Bayern 1 - Experten-Tipps


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Kürbis Chutney Geraspeltes Hokkaido-Chutney

Wenns mal fruchtig pikant werden darf! Mit dem Kürbis Chutney kann auch ein vermeintlich kühles Kompott zu einem pikant heißen Date auf der Zunge werden. Dieses Rezept von Alexander Herrmann ist jedenfalls zu allem fähig!

Stand: 12.02.2015

Kürbis Chutney | Bild: colourbox.com

Fruchtig pikant wird es mit Alexander Herrmann beim Kürbis Chutney. Dabei gibt die Mischung den "Kick" für ein Chutney, das immer dann passt, wenn es draußen kühl ist. Drei Dinge sind für ein schmackhaftes Chutney oder wie es der Bayern 1-Sternekoch nennt: „Kompott“ notwendig. Dabei liegt der Unterschied zum klassischen Kompott im Einsatzgebiet. Ein Kompott fungiert oftmals als reines Dessert, ein Chutney ist dagegen multifunktional einsetzbar. Speziell das Kürbis Chutney kann von der warmen Zugabe zur Hauptspeise über einen gekühlten Farbtupfer zu Geflügel bis hin zur klassischen Abrundung als Dessert zu einer Mahlzeit gereicht werden.

Einmal entschieden, wozu es das fruchtige Gemüse mit der besonderen Schärfe geben soll, geht es mit den Tipps von Alexander Herrmann an die Zubereitung. Faustregel für ein Chutney sind drei Hauptbestandteile: Schalotten, eine Frucht und die entsprechende Würze. Für die Zubereitung des Kürbis-Chutneys empfiehlt der Bayern 1-Sternekoch einen Hokaido-Kürbis für die, die es ein bisschen fester mögen. Für die weichere Variante ist ein Bauernkürbis ideal.

Zutaten für 2 Personen

  • 1/2 Hokkaido Kürbis
  • 4 Schalotten
  • 1 Orange
  • 1 rote Chili-Schote
  • 6 getrocknete Aprikosen
  • 100ml Gemüsebrühe
  • 1 TL Surry
  • 1 EL Zucker, Olivenöl und Salz

Im ersten Schritt werden die Schalotten angeschwitzt, sie bekommen im glasigen Zustand "Besuch" von einer Aprikosenmarmelade, die im Topf leicht karamellisiert wird. Zum entfalten der Aromen kommt ein bisschen Orangensaft, Salz und Olivenöl im zweiten Schritt hinzu. Wer mag, kann auch mit Gemüsebrühe auffüllen, bevor der Kürbis nicht zu fein in den Topf geraspelt wird. Wichtig ist dabei, nicht die feinste Raspelstufe zu nehmen, da sonst das Fruchtfleisch verkocht oder schlimmstenfalls verbrennt, so Alexander Herrmann.

Kräftig orange und fruchtig zugleich: Mit einem Kürbis lässt sich ein pikantes Chutney zaubern.

Für die pikante Note im Kürbis Chutney sorgt die frische Chilli, die in feinen Streifen zum Schluss hinzugegeben wird. Dabei sollte jeder seinem eigenen Geschmack folgen, um den Schärfegrad abzuschmecken. Wichtig ist nach Empfehlung vom Bayern 1-Sternekoch, dass die Schärfe nicht den fruchtigen Geschmack ersetzen, sondern beide in einer ausgeglichenen Harmonie sich nebeneinander ergänzen sollten.

Als besonderes Schmankerl darf es nach Alexander Herrmann auch ein wenig experimentierfreudig auf dem Teller zugehen. Ganz klar, Geflügel ist eine optimale Hauptspeise zum Chutney. Die Steigerung dazu wäre ein Schweinsbraten, der sich geschmacklich ebenso ideal einfügt. Ganz allgemein passt zu dieser fruchtig pikanten Variante jede Speise, die im Kontrast steht und gebraten wird, da sich auf diese Weise zwei Geschmacksrichtungen sehr gut vereinen lassen.

Alexander Herrmann wünscht Ihnen einen guten Appetit!


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