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Ein Luchs

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    Verhungerter Luchs: 2.000 Euro Belohnung ausgelobt

    Vielleicht bringt das Geld jemanden zum Reden: Im Fall der toten Luchsin aus dem Landkreis Regen hat jetzt eine Frau aus Oberbayern eine Belohnung von 2.000 Euro für Hinweise ausgelobt. Das Tier war nach einer schweren Verletzung verhungert.

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    Von
    • Renate Rossberger
    • BR24 Redaktion

    Im Fall der mutmaßlichen Tötung eines Luchses in Bischofsmais im Landkreis Regen hat jetzt eine Frau aus Oberbayern privat eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Das hat das Polizeipräsidium Niederbayern bestätigt.

    Pfote aus Schmerz selbst abgebissen?

    In einem Brief an die Polizei, über die sie die Belohnung für sachdienliche Hinweise zur Klärung des Falls auslobt, begründet sie den Schritt mit ihrer Fassungslosigkeit über den Fall und über das "Martyrium der Luchsin". "Es ist immer wieder entsetzlich zu sehen", schreibt sie, "wozu Menschen fähig sind. Dies scheint mir ein besonders krasser und brutaler Fall von Tierquälerei zu sein." In dem Brief mutmaßt die Frau, die Luchsin habe sich die Pfote vor lauter Schmerzen selbst abgebissen. Das bestätigt das Polizeipräsidium Niederbayern nicht. Es sei aber so, dass das Luchsweibchen schwere Verletzungen an der Pfote hatte.

    Angeschossen oder mit Falle verletzt?

    Woher die Verletzung stammte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Ein erstes Gutachten des Leibniz-Instituts für Zoo-und Wildtierforschung, das den Kadaver untersucht hatte, hatte ergeben, dass das Tier verhungert war - offenbar weil es aufgrund der schweren Verletzung nicht mehr jagen konnte. Momentan entsteht ein weiteres Gutachten beim Landeskriminalamt, wo winzige Metallpartikel untersucht werden, die am Luchs gefunden worden waren. Das Gutachten soll klären, ob es eventuell Reste von Munition oder von einer Falle sind. Beides ist laut Polizei denkbar.

    Ausgeschlossen hat die Polizei bereits, dass der etwa ein Jahr alte Luchs an einem Verkehrsunfall gestorben ist. Einen Unfall gibt das Verletzungsmuster nicht her. Der Luchs war Ende Februar in einem Waldstück bei Bischofsmais tot entdeckt worden.

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