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Corona-Ticker Oberbayern: München und das Alkoholverbot | BR24

© Tobias Haase dpa-bildfunk

Mann mit Bierflasche

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    Corona-Ticker Oberbayern: München und das Alkoholverbot

    Das in München seit Freitag geltende nächtliche Alkoholverkaufs- und –konsumverbot auf öffentlichen Flächen hat am Wochenende offenbar zu keinen größeren Problemen geführt. Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie hier im Ticker.

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    Die wichtigsten Corona-News aus Oberbayern

    • Keine größeren Problem mit Alkoholverbot in München (31.8. 7.15 Uhr)
    • Warnwert für Ingolstadt, München, Rosenheim und Landkreis Dachau (29.08., 14.32 Uhr)
    • Klage gegen Münchner Alkoholverbot erfolgreich (28.8., 18.07 Uhr)
    • Corona-Testzentren für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land (28.8., 17.58 Uhr)
    • 19 Menschen in Alten- und Pflegeheim in Karlsfeld infiziert (28.8., 15.55 Uhr)
    • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier

    Corona-Neuinfektionen in Oberbayern pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in Oberbayern

    Montag, 31. August 2020

    7.15 Uhr: Keine größeren Probleme mit Alkoholverbot in München

    Das in München seit Freitag geltende nächtliche Alkoholverkaufs- und –konsumverbot auf öffentlichen Flächen hat am Wochenende offenbar zu keinen größeren Problemen geführt. Die Stadt will mit der Regelung eine weitere Zunahme der Corona-Infektionen durch ausufernde Partys verhindern. Aber das Wetter hat zuletzt ohnehin nicht gerade zum Feiern im Freien eingeladen.

    Regen und kühle Temperaturen – viele sind da sowieso lieber zuhause geblieben oder haben sich in Lokalen verabredet. Das Alkoholverbot auf öffentlichen Flächen war somit kein großes Thema – auch nicht für die Münchner Polizei. Es habe weder Verstöße noch Anzeigen gegeben, heißt es. Wie es mit dem teilweisen Alkoholverbot weitergeht, hängt freilich nicht nur vom Wetter ab, sondern auch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Denn am Freitag hatte das Münchner Verwaltungsgericht per Eilbeschluss zumindest das Konsumverbot ab 23 Uhr auf allen öffentlichen Flächen für rechtswidrig und unverhältnismäßig erklärt. Man hätte die Regelung zunächst auf Hotspots wie den Gärtnerplatz oder die Isarauen beschränken können, befanden die Richter, die damit einem privaten Kläger recht gaben. Für alle anderen will die Stadt das Konsumverbot aber weiter vollziehen, und sie setzt dabei auf letztinstanzliche Rückendeckung durch den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

    Samstag, 29. August 2020

    14.32 Uhr: Drei Städte, ein Landkreis in Oberbayern über Corona-Warnwert

    Die bayerischen Gesundheitsämter melden von gestern auf heute 280 Corona-Neuinfektionen. Veröffentlicht werden die Zahlen durch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (Stand: 29.8.20; 8 Uhr). Seit Beginn der Pandemie haben sich in Bayern 57.044 Menschen mit dem Sars-Cov2-Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle hat sich in Bayern nicht erhöht und liegt bei 2.636. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner weist Bayern einen Wert von 15,84 auf. Am höchsten ist dieser Wert in Oberbayern mit 24,24, am niedrigsten in Oberfranken mit 3,75. Anhand dieser Zahl werden die neuen Infektions-Fälle registriert, die innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Als kritisch gilt ein Wert ab 35, bei dem die Gesundheitsämter erste Gegenmaßnahmen einleiten müssten. Über dem Wert von 35 Neuinfektionen pro Woche und pro 100.000 Einwohner liegen aktuell der Landkreis Dachau (36,39) sowie die Städte Ingolstadt (36,50), München (35,13) und Rosenheim (48,95).

    5.37 Uhr: Verbraucher ändern in Corona-Zeit ihr Kaufverhalten

    In der Corona-Krise haben die Verbraucher in Deutschland deutlich mehr Tiefkühl-Pommes-Frites gekauft als vor der Pandemie. Auch die Nachfrage nach anderen Kartoffelprodukten aus der Tiefkühltruhe stieg deutlich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Danach kauften die Bundesbürger im ersten Halbjahr im Lebensmitteleinzelhandel und in den Drogeriemärkten insgesamt 168 Millionen Packungen Pommes, Röstis, Kroketten und Co.. Das bedeutet nach Angaben der Marktforscher eine Steigerung um rund 18 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Beliebtheit von Kartoffelchips stieg in der Corona-Zeit. Insgesamt kauften die Verbraucher im ersten Halbjahr laut Nielsen über 51.000 Tonnen Kartoffel-Chips, rund zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

    Freitag, 28. August 2020

    18.07 Uhr: Klage gegen Münchner Alkoholverbot erfolgreich – Regelung bleibt in Kraft

    Das Münchner Verwaltungsgericht hat das Konsumverbot für Alkohol in München in einem Eilverfahren für unverhältnismäßig erklärt. Das bestätigte ein Sprecher der Landeshauptstadt dem BR. Für den Kläger ist das Konsumverbot damit aufgehoben. Für alle anderen ändere sich aber nichts, so der Sprecher, das Urteil wirke sich nur auf den Kläger selbst aus. Damit bleibt das Konsumverbot in der Öffentlichkeit ab 23 Uhr für alle anderen Münchner bestehen, das Verkaufsverbot ab 21 Uhr wurde vom Gericht nicht beanstandet. Gegen die Entscheidung des Gerichts will die Stadt juristisch vorgehen.

    17.58 Uhr: Corona-Testzentren für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land stehen fest

    Das Corona-Testzentrum für den Landkreis Traunstein wird derzeit in der Gewerbehalle Mühlwiesen 3 in Traunstein eingerichtet. Für den Landkreis Berchtesgadener Land haben die Behörden das Gelände des ehemaligen Unternehmens Baustoffe Birkel in Bayerisch Gmain für eine Teststraße ausgewählt. Das teilten die Landratsämter am Freitag (28.08.2020) mit. Für den Betrieb der Stationen ist der jeweilige Kreisverband des Roten Kreuzes verantwortlich. Die Logistik und die Laboranalysen übernimmt an beiden Standorten das private Laborunternehmen Eurofins.

    Für beide Testzentren gilt: Ab Anfang September werden zunächst ausschließlich Lehrkräfte, Schulpersonal sowie das Personal in Kindertageseinrichtungen getestet. Ab Montag, den 7. September, können sich dann Bürger*innen des Landkreises testen lassen.

    Die Einrichtung neuer Testzentren ist Folge eines Beschlusses der Staatsregierung. Demnach soll bis Anfang September in jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis in Bayern ein Corona-Testzentrum in Betrieb sein. Bei der Maßnahme geht es darum Infektionen, die sonst unerkannt blieben, zu entdecken und steigende Infektionszahlen möglichst zu verhindern. Dadurch wollen die Gesundheitsbehörden den der reibungslose Betrieb in Schulen und Kindertagesstätten nach den Ferien sicherstellen.

    Alle Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin bei ihrem Hausarzt testen lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung zu wenden (Tel.: 116 117). Personen, die Symptome haben, sollten weiterhin unbedingt den Hausarzt aufsuchen und nicht zur Teststelle fahren, teilt das Landratsamt Berchtesgadener Land mit.

    Für Reiserückkehrer steht rund um die Uhr die Covid-19-Teststation an der A8 - Raststätte Hochfelln-Nord zur Verfügung. Weitere Informationen zum genauen Ablauf und Öffnungszeiten geben die Landratsämter nächste Woche bekannt.

    16.00 Uhr: Reihentestung nach Fall in Asylbewerberunterkunft in Freising

    In einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Freising ist ein Coronafall aufgetreten. Eine Bewohnerin wurde bei einer Routineuntersuchung positiv getestet. Laut Landratsamt zeigt sie bislang keine Symptome. Die Frau wurde inzwischen in die Funkkaserne München verlegt. Diese ist momentan ausschließlich für die geschützte Unterbringung positiv getesteter Bewohner reserviert, die keine oder nur geringe Symptome aufweisen und nicht ins Krankenhaus müssen. Die anderen Bewohner der Freisinger Unterkunft wurden unter Quarantäne gestellt. Außerdem wurde heute eine Reihentestung durchgeführt. Die Ergebnisse werden am Montag erwartet.

    15.55 Uhr: 19 Menschen in Alten- und Pflegeheim in Karlsfeld infiziert

    In der Gemeinde Karlsfeld wurden 19 Bewohner und Beschäftigte eines Alten- und Pflegeheims positiv auf das Coronavirus getestet. Zunächst hatte eine Mitarbeiterin - "keine Reiserückkehrerin", wie betont wird - nach Krankheitssymptomen einen positiven Befund bekommen. Es folgte eine Kollegin, zu der sie engeren Kontakt gehabt hatte. Schon nach dem ersten Fall hatte das Gesundheitsamt Dachau auf der betroffenen Station eine Reihentestung veranlasst. Das Ergebnis: Drei weitere Mitarbeiter und 14 Bewohner sind ebenfalls infiziert. Zwei Bewohner mit Symptomen werden mittlerweile stationär im Klinikum behandelt.

    Im Landkreis Dachau wurden heute noch sieben andere Personen positiv getestet. Vier gehörten zu einer Familie, die bereits als Kontaktpersonen eines anderen Falls unter häuslicher Quarantäne standen. Die anderen waren laut Landratsamt "je ein Reiserückkehrer aus Italien und Montenegro sowie ein Ansteckungsfall innerhalb der Familie".

    14.20 Uhr: Stadt München überschreitet Frühwarnwert bei 7-Tage-Inzidenz

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet für die Stadt München 107 neue Corona-Infektionen seit gestern. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 8.580. In der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner überschreitet die Landeshauptstadt damit knapp den Frühwarnwert von 35 - mit einem Wert von 35,27. Damit tritt jetzt das teilweise Alkoholverbot in Kraft, das zunächst sieben Tage lang gilt.

    Für ganz Oberbayern meldet das LGL 239 neue Corona-Infektionen seit gestern. Die Zahl der Fälle steigt damit auf 25.912. Oberbayern ist mit 552,95 Infizierten pro 100.000 Einwohner nach wie vor am stärksten von allen bayerischen Regierungsbezirken betroffen, gefolgt von der Oberpfalz mit 520,43 pro 100.000 Einwohner. Am wenigsten betroffen ist der Regierungsbezirk Schwaben. Dort meldet das LGL 272,07 Fälle pro 100.00 Einwohner.

    Auch bei der 7-Tage-Inzidenz liegt Oberbayern unter den bayerischen Bezirken an der Spitze: Das LGL meldet einen Wert von 24,43 pro 100.000 Einwohnern. Im gesamtbayerischen Durchschnitt liegt der Wert bei 16,14.

    Unter den bayerischen Städten und Landkreisen kommt die Stadt Rosenheim bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf den höchsten Wert mit 52,11. Der Grenzwert liegt bei 50. München kommt mit 35,27 auf Platz zwei. Auf den drittthöchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Oberbayern kommt die Stadt Ingolstadt mit 31,39.

    Insgesamt haben und hatten in Bayern laut LGL 56.764 Menschen eine bestätigte Coronavirus-Infektion.

    13.21 Uhr: Münchner Kita-Konzept bei Corona-Inzidenzwert von 35

    Mit Überschreiten des Corona-Inzidenzwertes von 35 würde nicht nur ein teilweises Alkoholverbot in Kraft treten. Vielmehr würden auch für den Kita-Betrieb Konsequenzen gezogen. Das hat die Stadt München jetzt mitgeteilt. Die Kinder müssten dann in festen Gruppen zusammenbleiben, damit mögliche Infektionswege gut nachvollziehbar wären. Sie dürften sich nicht wie im Regelbetrieb frei im Haus bewegen, die Zahl der betreuten Kinder würde aber nicht reduziert.

    Sollte gar ein Inzidenzwert von über 50 erreicht werden, würde "nur noch eine Notbetreuung für definierte Zielgruppen wie Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden, Kinder mit Behinderung und Kinder mit besonderem Schutzbedürfnis" organisert. Pro Gruppen könnten bis zu zehn Kinder betreut werden.

    Gestern lag der Inzidenz-Wert bei fast 34. Die aktuelle Zahl für heute wird am Nachmittag veröffentlicht. Der Wert beschreibt die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100 000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen.

    3.30 Uhr: Blutspender dringend gesucht

    Der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes sucht im Augenblick dringend Blutspender. Wir sind "am unteren Rand der Versorgungskapazitäten", sagte ein Sprecher des Blutspendedienstes. Gesucht werden vom Blutspendedienst im Augenblick Spender aller Blutgruppen. Der Bedarf an Blutspenden ist nun wieder hoch, weil Krankenhäuser jetzt ihre wegen der Corona-Pandemie verschobenen Operationen nachholen. Der Bedarf an Blutspenden ist laut dem Sprecher unter anderem auch deshalb hoch, weil die Hilfsorganisation bislang noch nicht wieder Termine bei Firmen aufnehmen kann. Dort konnten Mitarbeiter in der Vergangenheit in der Arbeitszeit zum Blutspenden gehen. Der Blutspendedienst hat nach dem Beginn der Corona-Pandemie eine "Welle der Solidarität" erfahren. Während der Sommerferienzeit und der Hitzewelle ist jedoch die Zahl der Blutspender zurückgegangen.

    Donnerstag, 27. August 2020

    17.20 Uhr: Hotel in Aschau wegen Corona geschlossen

    Das Gesundheitsamt des Landkreises Rosenheim hat ein Hotel in Aschau im Chiemgau wegen Corona-Infektionen mit sofortiger Wirkung schließen lassen. Laut einer Pressemitteilung der Behörde Bleibt das Hotel bis einschließlich 4. September geschlossen. Laut Gesundheitsamt waren mehrere Gäste aus Nordrhein-Westfalen nach ihrer Abreise am 21. August auf der Rückreise positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Außerdem wurde heute eine Mitarbeiterin des Hotels positiv getestet. Nach der Einschätzung der Behörden gelten alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Kontaktpersonen der Kategorie I. Daraufhin wurde das Hotel geschlossen, das gesamte Team des Aschauer Hotels wird jetzt getestet. Alle Gäste des Hotels, die sich bis heute dort aufgehalten haben, hatten nach Angaben des Gesundheitsamts keinen Kontakt zu positiv getesteten Personen. Die Geschäftsführung habe zur Gesundheitsbehörde gesagt, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konsequent an Abstands- und Hygieneregeln gehalten haben.

    17.15 Uhr: 312 neue Infektionen in Oberbayern gemeldet

    Die Zahl der Coronainfektionen ist laut LGL seit gestern um 312 gestiegen. Insgesamt gibt es in Oberbayern damit 25.673 Fälle. In absoluten Zahlen liegt damit Oberbayern an der Spitze der bayerischen Bezirke vor Niederbayern mit 5.968 Fällen. Pro 100.000 Einwohner ergibt sich in Oberbayern ein Wert von 547,85 Coronainektionen, dahinter folgt mit 519,44 die Oberpfalz. Die Anzahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 1.028. Bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in den oberbayerischen Landkreisen und Städten erreicht weiterhin Rosenheim laut LGL den höchsten Wert mit 50,53. Damit hat die Stadt auch wieder die kritische Marke von 50 überschritten. München erreicht einen Wert von 33,84 Neuinfektionen pro 100.000 binnen sieben Tagen. Die Stadt näher sich damit dem Warnwert von 35, ab welchem ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum gilt. Die Stadt Ingolstadt kommt auf 30,66. Der Durchschnittswert bei der 7-Tage-Inzidenz in Oberbayern liegt bei 23.32.

    10.57 Uhr: Derzeit kein Alkoholverbot in Rosenheim geplant

    Die Stadt Rosenheim erwägt vorläufig nicht, bei steigenden Coronazahlen im öffentlichen Raum ein Alkoholverbot zu erlassen wie etwa in München. Zur Zeit ließen Urlaubsrückkehrer die Coronazahlen nach oben gehen, so Rosenheims Pressesprecher Thomas Bugl zum BR und nicht Menschen, die abends ausgehen und feiern. Würde sich das aber ändern, müsste auch die Stadt über ein Alkoholverbot nachdenken, so Bugl. Das Verbot von Verkauf und Konsum von Alkohol soll in München in Kraft treten, sobald die 7-Tage-Inzidenz über 35 steigt. Das bedeutet: In einer Woche haben sich durchschnittlich 35 Menschen pro 100.000 Einwohner mit Corona infiziert.-

    6.00 Uhr: Nächtliches Alkoholverbot am Starnberger Seeufer

    Nicht nur in München gibt es Probleme mit Partys auf öffentlichen Plätzen, sondern zum Beispiel auch in Starnberg. Heute tritt deshalb am Seeufer ein Alkoholverbot in Kraft. Beschwerden über Lärm und Müll gab es schon länger.  Zuletzt sind aber auch noch Verstöße gegen die Corona-Regeln dazu gekommen. Ab sofort gilt deshalb: kein Alkohol zwischen 22 Uhr nachts und 7 Uhr früh auf den städtischen Flächen am Starnberger Seeufer - konkret an der Seepromenade, am Badeplatz Steininger-Grundstück, auf dem Böhler-Grundstück an der Possenhofener Straße und im Bucentaurpark. Bei Verstößen drohen Geldbußen bis zu 1.000 Euro.

    Auch in Bad Wiessee gilt ein Alkoholverbot an der Uferpromenade, um Gruppenansammlungen zu vermeiden, wie Bürgermeister Robert Kühn dem BR bestätigte. In Corona-Zeiten müsse eine Gemeinde wie Bad Wiessee besonders sorgfältig sein und auch der Verantwortung für die Touristen gerecht werden, so der Bürgermeister. Die Verordnung wurde am Montag erlassen, ist seit Dienstag in Kraft und soll jeweils zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens Alkoholkonsum vor Ort verhindern.

    Mittwoch, 26. August 2020

    14.50 Uhr: 162 neue Corona-Infektionen in Oberbayern

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet 162 neue Corona-Infektionen in Oberbayern seit gestern. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 25.361. Die Anzahl der Todesfälle bleibt unverändert bei insgesamt 1.028.

    Oberbayern ist mit 541,19 Infizierten pro 100.000 Einwohner am stärksten von allen bayerischen Regierungsbezirken betroffen, gefolgt von der Oberpfalz mit 515,47 pro 100.000 Einwohner. Am wenigsten betroffen ist der Regierungsbezirk Schwaben. Dort meldet das LGL 264,92 Fälle pro 100.00 Einwohner.

    Auch bei der 7-Tage-Inzidenz ist Oberbayern unter den bayerischen Bezirken am stärksten betroffen: Das LGL meldet einen Wert von 21,0 pro 100.000 Einwohnern. Im gesamtbayerischen Durchschnitt liegt der Wert bei 15,08.

    Unter den bayerischen Städten und Landkreisen kommt die Stadt Rosenheim bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auf den höchsten Wert mit 42,64. Der Grenzwert liegt bei 50.

    Auf den zweithöchsten Wert bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Oberbayern kommt die Stadt Ingolstadt mit 32,85, gefolgt von Ebersberg mit 31,66. Die Landeshauptstadt München erreicht einen Wert von 29,29.

    Insgesamt haben und hatten in ganz Bayern laut LGL 55.840 Menschen eine bestätigte Coronavirus-Infektion.

    14.35 Uhr: Alkoholverbot München: 7-Tage-Inzidenz noch "im grünen Bereich"

    Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die in München ausschlaggebend für das Inkrafttreten des nächtlichen Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen ist, liegt nach neuestem Stand bei exakt 29,29 und somit noch "im grünen Bereich". Allerdings ist sie nach einem vorübergehendem Rückkgang wieder etwas gestiegen. Wenn ein Wert von 35 erreicht würde, würde erst einmal ein Alkoholverkaufsverbot ("To Go") ab 21 Uhr und ein Alkoholkonsumverbot ab 23 Uhr im öffentlichen Raum gelten. Das haben die Stadtratsfraktionen gestern nach einem "runden Tisch" beschlossen. Die 7-Tage-Inzidenz beziffert die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100 000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen. Gestern lag der Wert bei knapp 28, am Tag davor bei knapp 31.

    14.10 Uhr: Trotz Corona: Auer Kirchweihdult in München

    Zumindest eine der drei Auer Dulten wird es auch in diesem Jahr geben - trotz Corona: Von 17. bis 25. Oktober wird die Kirchweihdult stattfinden, sofern "das Infektionsgeschehen die Öffnung des Markts nicht noch verhindert", wie es bei der Stadt heißt. In jedem Fall wird die Veranstaltung aber kleiner ausfallen: 140 Geschäfte können aufgebaut werden, also nur etwa halb so viele wie üblich. Mit einem elektronischen System werden die Besucher gezälhlt, auf dem Veranstaltungsgelände dürfen sich höchstens 1000 Personen gleichzeitig aufhalten. Das Gelände wird deshalb eingezälunt und mit bewachten Ein- und Ausgängen versehen. Zwischen den Ständen müssen Abstände von mindestens fünf bis zehn Metern geschaffen werden, damit der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern eingehalten werden kann.

    14.00 Uhr: Landesausstellung «Räuber in Bayern» wegen Corona abgesagt

    Die für 2024 im Landsberger Stadtmuseum geplante Bayerische Landesausstellung «Räuber in Bayern» wird erstmal doch nicht stattfinden. «Voraussetzung dafür wäre es gewesen, die Sanierung des Hauses bis Anfang 2024 abzuschließen», teilte das Haus der Bayerischen Geschichte am Mittwoch mit. Daraus wird wegen der Corona-Krise aber nichts.

    Ganz ausfallen soll die Bayerische Landesausstellung in dem Jahr nicht, deswegen wird nach einem Alternativprogramm gesucht. Standort und Thema sollen bald bekanntgegeben werden. Dass das Landsberger Thema nicht an eine andere Stadt vergeben wird, freut Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (parteilos): Es sei viel Herzblut in das Projekt gesteckt worden. «Insofern bin ich dem Haus der Bayerischen Geschichte dankbar, dass es das Thema nicht weitergibt und wünsche mir, dass wir die Landesausstellung zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht doch noch realisieren können», sagte Baumgartl. Einfach um ein Jahr verschoben werden können die Räuber nicht - die Landesausstellung 2025 ist schon für König Ludwig I. reserviert.

    Dienstag, 25. August 2020

    16.12 Uhr: 7-Tage-Inzidenz: nur Stadt Rosenheim überschreitet Warnwert

    Im Regierungsbezirk Oberbayern überschreitet derzeit nur die Stadt Rosenheim den Warnwert von 35 bei der 7-Tage-Inzidenz. Die Stadt kommt laut LGL auf einen Wert von 45,8 und ist damit unterhalb der kritischen Marke von 50. Alle anderen Städte und Landkreise liegen derzeit unter 35 Neuinfektionen binnen 7 Tagen pro 100.000 Einwohnern. Der Landkreis Ebersberg, der zuletzt den Warnwert überschritten hatte, liegt jetzt bei 28,84. Auch die Stadt Ingolstadt liegt weiterhin unterhalb des Warnwerts mit einem Wert von 32,12. Die Stadt München, die ein Alkohlverbot bei einer Überschreitung des Warnwertes angekündigt hatte, liegt laut LGL bei einem Wert von 27,93. (zuvor 30,92) Die Zahl der Infektionen insgesamt in Oberbayern liegt bei 25.199, das ist ein Plus im Vergleich zum Vortag von 138 Fällen. In absoluten Zahlen liegt München damit bayernweit vorne, vor Niederbayern und der Oberpfalz. Bei der Fallzahl pro 100.000 Einwohner kommt Oberbayern auf den bayernweit höchsten Wert von 537,73 (Oberpfalz: 513,49). Die Zahl der Toten bleibt in Oberbayern unverändert bei 1.028. Die 7-Tage-Inzidenz im oberbayernweiten Durchschnitt liegt bei 20,68

    5.37 Uhr: Keine vermehrten Polizeieinsätze in Rosenheim wegen Corona

    Die Polizei in Rosenheim meldet keine vermehrten Einsätze in Zusammenhang mit den neuen Corona-Beschränkungen in der Stadt Rosenheim. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sagte dem BR, der gestrige Tag sei vollkommen ruhig verlaufen.

    Montag, 24. August 2020

    23.08 Uhr: Münchner Virologe warnt vor zweiter Corona-Welle

    Der Münchner Virologe Oliver Keppler stellt sich hinter die Beschlüsse der Gesundheitsminister von Bund und Ländern zum künftigen Umgang mit Corona-Tests bei Reiserückkehrern. Das machte er im Rundschau Magazin im BR Fernsehen deutlich. Erst Quarantäne, dann testen – das hält der Virologe für eine sinnvolle Maßnahme. Keppler sprach sich zudem für eine bundesweit einheitliche Regelung bei privaten Feiern und Veranstaltungen aus. "Die Coronavirus-Pandemie ist so aktiv wie nie. Und wir haben insgesamt in Deutschland steigende Zahlen." Nach Kepplers Auffassung steht Deutschland derzeit am Fuß einer zweiten Corona-Welle. Er empfiehlt, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die Teilnehmerzahl auf 50 Personen zu begrenzen. "Wir hatten jetzt erst wieder große Feiern, Hochzeiten und andere Feiern mit Hunderten von Menschen. Das ist einfach die Gefahr für einen Superspreader-Event, wo einfach dann ganz viele Infektionen auf einmal auftreten. Die Reiserückkehrer bringen einzelne Infektionen zurück nach Deutschland. Und wenn diese Menschen dann wiederum an verschiedenen Superspreader-Events teilnehmen, dann werden die Infektionszahlen explodieren." Außerdem macht sich der Virologe in dem Gespräch für eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz stark.

    15.45 Uhr: Landkreis Ebersberg - 7-Tage-Inzidenz sinkt, Warnwert weiter überschritten

    Der Wert der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner der Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ebersberg ist auf 37,99 gesunken (gestern, Sonntag, 23.8.: 40,8). Das hat das Landratsamt Ebersberg bekanntgegeben. Damit liegt der Wert allerdings noch oberhalb des bayerischen Warnwerts von 35. Ab morgen (Dienstag) soll das Gesundheitsamt Unterstützung von der Bundeswehr bekommen. Laut Pressestelle sollen zwei Teams mit je drei Soldaten eingesetzt werden. Am Ende der Woche sollen weitere vier neue Mitarbeiter die Verwaltungsarbeiten unterstützen. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen laut Landratsamt Ebersberg derzeit Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Es werde nun überlegt, bei diesen Personen nach fünf bis sieben Tagen einen zweiten Test zu machen, um eine Infektion auszuschließen.

    14.56 Uhr: 68 neue Corona-Infektionen in Oberbayern

    Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Oberbayern auf insgesamt 25.061 gestiegen. Das sind 68 Menschen mehr als am Samstag (22.8.), teilte das LGL auf seiner Homepage mit.

    In Oberbayern sind insgesamt 1.028 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Oberbayern ist mit 534,79 Infizierten pro 100.000 Einwohner am stärksten von allen bayerischen Regierungsbezirken betroffen; in der Oberpfalz sind es 511,33 Infizierte/100.000 Einwohner, in Schwaben, dem am wenigsten betroffenen Regierungsbezirk, sind es 256,12 Fälle pro 100.000 Einwohner).

    14.02 Uhr: Frühwarnwert in Ingolstadt nicht überschritten

    In Sachen Corona-Infektionen ist das Wochenende in Ingolstadt ruhig verlaufen. Die 7-Tage-Inzidenz hat den Frühwarnwert von 35 nicht überschritten, so Ingolstadts Gesundheitsreferent Rupert Ebner im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Laut Gesundheitsamt liegt der Wert bei 32,03. Am Samstag (22.08.20) lag er bei 32,12.

    Entspannung sei hier aber noch nicht angesagt, so Ebner. In den kommenden Werktagen bekommt das Gesundheitsamt erfahrungsgemäß noch einmal viele Ergebnisse aus den Laboren - da könnte die Zahl der Neuinfektionen eventuell noch einmal steigen. Insgesamt gebe es in Ingolstadt keinen lokalen Hotspot, sagte der Gesundheitsreferent. Die Neuinfektionen stammten ausschließlich von Reiserückkehrern.

    12.54 Uhr: Radfahren statt Oktoberfest: Auf der Münchner Theresienwiese entsteht ein Fahrrad-Übungsplatz

    Normalerweise wäre die Theresenwiese längt eine Großbaustelle für das bevorstehende Oktoberfest. Im Corona-Jahr werden auf dem Areal vergleichsweise bescheidene Arbeiten durchgeführt. In dieser Woche zum Beispiel entsteht in der Südhälfte durch entsprechende Markierungen ein Fahrrad-Übungsplatz. Dieser wird öffentlich zugänglich sein und kann kostenlos benutzt werden. Unter anderem wird es dort Raum für Geschicklichkeits- und Balanceübungen geben und ebenso einen Teil, in dem das Verhalten in typischen Gefahrensituationen trainiert werden kann. So können Radler etwa den Schulterblick an einer Kreuzung oder das sichere Queren von Trambahnschienen üben.

    Geplant sind auch Workshops, Aktionen und Fahrsicherheitstrainings von verschiedenen Institutionen und unterschiedliche Zielgruppen. "Die stark frequentierten Radrouten über die Theresienwiese werden durch den Übungsplatz nicht berührt und bleiben für den Durchgangsverkehr frei", betont die Stadt München.

    10.15 Uhr: Rosenheim überschreitet Corona-Grenzwert und erlässt Beschränkungen

    Die Stadt Rosenheim hat am Wochenende den 7-Tage-Grenzwert bei Corona-Infektionen überschritten und reagiert mit strikteren Vorschriften. Der Wert habe am Wochenende kurzzeitig bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle von 50 für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

    Somit gelten nun in Rosenheim unter anderem stärkere Einschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. Etwa sind nur noch maximal 50 Menschen bei nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen erlaubt. Unter freiem Himmel sind 100 Personen zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

    9.55 Uhr: Münchens Oberbürgermeister absolviert "Corona-Crashkurs"

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat einen «Corona-Crashkurs» gemacht. «Unsere Virologen und Mediziner haben mir gesagt, was die ersten Anzeichen einer Infektion sind. Geschmacksverlust und Geruchsverlust», erklärte der SPD-Politiker dem "Münchner Merkur". "Wer morgens den Kaffeeduft nicht mehr riecht, sollte sich sofort testen lassen.»"

    Er habe Verständnis für die Menschen, die bei schönem Wetter raus wollen. Doch größere Treffen seien in der Corona-Krise kritisch. "Ich kann nicht zusehen, wie sich an Wochenenden regelmäßig Hunderte oder Tausende am Gärtnerplatz treffen, um unter Alkoholeinfluss gegen die Corona-Vorsichtsmaßnahmen zu verstoßen: ohne Maske, ohne Abstände", sagte Reiter. "Ich könnte mir ein nächtliches Alkoholverbot vorstellen. Dazu gehört auch, den Verkauf von Alkohol in einem vernünftigen Umkreis um den Platz zu untersagen."

    Die Corona-Ticker Oberbayern der Vorwochen finden Sie hier.

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