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Anschläge auf Bamberger Bordell: Endlich soll ein Urteil fallen | BR24

© BR-Studio Franken/Rika Dechant

Landgericht Bamberg

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    Anschläge auf Bamberger Bordell: Endlich soll ein Urteil fallen

    Sieben Männer stehen in Bamberg vor Gericht, weil sie Anschläge auf ein konkurrierendes Bordell verübt haben sollen. In dem langwierigen Prozess vor dem Landgericht soll nun endlich das Urteil fallen.

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    Seit Monaten beschäftigt sich das Landgericht Bamberg mit Anschlägen auf ein Bordell und dem damit verbundenen Machtkampf im Bamberger Rotlichtmilieu. Nun steht der langwierige Prozess vor dem Ende. Heute soll nun endlich das Urteil verkündet werden.

    Anschläge auf Bordell in Bamberg

    Sieben Männer aus dem Raum Bamberg im Alter von 24 bis 55 Jahren müssen sich vor dem Landgericht Bamberg verantworten, unter anderem wegen schwerer Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Laut Staatsanwaltschaft sollen sie zwischen Sommer 2016 und Januar 2017 Brandanschläge und Anschläge mit stinkender Buttersäure verübt haben, um ein konkurrierendes Bordell zur Aufgabe zu zwingen.

    Bei einem der Anschläge war auch ein Molotowcocktail geworfen worden. Die Männer hätten billigend in Kauf genommen, dass Personen zu Schaden, so die Staatsanwaltschaft.

    55-Jähriger als Drahtzieher für Anschläge?

    Als Drahtzieher gilt der 55 Jahre alte Hauptangeklagte. Er hatte die Vorwürfe jedoch zurückgewiesen. Er habe erst im Nachhinein von den Anschlägen erfahren, sagte er. Seine Geschäfte seien bis zuletzt gut gelaufen. Es habe also keinen Grund gegeben, andere Betriebe zu bekämpfen. Sein Verteidiger plädierte deshalb auf Freispruch.

    Haftstrafen von bis zu sieben Jahren möglich

    Die Staatsanwaltschaft verlangte in ihrem Plädoyer Strafen von zweieinhalb Jahren bis sieben Jahren und zehn Monate für die Angeklagten. Das Urteil in dem Prozess hätte bereits Anfang Juli fallen sollen – hatte sich aber verzögert, weil noch weitere Zeugen befragt werden sollten.