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Schrecken für Allergiker: Ambrosia erkennen und bekämpfen

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    Schrecken für Allergiker: Ambrosia erkennen und bekämpfen

    Ambrosia-Pollen sind besonders aggressiv und reizen nicht nur Allergiker. Die Pflanze blüht zwar erst von Ende Juli bis Oktober, aber schon jetzt sollte man nach den jungen Pflanzen Ausschau halten und sie vernichten.

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    Von
    • Marlene Riederer

    Ambrosia ist der Schrecken vieler Allergiker, aber auch Nicht-Allergiker - und das in zweifacher Hinsicht: Die Allergene der Ambrosiapflanze sind viel stärker als die anderer Pflanzen in Europa. Schon bis zu drei Pollen pro Kubikmeter Luft reichen, damit sehr empfindliche Menschen reagieren, ab zehn Pollen kommt es bei vielen der Ambrosia-sensibilisierten Betroffenen zu Allergiesymptomen. Bei Birken- oder Gräserpollen spricht man erst bei mehr als 50 Pollen pro Kubikmeter Luft von einer starken Belastung, so das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

    Nicht nur Allergiker betroffen

    Das allergische Potenzial der Ambrosia reizt aber nicht nur Allergiker, sondern auch gesunde Menschen. Der Kontakt mit der Pflanze kann ohne Umwege zu Asthma oder Kreuzallergien mit Bananen und Melonen führen.

    Außerdem blüht die Pflanze erst spät im Jahr und wird sich in den nächsten Jahrzehnten immer weiter nach Norden und nach Nordosten ausbreiten. Die Folge: Die Zahl der Menschen mit Heuschnupfen wird insgesamt steigen.

    Welche Pollen fliegen gerade?

    Der Deutsche Wetterdienst hat auf seiner Homepage Infos zum aktuellen Pollenflug in Deutschland zusammengestellt - auch für Ambrosia. Im Drop-Down-Menü kann man Pflanze und Tag auswählen.

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    Ambrosiapflanze

    Wo findet sich die Ambrosia?

    Ambrosia findet sich häufig an Straßenrändern, aber vor allem in Gärten - hier vor allem in der Nähe von Vogelfutterplätzen, so die Bayerische Landesanstalt für Gartenwirtschaft. Auch auf Schnittblumenfeldern kann sich die Pflanze verbreiten, wenn dort Vogelfutter, das Ambrosia-Samen enthält, als Saatgut ausgebracht wurde. Denn Vogelfutter, besonders solches, das Sonnenblumenkerne enthält, ist oft mit Ambrosia-Samen verunreinigt. Um eine weitere Verbreitung der Ambrosia zu verhindern, sollte man für den heimischen Gebrauch nur Vogelfutter ohne Ambrosia kaufen. In jedem Fall sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Fläche rund um das Futterhäuschen haben, ob dort Ambrosia-Pflanzen keimen. Wenn das der Fall ist, sollten sie umgehend entsorgt werden, sonst kann sich die Ambrosia ungehindert vermehren.

    Wie verbreitet sich Ambrosia?

    Eine Pflanze produziert bis zu 60.000 Samen, die bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben. So kann sie bis zu einer Milliarde Pollen entwickeln, die sich mit dem Wind bis zu 100 Kilometer weit verbreiten. Wichtig ist, die bereinigte Fundstelle nach drei bis vier Wochen zu kontrollieren, ob nicht doch neue Pflänzchen gewachsen sind.

    Wie sieht Ambrosia aus?

    Die Beifuß-Ambrosie, auch Beifußblättriges Traubenkraut oder Ragweed genannt, keimt im April/Mai, wächst dann aber sehr langsam. Ende Mai erreicht sie eine Größe von 10 bis 15 Zentimetern. Die Hauptwachstumszeit beginnt Mitte/Ende Juni. Insgesamt kann die Pflanze bis zu 150 Zentimeter groß werden und ist oft buschig verzweigt. Die Blätter sind doppelt fiederschnittig und auf beiden Seiten grün. Die behaarten Stängel sind zuerst grün und später rötlich. Anfang August bildet die Pflanze ihre Blüten aus, die in schirmartigen Köpfchen als ährenartige Blütenstände am Ende der Sprosse herausragen. Ambrosia kann leicht mit dem Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) verwechselt werden, dessen Blätter auf der Unterseite aber silbrig-grau sind.

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    Die Blätter sind doppelt fiederschnittig und beidseitig grün.

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    Deutlich zu erkennen - die Haare am Stängel.

    Wie sehen die allergischen Beschwerden aus?

    Wie beim Heuschnupfen auch, schwellen bei Kontakt mit den Ambrosiapollen die Augen an und fangen an zu tränen. Schwere Symptome sind Atemnot und Asthmaanfälle. Die Berührung mit den behaarten Stielen der Pflanze kann eine Kontaktallergie auslösen – zum Beispiel ein allergisches Kontaktekzem. Dieses muss vom Arzt mit Salben und Cortison behandelt werden.

    Wie entfernt man Ambrosia?

    Ambrosia sollte nur mit Schutzkleidung und Handschuhen ausgerissen werden. Die Wurzel dabei nicht vergessen! Wenn die Pflanzen blühen, sollten zusätzlich Schutzbrillen und Mundschutz getragen werden. Man sollte darauf verzichten, die Pflanzen am Nachmittag auszureißen, denn da werden die meisten Pollen freigesetzt. Besser ist es, die Pflanzen vor der Blütezeit im Juli/August zu entfernen. Allergiker sollten bei der Bekämpfung von Ambrosia-Pflanzen übrigens nicht mithelfen.

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    Bei Ausreißen der Pflanzen Schutzhandschuhe anziehen.

    Wo und wie wird man Ambrosiapflanzen los?

    Die Pflanzen sollten, wenn sie schon blühen, in Plastikbeuteln im Restmüll entsorgt und nicht kompostiert werden, sonst können die Samen der Pflanzen noch ausreifen und sich weiterverbreiten.

    Bestände über 100 Pflanzen melden

    Wer - zum Beispiel auf Spaziergängen - größere Bestände der Beifußblättrigen Ambrosia von mehr als 100 Pflanzen entdeckt, sollte diese unbedingt melden. Man kann das bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde wie Landratsamt oder Stadtverwaltung tun.

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