Zwei Jahre lang fiel die Verleihung des Kulturpreises der Stadt Würzburg wegen Corona aus. Nun wurde die Vergabe bei einem Festakt nachgeholt.

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Würzburger Kulturpreis für Birgit Süß und Elvira Lantenhammer

Würzburger Kulturpreis für Birgit Süß und Elvira Lantenhammer

Zwei Jahre lang konnte die Verleihung des Kulturpreises der Stadt Würzburg wegen Corona nicht stattfinden. Nun holte die Stadt die Vergabe bei einem Festakt nach. Die Preise gehen an die Kabarettistin Birgit Süß und die Malerin Elvira Lantenhammer.

Sichtlich gerührt steht Birgit Süß auf der Bühne. "Man fühlt sich unglaublich wertgeschätzt und das ist toll", sagt die Kabarettistin. Die Stadt Würzburg hat sie zusammen mit der Malerin Elvira Lantenhammer ausgezeichnet. Beide erhielten am Montagabend den Kulturpreis der Stadt Würzburg. Elvira Lantenhammer für das Jahr 2020, Birgit Süß für das Jahr 2021. Coronabedingt musste die Vergabe zuvor mehrfach verschoben werden.

Oberbürgermeister: Würzburg ohne Kultur "ärmer"

Um nun umso mehr einen würdigen Rahmen zu bieten, hatte die Stadt den Festakt in das Würzburger Congress Centrum gelegt. "Die Kultur ist zurück, weg war sie aber auch nie ganz", sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) in seinem Grußwort. Ohne Kultur wäre Würzburg "ärmer". Der Kulturpreis der Stadt ist mit 5.000 Euro dotiert.

Eine Stimme für die Kulturszene

Preisträgerin Birgit Süß ist in Augsburg geboren und lebt seit vielen Jahren in Würzburg. Einen Namen machte sie sich als Moderatorin, Schauspielerin, Jazzsängerin. Als Kabarettistin trat sie auf den bekanntesten Bühnen des Landes auf. Die Stadt Würzburg lobte Birgit Süß als "eine wichtige und durchaus auch laute Stimme der freien Künstlerszene". Süß engagierte sich während der Coronazeit für andere Künstlerinnen und Künstler. "Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, dass wir zusammenstehen und dass wir eine Stimme haben, um uns hörbar zu machen", sagte Süß im Gespräch mit dem BR.

Malerin Elvira Lantenhammer erhält Preis für 2020

Die Auszeichnung für das Jahr 2020 ging an die bildende Künstlerin Elvira Lantenhammer. Die Malerin lebt auf Schloss Homburg in Triefenstein (Landkreis Main-Spessart). Ihre Bilder wurden vielfach ausgestellt, immer wieder auch in Würzburg. „Ich habe mich riesig gefreut die Preisverleihung endlich zu erleben“, sagte Lantenhammer.

Die Preisträger des Würzburger Kulturpreises mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Kulturreferent Achim Könneke.

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Der Kulturpreis ist die höchste kulturelle Auszeichnung in Würzburg. Es gibt ihn bereits seit 1965. Preisträger waren in der Vergangenheit zum Beispiel die Künstlerin Emy Roeder, der Kabarettist Frank Markus Barwasser oder der Pianist Michael Wollny.

Auszeichnungen für weitere Künstlerinnen und Künstler

Außerdem zeichnete die Stadt am Montagabend noch sechs weitere Künstler und Kunstgruppen aus. Sie erhielten die Würzburger Kulturförderpreise für die Jahre 2020 und 2021. Ausgezeichnet wurden das Klavierduo Glemser, die Filmemacherin Kim Fabienne Hertinger, das Festival "Neues Lied", der Musiker Hussein Mahmoud, der Tänzer Dominik Blenk und die Musikerin Hannah Solveij Gramss.

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