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Zwillingsstudie zeigt: Vorliebe für Hunde ist erblich | BR24

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Die Vorliebe für Hunde ist erblich bedingt. Das beweist eine Zwillingsstudie.

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    Zwillingsstudie zeigt: Vorliebe für Hunde ist erblich

    Forscher aus Großbritannien und Schweden wollten wissen, ob die Liebe zu Hunden genetisch bedingt ist. Anhand einer Zwillingsstudie analysierten sie Hundehalter-Daten von rund 35.000 schwedischen Zwillingspaaren.

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    Hunde waren die ersten domestizierten Tiere und haben seit mindestens 15.000 Jahren eine enge Beziehung zum Menschen. Ein Hund in der Familie während der Kindheit ist häufig mit dem Besitz eines Hundes im Erwachsenenalter verbunden.

    Sind dabei Umwelteinflüsse das Entscheidende oder hängt die Wahl des Haustieres von genetischen Einflüssen ab? Dieser Frage sind britische und schwedische Forscher nachgegangen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie am 17. Mai 2019 im Fachmagazin Scientific Reports.

    Es gibt viele gute Gründe für einen Hund

    Hundebesitzern wird im Allgemeinen nachgesagt, dass sie körperlich aktiver sind, was dazu führt, dass die Anschaffung eines Hundes auch der Verbesserung ihrer Gesundheit dient. Auch gibt es Hinweise darauf, dass Hundebesitzer sich weniger einsam und insgesamt wohler fühlen, insbesondere bei alleinstehenden Personen und älteren Menschen ist dies häufig der Fall. Solche Umweltfaktoren können sich auf die Entscheidung für einen Hund im Erwachsenenalter sowie auf die gesundheitlichen Ergebnisse auswirken.

    Eineiige Zwillinge zeigen gemeinsame Vorlieben

    Bislang gab es aber keine Studien, die untersucht haben, ob es eine genetische Veranlagung für das Leben mit einem Hund gibt. Um dem nachzugehen, befragten die Forscher insgesamt 35.000 schwedische Zwillingspaare - eineiige und zweieiige im Alter zwischen 20 und 75 Jahren. Bei eineiigen ist das Erbmaterial identisch. Die Forscher aus Uppsala und Liverpool stellten fest, dass in solchen Fällen beide Zwillinge oder keiner von beiden einen Hund hat.

    Hundebesitzer oder nicht - eine Frage des Erbguts

    Bei zweieiigen Zwillingen, bei denen sich das Erbgut so ähnelt wie bei anderen Geschwistern, ließ sich dagegen keine einheitliche Hundeliebe erkennen. Mancher Zwilling hatte ein Haustier, der andere aber nicht. Das zeige, dass es stark vom Erbgut abhängt, ob jemand Hundebesitzer ist oder nicht, folgern die Wissenschaftler in ihrer Studie.