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    Umweltschützer: Mähroboter sind Todesfalle für Igel

    Mähroboter werden immer beliebter: Sie ziehen selbstständig auf dem Rasen ihre Runden und halten das Grün immer schön kurz. Schätzungsweise sind Zehntausende dieser Geräte unterwegs, sehr zum Missfallen von Naturschützern. Von Gabriel Wirth

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    Beim Landesbund für Vogelschutz LBV schätzt man, dass in Deutschland jedes Jahr hunderte von Igeln durch motorisierte Gartenwerkzeuge getötet werden. Allen voran durch Mähroboter und Freischneider - mit Freischneidern werden Rasenkanten und Hecken gestutzt. Der Vorsitzende des LBV Norbert Schäffer sieht in Mährobotern gar ein Symbol für die Naturzerstörung in deutschen Gärten:

    "Der Verkauf von Mährobotern und Fadenschneidern boomt. Gleichzeitig erhalten wir mehr Hinweise, dass diese Geräte sich verheerend auf Amphibien, auf Igel, auf Reptilien auswirken. Wir kriegen sehr hässliche Bilder und derzeit sind die jungen Igel unterwegs, die uns besondere Sorgen machen." Norbert Schäffer, LBV

    Keine Blüten mehr - und damit weniger Insekten

    Denn Mähroboter überrollen gerade junge Igel, beklagt Schäffer. Bei den Herstellern ist das Problem bekannt. So arbeitet man zum Beispiel bei Husqarna an entsprechenden Sensoren; allerdings ist das Projekt noch in der Pilotphase, wie eine Sprecherin erklärte.

    Aber es gibt noch einen weiteren Punkt, der die Naturschützer stört: Wo Mähroboter das Gras schön kurzhalten, gibt es kaum noch Blüten und damit weniger Insekten und keine Schmetterlinge, kritisiert der LBV.