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WHO: Impfquote gegen Kinderkrankheiten zu niedrig | BR24

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Impfen - ja oder nein? Welche Impfungen gibt es? Wie wirken sie auf den Körper? Welche Vor- und Nachteile haben sie?

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WHO: Impfquote gegen Kinderkrankheiten zu niedrig

Fast 20 Millionen Kinder weltweit haben 2018 lebensrettende Impfungen wie zum Beispiel gegen Masern, Diphtherie oder Tetanus nicht bekommen. Das berichten Gesundheitsexperten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des UN-Kinderhilfswerks Unicef.

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Die meisten der nicht ausreichend geimpften Kinder würden in Konfliktregionen oder in armen Ländern fernab von Kliniken - von Afghanistan bis zur Zentralafrikanischen Republik leben. Dort gebe es keine flächendeckenden Gesundheitsdienste oder Kinder erreichen die Kliniken wegen kriegerischer Auseinandersetzungen nicht. Sollten die Kinder an einer typischen Kinderkrankheit erkranken, hätten sie auch schlechtere Aussichten, behandelt zu werden, so die WHO.

Impfgegner erschweren internationale Impfprogramme

Die Gesundheitsexperten sind aber auch besorgt über den Einfluss von Impfgegnern, die über soziale Medien fehlerhafte oder sogar falsche Informationen verbreiteten, sagte die Direktorin der WHO-Impfabteilung, Kate O'Brian.

"Impfgegner hat es immer gegeben. Solche Gruppen sind ein kleines Phänomen, aber sie können ihre Botschaft über die sozialen Medien heute weiter verbreiten als früher. Wir sind besorgt über fehlerhafte oder falsche Informationen." Kate O'Brian, Direktorin der WHO-Impfabteilung

Impfquote von 95 Prozent wird nicht erreicht

Die Quote der Impfungen gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP-Kombiimpfung) sowie die der ersten Dosis gegen Masern (meist Masern-Mumps-Röteln-Kombiimpfung) verharre seit einigen Jahren global betrachtet bei rund 86 Prozent - zu wenig, um Ausbrüche der gefährlichen Krankheiten zu verhindern, sagte O'Brian. Nötig sei eine Quote von 95 Prozent.

Wie sieht der Impfschutz in Deutschland aus?

In Deutschland lag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts der vollständige Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten nach den Schuleingangsuntersuchungen 2017 bei mehr als 93 Prozent. Die Impfquote für die erste Masern-Impfung lag deutschlandweit bei 97,1 Prozent, für die zweite Impfung lediglich bei 93,8 Prozent. Die Impfquote ist damit zu niedrig, um die Masern auszurotten oder den sogenannten Herdenschutz zu garantieren.

Zahl der Masern-Erkrankungen steigt

Der rasante Anstieg der Masernfälle weltweit sei ein Alarmzeichen, so die WHO. Insgesamt ging in 19 Ländern die Quote für die erste Masernimpfung im vergangenen Jahr um zehn oder mehr Prozent zurück, darunter in europäischen Ländern wie Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien.

"Impfungen sind unglaublich effektiv, sie verhindern ernste Krankheiten und manchmal den Tod, und jedes Kind der Welt hat Anspruch darauf." Kate O'Brian, Direktorin der WHO-Impfabteilung
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In Deutschland kennen nur noch wenige die Masern und sind impfmüde. Dabei ist die Kinderkrankheit keine harmlose Erkrankung. Wie die Krankheit verläuft, welche Nebenwirkungen sie haben kann und warum eine Impfung sinnvoll ist.