BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© dpa-Bildfunk/Klaus-Dietmar Gabbert
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Klaus-Dietmar Gabbert

Die Preise für Bauholz sind zuletzt gestiegen

5
Per Mail sharen

    Viele Betriebe leiden unter Rohstoffmangel und hohen Preisen

    Die hohen Energie- und Rohstoffpreise sind für viele Betriebe in Niederbayern das größte Konjunktur-Risiko, so eine IHK-Umfrage. Nicht nur bei Bauholz und Baustahl haben die Preise angezogen. Das bedroht die Existenz gerade von kleineren Unternehmen.

    5
    Per Mail sharen
    Von
    • Renate Roßberger
    • BR24 Redaktion

    Die Energie- und Rohstoffpreise sind zuletzt stark gestiegen. Das beklagt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederbayern. Nahezu die Hälfte der niederbayerischen Betriebe sehen den Preisanstieg als das größte Risiko für die Konjunktur. Das hat eine Umfrage der IHK gezeigt.

    Vor allem kleine und mittelständische Betriebe sind betroffen

    Gerade für kleine und mittlere Betriebe kann das schnell existenzbedrohend werden, sagt der Vorsitzende des IHK-Fachausschusses Industrie Andreas Buske. Er ist zugleich Chef der Zwiesel Kristallglas, eines großen Glasunternehmens. Weil Nachfrage und Bedarf weltweit zuletzt stärker angezogen haben als von vielen erwartet, mangelt es zudem an verschiedenen Rohstoffen, zum Beispiel in kunststoffverarbeitenden Betrieben, denen teilweise schon die Grundstoffe für die Produktion ausgehen.

    Viele Branchen betroffen

    Im Metallbereich gibt es laut IHK Unsicherheiten bei der Beschaffung von Stahl, Aluminium und Gusskomponenten, ebenso bei Betriebsstoffen wie technischen Ölen und auch bei Verpackungen. Der Mangel an Bauholz und Baustahl in der Bauindustrie ist bereits bekannt. Inzwischen sind aber auch Dämmstoffe immer schwerer zu bekommen. Der Mangel führt überall zu höheren Preisen. Ebenfalls angezogen haben die Preise im Bereich Energie und Transport.

    Auf Rohstoffe aus Deutschland setzen

    Der Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern fordert als Lösung eine umfangreichere und bessere Wiederverwertung von Rohstoffen in Deutschland. Außerdem müssten internationale Rohstoffpartnerschaften geschlossen und die Kapazitäten in der EU ausgebaut werden. Der Abbau heimischer Rohstoffe wie zum Beispiel Tonerde, Granit, Sand oder Kies müsste wieder stärker vor der eigenen Haustür gefördert werden statt sie nur zu importieren. Dafür müsse die Bürokratie reduziert werden. Weiterhin ein Dauer-Problem bleibt für die Wirtschaft der Fachkräftemangel.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!