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Tricks für Kuchen und Kekse Erste Hilfe bei Back-Problemen

Ein Ei zuviel oder kein Mehl mehr im Haus, nicht sicher, ob das Backpulver noch wirkt? Mit diesen 11 Tricks vom Konditor meistern Sie Backprobleme wie ein Profi.

Stand: 11.12.2017

Diese Profitricks überraschen auch geübte Hobbybäcker. | Bild: picture-alliance/dpa

1. Für Mürbeteig immer Puderzucker verwenden - auch wenn im Rezept Zucker steht, können Sie ihn problemlos durch die pudrige Variante ersetzen. "Das Gebäck wird so viel zarter", sagt Bäckermeister und Konditor Robert Döppert.

2. Für eine gleichmäßige und glatte Glasur wie bei den Profis, sollten Sie Plätzchen und Kekse vorher aprikotieren. Dafür Aprikosenmarmelade mit etwas Wasser erhitzen und das Gebäck dünn bestreichen. Das verschließt die Poren und sorgt für eine ebenmäßige Fläche.

3. Eigelb und Eiweiß sind zusammen in die Schüssel gefallen oder ein kleines Stückchen Schale ist im Ei gelandet? Damit beim Griff danach nicht alles wegglitscht einfach die Finger vorher in kaltes Wasser tunken.

Pefekt glatte Kuchen backen

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4. Vergessen die Butter rauszulegen? Einfach ein angewärmtes Glas über die Butter stülpen.

5. Um zu verhindern, dass Tortenböden beim Backen in der Mitte einen Hubbel bekommen, wickeln Sie ein kühles feuchtes Tuch (ein Stück Stoffrest eignet sich gut) oder Alufolie um die Form. So erhitzt sich die Form gleichmäßig und der Kuchen geht an allen Stellen gleich auf.

6. Sie wollen mehr Ballaststoffe im Kuchen? Sie können die im Rezept angegebene Menge Mehl ohne Probleme bis zur Hälfte durch Vollkornmehl ersetzen. "Dann sollten Sie aber etwa fünf bis zehn Prozent mehr Flüssigkeit, zum Beispiel Milch, dazugeben", sagt Konditor Döppert. Sonst wird das Gebäck zu trocken.

7. Brauner Zucker schmeckt im Gebäck gut, wird aber im Schrank hart wie Stein. Kein Problem: Einfach den Zuckerklumpen in eine Schale geben, ein feuchtes Tuch darüber legen und für ein paar Sekunden in die Mikrowelle geben.

Ist das Backpulver abgelaufen?

8. Ihr Rührkuchen wird nicht locker und luftig, sondern hart? Dann haben Sie vielleicht zu viel gerührt. Während Butter und Zucker luftig aufgeschlagen werden, sollte der Teig nachdem das Mehl hinzugefügt wurde, nur noch kurz verrührt werden.

9. Das Backpulver ist schon etwas älter? Kein Problem, solange es noch wirkt. Wenn nicht könnte der Kuchen eine eher flache Angelegenheit werden. Um zu testen, ob das Pulver noch den gewünschten Effekt hat, einfach einen Teelöffel davon in ein Glas heißes Wasser geben. Passiert nichts, ist das Backpulver leider zu alt. Wenn das Gemisch blubbert, geht auch Ihr Kuchen auf.

10. Das richtige Mehl ist die Voraussetzung für gelungenes Gebäck. Weizenmehl Type 405 eignet sich besonders für sehr feine Backwaren wie Kuchen und Kekse, mit 550er Mehl erzielen Sie besonders gute Ergebnisse bei Hefeteig und Brot. Neben Quark-Öl-Teig macht sich das Mehl aber auch in Mürbeteig oder Brandteig gut.

11. Ein paar Minuten zu lange im Ofen und der Kuchen ist trocken? Tränken macht ihn wieder saftig: "Beträufeln Sie den Kuchen mit Fruchtsaft oder einer Mischung aus Fruchtsaft und etwas Alkohol“, empfiehlt der Konditor. Das klappt bei einzelnen Tortenböden genauso wie bei einem ganzen Rührkuchen.

Sie haben nicht genug Eier, Butter oder Mehl zuhause? Mit diesen Tipps können Sie ganz einfach Zutaten ersetzen.


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