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Hibiskus überwintern Woran Sie winterharten Hibiskus erkennen

Die meisten Hibiskus-Arten sind nicht winterhart und müssen im Herbst ins Winterquartier umziehen. Wir zeigen Ihnen woran Sie einen winterfesten Hibiskus erkennen und worauf Sie beim Überwintern achten sollten.

Stand: 02.10.2018

Hibiskus in lila | Bild: mauritius-images

Sie sind gelb, hell- und dunkelblau, lila, sanft rosa oder blutrot - die Blüten des Hibiskus oder Eibisch gibt es in vielen verschiedenen Farben. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien. Bei uns in Bayern wächst der Hibiskus in vielen Gästen ebenso wie auf der Fensterbank. Ein Hibiskus braucht immer gut durchlässigen, frischen bis mäßig trockenen Boden mit einem hohen Nährstoffgehalt. Die Hibiskuspflanzen lieben es sonnig und warm. Deshalb sind auch nicht alle Sorten winterfest.

Winterharte Hibiskusarten

Grundsätzlich überstehen nur die wenigsten Hibiskussorten den Winter in Deutschland unbeschadet. Sollten Sie einen Strauch-Eibisch, Scharlach-Hibiskus, einen Sumpf-Eibisch oder den weitverbreiteten Garten-Eibisch (Hibiscus syriacus) in Ihrem Garten gepflanzt haben, dann haben Sie Glück. All diese Sorten sind winterfest. Dazu zählen auch die Sorten Blue Bird, Chiffon, Hamabo, Lady Stanley, Lavender Chiffon, Luna, Monstrosus, Pillar Weiß, Pink Giant, Russian Violet, William R. Smith und Woodbridge. Sie alle überstehen einen Winter im Freien.

Ist mein Hibiskus winterhart?

Sollten Sie nicht genau wissen, welche Sorte Sie in Ihren Garten oder in den Kübel auf der Terrasse gepflanzt haben, dann kann die Farbe der Blüte ein Indiz dafür sein, ob es sich um einen winterfesten Hibiskus handelt. Gartenhibisken haben meist eine weiße, rosa, lila oder blaue Farbe, die ganz natürlich wirkt. Alle anderen Pflanzen mit knalligeren Farben sollten Sie über den Winter nach drinnen stellen.

Der Gartenhibiskus liebt sonnige und geschützte Plätze zum Beispiel in Terrassennähe oder in Innenhöfen. Im Sommer benötigt er ausreichend feuchte Böden, verträgt aber keine Staunässe. Wenn der Hibiskus in die Erde gepflanzt wurde, dann können Sie ihn über den Winter etwas schützen, indem Sie eine dicke Mulchschicht aus Laub oder Reisig im Wurzelbereich auslegen. Auch angewachsene Bodendecker speichern die Wärme im Boden. Wächst der winterharte Hibiskus in einem Topf, dann ziehen Sie ihn im Herbst nah an eine geschützte Hauswand heran und stellen Sie den Topf auf eine isolierende Unterlage aus Holz oder Styropor. So ist der winterharte Gartenhibiskus gewappnet für die kalte Jahreszeit.

Nicht winterfeste Hibiskussorten

Die meisten Hibiskus-Arten sind nicht winterhart und müssen im Herbst in ein Winterquartier umziehen. Vor allem der Chinesische Eibisch (Hibiscus rosa-sinensis) oder Rosen-Eibisch sowie der Hibiscus caesius (Kletterhibiskus), Hibiscus El Capitolio und der gelbe Hibiscus calyphyllus sind nicht winterhart.

Diese Hibiskus-Sorten wachsen meistens im Topf und brauchen ebenfalls das ganze Jahr über viel Sonne und einen hellen Platz. Eine normale Zimmertemperatur ist ideal. Im Winter dürfen es gerne ein paar Grad weniger sein. Sobald es draußen kälter als zwölf Grad Celsius wird, sollten Sie den Hibiskus nach drinnen bringen.

Auch hier gilt: Wenn Sie Nichts über die Winterhärte Ihrer Zuchtsorte wissen, dann kann man anhand der Blüte auf die Winterhärte schließen. Ist eine Zuchtsorte besonders farbenprächtig und besitzt große und gefüllte Blüten, dann sind all die anderen Fähigkeiten wie Frosttoleranz oder die Eigenschaft zur Akklimatisierung meist unterentwickelt. Deshalb sollten besonders schöne Hibiskuspflanzen im Zweifel besser nicht im Freien überwintern.

Hibiskus Pflege im Winter

Sie sollten Ihren Hibiskus Anfang Oktober in das Winterquartier bringen. So können Sie ganz sicher sein, dass der Übergang von der Freiluftsaison in die Überwinterung ohne abrupte Wechsel von Temperatur und Licht einhergeht. Wählen Sie einen hellen Standort. Ein mäßig geheizter Raum (ca. 15 Grad Celsius) oder ein Wintergarten sind für den Hibiskus ideal. Gönnen Sie Ihrem Hibiskus eine Ruhepause. Nur hin und wieder gießen reicht vollkommen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet.

Die wichtigste Pflegemaßnahme im Winter ist die Kontrolle auf Schädlinge. Auch Schildläuse, Blattläuse und Spinnmilben lieben es warm. Am besten wäre es die Schädlinge zu entfernen bevor der Hibiskus ins Winterlager wandert.

Und so machen Sie Ihren Garten winterfest.


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