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Reporter in Gefahr

Pressefreiheit Reporter in Gefahr

Das MedienMagazin berichtet regelmäßig über Einschränkungen der Pressefreiheit. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworfen oder sogar ermordet. Aber auch in freien Gesellschaften wie den USA oder Deutschland versuchen Politiker, Unternehmen und Behörden auf subtile Art und Weise Medien bei ihrer Informationsarbeit zu behindern. All das können Sie hier nachhören.

Bing-Map mit den Kartenpunkten | Bild: BR zur interaktiven Anwendung Interaktive Karte Medienmagazin-Beiträge zur Pressefreiheit

Radio-Beiträge und Artikel im B5-Medienmagazin erklären, wo weltweit die Pressefreiheit bedroht ist. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworden oder sogar ermordet. [mehr]

Pressefreiheit: Aktuelles

Protest gegen ermordete Journalisten | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Pressefreiheit Wieder Journalisten in Mexiko ermordet

Ein Reporter wird aus seinem Auto gezerrt und auf offener Straße erschossen. Eine Kollegin wird ermordet, als sie gerade ihren Sohn zur Schule bringt. Mexiko ist laut "Reporter ohne Grenzen" nach Irak und Afghanistan das weltweit drittgefährlichste Land für Journalisten. Seit dem Jahr 2000 wurden mindestens 107 Journalisten umgebracht. [mehr]

Linda Staude im Einsatz in Äthiopien | Bild: BR/Linda Staude zum Audio Als Korrespondentin in Afrika Arbeit mit Hindernissen

Der Kampf um Visa, Akkreditierungen und Interviewtermine prägt den Arbeitsalltag von ausländischen JournalistInnen in Afrika. Linda Staude ist als Korrespondentin für 20 Länder in Ost- und Zentralafrika zuständig, von Somalia und Äthiopien bis zum Kongo. Anders als viele einheimische KollegInnen kämpft sie weniger mit Bedrohungen als mit Bürokratie. [mehr]

Materialien fürs Crowdfunding von "Republik".  | Bild: BR/ Dietrich Karl Mäurer zum Audio Medienlandschaft Schweiz Wenig Vielfalt, viel Kommerz

Weshalb ist das Crowdfunding für das geplante Onlineportal "Republik" so erfolgreich? Das Finanzierungsziel wurde in acht Stunden erreicht - anstatt in 30 Tagen. Warum geben so viele Schweizer Geld für das Projekt? Es könnte an der Kommerzialisierung der vorhandenen Presse liegen und am seit Jahren stattfindenden Rechtsruck. [mehr]

Bilderbuch-Malediven | Bild: picture alliance / robertharding zum Audio Malediven Mord und Drohungen im Urlaubsparadies

Am 23. April ist der Blogger Yameen Rasheed im Treppenhaus vor seiner Wohnung erstochen aufgefunden worden. Er hatte zuvor unzählige Drohungen erhalten, wie zahlreiche andere Journalisten auf den Malediven auch. Einige von ihnen sind bereits ins Exil geflohen, andere sind verstummt. Düstere Aussichten für die, die weitermachen wollen. [mehr]

Der mexikanische Fotograf Emmanuel Guillen Lozano dokumentiert die Suche nach den 43 verschwundenen Studenten und arbeitet dadurch gegen das Vergessen | Bild: Emmanuel Guilen Lozano/ Reporter ohne Grenzen zum Audio Mexiko Auf Leben und Tod

Das gefährlichste Land in Lateinamerika: Seit der Jahrhundertwende wurden in Mexiko 90 ReporterInnen ermordet. Unabhängige Medien sind rar, werden zensiert oder müssen massive Repressalien fürchten. Darum ging es bei einer Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen in Berlin, bei der auch der neue Bildband "Fotos für die Pressefreiheit 2017" präsentiert wurde. [mehr]

Redaktionsgebäude Aftenposten  | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Norwegen "Tryckfrihet" im Norden großgeschrieben

Es gibt auch gute Nachrichten in Sachen Pressefreiheit: Vorbildlich sind die Länder in Nordeuropa, Finnland, Schweden, Norwegen. Seit Jahren sind sie auf den vorderen Plätzen der Rangliste von Reporter ohne Grenzen zu finden. Das liegt am Bedarf an Informationen, hoher Bildung, ausreichend Einkommen und positiven Gesetzen für die Medien. [mehr]

Blumengeschmücktes Portrait von Journalist Zabihullah Tamanna, der 2016 in Kabul bei einem Anschlag ums Leben kam. | Bild: picture alliance / AA zum Audio Afghanistan Alltägliche Bedrohung

Tod bei der Recherche: 2016 begleitete Zabihulla seinen Kollegen des öffentlichen US-Radiosenders NPR, David Gilkey, als eine Granate das Auto der beiden zerstörte. Beide starben. Marzia ist Moderatorin bei einem Nachrichtensender. Sie wird nicht nur von Taliban bedroht - sondern von der eigenen Verwandtschaft, die es nicht erträgt, dass sich eine Frau öffentlich zeigt. [mehr]

Schlagzeile türkische Zeitung nach dem Referendum | Bild: picture-alliance/ZUMA Press zum Audio Interview Katharina Willinger, ARD-Studio Istanbul Türkei nach dem Referendum: Wie können JournalistInnen noch arbeiten?

Die Gleichschaltung der Presse war schon vor dem Referendum das Ziel von Präsident Erdogan - darf jetzt, nach dem knappen Wahlausgang, überhaupt noch Kritik geübt werden? Wie ist die Stimmung in den sozialen Medien? Haben sich die Arbeitsbedingungen für ausländische Korrespondenten verschlechtert? Und wie geht es weiter mit Deniz Yücel? [mehr]

Bauzaun der Firma Tretzel | Bild: picture alliance / Armin Weigel/dpa zum Audio Regensburger Korruptionsaffäre Bauunternehmer gegen Presse

Der in die Affäre verstrickte Bauträger Volker Tretzel will den Medien das Zitieren verbieten! Und das aus offiziellen Bekanntmachungen der Staatsanwaltschaft vom Januar. Gleich mehrere Redaktionen haben Post einer Hamburger Kanzlei bekommen, auch der Bayerische Rundfunk. Nachträgliche Verfälschung oder Löschung der Realität, könnte man das auch nennen. [mehr]

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