere ihren Lebensabend. Nun seien aber auch viele aktive Tiere über den Sommer dort. Erstmals öffne die Farm deshalb die Tore für das Publikum. Schauspieler Heino Ferch, der in der Nähe wohnt und an der Präsentation mit Frau und Kind teilnahm, sagte, er sei dem Circus Krone seit langem verbunden.

    Bei der zweistündigen Tour zeigen Dompteure auch ihr Trainingsprogramm mit den Raubtieren. Kinder können anschließend auf Ponys reiten. Rund 100 Gäste können teilnehmen. Im Circus Krone in München können laut Lacey derzeit nur Proben besucht werden, und dabei seien ebenfalls nur 100 Gäste zugelassen. Das sei wenig, aber besser als nichts.

    Alte Elefanten des Circus Krone leben derzeit in Spanien. "Wir haben einen riesigen Park dort unten", sagte Lacey. Sie sollen ebenfalls nach Weßling an den Ammersee geholt werden. Wegen Corona liegen die Pläne aber auf Eis: "Wir haben das Elefantenhaus noch nicht gebaut."

    8.30 Uhr:

    Seit gestern ist die Zahl der Neuinfektionen in Oberbayern um 22 auf 21.820 gestiegen. Pro 100.000 Einwohner wurden in der vergangenen Woche 3,3 Corona-Fälle gemeldet. Damit liegt Oberbayern nach wie vor an der Spitze in Bayern. Seit gestern ist kein Mensch mit Corona gestorben (Tote insgesamt: 1.003 Menschen). Die aktuellen Zahlen für ganz Bayern finden Sie hier.

    ALLE BISHERIGEN ENTWICKLUNGEN ZUM CORONAVIRUS IN OBERBAYERN FINDEN SIE HIER.

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