Explodierende Silvesterraketen vor Nachthimmel.
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Viele Oberfranken begrüßen das neue Jahr gerne mit Silvesterraketen. Doch Böller und Feuerwerk sind nicht überall erlaubt.

    Böllern an Silvester: Was gilt in Oberfranken?

    Der Jahreswechsel steht bevor und die Menschen planen ihre Silvesterpartys. Bei vielen spielen Böller und Raketen eine Hauptrolle. Was in diesem Jahr in den größeren Städten in Oberfranken erlaubt ist und was nicht - wir haben es zusammengetragen.

    Das alte Jahr ist um, das neue soll natürlich besser werden und entsprechend farbenprächtig und lautstark begrüßt werden. Nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie ist die Lust am Böllern wieder erwacht. Neben den üblichen Regeln zum Brandschutz und zur Unfallvermeidung gilt es in manchen Städten in Oberfranken aber auch, Böllerverbotszonen zu beachten.

    Bayreuth: Schutz der historischen Gebäude

    Auch beim kommenden Jahreswechsel darf in bestimmten Zonen der Bayreuther Innenstadt kein Silvester-Feuerwerk abgebrannt werden. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats hat das entsprechende Verbot Anfang Dezember erneuert. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern an Silvester und Neujahr ist in bestimmten Innenstadtzonen bereits seit drei Jahren nicht mehr erlaubt. Es geht vor allem darum, sensible Bauten zu schützen. Deshalb gilt das Verbot wieder für einen Teilbereich des historischen Zentrums, etwa rund um das Markgräfliche Opernhaus, die Maximilian- und die Friedrichstraße sowie das historische Gassenviertel. Die Stadträte wollen mit dem einstimmigen Nein zu Böllern auch die Gesundheit der Bürger schützen und Feinstaubbelastung und Müllmenge in der Innenstadt minimieren.

    Bamberg: Kein generelles Verbot, aber böllerfreie Zonen

    Ein komplettes Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt in der Stadt Bamberg in Teilen der Altstadt, auf der Altenburg sowie der ehemaligen Klosteranlage Michaelsberg. Das Verbot gilt auch auf privaten Grundstücken innerhalb der Verbotszonen. Hierdurch soll historischer Gebäudebestand geschützt werden. Zusätzlich dient es dem Schutz der Menschen, da in den teilweise engen Altstadtgassen Lösch- und Rettungsarbeiten schwieriger sind als in anderen Bereichen der Stadt.

    Coburg: Kein Feuerwerk und keine Besucher auf der Veste

    In Coburg und in Wunsiedel gelten in der Silvesternacht die allgemeinen Vorgaben, die grundsätzlich überall gültig sind: Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Fachwerkhäusern ist verboten.

    Um die Brandgefahr für die vielen historischen Gebäude in der Coburger Innenstadt - Schloss Ehrenburg, das Landestheater, das Naturkundemuseum, Stadt-, Rat- und Zeughaus - zu reduzieren, bittet Ordnungsamtsleiter Kai Holland: "In deren Umkreis soll grundsätzlich jedes Feuerwerk unterbleiben." Um einer Brandgefahr für die Veste Coburg zu minimieren, wird die Festungsanlage am 31. Dezember um 22 Uhr für den Publikumsverkehr geschlossen.

    Kulmbach: Schlösserverwaltung verbietet Feuerwerk auf Plassenburg

    Die Bayerische Schlösserverwaltung, die neben der Veste Coburg auch für die Plassenburg in Kulmbach zuständig ist, weist darauf hin, dass rund um die bayerischen Schlösser, Burgen und Residenzen ganztägig am 31. Dezember und 1. Januar keine Feuerwerkskörper abgebrannt werden dürfen. Darunter fallen in Oberfranken auch das Neue Schloss sowie das Alte Schloss in der Eremitage in Bayreuth, der morgenländische Bau in Sanspareil, die Burg Zwernitz, Schloss Seehof im Landkreis Bamberg, die Neue Residenz und die Alte Hofhaltung in Bamberg und Burg Lauenstein in Ludwigsstadt.

    Marktredwitz: Bäume statt Böller

    Die Stadt Marktredwitz macht all denen ein Angebot, die ihr Geld nicht für Böller, sondern lieber für etwas Zukunftsträchtiges ausgeben möchten. Sie hat ein Spendenkonto eingerichtet, auf das alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen können. Mit dem Erlös pflanzt die Stadt neue Bäume. Die Aktion sei schon in den vergangenen Jahren gut gelaufen, heißt es aus Marktredwitz. Sie sei nicht nur gut für das grüne Erscheinungsbild der Stadt, sondern auch für die Umwelt.

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