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Corona: Die Ereignisse vom 16. März bis 22. März | BR24

© picture-alliance/dpa

Corona: Die Ereignisse vom 15. März bis 22. März

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    Corona: Die Ereignisse vom 16. März bis 22. März

    Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise im chronologischen Überblick vom 16. bis zum 22. März.

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    SONNTAG, 22. MÄRZ 2020

    22.08 Uhr: Labor lässt 2.000 Proben liegen

    In einem Labor in Baden-Württemberg sind rund 2.000 Coronavirus-Proben liegengeblieben und müssen nun voraussichtlich zum Großteil wiederholt werden. Der privaten Einrichtung hätten für den Test notwendige Chemikalien gefehlt, daher seien die Proben nicht analysiert worden und nun zum Teil nicht mehr verwertbar, teilten das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit.

    21.49 Uhr: 100 Tote an einem Tag in den USA

    Durch die Coronavirus-Pandemie sind in den USA binnen 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Corona-Todesopfer in den Vereinigten Staaten auf 389, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Die meisten Todesopfer wurden in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28) registriert. Landesweit steckten sich mehr als 32.000 Menschen mit dem neuartigen Coroanavirus an.

    21.27 Uhr: Spahn will noch auf Handy-Ortung verzichten

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will vorerst doch keine Kontaktpersonen von Infizierten per Handy orten lassen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, so übereinstimmende Agenturmeldungen. Die geplante Regelung kommt nach heftiger Kritik am Montag noch nicht ins Bundeskabinett und soll nun bis Ostern nachgearbeitet werden.

    21.10 Uhr: Slowakische Bischöfe setzen Reliquie ein

    Im Kampf gegen Covid-19 hat die politisch einflussreiche katholische Kirche der Slowakei eine seit zweihundert Jahren nicht mehr angewandte Kulthandlung reaktiviert. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Sonntag berichtete, flog Peter Brodek, der Generalvikar der Diözese Nitra, mit einer spätmittelalterlichen Reliquie über die Slowakei und segnete das ganze Land vom Flugzeug aus.

    Bei der Reliquie handelt es sich um ein Tuch, das nach Überzeugung der Gläubigen mit Blut von Jesus Christus getränkt sein soll.

    20.49 Uhr: Aigner rügt AfD-Politiker wegen Merkel-Tweet

    Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) fordert eine Entschuldigung vom AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Winhart. Der hatte zu Merkels Coronavirus-Quarantäne gewittert, dass das ja schon ein Anfang sei, hinter Gitter wäre aber besser. "Diese Äußerung ist vollkommen inakzeptabel", konterte Aigner ebenfalls auf Twitter. Er solle sich öffentlich für diese Entgleisung entschuldigen.

    Winhart selbst hat den Tweet mittlerweile gelöscht und twittert nun, dass der ursprüngliche Tweet nicht seiner Meinung entsprochen hätte: "Ich wünsche allen (!) Betroffenen in der Corona-Krise viel Kraft."

    20.27 Uhr: Scheuer warnt vor feindlichen Übernahmen

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) warnt vor feindlichen Übernahmen deutscher Unternehmen in der Virus-Krise. "Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben", sagte Scheuer der "Süddeutschen Zeitung". Finanziell geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten. Es gebe weltweites Interesse an erfolgreichen deutschen Unternehmen auch in der Mobilität und der Infrastruktur.

    Das Kabinett will am Montag einen Rettungsfonds auf den Weg bringen, der auch eine Beteiligung an in Not geratenen Großunternehmen vorsieht.

    19.41 Uhr: IOC - Vier Wochen für Olympia-Entscheidung

    Angesichts der Coronavirus-Pandemie will das Internationale Olympische Komitee (IOC) binnen vier Wochen über eine Verschiebung der für diesen Sommer geplanten Olympischen Spiele in Tokio entscheiden. Das kündigte IOC-Präsident Thomas Bach in einem Brief an die Sportler an und schloss zugleich eine vollständige Absage des sportlichen Großereignisses aus. Mehr dazu finden Sie hier.

    19.31 Uhr: Plácido Domingo hat Coronavirus

    Der spanische Opern-Star Plácido Domingo ist positiv auf das neue Coronavirus und die Erkrankung Covid-19 getestet worden. Er fühle sich moralisch verpflichtet, dies mitzuteilen, schrieb der 79-Jährige auf seiner Facebook-Seite. Er und seine Familie hätten sich vorerst von der Außenwelt isoliert. Ihnen gehe es gut. Vor dem Test habe er Fieber und Husten gehabt und sich deshalb überprüfen lassen. Zuletzt hatten Domingo mehrere Frauen sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen, weswegen er einige Auftritte abgesagt und sich entschuldigt hatte.

    19.00 Uhr: Bayern bleibt bei eigenen Regeln

    Bayern wird die von Bund und Ländern vereinbarten Ausgangsbeschränkungen nicht im Detail übernehmen, sondern in puncto Kontakten bei der eigenen Regel bleiben. Ministerpräsident Söder begrüßte dennoch die grundsätzliche Verständigung mit dem Bund. Mehr dazu hier.

    18.40 Uhr: Merkel muss in Quarantäne

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Abend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. Mehr dazu hier.

    18.28 Uhr: 5.476 Tote in Italien

    Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien ist um 651 auf 5.476 gestiegen - damit ist der Anstieg nicht so rasant wie noch am Vortag ausgefallen. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher größte Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Es handele sich um weniger Fälle als in den vergangenen Tagen, man hoffe, dass sich das in den kommenden Tagen fortsetze, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli am Sonntag in Rom. Bis Sonntag wurden insgesamt 59.138 Infizierte erfasst. Das sind rund 5.500 mehr als am Samstag. Die Steigerung war auch hier geringer als am Vortag.

    17.51 Uhr: Merkel appelliert an die Bürger

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland eindringlich zur Einhaltung der neuen drastischen Kontaktbeschränkungen ermahnt. "Bitte ziehen Sie alle mit", sagte Merkel in Berlin. "Zeigen Sie Vernunft und Herz."

    Zuvor hatten sich Bund und Länder auf Einschränkungen der sozialen Kontakte zur Eindämmung der Corona-Krise verständigt. Versammlungen von mehr als zwei Personen werden in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure. Mehr dazu hier.

    16.41 Uhr: Sachsen verhängt Ausgangsbeschränkung

    Das Land Sachsen verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Von Montag 0 Uhr an gilt für den gesamten Freistaat eine Ausgangsbeschränkung. Danach ist das Verlassen von Wohnung oder Haus ohne triftigen Grund untersagt, wie Landesinnenminister Roland Wöller (CDU) in Dresden sagte. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt. Auch Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie der Besuch des eigenen Kleingartens sind weiter möglich.

    Es gehe darum, die physischen Kontakte der Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, sagte Wöller. Die Beschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen.

    17.05 Uhr: Laschet bestätigt Kontaktverbot

    Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit werden verboten, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Bund und Länder seien sich hier einig, sagte Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntag in Düsseldorf.

    16.15 Uhr: Bund und Länder verständigen sich auf Kontaktverbot

    Bund und Länder wollen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Kontaktverbot beschließen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der Nachrichtenagentur AFP bei einer Telefonkonferenz darauf, Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich zu verbieten. Ausgenommen werden sollen demnach Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

    16.13 Uhr: Caritas München stellt Tafeln um auf Lebensmittelgutscheine

    Im Zuge der Coronakrise hat der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising seine Lebensmittelausgaben umorganisiert und alle Tafeln und Tische in der bisherigen Form geschlossen. Die Versorgung der rund 4.000 Klientinnen und Klienten mit Lebensmitteln kann laut Caritas weiter gewährleistet werden. Die Berechtigten der Caritas-Tische bekommen nun Lebensmittel-Gutscheine. "Wer nicht mobil oder rüstig ist oder zu einer Risikogruppe zählt und seine Wohnung deshalb nicht mehr verlassen kann, bekommt von uns die Lebensmittel bis zur Haustür gebracht", erläutert Geschäftsführer Harald Bachmeier. Die Münchner Caritas sucht dafür jetzt freiwillige Einkaufshilfen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr über die Hotline 0800-000 5802 bei den Münchner Freiwilligenzentren melden.

    15.10 Uhr: Tschechien will Grenzen monatelang schließen

    Tschechien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie möglicherweise für ein halbes Jahr dicht machen. Das hat der Leiter des Krisenstabs in Prag im Fernsehen angekündigt. Ausländer dürfen demnach Tschechien verlassen, aber nicht wieder einreisen.

    Ausnahmen gelten für grenznahe Berufspendler, die etwa in Bayern arbeiten. Auch Lkw-Fahrer dürfen die Grenzkontrollstellen passieren, um den Warenverkehr zu gewährleisten. Seit Donnerstag dürfen die Tschechen nur noch mit Mundschutz in die Öffentlichkeit. Landesweit gibt es nach letzten Zahlen mehr als 1.000 Infizierte, aber bisher keine Corona-Toten.

    14.50 Uhr: Hanau verbietet Hamsterkäufe

    Im hessischen Hanau dürfen Einkäufe ab Montag nur noch in haushaltsüblichen Mengen getätigt werden. Dann tritt eine entsprechende Allgemeinverfügung in Kraft, die Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) beschlossen hat.

    In einer Pressemitteilung der Stadt sagt Kaminsky: "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage." Demnach habe er am Wochenende vermehrt Rückmeldungen bekommen, wonach das Kassiererinnen und Kassierer beleidigt und angefeindet wurden, wenn sie "Hamsterkäufer" um Rücksicht auf die übrigen Kunden bitten. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", so Kaminsky.

    14.41 Uhr: BR und Kultusministerium erweitern digitale Lernangebote für Grundschüler

    Das digitale Lernangebot "Schule daheim" von Bayerischem Rundfunk (BR) und Kultusministerium gibt es jetzt auch für Grundschüler. In Zeiten von Schulschließungen wegen des Coronavirus seien Videos, Audiobeiträge und Leseseiten nun auch für jüngere Schüler online, teilte der BR am Sonntag mit. Es gebe Inhalte für die Fächer Deutsch, Heimat- und Sachkundeunterricht (HSU), Musik, Religion und Ethik. Besonders im Bereich HSU sei das Angebot groß, hieß es. Abrufbar sind die Inhalte in der BR-Mediathek, bei ARD-alpha und in Kürze auch in dem Infoportal "mebis". Zuvor hatte es das unterrichtsergänzende Lernangebot schon für ältere Schüler gegeben.

    14.30 Uhr: Papst spendet "Urbi et Orbi"-Sondersegen

    Eigentlich spendet das Oberhaupt der Katholiken den Segen "Urbi et Orbi", "der Stadt und dem Weltkreis", traditionell nur zu Ostern, Weihnachten und nach seiner Wahl zum Pontifex. Angesichts der Corona-Pandemie hat Papst Franziskus nun aber eine Ausnahme angekündigt: Kommenden Freitag werde er um 18 Uhr auf dem leeren Petersplatz den Sondersegen und die damit verbundene Generalabsolution erteilen, sagte Franziskus beim Angelusgebet in Rom. Schon am Mittwoch sollten alle gemeinsam das um 12 Uhr das "Vaterunser" sprechen.

    13.59 Uhr: Bundesländer bieten Frankreich Hilfe an

    Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz das Saarland haben angeboten, schwerstkranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. "Die grenznahen französischen Krankenhäuser sind an der Grenze ihrer Behandlungskapazitäten für beatmungspflichtige Patientinnen und Patienten angekommen", heißt es in einem Schreiben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums an die französischen Kliniken. Es gehe um Menschen, die ohne Beatmung sterben würden. In Regionen wie dem Elsass fehlten wegen der stark steigenden Fallzahlen Kapazitäten. Derzeit hat Baden-Württemberg nach Angaben des Ministeriums rund 2.300 freie Beatmungsplätze im Land.

    Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) bot in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Regionalrats von Grand Est ebenfalls an, schwerkranke Corona-Patienten aufzunehmen, wie die saarländische Staatskanzlei mitteilte. Auch die rheinland-pfälzischen Krankenhäuser in der Grenzregion werden nach ihren Möglichkeiten französische Intensivpatienten übernehmen, wie das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie bei Twitter mitteilte.

    13.44 Uhr: Hongkong fürchtet Corona-Welle durch Heimkehrer

    Hongkong fürchtet einen massiven Ausbruch des Virus, wenn verstärkt Bürger aus dem Ausland in die chinesische Sonderverwaltungszone zurückkehren. Ein Anstieg der Fallzahlen könne das Gesundheitssystem lahmlegen, erklärte die Regierung. Sie hat die Schulen bis auf weiteres geschlossen und die Uni-Aufnahmeprüfungen verschoben. Staatsbedienstete sollen von zu Hause aus arbeiten. Hongkong meldet aktuell 273 Krankheitsfälle und vier Tote.

    13.10 Uhr: Neue Jobbörse für landwirtschaftliche Arbeiter

    Um dringend benötigte Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zu finden, starten das Landwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe am Montag die Jobbörse www.daslandhilft.de. Der Bauernverband warnt, dass man zwischen April und Oktober auf rund 300.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa angewiesen sei, die wegen der Reisebeschränkungen wahrscheinlich nicht kommen könnten.

    12.49 Uhr: WHO fordert mehr Tests statt Ausgangssperren

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt europäische Regierungen davor, im Kampf gegen das Coronavirus vor allem auf die Einschränkung des gesellschaftlichen Lebens zu setzen. "Worauf wir uns wirklich konzentrieren müssen, ist die Kranken mit Infektionen zu finden und sie zu isolieren", sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Sonntag in der BBC. "Die Gefahr mit den Ausgangsbeschränkungen ist: Wenn wir keine starken Gesundheitsmaßnahmen beschließen, droht sich der Virus wieder zu verbreiten, wenn die Bewegungseinschränkungen wieder aufgehoben werden", warnte er. Ryan riet vor allem dazu, wie in China, Singapur und Südkorea die Zahl der Tests massiv in die Höhe zu fahren.

    12.34 Uhr: Knapp 400 neue Todesfälle in Spanien

    In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie die Regierung in Madrid mitteilte, entspreche dies einem Anstieg um rund 30 Prozent. Damit starben in Spanien bereits 1.720 Menschen. Die Zahl der Infizierten lag am Sonntag bei 28.572. Dies waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums 3.646 mehr Fälle und damit 14,6 Prozent mehr als noch am Vortag.

    12.04 Uhr: Mehr Hilfen für Kliniken von Bund und Ländern

    Nach heftiger Kritik der Krankenhäuser bessern Bund und Länder das geplante Hilfspaket für die Kliniken in der Corona-Krise nach. So sollen die Einrichtungen für jedes Bett, dass wegen Verschiebung planbarer Behandlungen erst einmal frei bleibt, 560 Euro pro Tag erhalten, wie es am Sonntag in Regierungskreisen in Berlin hieß. Ursprünglich waren 410 bis 540 Euro je nach Klinikgröße geplant gewesen.

    Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit Beatmungsmöglichkeit sollen die Kliniken einen Bonus von 50.000 statt wie zunächst geplant 30.000 Euro erhalten. Befristet für acht Wochen soll ein Zuschlag je Patient in Höhe von 50 Euro gezahlt werden. Ausgesetzt wird eine Verordnung zu Untergrenzen beim Pflegepersonal.

    11.55 Uhr: Autobauer sollen Medizinprodukte herstellen

    Die Bundesregierung hat einem Bericht zufolge bei Autobauern angefragt, ob sie medizinische Ausrüstung herstellen können. Die Entscheidung darüber liege bei den Firmen, heißt es vom Bundeswirtschaftsministerium. Über solche Sonderproduktionen wird seit einigen Tagen diskutiert, unter anderem sprechen General Motors (GM) und Ford mit der US-Regierung über die Produktion von Beatmungsgeräten.

    11.41 Uhr: Staatliche Nahrungsmittelreserven werden laut Bund nicht angetastet

    Trotz Hamsterkäufen ist die Lebensmittelversorgung in Deutschland aus Sicht des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe nicht gefährdet. Es gebe im Moment auch "keine Planung, die staatlichen Nahrungsmittelreserven in irgendeiner Form anzutasten", sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger, dem "Tagesspiegel am Sonntag". Auch die Wasser- und die Stromversorgung seien nicht gefährdet.

    11.20 Uhr: Bund plant Nachbesserungen bei Kreditprogramm

    Die Bundesregierung plant vor dem Hintergrund der Coronakrise Nachbesserungen bei Kredit-Sonderprogrammen für mittelständische und große Unternehmen: Die staatliche Förderbank KfW soll bei Betriebsmittelkrediten statt wie bisher 80 Prozent nun 90 Prozent des Kreditrisikos übernehmen, wie es am Sonntag aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums hieß.

    11.10 Uhr: Scholz sieht mögliche Ausgangssperre kritisch

    Vor der geplanten Telefonkonferenz die Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nachmittag mit den Ministerpräsidenten führen will, hat sich Vizekanzler Olaf Scholz kritisch zu einer möglichen Ausgangssperre geäußert: "Gerade in der gegenwärtigen Situation haben alle ein Bedürfnis nach frischer Luft", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich zumindest hoffe, dass uns der Gang in die Natur nicht verwehrt wird. In einer Zeit, in der die meisten Freizeitbeschäftigungen wegfallen." Es gehe jetzt nicht um Gesten, sondern Maßnahmen, die helfen.

    10.58 Uhr: Neue Regelungen zur Verhinderung von Versorgungsengpässen geplant

    Um Versorgungsengpässe in der Corona-Krise zu verhindern, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Logistikzentren länger offen halten. Diese sollten 24 Stunden lang aufbleiben können, damit Engpässe in der Belieferung von Filialen etwa bei Supermarktketten ausgeglichen werden könnten, wie es aus Regierungskreisen heißt. Dazu solle es eine Flexibilisierung der Arbeitszeit geben. Scheuer sei dazu in Gesprächen. Außerdem rede er mit Kommunalverbänden darüber, die Nachtzulieferung von 22 Uhr bis 6 Uhr zu lockern.

    09.05 Uhr: Anstieg der Infektionen in Deutschland etwas langsamer

    In Deutschland hat sich der Anstieg der Infektionen und Todesfälle durch das Virus verlangsamt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 18.610 Infizierte, das waren 1.948 mehr als am Vortag. Am Samstag war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2.705 gewachsen. Die Zahl der Toten nannte das Institut am Sonntag mit 55, verglichen mit einem für den Samstag gemeldeten Anstieg um 15 auf 46.

    Allerdings warnte das RKI, am Wochenende seien nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet.

    07.05 Uhr: Netflix will Bandbreite in Europa einschränken

    Die Online-Videothek Netflix will in ganz Europa ihre Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise besonders belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen. Für die kommenden 30 Tage würden die Streaming-Bandbreiten gesenkt, Zuschauer könnten deshalb leichte Qualitätseinbußen bemerken. Wegen der Virus-Pandemie arbeiten viele Menschen online von zuhause aus, was die Leitungskapazitäten stark belastet.

    05.36 Uhr: Kuba schickt Ärzteteam nach Italien

    Um die italienischen Kollegen im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen, hat Kuba am Sonntag ein Ärzteteam nach Italien entsendet. Die 52 Ärzte und Krankenpfleger sollten in der Lombardei eingesetzt werden, teilte das Gesundheitsministerium in Havanna mit. Dort befindet sich der aktuelle Brennpunkt der Corona-Krise in Italien. Nach offiziellen Angaben sind in Kuba selbst aktuell 20 Menschen mit dem Virus infiziert, eine Person starb daran.

    03.45 Uhr: Wirtschaftsweiser sieht Finanzstabilität trotz Corona-Krise nicht gefährdet

    Der Wirtschaftsweise Lars Feld hält eine hohe Neuverschuldung des Bundes wegen der Corona-Krise für gerechtfertigt. Wenn der Anteil der Schulden am Bruttoinlandsprodukt nun von 60 Prozent auf 80 oder 90 Prozent steige, sei damit nicht die finanzpolitische Solidität des Landes infrage gestellt", sagte der neu gewählte Vorsitzende des Sachverständigenrats der "Welt am Sonntag" (WamS). Selbst einen Anstieg der Staatsverschuldung von aktuell zwei auf drei Billionen Euro könne Deutschland verkraften.

    Gleichzeitig mahnte Feld aber und sagte, die Zeit der harten Eingriffe in das wirtschaftliche Leben müsse begrenzt bleiben. Er habe "große Zweifel, dass wir den Stillstand länger als drei Monate durchhalten". Spätestens im Mai müsse die medizinische Strategie überdacht werden. "Irgendwann werden wir zu einer personalisierten Isolierung übergehen müssen", sagte Feld. Dann müssten die Geschäfte wieder öffnen, in Quarantäne blieben nur noch jene, die infiziert seien oder einer Risikogruppe angehörten.

    03.32 Uhr Merkel berät mit Ministerpräsidenten über schärfere Corona-Maßnahmen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten heute ab 14.00 Uhr über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. In der Telefonkonferenz wird es vor allem darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt. Einige Bundesländer - allen voran Bayern - haben ihre Bestimmungen bereits verschärft. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte den Samstag als wichtigen Tag bei der Entscheidung über mögliche Ausgangssperren bezeichnet. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagte er dem "Spiegel". Mehr dazu finden Sie hier.

    03.31 Uhr: Russland unterstützt Italien in Corona-Krise mit Ausrüstung und Spezialisten

    Angesichts der Corona-Krise in Italien hat Russland die Entsendung von Spezialisten und medizinischer Ausrüstung in das EU-Land angekündigt. Staatschef Wladimir Putin sicherte in einem Telefonat mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte zu, Italien Schutzausrüstung, mobile Desinfektionssysteme und medizinische Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Außerdem schicke Russland "Spezialisten als praktische Hilfe in die am stärksten betroffenen Gebiete" Italiens.

    Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) versicherte angesichts der dramatischen Lage in Italien am Samstag via Twitter: "Wir stehen an der Seite unserer italienischen Freundinnen und Freunde". Dies zeige Deutschland "auch mit medizinischer Schutzausrüstung, die wir vorgestern übergeben konnten".

    01.25 Uhr: US-Schauspielerin Debi Mazar mit Coronavirus infiziert

    Die amerikanische Schauspielerin Debi Mazar (55, "Good Fellas", "Entourage") ist mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die in New York lebende zweifache Mutter auf Instagram bekannt. Sie hebe nun das Testergebnis nach fünftägiger Wartezeit in Selbstisolierung mit ihrer Familie erhalten. Mazar beschreibt in ihrem Posting, dass auch ihr Mann und ihre Töchter vor einem Monat Symptome wie Halsschmerzen, Husten und leichtes Fieber hatten, es aber als Erkältung abgetan hätten.

    01.04 Uhr: Landwirtschaftsministerium startet Job-Vermittlungsportal für Erntehelfer

    Um einem möglichen Engpass an Saisonarbeitern in der Landwirtschaft entgegenzuwirken, wollen das Bundeslandwirtschaftsministerium und der Bundesverband der Maschinenringe ein gemeinsames Job-Portal freischalten. Der Start sei für Montagmittag geplant, berichtete die "Bild am Sonntag". Das Portal mit dem Namen "Das Land hilft" soll demnach Arbeitsplätze in der Landwirtschaft vermitteln. Diese ist von der Coronavirus-Krise besonders betroffen, weil viele osteuropäische Hilfsarbeiter wegen der geschlossenen Grenzen nicht einreisen dürfen.

    00.20 Uhr: Italienische Regierung ordnet Schließung "nicht lebenswichtiger Unternehmen" an

    Die italienische Regierung hat die Schließung aller "nicht lebensnotwendigen" Unternehmen und Fabriken beschlossen. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte Abend in einer Fernsehansprache, die Regierung habe entschieden, landesweit jegliche Produktion einzustellen, "die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen". Es handele sich um einen "zusätzlichen Schritt" im Bemühen um eine Eindämmung der durch das Coronavirus ausgelösten Pandemie.

    Die Zahl der Todesopfer war in Italien binnen 24 Stunden um fast 800 in die Höhe geschnellt. Nach Angaben des Zivilschutzes stieg die Zahl der Menschen, die nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus starben, um 793 auf 4.825. Damit wurden 38,3 Prozent der weltweiten Corona-Toten insgesamt aus Italien gemeldet.

    SAMSTAG, 21. MÄRZ 2020

    22.35 Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben

    Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

    Sanz war Chef der Königlichen zwischen 1995 und 2000. In dieser Zeit errang Real neben anderen Erfolgen zwei Mal die Champions League (1998 und 2000) und auch einen Ligatitel (1997).

    21.00 Uhr: Corona-Katastrophenstab weitet Notbetreuung in Bayern aus

    Der Katastrophenstab in Bayern hat im Zuge der Corona-Krise die Notbetreuung für besonders betroffene Gruppen ausgeweitet. Wie das Familienministerium mitteilte, können ab Montag Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Gesundheitsversorgung oder der Pflege tätig sind, auch dann eine Notbetreuung in Schulen und Kitas für ihre Kinder in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in diesen Bereichen arbeitet. Voraussetzung sei dabei weiterhin, dass der betroffene Elternteil wegen dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an der Kinderbetreuung gehindert werde, sagte Bayerns Familienministerin Carolina Trautner. Hintergrund sei der steigende Personalbedarf in Kliniken, Arztpraxen, Apotheken und Pflegeheimen.

    20.45 Uhr: Corona-Patienten aus Frankreich in Freiburg

    In der Uniklinik Freiburg sind die ersten schwerstkranken Patienten aus der französischen Region Elsass eingetroffen, wie die Präsidentin des Departementrates Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, twittert. "Danke (Ministerpräsident) Winfried Kretschmann", schreibt sie. Der "Badischen Zeitung" sagt Klinkert, die Uniklinik solle zwei Patienten aus dem Elsass aufnehmen, drei würden nach Heidelberg überstellt und drei weitere nach Ulm. Jeweils einer werde in Mannheim und in Villingen-Schwenningen untergebracht. Alle müssten beatmet werden.

    Die französische Armee hatte zuletzt Patienten aus dem Elsass in andere Regionen des Landes ausfliegen müssen, weil die Beatmungsplätze knapp wurden. Klinkert bat daraufhin Baden-Württemberg und die Schweiz um Hilfe. Die Schweiz will nach ihren Worten sechs Patienten aufnehmen.

    20.00 Uhr: Anstieg bei Coronavirus-Opfern in Frankreich - 562 Tote

    In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um 112 auf 562 angestiegen. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Paris mit. Nach Zahlen vom Samstag sind 14.459 Menschen infiziert, 1.847 mehr als am Vortag. Frankreich hatte am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt.

    19.30 Uhr: Medizinethiker hält Ausgangsbeschränkungen für gerechtfertigt

    Aus ethischer Sicht sind die Corona-Ausgangsbeschränkungen gerechtfertigt, so der Medizinethiker Nagel, Universität Bayreuth, im Rundschau-Interview. Nach seiner Einschätzung gefragt, wie lange die Maßnahmen gelten werden, nennt er den 20. April als Datum, "auf das wir alle schauen sollten".

    19.00 Uhr: Lautsprecherdurchsagen sorgen für Aufregung

    Derzeit fahren 15 Fahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei durch München, um mit Lautsprecherdurchsagen auf die seit Mitternacht geltende Ausgangsbeschränkung hinzuweisen. Ab Sonntag laufen die Durchsagen zweisprachig, die Reaktionen sind gespalten. Mehr dazu hier.

    18.14 Uhr: Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

    Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat Italien an nur einem Tag fast 800 Tote vermeldet und damit so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Pandemie. Die Zahl der Toten stieg damit auf 4.825, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Insgesamt steht die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Italien nach offiziellen Angaben nun bei 53.578.

    18.00 Uhr: Aktion von Musikern in ganz Deutschland

    Am Sonntag wollen Musiker in ganz Deutschland in der Corona-Krise ein gemeinsames Zeichen setzen: Sie wollen um 18 Uhr an geöffneten Fenstern und von Balkonen die Ode an die Freude spielen.

    17.36 Uhr: 446 neue Todesfälle in der Lombardei

    In der norditalienischen Region Lombardei sind binnen 24 Stunden 546 Menschen an Covid-19 gestorben - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Die Zahl der Virus-Toten in der Region sei damit auf insgesamt 3.095 gestiegen, teilten die Behörden am Samstag mit. Die Zahl der Erkrankten sei um 3.251 auf 25.515 gestiegen. Die Lombardei mit der Hauptstadt Mailand ist die am stärksten vom Virus-Ausbruch betroffene Region in Italien.

    15.59 Uhr: US-Senat berät Mega-Rettungspaket

    Laut Regierungsberater Lary Kudlow haben die im US-Senat diskutierten Wirtschaftshilfen wegen der Corona-Krise ein Volumen von zwei Billionen Doller. "Das Paket wird rund zehn Prozent des BiP ausmachen," erklärte er gegenüber Reportern. Das Bruttoinlandsprodukt (BiP), also die gesamte gemessene Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten, liegt bei rund zwanzig Billionen Dollar.

    15:25 Uhr: Flughafen Nürnberg schickt Beschäftigte in Kurzarbeit

    Ab dem 1. April wird der Flughafen Nürnberg Kurzarbeit einführen, da die Nachfrage für Flugverbindungen bei Touristen wie auch Geschäftsreisenden schlagartig zurückgegangen ist. Dennoch bleibe der Flughafen mit einer Kernmannschaft weiterhin betriebsfähig, betonte Flughafensprecher Christian Albrecht im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

    15:24 Uhr: 150 Milliarden-Nachtragshaushalt wegen Corona

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat einen Nachtragshaushalt wegen der Coronakrise im Volumen von rund 150 Milliarden Euro bestätigt. Das sei Teil eines größeren Paketes, das zügig beschlossen werden solle, sagte der SPD-Politker in Postdam.

    15.16 Uhr: Eishockey-WM in der Schweiz abgesagt

    Die Eishockey-Weltmeisterschaft vom 8. bis 24. Mai in der Schweiz wird wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Das teilte der Eishockey-Weltverband in Zürich mit.

    15.00 Uhr: 300 neue Corona-Tote in Spanien

    In Spanien ist die Zahl der Corona-Toten innerhalb eines Tages um mehr als 300 auf 1326 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle sprang bis Samstag auf 24.926, verglichen mit 19.980 bis Freitag.

    13.33 Uhr: Erster Todesfall im Landkreis Rosenheim

    Im Landkreis Rosenheim gibt es den ersten Corona-Todesfall. Das teilte das zuständige Landratsamt mit. Es handele sich um einen Mann aus dem Landkreis, hieß es. Nähere Angaben machte das Amt nicht. Bisher sind in Bayern 21 Menschen an einer Infektion mit dem Virus gestorben, das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen mit.

    12.59 Uhr: Supermärkte haben keine längeren Öffnungszeiten

    Um einer Versorgungskrise vorzubeugen, hat Bayern die Ladenöffnungszeiten ausgeweitet. Doch die großen Ketten wie Aldi, Lidl, Edeka oder Netto machen davon keinen Gebrauch. Grund sei die Belastung der Mitarbeiter: "Schon jetzt sind viele Kolleginnen und Kollegen an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Jetzt noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen," erklärte etwa ein Edeka-Sprecher.

    12.58 Uhr: Bund will Infektionsschutzgesetz ändern

    Die Bundesregierung will nach "FAZ"-Informationen das Infektionsschutzgesetz ändern. Der Bund soll künftig mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten, während die Bundesländer zum Teil entmachtet werden, wie die Zeitung unter Berufung auf einen Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums berichtete.

    Künftig soll die Bundesregierung demnach zum Beispiel grenzüberschreitende Personentransporte untersagen können, per Handyortung die Kontaktpersonen von Infizierten suchen und medizinisches Personal zwangsrekrutieren. Sie kann demnach aber keine Ausgangssperren anordnen. Der Entwurf soll am Montag im Bundeskabinett verabschiedet und im Laufe der Woche im Eilverfahren im Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

    12.50 Uhr: Mehr als 6.700 Corona-Infektionen in NRW

    In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es nun 6.740 nachgewiesene Fälle, rund 1.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23. Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

    12.06 Uhr: Baden-Württemberg untersagt Gottesdienste und religiöse Treffen

    In Baden-Württemberg gibt es ab sofort Einschränkungen "im Bereich von Gottesdiensten und weiteren religiösen Veranstaltungen und Zusammenkünften". Nach Angaben des Kultusministeriums sind ab sofort wegen der Corona-Krise "Veranstaltungen und sonstige Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften" untersagt. Für Zeremonien wie zum Beispiel Taufen, Eheschließungen und Bestattungen im keinsten Kreis gibt es demnach Ausnahmeregelungen.

    11.55 Uhr: China registriert erneut keine neuen Infektionen im eigenen Land

    In China ist den dritten Tag in Folge keine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb des Landes erfasst worden. Gleichzeitig seien jedoch 41 weitere Infektionsfälle verzeichnet worden, in denen sich die Betroffenen im Ausland angesteckt hätten, teilten die Behörden mit. Demnach gab es sieben neue Todesfälle, alle in der Provinz Hubei.

    Die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen gehen in China - dem Ausgangspunkt der Pandemie - seit Wochen deutlich zurück. In Festlandchina wurde bei mehr als 81.000 Menschen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen, rund 6.000 Menschen sind nach Behördenangaben noch erkrankt. 3.255 Menschen starben. China fürchtet jedoch eine zweite Welle von Infektionsfällen durch Chinesen, die aus dem Ausland einreisen.

    11.32 Uhr: Erste Städte in Frankreich verschärfen Ausgangssperre

    Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verschärfen die ersten französischen Städte die Ausgangssperre. Die südfranzösische Stadt Nizza will ab Samstag von 23.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden hinein ein totales Ausgangsverbot verhängen. Die Touristenorte Vallauris und Menton, die ebenfalls an der Côte d'Azur liegen, hatten bereits am Freitagabend erstmals zu dieser Maßnahme gegriffen. Auch in Paris wurden die Maßnahmen der Ausgangssperre vor dem Wochenende verschärft. So wurden vor den Bahnhöfen die Kontrollen erhöht. Die Stadt sperrte außerdem die Seine-Ufer sowie Rasenflächen an der Esplanade des Invalides und an der Champ-de-Mars - dort steht der Eiffelturm - für Passanten. Seit dem Covid-19-Ausbruch wurden in Frankreich bisher 12.612 Menschen infiziert, 450 sind gestorben.

    © dpa-Bildfunk/Andreina Flores

    Leere Plätze und Straßen in Paris

    11.03 Uhr: Mietern soll in Krise nicht gekündigt werden dürfen

    Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sieht eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, die der dpa vorliegt. Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben. Die Vorlage soll bereits am Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

    10.31 Uhr: Bundesregierung plant Neuverschuldung von 150 Milliarden Euro

    Angesichts der Corona-Pandemie plant die Bundesregierung in diesem Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 150 Milliarden Euro. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen. Zuvor hatte der Deutschlandfunk darüber berichtet. Demnach plant die Bundesregierung einen Nachtragshaushalt für 2020. Sie will auch die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen. So soll ermöglicht werden, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt.

    10.00 Uhr: Rund 16.600 Infizierte in Deutschland

    In Deutschland gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts 16.662 Infizierte. Das sind 2.705 mehr als am Vortag. 47 Menschen sind bisher an den Folgen der Pandemie gestorben, 16 mehr als am Vortag.

    09.21 Uhr: Krankenhaus-Chefs befürchten Insolvenzen

    Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hat wegen der Corona-Krise vor finanziellen Engpässen der Kliniken gewarnt. Derzeit fahre man "mit Vollgas auf die Wand" zu, sagte Verbandspräsident Josef Düllings im Deutschlandfunk. Er hoffe daher auf ein baldiges Auffangnetz. Es gebe auch noch nachlaufende Rechnungen aus den Monaten Februar und März, die bezahlt werden müssten. Bis Ende April werde das noch funktionieren. Düllings : "Aber ich rechne im Mai damit, dass, wenn nichts kommt, die Krankenhäuser flächendeckend in die Insolvenz gehen."

    Das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete unter Berufung auf Koalitionskreise, das Bundeskabinett wolle am Montag auch Hilfen für die Krankenhäuser im Umfang von zunächst drei Milliarden Euro vereinbaren.

    08.55 Uhr: Bundesbank-Chef hält Rezession für "wohl unvermeidlich"

    Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor den wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Pandemie. Eine Rezession in Deutschland sei "wohl unvermeidlich", sagte Weidmann der "Welt". Weidmann lobte die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen das Coronavirus. Aus Weidmanns Sicht befindet sich Deutschland dank solider Staatsfinanzen in einer günstigen Ausgangsposition, um die Krise zu stemmen. Man habe den Staatshaushalt in Zeiten guter Wirtschaftslage gefestigt. Dadurch seien nun Spielräume da.

    08.45 Uhr: Yosemite-Nationalpark wegen Coronavirus geschlossen

    Der Yosemite-Nationalpark, einer der meistbesuchten Parks der USA, ist wegen der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen worden. Bis auf Weiteres hätten zu dem kalifornischen Park nur noch Mitarbeiter Zutritt, teilte die Parkverwaltung mit. Kalifornien ist einer der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaaten. Mehr als 1.180 Menschen haben sich mit dem neuartigen Virus infiziert, 23 Menschen starben. Am Donnerstag war für die 40 Millionen Einwohner Kaliforniens eine allgemeine Ausgangssperre verhängt worden.

    08.09 Uhr: Großbritannien will sich an British Airways beteiligen

    Die britische Regierung will sich einem Zeitungsbericht zufolge an British Airways und anderen von der Corona-Krise getroffenen Unternehmen beteiligen. Geplant sei der Erwerb von Kapitalbeteiligungen, die später an private Anleger weiterverkauft werden könnten, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Der Staat wolle dafür Milliarden Pfund investieren.

    Auch in Deutschland gibt es Forderungen, der Staat solle sich an Firmen beteiligen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte gestern erklärt, dass er Großkonzernen wie der Lufthansa notfalls auch mit einer zeitweisen staatlichen Beteiligung helfen wolle.

    06.55 Uhr: Münchner Arzt: Auch Jüngere auf Intensivstation

    Auf den Intensivstationen werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren demnach Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." Auch ein junger Patient sei nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appellierte an junge Menschen, sich an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", hatte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf gesagt. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

    06.22 Uhr: Bürger in Bayern befolgen Ausgangsbeschränkungen

    Die seit Mitternacht landesweit in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend eingehalten. Das ergab ein Rundruf des BR bei den Polizeipräsidien in Unterfranken, Mittelfranken, Oberpfalz und Schwaben-Nord. Es sei "sehr, sehr, sehr ruhig", sagte ein Sprecher in Würzburg. Auf dem Weg zum Präsidium um kurz vor 5 Uhr habe er "vier Fahrzeuge, vier Fußgänger und einen Radfahrer gesehen".

    Von "sehr leeren Straßen" berichtete auch der Sprecher des Präsidiums in Nürnberg. Seit gestern Abend hatte die Polizei nur drei nennenswerte Einsätze in Nürnberg und Erlangen – keiner stand jedoch im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen.

    Die Polizei in Schwaben musste dagegen mehrere Gruppen feiernder Jugendlicher auflösen – so in der Augsburger Innenstadt und am Rothsee in Zusmarshausen (Landkreis Augsburg). Laut einem Polizeisprecher waren es jeweils zwischen fünf und zehn Jugendlichen, die sich, so der Eindruck der Beamten, mit Absicht getroffen hätten. Die Polizei erteilte jeweils Platzverweise.

    05.45 Uhr: Deutsche zahlen wegen Corona lieber kontaktlos

    Kunden in Deutschland nutzen in der Corona-Krise verstärkt die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen. In den vergangenen Tagen sei mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt wurden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) der dpa. Im Dezember habe dieser Anteil noch bei 35 Prozent gelegen. Beim kontaktlosen Bezahlen müssen die Käufer Ihre Karten nicht in ein Lesegerät stecken und an dem Terminal eine PIN eingeben, sondern brauchen die Karte nur an das Terminal halten.

    05.44 Uhr: Sydney schließt überlaufenen Bondi Beach

    In Sydney ist der berühmte Bondi Beach geschlossen worden, nachdem sich dort trotz der Corona-Krise Tausende von Strandgängern getummelt hatten. Auch andere Strände könnten nach Behördenangaben geschlossen werden, falls sich die Leute nicht an die Empfehlung halten, Abstand zu wahren. "Wir machen das nicht, weil wir die Spaßpolizei sind, aber wenn wir eine Gemeinschaft haben, die sich nicht an die Anforderungen der sozialen Distanz hält, dann müssen wir eingreifen", sagte der Polizeiminister des australischen Bundestaats New South Wales, David Elliott. Die australische Regierung erlaubt wegen der Corona-Krise draußen keine Versammlungen von mehr als 500 Menschen, drinnen ist es auf 100 Menschen beschränkt.

    04.10 Uhr: Scheuer will mit neuen Regelungen Versorgungsengpässe verhindern

    Um Versorgungsengpässe zu verhindern, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Logistikzentren länger offen halten. Diese sollten 24 Stunden lang aufbleiben können, damit Engpässe in der Belieferung von Filialen etwa bei Supermarktketten ausgeglichen werden könnten, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Dazu solle es eine Flexibilisierung der Arbeitszeit geben. Scheuer sei dazu in Gesprächen. Außerdem rede er mit Kommunalverbänden darüber, die Nachtzulieferung von 22 Uhr bis 6 Uhr zu lockern.

    Zur Sicherstellung der Versorgung war bereits das Sonntags-Fahrverbot für Lastwagen von Ländern gelockert worden. Der Handel sieht die Versorgung generell als gesichert an, dennoch führen Hamsterkäufe angesichts der Coronavirus-Krise seit Tagen immer wieder zu leeren Regalen in vielen Supermärkten und bei den Discountern.

    04:00 Uhr: DGB fordert Verbot von Miet-Kündigungen

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat ein Verbot von Miet-Kündigungen während der Corona-Krise gefordert. "Die Politik muss jetzt ein deutliches Signal setzen: Das Zuhause muss sicher sein", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Ein Verbot von Kündigungen soll auch für gewerbetreibende Mieter gelten. Für ausgesprochene Kündigungen seien Fristen zu verlängern. Miet- und Zahlungen für Strom, Gas und Wasser sollten gestundet und bei Bedarf durch staatliche Zuschüsse getragen werden. In der Bundesregierung werden bereits Hilfen für Mieter erwogen. Das Justizministerium prüft derzeit Möglichkeiten.

    02.29 Uhr: Argentinien - Fast 250 Festnahmen wegen Verstoß gegen Ausgangssperre

    Bereits am ersten Tag der weitgehenden Ausgangssperre sind in Argentinien fast 250 Menschen wegen Verstößen gegen die Anordnung festgenommen worden. Unter den Festgenommenen seien eine mit dem Coronavirus infizierte Ärztin, ein alkoholisierter Polizist und ein Jogger gewesen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Télam. In Argentinien gibt es derzeit 158 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind bislang an der Erkrankung Covid-19 gestorben.

    Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hatte die argentinische Regierung in der Nacht auf Freitag eine weitgehende Ausgangssperre verfügt. Bis zum 31. März dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind lediglich Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken.

    02.16 Uhr: BMW stoppt US-Produktion wegen Corona-Krise

    BMW stoppt die Produktion in seinem großen US-Werk in South Carolina wegen der Coronavirus-Krise. "Gesundheit und Schutz unserer Beschäftigten ist unsere oberste Priorität", teilte das Unternehmen mit. Zugleich habe die Corona-Pandemie immense Auswirkungen auf die weltweite Autonachfrage. Die Produktion werde deshalb entsprechend angepasst. Die US-Fabrik am Standort Spartanburg in South Carolina soll ab 3. April zunächst für voraussichtlich zwei Wochen schließen.

    01.56 Uhr: Gute Nachricht aus China - Keine neuen Ansteckungen

    China meldet den dritten Tag in Folge keine neue Ansteckung mit dem Coronavirus im Inland. Allerdings nahm die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland eingereist sind, um 41 zu, wie die Nationale Gesundheitskommission mitteilt. Sie sei damit auf 269 gestiegen. Mit 14 neu eingeschleppten Fälle habe es die meisten in Peking gegeben. Damit stieg die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen in China auf 81.008. Die Zahl der Todesfälle legte um sieben auf 3255 zu. Alle neuen Todesfälle seien in der Provinz Hubei registriert worden, dem Zentrum des Virus-Ausbruchs in China.

    01.38 Uhr: SPD und Grüne kritisieren Bayerns Vorpreschen in Corona-Krise

    Die SPD-Spitze rügt das Vorpreschen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei Ausgangsbeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wer jetzt so tut, als kenne sie oder er das Patentrezept im Umgang mit dieser Situation, streut den Bürgerinnen und Bürgern Sand in die Augen". Es wäre besser, wenn die Länder, wie vereinbart, mit der Kanzlerin abgestimmt handeln würden, meinte der SPD-Politiker. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Sonntag in einer Schalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung sprechen.

    Bayern kündigte wie auch das Saarland bereits am Freitag Ausgangsbeschränkungen ab Samstag an, die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Auch weitere Bundesländer beschlossen neue Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens.

    01.16 Uhr: Opern-Premiere in Wien trotzt dem Virus

    Ein leerer Saal und doch eine gelungene Aufführung: Oscar-Preisträger Christoph Waltz hat gemeinsam mit dem Theater an der Wien eine überzeugende Inszenierung von Beethovens "Fidelio" auf die Bühne gebracht. Die für vergangenen Montag geplante Premiere wurde aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt, auf die Bildschirme schaffte es die Arbeit des 63-Jährigen aber dennoch. Weil die letzten Proben aufgezeichnet wurden, konnten Online-Plattformen die "Fidelio"-Inszenierung ausstrahlen. Auch im Sender ORF2 war die Aufführung am späten Freitagabend zu sehen. Für den Hollywood-Star war es die dritte Opern-Regie seiner Karriere.

    FREITAG, 20. MÄRZ 2020

    22.21 Uhr: Europäer singen Ärzten und Krankenschwestern ein Dankeschön

    Mit Gesängen und Beifall haben sich Menschen aus ganz Europa am Freitag bei Angestellten im Gesundheitsdienst für deren Einsatz im Kampf gegen das Coronavirus bedankt. In Rom, Madrid, Athen, Paris, Amsterdam und anderswo rauschte Beifall aus offenen Fenstern und von Balkons durch die Straßen, begleitet von Liedern und Rufen, obwohl diejenigen, denen das galt, keine Zeit zum Hinhören hatten.

    In Italien haben sich mittlerweile 2.900 Ärzte und Krankenschwestern selbst mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Das sind zehn Prozent des medizinischen Personals im Land. Im Fernsehen flehen erschöpfte Mediziner die Bevölkerung immer wieder an, zu Hause zu bleiben und klagen über zu wenig Schutzausrüstung.

    In Spanien starb am Donnerstag eine 52 Jahre alte Krankenschwester an der vom Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. Dort stimmten die Menschen am Freitag die Mónica Naranjos Coverversion des Disco-Hits "I Will Survive" an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Krankenhauses nahmen zum Dank ein Video auf, in dem sie in kleinen Gruppen Schilder unter anderem mit der Botschaft hochhielten: "Wir stehen das alle gemeinsam durch."

    21.40 Uhr: Rechtsexperte: Ausgangsbeschränkungen sind juristisch vertretbar

    Der Rechtsexperte von der Uni Bayreuth, Prof. Stephan Rixen, begrüßt die Anordnung der Staatsregierung. Der Bund hat nur koordinierende Funktion, die Bundesländer müssen Maßnahmen umsetzen.

    21.10 Uhr: Polizei überwacht Ausgangssperre in Brüssel mit Drohnen

    Mit Drohnen überwacht die Polizei in Brüssel die belgische Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Vor allem in Grünanlagen achte man darauf, dass Sportler und Spaziergänger die Vorschriften beachten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Polizei am Freitag via Twitter mit. Dreisprachige Durchsagen erinnern an die Regeln. Seit Beginn der fast dreiwöchigen Ausgangssperre am Mittwochmittag habe die Polizei im Zentrum der Hauptstadt schon mehr als 100 Geldbußen wegen Regelverstößen verhängt, berichtete die belgische Nachrichtagentur Belga. In bestimmten Fällen beliefen diese sich auf 350 Euro für Erwachsene und 175 Euro für Jugendliche.

    20.55 Uhr: Italien verschärft Ausgangssperren weiter

    Weil die Zahl der Coronavirus-Opfer steigt, verschärft Italien die Ausgangssperren. So verbietet die Regierung den Bürgern jetzt auch ausdrücklich, in Parks und andere Grünanlagen zu gehen. Sport in der Öffentlichkeit soll unterbleiben. Das geht aus einem Erlass des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Freitag hervor.

    In Italien sind seit Februar mehr als 4.000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Mittlerweile haben sich nach Angaben der Behörden in Italien mehr als 47.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

    Es gibt seit Tagen Klagen von den Präsidenten der Regionen, besonders aus dem notleidenden Norden, dass sich viele Menschen nicht an die Regeln hielten. Sie gingen in Parks spazieren oder joggen. Oft bildeten sich Gruppen. Einige Städte wie Rom schlossen schon vorher viele Parks.

    20.38 Uhr: Neun Coronavirus-Todesfälle in Würzburger Pflegeheim

    In einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Alle Verstorbenen hatten - so die Leiterin - Vorerkrankungen und waren über 80 Jahre alt. Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause.

    20.25 Uhr: Münchner Wirte schreiben Brandbrief an OB Reiter

    Die Münchner Gastronomen haben in einem Brandbrief an Münchens OB Dieter Reiter (SPD), der dem BR vorliegt, massive Unterstützungsmaßnahmen gefordert. So verlangen sie konkret die "sofortige und 100 prozentige Kostenübernahme aller Bruttogehälter (Vollzeit und Teilzeit)", die "Fortzahlungen aller ausgefallenen Arbeitsstunden", "Steuernachlässe anstelle von Stundungen und Aufschiebungen", die "Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.03.2021", "Rechtlichen Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen aufgrund von Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing- und Kreditverträge)" und "erleichterte Kreditbedingungen". Andernfalls, so die Unterzeichner, drohten flächendeckende Insolvenzen.

    20.10 Uhr: Söder: Hilfe für die Wirtschaft "Whatever it takes"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat – im BR-Extra – gemahnt, wir müssten aufpassen, dass "unser Land nicht zu einem ökonomischen Übernahmekandidaten" werde, in der Corona-Krise. Deshalb gebe es zahlreiche Hilfen für die bayerische Wirtschaft, für große und kleine Unternehmen, "whatever it takes" – so Söder wörtlich im Gespräch mit BR-Chefredakteur Christian Nitsche. Er kritisierte, dass Medikamente kaum mehr in Deutschland produziert würden und zeigte wenig Verständnis, dass auch dringend benötigte Atemschutzmasken im Ausland produziert würden, aber "ausschließlich mit deutschen Maschinen". Um solche Probleme anzugehen kündigte er einen "Pharmagipfel" an, in Bayern.

    Die heute verhängten weitreichenden Ausgangsbeschränkungen für Bayern nannte Söder einen "Stresstest, den wir noch nie hatten, für das Gesundheitssystem, die Wirtschaft, die Gesellschaft". Alle kämen an ihre Grenzen. Aber: "Man kann die Situation meistern, wenn alle zusammenhalten."

    20.08 Uhr: IWF: Virus-Krise hat schwere Folgen für Wirtschaft

    Der IWF rechnet mit "ziemlich schweren" Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft. Durch eine lange Wachstumsphase und hohe Beschäftigung im Vorfeld dürfte der aktuelle Schock aber abgefedert werden können, sagt IWF-Strategtiechef Martin Mühleisen. Das Hauptziel für Regierungen müsse sein, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. So könne für Zuversicht gesorgt werden, dass die Folgen für die Wirtschaft nur vorübergehend seien. Banken und Regierungen hätten beispiellose Maßnahmen für die Liquidität der Märkte ergriffen, "vielleicht mehr als wir brauchten", sagt der Deutsche.

    20.00 Uhr: Polizei bittet dringend: Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen

    Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim bittet die Bevölkerung, wegen Fragen zu Corona nicht die Notrufnummer 110 zu wählen. Diese Nummer sei ausschließlich für Notfälle vorbehalten.

    Nach der heutigen Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatten sich laut Polizei zahllose Bürgerinnen und Bürger unter der Notrufnummer 110 in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums gemeldet. Dabei wurden meist allgemeine Fragen zum Corona-Virus oder zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkungen gestellt.

    Dies sind aber keine Notfälle, die das Wählen der 110 begründeten, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

    19.43 Uhr: USA schließen wichtige Grenze zu Mexiko weitestgehend

    Die USA schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr. Der Austausch von Waren sei davon nicht betroffen, erklärte Außenminister Mike Pompeo am Freitag. Die neue Regelung gelte ab Mitternacht (05.00 MEZ Samstag). Es werde nur wenige Ausnahmen geben, unter anderem für Angestellte im Gesundheitsbereich oder medizinisch begründete Grenzübertritte. Die Grenze zu Mexiko ist rund 3200 Kilometer lang. Täglich überqueren sie mehr als eine Million Menschen und Hunderttausende Fahrzeuge.

    Die Regelung sei die gleiche wie für die nördliche Grenze mit Kanada und werde zunächst für 30 Tage gelten, sagte US-Präsident Donald Trump vor Journalisten. Zuvor hatte bereits der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf erklärt, es gehe darum, alle nicht-notwendigen Grenzübertritte zu begrenzen, um die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aufzuhalten.

    19.16 Uhr: WHO-Chef an die Jugend in Corona-Zeiten: Ihr seid nicht unbesiegbar

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appelliert an junge Leute, sich während der Corona-Krise an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. "Ihr seid nicht unbesiegbar."

    Zwar bestehe für ältere Menschen die größte Gefahr, sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 anzustecken und die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln. "Aber es geht nicht an den Jungen vorbei", sagte Tedros. "Dieses Virus kann auch für euch einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt bedeuten, oder es kann euch töten." Alle Menschen müssten zusammenstehen, über Landesgrenzen und Generationen hinweg. "Solidarität, Solidarität, Solidarität", forderte Tedros.

    19.10 Uhr: Corona-Pandemie: Vatikan rät Kirchen zu eingeschränkten Osterfesten

    Der Vatikan hat den katholischen Kirchen weltweit eine Handreichung gegeben, um Ostern wegen der Corona-Pandemie reduziert zu feiern. Feierliche Rituale wie die Fußwaschung am Gründonnerstag und die Karfreitagsprozession können danach entfallen. Andere Feierlichkeiten sollten ohne Gläubige vollzogen und zum Beispiel live übertragen werden. Das bestimmte die Gottesdienstkongregation in einem am Freitag erlassenen Dekret. Die Regeln gelten für die Osterfeiern im April 2020 in Ländern, wo wegen der Virus-Welle Beschränkungen etwa der Behörden erlassen wurden.

    Ostern ist der wichtigste christliche Feiertag - gefeiert wird die Auferstehung Jesu nach dessen Hinrichtung am Kreuz am Karfreitag. Höhepunkt der Ostermesse, die in diesem Jahr auf den 12. April fällt, ist der apostolische Segen "Urbi et Orbi" des Papstes.

    18.45 Uhr: Britische Regierung nimmt Arbeitgebern Gehaltszahlungen ab

    Um die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen der Coronavirus-Krise abzuwenden, will die Regierung in London Gehaltszahlungen für in Bedrängnis geratene Unternehmen und Vereine übernehmen. Das teilte der britische Finanzminister Rishi Sunak am Freitag mit. Arbeitgeber jeder Art und jeder Größe könnten dafür Beihilfen aus einem unbeschränkten Fonds beantragen, sagte Sunak bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson. Gezahlt werden bis zu 80 Prozent von Gehältern und maximal 2.500 Pfund (umgerechnet rund 2.740 Euro) im Monat pro Angestellten, der nicht seiner Arbeit nachgehen könne. Zudem werde die Regierung bis Ende Juni keine Umsatzsteuerzahlungen einfordern.

    18.20 Uhr: Corona-Pandemie in Italien: Über 600 Tote an einem Tag

    In Italien haben die Behörden in nur einem Tag rund 600 neue Corona-Tote registriert. Damit stieg die Zahl der Todesopfer der Virus-Pandemie auf 4.032. Das teilte der Zivilschutz in Rom am Freitag mit. In dem Land gibt es inzwischen 47.021 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Damit kamen im Vergleich zum Vortag erneut Tausende Infektionen hinzu. Außerdem dürfte die Dunkelziffer nicht erfasster Menschen, die den Sars-CoV-2-Erreger in sich tragen, Experten zufolge hoch sein.

    18.16 Uhr: Maas: Rückholaktion dauert noch zwei Wochen

    Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet damit, dass die Rückholaktion für die im Ausland wegen der Corona-Krise gestrandeten Deutschen sicher noch zwei Wochen dauern wird. "Wir werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen pro Tag um die 10.000 Menschen nach Deutschland zurückbringen können", sagte der SPD-Politiker am Freitag. Aber mittlerweile sei davon auszugehen, dass es um bis zu 200.000 deutsche Touristen im Ausland gehe.

    Gleichzeitig rief Maas dazu auf, die zunächst bis Ende April geltende Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen unbedingt einzuhalten. Es sei "wirklich unverantwortlich, jetzt noch ins Ausland zu fahren, weil man möglicherweise damit rechnen muss, für eine längere Zeit nicht mehr nach Deutschland zurückzukommen".

    18.11 Uhr: Experten: Pandemie wird Leben der Briten etwa ein Jahr bestimmen

    Die Covid-19-Pandemie wird Experten zufolge das Leben in Großbritannien etwa ein Jahr lang beeinträchtigen. Die wissenschaftliche Beratergruppe für Notfälle (Sage) empfahl, in dieser Zeit zwischen strengen und weniger strengen Maßnahmen abzuwechseln, um die Ausbreitung des neuartigen Erregers zu unterbinden.

    Am Freitag konnte erstmals ein Krankenhaus in London nicht mehr alle mit dem Coronavirus infizierten Patienten aufnehmen. Die Kapazitätsgrenze sei erreicht, teilte das Northwick Park Krankenhaus mit und bat benachbarte Kliniken dringend um Hilfe.

    18.08 Uhr: Virologe Drosten: Keine Daten über Wirkung von Ausgangssperren

    In der Debatte um Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie weist der Berliner Virologe Christian Drosten auf einen Mangel an Daten hin. Es sei relativ schwer zu sagen, ob eine zusätzliche Maßnahme wie eine Ausgangssperre einen Unterschied mache: "Dafür gibt es überhaupt keine Daten", sagte der Charité-Wissenschaftler am Freitag im NDR-Podcast. Entsprechende Daten werde es erst in zwei oder drei Wochen geben. Ausgangssperren seien allenfalls sinnvoll, wenn die bisherigen Maßnahmen nicht befolgt würden.

    "Man kann ja nicht sagen, man macht einfach die Maßnahmen immer strikter - ohne zu wissen, ob das überhaupt einen Unterschied noch bringt oder ob man schon eigentlich die Durchschlagskraft erreicht hat, die man braucht", sagte Drosten. Die Politik stehe vor der Schwierigkeit, ein Augenmaß zu finden, ob die Maßnahmen reichten oder ob nachgesteuert werden müsse.

    "Die Dynamik der Maßnahmen macht mir Sorgen", sagte auch Gérard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Bei zu langen und zu intensiven Regelungen drohe mehr Schaden als Nutzen. "Allein schon für die Gesundheit, die politischen und wirtschaftlichen Folgen noch gar nicht mitgerechnet."

    Seine persönliche Wahrnehmung sei, sagte Drosten, dass die Straßen am Freitagmorgen zum ersten Mal wirklich leer gewesen seien - und zwar auch in Berlin-Mitte und Prenzlauer Berg, wo sonst viele junge Leute unterwegs seien. Auch die Touristen seien weg. Sein Eindruck sei, dass die Menschen die Lage nun ernster nähmen.

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte in den vergangenen Tagen erklärt, dass es eine Zeit dauern wird, bis sich die bisher angeordneten Maßnahmen wie die Schulschließungen in den gemeldeten Fallzahlen niederschlagen könnten.

    17.56 Uhr: Bundestagssitzung nächste Woche doch in großer Besetzung

    Der Bundestag soll in der kommenden Woche trotz Corona-Krise und Abstandsregeln doch noch einmal in größerer Besetzung zusammenkommen. Hintergrund ist die von der großen Koalition geplante Nutzung einer Notfallregelung zur Umgehung der grundgesetzlich vorgeschriebenen Schuldenbremse. Damit soll es dem Staat ermöglicht werden, sich im Zuge der Corona-Krise höher zu verschulden als erlaubt - etwa für Hilfsprogramme für Wirtschaft und Bevölkerung. Um das zu beschließen sei aber eine sogenannte Kanzlermehrheit notwendig, wie aus Fraktionskreisen zu erfahren war. Das heißt, mindestens 355 der 709 Abgeordneten müssen zustimmen.

    Die bisherigen Planungen werden damit auf den Kopf gestellt. Angedacht war ursprünglich eine abgespeckte Sitzungswoche im Bundestag mit nur einem kleinen Teil der Abgeordneten. Für den Mittwoch sei nun eine Plenarsitzung geplant, bei der über neun Vorlagen entschieden werde. Zum Auftakt der Debatte werde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reden. Die Abgeordneten sollen so weit es geht Abstand halten. Einige würden die Debatte in ihren Büros am Fernseher verfolgen und erst zu den Abstimmungen im Plenarsaal erscheinen, hieß es.

    17.45 Uhr: EU-Kommission kündigt wegen Corona-Krise Aussetzung der Defizitregeln an

    Wegen der Corona-Krise will die EU-Kommission in einem nie dagewesenen Schritt die europäischen Regeln für Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten bis auf Weiteres aussetzen. Erstmalig aktiviere die Behörde "die allgemeine Ausweichklausel" im EU-Stabilitätspakt, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag. "Der Schritt bedeutet, dass nationale Regierungen so viel Liquidität wie nötig in die Wirtschaft pumpen können"

    17.45 Uhr: Zugverkehr in Bayern vorerst nur mit weniger Einschränkungen

    Der Zugverkehr in Bayern läuft trotz der Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus zunächst weitgehend normal weiter. "Unser Ziel ist, den Zugverkehr mit so wenig Einschränkungen wie möglich aufrecht zu erhalten. Das gelingt aktuell hervorragend", betonte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Freitag. Es müsse sichergestellt sein, dass Angehörige systemrelevanter Berufe wie Pfleger, Lebensmittelhändler oder Journalisten zu ihren Arbeitsstellen gelangen könnten.

    Allerdings kündigten private Bahnanbieter wie die Bayerische Oberlandbahn (BOB) und die Regiobahn GmbH an, von nächster Woche an ihre Angebote zu reduzieren. Die Unternehmen begründeten dies mit der Verfügbarkeit von Mitarbeitern, die sich krank meldeten oder "vorsorglich freigestellt" worden seien. Das Zugangebot werde ab Mittwoch auf stündliche Angebote reduziert.

    Pläne für ein reduziertes Grundangebot lägen auch bei anderen Eisenbahnunternehmen in der Schublade, kündigte Schreyer an. Dann würden etwa Schülerzüge oder Taktverstärker gestrichen. Ein solches Grundangebot würde in etwa dem Wochenendfahrplan entsprechen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Eine radikale Reduzierung des Angebotes sei derzeit nicht angebracht.

    17.25 Uhr Landwirtschaftsministerium warnt vor irreführenden Mitteln

    Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat vor irreführenden Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt, die einer Infektion mit dem Coronavirus vorbeugen sollen. "Es gibt kein Nahrungsergänzungsmittel, das eine Infektion mit dem Virus verhindern kann", erklärte das Ministerium am Freitag. Demnach würden derzeit in Deutschland Mittel mit einem solchen Versprechen angeboten. "Man spielt nicht mit der Angst der Menschen. Diese Geschäftemacher dürfen keinen Erfolg haben", sagte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu. Außerdem dürfen Nahrungsergänzungsmitteln ebenso wie anderen Lebensmitteln nach Angaben des Ministeriums "eine Informationen über Eigenschaften der Vorbeugung, Behandlung oder Heilung einer menschlichen Krankheit zugeschrieben werden".

    17.21 Uhr: Italien erwägt noch drastischere Maßnahmen gegen Pandemie

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erwägt die italienische Regierung noch drastischere Maßnahmen. In den kommenden 24 bis 48 Stunden seien neue Einschränkungen möglich, sagte der für die Regionen zuständige Minister Francesco Boccia. Unter anderem nannte er die Möglichkeit, alle Aktivitäten im Freien zu verbieten. Die Gouverneure der nördlichen Regionen Italiens fordern die Schließung weiterer Betriebe und einen Einsatz der Armee, um die Umsetzung der Maßnahmen zu kontrollieren. Für ganz Italien gilt seit dem 10. März eine weitgehende Ausgangssperre. Die Menschen dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu fahren, Lebensmittel einzukaufen oder Ärzte und Apotheken aufzusuchen. Bislang sind auch sportliche Aktivitäten im Freien noch erlaubt. In Italien sind bereits 3.405 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

    17.05 Uhr: Bayerisches Gastgewerbe: "Jeder Betrieb kämpft ums Überleben"

    Praktisch jedes bayerische Hotel und Gasthaus ist nach Angaben es Branchenverbandes Dehoga durch die Corona-Krise inzwischen in Existenznot. Selbst die großen gut laufenden Betriebe seien jetzt an ihre Grenzen gelangt: "Jeder Betrieb kämpft ums Überleben", sagte Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert in München. Restaurants und Biergärten müssen ab Samstag komplett schließen. Ausgenommen bleiben nur Mitnahmeangebote und Lieferdienste. "Wir unterstützen jede Maßnahme der bayerischen Regierung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen", betonte Geppert aber und lobte die Hilfen der Staatsregierung für die Branche mit 40.000 Betrieben und 447.000 Erwerbstätigen im Freistaat. Einzelne Brauereien hätten die Pacht für Gastwirte ausgesetzt. Die Gema erhebe keine Beiträge für musikalische Aufführungsrechte.

    16.59 Uhr: Haftstrafe für Corona-Huster in Niederlanden

    Wegen absichtlichem Anhusten von zwei Polizisten und dem Androhen einer Corona-Infektion ist ein Mann in den Niederlanden zu einer Haftstrafe von zehn Wochen verurteilt worden. Ein Richter sprach ihn in Den Haag für Bedrohung mit Tod oder schwerer Misshandlung für schuldig. Der Richter wollte mit dem Urteil auch ein Zeichen setzen. Es sei besonders in der jetzigen Corona-Krise "verwerflich", dass der Mann Einsatzkräfte infizieren wollte. Der 23-jährige Verurteilte ist nicht infiziert. Er war in der Nacht zum Mittwoch zu schnell und in Schlangenlinien Auto gefahren und von den Polizisten gestoppt worden. Der Mann hatte einen Alkoholtest verweigert und bei seiner Festnahme den Polizisten bewusst ins Gesicht gehustet. Dabei hatte er nach Angaben des Gerichts gesagt: "Ich habe das Coronavirus und ihr jetzt auch."

    16.34 Uhr: Montgomery kritisiert deutsche Kleinstaaterei bei Kampf gegen Corona

    Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat das aus seiner Sicht unkoordinierte Vorgehen der Bundesländer im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus kritisiert. "Eigentlich hat die Politik der Bundesregierung in der Hand von Jens Spahn sechs Wochen hervorragend funktioniert, aber inzwischen sind die Ministerpräsidenten der Bundesländer in einen Wettstreit verschärfender Maßnahmen getreten", sagte Montgomery der "Augsburger Allgemeinen". Wenn der Ministerpräsident in Schleswig-Holstein die Inseln von Touristen räumen lässt, sei die Verhältnismäßigkeit überschritten. "Diese Kleinstaaterei ist inzwischen ein Problem, das immer mehr in merkwürdigen Ideen resultiert", sagte Montgomery. Auch Bayern setze mit seiner Ausgangsbegrenzung nur Regelungen um, die in weiten Teilen Deutschlands schon gelten und im Kern vernünftig seien. Allerdings müsse etwa Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) klare Kriterien benennen, nach denen er die Beschränkungen wieder aufheben wolle. Die Lage werde in zwei Wochen eher noch schwieriger sein.

    16.30 Uhr: Polizei will Nordseeinsel Norderney von Touristen räumen

    In Niedersachsen bereitet die Polizei einen größeren Einsatz zur Durchsetzung der Corona-Aufenthaltsbeschränkungen auf Norderney vor. Nach Angaben der Inselverwaltung ignoriert "eine größere Anzahl von Touristen" die angeordnete Abreisepflicht. Auch hätten sich Unberechtigte mit "falschen Bescheinigungen" auf Fähren geschmuggelt. Ab Sonntag würden daher Einsatzkräfte vom Festland die Inselpolizei verstärken, so die Polizei. Von Montag an würden dann angetroffene Touristen eine Strafanzeige erhalten und "kostenpflichtig von der Insel verwiesen". Die Küstenländer hatten die Inseln der Nord- und Ostsee schon vor Tagen für Touristen gesperrt und alle Gäste zur Abreise verpflichtet.

    16.07 Uhr: Bayerische Zahnärzte richten Notdienst ein

    Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) richtet wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen Notdienst unter der Woche ein. Zusätzlich zum laufenden Praxisbetrieb sollen so auch Patienten versorgt werden können, deren Zahnarztpraxen wegen der Corona-Krise ihren Betrieb einstellen mussten, wie die KZVB und die Bayerische Landeszahnärztekammer mitteilten. Betroffene Patienten können dann eine der Praxen aufsuchen, die sich für den Notdienst gemeldet haben. Eine entsprechende Liste solle ab Montag auf der Internetseite der KZVB veröffentlicht werden. Den Angaben zufolge haben zahlreiche Zahnärzte angekündigt, wegen fehlender Desinfektionsmittel und persönlicher Schutzausrüstung wie Mundschutz oder Handschuhe jetzt oder in Kürze keine Patienten mehr behandeln zu können. Auch Ausfälle beim Personal bereiten den Praxen Schwierigkeiten.

    16.03 Uhr: Zugverkehr in Bayern läuft vorerst normal weiter

    Der Zugverkehr in Bayern läuft trotz der Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus zunächst normal weiter. "Unser Ziel ist, den Zugverkehr mit so wenig Einschränkungen wie möglich aufrecht zu erhalten. Das gelingt aktuell hervorragend", betonte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Es müsse sichergestellt sein, dass Angehörige systemrelavanter Berufe wie Pfleger, Lebensmittelhändler oder Journalisten zu ihren Arbeitsstellen gelangen könnten. Pläne für ein reduziertes Grundangebot lägen aber in der Schublade. Dann würden etwa Schülerzüge oder Taktverstärker gestrichen. Eine radikale Reduzierung des Angebotes sei derzeit nicht angebracht. Dennoch gelte: Zugfahrten sollten nur bei triftigem Grund unternommen werden. Busse und Bahnen in den kommunalen Verkehrsverbünden verkehren bereits seit einigen Tagen teils nach reduziertem Fahrplan.

    15.57 Uhr: Sehr starker Anstieg bei Kurzarbeit-Anträgen

    Die Anzeigen auf Kurzarbeit, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) aufgrund der aktuellen Lage eingehen, sind rasant angestiegen. Das ergab laut BA eine eine bundesweite Befragung aller Arbeitsagenturen. Allein in dieser Woche seien bundesweit bisher rund 76.700 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, bei denen Betriebe nach eigenen Angaben die Kurzarbeit infolge der Ausbreitung des Coronavirus angezeigt haben. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 zeigten durchschnittlich rund 600 Betriebe innerhalb einer Woche Kurzarbeit an. Die Nachfrage sei in allen Bundesländern hoch – besonders auffällig aber in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Anzeigen kommen demnach aus nahezu allen Branchen, überwiegend aus Transport/Logistik, Hotel- und Gaststättengewerbe, Messebau und Tourismus.

    15.46 Uhr: Fast 20.000 Corona-Fälle in Spanien

    Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Spanien ist die Zahl der Infizierten bis Freitagmittag auf knapp 20.000 gestiegen - 16 Prozent mehr als noch am Vortag. Mehr als 1.000 Menschen seien bereits an Covid-19 gestorben, sagte der Leiter der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón. Die Region Madrid kündigte an, das Messegelände Ifema am Stadtrand in ein provisorisches Krankenhaus mit 5.500 Betten umzufunktionieren. Dort könnten auch Intensivpatienten betreut werden. Madrid hat weiter landesweit die meisten Infizierten. Seit dem Wochenende herrscht im ganzen Land eine zunächst 15-tägige Ausgangssperre. Die Behörden hoffen, dass die Ansteckungswelle bald ihren Höhepunkt erreicht und sich die Entwicklung dann verlangsamt. Im Nachbarland Portugal kletterte die Zahl der bestätigten Fälle seit Donnerstag auf mehr als 1.000 - ein Anstieg von 29 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Bislang wurden sechs Todesopfer verzeichnet. Portugal hatte am Mittwochabend erstmals in Demokratie-Zeiten den Ausnahmezustand verhängt.

    15.38 Uhr: Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Zuschlag auf Grundsicherung

    In einem Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat der Paritätische Wohlfahrtsverband erhebliche Belastungen für die einkommensärmsten Teile der Bevölkerung durch die Corona-Krise beklagt. Für Menschen, die Hartz IV oder Grundsicherung im Alter beziehen, sei es dramatisch, dass jetzt Angebote der Tafeln wegfielen. Um Menschen vor existenziellen Krisen zu bewahren, brauche es sofort einen Zuschlag von 100 Euro pro Monat auf die derzeit viel zu niedrigen Regelsätze, fordert der Verband. Darüber hinaus fordert er eine sofortige Einmalzahlung für Grundsicherungsbeziehende in Höhe von 200 Euro für krisenbedingte Aufwendungen wie etwa für Medikamente.

    15.01 Uhr: Hessen verzichtet vorerst auf Ausgangsbeschränkungen

    Hessen verzichtet auf generelle Ausgangsbeschränkungen. "Es gibt einige Länder wie Bayern oder Saarland, die sind wegen der Grenzsituation in einer ganz besonderen Situation", sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. In dieser Lage sei Hessen nicht. Bouffier setzt darauf, dass die beschlossene Verschärfung der Regeln im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus Wirkung zeigen. Ab Mitternacht sind Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen untersagt, ab Samstagmittag müssen Restaurants und Cafés geschlossen bleiben.

    15.00 Uhr: Baden-Württemberg schränkt Versammlungen weiter ein

    In Baden-Württemberg sind wegen der Corona-Krise Zusammenkünfte von mehr als drei Menschen an öffentlichen Orten ab sofort verboten. Zudem müssen ab Samstag Restaurants geschlossen bleiben, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte. Auch werde der Grenzverkehr mit Corona-Risikogebieten streng kontrolliert. Pendlern sei weiter die Fahrt über die Grenze zur Arbeit erlaubt. Verboten sei es aber, jenseits der Grenze etwa einzukaufen. "Wir sind uns bewusst, dass wir noch tiefer in die Freiheitsrechte einschneiden", sagte Kretschmann. Aber zu viele Menschen hätten sich an die Regelungen bisher nicht gehalten, und es komme beim Verlangsamen von Corona-Infektionen auf jeden Tag an.

    14.52 Uhr: Rheinland-Pfalz untersagt Versammlungen von mehr als fünf Menschen

    Auch die rheinland-pfälzische Landesregierung verschärft im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Sie ordnete die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen.

    14.50 Uhr: Klöckner will Asylbewerber in der Landwirtschaft einsetzen

    Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner schlägt den Einsatz von anerkannten Asylbewerbern, Arbeitslosen und Kurzarbeitern bei den anstehenden Erntearbeiten vor. Sie sollen osteuropäische Saisonarbeitskräfte ersetzen, die wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus nicht zur Verfügung stehen. "Der ein oder andere (...) könnte durchaus Interesse an der Arbeit in der Landwirtschaft haben", schreibt die CDU-Politikerin in einem Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Gewerkschaften übten scharfe Kritik an dem Vorschlag und forderten, die Landwirtschaft müsse zur Gewinnung von Arbeitskräften die Löhne erhöhen.

    14.46 Uhr: Bundesregierung beginnt mit Verteilung von Schutzausrüstung

    Die Bundesregierung hat damit begonnen, Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen mit medizinischer Schutzkleidung zu versorgen. Die ersten Lieferungen aus den Depots gingen an kassenärztliche Vereinigungen und die Länder, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte. Über das Wochenende seien weitere Lieferungen zu erwarten, die dann verteilt werden könnten. "Wir sprechen von mehreren zehn Millionen Schutzmasken, die wir gerade erwerben und verteilen", betonte der Sprecher. Wegen des Engpasses bei Atemmasken und anderer Schutzausrüstung hatte der Krisenstab der Bundesregierung Anfang März die Beschaffung dieser Artikel an sich gezogen. Damit sollte sichergestellt werden, dass für die Mitarbeiter des Gesundheitswesen genug Material zur Verfügung steht.

    14.35 Uhr: EU-Kommission lockert wegen Corona-Krise Haushaltsregeln

    Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. "Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir die allgemeine Ausweichklausel. Das wurde noch nie zuvor getan", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren. So könnten sie den Unternehmen "in dieser unverschuldeten Krise" beistehen. "Um das zu ermöglichen, mildern wir vorübergehend die sonst sehr strengen Haushaltsregeln ab." Von der Leyen hatte am Morgen im Deutschlandfunk betont, die 27 EU-Staaten sollten für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise großen Spielraum haben. Die einzelnen Länder bräuchten "maximale Beinfreiheit, um gezielt den Unternehmen, die jetzt in der Krise sind, helfen zu können".

    14.20 Uhr: Bayern will Pfleger aus Rente zurückholen

    Bayern will in der Corona-Krise Krankenschwestern und Pfleger aus dem Ruhestand zurückholen. "Wir werden jede helfende Hand brauchen", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) in München. Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sollen Pfleger und Krankenschwestern in Teilzeit zudem überlegen, ob sie die Arbeitszeit aufstocken können. "Schon heute wissen wir, dass wir mit einer steigenden Zahl, vielleicht sogar mit einer dramatisch steigenden Zahl, rechnen müssen", sagte Sibler. "Die Herausforderungen werden in den nächsten Tagen und Wochen nochmal unendlich steigen." Die Zahl der Intensivbetten an Unikliniken soll von 600 auf 1.200 verdoppelt werden. "Das ist eine unglaubliche Herausforderung", sagte Karl-Walter Jauch, Ärztlicher Direktor des LMU Klinikums München, bei einer Pressekonferenz mit Minister Sibler. Die Ausstattung mit Intensivbetten sei aber jetzt schon besser als in Italien. "Wir sind von Basis aus schon gut vorbereitet und werden uns jetzt der Welle stellen und werden uns der Welle mit gutem Gewissen stellen."

    14.00 Uhr: Münchens OB Reiter appelliert an Bürger

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat die Einwohner der Landeshauptstadt eindringlich gebeten, die von Samstag an geltenden Ausgangsbeschränkungen einzuhalten. Alleine von Donnerstag auf Freitag habe es im Stadtgebiet 202 neue Corona-Fälle gegeben, sagte Reiter in einer live im Internet übertragenen Mischung aus Pressekonferenz und Ansprache an die Bevölkerung. "Wir müssen deshalb alles tun, wirklich alles tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen." Wer sich nicht an die Regeln halte, müsse daher mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen, sagte Reiter. Als Stadtoberhaupt habe er eigentlich sogar in Erwägung gezogen, noch vor dem Wochenende Ausgangsbeschränkungen zu erlassen, berichtete Reiter. In Abstimmung mit der Staatsregierung gilt nun landesweit eine Ausgangsbeschränkung ab Samstag.

    13.16 Uhr: Fast 100.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt

    Reiseveranstalter und die Lufthansa haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag 96.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. Dafür seien etwa 100 Sonderflüge organisiert worden, so eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa bereits seit dem Wochenende auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück. Weiterhin sitzen weltweit aber Zehntausende Touristen fest. Laut Auswärtigem Amt haben sich 144.000 Deutsche gemeldet, die zurückkehren wollen. Insgesamt befinden sich mehrere hunderttausend Deutsche im Ausland, sehr viele davon haben dort auch ihren Wohnsitz.

    12.30 Uhr: Söder verkündet "grundlegende Ausgangsbeschränkungen"

    Die Zahl der Infektionen steige massiv an, erklärte Söder. Wenn kein stärkeres Eingreifen erfolge, seien dramatische Infektionswellen zu erwarten: "Ich sage für Bayern: Es entwickelt sich nicht gut. Wir dürfen nicht zögern." Viele Menschen hielten sich leider nicht an die Empfehlungen der Behörden, es gebe sogar Corona-Partys, die Staatsregierung bekomme Hilferufe aus der Bevölkerung, von Experten und Amtsträgen, noch entschiedener zu handeln: "Wir bekommen, wenn wir nicht aufpassen, eine ähnliche Tendenz wie in Italien oder Frankreich". Deshalb müsse "gehandelt werden, um die Welle der Infektionen zu brechen." Die Staatsregierung ordne daher ab Mitternacht und für vorerst 14 Tage "grundlegende Ausgangsbeschränkungen" an, "wir fahren dass öffentliche Leben nahezu vollständig herunter", die Bürger sollten zuhause bleiben. Zur Arbeit zu gehen, sei erlaubt, ebenso der Gang zu Arzt und das Verlassen der Wohnung aus triftigen Gründen. Doch gelte: "Für die Unvernünftigen gibt es jetzt ein klares Regelwerk". Die Gastronomie werde ab morgen bis auf drive-in oder to-go- und Liefer-Betriebe geschlossen. Sport oder Spazierengehen sei möglich, aber nur allein oder mit der Familie: "Keine Gruppenbildung, keine Partys, keine größeren Menschenansammlungen." Noch weiter gehende Maßnahmen seien möglich, so Söder.

    11.48 Uhr: RKI-Chef sieht Krankheitsgeschehen von ungekannten Dimensionen

    Die Coronapandemie stellt für Deutschland laut Robert-Koch-Instituts (RKI) ein Krankheitsgeschehen von bisher ungekannten Dimensionen dar. "Wir alle sind in einer Krise, die ein Ausmaß hat, das ich mir selber nie hätte vorstellen können", warnte RKI-Präsident Lothar Wieler. Allen müsse der Ernst der Lage klar sein: "Jeder muss das verstehen." Wieler appellierte an die Bevölkerung, soziale Kontakte zu reduzieren und sich bei Symptomen selbst in Quarantäne zu begeben. "Wir hatten bislang die Situation einer Epidemie dieses Ausmaßes in Deutschland noch nicht." Die "schlimmste Vorstellung" sei stets ein Erreger gewesen, der sich über Atemwege und Tröpfcheninfektionen verbreite und Lungenentzündungen verursache: "Das ist jetzt eingetreten." Der RKI-Chef warnte davor, Corona mit der der Grippe gleichzusetzen. Corona übertrage sich viel leichter und führe in den Risikogruppen zu viel mehr schweren Verläufen und Todesfällen. In Deutschland sind knapp 14.000 Coronainfektionen registriert. 31 mit dem neuen Erreger infizierte Menschen starben bislang.

    11.42 Uhr: 825 neue Infektionen mit Coronavirus in Bayern

    In Bayern haben sich weitere 825 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 3.107 Menschen, die bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang in Bayern.

    11.40 Uhr: Not-Tarifabschluss zwischen Metall-Tarifparteien

    In der deutschen Metall-und Elektroindustrie haben die Tarifpartner unter dem Eindruck der Corona-Krise einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen erzielt. IG Metall und Arbeitgeber einigten sich darauf, die Löhne in diesem Jahr nicht mehr zu erhöhen und den eigentlich zum 31. März gekündigten Entgelt-Tarifvertrag bis zum Jahresende zu verlängern. Arbeitnehmer mit kleinen Kindern erhalten zusätzliche freie Tage, Kurzarbeiter können auf Zuzahlungen setzen. Mit dem Abschluss sind die regionalen Verhandlungen für die rund 4 Millionen Beschäftigten bundesweit faktisch bis zum Jahresende ausgesetzt worden. Beide Seiten begründeten den Schritt mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie.

    11.35 Uhr: Bundesregierung will Notfallregelung für Schuldenbremse aktivieren

    Die Bundesregierung will die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen. So soll ermöglicht werden, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt. Das Kabinett will offenbar am Montag eine entsprechende Regelung beschließen, der Bundestag soll im Laufe der Woche zustimmen. Die Schuldenbremse ist seit 2009 im Grundgesetz verankert. Sie sieht vor, dass Einnahmen und Ausgaben grundsätzlich ohne neue Kredite auszugleichen sind. Die Regelung ermöglicht nur, dass sich der Bund leicht verschulden kann, mit bis zu 0,35 Prozent des BIP. Laut Artikel 115 kann diese Obergrenze aber in Notfällen überschritten werden - etwa im Falle von Naturkatastrophen oder außergewöhnlichen Notsituationen, die sich "der Kontrolle des Staates entziehen". Geplant ist nach dpa-Informationen zudem ein Nachtragshaushalt für 2020. Im Gespräch ist ein Volumen zwischen 60 und 100 Milliarden Euro.

    11.12 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Österreich bis Ostermontag verlängert

    In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Freitag in Wien.

    10.43 Uhr: FIFA zeigt ab dem Wochenende Fußball-Klassiker

    Angesichts der fußballfreien Zeit wegen Corona hat der Weltverband FIFA eine neue Kampagne gestartet: Er öffnet Teile seines Video-Archivs mit Klassikern der WM-Geschichte. Bei der Aktion #WorldCupAtHome werden von diesem Samstag an "erstmals vollständige Aufzeichnungen von mehr als 30 unvergesslichen Spielen" in der Historie der Weltmeisterschaften von Männern und Frauen zu sehen sein, und zwar auf der Internetseite www.fifa.com und dem You-Tube-Kanal der FIFA.

    10.35 Uhr: Reisewarnung gilt bis Ende April

    Bundesaußenminister Heiko Maas hat klargestellt: Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen Corona gilt bis Ende April, also auch in den Osterferien. Auf Twitter schrieb Maas, das sei für viele schmerzlich, aber absolut notwendig: "Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!"

    10.05 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 14.000

    "Wir sind in einem exponentiellen Wachstum" - mit diesen Worten hat Lothar Wieler, der Chef des Robert-Koch-Instituts, die neuen Zahlen umschrieben: 14.000 bestätigte Corona-Infizierte gibt es mittlerweile in Deutschland, das ist ein Plus von 2.958 gegenüber dem Vortag.

    08.40 Uhr: Immer mehr Deutsche haben Angst vor Corona-Ansteckung

    Die Sorge, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren, ist unter den Bundesbürgern deutlich größer geworden. Das geht aus dem aktuellen Deutschlandtrend der ARD hervor. Demnach hat mittlerweile fast die Hälfte der Deutschen Angst vor einer Ansteckung, das sind doppelt so viele wie noch vor zwei Wochen. Bemerkenswert: Bei den über 40-Jährigen ist die Sorge geringer als bei den Jüngeren.

    06.57 Uhr: Brasilien verbietet Europäern wegen Coronavirus Einreise

    Brasilien lässt wegen der Corona-Krise Reisende aus Europa und mehreren Ländern des asiatisch-pazifischen Raums nicht mehr ins Land. Die Regelung gelte für 30 Tage, teilte die Regierung mit. Betroffen sind demnach Bürger der EU, Großbritanniens, Islands, aus Norwegen, der Schweiz, China, Japan, Südkorea, Australien und Malaysia. Nur wer in Brasilien seinen Wohnsitz hat, dort arbeitet oder familiäre Gründe anführen kann, darf den Angaben zufolge noch einreisen. Zuvor hatte die Regierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus bereits für die kommenden zwei Wochen seine Landesgrenzen geschlossen.

    04.25 Uhr: Südkorea meldet geringere Fallzahlen

    Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist nach der Zunahme in den vergangenen Tagen nun wieder gesunken. Am gestrigen Donnerstag seien 87 zusätzliche Fälle festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Insgesamt wurden bisher 8652 Infektionsfälle im Land bestätigt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-2-Erreger in Verbindung gebracht werden, kletterte um drei auf 94.

    04.03 Uhr: China meldet erneut keine neuen Corona-Infektionen

    Zum zweiten Mal hintereinander seit dem Ausbruch des Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg erneut die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte mit, dass 39 neue "importiere Fälle" registriert worden seien, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Dies waren fünf mehr als am Vortag. Es war damit der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren. Das schürt Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle.

    04.00 Uhr: Kalifornischer Gouverneur verhängt Ausgangssperre

    Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom hat die gesamte Bevölkerung des Westküstenstaates aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Die Ausgangssperre für knapp 40 Millionen Menschen soll in der Nacht zum Freitag in Kraft treten. Kalifornien ist damit der erste Staat in den USA, der eine derart weitreichende Auflage im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlässt. Zuvor galten diese Einschränkungen schon für mehrere Bezirke im Raum San Francisco. Notwendige Regierungsstellen, Diensteinrichtungen und wesentliche Geschäfte, darunter Lebensmittelläden und Apotheken, sollen geöffnet bleiben.

    00.40 Uhr Trump sagt G7-Treffen im Juni wegen Coronavirus-Krise ab

    Stattdessen soll nun eine Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der sieben Länder stattfinden, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Die Absage des Treffens solle den G7-Staaten dabei helfen, ihre Ressourcen auf den Kampf gegen die Corona-Krise zu fokussieren, hieß es. In den USA ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt deutlich gestiegen, die Zahl der bestätigen Infektionen liegt dort inzwischen bei fast 10.800. Zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus verhängte die US-Regierung weitreichende Einreiseverbote.

    DONNERSTAG, 19. MÄRZ 2020

    23.58 Uhr: Auch Tesla stoppt Produktion

    Nach einer Machtprobe mit den Behörden hat der US-Elektroautobauer Tesla einem Produktionsstopp in seinem Hauptwerk im kalifornischen Fremont aufgrund der Coronavirus-Krise zugestimmt. Eigentlich hatte das Büro des örtlichen Sheriffs bereits am Dienstagabend klargestellt, dass Teslas Betrieb kein unbedingt notwendiges Geschäft darstelle, das von einer wegen des Virus verhängten Ausgangssperre in der Region ausgenommen wäre. Tesla ließ die Bänder in der Fabrik mit rund 10 000 Mitarbeitern trotzdem zunächst weiterlaufen. Dann schaltete sich die Polizeichefin ein. Firmenchef Musk teilt die Bedenken wegen des Coronavirus offenbar nicht. "Meine Vermutung ist, dass die Panik mehr Schaden anrichtet als das Virus, wenn das nicht schon geschehen ist", twitterte er.

    23.52 Uhr: Krisenmaßnahmen der Fed in USA greifen offenbar

    Die von der US-Notenbank ergriffenen Krisenmaßnahmen im Kampf gegen die Auswirkungen der Coronavirus-Krise beginnen nach Einschätzung einer Vertreterin der Federal Reserve allmählich zu greifen. Es sei ermutigend zu sehen, dass es deutlich mehr Kredite an Banken am sogenannten Diskont-Fenster der Fed gegeben habe, sagte die Präsidentin des Notenbank-Ablegers in San Francisco, Mary Daly gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. In dieser Woche stiegen die Notkredite auf über 28 Milliarden Dollar verglichen mit nur elf Millionen Dollar in der Woche davor. Außerdem nehme die Volatilität an den Märkten ab, fügte Daly hinzu.

    22.27 Uhr: Corona-Fall bei Bundesligist Eintracht Frankfurt

    Ein Spieler von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Klub am Donnerstagabend bekannt, nannte den betroffenen Profi aber nicht namentlich. Zeitnah werde sich "die komplette Mannschaft sowie der Staff und einige Mitarbeiter aus dem Teamumfeld einem Test unterziehen". Der Frankfurter Spieler, der über Unwohlsein und die typischen Krankheitssymptome klagte, ist der dritte bestätigte Fall in der Bundesliga. Zuvor hatte es Verteidiger Luca Kilian vom SC Paderborn und einen Profi von Hertha BSC erwischt.

    22.25 Uhr: Fast 15.000 Infektionen in Deutschland

    In Deutschland sind bislang mindestens 14.905 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur mit Stand vom Donnerstagabend hervor, die gemeldete Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 4.970, Bayern mit mehr als 2.280 und Baden-Württemberg mit mehr als 2.740 Fällen. 44 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben, zwei weitere Deutsche nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

    21.28 Uhr: Freiburg erlässt Ausgangssperre mit Einschränkungen

    Freiburg hat eine eingeschränkte Ausgangssperre verhängt. Die Stadt selbst sprach von einem Betretungsverbot für öffentliche Orte. Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das nur allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Von allen anderen Personen sei ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Man dürfe aber weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen. Anlass sei die dramatische Lage der angrenzenden französischen Region Grand-Est, zu der auch das Elsass gehört. Die Beschränkungen würden nun vorerst für zwei Wochen gelten.

    20.51 Uhr: Länder sprechen am Sonntag mit Merkel über Ausgangssperren

    Die Ministerpräsidenten der Bundesländer werden nach Angaben des baden-württembergischen Regierungschefs Winfried Kretschmann (Grüne) am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, ob sie die Maßnahmen gegen eine rasante Ausbreitung des Coronavirus nochmals verschärfen müssen - bis hin zu einer allgemeinen Ausgangssperre. Bei der Telefonkonferenz "werden wir besprechen, ob die Maßnahmen greifen, das heißt, ob sich die Menschen daran halten, und davon wird das weitere Vorgehen von uns allen ganz entscheidend abhängen", sagte Kretschmann am Donnerstag dem SWR.

    20.36 Uhr: Israel beschließt Ausgangssperre

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine einwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Die Maßnahme solle von der Regierung gebilligt und noch in der Nacht in Kraft treten. "Es handelt sich um eine verpflichtende Vorschrift", erklärte der 70-Jährige. Demnach sei vorgesehen, dass die Menschen nicht mehr die Häuser verlassen. Ausnahmen seien unter anderem Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen, sagte Netanjahu. Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums ist das Coronavirus mittlerweile bei mehr als 573 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

    19.55 Uhr: Weitere 198 Tote in Frankreich

    Frankreich meldet erneut einen starken Anstieg der Zahl der Corona-Toten. 108 weitere Menschen seien an der Erkrankung gestorben, erklären die Gesundheitsbehörden. Die Gesamtzahl der Toten erhöht sich damit um knapp 41 Prozent auf 372. Bei 10.995 sei eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. 1122 Menschen seien in kritischer Verfassung, gut 20 Prozent mehr als am Mittwoch.

    19.43 Uhr: Passauer Stadtrat infiziert, Maidult abgesagt

    In Passau hat sich nun auch ein Mitglied des Stadtrats mit dem Corona-Virus infiziert. Das hat Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Der Stadtrat werde die nächsten Wochen nur noch im kleinem Gremium des Ferienausschusses tagen, hieß es weiter. Diese 13 Stadträte sollen künftig die Arbeit machen, die ansonsten der Stadtrat mit seinen 45 Mitglieder erledigt. Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass die Passauer Maidult abgesagt wird.

    18.20 Uhr: Zahl der Todesfälle in Italien höher als in China

    Italien hat im Zuge der Coronavirus-Pandemie mehr Todesfälle als China gemeldet. Damit ist Italien weltweit das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes seien bislang 3.405 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben.

    17.26 Uhr: Bayerns Bahnhofmissionen fahren Angebot zurück

    Die 13 bayerischen Bahnhofsmissionen haben ihr Angebot stark zurückgefahren. Manche Standorte wie Kempten und Ingolstadt hätten bereits geschlossen, da sie vor allem Reisenden hülfen und dafür zurzeit keine Nachfrage bestehe, teilte der Caritas-Fachverband IN VIA mit. Reisehilfen gebe es momentan nur noch in äußersten Ausnahmefällen, Reisebegleitungen gar nicht mehr. Problematisch für die Bahnhofsmissionen sei vor allem, dass ihre rund 400 Ehrenamtlichen in Bayern vielfach zu den Corona-Risikogruppen zählten. Allein die Einrichtung in München ist noch rund um die Uhr geöffnet.

    16.34 Uhr: Spahn stellt Maßnahmenpaket für Pflegekräfte vor

    Um Pflegekräfte angesichts der Coronakrise zu entlasten hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Das Paket hatte der Minister zuvor mit dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus und mit den Pflegeverbänden vereinbart. Die getroffenen Maßnahmen sollten zugleich ein Signal an die Pflegebedürftigen sein: "Wir kümmern uns um sie und haben sie gemeinsam im Blick", sagte Spahn.

    Zum Paket zählt etwa, dass der Pflege-TÜV bis Ende September ausgesetzt wird. Zudem sollen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes - wenn möglich und erforderlich - an Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Gesundheitsämter abgestellt werden können. Dies sind nach Angaben des Gesundheitsministers bis zu 4.000 Pflegekräfte und 2.000 Ärzte. Die verbindlichen Besuche der Pflegedienste bei Pflegegeldbeziehern sollen ausgesetzt werden. Mögliche Beratungen sollen aber weiter elektronisch oder telefonisch möglich sein. Ferner soll der Personalschlüssel ausgesetzt werden, um flexibler beim Ausfall von Pflegekräften zu sein.

    16.08 Uhr: Zentralrat der Muslime fürchtet finanzielles Aus für viele Moscheen

    Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) warnt vor den finanziellen Folgen der Corona-Krise für Moscheen und appelliert an öffentlich-rechtliche Medien, Ergänzungsangebote zu schaffen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der ZMD-Vorsitzende Ayman Mazyek: "Vor allem nicht türkische Moscheen werden voraussichtlich einen herben finanziellen Verlust erleiden, weil sie von den Kollekten bei den wöchentlichen Freitagsgebeten und vor allem im Ramadan leben." Mazyek fürchtet: "Für viele bedeutet das das Aus." Schließlich könnten Imame und Gebäude nicht weiter finanziert werden. Parallel appelliert Mazyek an die öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender, als Ausgleich zu den geschlossenen Moscheen ein Angebot für Muslime zu schaffen.

    15.27 Uhr: Bundesregierung erwartet 2,35 Millionen Kurzarbeiter

    Die Bundesregierung rechnet angesichts der Corona-Pandemie mit rund 2,35 Millionen Beschäftigten, die aus konjunkturellen oder saisonalen Gründen Kurzarbeitergeld beziehen werden. Dies geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums hervor, der am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters vorlag und über den zuerst das "Handelsblatt" berichtet hatte. Die Kosten für die Bundesagentur für Arbeit (BA) werden auf über zehn Milliarden Euro beziffert.

    14.54 Uhr: Erste bayerische Firmen sollen am Freitag Corona-Hilfsgeld bekommen

    Die ersten mittelständischen Firmen in Zahlungsschwierigkeiten sollen die Corona-Soforthilfe der Staatsregierung schon an diesem Freitag auf ihren Konten haben. "Die notwendigen Finanzmittel stehen den Bezirksregierungen und der Landeshauptstadt München bereits zur Verfügung", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Donnerstag in München. Das Wirtschaftsministerium hatte die Antragsformulare auf seiner Website am Mittwoch freigeschaltet, es gab sofort starke Nachfrage, wie Aiwangers Ressort berichtete. Gedacht ist das Sofortprogramm für Freiberufler, Selbstständige, sowie kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern.

    14.18 Uhr: Sechs neue Coronavirus-Todesfälle in Bayern

    Sechs weitere Menschen sind in Bayern nach Infektionen mit dem Coronavirus gestorben. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Donnerstag mitteilte, handelt es sich dabei nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um eine 69-Jährige aus dem Landkreis Oberallgäu, eine 86-Jährige aus dem Landkreis Traunstein, einen 80-Jährigen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, einen 99-Jährigen aus Würzburg sowie eine 80-Jährige und einen 87-Jährigen aus dem Landkreis Freising. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 13 Todesfälle durch das Coronavirus.

    13.45 Uhr: Bundeswehr stellt Reservisten zum Corona-Einsatz bereit

    Die Bundeswehr bereitet sich nach Angaben von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) in der Corona-Krise auf die Unterstützung ziviler Strukturen vor und ruft Reservisten zum Einsatz auf. "Uns allen muss bewusst sein, dass dieser Kampf gegen das Virus ein Marathon ist und, dass es am Ende vor allem darauf ankommen wird, dass wir auf lange Strecken auch Fähigkeiten vorhalten", sagte sie am Donnerstag in Berlin.

    Die Ministerin betonte: "Wir bereiten uns darauf vor, dass dann, wenn die Durchhaltefähigkeit auch der zivilen Kräfte an eine Grenze kommt, die Bundeswehr insbesondere mit ihren Assets zur Verfügung steht." Ihren Ausführungen zufolge sind im Verband der Reservisten derzeit rund 120.000 Reservistinnen und Reservisten organisiert. Bislang habe es im Rahmen der Amtshilfe 50 Anfragen an die Bundeswehr gegeben.

    13.12 Uhr: Keine Seenotrettung wegen Corona-Pandemie

    Die Corona-Pandemie verhindert derzeit den Einsatz von Seenotrettungsschiffen auf dem Mittelmeer. "Es ist kein einziges privates Rettungsschiff im Mittelmeer, obwohl weiter Flüchtlingsboote in Seenot sind", sagte Ruben Neugebauer von der Organisation Sea-Watch am Donnerstag. Die Helfer seien durch die Maßnahmen gegen das Virus extrem eingeschränkt. "An der Werft in Messina, an der die 'Sea-Watch 3' liegt, sind die Läden für Ersatzteile geschlossen," hieß es weiter. Auch könne wegen der Reisebeschränkungen kaum eine Crew zusammengestellt werden.

    12.50 Uhr: Oberbürgermeister Reiter wendet sich mit Appell an Münchner

    Laut Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) halten sich in der Landeshauptstadt viele Menschen nicht daran Ansammlungen in der Öffentlichkeit zu meiden. Über die Medien richtete er deshalb am Donnerstag einen dringenden Appell an die Münchner. Reiter fordert dazu auf, alle geltenden Vorschriften einzuhalten und nicht länger Parks, öffentliche Plätze, Spielplätzen oder den Flaucher als Treffpunkt zu nutzen: "Solches Verhalten ist absolut unverantwortlich", so der Politiker. "Ich bitte Sie alle eindringlich, dies ab sofort nicht mehr zu tun!"

    Es gehe um vernünftiges Verhalten, um die Weiterverbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagte der OB weiter: "Jeder und jede ist gefragt." Alle sollten "wenn irgend möglich" zuhause bleiben und sich nicht in Gruppen aufhalten. Eine Ausgangssperre für München wurde bei der täglichen Sitzung des städtischen Krisenstabs nach Angaben eines Rathaussprechers nicht diskutiert.

    12.10 Uhr: Großbritannien mobilisiert Reservisten

    Das britische Militär mobilisiert seine Reservisten. Sie würden bereitstehen, um die Streitkräfte im Zusammenhang mit der Eindämmung des Coronavirus zu unterstützen, teilt die Regierung mit.

    11.33 Uhr: EU-Brexitunterhändler Barnier an Covid-19 erkrankt

    EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier ist nach eigenen Angaben mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Er sei postiv getestet worden, schrieb Barnier am Donnerstag auf Twitter. "Es geht mir gut und die Moral ist gut." Er werde jetzt den nötigen Empfehlungen folgen, ebenso sein Team. Die Brexit-Verhandlungen sollen aber laut der Kommission trotzdem weiter fortgesetzt werden.

    10.53 Uhr: Lebensmittelhändler planen vorerst nichts sonntags zu öffnen

    Die großen deutschen Supermarkt- und Discountketten wollen ihre Geschäfte auch weiterhin nicht am Sonntag öffnen. Vertreter der großen Ketten betonten bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, an den gewohnten Öffnungszeiten von Montag bis Samstag festhalten zu wollen.

    "Mit dem gegenwärtigen Pensum verlangen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Märkten bereits Erhebliches ab", erklärte der Chef eines Unternehmens. "Und wir haben aktuell wenig Grund zu der Annahme, dass sich daran binnen sehr kurzer Frist etwas verändert", schrieb er. Die bestehende Öffnung an sechs Tagen in der Woche erlaube es, die Kunden bedarfsgerecht zu bedienen.

    10.42 Uhr: Grünen-Politiker Özdemir mit Coronavirus infiziert

    Der frühere Grünen-Chef Cem Özdemir ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 54-Jährige veröffentlichte am Donnerstag auf Instagram ein Video, in dem er sagte, es gehe ihm "sehr gut". Er wolle seine Ansteckung öffentlich machen, "um deutlich zu machen, dass sich jede und jeder von uns anstecken kann".

    Der Bundestagsabgeordnete rief dazu auf, zu Hause zu bleiben und die Lage ernst zu nehmen. "Es geht jetzt darum, alle anderen zu schützen", sagte er. Özdemir hat sich nach eigenen Angaben schon vor dem Testergebnis freiwillig weitgehend in Quarantäne begeben.

    10.37 Uhr: Ausgangssperren in zwei oberfränkischen Kommunen

    In zwei Kommunen im Landkreis Wunsiedel gilt nun auch ab sofort eine Ausgangssperre: Betroffen sind das Stadtgebiet von Hohenberg an der Eger, der Ortsteil Neuhaus sowie der Ortsteil Fischern. Fischern gehört zum Gemeindegebiet Schirnding.

    Das teilt das Landratsamt Wunsiedel soeben mit: Alle Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Orte müssen ab sofort in häuslicher Umgebung bleiben. Verlassen ist nur mit triftigem Grund erlaubt. Der Weg zur Arbeit, zum Arzt und zur Apotheke ist aber für alle frei. Einkäufe ebenso.

    10.33 Uhr: Bundesregierung plant Milliarden-Hilfspaket für Solo-Selbstständige

    Die Bundesregierung plant laut Regierungskreisen in der Coronavirus-Krise ein Hilfspaket von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro für Solo-Selbstständige und andere Kleinstfirmen. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Unter Solo-Selbständigen werden Personen verstanden, die einer selbständigen Tätigkeit allein, ohne angestellte Mitarbeiter nachgehen.

    10.15 Uhr: Laut RKI fast 11.000 bestätigte Infektionen in Deutschland

    Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind mittlerweile 10.999 Corona-Fälle in Deutschland bestätigt. Dies seien mit Stand heute (Donnerstag) 00.00 Uhr 2.801 mehr gewesen als einen Tag zuvor. Es seien 20 Todesfälle deutschlandweit bekannt. Zehn davon in Bayern.

    10.06 Uhr: Erster Corona-Todesfall in Russland

    Russland hat seinen ersten Todesfall durch das Coronavirus verzeichnet. Eine 79-jährige Frau sei in einem Krankenhaus in Moskau gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mit. Die positiv auf den Erreger getestete Patientin sei am 13. März eingeliefert worden. Sie habe mehrere Vorerkrankungen gehabt, darunter Diabetes und Herzprobleme.

    09.58 Uhr: Flixtrain stellt Verbindungen ein

    Nach Flixbus und Blablabus, werden nun auch die Flixtrain-Züge wegen der Corona-Pandemie still stehen. Ab Donnerstag bis voraussichtlich Ende April werden die Verbindungen nach Unternehmensangaben eingestellt. Kunden können die Tickets aber für Fernverkehrsverbindungen der Deutschen Bahn nutzen. Den Busreiseverkehr hatte das Unternehmen bereits am Dienstag bis auf weiteres eingestellt.

    09.47 Uhr: Inzwischen zehn Tote in Bayern

    In Bayern haben sich bis Donnerstagmorgen laut Ministerpräsident Markus Söder bereits 2282 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In der Folge sind inzwischen zehn Menschen im Freistaat gestorben. "Die Fälle nehmen täglich zu und die Infektionsketten sind immer schwerer zu verfolgen. Deutschland liegt in der aktuellen Statistik mittlerweile vor Südkorea bei den Infektionen", sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. Auch bayernweite Ausgangssperren hält er nicht für ausgeschlossen. Mehr dazu hier.

    Gleichzeitig forderte Söder angesichts der Corona-Krise ein mindestens 100 Milliarden Euro umfassendes Hilfspaket vom Bund, dass die wirtschaftlichen Folgen abmildern soll.

    08.42 Uhr: Italien prüft, Ausgangssperre zu verlängern

    Die Ausgangssperre in Italien wegen der Coronavirus-Pandemie muss nach Einschätzung von Regierungschef Giuseppe Conte über den 3. April hinaus verlängert werden. Die Regierung prüfe gerade die Möglichkeiten einer Verlängerung, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet. Es sei unvermeidbar, die verhängten Maßnahmen wie die Schließung von Schulen und Unternehmen zu verlängern, sagte Conte der Zeitung "Il Corriere della Sera" vom Donnerstag. In Italien gelten landesweite drastische Beschränkungen der Reise- und Versammlungsfreiheit, die bislang bis zum 3. April dauern sollen.

    8.35 Uhr: Kaum mehr Flüge bei Lufthansa

    Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugprogramm wegen der Coronakrise noch stärker zusammen als bisher bekannt. Bis 19. April fänden nur noch rund fünf Prozent der ursprünglich geplanten Flüge statt, teilte der Dax-Konzern mit. Rund 700 von 763 Flugzeugen blieben vorläufig am Boden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr bekräftigte seinen Hilferuf an den Staat. "Je länger diese Krise andauert, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Zukunft der Luftfahrt ohne staatliche Hilfe nicht gewährleistet werden kann", so Spohr.

    06.20 Uhr: Australien schließt seine Grenzen

    Auch Australien macht im Kampf gegen das Corona-Virus jetzt seine Grenzen dicht. Das hat Premierminister Scott Morrison am Donnerstag Früh mitgeteilt. Ausgenommen seien lediglich die eigenen Bürger, Menschen mit dauerhaftem Wohnsitz in Australien sowie deren enge Familienmitglieder.

    04.15 Uhr: Ärztegewerkschaft: Können Coronavirus-Krise meistern

    Im Kampf gegen das Coronavirus sieht die Ärztegewerkschaft Marburger Bund das Gesundheitswesen gut gerüstet. "Wir haben in Deutschland das Gesundheitssystem mit den meisten Ressourcen in dem Bereich, auf den es nun ankommt. Ich sehe die Lage unverändert optimistisch", sagte die Vorsitzende Susanne Johna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie verwies darauf, dass 2017/2018 die größte Grippewelle in Deutschland erfolgreich gemanagt wurde. "Und zwar so, dass ein großer Teil der Bevölkerung nichts davon mitbekommen hat, obwohl wir 60 000 zusätzliche Krankenhaus-Patienten hatten."

    Die Ausstattung der Kliniken mit Beatmungsgeräten sei derzeit noch kein Problem, sagte sie. "Es wird allerdings zunehmend schwierig, für die Mitarbeiter genügend Schutzausrüstung vorzuhalten. Mundschutz, Kittel, Schutzbrillen - das ist im Moment die knappste Ressource."

    04.12 Uhr: Infektionen in Südkorea sprunghaft angestiegen

    Südkorea verzeichnet einen sprunghaften Anstieg an neuen Coronavirus-Fällen. Die Zentren zur Krankheits- und Seuchenkontrolle (KCDC) melden 152 neue Fälle, womit die Gesamtzahl auf 8.565 steigt. Das Land hatte bis Mittwoch vier Tage in Folge weniger als 100 Neuinfektionen registriert. Unter den neuen Fällen stammen 97 aus Daegu südöstlich von Seoul, wo nach Angaben des KCDC in dieser Woche mindestens 74 Patienten in einem Pflegeheim positiv auf das Virus getestet wurden. Der erneute Ausbruch veranlasst die Stadt, umfangreiche Tests in allen anderen Pflegeheimen mit mehr als 33.000 Menschen einzuleiten.

    03.29 Uhr: Trump unterzeichnet Notfallpaket

    Die US-Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Hilfspaket auf den Weg gebracht. Präsident Donald Trump unterzeichnete in der Nacht den zuvor vom Senat beschlossenen Plan, der unter anderem die Lohnfortzahlung für erkrankte Arbeiter und Angestellte garantiert - etwas, das in den USA nicht selbstverständlich ist. Ein weiteres Konjunkturpaket soll folgen. Trump erklärte zudem, er könnte Notfallbefugnisse ergreifen, um das Kommando über die Wirtschaft des Landes zu übernehmen, sollte das nötig sein.

    03.26 Uhr: China meldet erstmals keine Neuinfektionen

    Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus Anfang Januar hat China landesweit keine lokalen Neuinfektionen mehr gemeldet. Allerdings stieg die Zahl der Infizierten, die aus dem Ausland zurück in die Volksrepublik kamen - was Ängste vor einer möglichen zweiten Ausbreitungswelle schürt. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden 34 neue "importiere Fälle" registriert, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden. Es war der bisher höchste Anstieg von Erkrankten, die aus dem Ausland eingereist waren.

    Bei diesen Rückkehrern handelt es sich zu einem großen Teil nicht um Ausländer, sondern um Chinesen, die unter anderem wieder in ihre Heimat kommen, weil sie annehmen, dass dort das Schlimmste nun überstanden ist. Insgesamt seien bislang 189 importierte Fälle festgestellt worden, wie die Kommission mitteilte. Um eine Ausbreitung der eingeschleppten Fälle möglichst zu verhindern, gelten strenge Quarantänemaßnahmen für Menschen, die aus dem Ausland ankommen.

    Trotz der verhältnismäßig geringen Zahl der Neuinfektionen beklagt China täglich noch immer neue Todesfälle. Am Donnerstag kamen acht Tote hinzu, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 3245 Fälle stieg. Insgesamt wurden auf den chinesischen Festland 80 928 Infizierte registriert, von denen sich mehr als 66 000 wieder erholt haben. In Hongkong wurden bislang 192 Infizierte und vier Tote registriert.

    01.45 Uhr: Kassen wollen Corona-Mehrkosten bei Pflege übernehmen

    Die gesetzlichen Krankenkassen wollen den knapp 27.000 Pflegeheimen und Pflegediensten in Deutschland sämtliche Kosten erstatten, die durch die Corona-Krise entstehen. Der Vizevorsitzender des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Gernot Kiefer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Pflegeversicherung verfügt über ausreichend Rücklagen, um die Corona-bedingten Mehrkosten auszugleichen". Die Finanzierung auch des zusätzlich Notwendigen werde von der Pflegeversicherung unbürokratisch sichergestellt.

    Die Pflegekräfte in Heimen und bei ambulanten Diensten seien "unglaublich gefordert". Um sich zu schützen, könnten sie weder im Homeoffice arbeiten noch auf körperliche Distanz gehen, sagte Kiefer. Deshalb sei die Schutzausrüstung, also Handschuhe, Atemmasken und auch zusätzliche Desinfektion, enorm wichtig. "Wir stehen dafür gerade, dass auch das finanziert wird." Nach GKV-Angaben werden derzeit in Deutschland rund vier Millionen Pflegebedürftige in 11.700 vollstationären Pflegeheimen und von über 15.000 ambulanten Pflegediensten versorgt.

    01.37 Uhr: EZB kauft Wertpapiere für 750 Milliarden Euro

    Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise hat die Europäische Zentralbank (EZB) ein Notfallprogramm im Volumen von 750 Milliarden Euro lanciert. Im Rahmen des mindestens bis Jahresende laufenden Programms will die EZB sowohl staatliche als auch private Wertpapiere aufkaufen. Das teilte die EZB in der Nacht zum Donnerstag mit. Damit solle den durch die Corona-Krise entstehenden Risiken für die Entwicklung des Euro-Kurses begegnet werden, hieß es.

    Die EZB setze sich dafür ein, alle Bürger der Eurozone in dieser "extrem herausfordernden Zeit" zu unterstützen, erklärte die Zentralbank nach einer außerordentlichen Telefonkonferenz des EZB-Rates. Dabei wolle sie sicherstellen, dass alle Wirtschaftssektoren von den Maßnahmen profitieren, um den "Schock absorbieren" zu können.

    Der Ankauf von Vermögenswerten soll zudem ein Signal an die Märkte aussenden und damit die derzeit grassierende Ungewissheit über die weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie lindern. Die EZB hatte bereits in der Vergangenheit Vermögenswerte im Wert von 15 bis 80 Milliarden Euro pro Monat aufgekauft, um einer möglichen Deflation vorzubeugen.

    01.31 Uhr: Telekom: Netze für mehr Nutzung gerüstet

    Die Deutsche Telekom sieht ihre Netze für ein höheres Datenvolumen und mehr Telefonate in der Coronavirus-Krise gerüstet. Die Netze seien stabil und sicher, erklärt der Bonner Konzern."Zwar verzeichnet das Unternehmen insbesondere im Festnetz eine deutliche Zunahme im Bereich des Datenverkehrs und der Menge und Dauer an Telefonaten." Diese seien aber für das Netz nicht kritisch. Die Telekom beobachte die Lage laufend, um aktuellen Entwicklungen vorausschauend zu begegnen.

    MITTWOCH, 18. MÄRZ 2020

    23.24 Uhr: Portugal ruft nationalen Notstand aus

    Portugal hat für die nächsten zwei Wochen den nationalen Notstand ausgerufen. Staatschef Marcelo Rebelo de Sousa sagte am Mittwochabend bei einer Fernsehansprache, die ab Mitternacht geltende Maßnahme diene der "Verstärkung des Kampfes und der Prävention dieser Pandemie". Der Notstand schade nicht der Demokratie, sondern diene dem Wohl der Menschen. Möglicherweise werde der Notstand, der alle zwei Wochen erneuert werden muss, mehrere Monate dauern, sagte der Präsident.

    Der Notstand, dem das Parlament am Abend zustimmte, erlaubt es der Regierung, einige Verfassungsrechte wie die Bewegungsfreiheit und das Demonstrationsrecht auszusetzen. Es ist das erste Mal seit dem Ende der Diktatur in den 1970er Jahren, dass in dem Land mit rund zehn Millionen Einwohnern der Notstand ausgerufen wird.

    22.43 Uhr: "Wenn wir Unterstützung empfinden, können wir Krisen meistern"

    Der Regensburger Angst-Forscher Volker Busch erklärt im BR, wie wir mit unseren Sorgen am besten durch die Corona-Krise kommen.

    22.12 Uhr: Tirol stellt alle Gemeinden unter Quarantäne

    Weitere drastische Maßnahme gegen das Coronavirus in Tirol: Das österreichische Bundesland isoliert sich praktisch selbst und stellt alle 279 Gemeinden unter Quarantäne. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erklärte, die jeweilige Gemeinde dürfe nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung gehe, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen.

    21.26 Uhr: USA investieren 100 Milliarden und ermöglichen kostenlose Virustests

    Der US-Kongress hat ein 100 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket verabschiedet, das unter anderem kostenlose Virustests und im Falle einer möglichen oder nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus eine Lohnfortzahlung sicherstellt. Das von den oppositionellen Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hatte das Gesetz nach Verhandlungen mit der Trump-Regierung zuvor beschlossen. Im von Trumps Republikanern dominierten Senat gab es aber Kritik am Umfang der Hilfen, weswegen mehrere Änderungen am Text vorgenommen wurden. In den USA wurden mehr als 7.300 Infektionen und mindestens 115 Tote gemeldet. In den USA waren Coronavirus-Tests zunächst Mangelware.

    21.06 Uhr: Spanien verzeichnet knapp 14.000 Infizierte

    In Spanien ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen um etwa 2.000 auf 13.716 gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 525 auf 598 gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Nach Italien ist Spanien das Land in Europa, das derzeit am stärksten von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird.

    20.48 Uhr: Israel schließt Grenzen für Ausländer

    Israel hat mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde mit. Um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, dürfen nur nun noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen. Nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei mehr als 400 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

    Im Kampf gegen das Coronavirus hatte Israels Präsident Reuven Rivlin hat den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas am Abend zur Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Die Welt hat es mit einer Krise zu tun, die nicht zwischen Menschen und ihrem Wohnort unterscheidet", sagte Rivlin laut Mitteilung des Präsidialbüros bei einem Telefongespräch mit dem Palästinenserpräsidenten. Dieser begrüßte die Initiative Rivlins laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa und forderte eine Koordinierung der Bemühungen.

    20.01 Uhr: Zahl der Toten und Infizierten in Frankreich steigt rapide

    In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut massiv gestiegen. Die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen liege bei 9.134, teilte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Mittwochabend mit. Innerhalb von 24 Stunden ist das ein Anstieg um mehr als 1.400. Die Zahl der Toten ist um 89 auf 264 gestiegen. Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, so Salomon. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65.

    19.50 Uhr: Mehrheit in Bayern begrüßen Einschränkungen

    Eine große Mehrheit der Menschen in Bayern befürworten die einschränkenden Maßnahmen, die im Freistaat gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus vorgenommen worden sind. Dies zeigt eine Online-Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazin Kontrovers. Die Maßnahmen und Reaktionen von Behörden und Gesundheitseinrichtungen halten demnach gut 60 Prozent für angemessen. Etwas mehr als 20 Prozent sprechen sich für weitergehende Maßnahmen aus, nur 16 Prozent halten die bereits geltenden Einschränkungen für übertrieben. Mehr dazu hier.

    19.10 Uhr: Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für EU-Bürger aus

    Deutschland weitet die bereits an fünf Landesgrenzen geltenden Einreisebeschränkungen nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwochabend mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf aber noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

    19.07 Uhr: Italien meldet bislang fast 3.000 Tote

    Italien hat erneut einen großen Anstieg neuer Coronavirus-Fälle und noch mehr Toter verzeichnet. 4200 Neuinfektionen und 475 Todesfälle durch Sars-CoV-2 bedeuteten am Mittwoch einen traurigen Rekord seit Beginn der Epidemie in Italien. Die Zahl der Coronavirus-Fälle insgesamt stieg auf 35.713, die der Toten auf 2.978.

    18.35 Uhr: Kultusministerium verschiebt Staatsexamina für Lehramtsstudenten

    Bayerns Kultusministerium hat die Staatsexamina für Lehramtsstudenten verschoben. Das hat Kultusminister Michael Piazolo dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Wann die Prüfungen nachgeholt werden, ist noch unklar. Piazolo sagte im Interview mit BR24, dass es sich dabei um das erste Staatsexamen handelt. Die Bibliotheken seien aktuell nicht geöffnet. Studenten hätten um eine Verschiebung gebeten. Deshalb habe sich das Ministerium zu diesem Schritt entschlossen. Mehr dazu hier.

    18.30 Uhr: Merkel spricht von historischer Aufgabe

    Angela Merkel hat die Corona-Krise als historische Aufgabe bezeichnet. In einer Fernsehansprache, die für den Abend aufgezeichnet wurde, sagte die Kanzlerin: "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt." Mehr dazu hier.

    18.15 Uhr: Österreich kontrolliert Grenzen zu Deutschland ab Mitternacht

    Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich wird von Mitternacht an auch von österreichischen Grenzbeamten kontrolliert. Das teilt der Landeshauptmann des Bundeslandes Vorarlberg, Markus Wallner, mit. Er betont, es handele sich um eine Regelung für ganz Österreich. Von deutscher Seite gibt es an den Übergängen bereits seit Montagmorgen Grenzkontrollen. Reisenden, die keine Berufspendler sind oder Waren liefern, wird laut Innenminister Horst Seehofer ohne triftigen Grund die Einreise verweigert.

    17:47 Uhr: Söder fordert Staatsfonds gegen "Ausverkauf" von Firmen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Schutzmaßnahmen gegen einen Ausverkauf deutscher Firmen wegen der Coronavirus-Krise. "Wir brauchen ein weitreichendes Untersagungsrecht gegen den Ausverkauf Deutschlands", sagt der CSU-Chef zu "Bild". Er sorge sich, dass wegen der einbrechenden Börsenkurse selbst große Firmen zu Übernahmekandidaten ausländischer Investoren werden könnten. "Dazu brauchen wir auch einen Staatsfonds, der in wichtigen Fällen eingreifen und sich an Firmen beteiligen kann, wenn eine feindliche Übernahme droht", fordert er. In Bayern gebe es das schon.

    17.45 Uhr: Virologe: "Jüngere Leute haben den Ernst der Lage teils nicht erkannt"

    In einem BR-Extra zu den Auswirkungen von Corona auf Bayern und seine Wirtschaft warnt Professor Oliver Keppler vom Münchner Pettenkofer-Institut davor, das Virus zu unterschätzen. Besonders jüngere Leute seien sich ihrer Verantwortung für ältere und chronisch kranke Menschen nicht immer hinreichend bewusst. Grund zur Panik sieht der Virologe indes nicht.

    Auf die Frage nach der Aggressivität des Virus gibt er eine zweigeteilte Antwort: Im Hinblick auf die Übertragungsgeschwindigkeit sei das Virus durchaus gefährlich - im Schnitt stecke ein Infizierter zwei bis drei Menschen an, was die exponentielle Ausbreitung von Corona erkläre.

    Ein tödlicher Ausgang der Infektion sei in Deutschland bislang jedoch selten. Nationale Unterschiede in der "Mortalität" erklärt Keppler zum Teil mit der unterschiedlich raschen und systematischen Erfassung der Infektionsfälle in den verschiedenen Ländern.

    "In Deutschland haben wir relativ gute Zahlen. Die Sterblichkeit liegt bislang im Promille-Bereich". Professor Oliver Keppler, Virologe

    17.28 Uhr: Saarland bittet Bundeswehr um Hilfe

    Das Saarland hat in der Coronakrise die Unterstützung der Bundeswehr angefordert. Es laufen derzeit zwei Anträge auf Amtshilfe, wie eine Sprecherin des saarländischen Innenministeriums am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte die "Saarbrücker Zeitung" darüber berichtet.

    Es gehe vor allem um die Bereitstellung von medizinischem Personal und Material, sagte die Sprecherin weiter. Der Andrang an den Testzentren im Land sei groß. Zudem solle die Bundeswehr bei der Suche nach Örtlichkeiten für sogenannte Abstrich-Zentren helfen. So könnten Kasernen als Testzentren dienen.

    17.11 Uhr: Betrüger geben sich als Corona-Tester aus

    In Deutschland geben sich erste Betrüger inzwischen als angebliche Corona-Tester aus. Die sächsische Polizei ermittelte nach eigenen Angaben vom Mittwoch in einem Fall, bei dem vermeintliche Mitarbeiter des Gesundheitsamts einen 58-Jährigen in der Stadt Brandis nach einem vorherigen Anruf mitten in der Nacht aufsuchten. Die Polizei im rheinland-pfälzischen Bitburg berichtete von ähnlichen Betrugsanrufen.

    17.03 Uhr: 340 neue Fälle in Bayern - innerhalb eines Tages

    In Bayern wurden 340 neue Corona-Fälle erfasst, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit (LGL) am Mittwoch mitgeteilt hat. Das ist der höchste bisher gemessene Anstieg innerhalb eines Tages. Die Dunkelziffer liegt möglicherweise aber höher, weil das LGL nur Fälle auflistet, die dem Amt über den elektronischen Meldeweg durch die bayerischen Gesundheitsämter mitgeteilt wurden. Das LGL wiederum meldet die bayerischen Fälle an das Robert-Koch-Institut (RKI).

    Derweilt teilte das Gesundheitsministerium in München mit, dass ein siebter Infizierter verstorben ist. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen.

    16.17 Uhr: Mitterteich verhängt Ausgangssperre

    Die knapp 7.000 Einwohner große Stadt Mitterteich habe sich in den letzten Tagen zum Corona-Schwerpunkt entwickelt, so Landrat Wolfgang Lippert soeben in einer Pressekonferenz in Tirschenreuth. Deshalb gelte eine Ausgangssperre bis 02. April 2020. Mehr dazu hier.

    16.16 Uhr: Versorgungslage laut Söder gesichert

    Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Mittwochmorgen ein Warenlager in Eitting besucht. "Die Versorgungslage ist gesichert", so Söder in diesem Zusammenhang. Es gebe keinen Anlass für Hamsterkäufe. Auch die Verantwortlichen des Einzelhandels betonten, dass die Versorgung gesichert sei. "Wir haben jetzt aktuell seit letzter Woche quasi täglich Weihnachten und Ostern in der Auslieferung," erklärte Gustav König, Logistik-Leiter der Region Süd. "Wir bewältigen im Warenfluss auf jeden Fall auch die Bedürfnisse, die unsere Märkte haben." Allein gestern seien 40 Lastwagen mit Toilettenpapier im Eittinger Lager angeliefert worden, hieß es weiter.

    15.56 Uhr: Lohnlücken bei Kurzarbeitergeld sollen abgefedert werden

    In der Corona-Krise wollen Politik und Sozialpartner Lohnlücken beim Kurzarbeitergeld gemeinsam abfedern. Das sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Mittwoch nach einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften am Mittwoch in Berlin. Außerdem sollten "unverhältnismäßige Lohneinbrüche" bei einem Arbeitsausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung vermieden werden.

    15.44 Uhr: RKI will mit Handydaten Mobilität der Bevölkerung messen

    Anonymisierte Handydaten sollen dem Robert-Koch-Institut (RKI) helfen, den Erfolg der Maßnahmen gegen das Coronavirus zu messen. Die Daten zeigten, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Es lasse sich feststellen, ob die geforderten Maßnahmen auch eingehalten würden. Die Deutsche Telekom stellt dem RKI dafür kostenlos Massendaten zur Verfügung.

    14.56 Uhr: Ryanair streicht ab 24. März fast alle Flüge

    Die irische Billigfluglinie Ryanair streicht ab dem 24. März fast alle Flüge. Ab kommendem Dienstag werde es nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ryanair begründete den Schritt mit den massiven Einschränkungen für Reisen in Europa im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

    14.30 Uhr: Eurovision Song Contest wegen Coronavirus abgesagt

    Wegen der Corona-Krise hat die Europäische Rundfunk Union das Song Festival abgesagt. Das ESC-Finale, das am 16. Mai in Rotterdam stattfinden sollte, müsse abgesagt werden, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Niederlande sind Gastgeber, weil im vergangenen Jahr der niederländische Sänger Duncan Laurence gewonnen hatte.

    14.25 Uhr: Rewe-Süd will Kassierer mit Plexiglaswänden vor Coronavirus schützen

    Zum Schutz vor dem Coronavirus sitzen die Kassierer in bayerischen Rewe-Filialen künftig hinter Plexiglasscheiben. Die Schutzwände seien 1,5 Meter hoch und von Donnerstag an werde landesweit mit dem Aufbau in den Geschäften begonnen, sagte Volker Hornsteiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung Region Süd REWE Group, am Mittwoch in Eitting bei München.

    Die Schutzwände haben laut Hornsteiner keine Möglichkeiten zum Durchgriff. So sollen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem sich rasant in Deutschland ausbreitenden Coronavirus geschützt werden. Um die Kunden untereinander zu schützen, könne er sich Abstandsmarkierungen an den Kassen, wie in anderen Ländern bereits üblich, vorstellen.

    14.20 Uhr: Ansturm auf Kurzarbeitergeld in Coronakrise

    Bundesweit gibt es einen Ansturm von Unternehmen auf das erweiterte Kurzarbeitergeld in der Coronakrise. Die Firmen beantragen die Leistung in großem Stil bei den örtlichen Stellen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, "dass es momentan einen enormen Anstieg an Beratungsbedarf gibt."

    Die örtlichen Agenturen seien rund um die Uhr bemüht, Beratung zu leisten. Viele Unternehmen wollten Kurzarbeitergeld erstmals in Anspruch nehmen. Das erleichterte Kurzarbeitergeld fließt rückwirkend zum 1. März. Die BA übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Betriebe können Kurzarbeitergeld nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.

    14.10 Uhr: Milliardenhilfe in den USA und Österreich

    Die US-Regierung beantragt beim Kongress zusätzliche 45,8 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Das Geld soll nach Angaben eines Präsidialamtssprechers an Gesundheits-, Verteidigungs- und Veteranenbehörden fließen, um deren Bemühungen zu stärken. Die Summe ist unabhängig von dem eine Billion Dollar schweren Hilfspaket, das die Regierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen vorgeschlagen hat.

    Auch die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien der Erlass von Steuerschulden, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

    13.54 Uhr: Erntehelfer können trotz Corona-Krise einreisen

    Erntehelfer in der Landwirtschaft sollen trotz der aktuellen Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Krise weiter problemlos nach Deutschland kommen dürfen. "Es gibt hier spezielle Formulare, die die Betriebe den Helfern aushändigen können, damit diese problemlos einreisen können", sagte Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch in Eitting bei München. Die Sorge vor fehlenden Erntehelfern sei bei den Bauern ein großes Thema, etwa mit Blick auf die anstehende Spargelzeit.

    13.42 Uhr: Deutschland setzt Aufnahmeprogramm für Flüchtlinge aus

    Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat das humanitäre Aufnahmeprogramme des Bundes für Geflüchtete vorübergehend eingestellt. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Nachfrage mit. Das Ministerium habe am Dienstag "angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie" das Bamf angewiesen, das Resettlement-Verfahren mit der Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen "bis auf Weiteres auszusetzen".

    13.40 Uhr: Bundesjustizministerium prüft Hilfen für Mieter

    Das Justizministerium prüft in der Corona-Krise Hilfen für Mieter. Es gehe darum, Mieter vor dem Verlust ihrer Wohnung oder Geschäftsräume zu schützen. Die Überlegungen gingen in alle Richtungen und seien in einem frühen Stadium, sagt ein Sprecher des Ministeriums.

    13.30 Uhr: 80.000 EU-Bürger warten weltweit auf Rückreise

    Etwa 80.000 EU-Bürger warten der EU-Kommission zufolge weltweit auf eine Rückkehr in die EU. Das ergäben Zahlen der Mitgliedsstaaten, eine genaue Schätzung sei aber schwierig, sagt ein Sprecher der Kommission.

    13.19 Uhr: Ölpreis fällt auf niedrigsten Stand seit 17 Jahren

    Angesichts der Corona-Krise ist der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit 2003 gefallen. Ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im April kostete am Mittwochvormittag 25,36 Dollar. Dies entspricht einem Rückgang um 5,9 Prozent zum Handelsschluss vom Dienstag. Wegen der Pandemie ist die weltweite Nachfrage nach Rohöl stark zurückgegangen. Gleichzeitig gebe es ein "Überangebot und einen Anbieterwettstreit zwischen Saudi-Arabien und Russland", sagte Naeem Aslam von Avatrade, einer Online-Handelsplattform.

    13.09 Uhr: 50 Prozent aller Schüler und Hochschüler weltweit momentan zu Hause

    Nach Angaben der Unesco muss derzeit jeder zweite Schüler und Hochschüler weltweit zu Hause bleiben. Die UN-Bildungsorganisation erklärte am Mittwoch in Paris, derzeit hätten mehr als 850 Millionen junge Leute keinen Zugang zu ihren Bildungseinrichtungen. In 102 Ländern bleiben demnach Schulen und Hochschulen vorerst geschlossen. In elf weiteren gibt es Teilschließungen. Dies sei eine "beispiellose Herausforderung" für das weltweite Bildungssystem, betonte die Unesco.

    13.00 Uhr: Impfstoff gegen Corona laut RKI im Frühjahr 2021 realistisch

    Das Robert Koch-Institut (RKI) hat Hoffnungen auf einen baldigen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. "Ich persönlich schätze es als realistisch ein, dass es im Frühjahr 2021 sein wird", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Klinische Testphasen könne man nicht verkürzen: "Wir müssen ein Sicherheitsprofil haben. Impfstoffe können ja Nebenwirkungen haben."

    12.57 Uhr: Bayern startet Corona-Hilfe für Senioren

    Die bayerische Staatsregierung hat mit Wohlfahrts- und kommunalen Spitzenverbänden eine Corona-Hilfsinitiative für Senioren auf den Weg gebracht. Unter dem Titel "Unser soziales Bayern: Wir helfen zusammen!" suche man Helfer, die für alte Leute etwa Einkäufe erledigten oder sie anriefen, teilte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München mit. Denn Senioren seien stärker durch den Coronavirus gefährdet als andere Leute. Die Senioren sollten sich bei Hilfsbedarf bei ihrer Gemeinde melden.

    12.56 Uhr: Tschechen müssen ab Donnerstag Mundschutz in der Öffentlichkeit tragen

    Alle Menschen in Tschechien müssen ab Donnerstag in der Öffentlichkeit eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Das beschloss das Kabinett von Regierungschef Babis am Mittwoch. Zur Bedeckung von Mund und Nase könnten medizinische Mund- und Atemschutzmasken, aber auch ein Schal, ein Tuch oder eine Sturmhaube dienen, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums in Prag. Tschechien hatte den Notstand ausgerufen und die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sich so weit wie möglich zu Hause zu isolieren.

    12.49 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung in Bayern bittet um Geduld

    Der mobile Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) nimmt nach eigenen Angaben täglich bei etwa 1700 Menschen Abstriche für Tests auf das Coronavirus. Angesichts der enormen Nachfrage bittet die KVB um Geduld: Der Hausbesuchsdienst sei mit mehr als 200 Fahrzeugen täglich im Freistaat unterwegs, um bei Verdachtsfällen Proben zu entnehmen, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Die Abstriche würden in Labore gebracht, die jedoch auch völlig überlastet seien. "Die Kapazitäten sind erschöpft." Fünf bis sieben Tage dauere es aktuell, ehe ein Ergebnis vorliegt.

    Das gilt auch für die Hotline mit der Nummer 116 117. Hier seien Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Wartezeiten von 20 bis 30 Minuten seien nicht ungewöhnlich sagte der Sprecher.

    12.46 Uhr: Fast jeder zweite Berufstätige macht derzeit Homeoffice

    Der Anteil der im Homeoffice Arbeitenden hat sich innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht. Bei einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom, habe knapp jeder zweite Berufstätige (49 Prozent) angegeben, mittlerweile von zu Hause aus zu arbeiten. Von ihnen durften 18 Prozent nach eigenen Angaben zuvor gar nicht im Homeoffice arbeiten, 31 Prozent konnten das schon vorher und weiteten die Arbeit von zu Hause nun aus. Allerdings gaben demnach auch rund vier von zehn Berufstätigen an, ihre Tätigkeit sei grundsätzlich nicht fürs Homeoffice geeignet.

    12.05 Uhr: Bundesregierung trifft keine juristischen Vorbereitungen für Ausgangssperre

    Das Bundesjustizministerium dementiert einen Medienbericht, dass die Bundesregierung an den juristischen Vorbereitungen einer Ausgangssperre in Deutschland arbeitet. "Da ist nichts dran. Wir dementieren", sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Mittwochmittag.

    11.55 Uhr: Anträge für wirtschaftliche Soforthilfe in Bayern verfügbar

    In Bayern können Klein-Unternehmen nun finanzielle Soforthilfen beantragen: Das entsprechende Formular ist auf der Website des bayerischen Wirtschaftsministeriums verfügbar.

    11.40 Uhr: Tübinger Mediziner wollen ab nächster Woche Medikament testen

    Das Tübinger Institut für Tropenmedizin will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona-Erkrankungen testen. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Mittwoch mitteilte, soll in der kommenden Woche mit einer Studie an Menschen begonnen werden. Zuvor hatte der SWR berichtet.

    Laut Kremsner ist Chloroquin schon sehr lange als Mittel gegen Malaria auf dem Markt. Es wirke aber auch gegen viele Viren - auch gegen Sars-CoV-2, wie zumindest Versuche im Reagenzglas zeigten. In China und Italien sind Kremsner zufolge sehr viele Covid-19-Patienten mit Chloroquin behandelt worden. Unklar sei aber, ob mit Erfolg, da die Erkrankten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und gemeinsam mit vielen weiteren Medikamente bekommen hätten. "Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet", sagte Kremsner.

    Die Tübinger Tropenmediziner wollen mit Chloroquin eine moderat an Covid-19 erkrankte Testgruppe behandeln und einer Kontrollgruppe Placebos verabreichen. Der Antrag für die Studie sollte am Mittwoch bei der Tübinger Ethikkommission eingereicht werden.

    11.39 Uhr: Söder: Mindestabstände in Supermärkten sollen sichergestellt werden

    Zum Schutz vor möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder am Mittwoch bei einem Besuch eines Supermarkt-Logistikzentrums in Eitting bei München.

    Söder: Kontrollieren ob Auflagen eingehalten werden

    Außerdem rief der Ministerpräsident die Bevölkerung dazu auf sich dringend an die neuen Auflagen und Beschränkungen zu halten. Bei all diesen Maßnahmen setze man nun erst einmal auf die Einsicht der Bevölkerung, so Söder.

    Man werden nun beobachten, wie sich das öffentliche Leben weiter entwickle, und ob die Auflagen eingehalten würden: ob also Geschäfte, für die es keine Ausnahmen gibt, tatsächlich geschlossen haben und ob sich Gaststätten an die Beschränkungen und Regeln halten. Dies werde kontrolliert, auch von der Polizei. "Da sind alle staatlichen Stellen angewiesen, das auch zu kontrollieren", betonte der Regierungschef. Und Söder betonte mit Blick auf volle Parks, das gelte auch für das öffentliche Leben. Mehr dazu hier.

    11.16 Uhr: RKI-Präsident warnt vor bis zu zehn Millionen Kranken im Mai oder Juni

    Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat vor einer Erhöhung der Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen in Deutschland auf bis zu zehn Millionen im Mai oder Juni gewarnt, falls nicht die Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie eingehalten werden. Wenn es nicht geschafft werde, die Kontakte wirksam zu reduzieren, werde sich die Zahl der Erkrankten binnen zwei oder drei Monaten auf diese Zahl erhöhen, sagte Wieler am Mittwoch in Berlin. Mehr dazu hier.

    10.23 Uhr: BMW stoppt Betrieb in europäischen Werken

    BMW stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant." Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit: "Bei uns folgt die Produktion der prognostizierten Absatzentwicklung. Unser Produktionsvolumen passen wir flexibel der Nachfrage an." Auch VW, Audi und Daimler hatten bereits eine Unterbrechung der Produktion wegen der Coronavirus-Krise angekündigt. Audi und der Lastwagenbauer MAN beantragten bereits Kurzarbeit.

    10.09 Uhr: Merkel informiert in Fernsehansprache über Corona-Maßnahmen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Bevölkerung am Abend in einer Fernsehansprache über die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Coronakrise informieren. Die aufgezeichnete Ansprache werde im ZDF nach der heute-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt, hieß es in Regierungskreisen. Darin wolle die Kanzlerin keine zusätzlichen Maßnahmen ankündigen, sondern die Bürger über den Stand der Dinge informieren, betonte ein Regierungssprecher: "Es geht um das, was in Deutschland jetzt zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und wie jeder sich daran beteiligen soll." Abgesehen von den jährlichen Neujahrsansprachen ist es das erste Mal in Merkels Amtszeit, dass sich die Kanzlerin direkt in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wendet.

    09.26 Uhr: Bayern verschiebt Start der Abitur-Prüfungen

    Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium in München mit. "Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen", erklärt Kultusminister Michael Piazolo (FW). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schülerinnen und Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. Die schriftlichen Prüfungen sollen nun zwischen dem 20. und 29. Mai stattfinden, die mündlichen zwischen 15. und 29 Juni. Mehr dazu hier.

    09.14 Uhr: BMW plant Kurzarbeit und Anpassung der Produktion

    BMW erwartet für das laufende Jahr einen weiteren "deutlichen" Gewinnrückgang und plant eine Anpassung der Produktion samt Kurzarbeit. Die Ausbreitung des Coronavirus werde die Nachfrage nach Autos erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen mit. Vorstandschef Oliver Zipse sagte, dem begegne BMW mit einer "frühzeitigen Anpassung der Produktion". Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, die Gesundheit der Mitarbeiter müsste geschützt und ihre Arbeitsplätze und Einkommen müssten über Arbeitszeitkonten, Homeoffice und Kurzarbeit abgesichert werden. Mit diesen Instrumenten werde BMW die Belegschaft sicher durch die Coronakrise steuern.

    08.36 Uhr: Coronavirus noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar

    Das Coronavirus ist einer neuen US-Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar. Auf Kupfer seien lebensfähige Viren bis zu vier Stunden, auf Pappe bis zu 24 Stunden und auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage nachweisbar, teilten die Forscher von der Universität Princeton und der University of California mit. Allerdings reduzierte sich die sogenannte Infektionsdosis auf allen Oberflächen deutlich. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verweist auf diese Untersuchung und schreibt: "Im Allgemeinen sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. In der Regel erfolgt die Inaktivierung in getrocknetem Zustand innerhalb von Stunden bis einigen Tagen." Es gebe bisher keine Fälle, bei denen sich Menschen nachweislich durch Kontakt zu Gegenständen angesteckt haben.

    07.14 Uhr: China meldet nur eine neue Corona-Infektion im Inland

    China hat für Mittwoch lediglich eine neue Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Den zweiten Tag in Folge habe es nur eine neue Übertragung in der zentralen Stadt Wuhan gegeben, erklärte die Nationale Gesundheitskommission. Hinzu kämen zwölf neue Fälle, in denen das Coronavirus aus dem Ausland nach China eingeschleppt worden sei. Damit stieg die Zahl der eingeschleppten Infektionen auf 155. In der Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan hatte das Virus seinen Ursprung genommen. Seit einer Woche liegen die Zahlen der neuen Infektionen dort nur noch im einstelligen Bereich. Anfang Februar waren dort noch täglich tausende neue Fälle gemeldet worden.

    06.03 Uhr: Weltärztepräsident Montgomery gegen Ausgehverbote und Grenzschließungen

    Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich im Kampf gegen das Coronavirus gegen Ausgehverbote ausgesprochen. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte Montgomery der Düsseldorfer "Rheinischen Post" . Man könne doch nicht Schulen und Kindertagesstätten bis Jahresende geschlossen halten - und so lange werde es mindestens dauern, bis man über einen Impfstoff verfügt. Italien habe ein Lockdown verhängt und einen gegenteiligen Effekt erzielt: "Die waren ganz schnell an ihren Kapazitätsgrenzen, haben aber die Virusausbreitung innerhalb des Lockdowns überhaupt nicht verlangsamt." Kritisch äußerte sich Montgomery auch zu den angeordneten Grenzschließungen: "Ich glaube nicht, dass die Grenzschließungen das Virus aufhalten können. Das ist politischer Aktionismus."

    04.50 Uhr: Boeing fordert US-Staatshilfen für Luftfahrtindustrie

    Der angeschlagene US-Konzern fordert von der Politik staatliche Hilfen von mindestens 60 Milliarden Dollar (54 Milliarden Euro). US-Präsident Trump plant nach eigenen Angaben ein umfassendes Nothilfepaket für die US-Wirtschaft wegen der Pandemie. Zu den angeforderten Staatshilfen sollen nach Angaben des Konzerns Darlehensgarantien gehören, welche die Liquidität von Boeing und seiner Zulieferer sicherstellen sollen. Bis die durch die Krise eingebrochenen Passagierzahlen in der Luftfahrt wieder ihr normales Niveau erreichten, würden die Hilfen gebraucht, "um mit dem Druck im Luftfahrtsektor und der Wirtschaft als Ganzes umzugehen", erklärte Boeing. Boeing befindet sich wegen des vor einem Jahr verhängten weltweiten Flugzeugverbote für seine 737 MAX ohnehin in einer wirtschaftlich schwierigen Situation.

    03.56 Uhr: Coronavirus verändert Einkaufsgewohnheiten auf Dauer

    Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich nach Ansicht von Experten nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein. Davon geht der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz aus. Es sei damit zu rechnen, dass der Online-Handel auch langfristig von dieser Krise profitieren werde, prognostizierte Hudetz. Verlierer würden die kleinen stationären Läden ohne Internetangebot sein. Bislang verzeichnen die Zusteller allerdings noch keine deutlich erhöhte Zahl an Paketsendungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

    02.45 Uhr: Von der Leyen: "Virus unterschätzt"

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eingeräumt, dass das Coronavirus auch von der Politik unterschätzt worden ist. Der Bild-Zeitung sagte sie, inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. Sie glaube aber, dass die Bevölkerung, da gut mitmache. Zur Vorgehensweise des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der den Kampf gegen das Virus als Krieg bezeichnet hatte, sagte von der Leyen: "Ich persönlich würde das Wort Krieg nicht nutzen, aber ich verstehe die Motivation des französischen Präsidenten." Denn das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner. "Wir sehen es nicht, es hat keine Farbe, es schmeckt nicht. Wir wissen auch nicht, wie hart es den einzelnen Menschen betrifft." Es gebe Menschen, die überhaupt keine Symptome hätten, andere milde, dann schwere. Und es gebe Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stürben.

    02.39 Uhr: Rotes Kreuz ruft zu Spenden für ehrenamtliche Helfer auf

    Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft zu Spenden für einen Nothilfefonds für ehrenamtliche Helfer und Hilfsaktionen auf. Die derzeitige Lage zeige, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft seien: "Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen", erklärte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt gegenüber der "Passauer Neuen Presse".

    01.24 Uhr: Menschen in Frankreich und Berlin applaudieren dem Gesundheitspersonal

    In ganz Frankreich haben am Dienstagabend wegen des Coronavirus in ihren Wohnungen festsitzende Bürger dem Personal des Gesundheitswesens mit lautem Applaus für ihren Einsatz gegen die Pandemie gedankt. Die Menschen traten um 19.00 Uhr und dann noch mal um 20.00 Uhr an ihre Fenster oder auf Balkone und klatschten in die Hände. Der Applaus war unter anderem in Paris, Lyon, Marseille und Ajacccio auf Korsika zu hören. Auch in Deutschland gab es am Dienstagabend ähnliche Aktionen. So war in manchen Berliner Stadtteilen Applaus für das Gesundheitspersonal zu hören.

    00.29 Uhr: US-Regierung will offenbar Handy-Daten zur Corona-Bekämpfung nutzen

    Die US-Regierung verhandelt nach einem Zeitungsbericht unter anderem mit Firmen wie Google und Facebook darüber, wie sie Standortdaten von Mobiltelefonen zur Bekämpfung des Coronavirus einsetzen kann. Wie die Washington Post berichtet, soll damit auch überprüft werden, ob die Menschen die Sicherheitsabstände einhalten, um einen weiteren Ausbruch einzudämmen. Vertreter von Facebook sagten, die US-Regierung sei an anonymisierten Daten interessiert, um Bewegungsmuster der Menschen zu erkennen. Das soziale Netzwerk hatte in der Vergangenheit Forschern entsprechende Daten in Form von Statistiken zur Verfügung gestellt. Die Gesundheitsbehörden hätten mit den Handy-Daten die Möglichkeit, einen möglichen neuen Ausbruchsherd vorherzusagen.

    00.09 Uhr: KfW-Notkredite werden erst in "zwei bis drei Wochen fließen"

    Die von der Bundesregierung angekündigten KfW-Notkredite zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus können einem Zeitungsbericht zufolge ab dem kommendem Montag beantragt werden. Aktuell würden die Hausbanken (Sparkassen, Volksbanken etc.) auf das offizielle Antragsformular der staatlichen Förderbank KfW warten, die die Kreditvergabe koordiniert.

    "Realistisch ist, dass die ersten Gelder in zwei bis drei Wochen fließen", sagte ein KfW-Sprecher der Bild-Zeitung. Die Hausbanken müssten die Anträge schnell weiterleiten, damit die KfW sie abschließend prüfen könne. Angesichts der drastischen wirtschaftlichen Entwicklung macht der Deutsche Sparkassen- und Giroverband Druck: "Die Kreditvergabeprozesse müssen schneller werden", sagte eine Sprecherin der Zeitung.

    DIENSTAG, 17. MÄRZ

    22.50 Uhr: Bayern erlässt weitere Allgemeinverfügungen im Kampf gegen Corona

    Im Zuge der Corona-Epidemie hat das bayerische Gesundheitsministerium neue Allgemeinverfügungen erlassen, die ab Mittwoch gelten. Niedergelassene Ärzte in Bayern sind dann verpflichtet, unverzüglich die Zahl der jeweils in den Praxen vorhandenen Beatmungsgeräte an das Ministerium zu melden. Außerdem müssen Labore im Freistaat die Gesamtzahl der am jeweiligen Tag untersuchten Proben sowie die Zahl der positiven und negativen Befunde im gleichen Zeitraum melden. Bei der ersten Meldung müssen außerdem die bisherigen Ergebnisse seit 1. Januar 2020 genannt werden.

    22.33 Uhr: Ifo-Chef Fuest warnt vor ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie

    Ifo-Chef Clemens Fuest warnt vor den Folgen der Corona-Pandemie. "Wir haben ein gewaltiges Problem", sagte er im BR-Interview. Eine Staatsschuldenkrise sei nicht auszuschließen. Mehr dazu hier.

    22.05 Uhr: Tirol weitet Quarantäne aus

    Das österreichische Bundesland Tirol hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus weitere Orte unter Quarantäne gestellt. Wie das Land am Dienstagabend mitteilte, gelten die Isolierungsmaßnahmen ab sofort auch für den bei Wintersportlern beliebten Ort Sölden sowie für St. Christoph am Arlberg. An den Ortsgrenzen werden daher polizeiliche Checkpoints eingerichtet. Damit steht nun die gesamte Arlbergregion unter Quarantäne.

    21.55 Uhr: Von der Leyen hofft auf Impfstoff vor Herbst

    Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hofft EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch vor Herbst auf einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit Covid-19. Die EU werde die Tübinger Firma CureVac bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen, bestätigte die CDU-Politikerin in einem am Dienstag auf Twitter. Sonst übliche langwierige und "bürokratische" Zulassungsverfahren für Medikamente könnten angesichts der "schwerwiegenden Krise" beschleunigt werden, sagte von der LeyenDer Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und weitere Experten rechnen mit einem marktfähigen Impfstoff frühestens nächsten Frühling.

    21.45 Uhr: Flugzeuge unterwegs zu gestrandeten Deutschen

    Noch am Dienstagabend sollen nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas etwa 30 Flugzeuge starten, um im Ausland gestrandete deutsche Touristen zurückzuholen. Insgesamt säßen derzeit rund 100.000 Deutsche an ihren Urlaubsorten fest, allein 35.000 davon in Ägypten, sagt er in der ARD. Nicht alle von ihnen seien allerdings auf die Hilfe der Bundesregierung angewiesen, um zurückzukommen.

    21.05 Uhr: Belgien verhängt Ausgangssperre

    In Belgien gilt von Mittwochmittag an eine fast dreiwöchige Ausgangssperre. Ausnahmen gebe es nur für unbedingt nötige Dinge, sagte Regierungschefin Sophie Wilmès nach einer stundenlangen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Dienstagabend in der Hauptstadt Brüssel, wo auch zahlreiche EU-Institutionen ihren Sitz haben. Spaziergänge blieben aber weiterhin erlaubt.

    20.36 Uhr: Amazon versendet Produkte des täglichen Bedarfs mit Vorrang

    Amazon wird in Europa und den USA Bestellungen von wichtigen Produkten des täglichen Bedarfs priorisieren. Darunter fallen unter anderem Babyprodukte, Gesundheits- und Haushaltswaren und Lebensmittel. Die Auslieferung von anderen, weniger relevanten Waren könne sich dadurch verzögern, teilte das Unternehmen mit.

    20.00 Uhr: Deutschland setzt Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger um

    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Coronavirus Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger in Deutschland angeordnet. Aus dem Ministerium hieß es am Dienstagabend, dies betreffe den internationalen Luft- und Seeverkehr bei Reiseverbindungen, die ihren Ausgangspunkt außerhalb der Europäischen Union haben. Ausnahmen gibt es demnach für Drittstaatangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat. Damit folgt Deutschland einem Vorschlag, den EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag für die EU und weitere Staaten vorgelegt hatte. Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage. Mehr dazu hier.

    19.14 Uhr: Israel verhängt Ausgangssperre - und setzt Geheimdienst ein

    Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat die israelische Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Die Bürger dürfen nur noch das Haus verlassen, um "Lebensmittel und Medikamente zu kaufen, einen Arzt aufzusuchen oder zur Arbeit zu gehen", wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Zudem soll der öffentliche Nahverkehr eingestellt werden. Zuvor war bekannt geworden, dass Israels geschäftsführender Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Inlandsgeheimdienst Schin Bet mit der Sammlung von Daten über Infizierte und deren Kontaktpersonen beauftragt hat. Die Regierung habe den Geheimdienst "autorisiert, seine modernen Technologien in den Dienst der nationalen Bemühungen um eine Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus zu stellen", teilte Schin Bet am Dienstag mit.

    19.10 Uhr: Italien: Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich

    Die Zahl der Toten und Infizierten durch die Coronavirus-Pandemie steigt in Italien weiter an - allerdings minimal langsamer. Die Zahl der Infizierten stieg von rund 28.000 auf 31.506 an. Das sind rund 12,6 Prozent in einem Tag. Vergangene Woche war die Zahl der Infizierten pro Tag noch zwischen 17 und 21 Prozent angestiegen. Experten betonten, es sei noch zu früh, einen Trend daraus abzulesen.

    18.46 Uhr: Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags billigt Corona-Hilfspaket

    Das von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Zehn-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft wegen der Corona-Krise hat im Eiltempo eine entscheidende Hürde genommen: Der Haushaltsausschuss des Landtags billigte die Pläne am Dienstag - und zwar einstimmig, wie der Ausschussvorsitzende Josef Zellmeier (CSU) anschließend berichtete. Alle fünf anwesenden Fraktionen - CSU, Freie Wähler, Grüne, SPD und FDP - hätten dem Paket zugestimmt. Die AfD, die in der Sitzung entschuldigt fehlte, hatte nach Angaben Zellmeiers schon im Vorfeld Zustimmung signalisiert.

    18.45 Uhr: Auch bei BMW drohen Werksschließungen wegen Corona

    Bei BMW gibt es hinter den Kulissen offenbar Gespräche zwischen Vorstand und den Arbeitnehmervertretern, dass die Produktion vorübergehend eingestellt wird. Das hat der Bayerische Rundfunk aus gut unterrichteten Kreisen erfahren. Offiziell dürfte dies morgen verkündet werden. Mehr dazu hier.

    18.33 Uhr: Corona-Eklat im Gerichtssaal: Anwalt zeigt Richter an

    Ein Anwalt hat einen Richter des Landgerichts München I wegen versuchter Körperverletzung angezeigt, weil er trotz der aktuellen Corona-Pandemie auf eine Verhandlung bestand. Der Richter habe "bewusst eine Gefahrenlage" geschaffen und nahm "sehenden Auges in Kauf, dass sich die Anwesenden im Sitzungssaal einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen", heißt es in der Anzeige des Rechtsanwaltes Thomas Pfister, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Pfister sprach von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

    Ein Gerichtssprecher wies die Vorwürfe gegen den Richter zurück. Die Justiz könne auch in Zeiten des sich rasant verbreitenden Coronavirus nicht die Arbeit einstellen.

    18.00 Uhr: Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

    Bund und Länder haben im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus einen Notfallplan für die Krankenhäuser in Deutschland beschlossen. In dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss heißt es, durch das "Auf-, Aus- und Umrüsten von Rehabilitationseinrichtungen, Hotels oder größeren Hallen können für die zahlreichen leichteren Behandlungsverläufe zusätzliche Kapazitäten aufgebaut werden".

    Außerdem soll die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Die Länder sollten mit den Kliniken Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in dem n Beschluss weiter. Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es derzeit in Deutschland 28.000 Intensivbetten, von denen 25.000 Beatmungsmöglichkeiten haben.

    17.11 Uhr: Daimler stoppt Großteil seiner europäischen Produktion

    Nach Volkswagen setzt auch Daimler einen Großteil seiner Produktion in Europa wegen der Corona-Pandemie aus. Das betreffe die Fertigung von Pkw, Transportern und Nutzfahrzeugen und gelte zunächst für zwei Wochen, teilte Daimler am Dienstag mit.

    17.09 Uhr: Touristen dürfen ab Mittwoch nicht mehr nach Schleswig-Holstein

    Touristen dürfen Schleswig-Holstein von diesem Mittwoch an nicht mehr betreten. Das habe die Landesregierung beschlossen, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Dienstag.

    17.02 Uhr: Olympische Spiele sollen stattfinden

    Das Internationale Olympische Komitee (IOK) hält trotz Pandemie an den Sommerspielen in Tokio fest. Bis zum vorgesehenen Beginn am 24. Juli seien es noch mehr als vier Monate, deshalb gebe es derzeit keinen Grund für drastische Entscheidungen, erklärt das IOK. Jede Spekulation zu diesem Zeitpunkt sei kontraproduktiv. Die Sportler sollten sich weiter so gut es geht vorbereiten.

    16.59 Uhr: EU will Beihilferegeln lockern

    In der Coronavirus-Krise sollen die EU-Staaten freie Hand bekommen, Firmen jeweils bis zu 500.000 Euro direkte Finanzhilfe zu geben. Dies sieht ein am Dienstag veröffentlichter Vorschlag der EU-Kommission zur Anpassung der Beihilferegeln vor. Die Staaten dürften demnach auch Garantien für Kredite abgeben und Zinsen subventionieren. Die vorübergehende Lockerung der Regeln soll rasche Hilfen für in Not geratene Firmen möglich machen.

    16.42 Uhr: 99 neue Coronafälle in München

    16.32 Uhr: Griechenland riegelt Flüchtlingslager wegen Corona ab

    Ab sofort dürfen keine Besucher mehr in die überfüllten Lager, auch keine Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Die Bewohner sollen das Lagergelände nicht mehr verlassen. Schon vor diesem Beschluss hatten Hilfsorganisation gefordert, die Lager wegen der mangelnden medizinischen Versorgung sofort zu räumen.

    16.31 Uhr: UN-Beauftragte ruft zu mehr Einsatz für Behinderte in Krise auf

    Die Behindertenbeauftragte der Vereinten Nationen, Catalina Devandas, hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, in der Corona-Pandemie mehr für den Schutz und die Versorgung behinderter Menschen zu tun. Bisher sei wenig in diese Richtung geschehen, obwohl besonders viele Menschen mit Handicap zur Hochrisikogruppe zählten, sagte die UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am Dienstag in Genf.

    16.27 Uhr: Knapp 1.000 Todesfälle wegen Corona im Iran

    Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch den Corona-Virus stark gestiegen. Sie liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei 988. Der Iran ist von der Pandemie mit am stärksten betroffen. Allein innerhalb von 24 Stunden sind 135 neue Todesfälle dazu gekommen. Das teilen die Behörden in Teheran mit. Außerdem haben sich demnach in diesem Zeitraum über 1.000 Menschen neu infiziert, vor allem in der Hauptstadt. Damit liegt diese Zahl bei über 16.000. Rund ein Drittel der betroffenen sei aber inzwischen wieder gesund, so das Gesundheitsministerium.

    16.07 Uhr: Zurückgeholte Urlauber können mit der Bahn weiterreisen

    Bei der Rückholaktion für Urlauber können die Betroffenen kostenlos mit der Deutschen Bahn zu ihren eigentlichen Zielflughäfen weiterreisen. Das Flugticket oder die Bordkarte werden in den Zügen als Fahrschein anerkannt, wie das Bundesunternehmen am Dienstag mitteilte. Das gelte zunächst bis Ende März.

    Mit der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollen Zehntausende Deutsche zurückkehren, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. Nach Schätzungen des Auswärtigen Amts sind derzeit noch mehr als 100.000 Personen unterwegs, die zu einem großen Teil mit Sonderflügen zurückgeholt werden sollen.

    16.04 Uhr: Ford stellt Produktion in Europa vorerst ein

    Wie mehrere andere Autobauer stellt auch Ford seine Produktion in Europa vorerst ein. Ab Donnerstag sollen an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis sowie anderen Standorten in Europa die Bänder stillstehen, das teilte der Autobauer am Dienstag mit.

    15.43 Uhr: Skoda stoppt Produktion

    Nach der Konzernmutter Volkswagen hat auch das tschechische Tochterunternehmen Skoda einen vorübergehenden Produktionsstopp beschlossen. Die Werke Mlada Boleslav, Kvasiny und Vrchlabi werden am Mittwoch um 22.00 Uhr heruntergefahren, wie aus einem Brief der Firmenleitung an die Mitarbeiter vom Dienstag hervorgeht. Die Maßnahme gilt zunächst für rund zwei Wochen. Die Beschäftigten erhalten zu Beginn des Produktionsstopps 70 Prozent ihres Durchschnittseinkommens, in der zweiten Woche 75 Prozent. Skoda finanziert dies zunächst aus eigenen Mitteln.

    15.28 Uhr: Mehr Hilfe für Risikogruppen in ausländischen Supermärkten

    Extra-Kassen oder Sonderöffnungszeiten: Einige Supermärkte in Irland, Großbritannien, Norwegen oder Australien haben damit begonnen, die in der Coronavirus-Krise besonders gefährdeten Senioren, aber auch Menschen mit Behinderungen, beim Einkaufen zu unterstützen. Die deutschen Handelsketten zeigten sich allerdings nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur noch zögerlich. Mehr dazu hier.

    15.14 Uhr: Berlin plant eigenes Corona-Krankenhaus

    Berlin soll ein eigenes Krankenhaus für Covid-19-Patienten bekommen. Es soll auf dem Gelände der Messe Berlin, in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entstehen und Platz für bis zu 1000 Patienten bieten. Das teilte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats mit.

    15.09 Uhr: Zu wenige Lebensmittelspenden für Bayerische Tafeln

    Die Tafeln in Bayern kämpfen mit der Corona-Krise. Mehrere Tafeln in Großstädten haben aufgrund der Pandemie bereits geschlossen, darunter die in Bayreuth, Fürth, Hof, Passau und Würzburg. Zahlreiche Tafeln sind weiterhin geöffnet, beklagen jedoch spürbare Rückgänge von Lebensmittelspenden, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes ergab. Die Tafel Erlangen etwa hat dringend um Lebensmittelspenden und Unterstützung gebeten. Mit Blick auf den Lagerbestand könne die Ausgabe für diese Woche sichergestellt werden, doch ab nächster Woche werde es ungewiss, hieß es.

    14.35 Uhr Bayern: 285 neue Infektionen mit Coronavirus

    In Bayern haben sich weitere 285 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Dienstag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 1.352 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

    14.09 Uhr: Lebensmittelversorgung laut Klöckner weiterhin sicher

    Die Lebensmittelversorgung ist gesichert", sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie sei mehrmals wöchentlich mit Handel, Ernährungsindustrie und Landwirtschaft in Kontakt. "Die Supermärkte bleiben offen. Alles andere sind Falschmeldungen." Auch für Rationierungen von bestimmten Waren sehen Klöckner und der Einzelhandelsverband HDE keinen Grund, hieß es.

    14.08 Uhr: Nachtflugregelung am Münchner Flughafen gelockert

    Die Nachtflugregelung am Flughafen München wurde wegen der Corona-Pandemie erst einmal gelockert. Das bestätigte ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums dem Bayerischen Rundfunk. Es gehe dabei vor allem um die Flugzeuge, die im Rahmen der Rückholaktion Urlauber nach Hause holen. So habe eine Maschine vergangene Nacht erst nach Mitternacht landen können. Generell aufgehoben wurde die Nachtflugregelung nicht, so dass es in der Summe um keine allzu große Zahl von Flugzeugen gehen sollte. "Das ist auch wichtig für die Anwohner", sagte der Ministeriumssprecher.

    Bundesaußenminister Maas rechnet mit 30 bis 40 Rückholflügen für Urlauber, wie er am Dienstag bekannt gab.

    14.00 Uhr: Friedrich Merz positiv auf Corona getestet

    Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zuhause unter Quarantäne stehen", sagte Merz am Dienstag.

    13.51 Uhr: Polizei warnt wegen Coronavirus vor Betrügern

    Angesichts der Krise um das Coronavirus warnt die Polizei vor Betrügern, die die Angst und Unsicherheit von Bürgern ausnutzen könnten. Denkbar wäre, dass sich Kriminelle an der Haustüre als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgeben, um sich so Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen, teilte die Polizei in Regensburg am Dienstag mit. Die Behörde rät zur Vorsicht: "Seien Sie skeptisch!"

    Im Zweifelsfall sollten Menschen Unbekannten an der Haustür den Zutritt verwehren oder ihnen niemals Geld übergeben - egal, ob jemand sich als Enkel ausgibt, der wegen der Coronakrise Geld benötige oder ob eine Firma eine Schluckimpfung gegen das Virus verkaufen möchte. Die Polizei empfiehlt, in solchen Fällen die Notrufnummer 110 zu wählen.

    13.37 Uhr: Fußball-EM wird ins kommende Jahr verlegt

    Die Fußball-EM 2020 wird in den Sommer 2021 verlegt. Einem entsprechenden Vorschlag der Europäischen Fußball-Union (UEFA) haben am Dienstag die nationalen Ligen sowie die Europäische Clubvereinigung ECA zugestimmt. Die Entscheidung traf das UEFA-Exekutivkomitee nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag. Ursprünglich sollte die EM in diesem Sommer vom 12. Juni bis zum 12. Juli ausgetragen werden. Mehr dazu hier.

    13.33 Uhr: Flixbus stellt Betrieb ab Mitternacht bis auf weiteres ein

    Der Fernbusanbieter Flixbus stellt den Betrieb bis auf weiteres wegen der Coronavirus-Krise ab Mitternacht ein. Flixbus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020, 24 Uhr, aussetzen, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit.

    Das Unternehmen verwies auf die von Bund und Ländern beschlossenen "Leitlinien zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich in Deutschland". Diese beträfen auch den Busreiseverkehr. "Flixbus folgt den Anweisungen der Bundesregierung selbstverständlich." Betroffene Fahrgäste würden informiert und erhielten einen Gutschein über den gesamten Ticketpreis ohne Stornierungsgebühr an die bei der Buchung angegebene Email Adresse.

    Auch Blablabus betroffen

    Auch das Fernbusunternehmen Blablabus stellt den Betrieb ein, wie am frühen Dienstagnachmittag bekannt wurde. "Blablabus setzt aufgrund der aktuellen Situation alle innerdeutschen und internationalen Linien mit Wirkung ab dem 18. März um 7:00 Uhr aus", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Danach wird bis auf Weiteres kein Blablabus mehr verkehren."

    Der Mitfahrdienst Blablacar, über den Kunden Mitfahrgelegenheiten bilden können, bleibt davon unberührt. Die Blablacar-Plattform werde "weiterhin für diejenigen zur Verfügung stehen, die unbedingt reisen müssen", hieß es.

    13.17 Uhr: Weitere Gemeinden am Arlberg in Österreich unter Quarantäne

    In Österreich sind wegen der Verbreitung des Coronavirus weitere Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden. Betroffen ist die gesamte Vorarlberger Arlbergregion mit den Gemeinden Lech, Klösterle, Stuben, Warth und Schröcken. Die Region sei am Dienstagmittag abgeriegelt worden, sagte Landeschef Markus Wallner. Bis zum 3. April dürfe niemand mehr in das Gebiet fahren oder es verlassen. Dies gelte auch für alle Gäste.

    Alle Menschen, die sich in den vergangenen zwei Wochen in der Region aufgehalten hätten, müssten sich selbst in Quarantäne begeben. "Das ist nicht freiwillig." Als Grund nannte Wallner den Umstand, dass am Montag fünf Fälle in Lech bekannt geworden seien und man mit einer hohen Dunkelziffer rechne. Bisher waren in Österreich die Gemeinde St. Anton auf der Tiroler Seite des Arlbergs sowie das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür unter Quarantäne.

    13.10 Uhr: Gesundheitsminister Spahn ruft zu mehr Mitmenschlichkeit auf

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise zu mehr Mitmenschlichkeit aufgerufen. "Schenken Sie ein Lächeln", sagte er bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Ferner sagte der Minister, es gehe jetzt darum Zeit zu gewinnen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

    Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland wie auch in Dänemark habe "viel zu tun" mit der Rückkehr zahlreicher Urlauber aus den Skigebieten in Südtirol, Österreich und der Schweiz. Er appelliere deswegen an zurückkehrende Skiurlauber, zu Hause zu bleiben.

    13.00 Uhr: Derzeit keine Obergrenzen für Bargeldabhebung in Bayern geplant

    In Bayern sind keine Obergrenzen für Bargeldabhebungen bei Banken geplant, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagt.

    12.48 Uhr: Liquiditätshilfen für bayerische Unternehmen noch diese Woche

    Bayern will Kleinbetriebe noch in dieser Woche mit Liquiditätshilfen über Wasser halten. Die Soforthilfen beliefen sich in mehreren Stufen auf 5000 Euro bei bis zu fünf Beschäftigten und auf 30.000 Euro bei bis zu 250 Beschäftigten, sagt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

    12.25 Uhr: Derzeit keine Ausgangssperren für Bayern geplant

    Bayern plant nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder bewusst keine Ausgangssperre, sondern setzt darauf, dass Bürger nur notwendige Gänge in die Öffentlichkeit unternehmen. "Wir hoffen, dass die jetzigen Einschränkungen reichen", sagte Söder am Dienstagmittag.

    12.22 Uhr: Gesamte Polnische Regierung unter Quarantäne

    In Polen ist die gesamte Regierung wegen der Coronavirus-Infektion des Umweltministers Henryk Kowalczyk unter Quarantäne gestellt worden. Alle Regierungsmitglieder, die an der letzten Kabinettssitzung teilnahmen, hätten am Montagabend einen Coronavirus-Test vornehmen lassen, teilte Michal Dworczyk, der Bürochef von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, am Dienstag im staatlichen Radio weiter mit. Die Ergebnisse würden noch im Laufe des Tages erwartet.

    12.22 Uhr: China gibt erstmals Impfstoff für Studien frei

    China gibt erstmals einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus für klinische Studien frei. Das berichten staatliche Medien.

    12.18 Uhr: Bayern schränkt Hotelbetrieb ein

    Auch in Bayern wird im Kampf gegen das Coronavirus nun der Hotelbetrieb eingeschränkt. Hotels dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag mitteilte. Damit setzt der Freistaat in diesem Punkt eine Verabredung von Bund und Ländern vom Montagabend um.

    12.17 Uhr: Beschäftigte in Bayerns größtem Früh- und Neugeborenen-Zentrum infiziert

    In der Regensburger Kinder- und Geburtsklinik St. Hedwig sind 15 Beschäftigte positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Unter ihnen auch Hebammen. Das hat die Klinik am Mittag gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigt.

    Die Klinik St. Hedwig ist nach eigenen Angaben das größte Früh- und Neugeborenen-Zentrum Bayerns. Hier werden jedes Jahr etwa 3.000 Geburten gezählt. Das Krankenhaus gehört zum Klinikum der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Mehr dazu hier.

    12.15 Uhr: Bayern schafft Katastrophenstab

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstag bekannt gegeben, dass in der Münchner Staatskanzlei ein Katastrophenstab geschaffen wird. 400 Mitarbeiter aus anderen Behörden würden in die Gesundheitsbehörden abgeordnet. Außerdem wurden die Einschränkungen für Gaststätten konkretisiert: auch Biergärten und Außenterrassen von Restaurants müssen ab Mittwoch um 15.00 Uhr schließen. Das teilte Ministerpräsident Söder mit. Für Friseure kündigte er einen verpflichtenden Mindestabstand zwischen den einzelnen Kunden von 1,5 Metern an.

    12.05 Uhr: Bundesagentur für Arbeit wird überrannt mit Anfragen

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird überrannt mit Anfragen zur Kurzarbeit. "Es geht durch die Decke", sagt eine Sprecherin am Dienstag. Der Beratungsbedarf sei um "ein zigfaches gestiegen". Darunter seien Branchen und Betriebe, die bisher mit Kurzarbeit nie etwas zu tun gehabt hätten.

    11.56 Uhr: WHO rät bei Corona-Verdacht von Ibuprofen ohne ärztlichen Rat ab

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät Menschen bei Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus davon ab, ohne ärztlichen Rat das Medikament Ibuprofen einzunehmen. Es gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Dienstag in Genf. Aber die Experten prüften die Lage zur Zeit. "Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen", sagte Lindmeier. Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte er.

    11.53 Uhr: Bayreuther Festspiele sollen trotz Corona stattfinden

    Die Bayreuther Festspiele sollen trotz der Ausbreitung des Coronavirus stattfinden. "Wir sind voller Optimismus, dass sich die Situation bessert", teilte das Pressebüro der Festspiele am Dienstag mit. Eine Absage wäre ein "Supergau". Der Online-Sofortkauf der Tickets werde aber sicherheitshalber von Ende März auf Ende Mai verschoben.

    11.47 Uhr: Lufthansa plant laut BILD, Luftbrücke zur Warenversorgung

    Die Lufthansa arbeitet an einer Luftbrücke zur Warenversorgung in Deutschland, das bestätigte eine Sprecherin des Konzerns gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Zuerst hatte die BILD darüber berichtet. Lufthansa-Chef Carsten Spohr versprach demnach: "Lufthansa wird alles dafür tun, um auch die Lieferketten für die Versorgung der deutschen Bevölkerung aus der Luft aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Luftbrücke für ganz Deutschland."

    11.45 Uhr: Wahrscheinlich keine Linienflüge mehr vom Wiener Flughafen

    Der Flughafen Wien stellt sich aufgrund des Coronavirus auf eine komplette Schließung aller Linienflüge in den kommenden Tagen ein. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde der Flughafen Wien aber weiterhin in Betrieb sein, sagt ein Flughafen-Wien-Sprecher.

    11.27 Uhr: Piazolo hofft auf Wiederöffnung der Schulen am 20. April

    Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo hofft, dass die Schulen im Freistaat am 20. April wieder geöffnet werden können. Das sagte der Freie Wähler-Politiker am Dienstagmorgen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auch die Abschlussprüfungen sollten dann "hinbekommen" werden, so Piazolo. "Wir werden den Schülerinnen und Schülern ihre Prüfungen garantieren und sichern."

    10.33 Uhr: RKI: Pandemie könnte etwa zwei Jahre dauern

    Das Robert Koch-Institut (KI) geht von einer mehrjährigen Dauer der weltweiten Infektionen aus. "Wir gehen von einem Zeitraum von zwei Jahren aus", sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Man wisse, dass Pandemien in Wellen verliefen. Deren Geschwindigkeit kenne man aber nicht genau. Es werde Jahre dauern, bis der erwartete Infektionsanteil von 60 bis 70 Prozent erreicht sei. Stark hänge die Dauer auch davon ab, wann ein Impfstoff eingesetzt werden könne. Dies könne ab nächstes Jahr der Fall sei.

    Die verhängten Einschränkungen der Staaten im Kampf gegen das Virus könnten notfalls zwei Jahre in Kraft bleiben müssen. "Im extremen Fall bestünde diese Möglichkeit", sagte Wieler. Die Lage müsse immer wieder neu bewertet werden, sagt Wieler.

    10.26 Uhr: Boeing ruft nach Staatshilfen, Airbus hält Produktion an

    Der angeschlagene US-Flugzeugbauer Boeing ruft angesichts der Corona-Krise nach dem Staat. Das Unternehmen aus Seattle bestätigte am Montagabend (Ortszeit) Gespräche mit der US-Regierung und führenden Kongress-Mitgliedern über kurzfristige Staatshilfen für sich und die gesamte Luftfahrtindustrie.

    Die Kunden der Flugzeugbauer, die Airlines, haben ihre Kapazitäten drastisch heruntergefahren, einige von ihnen kämpfen schon ums Überleben. "Man kann jetzt sagen, dass das der größte Schock ist, den die Luftfahrt weltweit je erlebt hat", schrieb Qantas-Chef Alan Joyce in einem Brief an die Belegschaft der australischen Fluggesellschaft.

    Beim europäischen Flugzeugbauer Airbus kommt derweil die Produktion ins Stocken. Um die Auflagen der Behörden in Frankreich und Spanien zum Schutz vor Corona-Ansteckungen zu erfüllen, hält der Boeing-Konkurrent dort für vier Tage die Produktion an.

    10.13 Uhr: RKI setzt Corona-Risiko auf "hoch"

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) setzt die Corona-Risikoeinschätzung ab sofort auf "hoch". Das hat RKI-Chef Lothar Wieler bekannt gegeben. Grund sei die Dynamik der Pandemie. Die Zahl der Infizierten ist laut RKI weltweit inzwischen größer als in China. In China seien es 81.000 und im Rest der Welt 86.000, Wieler. "Zur Zeit ist Europa im Fokus der Pandemie."

    Außerdem verlangt das Institut eine schnelle Vorbereitung der Kliniken auf eine wachsende Zahl von schwer Erkrankten. "Wir erwarten von allen Hospitälern, dass sie ihre Intensivkapazitäten mindestens verdoppeln", sagte Wieler. Eine von fünf Infektionen werde einen schweren Verlauf nehmen. "Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate am Ende aussieht." Klar sei, dass Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet seien.

    10.00 Uhr: Produktion wird auch bei Audi unterbrochen

    Der Produktionsstopp in mehreren europäischen Werken des Volkswagen-Konzerns betrifft nach Arbeitnehmerangaben auch die beiden Audi-Standorte in Deutschland. "Die Produktion in den Audi-Werken wird bis zum Ende der Woche kontrolliert runtergefahren", teilte Audi-Betriebsratschef Peter Mosch.

    09:55 Trotz Unterrichtsausfall: Einschreibungen an Grundschulen

    Das Kultusministerium will die für März geplanten Einschreibungen für Grundschulen wie geplant stattfinden lassen. "Die Schuleinschreibung steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang zum Unterrichtsbetrieb", teilte das Ministerium in einem an Schulen und Förderzentren adressierten Schreiben mit. Sie finde daher "vom Grundsatz her" statt. Allerdings könne die Anmeldung telefonisch oder schriftlich etwa per Mail erfolgen. Auch die Pflicht, am Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit teilzunehmen, entfalle grundsätzlich.

    09:43 Uhr: Flüchtlingshelfer warnen vor Massensterben

    Flüchtlingshelfer haben vor einem möglichen Massensterben durch das Coronavirus in Flüchtlingslagern gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr, erklärte der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrates, Jan Egeland, am Montag in Oslo. Das Risiko betreffe Flüchtlinge in Bangladesch, Iran, Afghanistan und Griechenland. Ebenso seien die Bevölkerungen in bestimmten Gebieten in Syrien, Jemen und Venezuela gefährdet. Die Gesundheitssysteme in diesen Ländern seien durch Kriege und politische Krisen praktisch zusammengebrochen, betonte Egeland.

    09:28 Uhr Kunden sollen Arbeitsagenturen nur noch im Notfall anrufen

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ruft ihre Kunden auf, Anrufe bei Arbeitsagenturen und Jobcentern auf Notfälle zu beschränken. Das Anrufaufkommen sei auf das Zehnfache des üblichen Niveaus gestiegen. Dadurch sei das Telefonnetz des Providers überlastet. Kunden müssten Termine nicht absagen. Daraus gebe es keine Nachteile, wie etwa Kürzungen der Hartz-IV-Zahlungen, versichert die BA. Fristen in Leistungsfragen würden vorerst ausgesetzt.

    09:21 Uhr: Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus

    Wegen der Corona-Krise hat die Bundesregierung eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Das sagte Außenminister Heiko Maas am Dienstag in Berlin, wie die dpa meldet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

    09:14 Uhr: Maas startet Rückholaktion für tausende Deutsche

    Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine Rückholaktion für tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Laut dpa kündigte er am Dienstag in Berlin an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen.

    08:56 Uhr: VW stellt Produktion ab Samstag weitgehend ein

    Der Volkswagen-Konzern stoppt wegen der Coronavirus-Krise seine Produktion in den meisten Werken in Deutschland und Europa. Der Konzern werde am Vormittag bekanntgeben, dass diesen Freitag die letzte Schicht sei, hieß es in einem Brief des Betriebsrats an die Mitarbeiter, wie die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend vermelden. An den allermeisten Standorten solle von Freitag an die letzte Schicht laufen.

    In den vergangenen Tagen hatte es auch in deutschen Werken von VW erste bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben.

    06.40 Uhr: Münchner S-Bahn fährt Betrieb runter

    Auf die vielen Menschen im Homeoffice reagiert nun auch die S-Bahn München. Laut dem Online-Ticker der S-Bahn wird der Betreiber, die Deutsche Bahn, "auf einigen Linien ihre Fahrplanangebote anpassen". Demnach entfallen derzeit die "Taktverstärker" auf den Linien S2, S3, S4 und S8. Pendler und Reisende sollen sich vor Fahrtantritt auf der Homepage oder in der App informieren, ob und wann ihre S-Bahn kommt.06.20 Uhr: Polizei warnt vor Enkeltrick mit Corona-Bezug

    Die Polizei warnt angesichts der Corona-Krise vor Enkeltrick-Betrügern. "Das Phänomen, dass nun falsche Enkel am Telefon aktuell die Panik um das Coronavirus ausnutzen, um ältere Menschen um Geld zu betrügen, ist uns bekannt", sagte der Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Kriminaloberrat Harald Schmidt, der Nachrichten-Agentur KNA. Kriminelle geben sich als Angehörige aus, die sich mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Boten holten daraufhin das Geld persönlich ab. "Übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte!", rät die Polizei.

    01:32 Uhr: Deutsche Kliniken erwarten Verdreifachung der Corona-Patienten

    Die deutschen Krankenhäuser erwarten, dass sich die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken in den nächsten Tagen verdreifachen wird. Sollte es bis Ende der Woche 20.000 bestätigte Infektionsfälle in Deutschland geben, sei damit zu rechnen, dass davon bis zu 1.500 in den Krankenhäusern behandelt werden müssten, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß. Bisher seien es 500 Corona-Patienten. Die Krankenhäuser seien auf einen solchen Anstieg der Corona-Krankenzahlen vorbereitet, müssten aber die Kapazitäten der Intensivstationen "von Tag zu Tag ausdehnen". In zwei oder drei Monaten könnten sie von derzeit 28.000 auf rund 34.000 aufgestockt werden. Die Krankenhäuser müssten bis zu 50 Prozent ihrer sonst üblichen Leistungen zurückstellen, erläuterte der DKG-Präsident. Sie hätten bereits begonnen, Patienten mit planbaren Eingriffen abzubestellen.

    MONTAG, 16. MÄRZ 2020

    22:15 Uhr Amazon schreibt 100.000 Stellen wegen Coronavirus aus

    Der weltgrößte Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- und Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage bewältigen zu können. Zudem will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa erhöhen. Dafür will der Konzern über 350 Millionen Dollar aufwenden.

    22:10 Uhr Türkei schränkt öffentliches Leben ein

    Die Türkei hat aus Sorge vor eines Ausbreitung des Coronavirus das öffentliche Leben weiter eingeschränkt. Ab Mitternacht müssten alle öffentlichen Erholungs-und Vergnügungsorte ihren Betrieb einstellen, teilte das Innenministerium in Ankara am Montag mit. Davon betroffen sind demnach unter anderem Cafés, Bierlokale, Theater, Kinos, Hochzeits-Säle, Schwimmbäder und Fitnessclubs.

    Bereits zuvor hatte das Innenministerium die Schließung von Bars und Clubs ab Montag angeordnet. Zudem werden keine Gebete mehr in Moscheen abgehalten. Die Gläubigen könnten zu Hause beten, sagte der Leiter der Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbas, am Montag.

    21.30 Uhr: Wieder Panikreaktionen - Dow verliert 13 Prozent

    Die Angst vor den Folgen der Coronavirus-Krise hat den US-Aktienmärkten am Montag die schlimmsten Verluste seit dem "schwarzen Montag" im Jahr 1987 eingebrockt. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Verlust von fast 3.000 Punkten oder 12,93 Prozent bei 20.188,52 Zählern. Damit endete der US-Leitindex auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren.

    20.26 Uhr: EU schließt Außengrenzen ab Dienstagmittag

    Ab Dienstagmittag wird die EU ihre Außengrenzen schließen. Diese Maßnahme solle für 30 Tage gelten, so der französische Präsident Emmanuel Macron. "Alle Reisen zwischen nicht-europäischen Ländern und der Europäischen Union werden für 30 Tage ausgesetzt." Die Maßnahme hatte zuvor EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeschlagen. Mehr dazu hier.

    20.15 Uhr: Frankreich schränkt Bewegungsfreiheit drastisch ein

    Im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus schränkt Frankreich die Bewegungsfreiheit seiner Bürger stark ein. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur noch verlassen, um einzukaufen oder zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen, sagte Präsident Emmanuel Macron am Montagabend in einer TV-Ansprache. "Wir sind im Krieg", so der französische Politiker.

    19.49 Uhr: Mehr als 6.000 Corona-Fälle in Deutschland

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist weiter deutlich gestiegen: Bis Montagabend registrierte das Robert-Koch-Institut 6.012 Infizierte - und damit 1.174 Fälle mehr als am Vortag. Hinzu kommen 13 Todesfälle. Das RKI hatte bis Sonntagabend 4838 bestätigte Infektionen und zwölf Todesfälle gezählt.

    19.30 Uhr: Russland schließt seine Grenzen

    Russland schließt nach Angaben der Regierung ab Mittwoch bis zum 1. Mai seine Grenzen für Ausländer und Staatenlose. Ausnahmen sollen unter anderem für Diplomaten und Flugzeug-Besatzungsmitglieder gelten.

    19.25 Uhr: Inzwischen mehr als 2.000 Tote in Italien

    In Italien ist die Zahl der Toten durch das Coronavirus erneut stark angestiegen. Binnen 24 Stunden starben weitere 349 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, wie die am Montagabend vorgestellten offiziellen Zahlen zeigten. Damit starben in Italien bereits 2.158 Menschen an dem Virus. Eine Abschwächung der Infiziertenzahlen ist derweil nicht in Sicht. Die Gesundheitsbehörden registrierten 3.200 neue Fälle, womit die Gesamtzahl der Infizierten inzwischen bei knapp 28.000 liegt.

    19.13 Uhr: Merkel: Streit mit USA um Impfstoff-Firma ist gelöst

    Bundeskanzlerin Angela Merkel betrachtet die Auseinandersetzung mit den USA um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac für beendet. "Letzteres hat heute keine Rolle gespielt, zumal das Thema ja auch gelöst ist, wie wir am Wochenende ja sagen konnten", sagte Merkel am Montag in Berlin. Die Kanzlerin verwies auch auf Äußerungen des Unternehmers Dietmar Hopp und der Firmenspitze, wonach ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff für CureVac nicht in Frage komme.

    Die Europäische Kommission will die Tübinger Firma mit bis zu 80 Millionen Euro bei der Entwicklung eines Mittels gegen das Coronavirus unterstützen. "Die EU hat deren Forschung früh unterstützt und wird nun wieder finanziell helfen", twitterte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag.

    18.55 Uhr: Erste klinische Tests für Corona-Impfstoff in den USA gestartet

    In den USA haben erste klinische Tests für einen neuen Coronavirus-Impfstoff begonnen. Wie die US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) am Montag mitteilte, bekam ein erster Versuchsteilnehmer am Montag den neu entwickelten Impfstoff. Insgesamt solle der Test über rund sechs Wochen an 45 gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren laufen.

    18.50 Uhr: Fünfter Corona-Todesfall in Bayern

    In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handele sich um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in München unter Berufung auf das Landratsamt Würzburg mit. Der Gestorbene sei Bewohner des gleichen Pflegeheims gewesen, aus dem auch zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten. Damit sind fünf Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, mindestens 1.067 Menschen wurden infiziert. Mehr dazu hier.

    18.04 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel kündigt einschneidende Maßnahmen an

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Pressekonferenz weitreichende Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung des Corona-Virus angekündigt. Geschäfte mit Ausnahme des Lebensmittelhandels und anderer lebensnotwendiger Bereiche sollen geschlossen werden. Auch sonst soll das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt werden. Reisen sollen nicht nur ins Ausland, sondern auch im Inland abgesehen von dringenden Fällen nicht mehr stattfinden. Mehr dazu hier.

    17.17 Uhr: WHO fordert zu mehr Corona-Tests auf

    Nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation müssen die Staaten die Zahl der Tests deutlich erhöhen, um dem Coronavirus Herr zu werden. "Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen." Die WHO habe deshalb in letzter Zeit insgesamt 1,5 Millionen Tests an 120 Länder geschickt.

    17.17 Uhr: Steinmeier appelliert in Videobotschaft an Bürger

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Videobotschaft am Montag an das Verantwortungsbewusstsein der Deutschen appelliert. "Seien wir vernünftig, seien wir solidarisch", sagte er. "Manchmal erfordert die Vernunft einschneidendes Handeln - das ist jetzt der Fall", so Steinmeier weiter. "Wir müssen jetzt unseren Alltag ändern - jede und jeder Einzelne. Ich versichere Ihnen: Ihre Selbstbeschränkung heute wird morgen Leben retten", sagte Steinmeier. "Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass sich das Virus möglichst langsam ausbreitet."

    17.10 Uhr: Schweiz schließt fast alle Geschäfte und mobilisiert Armee

    Auch die Schweiz fährt ihr öffentliches Leben drastisch zurück. Alle Läden, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe werden bis am 19. April geschlossen, ordnete die Regierung am Montag an. Zudem bewilligte sie einen Armee-Einsatz. Außerdem verhängt das Land den Notstand und ein Versammlungsverbot.

    17.05 Uhr: Landesregierung fordert Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz auf

    Um bei der Versorgung von Patienten mitzuhelfen oder die Bevölkerung zu beraten, hat die bayerische Landesregierung Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz aufgerufen. "Gerade im medizinischen Bereich werden wir in den kommenden Wochen jede Unterstützung brauchen können, um unsere Bevölkerung zu beraten und zu schützen sowie bereits infizierte Erkrankte bestmöglich zu versorgen", teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag mit. "Daher bitte ich unsere Studentinnen und Studenten der medizinischen Fächer, dort anzupacken, wo es nötig ist."

    17.00 Uhr: Bayerischer Landtag richtet Notbetrieb ein

    Der Bayerische Landtag verringert die Präsenz bei Plenarsitzungen auf ein Fünftel der Abgeordneten. Die Fraktionen einigten sich nach Angaben der Landtagsverwaltung darauf, die Anwesenheit ihrer Parlamentarier jeweils proportional zu verringern, um die Mehrheitsverhältnisse zu wahren. Debatten sollen sehr kurz gehalten werden. Ausschüsse tagen nur dann, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

    16.20 Uhr: Von der Leyen will Einreisen in die EU beschränken

    Im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Einreisen in die EU aussetzen. Dies solle für alle nicht absolut notwendigen Reisen und zunächst für 30 Tage gelten, sagte von der Leyen in Brüssel. Mehr dazu hier.

    16.15 Uhr: Lufthansa verringert Flugangebot

    Der Lufthansa-Konzern streicht sein Flugangebot in der Coronakrise noch weiter zusammen. Neben der befristeten Komplettaussetzung der Tochter Austrian werden auch die übrigen Strecken noch weiter ausgedünnt, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Danach soll nur noch jeder zehnte geplante Fernflug stattfinden und ungefähr jede fünfte Nah- und Mittelstreckenverbindung. Ursprünglich hatte das Unternehmen im Sommerflugplan rund 26.000 Flüge in der Woche geplant.

    16.15 Uhr: Religiöse Einschränkungen in Israel

    Die Klagemauer auf dem Tempelberg in Jerusalem gilt gläubigen Juden als heiligste Stätte - wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird das Gebet dort nun beschränkt. So dürfen Gläubige die Mauer zum Beispiel nicht mehr küssen. Die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom, die sich ebenfalls auf dem Tempelberg befinden, sind bereits geschlossen.

    15.50 Uhr: Immer mehr Tafeln schließen Ausgabestellen

    Immer mehr Tafeln in Deutschland stellen momentan ihre Lebensmittelausgaben ein. Hatten am Freitag etwa 30 Tafeln den Betrieb beendet oder deutlich zurückgefahren, so waren es am Montag schon mehr als 100. "Grund sind in der Regel Vorsichts- und Schutzmaßnahmen", sagte eine Sprecherin am Montag. "90 Prozent unserer Ehrenamtlichen sind im Rentenalter."

    Dazu komme, dass viele der genutzten Räumlichkeiten zum Teil recht eng seien, wodurch ein hohes Ansteckungsrisiko bestehe. Trotzdem würde es an vielen Orten noch gelingen die Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen - die seien oft vorverpackt und würden unter freiem Himmel von freiwilligen Helfern ausgegeben. Zudem würden auch bestehende Lieferdienste ausgeweitet.

    15.40 Uhr: Bund und Länder vereinbaren Einschränkungen

    Die Bundesregierung und die Länder haben im Kampf gegen das Coronavirus eine weitgehende Schließung von Geschäften in Deutschland vereinbart. Ausgenommen seien unter anderem Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen, hieß es in einer Erklärung in Berlin. Restaurants sollen um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen. Übernachtungsangebote im Inland sollen "nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können". Gottesdienste aller Religionen würden verboten, hieß es.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich am Montagabend zu Maßnahmen der Regierung in Verbindung mit der Corona-Krise äußern.

    15.02 Uhr: Arzneimittelversorgung laut Apothekerverbände gesichert

    Die Apothekerschaft sieht bisher keine durch die Corona-Krise verursachten Engpässe in der Arzneimittelversorgung. "Wir kennen Lieferengpässe schon seit Jahren. Und sie machen den Apotheken eine Menge Arbeit. Zusätzliche Probleme, die auf den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen wären, stellen wir aber nach wie vor nicht fest", sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

    "Wir können natürlich nicht ausschließen, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden. Aber derzeit können wir die Patienten ordentlich versorgen. Auch die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den apothekeneigenen Laboren ist zwischenzeitlich gut angelaufen."

    14.51 Uhr: Alltours und TUI sagen Reisen ab

    Der Reiseveranstalter Alltours hat am Montag angekündigt, alle Flugpauschalreisen und Reisen mit individueller Anreise bis 27. März abzusagen. Dazu gehören zum Beispiel auch Kreuzfahrten. "Die Reisen werden von Alltours kostenlos storniert," hieß es.

    Auch TUI Deutschland setzt das Reiseprogramm bis einschließlich 27. März aus. "Im Moment befinden wir uns alle in einer nie dagewesenen Ausnahmesituation", erklärt Deutschland-Chef Marek Andryszak. TUI arbeite mit Hochdruck daran, alle Urlauber wieder nach Hause zu bringen. Kunden, die bereits Reisen etwa für die Sommermonate gebucht haben, müssen sich vorerst gedulden - eine kostenfreie Stornierung sei derzeit nicht möglich, sagte ein Tui-Sprecher. Man gehe aber davon aus, den Betrieb in einigen Wochen wieder starten zu können.

    Tausende Deutsche sitzen noch im Ausland fest

    Die Bundesregierung geht davon aus, dass derzeit mehrere Tausend Deutsche im Ausland festsitzen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes haben Menschen vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, "um möglichst pragmatische und möglichst schnelle Lösungen" für eine Ausreise zu finden, sagte eine Sprecherin.

    14.14 Uhr: RKI warnt vor privaten "Corona-Partys"

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat noch einmal bekräftigt wie wichtig es ist, Kontakte und Menschenansammlungen wegen der Ansteckungsgefahr zu meiden. "Grundsätzlich ist alles gut, was Abstand zwischen die Leute bringt", sagte RKI-Vizepräsident Schaade. Je nachdem, ob die eingeleiteten Maßnahmen Wirkung zeigten, müsse geprüft werden, ob dies ausreiche.

    In diesem Zusammenhang warnte er vor sogenannten privaten "Coronapartys", zu denen offenbar teilweise eingeladen werde. "Bitte tun Sie das nicht und schränken Sie das gesellschaftliche Leben ein", forderte Schaade.

    14.09 Uhr: Österreichische Fluglinien stellen vorübergehend Betrieb ein

    Die zur Lufthansa gehörende Austrian Airlines und die Ryanair-Tochter Laudamotion stellen wegen der Corona-Krise ihren regulären Flugbetrieb temporär ein. Austrian werde die Flüge ab Donnerstag aussetzen, der vorerst letzte Flug werde am 19. März in den Morgenstunden aus Chicago in Wien landen, teilte die Fluglinie mit. Bis dahin werde der Flugbetrieb kontrolliert und strukturiert zurückgefahren, um möglichst alle Passagiere, Crews und Flugzeuge nach Hause zu holen. Zunächst streicht Austrian Airlines alle Flüge bis zum 28. März. Passagiere, die in diesem Zeitraum einen gebuchten Flug haben, würden wenn möglich auf andere Fluglinien umgebucht, hieß es.

    Die zur irischen Billigfluglinie Ryanair gehörende Laudamotion stellt ihren Flugbetrieb ab sofort bis auf weiteres ein. Bis 8. April werden sämtliche Flüge aus dem Programm gestrichen. Betroffene Passagiere werden umgehend per E-Mail informiert und können kostenfrei umbuchen, sowie auf Wunsch eine Erstattung des Flugpreises erhalten. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte am Sonntag bereits an, dass der Flugverkehr von und nach Österreich weitgehend eingestellt werde.

    14.08 Uhr: Vorerst keine Verfahren an Bayerns Verwaltungsgerichten

    Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München am Montag.

    Auch der Bundesgerichtshof hat heute angekündigt Verhandlungen abzusagen. Mehrere für diese Woche angesetzte Termine wurden am Montag aufgehoben. Die Entscheidung hätten die jeweiligen Senatsvorsitzenden getroffen, sagte eine Sprecherin des obersten Zivil- und Strafgerichts in Karlsruhe und Leipzig.

    13.20 Uhr: Griechenland verhängt zweiwöchige Quarantäne für Menschen aus dem Ausland

    Griechenland verhängt eine zweiwöchige Quarantäne für Menschen, die aus dem Ausland einreisen. Einzelhandelsgeschäfte sollen ab Mittwoch geschlossen bleiben. Supermärkte, Apotheken und Essenslieferdienste seien davon ausgenommen, sagt ein Regierungssprecher in Athen.

    13.10 Uhr: Militärmanöver "Defender Europe 20" wird kontrolliert beendet

    Die von den USA geführte Militärübung "Defender Europe 20" wird wegen der Corona-Epidemie kontrolliert eingestellt. "Nach meiner Kenntnis ist die Entscheidung seitens der Amerikaner gefallen, jetzt geordnet diese Übung zu beenden", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Für die größte Verlegeübung der US-Streitkräfte seit 25 Jahren sind den Angaben zufolge 5.500 US-Soldaten über Deutschland eingereist. Schiffe auf dem Weg nach Deutschland seien umgelenkt worden. Abgesagt seien von deutscher Seite "alle aktiven Übungsanteile". Die Bundeswehr leiste nur noch logistische Unterstützung.

    13.07 Uhr: Deutsche Bahn stellt Regionalverkehr nach Tirol ein

    Die Bahn hat den grenzüberschreitenden Regionalverkehr zwischen Bayern und Tirol eingestellt. Wie die Bahn mitteilte, ist weder Zug- noch Busverkehr möglich. Züge der DB Regio in Richtung Seefeld in Tirol und Innsbruck Hbf enden in Mittenwald. Zwischen den österreichischen Bahnhöfen Scharnitz und Innsbruck Hbf verkehren Züge der ÖBB.

    Die DB-Regionalzüge aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen. Auf österreichischer Seite ist zwischen Ehrwald Zugspitzbahn und Reutte in Tirol ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Die DB-Regionalzüge aus Richtung Kempten Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach. Auf österreichischer Seite ist ein Schienenersatzverkehr zwischen Vils und Reutte in Tirol eingerichtet worden.

    12.35 Uhr: Lernplattform Mebis offline

    Die Online-Bildungsplattform Mebis für Bayerns Schüler ist offline. Sie ist am ersten Tag der Schulausfälle offenbar von Hackern attackiert worden. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe, twitterte der Seitenbetreiber. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte, man könne derzeit nicht sagen, wann die Plattform wieder erreichbar sein werde.

    12.30 Uhr: Scheuer will große deutsche Flughäfen offen halten

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will große deutsche Flughäfen wie Frankfurt und München offen halten. "Wir arbeiten daran, die Infrastruktur aufrecht zu halten, vor allem wegen Versorgung und Logistik", so Scheuer. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte zuvor den Plan geäußert, den Airport-Betrieb in dem Bundesland in den kommenden Tagen einzustellen.

    12.25 Uhr: Kein Angebot von Trump für Tübinger Impfstoff

    Der Vertrieb eines möglichen Corona-Impfstoffs des Tübinger Biotech-Unternehmens CureVac ist nach Angaben der Firma noch völlig offen. Medienberichten zufolge versucht US-Präsident Donald Trump, das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern und bietet der Firma dafür einen hohen Betrag. "Ein Angebot liegt uns nicht vor", sagte ein CureVac-Sprecher am Montag.

    12.20 Uhr: Tausende Deutsche sitzen im Ausland fest

    Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren. Man sei mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern im intensiven Gespräch, um Lösungen zu finden, sagte eine Sprecherin.

    11.47 Uhr: Ungarn schließt Grenzen und schränkt Alltag ein

    Ungarn wird nach Worten von Ministerpräsident Viktor Orban seine Grenzen für Reisende aus anderen Ländern schließen. Zudem kündigt Orban im Parlament eine Absage von Kultur- und Sportveranstaltungen sowie eine Schließung entsprechender Einrichtungen an. Alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien müssen schließen. Die Öffnungszeiten von Restaurants werden verkürzt.

    11.30 Uhr Rotes Kreuz ruft zu Blutspenden auf

    Da Rote Kreuz warnt vor einer Verknappung von Spenderblut. Derzeit sei die Versorgung "auf niedrigen Niveau" zwar noch gegeben. Dies könne sich aber in kurzer Zeit schon ändern, hieß es. Alle gesunden Menschen sind zum Spenden aufgerufen. Bei einer Blutspende bestehe kein gesteigertes Risiko einer Coronainfektion, es seien zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

    11.25 Uhr: RKI stuft drei US-Bundesstaaten als Risikogebiete ein

    Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein. Dort gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Schritt.

    Risikogebiete sind damit jetzt: Italien, Iran sowie Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien, US-Staaten Kalifornien, Washington und New York.

    11.20 Uhr: Baden-Württemberg will Flugverkehr einstellen

    Die Landesregierung von Baden-Württemberg will in den nächsten Tagen den Betrieb an allen Flughäfen in dem Bundesland wegen des Coronavirus einstellen. Das bestätigte ein Sprecher der Landesregierung. Reisende aus dem Ausland würden aber noch zurückgeholt. Wer aus einer Krisenregion komme, müsse in Quarantäne. Für den Frachtverkehr soll es Ausnahmeregeln geben.

    11.15 Uhr: Deutschland kontrolliert Grenzen - Rückstaus an Übergängen

    Wegen des Coronavirus kontrolliert seit dem Morgen auch Deutschland die Grenzen nach Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz. Für Warenverkehr und Berufspendler gibt es Ausnahmen. Es gibt Rückstaus, die Menschen zeigen aber Verständnis.

    BR-Reporter Martin Breitkopf berichtet vom Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden, dass alle Pkw aufgehalten werden. Nur wer beruflich nach Bayern will oder vom Urlaub zurückkehrt, darf einreisen. Medizinische Checks mit Thermometern finden nicht statt. Lkw dürfen passieren. 11.10 Uhr: Jobcenter und Arbeitsagenturen bleiben geöffnet.

    Jobcenter und Arbeitsagenturen bleiben vorerst offen. Allerdings sollen sich die Mitarbeiter der Einrichtungen auf die wichtigsten Tätigkeiten wie die Bearbeitung und Bewilligung von Geldleistungen konzentrieren, teilte die Behörde mit. Leistungsempfänger sollen nur noch in Notfällen persönlich in die Dienststellen kommen.

    Arbeitslos melden könne man sich jetzt telefonisch. Ein Antrag auf Grundsicherung könne formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden. Alle persönlichen Gesprächstermine entfielen ohne Rechtsfolgen. Zugleich sollen Telefon- und Online-Zugang intensiviert und ausgebaut werden.

    10.57 Uhr: Bei Sanitätsdienst der Bundeswehr melden sich 730 Freiwillige

    Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise seit Freitag 730 Anfragen erhalten. 380 könnten zeitnah beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden, sagte ein Sprecher. Es hätten sich auch Freiwillige gemeldet, die vorher nicht bei der Bundeswehr tätig waren. Diese habe man zivile Hilfsorganisationen verwiesen. Für Reservisten gibt es eine Hotline: 0261 896 32444 Gesucht werden militärisch ausgebildete Pflegefachkräfte, Krankenpfleger, Notfallsanitäter, Laborassistenten und pharmazeutisch-technische Assistenten.

    10.50 Uhr: Tschechien riegelt 21 Städte und Dörfer ab

    Die tschechische Polizei hat 21 Städte und Dörfer im Osten des Landes abgeriegelt. Betroffen sind unter anderem Litovel (Littau) mit knapp 10.000 und Unicov (Mährisch Neustadt) mit rund 11.400 Einwohnern. Die Einwohner dürfen die Orte nicht mehr verlassen, von außen darf niemand hinein. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten werde sichergestellt, hieß es. In der Gegend, die rund 200 Kilometer östlich von Prag liegt, gibt es 25 bestätigte Infektionen.

    10.48 Uhr: Mehr als 1.000 Infizierte in Bayern

    Inzwischen hat die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Bayern hat die 1.000er-Marke überschritten. Am Sonntag waren es 886 Menschen, allein bis Montag um 9.00 Uhr kamen noch einmal knapp 150 Neuinfektionen hinzu, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München sagte. Damit habe man derzeit 1034 bestätigte Infektionen in Bayern.

    10.41 Uhr: Sparkassen: Geldversorgung gesichert

    Auch wenn immer mehr Sparkassen-Filialen in den nächsten Stunden schließen werden, sei die Bargeldversorgung und die Funktionsfähigkeit der Zahlungssysteme sichergestellt, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband.

    10.41 Uhr: Infektionsketten in Bayern nicht mehr nachvollziehbar

    Söder berichtete, dass die Infektionsketten in Bayern nicht mehr nachvollzogen werden könnten. "Das heißt, es beginnt eine exponentielle Entwicklung." Deswegen sei es nun wichtig, alles zu unternehmen, um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Und ein Instrument dabei sei, soziale Kontakte zu überdenken und das öffentliche Leben zu verlangsamen.

    10:40 Uhr: Söder: Bisher keine Ausgangssperre

    Ministerpräsident Söder (CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, ihre sozialen Kontakte zu überdenken. "Es gibt keine Ausgangssperre, jedenfalls derzeit nicht", sagte Söder. Jeder solle sich aber überlegen, ob er nach draußen gehe und welche Kontakte er habe.

    10.25 Uhr: Kommunal-Stichwahlen nur per Brief

    Bei den Stichwahlen der bayerischen Kommunalwahlen in knapp zwei Wochen wird es wegen der Ausbreitung des Coronavirus keine Wahllokale geben. Es kann nur per Briefwahl abgestimmt werden.

    10.17 Uhr: Speiselokale dürfen in Bayern nur noch bis 15.00 Uhr öffnen

    Restaurants und Betriebskantinen in Bayern dürfen nur noch von 6.00 bis 15.00 Uhr öffnen und maximal 30 Gäste gleichzeitig bewirten.

    10.16 Uhr: Lebensmittelgeschäfte dürfen in Bayern länger öffnen

    Um die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Produkten sicherzustellen, weitet Bayern die Ladenöffnungszeiten für bestimmte Geschäfte aus: Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Banken und einige weitere Geschäfte dürfen werktags bis 22.00 Uhr öffnen und auch sonntags geöffnet haben, dann bis 18.00 Uhr.

    10.10 Uhr: Freistaat stellt für Corona-Krise zehn Milliarden Euro bereit

    Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. Das ist mehr als ein Fünftel des bayerischen Jahreshaushalts. Außerdem wird die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt, teilte Söder mit.

    10.10 Uhr: Söder erklärt Katastrophenfall

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Katastrophenfall für den Freistaat verhängt. Das gelte ab sofort für zwei Wochen. So soll die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Das öffentliche Leben wird weiter eingeschränkt, viele Einrichtungen und Geschäfte sollen ab Dienstag und Mittwoch vorerst geschlossen bleiben.

    09.22 Uhr: Dax fällt erstmals seit Anfang 2016 unter 9.000 Punkte

    Der Ausverkauf an den Börsen geht weiter: Der Dax fiel am Montag zur Eröffnung um 5,5 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 8.728 Punkten. Börsianer bezweifelten, dass die jüngste Runde von Zinssenkungen und Geldspritzen großer Notenbanken der Weltwirtschaft in der aktuellen Coronavirus-Krise den notwendigen Rückenwind geben können. Wichtiger seien staatliche Konjunkturprogramme. Einige Experten werteten zudem die zweite drastische US-Zinssenkung binnen zwei Wochen als Zeichen für wachsende Nervosität bei der Notenbank Fed.

    08.50 Uhr: Informationen für Reisende vom Auswärtigen Amt

    Wer trotz Corona-Krise eine Auslandsreise antreten will, muss einiges beachten. Am besten wäre, die Reise zu verschieben. Antworten auf wichtige Fragen gibt das Auswärtige Amt - hier im Überblick.08.45 Uhr: Google-Tochter startet Corona-Internetseite.

    Die zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehörende Gesundheitstechnologiefirma Verily startet in zwei kalifornischen Bezirken eine Internetseite zum Coronavirus. Erwachsene seien aufgerufen, Fragen zu ihrer Gesundheit und jüngsten Reisen zu beantworten, teilt Verily mit. Es gehe darum, herauszufinden, wer sich auf das Coronavirus testen lassen müsse.

    08.32 Uhr: Stichwahl in Kommunen womöglich nur per Brief

    Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt. "Bei der Abhaltung der Stichwahlen in Bayern denken wir darüber nach, diese nur noch per Briefwahl abzuhalten, um die Risiken zu verringern", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks ("Bayern2 Radiowelt am Morgen")

    08.01 Uhr: DFB bekräftigt geplante Hilfsprogramme für 3. Liga

    Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Absicht bekräftigt, Vereinen aus der 3. Liga in der Coronavirus-Krise zu helfen. "Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden", zitierte der "Kicker" am Montag DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge. In der dritthöchsten Spielklasse haben Clubs ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die nun ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien wegen des Coronavirus belasten die Vereine zudem.

    07.50 Uhr: Passionsspiele Oberammergau wegen Coronavirus vor dem Aus

    Am 16. Mai sollte eigentlich Premiere für die Passionsspiele 2020 in Oberammergau sein. Die Gemeinde hält am dem Termin fest, doch wegen des Coronavirus ist fraglich, wie lange noch. Bereits am Wochenende sind Proben abgesagt worden. Weitere Infos finden Sie hier.

    06.54 Uhr: Norddeutsche Inseln für Touristen gesperrt

    Alle norddeutschen Küstenländer haben wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen gesperrt. Darauf verständigten sich Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntagabend, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilte. Für den Tourismus auf dem Festland werde es ebenfalls Regelungen geben, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern.

    06.00 Uhr: Schulen in Bayern bleiben ab heute geschlossen

    Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließen in Bayern ab heute alle Schulen und Kindertagesstätten. Dies bedeute nicht, dass die Kinder Ferien hätten, betonte Kultusminister Michael Piazolo (FW). Viele Lehrer schicken ihren Schülern Lernunterlagen nach Hause. Auch der Bayerische Rundfunk bietet in seiner Mediathek ein großes Video-Lernangebot, mit dem Schüler für die wichtigsten Fächer, wie Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie oder Chemie online lernen können.

    05.15 Uhr: Studie: Autoabsatz in West-Europa bricht wegen Corona ein

    Die Corona-Pandemie wird in Westeuropa nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer zu massiven Einbrüchen beim Autoabsatz führen. Vor allem in Italien, aber auch auf den anderen Hauptmärkten wie Deutschland, Frankreich und Spanien könnten die Hersteller im laufenden Jahr nur deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Institute for Customer Insight an der Universität St. Gallen. Allein in Deutschland werde der Absatz um eine halbe Million Autos zurückgehen.

    05.00 Uhr Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Besonnenheit und Rücksichtnahme im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Wir werden das Virus besiegen", sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenportal "t-online".

    "Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln." Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

    Es sei nun vor allem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Drastische und sofortige Einschnitte im täglichen Leben und im Berufsalltag aller seien dafür notwendig, sagte der Bundespräsident. Er forderte, alle zielführenden Optionen "ohne Denkverbote" zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen.