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Gefährdete Fischart: Die Nase ist Fisch des Jahres 2020 | BR24

© Rainer Kühnis

Die Nase (Chondrostoma nasus)

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    Gefährdete Fischart: Die Nase ist Fisch des Jahres 2020

    Die Nase, die ihren eigentümlichen Namen ihrer wulstigen Oberlippe zu verdanken hat, ist zum Fisch des Jahres 2020 gekürt worden. Sie ist in Deutschland in ihrem Bestand gefährdet und stellenweise sogar schon ganz verschwunden.

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    Die Nase ist der Fisch des Jahres 2020. Sie ist in Deutschland regional stark gefährdet und stellenweise bereits verschwunden. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Angelfischerverband und der Verband Deutscher Sporttaucher wollen mit ihrer Wahl auf diese gefährdete Fischart aufmerksam machen.

    "Die Nase war noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Fisch, der in schnell fließenden Gewässern sehr häufig vorkam, und auch "Brotfisch" der Berufsfischer an der Donau genannt wurde." BfN

    Schwärme von hundert Fischen seinen heute allerdings eine Seltenheit.

    Nasen sind ökologisch wertvoll

    Die Nasen fressen bzw. weiden die Algen am Grund des Flusses ab. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Selbstreinigungskraft der Gewässer. Um diesen Fischen mehr Schutz zu geben, sollten an Flüssen Hindernisse wie Wehre abgebaut oder passierbar gemacht werden, erklärte das Bundesamt. Auch sollten naturnahe Ufer und Kiesbänke wiederhergestellt werden.

    Wulstige Oberlippe inspirierte zu ihrem Namen

    Warum der Fisch den seltsamen Namen 'Nase' trägt, ist seiner wulstigen Oberlippe geschuldet. Nasen gehören zu den karpfenartigen Fischen und kommen in Donau und Rhein vor. Die Nase wird bis zu 50 Zentimeter groß und kann bis zu zwei Kilogramm schwer werden, bleibt aber meist deutlich kleiner.

    © dpa-Bildfunk/Thomas Frey

    Die Nase ist Fisch des Jahres 2020

    Atlantischer Lachs - Fisch des Jahres 2019

    Im Vorjahr 2019 war der Atlantische Lachs (Salmo salar) Fisch des Jahres. Er ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Zur Wiederansiedlung des anspruchsvollen Wanderfisches müssten Barrieren in den Flüssen verringert und geeignete Laichhabitate wiederhergestellt werden, fordert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2019. Bemühungen, den Lachs wieder anzusiedeln, gibt es seit den 1990er-Jahren. In Deutschland und den Schweizer Rheingebieten zeigten sich erste Erfolge - vor allem die Wasserqualität habe sich deutlich verbessert, betont der Deutsche Angelfischerverband.