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Abdeckkappen für Radmuttern an Fahrzeuge des Tys Audi A3 liegen an der Fertigungslinie im Audi Werk Ingolstadt (Archivbild).

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    Audi meldet auch für Mai Kurzarbeit an

    Auch für den kommenden Monat hat Audi vorsorglich Kurzarbeit angemeldet. Das gilt für die Produktion an beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm. Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltend unsichere Versorgung mit Halbleitern.

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    Von
    • Susanne Pfaller

    Schon seit Jahresbeginn sind die Chip-Lieferketten aufgrund der Pandemielage instabil. Immer wieder kam es deshalb beim Autobauer Audi zu Produktionsausfällen. Die Anmeldung der Kurzarbeit für Mai bezeichnet eine Unternehmenssprecherin als "vorsorglich".

    Nächste Woche Kurzarbeit für 5.800 Audianer

    Fest steht jedoch, dass in der kommenden Woche ein großer Teil der Produktion am Standort Neckarsulm ausfällt. Damit müssen rund 5.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Neckarsulm sonst die Modelle A6 und A7 fertigen, von 26. bis 30. April in Kurzarbeit. In Ingolstadt läuft die Produktion in diesem Zeitraum normal.

    Seit Jahresbeginn mehrmals Produktionsausfall

    Seit Januar kämpft Audi wie auch die anderen deutschen Autobauer mit der unsicheren Versorgung mit Halbleitern. Im Januar waren deshalb an den beiden Audi-Standorten über 10.000 Audianer für mehr als eine Woche in Kurzarbeit. Allein in Ingolstadt betraf das 9.300 Mitarbeitende.

    Im März über 16.000 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen

    Nach einer regulären Produktion im Februar musste Audi im März erneut wegen mangelnder Chips die Bänder anhalten. Da in der ersten Märzwoche in Ingolstadt alle drei Bänder standen, waren über 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit. Bislang gab es im April noch keine Ausfälle. Das ändert sich nun nächste Woche am Standort Neckarsulm mit der Produktionsunterbrechung in der C-Reihe.

    Engpasse bei Halbleitern jederzeit möglich

    Die aktuelle Versorgungslage mit Halbleitern wird als "weiterhin ernst" bezeichnet. "Jederzeit kann es wieder zu Engpässen kommen", analysiert Dieter Braun, Leiter Supply Chain bei Audi die Situation. Deshalb habe das Unternehmen erneut beschlossen, "für die Produktion und die tangierten Bereiche vorsorglich Kurzarbeit anzumelden". Dass Audi vorsorglich Kurzarbeit anmeldet, bedeute allerdings "nicht automatisch, dass diese in allen Bereichen tatsächlich eintreten wird".

    Entscheidung fällt kurzfristig

    Welche Bereiche konkret von Kurzarbeit betroffen sein werden, hängt von der weiteren Entwicklung ab und entscheidet sich kurzfristig. Die betroffenen Mitarbeitenden werden dann direkt von ihren Führungskräften oder über aktualisierte Werksbekanntmachungen zur Fahrweise informiert.

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