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Urlauber stehen Schlange, um ihre Koffer an einem Check-in-Schalter des Willy-Brandt-Flughafen in Berlin aufzugeben.

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    Sind Reiserückkehrer verantwortlich für die Corona-Zahlen?

    Die Reiserückkehrer wurden in den vergangenen Wochen häufig in der Diskussion um wieder steigende Corona-Zahlen hervorgehoben. Aber: Welche Bedeutung haben sie für das Infektionsgeschehen wirklich? Ein #Faktenfuchs.

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    Von
    • Jana Heigl

    Die Ferienzeit in Deutschland neigt sich dem Ende zu, in vielen Bundesländern hat die Schule bereits wieder begonnen. Aus dem Urlaub bringen manche jedoch nicht nur Souvenirs und schöne Erinnerungen mit - sondern auch das Coronavirus. Besonders stark hat das die Stadt Rosenheim getroffen. Während anderswo in Oberbayern die Sieben-Tage-Inzidenz bei 60 lag, war sie in Rosenheim auf 197 geklettert (Stand 26.08.2021). 70 Prozent der registrierten Neuinfektionen gingen zu diesem Zeitpunkt auf Reiserückkehrer zurück, sagte eine Sprecherin der Stadt dem BR.

    Die Zahlen dazu liefert das Gesundheitsamt - dies fragt die Betroffenen, wo sie sich angesteckt haben könnten. Teils wird das Infektionsland auch durch die digitale Reiseanmeldung übermittelt, zu der Reiserückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten verpflichtet sind.

    Von den Reiserückkehrern gab der Großteil (89 Prozent) die Länder des ehemaligen Jugoslawiens (das sind Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien und Kosovo) oder Albanien als wahrscheinliches Infektionsland an. Reiserückkehrer aus Spanien, Frankreich oder Italien hätten mit den gestiegenen Werten dagegen nichts zu tun, so die Sprecherin.

    In einer Pressekonferenz am Dienstag, 31.08.2021, sprach der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ebenfalls explizit die Reiserückkehrer an.

    "Der Grund warum die Zahlen wieder ansteigen ist eindeutig. (...) Diejenigen Regionen, die besonders hohe Inzidenzen haben, beispielsweise Rosenheim, Memmingen, Schweinfurt, deuten darauf hin, dass es sehr stark mit Reiserückkehrern zusammenhängt." - Markus Söder

    Ist das Infektionsgeschehen in Rosenheim und anderen Regionen beispielhaft für einen bayernweiten oder gar bundesweiten Trend? Wie stark beeinflussen Reiserückkehrer die Corona-Zahlen in ganz Deutschland? Der #Faktenfuchs hat recherchiert.

    Die meisten bayerischen Landkreise verzeichnen Infektionen bei Reiserückkehrern

    Laut dem Bayerischen Gesundheitsministerium haben Reiserückkehrer in den meisten bayerischen Landkreisen einen Anteil am Infektionsgeschehen. Im Zeitraum zwischen dem 11. und dem 25. August 2021 seien in 76 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten Meldefälle mit einer wahrscheinlichen Ansteckung im Ausland verzeichnet worden.

    Wie hoch dieser Anteil ist, schwankt aber stark: Den höchsten Anteil in diesem Zeitraum verzeichnet demnach die Stadt Coburg mit 63,2 Prozent der Neuinfektionen, die auf Reiserückkehrer zurückzuführen sind. In Rosenheim lag der Anteil in diesem Zeitraum bei 44,6 Prozent. Es gibt aber auch Landkreise, in denen Reiserückkehrer kaum eine Rolle spielen, in Nürnberg machten sie nur 0,2 Prozent der Corona-Fälle aus, so ein Ministeriumssprecher.

    Bei diesen Zahlen gibt es jedoch eine Einschränkung: Die Gesundheitsämter wissen nicht von jedem Corona-Infizierten, wo er oder sie sich angesteckt haben könnte. In den letzten vier Wochen (Stand 25.08.2021) gaben Infizierte laut Bayerischem Gesundheitsministerium in rund 66 Prozent der Fälle in Bayern einen wahrscheinlichen Ort der Ansteckung an, das waren insgesamt 9.058 Corona-Fälle.

    Beim Großteil der Fälle (6.793 Fälle) ist Deutschland als wahrscheinlichster Ort der Ansteckung vermerkt. In 2.265 Fällen in Bayern fand die Ansteckung am wahrscheinlichsten außerhalb Deutschlands statt. Am häufigsten wurde eine Infektion in Kroatien (507 Fälle), Kosovo (361 Fälle), der Türkei (265 Fälle) in Nordmazedonien (128 Fälle) und in Italien (124 Fälle) als wahrscheinlich angegeben.

    Bundesweit machen Reiserückkehrer zwölf Prozent aller Corona-Infektionen aus

    Für ganz Deutschland gesehen sind die fünf Infektionsländer, die am häufigsten angegeben wurden (bezogen auf die Fälle in den letzten vier Wochen mit Stand 31.08.2021):

    • Türkei (5.132 Fälle)
    • Kosovo (4.068 Fälle)
    • Kroatien (2.064 Fälle)
    • Nordmazedonien (1.363 Fälle)
    • Italien (780 Fälle)

    Deutschland ist mit 65.784 Fällen in den letzten vier Wochen immer noch mit Abstand das Land, das am häufigsten als wahrscheinlicher Infektionsort angegeben wird.

    Aber auch das Robert Koch-Institut (RKI) kennt nur von knapp der Hälfte der Fälle den wahrscheinlichen Infektionsort. Das geht aus dem Lagebericht des RKI hervor, der jede Woche veröffentlicht wird. Das RKI unterscheidet deshalb zwischen dem Anteil der Reiserückkehrer unter den Fällen mit bekanntem Infektionsort, das waren in der Woche vom 16. bis 22. August (33. Meldewoche) 27 Prozent, und dem Anteil der Reiserückkehrer unter allen Fällen, das waren 14 Prozent.

    In der Woche vom 23. bis 29. August (34. Meldewoche) sank der Anteil der Reiserückkehrer bereits wieder leicht, auf 22 Prozent der Fälle mit bekanntem Infektionsort und zehn Prozent aller Corona-Fälle.

    Experten sind unsicher, welche Rolle Reiserückkehrer spielen

    Dokumentiert ist deutschlandweit also nur für knapp die Hälfte der Fälle, wo sich die Person angesteckt haben könnte - von der anderen Hälfte wissen wir es nicht. Das ist für die Bewertung der Rolle der Reiserückkehrer und vor allem der häufigsten Infektionsländer relevant, sagt der Epidemiologe Timo Ulrichs an der Akkon Hochschule in Berlin. Da könne man nur die wirklich dokumentierten Fälle zählen und bei den anderen nur spekulieren.

    Die Grafik zeigt den Anteil der Reiserückkehrer in den letzten Wochen:

    Grafik: Anteil der Reiserückkehrer an den Corona-Fällen in Deutschland

    © BR / RKI
    Bildrechte: BR / RKI

    Anteil der Reiserückkehrer an den Corona-Fällen in Deutschland

    Aktuell werden die Balkan-Länder als wahrscheinliche Infektionsländer besonders hervorgehoben. Laut Epidemiologe Ulrichs ist ihre Bedeutung zwar anhand der Statistik des RKI nachvollziehbar, "aber wir haben eben nur einige Fälle davon und können versuchen hochzurechnen wie viele es denn de facto sein könnten und das ist mit viel Unsicherheit behaftet."

    Viele Reiserückkehrer tauchten möglicherweise gar nicht in der Statistik auf, weil sie in Quarantäne gehen oder keine Symptome haben. Möglicherweise "kommen die aus anderen Urlaubsländern und übertragen das unbemerkt. Das sehen wir nicht und deswegen sollte man da schon ein bisschen vorsichtig sein", sagt Ulrichs. Es gebe eben eine sehr hohe Dunkelziffer.

    Zwischenfazit: Das RKI und das bayerische Gesundheitsministerium haben nur bei einem Teil der Corona-Fälle Angaben dazu, wo sich die Personen wahrscheinlich angesteckt haben. Die Statistiken zeigen für die Fälle mit Infektionsort im Ausland besonders viele Fälle unter Reiserückkehrern aus der Türkei, Kroatien, Kosovo, Nordmazedonien und Italien. Die meisten Infektionen fanden in Deutschland statt. Bei der Bewertung der Statistik müsse man jedoch laut Epidemiologe Ulrichs beachten, dass nur etwa die Hälfte Angaben zum vermutlichen Infektionsort gemacht hat.

    Kann die Inzidenz in den Urlaubsländern ein Hinweis darauf sein, wer das Virus mitbringt?

    Wenn die Statistik des RKI nur einen Teil des Einflusses von Reiserückkehrern auf das Infektionsgeschehen in Deutschland dokumentieren kann - könnten nicht die Inzidenzen in den jeweiligen Ländern weitere Hinweise geben?

    Blickt man auf die "Top 10" der Länder, aus denen Reiserückkehrer das Coronavirus mutmaßlich nach Deutschland einschleppen, so fällt auf, dass fast alle in den letzten vier Wochen eine - verglichen mit Deutschland - hohe bis sehr hohe Inzidenz hatten. Besonders heftig hat sich die Inzidenz im Kosovo entwickelt. Am 30.08. verzeichnete das Land eine Inzidenz von 691,3. Bis auf Kroatien, Italien und Bulgarien wurden alle Länder auf der Liste des RKI zu unterschiedlichen Zeitpunkten im August als Hochrisikogebiete eingestuft. Es ist also nachvollziehbar, dass Urlauber aus diesen Ländern das Virus mitbringen könnten. Die Inzidenz in Kroatien ist allerdings nur geringfügig höher als in Deutschland - in der RKI-Liste steht das Land aber auf Platz drei. Anscheinend stecken sich dort wohl trotzdem viele deutsche Urlauber an - oder geben dies zumindest an.

    Länder mit unterschiedlicher Teststrategie machen Vergleich schwierig

    Johannes Knobloch, Krankenhaushygieniker und Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), warnt jedoch davor, die Inzidenzen von verschiedenen Ländern zu vergleichen.

    “Man muss sich einfach vergegenwärtigen: Inzidenz heißt nicht die Anzahl der tatsächlichen Infektionen, sondern Inzidenz ist der Anteil der laborbestätigten Infektionen. Das heißt, wenn in Ländern unterschiedlich getestet wird, dann ist auch die Inzidenz nicht miteinander vergleichbar.” Johannes Knobloch, UKE

    Im Kosovo zum Beispiel wird besonders viel getestet, wie diese Grafik verdeutlicht.

    Grafik: Die tägliche Zahl der COVID-19-Tests pro 1.000 Personen

    © BR / Our World in Data
    Bildrechte: BR / Our World in Data

    Die tägliche Zahl der COVID-19-Tests pro 1.000 Personen

    Um das Infektionsgeschehen in den Ländern besser vergleichen zu können, bräuchte man laut Knobloch neben der Testfrequenz pro 100.000 Einwohner auch die Anteile der positiven Tests. Deutschland testet zwar nicht so viel wie andere Länder, aber der Anteil der positiven Tests ist dort zum Beispiel aktuell höher als in Kroatien oder der Türkei, die insgesamt mehr testen.

    Grafik: Der Anteil der positiven Corona-Tests

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    Bildrechte: BR/ Our World in Data

    Der Anteil der positiven Corona-Tests

    Ein Vergleich ist also einerseits kompliziert, weil es nicht überall die gleichen Bedingungen gibt. "Und dann muss man auch immer noch die Dynamik anschauen", sagt Knobloch im Interview mit dem #Faktenfuchs. "Teilweise werde ich ja erst getestet, wenn ich schwerere Symptome habe. Das heißt, der Zeitpunkt, wo ich mich infiziert habe ist immer sieben bis zehn Tage vorher anzunehmen. Wenn die Inzidenz im Abfallen ist, liegt sie in der Realität wahrscheinlich schon niedriger, als sie angegeben wird. Wenn die Inzidenz steigt, insbesondere wenn sie steil ansteigt, liegt die Inzidenz wahrscheinlich deutlich höher als sie gerade angegeben wird." Man müsse einbeziehen, dass es einen zeitlichen Versatz gebe.

    Zentral ist das Verhalten von Reisenden

    Nicht jeder Reisende habe das gleiche Risiko, sich im Ausland anzustecken. Derjenige, der alleine wandern gehe, habe ein eher geringes Risiko, sich zu infizieren. Party-Urlauber, die viele verschiedene Kontakte im Urlaub pflegten, hätten ein eher höheres Risiko.

    Zusätzlich kommt es laut Epidemiologe Ulrichs stark darauf an, wie sich Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Deutschland verhalten: "Das Risiko reist mit und manchmal auch das Virus. Und dann kommt es darauf an, ob wir diese Infektionskette unterbrechen, indem wir freiwillig oder angeordnet in Quarantäne gehen - und das auch durchhalten."

    "Die Quarantäne ist das sicherste Mittel." Timo Ulrichs, Epidemiologe

    Die Aussagekraft der verpflichtenden Tests bei der Einreise nach Deutschland für alle diejenigen, die weder geimpft noch genesen sind, halten die beiden Experten für begrenzt. Die Tests bildeten nur eine Momentaufnahme bei der Einreise ab. Besonders bei einer siebentägigen Reise würden nur die Corona-Fälle erkannt, die sich direkt zu Beginn des Urlaubs angesteckt hätten, sagt Knobloch vom UKE.

    Keine Daten zum Reisegrund vorhanden

    Die Diskussion um die Reiserückkehrer erinnert an den vergangenen Sommer, als Reiserückkehrer schon einmal eine Rolle für das Infektionsgeschehen spielten - deutschlandweit. Das Robert Koch-Institut sprach damals von einer "Sommerferien-Welle"; bis zu 48 Prozent der Neuinfektionen konnten zeitweise auf Reiserückkehrer zurückgeführt werden. Allerdings waren damals die Fallzahlen deutlich niedriger als sie es heute sind. Doch auch im letzten Sommer gab es die Vermutung, dass es Familienbesuche in den Balkanländern und der Türkei waren, die zu Corona-Infektionen geführt hatten.

    Die Erklärung des Gesundheitsamtes Rosenheim dafür, dass in der Stadt vor allem Reiserückkehrer aus Balkan-Ländern aufgefallen sind, ist der Ausländeranteil in Rosenheim. Die wichtigsten Herkunftsländer sind gerade die Länder, aus denen jetzt nach Zahlen des Gesundheitsamtes Rosenheim besonders viele das Coronavirus mitbringen: Türkei, Kroatien, Kosovo, außerdem Rumänien und Bosnien-Herzegowina.

    Weil sich in Rosenheim laut einer Sprecherin unter den Reiserückkehrern ganze Familien angesteckt hatten, geht man dort davon aus, dass diese in der Heimat Urlaub gemacht oder Verwandte besucht hätten.

    Dafür fehlen aber Erhebungen zum Reisegrund. Man kann anhand der Daten also nicht zwischen Verwandtenbesuchen und touristischen Reisen unterscheiden. Die Türkei und Kroatien sind laut Deutschem Reiseverband auch unter den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen, sowohl 2020 als auch 2021.

    Trägt auch der Schulbeginn zu steigenden Corona-Zahlen bei?

    Ob Reiserückkehrer wirklich verantwortlich für das aktuelle Infektionsgeschehen sind - oder ob nicht auch andere Faktoren wie der Schulstart in manchen Bundesländern eine Rolle spielen, ist laut Epidemiologe Ulrichs, schwer zu sagen.

    "Wir können keine Regel daraus machen, dass zum Beispiel in Bundesländern, wo die Schule schon begonnen hat, dass da die Infektionszahlen nach oben schnellen wegen der Reiserückkehrer - oder weil die Schülerinnen und Schüler jetzt plötzlich wieder in einer Gruppe zusammen sind", sagt Ulrichs. Zwar sehe man in den Ländern, in denen die Schule bereits wieder begonnen hat, steigende Infektionszahlen, aber eben auch in Bayern und Baden-Württemberg, wo noch Ferien sind.

    Auch der Corona-Modellierer Kai Nagel von der TU Berlin kommt im BR-Interview zu einem ähnlichen Schluss: "Man sieht relativ hohe Infektionszahlen bei den Schülerinnen und Schülern, man weiß aber nicht ob das noch aus den Ferien mitgebracht wurde oder ob das in den Schulen passiert."

    Schnellere Infektionsdynamik durch die Delta-Variante

    Den Grund für die wieder steigenden Zahlen sieht der Epidemiologe Ulrichs eher in der starken Verbreitung der Delta-Variante, die ansteckender ist als frühere Virusvarianten. "Wir haben zwar jetzt die Testpflicht, aber wir haben schon wieder diverse Bereiche offen. Es kommt zu einer erhöhten Durchmischung der Bevölkerung", sagt Ulrichs. "Auch die Zahl der Kontakte und die Mobilität sind wieder sehr hoch - eigentlich wie vor der Pandemie. Das sorgt zusammen mit der erhöhten Übertragungsrate bei der Delta-Variante dafür, dass da dann eben auch eine schnellere Infektionsdynamik ist."

    Man habe außerdem gehofft, jetzt schon einen stärkeren Effekt der Impfkampagne zu sehen, aber dazu seien noch nicht genug Menschen geimpft, sagt Ulrichs.

    Fazit

    Die Gesundheitsämter fragen Corona-Infizierte nach dem wahrscheinlichen Infektionsort und übermitteln diesen - wenn einer angegeben wurde - an das Robert Koch-Institut. In den meisten bayerischen Landkreisen sind Reiserückkehrer unter den Corona-Fällen, ihr Anteil schwankt in Bayern je nach Landkreis. In manchen Regionen spielen sie eine größere Rolle für das Infektionsgeschehen als in anderen. Bundesweit gesehen machen sie 25 Prozent der Corona-Fälle mit bekanntem Infektionsort aus und zwölf Prozent aller bekannten Corona-Fälle in Deutschland. Denn: Das RKI kennt nur von etwa der Hälfte der Infizierten den Ort der Infektion.

    Die Länder, die am häufigsten als wahrscheinliches Infektionsland genannt werden, sind die Türkei, Kosovo und Kroatien - sowohl in Bayern als auch bundesweit. Der Reisegrund, also ob jemand der Familie einen Besuch abstattet oder touristisch reist, wird nicht erhoben. Darüber kann man Vermutungen anstellen, es gibt keine Daten dazu.

    Einen größeren Einfluss als die Reiserückkehrer hat laut dem Epidemiologen die starke Verbreitung der Delta-Variante, und dass die Zahl der Kontakte ebenso wie die Mobilität der Menschen wieder hoch ist. Das sorge - trotz Impfungen - für eine schnellere Infektionsdynamik.

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