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Gerade im Sommer muss man im Keller richtig lüften, sodass es zu keiner Schimmel-Bildung kommen kann.

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    Richtig Lüften: So vermeiden Sie im Sommer Schimmel im Keller

    Viele Bewohner von Altbauten kennen das: Sie können nichts außer Getränkekästen im Keller lagern - denn Papier, Kleidung oder Möbel beginnen rasch zu schimmeln. Besonders beim Lüften im Sommer sollten Sie vorsichtig sein.

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    Von
    • Marlene Riederer

    Muffige, modrige Luft im Keller? Gerade da ist der Impuls groß, die Fenster permanent gekippt zu lassen, um für Frischluft zu sorgen. Aber gerade das ist falsch: Wer verhindern will, dass der teure Wintermantel sein Sommerquartier mit Stockflecken verlässt, darf bei Außentemperaturen von 25 bis 30 Grad seinen Keller keinesfalls am Tag lüften. Die optimale Zeit zum Lüften ist im Sommer um fünf oder sechs Uhr morgens. Fünf Minuten Durchzug im Keller - sogenanntes Stoßlüften - sind genug.

    Außenluft kondensiert an kühlen Keller-Wänden

    Im Sommer gilt: In der Regel ist die Luft draußen nur in den frühen Morgenstunden trockener als im Keller. Dann je mehr sich die Außenluft aufheizt, desto mehr Feuchtigkeit enthält sie. Die warme Sommerluft saugt tagesüber alle verfügbare Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf. Da Keller von kühlem Erdreich umgeben sind, sind Kellerwände und -böden ganzjährig kühl. Das gilt sogar für gut gedämmte Wohnkeller. Dringt dann die warme Sommerluft in den Keller, kondensiert sie an den kühlen Außenwänden - der ideale Nährboden für Schimmelpilze.

    Tagsüber im Keller: Fenster zu!

    Tagsüber müssen die Kellerfenster geschlossen bleiben, aber nicht nur die: Auch durch die Kellertür oder den Kellerabgang gelangt warme, feuchte Sommerluft nach unten. Der Energieberater warnt zudem davor, im Sommer Wäsche zum Trocknen in den Keller zu hängen. Auch hierbei entsteht Wasserdampf, der an den Wänden kondensieren könne.

    Mit Messgeräten die Luftfeuchtigkeit im Keller regulieren

    Wer die Kellerlüftung optimieren will, kann sich ein Feuchtemessgerät anschaffen, das die absolute Luftfeuchtigkeit anzeigt. Nur wenn draußen weniger Wasser in der Luft gelöst ist als drinnen, heißt es: Fenster auf! Das kann an besonders trockenen Sommertagen auch mal tagsüber der Fall sein. So ein Profi-Messgerät kann allerdings, je nach Standard, bis zu einigen Hundert Euro kosten.

    Schimmelgrenzwert: 60 Prozent Luftfeuchtigkeit

    Günstiger ist ein sogenanntes Hygrometer, mit dem man ebenfalls die Luftfeuchtigkeit messen kann. Das erhält man bereits für 10 bis 15 Euro. Der Feuchtigkeitswert sollte laut Energieberater 60 Prozent nicht überschreiten. Nutzt man den Keller zum Beispiel auch als Hobbykeller, Arbeitszimmer oder Fitnessraum, ist ein Wert zwischen 40 und 60 Prozent optimal. Ist der Keller trotz allem zu nass, kann ein Luftentfeuchter aus dem Baumarkt helfen.

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