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Johnson & Johnson

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    Priorisierung für Johnson & Johnson-Impfstoff aufgehoben

    Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden. Die Priorisierung für den Impfstoff wird aufgehoben.

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    • BR24 Redaktion

    Bereits beim Impfstoff von Astrazeneca gibt es Sorgen wegen seltener Nebenwirkungen – doch wurde er als erster Impfstoff für alle freigegeben. So wird es nun auch bei einem zweiten Präparat gehandhabt: Die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten zugleich aufgehoben, dies gilt bereits ab diesem Montag.

    Berichte über Hirnvenenthrombosen

    Wie es in einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz heißt, nehmen die Ministerinnen und Minister "die berichteten Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson" ernst. Ähnlich wie bei dem Impfstoff von Astrazeneca war es sehr selten zu solchen schweren Nebenwirkungen gekommen. Die Ständige Impfkommission habe vor diesem Hintergrund die Empfehlung einer Verimpfung des Präparats "für Personen im Alter >60" vorgeschlagen.

    Nur eine Injektion reicht als Schutz

    Analog wie bei Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca soll eine Impfung aber nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoanalyse auch bei Unter-60-Jährigen möglich sein. Das Besondere am Impfstoff von Johnson & Johnson ist, dass – anders als bei den bisher zum Einsatz kommenden Corona-Impfstoffen – nur eine Spritze davon zum vollen Schutz ausreicht.

    Bisher nur 18.000 Impfungen

    Erst in der vergangenen Woche hatten die Gesundheitsminister beschlossen, dass Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca künftig für alle möglich sind, wenn sich Impfwillige mit ihrem Arzt dafür entscheiden. Die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste wurde auch für diesen Impfstoff damit schon voll aufgehoben.

    Von den 34,4 Millionen verabreichten Impfdosen stammen bisher nur rund 18.000 von Johnson & Johnson. Die Lieferungen sollten nun zunehmen. Bis zum Wochenende wurden 7,6 Millionen oder 9,1 Prozent aller Bundesbürger voll geimpft. Bald jeder Dritte hat mindestens eine erste Spritze bekommen: 32,3 Prozent.

    Zum Artikel: Spahn verspricht jetzt viel Impfstoff von Johnson & Johnson

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