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Die vierbeinigen Spürnasen Hunde als unentbehrliche Assistenten und Helfer

Ihre Spürnase und ihr soziales Verhalten machten Hunde schon immer zu menschlichen Helfern: als Blindenführhund, als Jagd- und Rettungshund. Immer öfter werden verlässliche Vierbeiner auch als Assistenzhunde für Diabetiker und Epileptiker eingesetzt.

Von: Anja Bühling

Stand: 04.04.2018

Hunde-Spürnasen | Bild: picture-alliance/blickwinkel

Unglaubliche Spürnasen und treue Begleiter

200 Millionen Geruchsrezeptoren machen den Hund zur Spürnase

Gegen einen Hund kommt der Mensch mit seinem Riechorgan nicht an: Hat ein Mensch rund sechs Millionen Geruchsrezeptoren in der Nase, sind es bei einem Hund 200 Millionen. Dadurch können Hunde die kleinsten Stoffmengen eines Duftes wahrnehmen und Geruchsveränderungen aufspüren. Ein Hund kann zum Beispiel den Zucker eines Zuckerwürfels erschnuppern, der in einen Swimmingpool geworfen wurde.

Was sich in Tieren abspielt, damit sie einer Geruchsspur folgen und das Gesuchte finden, ist noch relativ unbekannt. Allerdings deuten Versuche an, dass Hunde durchaus einen Geruch mit etwas Bestimmtem verbinden, also eine Vorstellung davon haben, was sie suchen.

Den Hund als Spürnase hat der Mensch schon früh bei der Jagd eingesetzt. Mittlerweile kommen die Hunde bei der Personen- und Drogenfahndung zum Einsatz und werden als Assistenzhunde ausgebildet, um Diabetikern oder Epileptikern zu helfen.

Hunde sind Gemeinschaftstiere und kommunikativ. Je nach Rasse und Charakter lassen sie sich für spezielle Aufgaben besser, schlechter oder gar nicht ausbilden. Manche sind für die Jagd-, andere als Herden- und Hütehunde, wieder andere als Such- und Spürhunde besser geeignet. In Schulen und Seniorenheimen werden ausgebildete Tiere als Lesehund oder "Sozialarbeiter" eingesetzt. In manchen Büros sorgen sie für ein positives Arbeitsklima. Blinde und Rollstuhlfahrer begleiten sie durch die Hindernisse des Alltags. Bei vielen Aufgaben ist nicht nur die feine Nase, sondern vor allem auch das feine Gespür der Tiere gefragt.

Diabetiker-Warnhund

Die Ausbildung zu einem Diabetikerwarnhund dauert 18 bis 24 Monate.

Sinkt der Blutzuckerspiegel eines Menschen, verändert sich der Geruch des Atems und des Schweißes durch den geringeren Zuckergehalt des Blutes. Zudem verändert die sinkende Sauerstoffsättigung auch die Atemgeschwindigkeit minimal. Diese Veränderungen, davon gehen Befürworter der Assistenzhunde aus, kann ein Hund wahrnehmen. Genaue Studien darüber gibt es nicht. Jedoch können darauf trainierte Hunde in solch einem Fall die Veränderung anzeigen. Genau das machen Diabetikerwarnhunde: Die Assistenzhunde reagieren, wenn der Blutzucker des Frauchens sinkt. Sie springen dann zum Beispiel an ihr hoch, um die Gefahr anzuzeigen. Andere Hunde stupsen ihr Herrchen an – die Art des Warnens ist dem Hund angeboren. Dabei reagieren die Hunde schon, bevor die Blutzuckerwerte unter 70 oder über 250 gestiegen sind, das heißt: Der Betroffene ist frühzeitig gewarnt und kann noch rechtzeitig reagieren.

Die Ausbildung zu solch einem Diabetikerwarnhund dauert zwischen 18 und 24 Monaten. Die Tiere können Erwachsenen und Kindern helfen. Wichtig dabei ist eine tiefe Vertrauensbasis zwischen Mensch und Tier. Ob ein Hund so sensibel und zuverlässig ist, rechtzeitig zu warnen, kann er laut Experten nicht erlernen. Diese Fähigkeit ist ihm angeboren und kann durch eine gezielte Ausbildung gefördert werden.

Epilepsie-Warnhund und Epilepsie-Anzeigehund

"Ein Hund muss als Epilepsie-Warnhund geboren werden, man kann ihn nicht zum Epilepsie-Warnhund machen!", das betont das Deutsche Assistenzhunde-Zentrum. Dort werden auch Hunde ausgebildet, die Menschen mit Epilepsie vor einem nahenden Anfall oder Krampf warnen sollen. Woran Hunde genau erkennen, dass ein epileptischer Anfall droht, ist nicht erforscht. Eine Studie des Assistenz-Zentrums aus dem Jahr 2013/14 legt nah, dass die Hunde eine sinkende Sauerstoffsättigung im Blut wahrnehmen.

Lebt ein Anzeigehund mit einem Epileptiker, lernt er ihn sehr genau kennen, lebt in einer engen Beziehung mit ihm und kann die Vorboten eines Anfalls erkennen, bevor der Betroffene sie selbst spürt. Der Warnhund gibt dann entsprechende Zeichen, den Anfall kann er aber natürlich nicht verhindern. Deshalb lernen ausgebildete Epilepsie-Warnhunde, wie sie sich dann verhalten müssen: Ihnen wird antrainiert, bei einem Anfall zu Hause eine Alarmklingel zu betätigen, im Freien Hilfe zu holen oder nach einem Anfall den Betroffenen nach Hause zu führen. Ohne großes Vertrauen beiderseits ist solch eine Leistung nicht möglich. Nur ein pflichtbewusster, gehorsamer Hund kann solch einen – möglicherweise lebensrettenden – Dienst erfüllen. Allerdings muss auch klar sein: Auch ein Hund kann müde und abgelenkt sein oder im falschen Moment schlafen.

In einer kanadischen Studie am Alberta Children's Hospital aus dem Jahr 2004 wurden 45 Familien mit epileptischen Kindern und Familienhunden befragt. Die Studie zeigte: Zu 80 Prozent hatten die Familien große Hunde: Mischlinge und Rassehunde wie Schäferhund, Collie, Großpudel, Sheltie, Akita, Rottweiler, Golden Retriever und Pyrenäenberghund. Und in 80 Prozent der Fälle hatten die Hunde Anfälle angezeigt, ohne darauf trainiert zu sein. Weitere Studien zeigen, dass die Hunde die Lebensqualität der Betroffenen enorm steigern, weil die Epileptiker viel weniger Angst vor Anfällen haben und die Anzahl der Anfälle selbst sinkt.

Gehölz-Pathogen-Spürhund

Pilze wie der Brandkrustenpilz oder der Riesensporling und tierische Schädlinge wie der Weidenbohrer oder der Laubholzbockkäfer – sie alle können von speziell ausgebildeteten Gehölz-Pathogen-Spürhunden an Bäumen aufgespürt und angezeigt werden. Für Förster und Baumsachverständige ist das eine sehr zeitsparende Hilfe bei der Beurteilung des Baumbestands..

Dabei werden die zum Beispiel an der Universität Göttingen ausgebildeten Vierbeiner nicht auf bestimmte Gerüche trainiert, sondern zumeist "universell". Das bedeutet, sie können Erreger ausfindig machen, die ihnen zuvor angezeigt wurden. Dem Pathogen-Spürhund wird vor dem Einsatz – ähnlich einem Personensuchhund – ein spezieller Geruch eines Baumschädlings zum Beispiel in einer Plastiktüte unter die Nase gehalten. Der Hund folgt dann genau dieser Geruchsspur. Hat der Spürhund den Schädling am Baum entdeckt, zeigt er ihn durch sein Verhalten an, zum Beispiel durch Hinlegen oder Bellen.

"Museumsspürhund"

Der Weimaraner Riley soll mit seinem Geruchssinn Kunstwerke vor Schädlingen schützen.

Nach Schädlingen soll auch der Weimaraner-Welpe Riley suchen. Allerdings ist sein Arbeitsplatz das Museum of Fine Arts in Boston. In der US-amerikanischen Ostküstenmetropole ist Riley laut Museum Protagonist eines bisher einzigartigen Projekts: Der Hund soll dazu ausgebildet werden Motten, Holzwürmer und andere Schädlinge oder auch Pilzspuren zu entdecken, die den Kunstwerken schaden könnten.

Im Herbst 2017 kam die Idee für den Mottendetektiv bei Gesprächen zwischen Mitarbeitern verschiedener Museumsabteilungen auf. Riley wurde am 14. Oktober 2017 geboren und kam als Haustier zu Museumsmitarbeiterin Nicki Luongo. Wenn sie zur Arbeit geht, kommt Riley mit. "Weimaraner sind sehr intelligent und haben einen unglaublichen Geruchssinn", sagt die stellvertretende Museumschefin Getchell. "Rileys Aufgaben als Schnüffelhund passen also sehr gut zu seiner Hunderasse." Riley soll mit seinem guten Geruchssinn ergänzend zu den konservatorischen Maßnahmen des Museums eingesetzt werden. Wenn der Hund bestimmte Schädlinge erschnüffelt hat, soll er sich vor das befallene Kunstwerk setzen. Danach können die Mitarbeiter dem Verdacht nachgehen. Damit der Hund in Ruhe arbeiten kann, soll er nur eingesetzt werden, wenn das Museum geschlossen ist, denn schon jetzt hat Riley – owohl er noch in der Ausbildung ist – viele streichelwütige Fans.

Lawinenhund

Lawinenhund bei einem Training in den bayerischen Alpen

Ist eine Lawine abgegangen und ein Notruf bei der Bergwacht eingetroffen, weil ein Mensch verschüttet wurde, machen sich die Bergwacht und ihre Hundeführer mit speziell ausgebildeten Lawinenhunden so schnell wie möglich auf den Weg. Denn nur 15 Minuten nach der Verschüttung eines Opfers sinkt seine Überlebenschance rapide: In einer halben Stunde sind zwei von drei Lawinenopfern tot. Nimmt ein Lawinenhund die Geruchsfährte selbst in betonhartem Schnee auf, kann er noch unter einer bis zu sieben Meter tiefen Schneedecke einen Menschen finden. Dann fängt er mit den Pfoten an, nach dem Verschütteten zu graben. Damit wissen die Rettungskräfte, an welcher Stelle sie sondieren müssen.

Damit die Suche im Notfall erfolgreich ist, muss ein Rettungsteam aus Hund und Hundeführer immer wieder trainieren, auch im Sommer. Für seine Arbeit muss der Hund am Ende immer wieder belohnt werden, denn genau deshalb sucht er so fleißig: Neben einer Beißwurst sind Streichelheiten und gesprochenes Lob für den Hund wichtig. Denn nur, wenn er sich richtig über eine Belohnung freuen kann, wird er sich immer wieder auf das Spiel einlassen, das die Suche für den Hund darstellt.

Mantrailing-Hunde: Suche nach einer Einzelperson

Intensivlehrgang für Hundeführer und ihre Hunde in der Zollhundeschule Neuendettelsau

Bei den Rettungshunden gibt es zahlreiche Spezialisten, wie Trümmersuchhunde, Lawinenhunde oder "Wasserhunde". Zudem werden Hunde darauf trainiert, in unwegsamem Gelände wie einem großen Waldstück nach menschlichen Spuren zu suchen. Diese Flächensuch-Hunde durchstöbern das Gebiet und geben durch Verbellen oder indem sie ihren Hundeführer zu der gefundenen Person bringen, ihren Fund an. Die Gerüche und Spuren, nach denen der Hund sucht, sind dabei nicht spezifisch, nur "menschlich".

Dagegen sind Mantrailing-Hunde darauf spezialisiert, eine bestimmte Person anhand ihres spezifischen Geruches zu finden. Sie beginnen die Suche meist an dem letzten Ort, an dem der Vermisste sich aufgehalten hat. Dort bekommt der Hund einen Geruchsgegenstand wie eine Socke, ein Hemd oder ein Taschentuch vor die Nase gehalten, um die Spur aufnehmen zu können. Mantrailing-Hunde müssen sich ganz und gar auf diesen einen Geruch konzentrieren können, egal ob im Wald, in der Stadt oder auf der freien Flur. Diese Suche ist anstrengend und der Hund muss richtig belohnt werden, wenn er erfolgreich war – das ist seine Motivation.

Jagdhund

Jagdhund bei der Arbeit: Der Hund apportiert einen Feldhasen

Die feine Nase, eine eigene Jagdleidenschaft und die Freude am Apportieren sowie die Fähigkeit sich ausbilden zu lassen und auch in extremen Situationen auf seinen Menschen zu hören – das zeichnet einen Jagdhund aus. Seit rund 100 Jahren werden bestimmte Rassen speziell für die Jagd gezüchtet. Basis für eine erfolgreiche Beziehung zwischen Jäger und Jagdhund ist Vertrauen. Die Ausbildung, die einen Dackel, einen Vorstehhund oder einen Apportierhund zum Jagdhund macht, sollte schon im Welpenalter beginnen.

Wie der Bayerische Jagdverband erklärt, besteht eine Jagdhundeausbildung aus einem Grundkurs oder Hundeführerlehrgang sowie aus der Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung. Zudem gibt es die Ausbildung zum "Schwarzwildhund". Dabei wird der Hund zum Beispiel in einem sogenannten "Schwarzwildgatter" an Wildschweine herangeführt.

Herdenschutzhund

Herdenschutzhunde werden schon als Jungtiere an den Geruch "ihrer" Herde gewöhnt.

Gerade in der Diskussion um die zurückkehrenden Wölfe, Luchse und Bären und der Gefahr für Weidetiere, sind die Hütequalitäten von Hunden wieder im Gespräch. Herdenschutzhunde sollen neben Zäunen für den Schutz freilebender Weidetiere sorgen. Dabei haben die Hunde nur die Aufgabe, die ihnen anvertraute Herde vor zwei- und vierbeinigen Angreifern zu schützen.

Herdenschutzhunde wachsen häufig mit Weidetieren im Stall auf und sind vom Welpenalter an die Herdentiere gewöhnt. Dabei spielt das Geruchsbild der Herde eine prägende Rolle. Über den Geruch lernt der Hund, welche Tiere er zu beschützen hat. Zugleich muss er auch die Grenzen seines Territoriums, das er zu bewachen hat, kennen und akzeptieren, damit Wanderer oder Bauern, die am Zaun oder an der Herde vorbei laufen, nicht von ihm als Gefahr angesehen werden.

Geeignete Rassen, die auch über die nötige Größe, über Selbstvertrauen und die nötige Gelassenheit verfügen, sind zum Beispiel italienische Maremmano-Abruzzese, der Kaukasische Owtscharka, Kuvasz, Kangal oder Französische Pyrenäenberghunde.

Zollhund

Ein Drogenspürhund bei der Arbeit

Beim deutschen Zoll werden Hunde in zwei Bereichen ausgebildet: Als Spürhunde für Rauschgift, Zigaretten oder Bargeld und als Schutzhunde, die flüchtige Personen stellen und Zollbeamte vor Angriffen schützen. Um Hundeführer zu werden, muss man zwei Jahre Ausbildung im mittleren Dienst meistern. Hundeführer leben und arbeiten mit ihren Hunden und werden als Team ausgebildet und eingesetzt. Aktuell gibt es in Deutschland circa 450 aktive Zollhundeteams, ausgebildet in den beiden Zollhundeschulen im niedersächsischen Bleckede oder im bayerischen Neuendettelsau.

Auch bei diesen Gespannen ist Vertrauen die Grundlage der gemeinsamen Arbeit und: Die ausgebildeten Zollhunde müssen ihre Arbeit als Spiel ansehen, auf das sie sich konzentrieren. Haben die Hunde die Verstecke in Fahrzeugen oder Koffern gefunden, zeigen sie ihre "Beute" durch Einfrieren an. Das heißt, der Hund verharrt in seiner Haltung.

Blindenführhund

Blindenführhund mit seinem Arbeitsgeschirr

Sobald sie ihr Führgeschirr tragen, heißt es für die Hunde: Arbeit! Ein Blindenführhund hat ein unglaublich breitgefächertes Aufgabengebiet mit viel Verantwortung, denn der Blinde oder Sehbehinderte muss sich vollkommen auf ihn verlassen können. Macht er einen Fehler, kann der ihm anvertraute Blinde stolpern, bei Rot über die Straße gehen, eine Treppe hinunter fallen. Dabei ist ein Führhund nicht weniger Reizen ausgesetzt als seine "normalen" Artgenossen. So muss er jedem Drang widerstehen herumzutollen, Fahrradfahrer anzugehen oder sich von Kindern oder Gerüchen ablenken zu lassen. Er muss eigene Ängste überwinden und in U-Bahnen und Busse einsteigen oder sich auf Rolltreppen oder in gläserene Aufzüge stellen. Während seiner Arbeitszeit darf er sozusagen keine eigenen Wünsche haben – außer Frauchen oder Herrchen sicher zu geleiten.

Ob ein Hund für diese komplexe Aufgabe geeignet ist, sollen schon Wesenstests im Welpenalter herausfinden, bei dem der Hund vor allem beweisen muss, dass er friedfertig, intelligent, nervenstark und wesensfest ist. Als geeignet haben sich mittelgroße Hunde wie Labrador, Retriever, Königspudel sowie Deutsche Schäferhunde und Mischlinge erwiesen. Wird der Test bestanden, kommt der Anwärter in eine Patenfamilie. Dort soll er in familiärer Atmosphäre aufwachsen und langsam beispielsweise an das Autofahren, den Straßenlärm, den Kontakt mit anderen Menschen und Hunden sowie dem Umgang mit Hindernissen gewöhnt werden. Außerdem ist es wichtig, dass der Hund sich und den Menschen als eine Einheit begreift. Wenn der Hund dann zu einem Blinden kommt, muss er sich wohlfühlen und die Chemie zwischen Hund und Mensch muss stimmen – dann kann der Sehbehinderte durch den Hund ein großes Stück Freiheit und Unabhängigkeit zurückgewinnen.


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Jan Kerckhoff, Freitag, 18.Mai, 17:46 Uhr

1. Diabetes- und Epilepsie-Hund

Der Einsatz von sogenannten Diabetes- oder Epilepsiehunden ist stark umstritten. Viele Diabetes- und Epilepsie- und auch Hunde-Experten bezweifeln, dass Hunde zuverlässig den Zustand des Unterzucker anzeigen oder einen Epilepsie-Anfall vorhersagen können. Das hier zitierte "Deutsche Assistenzhunde-Zentrum" ist kein renommiertes, unabhängiges wissenschaftliches Institut. Die genannte Studie entspricht nicht den notwendigen wissenschaftlichen Standards. Von unabhängigen Experten gemachte Studien kommen zum Ergebnis, dass das Anzeigeverhalten von Diabeteshunden nicht besser als ein Zufallstreffer ist. Auf jeden Fall sind diese Hunde wesentlich unzuverlässiger als technische Hilfsmittel, wie Blutzuckermess-Sonden mit Alarmgeber. Wenn man dann noch die Kosten vergleicht: ein Diabeteshund schlägt leicht mit 25.000 Euro zu Buche, eine Insulinpumpe mit Mess-Sonde nur mit etwa 3000 Euro wundert es nicht, dass die Deutsche Diabetes-Gesellschaft vor der Anschaffung eines Diabeteshundes warnt.