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    Südostbayernbahn will von Diesel auf Strom umschalten

    Die Südostbayernbahn will ab 2022 nicht mehr mit Dieselzügen aus Mühldorf nach München hineinfahren. Sie lässt dafür einen neuartigen Zusatzwagen entwickeln, der Dieselloks mit Strom aus der Oberleitung versorgen soll. Von Lorenz Storch

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    Er ähnelt dem Tender an einer Dampflok – nur dass in dem neuen Wagen keine Kohle lagert – stattdessen hat er einen Stromabnehmer für Oberleitungen. Die dieselelektrischen Loks an den Doppelstockzügen der Südostbayernbahn verfügen sowieso bereits über einen Elektroantrieb – der Strom dafür wird aber mit vier Dieselmotoren erzeugt, die Generatoren antreiben.

    Brückentechnologie

    Die Züge aus Mühldorf können dann künftig ab Markt Schwaben die Diesel ausschalten, wenn die Lok stattdessen Fahrstrom aus der Oberleitung erhält. Natürlich wäre es besser, wenn die Strecke München-Mühldorf schon voll elektrifiziert wäre, heißt es von der Bahn. Der neuartige Zusatzwagen sei aber eine Brückentechnologie, die schon vorher zum Einsatz kommen kann.

    Zunächst als Prototyp auf den Schienen

    Ganz so schnell geht es aber auch wieder nicht: Ein Prototyp soll 2022 fahren, der Regelbetrieb folgt dann im Jahr danach. Ob Doppelstockzüge mit solchen Zweisystemloks später auch in den zweiten Stammstreckentunnel fahren dürfen, steht bisher noch nicht fest.