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Die Hochwasserlage im südlichen und östlichen Oberbayern bleibt bestehen, die Pegel sind zuletzt aber nicht mehr angestiegen.

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    Hochwasser in Oberbayern: Pegel sinken, weitgehend ruhige Nacht

    Die Hochwasserlage im südlichen und östlichen Oberbayern bleibt bestehen, die Pegel sind zuletzt aber nicht mehr angestiegen. An vielen Gewässern kann es allerdings zu lokalen Ausuferungen und Überschwemmungen kommen, so der aktuelle Stand.

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    Von
    • Dagmar Bohrer-Glas
    • Christina Schmitt

    Vorsichtige Entwarnung zur aktuellen Hochwasserlage in Oberbayern: die Pegel sinken. Die Nacht blieb weitgehend ruhig.

    Entwarnung im Landkreis Altötting

    Nachdem gestern Abend die Pegelstände des Inns in Kraiburg und an der Salzach in Burghausen aufgrund der Unwetter entlang der Alpen die Meldestufe 3 erreicht hatten, gibt es nun Entwarnung: An beiden Orten sinkt derzeit der Wasserstand wieder (Stand:5.57 Uhr). Nach Angaben der Polizei in Burghausen und Waldkraiburg hat es in der Nacht auch keine Einsätze wegen Überschwemmungen gegeben. Die Freiwilligen Feuerwehren und das Technische Hilfswerk des Landkreises Mühldorf am Inn hatten sich in Alarmbereitschaft gehalten. Auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet von einer ruhigen Nacht im Bezug auf das Hochwasser.

    Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land: Lage entspannt sich

    Im Berchtesgadener Land hat der Regen am späten Abend nachgelassen. In der Nacht gab es noch rund 20 bis 25 Einsätze wegen vollgelaufener Keller oder überschwemmten Straßen. Der Regen am Abend hat vielmehr für Einsätze im Landkreis Traunstein und im nördlichen Landkreis Berchtesgadener Land gesorgt.

    Im Landkreis Traunstein waren 100 bis 150 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ist mittlerweile aufgehoben. Die Flusspegel sinken, auch an Salzach und Saalach. Die Einsatzkräfte, die im Berchtesgadener Land bis gestern Abend geschaufelt haben, konnten sich in der Nacht weitestgehend ausruhen.

    Der gestrige Sonntag war für die Einsatzkräfte sehr arbeitsintensiv. Nach Angaben des Landratsamtes sind bis gestern 17 Uhr insgesamt 634 Fälle abgearbeitet worden. 500 bis 600 Personen waren den ganzen Sonntag im Einsatz. Ein Geologe beobachtete fortlaufend die bedrohten Gebiete.

    Katastrophenfall im Berchtesgadener Land besteht weiter

    Der K-Fall im Berchtesgadener Land wird auch heute den ganzen Tag bestehen bleiben. "Heute beginnen die großen Aufräumarbeiten und nach wie vor müssen Hänge gesichert werden", so eine Sprecherin des Landratsamtes. In Bischofswiesen und Schönau unterstützen 100 Kräfte der Bundeswehr die Aufräumarbeiten. Inzwischen durften alle Bewohner in ihre evakuierten Häuser zurück, allerdings mit Auflagen. So sollen sich die Menschen nachts im 1. Stock oder abseitig vom Hang in ihren Häusern aufhalten. Auch heute werden rund 500 bis 600 Einsatzkräfte gleichzeitig mit Aufräumarbeiten beschäftigt sein. Das Landratsamt bittet darum, die zerstörte Bob-Bahn in Schönau am Königsee nicht zu betreten und macht darauf aufmerksam, dass die Straße gesperrt und nur für die Einsatzkräfte zu befahren ist.

    Eingeschränkte Mobilität durch beschädigte Straßen und Schienen

    Da die Sturzfluten im Berchtesgadener Land viele Straßen und Schienen beschädigt haben, weist das Landratsamt darauf hin, dass es zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain einen Schienenersatzverkehr gibt. Der Busverkehr zwischen dem südlichen Landkreis und Bad Reichenhall werde nur eingeschränkt fahren.

    Der Starkregen hat auch in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Bad Tölz-Wolfratshausen zu Verkehrsbehinderungen geführt. Die Bahnverbindung zwischen Mittenwald und Innsbruck bleibt weiter wegen der Gefahr von Murenabgängen gesperrt. Die Bahnstrecke Weilheim-Garmisch-Partenkirchen ist wegen Hochwassers an der Loisach gesperrt.

    Am Walchensee wurde die Bundesstraße 11 teilweise von einer Mure verschüttet. Die Verbindung zwischen Urfeld und dem Ort Walchensee bleibt mindestens bis Montag-Vormittag in beiden Richtungen gesperrt. Auf der Staatsstraße zwischen Vorderriß und Hinterriß hat der Rissbach den Unterbau der Kreisstraße gefährlich unterspült. Die Straße ins Engtal (Karwendelgebirge) ist auf unbestimmte Zeit gesperrt worden. Für Rettungskräfte wurde eine Ausweichroute festgelegt.

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