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Audi geht wegen Halbleiter-Engpass in Kurzarbeit | BR24

© picture alliance / imageBROKER | Stephan Goerlich

Mitarbeiter im Audi-Werk Ingolstadt (Symbolbild).

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    Audi geht wegen Halbleiter-Engpass in Kurzarbeit

    Audi meldet wegen Halbleiter-Engpässen Kurzarbeit an. Wie das Unternehmen mitteilte, sind von den Lieferschwierigkeiten viele Werke weltweit betroffen, aber eben auch die beiden deutschen Werke in Neckarsulm und Ingolstadt.

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    Von
    • Susanne Pfaller

    In Ingolstadt fahren die Bänder 1 und 2 nach der aktuell noch andauernden Weihnachtspause am kommenden Montag (18. Januar) nur für drei Tage hoch. Danach stehen sie wegen der Kurzarbeit wieder still.

    Bislang hat das Unternehmen für sieben Tage Kurzarbeit angemeldet, also bis Freitag, den 29. Januar. Wie es danach weitergeht, ließ das Unternehmen noch offen. In Ingolstadt sind rund 9.300 der insgesamt 43.000 Audianer von der Maßnahme betroffen. Am Donnerstag Nachmittag hat Audi seine Mitarbeiter informiert.

    Grund für Kurzarbeit: "Massiv eingeschränkte Liefersituation bei Halbleitern"

    Als Grund für die Kurzarbeit nennt Audi "eine massiv eingeschränkte Liefersituation bei Halbleitern, die herstellerübergreifend für erhebliche Störungen in der weltweiten Fahrzeug-Produktion“ führt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und den daraus resultierenden Absatzrückgängen in der Autoindustrie hätten führende Halbleiterhersteller ihre Produktion auf andere Abnehmerbranchen umgestellt – zum Beispiel auf den Consumer-Bereich, der aufgrund der 5G-Technik eine erhöhte Nachfrage nach Chips aufweist, so Audi weiter.

    Steigende Nachfrage in China verschärft Bauteil-Mangel

    Nach dem massiven Absatzrückgang in 2020, berichtet Audi, dass sich "die Automärkte wieder deutlich erholt“ hätten. Vor allem in China steige die Nachfrage. Dies verschärfe für die Autobauer den Mangel an elektronischen Bauteilen. "Das gilt auch für den Volkswagen-Konzern und somit für Audi“.

    Audi muss die Fertigung sowie tangierende Bereiche deshalb an einzelnen chinesischen, nordamerikanischen und europäischen Standorten im ersten Quartal 2021 an die jeweils aktuelle Versorgungssituation anpassen. Betroffen von der Kurzarbeit ist auch ein Teil der Beschäftigten an den Audi-Standorten Ingolstadt und Neckarsulm.

    Noch offen, wie es danach weiter geht

    In Ingolstadt stehen die Fertigungslinien I und II ab Donnerstag, 21. Januar, bis voraussichtlich Freitag, 29. Januar, still. In Neckarsulm ruht bereits ab Montag, 18. Januar, die A4- und A5-Montage. Wie es danach weitergeht, ist noch offen.

    "Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage über diesen Zeitraum hinaus bleibt sehr komplex“, schreibt dazu das Unternehmen.

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